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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man hätte es nicht besser schreiben können, 14. November 2010
Von 
Leseratte - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
"Mein Herz in Afrika" von Andreas Malessa nimmt den Leser mit auf eine Reise nach Kenia in das Heimatland von Ole Ronkei, dem Massai, der vom einfachen Hirtenjungen zum Weltbankberater wurde und dessen faszinierende Lebensgeschichte der Grund für dieses Buch ist.

Aber eigentlich ist es eine viel größere Reise, zu der Andreas Malessa in seiner gewohnt humorvollen Weise einlädt. Eine Reise raus aus Vorurteilen, raus aus anscheinend unüberbrückbaren Gegensätzen, raus aus Resignation, Desintresse und Tatenlosigkeit vieler Westeuropäer angesichts von großem Leid und Elend.

Die Begegnung mit Ole Ronkei faszinierte ihn so, daß er sich mit seiner Frau auf den Weg macht und die einzelnen Stationen von Ole Ronkeis Lebensgeschichte besucht. Der Leser wird mitten in die Kultur der Massai hineingeführt, aber auch ins moderne Nairobi, er lernt im Nairobi Club die kenianische High Society kennen, aber auch Kibera, den größten Slum Afrikas.

Bei Einladungen und in Gesprächen prallen die unterschiedlichen Kulturen und damit auch Themen wie Mädchenbeschneidung, Polygamie oder Blutrache aufeinander.

Eigentlich bergen diese Themen ein enormes Konfliktpotential, doch es ist beeindruckend mitzuerleben, wie viel Verständigung und Konsens durch wirklich praktizierten gegenseitigen Respekt möglich ist.

Im Klappentext des Buches wird Andreas Malessa unter anderem so vorgestellt: Sein Markenzeichen: lockere Atmosphäre, hintergründige Fragen und inhaltsreiche Bühnenprogramme.

Diese Beschreibung erklärt etwas, auf welche Weise der Leser mitgenommen wird, nicht nur in eine andre Kultur und zu wirklich anders lebenden Menschen, sondern auch direkt in die unterschiedlichen Denkweisen, die ohne jegliche westliche Arroganz ( zumindest bleibt sie Malessa meist herrlich im Halse stecken, man schluckt beim Lesen quasi dieselben Worte dann auch gleich runter) und mit erwähntem gegenseitigen Respekt ausgetauscht werden.

Dabei schreibt er so locker flockig und leicht, daß man es nicht schwerer als einen Prosecco-Roman liest und es ist faszinierend, wie man in so eine spritzige Ausrucksweise derart schwierige und komplexe Thematiken verpacken kann.

Es bleibt viel Raum, um selbst nachzudenken, es wird nicht alles ausdiskutiert, ist auch nicht nötig, insgesamt ist es ein gelungenes Beispiel, wie positive Veränderungen erreicht werden können und dabei alle Seiten die Gewinner sind.

Eine persönliche Anmerkung:
Ich durfte Ole Ronkei mit seiner Frau Renoi selbst kennenlernen und bin "helle weg", wie wenig man es nötig haben kann, sich selbst zu produzieren. Da sprichst Du mit einem Ex- Weltbankberater und kommst Dir aber nichtmal im Ansatz klein vor, es war ein unglaubliches Erlebnis.

