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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung: Keine saftige Sexstory
Namenlos jobbt ohne Erfolg und Anspruch in einer Versicherungsagentur und fristet ein eher erbärmliches Junggesellendasein. Lediglich Ex-Freundin Andrea dringt gelegentlich telefonisch zu ihm durch und erkundigt sich nach seinem Zustand. Ansonsten ist sein einziger Gesprächspartner ein kleiner braungrüner Kaktus, der aus einem Müllhaufen stammt. Diesen...
Vor 21 Monaten von Ruprecht Frieling veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja
Ich hatte von dem Buch mehr erwartet, mir war es viel zu Stumpf. Die Klischees werden alle so übernommen wie man sich diese vorstellt...
Vor 18 Monaten von Sabrina veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung: Keine saftige Sexstory, 26. Dezember 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Taschenbuch)
Namenlos jobbt ohne Erfolg und Anspruch in einer Versicherungsagentur und fristet ein eher erbärmliches Junggesellendasein. Lediglich Ex-Freundin Andrea dringt gelegentlich telefonisch zu ihm durch und erkundigt sich nach seinem Zustand. Ansonsten ist sein einziger Gesprächspartner ein kleiner braungrüner Kaktus, der aus einem Müllhaufen stammt. Diesen stacheligen Mitbewohner tauft er »Rod«, weil dies auf einem Etikett an dessen Unterseite steht.

Seine Zeit verbringt der Ich-Erzähler am liebsten vor dem Fernseher oder in seiner Stammkneipe »Peaches«. Dort verpasst er sich die tägliche Dröhnung. Eines eintönigen Tages lernt er einen Goldkettchenträger kennen, der ihm wie eine Mischung aus Zuhälter und Ramschkönig vorkommt. Der neue Bekannte entpuppt sich als Betreiber eines Pornolabels und bietet ihm einen Job an. Nach einem kurzen Disput zwischen seiner ständigen Trägheit und einer beklemmenden Ebbe des Kontostandes nimmt er das Angebot an und tritt seinen Dienst als Deckhengst des Filmchenmachers an. Künftig darf er willige Novizinnen vor der Kamera vögeln und wird dafür sogar noch gut bezahlt.

Skrupel sind ihm fremd, und über Geschmack macht er sich keine Gedanken. Besonderen Genuss bietet ihm lediglich ein Wiedersehen mit einer Beraterin einer Arbeitsvermittlung, der er nach Vollzug ins Gesicht spritzen und sagen darf, er habe jetzt den seiner Qualifikation entsprechenden Job gefunden.

In seiner neuen Tätigkeit geht er voll auf und findet dabei sogar zu einer eigenen Identität. Als Hommage an seinen Kaktus wählt er den Künstlernamen Rod Reptile. Regelmäßige Nasen Koks, die ihm seine neuen Arbeitsgeber versorgen, tragen dazu bei, sein Selbstbewusstsein zu stärken. Sein Geld trägt er weiterhin in seine Stammkneipe, in der er eines schönen Tages sogar seine Traumfrau kennen lernt. Mit der knackigen Jasmin ist er bald fest zusammen und genießt die Zweisamkeit.

Da er ahnt, dass seine neue Liebe wenig erbaut auf seine Erwerbstätigkeit reagieren würde, täuscht er sie mit Lügengeschichten. Wenn das Telefon klingelt, steht er weiterhin stets zur Verfügung, um neue Damen, wie die 24jährige Fitnesstrainerin Claudia, die »neue Herausforderungen« sucht und sich als Filmsternchen bewirbt, einem gründlichen Leistungstest zu unterziehen. So kommt es, wie es kommen muss: eines bösen Tages wirft Jasmin ihrem geliebten Rod eine DVD mit dem prosaischen Titel »Ehehuren«, in der er als Hauptdarsteller wirkt, vor die Füße und verlässt ihn tief enttäuscht.
Rod Reptile ist wieder mutterseelenallein und steigt noch tiefer ins Pornobusiness ein. Er träumt von einer Solokarriere mit professionellen Darstellerinnen und entwickelt sich allzeit bereit, immer bereit, zum Pornostern. Koks, Aufputschmittel, Alkohol und Potenzpillen helfen ihm, in jeder Situation als Mann zu bestehen. Dabei bricht er charakterlich immer tiefer ein und führt bald nur noch ein Leben auf Speed. Seine Auftraggeber lassen ihn fallen. Als eines schlimmen Tages zu allem Übel auch noch sein einziger Freund, der Kaktus Rod wegen mangelnder Aufmerksamkeit sein Leben aushaucht, will er endgültig alles ändern. Er springt in einen Zug und folgt Jasmin. Ein Happy-End bleibt aus.

