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143 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle, die Brot aus Mehl, Wasser und Salz backen möchten
Dieses Buch kommt gerade recht, denn es füllt eine bisher schmerzlich vermisste Lücke auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Es ist die erste ausführliche, aber einfach und verständlich geschriebene Anleitung zum Brotbacken nach dem "Reinheitsgebot für Brot": Mehl, Wasser und Salz. Sonst nichts.

Den größten Teil - gut die...
Veröffentlicht am 25. Dezember 2009 von Sarah

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin zufrieden ...
... seit längerem war ich auf der Suche nach einem Brotbackbuch, das ausschließlich Sauerteigrezepte und Tipps zur Herstellung und Pflege von Sauerteig enthält. Dieses Buch ist handlich, gut erklärt und nicht zu teuer. Schade, dass die Bilder keine allzu gute Qualität haben und auch nicht jedes Rezept bebildert ist. Ein Schwachpunkt: Auch in der...
Vor 10 Monaten von Angelika veröffentlicht


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143 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle, die Brot aus Mehl, Wasser und Salz backen möchten, 25. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Dieses Buch kommt gerade recht, denn es füllt eine bisher schmerzlich vermisste Lücke auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Es ist die erste ausführliche, aber einfach und verständlich geschriebene Anleitung zum Brotbacken nach dem "Reinheitsgebot für Brot": Mehl, Wasser und Salz. Sonst nichts.

Den größten Teil - gut die Hälfte der insgesamt 179 Seiten - nehmen die Anleitungen und Erklärungen ein. Wer das alles gleich lesen möchte, lernt dabei eine ganze Menge über Geschichte, Biologie und Chemie des Sauerteiges, über Getreide und Mehlsorten mit ihren Backeigenschaften, Handwerkliches übers Brotbacken und über die Herstellung, Pflege und Verwendung von Sauerteig in der heimischen Küche.
Ein kleines bisschen Fach-Chinesisch ist natürlich auch dabei.

Kann man natürlich alles sofort lesen - muß man aber nicht. Die Ungeduldigen können gleich loslegen und ihren ersten Sauerteig ansetzen. Bestenfalls muß man vorher noch schnell richtiges Brotmehl einkaufen gehen, dann kann's los gehen: Mehl und Wasser zusammenrühren, an ein warmes Plätzchen stellen, täglich füttern und... warten. 5 Tage lang. Dann kann man endlich das erste eigene Sauerteigbrot backen. Weil es doch eigentlich ganz einfach war, ist es nun zum "Eigenbrötler aus Gewohnheit" nicht mehr weit. Das Buch enthält eine ganze Reihe von Rezepten für Brot, Brötchen und Kleinteile, Kuchen und Sonstiges. Dabei kann man es ja dann eigentlich belassen...

Außer es geht einem wie mir: irgendwann (wahrscheinlich recht bald) kommt der Wunsch, die Rezepte nicht einfach nur nachzubacken, sondern zu verstehen, um sinnvolle Abwandlungen vorzunehmen. Was so einfach aussah, unterliegt eben doch Gesetzmäßigkeiten, die eingehalten werden wollen. Spätestens jetzt merkt man, wie wertvoll dieses Buch wirklich ist: man kann fast alles nachlesen, was man als Laie übers Brotbacken mit Sauerteig wissen möchte. Wer hier keine Antwort findet, besucht die Webseite - es gibt nichts, was man dort zum Thema Sauerteig nicht beantwortet bekommt. Man kann sich nächtelang darin aufhalten, immer wieder, und backen bis die Gefriertruhe überquillt und alle Nachbarn versorgt sind.

Am Ende hat man ein völlig zerfleddertes Buch, kann die Erklärungen nachts im Schlaf aufsagen und beherrscht die hohe Kunst des Brotbackens: eine unendliche Vielfalt an Brot, bestehend aus: Mehl, Wasser und Salz, sowie etwas Wärme und Geduld. Viel Geduld. Was diese Brote aber auszeichnet, ist die Abwesenheit sämtlicher Zusatzstoffe, die in handelsüblichen Broten enthalten sind.

Martin Pöt Stoldt's Buch ist wärmstens zu empfehlen für Menschen, die
- mit dem Brot vom Bäcker unzufrieden sind oder einfach mal wissen möchten, wie gut gutes Brot schmecken kann,
- an einer der allgegenwärtigen Unverträglichkeiten leiden und sicherstellen möchten, dass ihr Brot keine unerwünschten Zutaten enthält,
- der Turbo-Brote und des Einheitsgeschmacks von handelsüblichen Broten überdrüssig sind,
- auf der Suche nach dem einzigartigen Geschmack von selbstgebackenem Brot sind,
- oder ganz einfach Freude am Selberbacken haben.
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74 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buch contra Internet, 21. Februar 2010
Von 
Petra (MOENCHENGLADBACH, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Das in diesem Buch verkaufte Wissen stellt der Autor in seinem Internetforum dem interessierten Leser zur Verfügung. Seltsamerweise wird das hier mehrfach kritisiert.

