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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Antwort auf Dawkin's Gottes-Wahn
Es ist besonders zu diesem weltanschaulichen Thema zu empfehlen, die Argumente beider Seiten zu kennen.
McGrath setzt sich in seinem Buch mit wesentlichen Argumenten von Richard Dawkins auseinander.
Dabei wird deutlich, dass Dawkins vieles unsachlich und verzerrt darstellt.
Er stellt z.B. Religion als DIE Ursache für Kriege hin, obwohl häufig...
Vor 10 Monaten von Theo veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Frechheit! Beleidigend und unaufrichtig.
Den reißerischen deutschen Titel kann man dem Buch bzw. dessen Autorenteam nicht anlasten. Denn tatsächlich versuchen sie, wie der englische Originaltitel besser erkennen lässt, keine Generalabrechnung mit dem Atheismus an sich, sondern wollen nur Richard Dawkins als einen der heute popolärsten Vertreter des Atheismus möglichst schlecht aussehen...
Vor 4 Monaten von Naturalist veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Frechheit! Beleidigend und unaufrichtig., 5. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Den reißerischen deutschen Titel kann man dem Buch bzw. dessen Autorenteam nicht anlasten. Denn tatsächlich versuchen sie, wie der englische Originaltitel besser erkennen lässt, keine Generalabrechnung mit dem Atheismus an sich, sondern wollen nur Richard Dawkins als einen der heute popolärsten Vertreter des Atheismus möglichst schlecht aussehen lassen.
Und da sich das Buch an eingefleischte Christen richtet, die sich mit "Argumenten" gegen Dawkins wappnen wollen, ist dazu so ziemlich jede Polemik recht.

Dabei kann man durchaus wahrnehmen, dass sich Mcgrath und Co. teilweise nicht unintelligent um Vertrauen der Leserschaft bemühen. Zum Beispiel, wenn die allerdümmsten Missverständnisse religiös verzückter Menschen eingeräumt und bedauert werden, wie der Kreationismus, der aller Wissenschaft spottet.
Damit wird Dawkins immerhin teilweise Recht gegeben.

Dann geht es aber daran, Dawkins zu diskreditieren, wo immer es geht.
Hauptstilmittel: die sprachliche Herabwürdigung von Richard Dawkins. Die Bezeichnungen "naiv", "kindlich-naiv", "unwissenschaftlich" und "aggressiv" ziehen sich durch das gesamte Buch wie ein roter Faden.
Es wird inhaltlich vor allem darauf gesetzt, ein paar Kratzer im Lack Dawkins' zu hinterlassen: ein kleines Missverständnis wird hier aufgezeigt, eine rhetorische Ungeschicklichkeit dort, eine Unkenntnis aller theologischen Theorien an dieser Stelle behauptet und eine Missachtung der allerneusten Erkenntnisse in was auch immer an anderer.

Und schon komme das ganze Argumentationsgebäude von Dawkins zum Einsturz?!
Mitnichten!

Ziemlich früh hacken die Autoren darauf herum, Dawkins habe die "Gottes"beweise von Thomas von Aquin falsch verstanden. Denn nach heutiger theologischer Diskussion habe von Aquin das gar nicht als Beweise "Gottes" gemeint, sondern als Schlüssigkeitsargumente des Glaubens: "mein Glaube ist schlüssig, das wird durch beobachtbare Wirklichkeit 'bewiesen'".
Es sei aber verständlich, dass Dawkins diesem Irrtum aufgesessen sei: "Das ist ein völlig verständlicher Fehler, der jedem passieren könnte, der neu ist auf diesem Gebiet."
Mit dieser gönnerhaften Einräumung wird natürlich wieder die Herabwürdigung Dawkins verfolgt.
(Ganz abgesehen davon, dass dieser argumentative Winkelzug vermutlich nur Theologiestudenten interessiert und sich in der populären, die Religion befürwortenden Literatur nicht wiederfindet - soweit ich die Sache überblicke. Stets ist nur zu lesen, von Aquin habe "Gott" bewiesen oder es zumindest versucht...)

Wie dem auch sei: Wer mit derart arroganter Überheblichkeit die Quelleninterpretation seines Gegenübers angreift, wie es McGrath und Co. hier tun, sollte im Folgenden besser gut aufpassen, was er selbst verzapft...

Aber nur 9 Textseiten später (auf Seite 39) dokumentiert das Autorengespann, dass es das kritisierte Buch, Der Gotteswahn, entweder nicht wirklich gelesen hat oder aus anderen Gründen nicht verstanden hat oder dem geneigten Leser bewusste Lügen aufzutischen versucht:
Wörtlich wird behauptet: "'Der Gotteswahn' geht von einer grundsätzlichen Überzeugung aus: Die (Natur-)Wissenschaft hat Gottes Existenz widerlegt."