Strasser baut die Geschichte von Rod Reptile geschickt und nachvollziehbar auf. Im Dialog mit dem Kaktus bedient der 34jährige Düsseldorfer Autor sich eines Kunstmittels, das literarische Qualität hat. Er erzählt seine Story in lakonisch-distanziertem Stil und verzichtet auf die klebrige Ausschmückung eines Soft-Pornos. Damit enttäuscht er vermutlich die Hoffnungen der Voyeure, die zu dem Buch greifen, weil sie hinter dem Titel eine saftige Sexstory wittern. »Pornostern« lüftet hingegen einen Zipfel des Vorhangs der Sexindustrie und liest sich als eigenwilliger und durchaus nachvollziehbarer Bericht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja, 24. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Kindle Edition)
Ich hatte von dem Buch mehr erwartet, mir war es viel zu Stumpf. Die Klischees werden alle so übernommen wie man sich diese vorstellt...
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch, komisch und unterhaltsam bis zur letzten Seite!, 21. März 2009
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Taschenbuch)
Ich kannte den Autor nicht, habe deshalb auch nicht viel erwartet, aber das Buch hat es in sich. Es geht um das Leben des vermeintlichen Pornostars Rod Reptile, dessen komentenhaften Aufstieg und Fall. Klingt eigentlich recht banal, aber der Wortwitz, die tollen Szenen und die lebendigen Charaktere machen das Buch zur tollen Unterhaltung. Ich habe das Buch im Schwimmbad gelesen und musste des öfteren laut loslachen.
Die Dialoge haben mich ein wenig an den genialen Humor eines Kevin Smith (Clerks, Dogma, Mallrats...) erinnert.

Ich hoffe, von diesem Autor bekommen wir noch mehr zu lesen!
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Krasser Aufstieg und Abstieg eines Porno-Darstellers, 7. Juni 2009
Von 
kfir "liesundlausch.de" (Langenbach, Oberbayern, Zonenrandgebiet zu Niederbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Taschenbuch)
Das Studium hat er schon vor einiger Zeit abgebrochen, auf Arbeit keinen Bock, seine Freundin hat längst das Weite gesucht und der Alkohol ist neben seinem Kaktus Rod sein bester Freund.
Da trifft es sich gut, dass ihn in seiner Stammkneipe ein Filmproduzent als Darsteller anwirbt. Aus dem einstigen Porno-Konsumenten wird der aufstrebende Porno-Star Rod Reptile. Doch das schöne neue Leben fordert bald seinen Tribut ...

Christoph Straßer lässt den Leser teilhaben an dem ebenso rasanten Aufstieg wie Abstieg des Porno-Neulings Rod Reptile. Muss der geborene Loser zunächst noch zu seinem Glück gezwungen werden, vermasselt er seine Chance schon sehr bald wieder. Seine wenigen sozialen Kontakte vergrault er, ihren Platz nehmen falsche Freunde und ein fataler Cocktail aus Alkohol, Drogen und Medikamenten ein.
Die Schilderung der Sex-Szenen wird vor allem Leuten Freude bereiten, die sich regelmäßig vergleichbare Filme in einschlägigen Videotheken ausleihen. So eindeutig deren Schilderung auch ist, der Voyeurismus wird relativiert durch die lakonischen Kommentare und Dialoge der Beteiligten. Auch wenn einem manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt, ein Schmunzeln kann man sich häufig nicht verkneifen. Viele Seitenhiebe auf Gesellschaft und Partnerschaft treffen sicher, wenn auch wohl meist nur den Humor eines Mannes. Ebenso wenig Begeisterung dürften viele Frauen bei ihrer Reduzierung als Objekt zeigen. Doch mit dem Resultat muss zum Schluss Rod leben, findet er sich doch alleine und einsam wieder.
Kann man am Ende den Absturz des Rod Reptile mitverfolgen, so wird über lange Zeit der Missbrauch von Drogen und Medikamenten sehr spaßig und verharmlosend dargestellt. Hier hätte ich mir am Ende doch sehr viel drastischere Worte gewünscht. Für eine Satire war mir das Buch dann doch nicht überzeichnet und komisch genug. Trotzdem kann man bei der Lektüre seinen Spaß haben.