Im Internet findet man zu jedem Thema das einem einfällt Informationen, und trotzdem werden Bücher verkauft. Das Internet ersetzt nun mal kein Buch.

Gesammeltes Wissen, nachschlagbar, geordnet, verständlich erklärt und aus einer Hand, darum geht es hier.

Und nicht um den Computer im Büro und den Teig in der Küche oder die lose Blattsammlung, wo man nicht mehr weiß wo man was gelesen hatte.

Es ist für mich kein Kritikpunkt sondern ein Bonus, dass der Autor das Forum führt. Hat man sich gemütlich auf der Couch eingelesen und mit den ersten Rezepten aus dem Buch probiert, kann man sich massenweise anderer Rezepte, Hilfestellung und Tipps vom Autor und den anderen Semiprofis im Forum holen.

Wo bekommt man denn sonst noch ein Buch mit kostenloser "Hotline"?

Ich bin absoluter Backlaie und habe es jetzt geschafft, gut schmeckende und gut aussehende Brote zu backen, mithilfe des Buches.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin zufrieden ..., 4. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
... seit längerem war ich auf der Suche nach einem Brotbackbuch, das ausschließlich Sauerteigrezepte und Tipps zur Herstellung und Pflege von Sauerteig enthält. Dieses Buch ist handlich, gut erklärt und nicht zu teuer. Schade, dass die Bilder keine allzu gute Qualität haben und auch nicht jedes Rezept bebildert ist. Ein Schwachpunkt: Auch in der letzten Auflage von 2013 ist die Salzmenge bei den Rezepten "Heidekranz" und "Kornbeißer" falsch - dort sind zwei gehäufte EL Salz angegeben, es düfte aber jeweils nur einer sein! Ich als unkritische Anfängerin habe auf diese Weise ein an sich tadellos gelungenes Brot als ungenießbar entsorgen müssen! Ansonsten freut mich die kleine, aber feine Vielfalt der Rezepte - und nun weiß ich ja, dass man sich weniger auf die EL-Angaben als auf die Faustregel "2% Salz auf die Mehlmenge" verlassen sollte!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sauerteig - nun kein Buch mehr mit 7 Siegeln, 22. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Ich backe schon seit Jahren selbst Brot, allerdings immer nur mit reinem Hefeteig. Sauerteig war für mich anfangs eine Spinnerei. Als mir ein Bekannter von seinen Backerfahrungen mit Sauerteig erzählte, war es dann zwar keine Spinnerei mehr, aber dafür zu kompliziert und zu zeitaufwendig. Nachdem ich dann zum ersten Mal ein Sauerteigbrot geschenkt bekam, änderte ich sehr schnell meine Meinung und dachte dann nur noch: ausprobieren!

Die (sehr kurzen) Anleitungen zur Herstellung eines Sauerteiges in den Backbüchern, wo ich schon hatte, waren allesamt sehr wage und wohl nur tauglich für Leute, die keine Anleitung mehr dafür brauchen. Also hat mir mein Bekannter dieses Buch empfohlen, welches ich mir besorgt habe und damit wars dann auf einmal ganz einfach! Hab das Buch erst gründlich durchgelesen, bevor ich dann mit der 3-Stufen-Methode nach Pöt loslegte, die einwandfrei funktioniert, auch wenn ich die Zimmertemperaturen nicht erreiche, die er in seinem Buch vorschlägt. Ein paar Grad weniger und dafür je eine Stunde länger klappt auch. Natürlich muß man beim Backen mit Sauerteig mehr vorausplanen, wann man das nächste Brot machen möchte, aber an diesen Rhythmus gewöhnt man sich auch und wird dafür mit einem äußerst saftigen und wohlschmeckenden Brot belohnt, das frei von Chemie ist. Ich finde, diese (kleine) Mühe ist die Sache wert!