Diese Behauptung ist (anders als bei der Diskussion um von Aquin) nicht nur in irgendeinem abgehobenen theoretisierendem Sinne falsch, sie steht in eklatantem Widerspruch zu dem, was Richard Dawkins wortwörtlich und auf Seiten über Seiten darlegt:
Die Theorie, es gäbe einen Gott, ist (leider) wissenschaftlich nicht widerlegbar, gerade weil man die Nichtexistenz von irgendetwas höcht obskurem nicht beweisen KANN. Daher kann man weder beweisen, dass es Gott nicht gibt, noch kann man beweisen, dass Einhörner innen nicht hohl sind...
Und gerade das, die fehlende Falsifizierbarkeit (Widerlegbarkeit) geschickt genug formulierter theologischer Behauptungen wie: "Es gibt 'Gott', er hinterlässt aber keine eindeutigen Spuren.", macht die (wissenschaftliche) Wertlosigkeit dieser Aussagen aus.

Das zentrale Argument von Richard Dawkins ist genau andersherum, als von MCGrath behauptet, nämlich, dass es eben keinerlei Beweise FÜR die Existenz eines "Gottes" gibt.
Darum gibt es keinen vernünftigen Grund, dieser Idee anzuhängen. Mit dieser tatsächlichen Kernaussage Dawkins' beschäftigen sich seine Kritiker in "Der Atheismuswahn" aber mit keinem einzigen Wort. Dabei bietet Dawkins ausdrücklich an, sich überzeugen zu lassen: Beweist mir eure Hopthese, dass es "Gott" gibt, und ich bin dabei!

Ich bin sehr sicher, dass McGrath und Co. ihre Gotteshypothese nur allzugerne bewiesen hätten, wenn sie nur könnten.
In diesem Kern seiner Argumentation wird Dawkins aber noch nicht einmal angerührt!

Stattdessen werden aber am Rande wieder albernste Analogien aus der Schublade geholt: weil unser Durst darauf hindeutet, dass es Wasser gibt, deute unser Wunsch zu glauben darauf hin, dass es "Gott" gebe..."
Ist klar: daher deutet der Wunsch, dass es Außerirdische sind, die Kornkreise herstellen, darauf hin, dass genau das wahr ist?

Andere unbewiesene und unwiderlegbare Aussagen wären (Beispiele meist von mir, Dawkins würde aber vermutlich zustimmen) :
"Auf dem Kopf jedes Menschen liegt ein großer Stein, der aber nicht wissenschaftlich wahrgenommen werden kann.",
"Wir alle leben in einer gigantischen Computersimulation, die aber so geschickt gemacht ist, dass wir das nicht merken können.",
"Um uns herum existieren lila-grün karrierte Elfen, die aber dafür sorgen, dass sie niemals von einem Menschen direkt beobachtet oder sonstwie nachgewiesen werden können.",
"Außerirdische leben im Gehirn von Barack Obama, aber sie haben die Mittel, sich vor Entdeckung zu schützen."
und ähnlicher fröhlich-esotierischer Unsinn mehr: wenn man alles glauben möchte, was man eben nicht widerlegen kann:
Viel Spaß!

Und in diesen großen Topf wirft Richard Dawkins alle religiösen, pseudoreligiösen und esoterichen Ideen:
Besser, man hält sich an das, was man per Vernunft verstehen kann, als an dass, was einem frühkindliche Gehirnwäsche oder charismatische Vortragsreisende wider jeder Vernunft einzüflüstern versuchen.

Denn die Crux mit der Religion ist, dass es ja nicht nur eine Existenz eines oder mehrerer, guter oder böser, höherer Wesen oder Prinzipien behauptet wird, sondern, dass daraus alle möglichen ebenso unbeweisbaren Schlussfolgerungen gezogen werden:
"Trenne dich niemals von Deinem gewalttätigen Ehepartner, sonst kommst du in die Hölle!" (die selbstverständlich außerhalb der natürlichen Welt liegt".
"Esse an Mitwoch keine Lebensmittel, deren lateinischer Name ein "M" enthält, denn sonst wird dich 'Gott' strafen!" (aber erst nach Deinem Tod, wenn andere es nicht mehr mitbekommen...)
"Tritt niemals auf ein auf dem Boden krabbelndes Insekt, sonst wird es dir in deinem nächsten Leben schlecht ergehen!" (aber niemand wird genau wissen, als was du wiedergeboren bist)
"Gratuliere niemals jemanden vor seinem Geburtstag zu seinem Geburtstag, denn sonst hat er ein Jahr lang mehr Pech oder weniger Glück als eigentlich vorgesehen." (wie viel das gewesen wäre, können wir aber nicht wissen.)

Oder eben Dinge wie:
"Vernichte Deinen Feind, dann wirst du mit Jungrauen belohnt!" (aber erst in einer anderen Welt),
"Hasse alle Homosexuellen, dann wirst du Gottes Wohlwollen ernten!" (du weißt aber nicht, in welcher Form genau),
"Töte alle Andersgläubigen dann entgehst du dem Fegefeuer! (das aber selbstverständlich in einer anderen Welt liegt)...

Apropos 'Selbstmordattentäter':
Dieses Phänomen spricht Richard Dawkins an - und McGrath und Zweitautorin kritisieren das: denn es habe sich wissenschaftlich eindeutig herausgestellt, dass Religiösität "weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung" sei, um ein Selbstmordattentat zu begehen. Darum könne man es der Religion nicht anlasten...
Aha!
Es hat also schon mal Selbstmordattentäter gegeben, die anderen wirren Ideen folgten (anstelle der Religion), und nicht jeder religiöse Fanatiker wird zwangsläufig Selbstmordattentär: Darum hat das alles gar nichts mit Religion nichts zu tun?!
Was für ein Unsinn!