Krasser Aufstieg und Abstieg eines Porno-Darstellers, in vielen Momenten leider nicht spaßig genug oder mit zu wenig Ernst geschildert.
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4.0 von 5 Sternen Nicht verkehrt, 9. Oktober 2013
Von 
Benjamin Klein "bvonklein" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Kindle Edition)
Viele deutsche Schriftsteller, die versuchen, über Sex, Drugs & Rock N Roll ala Welsh, Bukowski oder Easton Ellis zu schreiben, kommen meiner Meinung nach oft sehr verkrampft rüber und haben keine eigene schriftstellerische Stimme. Dadurch wirken sie oft wie bemühte, farblose Kopien der Vorbilder und ich schäme mich beim Lesen manchmal etwas fremd.

Christoph Strasser schreibt zwar ebenfalls im schmutzigen Stil, aber durchaus eigen und brachte mich mehrfach zum Lachen.Die Vorbilder schimmern zwar gelegentlich durch, aber nicht so doll, dass es stören würde. Die im Pornometier angelegt Geschichte, über einen ziellosen Tagedieb, der durch Zufall ins Fleischwesterngeschäft gelangt und dort böse auf Suff, Knickknack und Narkotika abstürzt, liest sich locker runter und hat kaum Längen. Selbst eine kleine Liebesgeschichte passt noch rein ohne peinlich zu wirken oder zu langweilen.

Die miefige Welt von deutschen Kleinproduktionen und die ebenfalls wenig glamourösen Großproduktionen werden beschrieben, wie ich mir das durchaus in der Realität vorstellen würde. Die Sexszenen sind nicht sonderlich explizit und das Buch will auch lieber amüsant unterhalten, als ernsthaft einen Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie zu werfen, daher werden natürlich auch zahlreiche Klischees bedient.

Wenn man mit teilweise derber Sprache umgehen, über nicht allzu hohen Tiefgang hinwegsehen kann und keine Hausfrauenerotik erwartet, dürfte man zufrieden sein. Gutes Buch, um es zwischen zwei schwergewichtigeren Werken zu lesen. Für den letzten Stern fehlt noch der letzte Funke Genialität, den ich Strasser künftig aber ohne weiteres zutraue.
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3.0 von 5 Sternen OK, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Taschenbuch)
Witzig geschrieben, aber die Handlung ist etwas unrealistisch und vorhersehbar. Pornostar, dessen Drehs detailliert beschrieben werden, der aber eigentlich auf seine wahre Liebe wartet.
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4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, 19. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Taschenbuch)
Lustig und unterhaltsam. Leider wird er ab der Mitte etwas "schnell". Der Schreibstil ist leicht zu lesen, direkt und unverschnoerkelt.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Christoph Strasser, der deutsche John Niven?, 2. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Kindle Edition)
Hallo und willkommen in der Welt der Pornoindustrie.

Sagt Ihnen der Name Rod Reptile irgend etwas?

Nein?

Hätte mich auch gewundert.

Kennt man die Namen weiblicher Pornostars vielleicht noch (Gina Wilde), so gelingt es den wenigsten männlichen Stars der Branche sich im Gedächtnis der Konsumenten zu verankern.

Mit "Pornostern" erzählt Christoph Strasser die Geschichte eben eines solchen Stars.

Das Buch erzählt vom Aufstieg eines namenlosen Versicherungsvertreters über Arbeitslosigkeit und gelegentliche Pornoauftritte, hin zu Rod Reptile, dem aufstrebenden Star der Branche.

Und mehr will ich zum Inhalt auch gar nicht verraten.
Zwar handelt es sich bei dem Buch nicht um einen Thriller, der von überraschenden Wendungen lebt, aber es entbehrt nicht einer gewissen Faszination dem Weg Rod Reptile's zu folgen, ohne genau zu wissen, wohin er führt.

Den Lesern meiner Rezension, denen es an der Geduld fehlt bis zum Ende zu lesen, will ich bereits hier eine erste, zusammengefasste Bewertung präsentieren.

Pornostern" ist ein äußerst unterhaltsames Buch.
Strasser schreibt in einer flüssigen Umgangssprache", schnörkellos, direkt und verständlich. Er führt uns in die Welt der Pornostars, lässt uns einen Blick werfen hinter die Kulissen dieses Gewerbes und führt dazu, dass wir den Stress eines Darstellers, der auf Befehl "seinen Mann stehen muss" erahnen.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich spreche eine eindeutige Kaufempfehlung aus.

Dennoch vergebe ich nur 4 von 5 möglichen Sternen.

Weshalb?

Dazu komme ich noch.

Nun aber etwas ausführlicher über dieses Buch und den Eindruck, den Christoph Strasser bei mir hinterlassen hat.