Auch das Format des Buches mit der Ringbindung ist sehr praktisch für die Arbeit in der Küche, weil es gut liegen bleibt und nicht immer zuklappt wie bei anderen Büchern. Daß es diese Ratschläge auch alle gratis im Internet gibt, naja gut und schön, wenn man gezielt was nachschauen möchte oder für einen Rezeptaustausch. Zum reinkommen in die Materie ist mir da ein Buch sehr viel lieber, auch möchte ich das beim Backvorgang neben dran liegen haben und nicht wegen jedem Handgriff nochmal an den Computer sitzen.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ultimatives Nachschlagewerk für Anfänger und Fortgeschrittene, 17. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Das Buch ist klar gegliedert und auch für den Laien absolut verständlich. Der Anfänger wird in die Lage versetzt, den eigenen Sauerteig herzustellen, zu handhaben und schmackhafte Brote zu backen. Weiterhin finde ich es bewundernswert, das viel Wissen "rund um den Sauerteig" vermittelt wird, ohne das hierbei in Fachchinesich verfallen wird.
Der fortgeschrittene Hobbybäcker profitiert ebenso wie der Anfänger von den vielen Tipps rund um das Backen von Sauerteigbroten. Die Rezepte sind einfach nachzubacken.
Der Verfasser vertritt seine Linie - Backen ohne künstlich hergestellte Hilfsmittel.
Dieses Buch ist ein ehrlicher Begleiter zu einem der wohl sinnvollsten Hobbybeschäftigungen - dem Backen schmackhafter wertvoller Brote, welche in dieser Art kaum mehr zu kaufen sind.
Viele Grüße, Reinhard
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sauerteigherstellung und -führung prima, Rezepte nicht optimal, 3. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Sowohl die Definitionen zum Thema Sauerteig, als auch dessen Herstellung, Führung und Aufbewahrungsmöglichkeiten sind sehr gut beschrieben und leicht für den Laien nachvollziehbar. Das Ansetzen des Sauerteiges klappt auf Anhieb und führt auch zu optimalen Backergebnissen. Die in diesem Buch enthaltenen Rezepte lassen keine Wünsche offen, erfordern jedoch zum Teil eigene Erfahrungswerte im Umgang mit Sauerteigen.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste zwei gelungene Brote stehen auf dem Tisch!, 17. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Buch gekauft, halb gelesen, Sauerteig aus seiner Hungerphase erloest (fast verhungert), ueber drei Tage wiederbelebt, Norddeutsches Roggenmischbrot und Toastbrot mit Sauerteig (Dinkel) stehen auf dem Tisch. Dies ist das erstemal das mir ein Sauerteigbrot so richtig gelungen ist. Ich bin begeistert. Sicher haette ich mir die meiste Info im Internet (auch beim Author) zusammensuchen koennen aber meinen Computer will ich nicht als leselektuere mit ins Bett nehmen und in der Kueche ist fuer ihn auch kein Platz. Ich bin begeistert und die Euro 20,-- sind mir dies wert.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verständliche umfassende Einführung für den Laien, 15. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Endlich hat Pöt vom Sauerteigforum sein Buch herausgebracht und es hält, was ich mir davon versprochen habe. Eine ausführliche, praxiserprobte und verläßliche Handhabung für den Laien, der gute Sauerteigbrote auch ohne Verwendung von Bäckerhefe selbst backen will. Die Anweisungen für das Selbstansetzen des sogenannten Anstellgutes sind klar und leicht nachzuvollziehen, die Grundlagen werden so dargestellt, dass man nach kurzer Zeit in der Lage sein wird, selbst Rezepte zu erfinden. Es wird nicht nur auf den allseits bekannten Roggensauerteig eingegangen, sondern auch auf die Versäuerung der anderen Getreidearten, insbesondere Weizen oder Dinkel. Im Rezeptteil findet sich für jeden etwas, reine Vollkornbrote und auch Brote und Brötchen mit Typenmehl. Sogar Süßes ist dabei - wer hat den schon einmal einen Schokoladenkuchen mit einem "Milchbubi" gebacken? Ich leider noch nicht, aber er steht ganz oben auf meiner Nachbackliste und ich habe keinen Zweifel, dass er was werden wird.

Einige kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: meines Erachtens kommt die Detmolder Einstufenführung etwas schlecht weg, ich und viele andere führen ihren Sauerteig schon lange einstufig und backen trotzdem triebstark auch ohne die Verwendung von Hefe (dennoch lohnt es sich, die Pöt'sche Dreistufenführung einmal auszuprobieren!). Außerdem stimmen bei den Rezepten oft die Angaben für das Gewicht der fertigen Brote nicht, aber man muß ja nur das Gewicht der Teigzutaten zusammenrechnen und den Backverlust (s. S. 96) berücksichtigen, und dann weiß man , wie schwer die fertigen Brote werden.

Im übrigen werden Fragen jeder Art gerne im Sauerteigforum, nicht zuletzt von Pöt selbst, gern beantwortet.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, meines Erachtens gibt es auf Deutsch nichts vergleichbares.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Brot backt man besser selbst, 28. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Gerade als ein im Ausland lebender Deutscher wird man schon bald ein einzigartiges Lebensmittel aus der Heimat vermissen:
Brot

Jeder Deutsche, der schonmal eine längere Zeit im Ausland geweilt hat, kennt mit Sicherheit das frustriert, belustigte Gefühl, wenn man ein sogenanntes 'dunkles Vollkornbrot' mit fast schwarzer Kruste aufgeschnitten hat und wieder ein helles, gobporiges, viel zu weiches, fluffiges Brot in Händen hält, das man in Deutschland vielleicht gerade eben nicht mehr zu einem reinen Schneeweißbrot deklassiert hätte. ÄTZEND!!