Den Oberknaller finde ich aber folgende Aussagen von McGrath und Co., die sie ausgerechnet dem Atheismus im Gefolge von Dawkins entgegenzuhalten versuchen - und nicht etwa irgendeiner religiösen Verblendung:
"Leichtgläubige und vertrauensvolle Mensen schenken einer Sache Glauben, wenn diese mit Überzeugungskraft und Zuversicht präsentiert wird. Angeführte Beweise spielen dann keine Rolle."

In diesen Spiegel, liebe religiös Bewegte welcher Couleur auch immer, schaut bitte einmal gaanz tief rein!

Alles in allem kein gutes Buch!
Darum tut es auch gar nicht so weh, dass von ohnehin nur 160 Seiten in dem Bändchen sage und schreibe die letzten 11 ratzekahl leer sind.
Viel mehr Substanz haben auch die bedruckten Seiten nicht zu bieten.
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503 von 609 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mangelhafte Kritik, 21. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Ich stimme den vorigen Rezensenten zu: Das Buch ist der Schnellschuss eines Trittbrettfahrers und argumentiert auf teils erstaunlich niedrigem Niveau. Dabei wäre es durchaus interessant, mal zu erfahren, mit welchen Argumenten Dawkins aus christlicher Sicht zu kritisieren wäre - aber wenn das alles wäre, was von christlichen Apologeten aufgeboten werden kann, dann wäre noch die schärfste Kritik von Dawkins eher untertrieben.

McGrath macht es sich mit seiner Kritik zu einfach. Ein Beispiel von vielen: Ohne große Begründung und praktisch argumentationsfrei wird das christliche Dogma, dass man Gott nicht beweisen könne, von McGrath aufgegriffen und als unhinterfragbare Weisheit verkündet. So muss sich McGrath mit den Kernargument von Dawkins, dass die Unwahrscheinlichkeit von Gottes Existenz begründet, nicht auseinandersetzen, er ignoriert sie schlicht und unterstellt Dawkins einen massiven Fehler, weil er überhaupt argumentiert hat. Dann, nachdem McGrath so das Kernargument (und weitere) schlicht ignoriert und sich nicht damit beschäftigt, wird Dawkins einerseits eine "Armut an Argumenten" bescheinigt, und obendrein dann noch "Dogmatismus", weil Dawkins angeblich "dogmatisch" voraussetzt, dass es keinen Gott gibt. Aber dies ist weder ein Dogmatismus von Dawkins noch eine Argumentationsarmut auf seiner Seite, sondern folgt aus dem Dogmatismus von McGrath und seiner eigenen Ignoranz und ist damit ein echter Bumerang. So nicht, Herr McGrath.

Dann wird der Kritik von Dawkins, die sich dediziert gegen amerikanischen christlichen Fundamentalismus wendet, eine liberale theologische Position entgegengestellt, um dann die Verfehltheit von Dawkins Argumenten festzustellen. Ja, und? Wenn ich Maier kritisiere, wird dann die Kritik an Maier ungültig, weil sie nicht auf Herrn Müller passt? Und dann kann man ganz bequem im gleichen Zug noch Dawkins unterstellen, er habe einen fundamentalistischen (und damit natürlich falschen) Begriff vom Christentum. In diesem Zusammenhang muss man unwillkürlich an die Kritik von Sam Harris an den liberalen Christen denken, die den Fundamentalismus verteidigen und damit unterstützen und erst möglich machen. Dabei muss selbst McGrath anfangs Dawkins zugestehen, dass seine Kritik am christlichen Fundamentalismus nicht verfehlt ist.

Die Verteidigung Gottes gegen atheistische Argumente (von denen es mehr gibt, als die meisten auch nur ansatzweise ahnen) durch Kritikimmunisierung (Gott steht über der Logik, Gott kann man weder beweisen noch widerlegen und dergleichen Dogmen mehr) mag populär sein, weil sie einen davor bewahrt, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen, aber sie ist äußerst bequem und bestätigt die Kritik von Dawkins, dass Religion zur Denkfaulheit erzieht. Und hieran sind die liberalen Gläubigen noch mehr schuldig zu sprechen als die Fundamentalisten.

Fazit: Eine intelligente Kritik an Dawkins von christlicher Seite steht immer noch aus. McGrath kann diese Lücke jedenfalls nicht füllen. Ein Vorurteil über intelligente Christen jedenfalls bestätigt McGrath für seine Person: Intelligenz und Glauben an das Christentum schließen sich deswegen nicht aus, weil die Intelligenz nicht auf das Christentum angewandt wird. Das ist natürlich insofern ein Vorurteil, weil es auch jede Menge Christen gibt, die sich intelligent mit ihrem Glauben beschäftigen, aber McGrath, so scheint es, gehört nicht zu diesem Personenkreis, wenn man nach diesem Buch urteilt. Das könnte aber auch daran liegen, dass es sich um ein schnell hingeschriebenes Werk handelt.
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245 von 322 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts als Falschaussagen, Scheinheiligkeit, Heuchelei und Dawkins-Beleidigungen, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Schon im Titel zwei Fehler: es gibt keinen Atheismus-Wahn und keinen atheistischen Fundamentalismus.
Ein Wahn erklärt eine unbeweisbare Sache zu einer absoluten Wahrheit. Diese wird wider bessere Argumente verbissen verteidigt. So gesehen stimmt der Titel von Dawkins Buch "Der Gotteswahn" - und Religiösen Wahn gibt es definitiv.
McGraths Buch müsste aber "Die Atheismus-Überzeugung" heißen. Eine Überzeugung ist zwar auch der feste Glaube an einen Sachverhalt, dieser ist aber nicht absolut und unverrückbar, sondern durch gute Argumente und Beweise veränderbar.