Beeindruckend war der tiefe Glaube, von dem er sprach und auf meine Frage, ob denn Mission nicht die Kultur der Massai zerstöre schüttelte er den Kopf. Teile einer Kultur würden verändert ( da sprach er z.B. von der Polygamie, die er nicht praktiziert) für ihn aber nicht zum Nachteil, aber zerstört würde eine Kultur durch gelebten Glauben an Jesus Christus nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrücklich, kurzweilig, lebendig, 23. September 2010
Von 
W. Naef (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
Ich hätte dieses Buch kaum gekauft, wegen des Verlages, aber dann hab ich es geschenkt gekriegt. Die Mischung von Reisereportage und Interview hat mir dann zwei sehr unterhaltsame und lehrreiche Abende beschert. Grossartig geschrieben. Bildhaft, temporeich, ein eindrücklicher Wechsel von Szene und Dialog. Witzig, frech, federleicht zu lesen. Kenya und die Massai mal von einer komplett anderen Seite. Der Reporter geht weder dem Cliché des edlen Wilden noch jenem des wilden Kannibalen auf den Leim. Er begegnet dem portraitierten Massai, Ole Ronkei, der es vom Hirtenjungen zum Prof. Dr. und Berater der Weltbank brachte, mit Wohlwollen. Die harten Fragen stellt er trotzdem. Oder vielleicht gerade deswegen. Einmal sitzt er in froher Grillrunde, bestehend aus Männern, einem offenen Feuer, einem Messer und einer Ziege. Nach der Schlachtung sollte der Autor herzhaft zugreifen, während der hochintelligente Ronkei von Stammesfehden, Blutrache, Justiz und Gerechtigkeit erzählt. Dem Reporter bleibt das Ziegenfleisch im Hals stecken. Aber er kriegt das Kunststück hin, die Situationskomik des Geschehens und Bedeutung und Tragik des Themas zusammenzuführen. Und wie er einen Massai bitten muss, ihm eine Kuh zu kaufen, weil sich das so gehört, und sich fragt, wie er die denn im Flugzeug nach Deutschland mitnehmen soll. Das Christentum schimmert zwar immer wieder durch, aber nicht frömmlerisch. Und der portraitierte Prof. Dr. Ole Ronkei, gibt gewaltig was her. Nur schon seine Vorliebe für die Massai-Währung, die Kühe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendig, kurzweilig und gerade für uns Europäer megainterresant, 25. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch bereits im Mai gelesen und war echt begeistert. Es wird nie langweilig und die verschiedenen Facetten sind einfach nur interessant. Besonders unsere westliche Sicht auf Afrika und das Leben der Massai wird kräftig hinterfragt und regt zu einer neuen Bewertung an. Andreas Malessa schreibt wieder einmal fröhlich frisch und sein Augenzwinkern kann man auf fast jeder Seite spüren. Ein tolles Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " . . . unsere Kühe lächeln, schau !", 19. August 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
Ertappt hatte er ihn, der Massai den müden Andreas Malessa. Eine seiner ersten Fragen weckte unseren Autor dann aber endgültig: "Haben in Deutschland Kinder aus armen Familien eine Chance, das Abi zu machen und zu studieren? Fördern die Schulen und Universitäten auch die Charakterbildung und Persönlichkeitsreife eines Jugendlichen oder werden da nur Fakten gebimst und bei Klausuren wieder ausgespuckt?"

Ein Jahr später nach der ersten Begegnung besucht der bekannte Journalist Andreas Malessa den Massai Prof. Dr. Ole Ronkei. Malessa will verstehen wo der Hirtennomade Ole herkommt und wie sein Weg zum Professor aussah. Was der Autor nun erlebt und beschreibt ist zunächst eine fremde Welt mit fremden Menschen, die uns durch dieses Buch näher kommen.

Ole Ronkei zeigt Andreas Malessa und seiner Frau seine ehemalige Schule. Von armen Kindern die jedoch reich im Kopf sind ist die Rede und der Leser hört erstaunliche Sachen vom Schulsystem in Kenia, um die ich die Schüler in jenem fernen Land beneide.

In Kenia sagt man, die Massai sind bestenfalls als Soldaten und Nachtwächter zu gebrauchen, weil sie nichts in der Birne haben, aber schnell mit dem Speer sind. Und dennoch schaffte Ole, die Halbwaise, es an eine weiterführende Schule und spricht von ökumenischen Gottesdiensten an seiner Schule. Muslime und Christen feierten gemeinsam Gottesdienste.