Bevor ich mit meiner Rezension begonnen habe, habe ich mir die anderen Rezensionen zu diesem Buch angesehen. Das mache ich immer so, verändern doch andere Rezensionen auch mitunter den eigenen Blickwinkel.

Bei Pornostern" war das relativ unproblematisch, gibt es doch noch nicht allzu viele Rezensionen zu diesem Buch.
Dabei ist mir ein Vergleich besonders in Erinnerung geblieben. Ein Rezensent vergleicht Christoph Strasser's Art zu schreiben mit Chuck Palahniuk.
Diesem Vergleich kann ich nur sehr eingeschränkt folgen, wenngleich sich auch mir bereits nach wenigen Seiten des Buches ein Vergleich aufdrängte.
Und zwar zu Kill Your Friends" von John Niven.

Christoph Strasser und John Niven haben einen sehr ähnlichen Erzähl- und Sprachstil und auch inhaltlich gibt es einige Übereinstimmungen.

Achtung Spoiler!!!!

In beiden Fällen beobachten wir den Aufstieg eines Nobody zum Star und seinen anschließenden, von Drogen, Alkohol und Überdruss ausgelösten tiefen Fall.

Spoiler Ende!!!

Wo John Niven jedoch mit Zynismus und Sarkusmus in "Kill your friends" als Stilmittel arbeitet, ist es bei Christoph Strasser das weniger erschlagende Stilmittel der Ironie.
Auch Christoph Strasser orientiert sich bei "Pornostern" trotz aller Ironie und künstlerischer Freiheit eng an der Realität.

Es gelingt Christoph Strasser Sympathie für Rod Reptile zu wecken und speziell zu Beginn der Pornokarriere von Rod Reptile, als er noch im Casting beschäftigt war, erwischte ich mich einige male bei neidvollen Gedanken.

"Was für ein Leben, vögelt regelmäßig schöne Mädchen und wird dafür auch noch bezahlt."

Welcher Mann hat nicht irgendwann als testosteronstrotzender Jüngling davon geträumt, so ein Leben zu führen.

Doch dann führt Christoph Strasser uns zu den Schattenseiten dieses nur scheinbar paradiesischen Lebens. Leistungsdruck und Überdruss führen zu Drogen, die zu noch mehr - zusehends unkontrolliertem - Sex und das wiederum zu noch mehr Überdruss.

Ein Teufelskreis, aus dem es kaum noch ein Entrinnen gibt.

Strasser schreibt nicht mit der zynischen Abgebrühtheit eines John Niven. Er führt die deutlich feinere Klinge der Ironie, dennoch wird jeder John Niven Fan auch Christoph Strasser's "Pornostern" lieben.

Abschließend will ich kurz erläutern, weshalb ich dennoch nur 4 der 5 Sterne vergeben habe.

Der Schluss des Buches.

Er ist einfach profan und wird dem Rest des Buches nicht gerecht.

Er mag lebensnah sein, ganz bestimmt, aber er ist unbefriedigend, wie allzu häufig eben auch das richtige Leben.
Und das Buch ist, bei aller Realitätsnähe, eben nicht das reale Leben.

Es ist ein Buch, und Strasser hat die künstlerische Freiheit, das Ende des Buches so zu gestalten, wie er das möchte. Mehr Kreativität und weniger Realitätsnähe hätten dem Buch in meiner Rezension auch noch den 5. Stern gebracht.

Und, nun wirklich abschließend, will ich meine Frage aus dem Titel der Rezension beantworten.

Nein, Christoph Strasser ist nicht der deutsche John Niven, aber er ist zumindest auf dem besten Weg ein ebenso genialer Autor zu werden.

Dennoch kann ich bei "Pornostern" endlich mal wieder mein Qualitätssiegel

"Danke, Christoph Strasser, danke für ein wirklich tolles Buch"

vergeben.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos-bissiges Loser-Portät in der Sex-Branche, 17. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Pornostern (Taschenbuch)
Wer nichts dagegen hat, dass es in einem Buch auch einmal derbe zugeht, der ist mit "Pornostern" gut bedient.
Er erzählt seine Story in lakonisch-distanziertem Stil und verzichtet auf die klebrige Ausschmückung eines Soft-Pornos. Damit enttäuscht er vermutlich die Hoffnungen der Voyeure, die zu dem Buch greifen, weil sie hinter dem Titel eine saftige Sexstory vermuten. "Pornostern" lüftet hingegen einen Zipfel des Vorhangs der Sexindustrie und liest sich ungeschönt, herrlich authentisch.
Selten so viel gelacht !!!
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Pornostern
Pornostern von Christoph Strasser (Taschenbuch - 9. März 2009)
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