Der allgemeine Begriff "Fundamentalismus" leitet sich aus dem christlichen Fundamentalismus her und verlangt nach einem nicht hinterfragbaren Fundament (z.B. die Unfehlbarkeit der Hl. Schrift).
So eine Basis hat und braucht der Atheismus nicht, weshalt der Begriff "Atheistischer Fundamentalismus" ein Widerspruch in sich selbst ist.
Wenn ich NICHT an die Existenz einer um die Sonne kreisenden Teekanne (© Dawkins) glaube, bin ich deswegen kein Fundamentalist.
McGrath gelingt es nicht, durch oftmaliges Wiederholen dieser Fehler der Wahrheit näherzukommen.
"Der Atheismus-Wahn" ist kein Buch, das durch inhaltliche Brillianz, logisches Denken oder zwingende Beweisführung auffällt. Der Stil erinnert an den unsäglichen "Jan van Helsing".
Vielmehr ist es eine Sammlung von Beleidigungen und persönlichen Angriffen gegen Dawkins, von Pseudowissenschaftlichkeit, von schuldig gebliebenen Beweisen, von Larmoyanz, Unaufrichtigkeit, Scheinheiligkeit und Heuchelei.
Beispiele?

Auf S. 13 beklagt McGrath den Mißbrauch der Naturwissenschaften zur Untermauerung von atheistischem Fundamentalismus. Ohne Beispiel oder Beweis.
Er kritisiert auf S. 19, dass Dawkins keine Definition von Wahn bringt - zitiert dann aber doch die von Dawkins vorgeschlagenen (und somit vorhandenen) Definitionen - bleibt aber eigene schuldig.
Die Geschichte auf S. 20 mit dem Mann aus der Vorlesung ist unglaubwürdig, scheinheilig, heuchlerisch. Und somit ekelhaft.
McGrath unterstellt Dawkins auf S. 26, dass dieser auf "ein paar ausgesuchte Textfetzen des Reformators Martin Luther" "im Internet gestoßen ist". Auf S. 27 genauso: "Anekdoten anstelle von Beweisen, Surfen nach Zitaten im Internet anstelle eines strengen und sorgfältigen Umganges mit Primärquellen". McGrath stellt unbeweisbare Behauptungen auf und unterstellt Dawkins Unwissenschaftlichkeit, ist dann gönnerhaft (S. 30: "... ein völlig verständlicher Fehler, der jedem passieren könnte, der neu ist auf dem Gebiet."). Das ist Scheinheiligkeit mit persönlichem Untergriff.
McGrath kommt Dawkins' Argumenten nicht einmal annähernd bei und versucht nun die persönliche Diffamierung (auch S. 31: "Pastiche", S. 32: "... schnoddrige und simplifizierenden Argumentation ..."; unterlegter Kasten S. 24).
Dawkins habe auch "ein ziemlich begrenztes Verständnis von Gewalt" (71), der "Gotteswahn" beruht "auf ausrangierten Annahmen des 19.Jahrhunderts" (75) - alles ohne Erkläung, Zitat, Beleg oder Beweis.
Man spürt förmlich, wie dünn der Strohhalm ist, an den McGrath sich klammern muss.

Ein weiteres Manko ist, dass McGrath eine Auseinandersetzung mit dem Begriff "Atheismus" unterläßt und dabei (absichtlich?) übersieht, dass Atheismus keine "Bewegung", keine Lehre, keine Wahrheit oder Weltanschauung (71) ist.