Interessant wie Malessa sich dem Haus von Ole Ronkei nähert. "Junge, Junge" entfleucht es dem Autor als er bemerkt, dass das Haus des Professors im vornehmsten Stadtteil von Nairobi steht. Ronkei versteht was Malessa sagt, ihm ist es peinlich, aber es hat sich halt so ergeben und nun wohnt er eben hier.

Im Folgenden nimmt der Autor den Leser mit auf die weiteren Stationen seiner Reise. Wichtiges Thema ist das Christsein in Kenia. Es kommt zu theologisch - interessanten Wortgefechten zwischen Ole Ronkei und dem Ehepaar Malessa.

Die leider vieeel zu wenigen Fotos geben einen kleinen Einblick in die Welt, die für den Autor in Kenia erlebbar wurde.

Ich, als Leser, habe dieses Buch in einem Zuge verschlungen. Es ist endlich mal ein Afrika - Buch, das aus dem Rahmen fällt. Mit Ole Ronkei lerne ich etwas vom Leben der Massai und vom praktischen Christsein in diesem Land. Plötzlich sind sie gar nicht mehr so fremd - ihr Gott ist auch meiner.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Afrikafreunde ein -Unbedingt lesen Buch-, 6. August 2012
Von 
Sabine Patalong (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch gibt nicht nur Einblicke in einen hochinteressanten und klugen Mann, sondern ergänzt auch noch evtl. persönliche Erfahrungen über Afrika. Es ist leicht lesbar, aber nicht platt geschrieben. Ich hab schon einige Lebensberichte von Menschen, die in Afrika aufgewachsen sind gelesen. Dieses Buch hat aber meinen Horizont über gesellschaftliche Strukturen in afrikanischen Ländern am meisten erweitert. Ole Ronkei ist zudem ein ganz besonderer Mensch, der vieles kann: ein einfacher Hirtenjunge sein und ein Reicher; ein verwurzelter Massai und ein Überwinder unguter Traditionen; ein Zielstrebiger und einer, der die Bedürfnisse der anderern sieht. Eine integre Persönlichkeit mit viel Humor, die man gerne mal persönlich kennenlernen würde. Ein -unbedingt lesen Buch-.
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5.0 von 5 Sternen Was will ein Deutscher mit einer afrikanischen Kuh?, 3. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
Mein Herz in Afrika - So heisst der Titel des neusten Buches von Andreas Malessa.
Er stellte es anlässlich des "Kanderner Themenfrühstücks" den Zuhörern vor. Meine Frau wollte es gerne haben, aber ich brachte sie irgendwie davon ab. Um es dann doch - mit Widmung - zu erstehen...Das Buch würde über einen Massai handeln, den Malessa kennen gelernt hatte.

Wer das Buch von Corinne Hofmann - "Die weisse Massai" - kennt, hätte vielleicht eine ähnliche Thematik erwartet. Aber der Autor hat einen völlig anderen Erzählerstil. Witzig, genau beobachtend und beschreibend - und vor allem mit anderen Inhalten!

Ole Ronkei - für einen gescheiten Krieger- bzw. Viehhüterdienst zu klein und unsportlich - wird von seinem Onkel in einer Schule untergebracht, lernt schreiben und lesen. Und beisst sich durchs ungewohnte ("weisse") Leben. Später nutzt er die Chance zu Aufentlhalten in England und den USA. Nach einigen Jahren findet man den Mann aus der kenianischen Steppe als Professor in den Staaten und Berater der Weltbank wieder. Wie viele Stolpersteine es auf diesem Weg gab, welche Kämpfe und Niederlagen er durchmachte - das muss man selber lesen!

Das Ehepaar Malessa besucht den vierfachen Vater und stolzen Besitzer von 170 Kühen in seinem Heimatland und fährt die Stationen seiner Kindheit und Jugend ab. Dabei entstehen interessante Gespräche über Beschneidungen von Mädchen, Gemeindegestaltung in Afrika, Polygamie und Fragen einer modernen afrikanischen (und deutschen Malessa's)) Ehe.

