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4.0 von 5 Sternen K.u.K. Spaßpartei, 17. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Partei des gemässigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes (Gebundene Ausgabe)
Hasek, der früh verstorbene Schöpfer des weltberühmten "braven Soldaten Schwejk", hat neben dessen Abenteuern noch eine Unzahl von Kurzgeschichten geschrieben, die 1963 in immerhin 16 Bänden in tschechischer Sprache erschienen sind.
Diese Geschichte hier bildet eine Auswahl von Episoden, die sich direkt um ein wirklich von Hasek selbst ins Leben gerufenes Projekt drehen, seine Gründung, Entwicklung und nicht gerade rühmliches Ende bei den Reichsratswahlen 1911, die noch unter dem seligen Kaiser Franz auch in Prag stattfanden, das zum Habsburger Reich gehörte.
Man könnte Hasek, wie der Übersetzer und Herausgeber Gustav Just in seinem instruktiven Nachwort bemerkt, durchaus als Vorläufer der Dada-Bewegung betrachten und sein Projekt als das, was man heute unter dem Namen Spaßpartei versteht. Indem der Leser Haseks Geschichte liest, die nichts und niemanden ernst nimmt und jede Gelegenheit nutzt, um sich über alles und jeden lustig zu machen, sich selbst dabei nicht ausnehmend, erfährt er so nebenher eine ganze Menge über die tatsächlichen politisch-gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse in jenem Teil des Habsburger Reiches, dabei das Zittern im Gebälk vernehmend, eine Vorbeben in den Fundamenten.
Die "Partei des gemäßigten Fortschritts" war eine Schnapsidee und Hasek war ihr spiritus rector und zugleich ihr Frontman, dieser Eulenspiegel und "heilige Trinker".
Die Ausgabe ist in erster Linie ein Sammelobjekt für Bibliophile, nicht zuletzt der im besten Sinne eigenartigen Illustrationen von Hans Scheib wegen.
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5.0 von 5 Sternen Spaß beim Lesen über die Spaßpartei, 1. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Partei des gemässigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes (Gebundene Ausgabe)
Dada läßt grüßen steht im Nachwort des 132 Seiten umfassenden Textes, der mit einem Glossar versehen dieses Buch ausmacht. Die Buchgestaltung ist in Schriftsatz und Illustration vortrefflich, leider wurde der Text nicht sorgfältig genug lektoriert, so dass sich einige Fehler eingeschlichen haben. Die Einbandgestaltung ist exquisit. Der Buchrücken ist deutlich schmaler als die aus dicker Pappe bestehenden Buchdeckel, was dem Buch den Eindruck verleiht, es sei im Schuber und würde nur ein wenig herausstehen. Inhaltlich hat Hasek nicht nur seine Spaßpartei, die viel weniger erfolgreich war, als die deutsche Biertrinkerunion, vorgestellt sondern auch mit schwejkschem Humor den damaligen "Volksparteien" aufs Maul und auf die Fäuste geschaut und sich mit aktuellen Themen wie dem Frauenwahlrecht in satirischer Weise befasst. Für Liebhaber der unmäßigen Literatur im Rahmen der Groteske ist dieser Band ein echtes Kleinod.
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Geschichte der Partei des gemässigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes
Geschichte der Partei des gemässigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes von Jaroslav Hasek (Gebundene Ausgabe - 22. August 2005)
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