Eine bewußte Falschaussage findet sich z.B. auf S. 39: "Der Gotteswahn" geht von einer grundsätzlichen Überzeugung aus: Die (Natur-)Wissenschaft hat Gottes Existenz widerlegt."
McGrath unterstellt Dawkins persönliche Motive, Emotionalität (s. 40: "... empört Dawkins""; "Dieselbe Ansicht findet sich zu Dawins Verärgerung ..."), womit Dawkins' Unsachlichkeit und Unwissenschaftlichkeit bewiesen werden soll.
Fiese Unterstellungen auf S. 43, verbunden mit Scheinheiligkeit (gehört sich ja für einen guten Christen):
Dawkins neige "leider" dazu, "wie ich mit Bedauern einräumen (!) muss, jeden, der hinsichtlich des Gültigkeitsbereiches der Naturwissenschaften Fragen aufwirft, als einen naturwissenschaftshassenden Idioten darzustellen." (43); oder: S. 57 f: "... gleichermaßen beleidigend werden religiöse Menschen mit Hitler verglichen". Wenn das nicht ekelhaft ist!?
Hitler war kein "bekennender Atheist" (S. 54) wie McGrath meint, sondern ein (Tauf-schein-) Katholik! Falschaussagen, Beleidigungen, Scheinheiligkeit, wohin das Auge reicht!
Er bekrittelt, dass Dawkins nicht unterscheide zwischen Religion und "Glaube an Gott" (67), für Dawkins wären dies "nur die zwei Seiten einer Medaille" (78). Selbst bleibt er aber diese höchst interessante Unterscheidung schuldig. Dieses "unangemessene Vorgehen" von Dawkins "blendet die Frage, wie seine These zu den nichttheistischen Religionen passen soll, nahezu völlig aus" (78). Ich habe eine Vorstellung von einer "nichttheistischen Religion". Aber welche hat McGrath? Hier wäre eine Definition mehr als angebracht.
So geht es durch, "Gott" seis gedankt, nur 126 Seiten lang: fehlende Beweise (auch: S. 113, 117), immer wieder Beleidigungen, immer wieder die falsche Aussage, Atheismus sei doktrinär (125).
Von der guten Idee einer offenen, hochstehenden Diskussion über Religion und Atheismus, einmal aus der Sicht eines Gläubigen ist leider nichts geblieben.
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107 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Über die "intellektuelle Zuverlässigkeit des Christentums", 16. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
McGrath füllt den grössten Teil seines Buches "Der Atheismuswahn" mit der Anzweiflung, ja Negierung von Dawkins Wissenschaftlichkeit sowie mit der Repetition der Binsenwahrheit, dass die Wissenschaft die letzten Sinnfragen nicht beantworten kann.

Einen umso grösseren Appetit erzeugt er beim Leser auf die wissenschaftlichen Argumente, mit denen er die Existenz Gottes als Welten- und Menschenschöpfer plausibel machen zu können glaubt (McGrath betreibt nach eigenem Bekunden eine "wissenschaftliche Theologie", worunter man sich wahrscheinlich sowas wie einen "schwarzen Schimmel" vorstellen muss). Tatsächlich mangelt es nicht an entsprechenden Appetithäppchen, zum Beispiel:
'' Mancher Leser würde sich gerne mit Themen beschäftigen wie etwa "der Erforschung der intellektuellen Zuverlässigkeit und der geistigen Kraft des Christentums" (Seite 17).
'' In einem Vortrag will McGrath Dawkins Religionskritik "dargestellt und dann Punkt für Punkt eine Gegendarstellung, die auf Fakten beruht, geliefert" haben (Seite 20).
'' "Dawkins hat völlig recht, wenn er fordert, dass wir unser Leben nicht auf Täuschungen aufbauen sollten. Jeder von uns sollte seine Überzeugungen einer Prüfung unterziehen" (Seite 21).

Es kann einem, meine ich, nicht verargt werden, wenn man angesichts solcher Breitspurigkeiten hungrig wird auf die Erklärungen, Beweise, Evidenzen, Plausibilitäten etc. inbezug auf Gottes Existenz und dessen Wirken in der Welt.

Aber es blieb beim Hunger.

McGrath legt in der Tat nur Uneigentliches vor. So stellt er etwa fest,...
'' dass Religion und Wissenschaft voneinander lernen könnten;
'' dass "die eigentliche Ursache für religiöse Erfahrungen Gott sei" (Seite 83);
'' dass es viele Naturwissenschaftler gäbe, die gläubige Christen seien;
'' dass "hier die relevante Frage nicht sei, ob das, was Jesus sagte, richtig sei; es geht darum, ob wir das richtig verstanden haben, was Jesus gesagt hat" (Seite 112).

Zum letzteren: Am "richtigen" Verständnis dessen, was Jesus gesagt hat, beissen sich die Gottesexperten seit Jahrhunderten die Zähne aus. Dabei produzieren sie nicht etwa Klärungen, sondern jede Menge Uneinigkeit und in deren Folge Streit, Anfeindungen, gegenseitige Ausgrenzungen, Kriege und Sekten. Daraus muss man als Aussenstehender ja wohl den Schluss ziehen, dass bislang noch keiner so richtig verstanden hat, was Jesus sagte - ausser natürlich McGrath. Endlich wenigstens MaGrath!

Von irgendwie raffinierten oder einleuchtenden Argumenten, die die Existenz Gottes nahelegen könnten, fehlt dann aber doch jede Spur. Wenn ein potenzieller Leser also hoffen sollte, seinen ins Trudeln geratenenen Glauben mit Hilfe von McGraths "Atheismuswahn" wieder ins Lot zu kriegen, liest er besser die frommen Traktate, die von heilsgewissen Christen auf der Strasse verteilt werden - selbst wenn deren Substanz nicht über jene der Werbebotschaften auf Waschmittelkartons hinausreicht.

Wahrscheinlich war es keine gute Idee, dieses Buch zu schreiben, weil es offensichtlich von einem einzigen Motiv angetrieben wurde, nämlich Dawkins zur Mücke zu machen. Von einem auf eine Person gerichteten Anti-Buch kann man nicht mehr erwarten als grimmiges Zähnefletschen, peinliches Anti-Gestammel und verzweifeltes Zappeln im eigenen Netz.

Etwas Erfreuliches hat McGraths "Atheismuswahn" bei mir dennoch bewirkt: Ich bekam Lust aufs "Original", auf Dawkins "Gotteswahn". Aufgrund von McGraths bierernsten Fuchteleien darf ich mir davon gewiss viel Schmunzeln und Vergnügen versprechen.

Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus
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184 von 254 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Chance vertan, 28. November 2007
Von 
Joerg Schmitz (Schwäbisch Hall) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Der Gotteswahn und der Atheismus-Wahn nebeneinader zu lesen ist sicherlich eine spannende Sache. Allerdings hat McGrath in seinen Argumentationen noch nicht mal ansatzweise die intelektuelle Klasse eines Dawkins. Zumal McGrath immer wieder aus "Der Gotteswahn" falsch zitiert bzw. Inhalte zumindest teilweise falsch widergibt. Außerdem lässt McGrath durch seinen aggressiven Schreibstil viel von der Souveränität vermissen, die Dawkins auszeichnet. Schade, denn ich hatte auf zwei Bücher auf Augenhöhe gehofft - aber das kann ja noch kommen.
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82 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schüsse ins Leere, 12. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Dieses kleine Heftlein ist offenbar eine möglichst schnell geschriebene Antwort auf Dawkins' God Delusion, bei der Schnelligkeit auf Kosten der Genauigkeit und Qualität ging.
Die Antworten McGrath's auf Dawkins sind meist unpassend und verfehlen komplett ihr Ziel. Es werden Dinge kritisiert, die Dawkins gar nicht behauptet hat. Man kann das auf zwei Arten erklären:
(1) McGrath hat Dawkins nicht verstanden.
(2) McGrath hat Dawkins verstanden und macht das bewusst.

(1) würde ich eher nicht annehmen, da McGrath sicher ein intelligenter Mensch ist. Deshalb fürchte ich, dass (2) der Grund ist.

Ein paar Beispiele:
* McGrath wirft Dawkins vor, dass er die Memetik als Erklärungsversuch für Religion erwähnt. Das tut Dawkins, allerdings wird das eindeutig als eine mögliche - aber bislang unbewiesene - Theorie dargestellt. McGrath kritisiert, dass Dawkins unbewiesene Theorien als Fakt darstellt - was Dawkins aber nirgends tut.
* McGrath meint, Dawkins träumt von einer Welt ohne Religion, die dann automatisch friedlich wäre. Das ist nicht wahr, Dawkins hat mehrfach betont, dass Religion natürlich nicht "root of all evil" ist. Es gibt genug andere "roots of evil". Der Schuss geht wieder ins Leere.
* Die berühmten Einleitungsworte von Kapitel 2 in der God Delusion werden komplett umgedreht. McGrath sagt, hier es handelt sich um den Gott an den Dawkins nicht glaubt, und fügt gleich hinzu dass er an diesen Gott auch nicht glaube. Keiner hat irgendwem "vorgeworfen" an diesen Gott zu glauben, Dawkins beschreibt lediglich den Gott des alten Testaments mit seinen teils unangenehmen Eigenschaften... Der Schuss geht wieder ins Leere.

Diese Dinge (und viele weitere) erkennt man jedoch natürlich nur, wenn man zuerst Dawkins und dann McGrath liest. Deshalb meine Empfehlung: Zuerst Dawkins lesen, und dann McGrath. Dann kann man sich selbst ein Urteil bilden. Eine umgekehrte Lesereihenfolge ist nicht sinnvoll, da sich McGrath immer auf Dawkins bezieht - das ganze Buch ist im Grunde nur eine Auflistung von vermeintlichen Fehlern Dawkins, und einigen Angriffen auf seine Person. Der größte Fehler wäre, nur McGrath zu lesen. Dann bekäme man einen völlig verzerrten Eindruck von Dawkins' God Delusion.

Und noch etwas: Wer auch immer der englischen Sprache mächtig ist, sollte die Bücher im Original lesen. Die sprachliche Gewandtheit Dawkins' ist einfach köstlich.
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77 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sachlich falsch, schlampig recherchiert und mies geschrieben, 5. März 2008
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Der in Oxford lehrende Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat in den vergangenen Jahren für Furore gesorgt. Mit seinem Buch "Der Gotteswahn" hat er in den USA und in vielen europäischen Ländern die Bestsellerlisten gestürmt und mit seiner kompromisslosen Abrechnung mit dem Glauben an Gott viele Menschen gegen sich aufgebracht. Da hat sich der Biochemiker und Theologe Alister McGrath dazu berufen gefühlt, eine Replik auf Dawkins Buch zu verfassen. Bereits 2004 versuchte, Dawkins These der egoistischen Gene und Meme mit seiner Darstellung "Dawkins' God: Genes, Memes and the Meaning of Life" zu widerlegen und ist damit grandios gescheitert. "Der Atheismus-Wahn" ist streckenweise nur noch peinlich und strotzt nur so vor inhaltlichen Fehlern. Dass Dawkins mit seinen Thesen auch auf Widerspruch stößt, ist klar. Gerade daher wäre es auch für Dawkinsfreunde interessant gewesen, eine sachlich fundierte Kritik seiner Thesen in die Hände zu bekommen. Doch leider ist McGrath dafür der falsche Mann.