Für mich am beeindruckensten die Schilderung des Besuches des grössten Slums in Afrika (Kibera). Vom Verschliessen der Autotüren, "Häuser" aus Verpackungskartons, fliegender Kottüten (es gibt keinerlei Toiletten im Slum!) und den vielen Minikirchen berichtet Malessa auf eine eindrückliche Art.

Am Ende merkt der Leser - also ich und vielleicht Sie bald auch - dass Afrika gar nicht so weit weg ist. Auch wenn es etwas ungewöhnlich ist, dass Ehepaar Malessa sich dort in Kenia eine Kuh zulegt...
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5.0 von 5 Sternen Der Weg eines gesponserten Kindes, 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch berichtet der bekannte Journalist und Theologe Andreas Malessa von einer Reise nach Kenia, die er gemeinsam mit seiner Frau unternommen hat.
Ziel dieser Unternehmung war es, Orte aufzusuchen, die einen bedeutenden und richtungsweisenden Einfluss auf die Entwicklung des Direktors (Child Advocacy Director) des christlichen Kinderhilfswerkes Compassion" genommen haben. Dieser ehemalige Hirtennomade aus dem Stamme der Massai, namens Ole Ronkei, hat eine erstaunliche Karriere hinter sich.
Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters erhält er als Sohn eines Laiboni (Stammesvorsteher) die Chance, das international hoch angesehene Starehe Internat" in der Hauptstadt Kenias, Nairobi, zu besuchen. Hier lernt er die christliche Botschaft kennen und nimmt sie für sich an. Über verschiedene gottgeleitete Zufälle" gelangt er in die USA und kann dort aufgrund einflussreicher privater Förderer studieren. Er erwirbt sein Diplom in Kommunikationswissenschaften. Obwohl er einige Angebote von amerikanischen Universitäten erhält und auch einige Dozentenstellen bekleidete, zieht es ihn, mittlerweile verheiratet, wieder in seine Heimat Kenia zurück, wo er an der Universität Nairobi eine Professorenstelle antritt und freier Berater für die Weltbank wird. Obwohl er auch an der Universität in Nairobi seine akademische Karriere hätte ausbauen können, entscheidet er sich dafür, den Armen im Lande zu helfen, insbesondere den Kindern. Du bist ein gesponsertes Kind, Herr Professor Weltbankberater!", so hämmerte es in seinem Kopf. Und aufgrund dieser inneren Stimme, die er als den Ruf Jesu in diese Arbeit versteht, gibt er seine hoch dotierten Jobs auf und übernimmt die Leitung des Kinderpatenschaftsprogramms Compassion International in Kenia und ganz Afrika.