Gleich im ersten Kapitel geht es los. McGrath zitiert Dawkins Definition des Glaubens als "ein[en] Vorgang des Nicht-Denkens" (19), um danach zu behaupten, dass diese Definition nichts mit dem wahren Christentum zu tun habe und lediglich "fest im Weltbild von Dawkins verankert und [...] in all seinen Schriften obsessiv breitgetreten" (ebd.) werde. McGrath vergisst dabei, dass der auf Augustinus zurückgehende Spruch "credo quia absurdum" (Ich glaube, weil es widersinnig ist) Dawkins Definition Recht gibt. Wer glaubt, gerade weil es widersinnig ist, darf sich nicht beklagen, wenn das dann als Akt des Nicht-Denkens bezeichnet wird.

McGrath tritt dafür ein, dass es Bereiche gebe, die für die Naturwissenschaften Tabu und der Theologie vorbehalten sein sollten. Dazu gehören seiner Meinung nach Fragen wie "Wie hat alles angefangen? Warum gibt es uns überhaupt? Was ist der Sinn des Lebens?" (47) Dawkins hat sich stets geweigert, diese Trennung anzuerkennen und brillante Bücher über diese Thematik geschrieben, in denen er gezeigt hat, dass mit Hilfe von Darwins Evolutionslehre auch diese Fragen auch von den Naturwissenschaften beantwortet werden können. Besonders gut ist ihm das in der Darstellung "The Blind Watchmaker" gelungen. Dawkins Argumentation hier nachzuzeichnen, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, weshalb ich hier auf meine Rezension zum genannten Titel verweise.

Peinlich wird es, wenn McGrath eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass er offensichtlich keines von Dawkins Büchern über die Evolutionslehre mit Sorgfalt gelesen hat. So schreibt er: "Denn im Sinne des Darwinismus ist ja alles zufällig. Die Dinge mögen zwar den Anschein von Design haben, doch dieser Anschein von Zielgerichtetheit rührt lediglich von willkürlichen Entwicklungen her. Das war schließlich er Kern von Dawkins Kritik an Paley in 'Der blinde Uhrmacher'" (68). In "The Blind Watchmaker" schreibt Dawkins jedoch immer wieder, dass der auf natürlicher Selektion beruhende Evolutionsprozess nichts mit Zufall zu tun hat: "First, there is the familiar, and I have to say rather irritating confusion of natural selection with 'randomness' [...]. [N]atural selection is the very opposite of random" (Richard Dawkins. The Blind Watchmaker, 41). Bevor McGrath Dawkins Bücher kritisiert, sollte er sie erst einmal lesen.

Hinzu kommen einige sachliche Fehler. McGrath behauptet, dass William Paley sein berühmtes Buch "Natural Theology" 1891 veröffentlicht habe (vgl. 34). Paley ist jedoch bereits 1805 gestorben und sein Buch zwei Jahre vorher geschrieben. Und auch McGraths Behauptung, dass Hitler Atheist gewesen sei (vgl. 54) ist schlicht und einfach falsch. Hitlers Reden und Schriften sind durchdrungen von einer religiösen Heilsmetaphorik, die zeigen, dass Hitler vieles was, aber sicherlich kein Atheist. Anstatt zu argumentieren, bezeichnet McGrath Dawkins Bücher an vielen Stellen als "fundamentalistischen Blödsinn" (u.a. 108) und ergeht sich in zahlreichen anderen Beleidigungen.
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24 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Gottes Zwergpinscher?", 6. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Wenn Dawkins "Darwins Rottweiler" ist dann ist McGrath eindeutig "Gottes Zwergpinscher". Ich als Agnostischer kirchenkritischer Mensch wollte mir nachdem ich Dawkins "Gotteswahn" durchgelesen hatte auch eine vernünftige Gegenmeinung dazu hören. Als ich mich mit meiner Freundin in der lokalen christlichen Buchhandlung befand, sah ich das Buch und kaufte es.Gleich im Vorwort regt sich Mc Grath darüber auf wie inkompetent und fundamentalistisch Dawkins doch ist, allerdings muss ich zugeben das dies auch teilweise stimmt sich darüber 10 Seiten aufzuregen und gleichzeitig noch jegliche Wut über Dawkins von sich zu weisen halte ich dann allerdings für sehr inkonsequen,vorallem da er nur um einen seitenhieb auf Dawkins zu machen (oder noch schlimmer "nur" um aufzufallen) den Titel des Buches in "der Atheismus Wahn"(In engl. "The Dawkins Delusion" besser ist das aber auch nicht) benannt hat wenn er wirklich keinen Gram gegen Dawkins hätte würde er nicht so einen platten Seitenhieb auf Dawkins nötig haben, warum hat er es nicht "Hat Dawkins recht? Eine Abhandlung über den Gotteswahn" genannt?Mc Grath wirkt auf mich hier wie ein kleines Kind welches sich darüber aufregt das ihm ein anderes Kind die Schaufel geklaut hat.(reinbearbeitet:"Ich habe nach dem ich die anderen Rezensionen gelesen habe übrigens erfahren das Das Cover des Buches vom Verleger bestimmt wurde, was ich für eine Fehlentscheidung halte es aber nicht McGrath anlaste da er nichts dafür kann.Wenn man dann bedenkt das es "nur" "The Dawkins Delusion" heisst muss ich ihn von diesem Punkt freisprechen. Ich entschuldige mich für diesen fauxpas, aber zu dem Rest des Textes stehe ich :-) ) Ein paar Seiten weiter behauptet er das Dawkins die Existenz Gottes von vorneherein ausschliesst er beruft sich hierbei auf das Argument Dawkins, das besagt das es Gott gibt ist aus agnostischer Sicht "so wahrscheinlich wie das es eine Teekanne gibt die um den Mars fliegt und die wir mit all unseren Teleskopen nicht sehen können" das dieses Argument extra provokant geschrieben ist kommt McGrath wohl entgegen.Das Dawkins in seinem Buch schreibt das er nicht glaubt das er "nur" ein Atheist ist der nicht weiss das es Gott NICHT gibt sondern es glaubt (also nur Stufe 6 ist Zitat:"Dawkins schätzt sich selber ein als (6) der 'de facto' Atheist: "Ich schätze die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes als sehr gering ein und lebe mein Leben entsprechend."")wird nicht erwähnt es wird nur auf Dakins fundamentalismus (der laut Dawkins Argumentation nichtmal existiert da er nicht ausschliesst das es Gott vielleicht doch gibt) herumgehackt, Feuer wird hier versucht mit Feuer zu bekämpfen....Die Idee Dawkins Gotteswahn zu wiederlegen ist ja nicht schlecht schliesslich führt nur eine Diskussion zur Synthese aber dafür ist Mac Graths Buch nur bedingt geeignet eigtl. schenke ich ihm die 2 Sterne nur wegen diesem einem Satz em ich doch eine gewisse Wahrheit beimessen muss:
" 'Stellen Sie sich vor, Dawkins Traum würde wahr, und Religion verschwände: Hätten die Streitereien unter den Menschen ein Ende? Sicherlich nicht. Solche Spaltungen sind letztlich soziale Konstrukte. Sie spiegeln das grundlegende soziologische Bedürfnis von Gemeinschaften wider, selbst zu definieren und zu bestimmen, wer dazugehört beziehungsweise nicht, wer Freund ist oder Feind.'

Fazit:Ein Buch Das man nicht lesen muss man sollte sich zu "Der Gotteswahn" wohl seine eigene Meinung bilden, ich bin ,obwohl von Dawkins Argumenten überzeugt auch nur ein Agnostiker Stufe 5 ("Ein Mensch der glaubt das es Gott eher nicht gibt, Agnostiker")genausogut können auch Stufe 2,3 und 4 auch nach dem Lesen verstehen und akzeptieren von Dawkins Argumenten richtig für einen menschen sein.

Achja ein letztes Wort an die christen-Fraktion auf amazon:
Ist es denn so schwer zu akzeptieren das auch Christen schlechte Argumente bringen können? Christen haben ja nicht (in allen Dingen) die Wahrheit gepachtet selbst wenn sich ihr Glaube als "der richtige" herausstellen sollte und auch wenn Mc Grath in oxford studiert hat, hat er dadurch mehr Recht schlecht zu argumentieren als andere? Nur weil Dawkins ein (gutes) Buch für den Atheismus geschrieben hat braucht ihr euch doch nicht zu fürchten.......
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49 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "atheistischer Fundamentalismus"?, 22. November 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Allein schon auf dem Cover verrät der Autor, dass er sich mit dem Buch, das er kritisiert, nicht allzusehr auseinandergesetzt hat.

Wie Dawkins in seinem Buch selbst bereits richtig schrieb:

Ein Fundamentalist zeichnet sich dadurch aus, dass er selbst, wenn man ihm seinen Glauben perfekt widerlegen würde und er die Argumente als richtig akzeptiert, nicht von seinen Überzeugungen abweichen würde.

Atheisten bzw. vor Allem Wissenschaftler aber stehen immer hinter dem, was nach aktuellem Wissensstand am wahrscheinlichsten ist. Könnte mman zB Dawkins beweisen, dass es Gott gibt, würde er seine Ansichten sofort ändern und zugeben, sich geirrt zu haben (darüberhinaus würde er sich wahrscheinlich sogar darüber freuen, neues Wissen erlangt zu haben).

soviel zu "atheistischem Fundamentalismus"...
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43 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend und schnell langweilend, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. (Gebundene Ausgabe)
Wenn das alles ist, was einem Dawkinskritiker einfällt, unterstreicht das nur die Brillanz Dawkins. Aber nicht mal dazu taugt das Buch, weil es einfach zu schlecht ist. Paradoxerweise bedient sich McGrath genau der Mittel, die er Dawkins (meiner Meinung nach ganz zu Unrecht) in einer Tour vorwirft: z.B. Polemik, Oberflächlichkeit, Unterstellungen, einseitige Darstellungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate. Dazu der ständige Vorwurf an Dawkins beleidigend zu sein, dabei trifft das viel eher auf den Unterton und die Begriffswahl dieses Buches zu.
Ich hätte gerne eine Kritik zu Dawkins gelesen, gerne auch eine polemische und beleidigende - aber dieses Buch kann wirklich gar nichts, außer schon nach dem ersten Kapitel zu enttäuschen und bei den weiteren dabei zu bleiben. Spätestens nach der Hälfte legt man es auch gerne weg, obwohl es ja nur so dünn ist.
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Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus.
Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus. von Joanna Collicutt McGrath (Gebundene Ausgabe - 10. Oktober 2007)
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