Andreas Malessa versucht die frühen Stationen diese Weges in Kenia nachzuzeichnen, indem er sich mit Hilfe Oles in das Milieu, in die Kultur und Geschichte des Landes und insbesondere dieses Hirtenvolkes hineinbegibt. Viele vorher verwaschene Ansichten und Vorurteile werden durch die Lektüre aufgedeckt und geklärt. Das Verständnis für die kulturellen Unterschiede im Hinblick auf die Ehe, Kindererziehung, politische Haltungen wird mit unmissverständlichen Worten und vielen überzeugenden Dialogen geweckt. Erfahrungen mit den Ärmsten der Armen in dem größten Slum Afrikas wie auch Begegnungen im noblen Nairobi Club, in dem sich die Mächtigen des Landes einfinden, werden eindrucksvoll geschildert und in ihrer Hintergründigkeit auch kritisch betrachtet. An jeweils markanten Stellen im Rahmen persönlicher Begegnungen eröffnet Malessa theologische Diskussionen, wenn es z. B. um die Beschneidung, Frauenrolle oder den Auftrag der Ehe und Familie im christlichen Verständnis geht. Gerade an solchen Stellen kommt aber auch die kulturelle Distanz zwischen westlicher /europäischer und afrikanischer Kultur zum tragen. Dass Malessa in vielen Vergleichen die deutsch-europäische Kultur und Lebensgewohnheiten (Bürokratie, Bildungslandschaft, Vetternwirtschaft, Bürgerlichkeit, Wichtigtuerei usw.) nebenbei anspricht und ironisiert bzw. kritisiert, wirkt nicht immer so überzeugend, manchmal ein wenig platt, wenn er z. B. während des Auftrittes eines Kinderchores seine Frau mit dem begeisterten Ausruf zitiert : Das ist es, was die haben und wir nicht."
Aus diesen Vergleichen könnte man auch herauslesen, dass der afrikanische Kontinent und dabei insbesondere die Kinder eigentlich dankbar und zufrieden sind und unsere Hilfe nur bedingt benötigen. Dieser Gedanke liegt aber bestimmt nicht in der Absicht dieses Buches und seines Schreibers, denn es lässt sich von den Intentionen durchaus als ein biografisch konzipiertes Werbebuch für das Kinderhilfswerk Compassion verstehen. Diese Meinung wird erhärtet durch die Tatsache, dass der Gerth-Verlag in einer Presseerklärung (09.09.2010) bekundet:
Compassion und Gerth Medien werden Partner", wobei sich der Medienverlag als verlegerischer Arm von Compassion" versteht und entsprechende Produkte auf den Markt zu bringen gedenkt. Das vorliegende Buch kann schon als ein solchen Projekt angesehen werden.
Etwas irritierend auf den unbedarften Europäer wirkt auch der Umstand, dass es sich die Malessas während des Berichtszeitraumes in diesem armen Land recht gut gehen lassen und bei der Familie Ronkei im nobelsten Viertel Nairobis (Karen) wohnen. Selbst in einem Armenviertel hat die Organisation Compassion eine kleine Insel der Seligen geschaffen. Es gibt sicherlich Argumente für ein solches Programm und eine derartige Haltung aber eben auch dagegen. Die Frage ist, was bewirkt eher wirkliche Compassion (Mitleiden/ Vertrauen) für die Menschen in Not.
Es würde an dieser Stelle bestimmt überheblich wirken, wenn der Rezensent, weit ab vom Schuss, einige Bibelzitate und biografische Beispiele vorlegte, die gerade die Bedingung der unmittelbare Nähe mit Notleidenden als Hilfsansatz herausstellen. Diese gibt es auch, und sie fordern uns heraus.
Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Es liefert einen reichhaltigen Einblick in Leben, Kultur und Probleme des schwarzen Kontinents, der beim Leser unserer Breitengrade ein anderes Verständnis für die Situation und die Hilfsmöglichkeiten wecken kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Masai Geschichte - ohne Romantik, 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai (Gebundene Ausgabe)
Wer etwas über Afrika/Kenia lesen will, das nicht vor Romantik trieft oder einfach nur ein schlechtes Gewissen macht, weil wir hier in Europa leben, dem sei dieses Buch wärmstes empfohlen.
Bemerkenswert ist der spritzige Stil! Andreas Malessa schreibt, wie ihm der Schnabel gewachsenen ist. Fast ist es, als würde der Autor einem alles ins Ohr erzählen (kein Wunder, Malessa ist ja schliesslich ein alter Radio-Hase). Deshalb leicht zu lesen - und SEHR interessant! Keine "Heile, heile Gänschen - es wird/ ist alles gut" Geschichte - denn so ist das Leben nicht....auch nicht, wenn ein waschechter Massai zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kommt.
Das Buch bringt ins Nachdenken über eigene Traditionen und öffnet das Herz - und vielleicht auch die Geldbörse um zu Spenden oder Patenschaft für Menschen in armen Ländern wie Kenia zu übernehmen!
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Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai
Mein Herz in Afrika: Ole Ronkei - Begegnung mit einem Massai von Andreas Malessa (Gebundene Ausgabe - 25. August 2010)
EUR 12,99
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