In jedem Land der Welt gibt es eine gigantische Vielfalt von Weißbroten, hellen Broten und toastbrotähnlichen Sandwichpappen.
Die meisten davon sind sehr grobporig, fast alle hell bis weiß und fast immer viel zu weich, als daß man da vernünftig Butter drauf schmieren könnte.
Denn dafür sind diese Brote in der Regel ja auch nicht gedacht.
Sondern um als Beilage anstatt Kartoffeln, Nudeln oder Reis gegessen oder in Saucen getunkt zu werden.

Yufka, Ciabatta, Pita, Baguette, Nan, Ruchbrot, Paillasse.... sind alle lecker.
Es lässt sich aber aus keinem von denen eine AMTLICHE STULLE herstellen!

Denn ein belegtes Brot ist was Urdeutsches und entsprechend gibt's auch nur dort ein dafür brauchbares Brot:
Sauerteigbrote mit hohem Roggen- oder Gersten- und vor allem Vollkornmehl- und/oder Schrotanteil.

Daher ein Tipp an alle in Deutschland, die Verwandte oder Freunde im Ausland besuchen wollen und sich die Frage stellen:
"Was mitbringen?"
Brot!

Auch den 'Anderen', die gutes Brot (noch) kennen und daher schätzen und vermissen, weil es keinen authentischen Bäcker mehr in ihrer Nähe gibt, sondern nur noch die Frischbackstationen in den
Supermärkten, die mitlerweile oftmals sogar weniger schlechte Zementbrötchen oder Pappbrote als die uniformen Backshopketten aus den tiefgefrorenen Industrieteiglingen fabrizieren, wird das
Selbstbacken von Brot eine Alternative bieten.

Abgesehen davon, daß selbstgebackenes Brot besser schmeckt, bekömmlicher, unter Umständen sogar gesünder und evtl. auch billiger als die Industriepappe ist, macht es mehr Spass, weil es selbstgemacht ist, und es bleibt auf jeden Fall länger frisch.
Selbst, wenn's sich dabei 'nur' um eine Fertigbackmischung handelt.

Nachdem ich aus oben geschilderter Unzufriedenheit heraus beschlossen habe, nun (dann auch) selbst Brot zu backen, und begonnen hatte, mich im Internet schlau zu lesen, blieben mir trotzdem immer wieder Fragen offen, die für einen erfahrenen Bäcker wohl kein Thema darstellen, für einen totalen Frischling wie mich aber schon.
"Natursauerteig, spontane Gärung, ohne Zusätze.... - Uiuiuiuiui!! Was da wohl alles schief laufen kann, was man vielleicht nicht merkt... Nachher back ich womöglich Brot aus Schimmelpilzen anstatt mit Hefe...."
Der erfahrene Brotbäcker darf jetzt ruhig schmunzeln.
Aber ich denke, das sind genau die Punkte, die viele Neueinsteiger vor dem Thema Natursauerteig abschrecken.

Dann stiess ich auf
Martin Pöt Stoldts Buch "Der Sauerteig - das unbekannte Wesen"
und hab's mir im Internet bestellt.

Wer Brot von Grundauf selbst backen will, sollte sich dieses Buch zulegen.
Ich kann's nur wärmstens empfehlen.

Ohne langatmig oder zu weit auszuholen, wird kurzweilig und knapp auf wenigen, kurzen, kleinen Seiten ein historisches und biochemisches Grundwissen vermittelt, um verstehen zu können, was da passieren wird, um unnötige Ängste zu nehmen und ein grundlegendes Grundverständnis zu schaffen, auf dem dann weiter aufgebaut werden kann.

Schritt für Schritt wird der Leser in klarer und verständlicher Sprache an der Hand zu seinem ersten Anstellgut, seinem ersten Natursauerteig und seinem ersten eigenen Brot geführt.

Der Autor geht ausführlich aber nicht ausschweifend auf die verschiedenen Mehltypen und deren Eigenschaften unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bezeichnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein.

Schliesslich legt er dem Leser nicht nur einen weit umfassenden Querschnitt an Rezepten zum Nachbacken von Broten über Brötchen bis zum Kuchen vor, sondern ermuntert seinen Leser vielmehr dazu, das anhand der Beispiele Erlernte zum Experimentieren für eigene Kreationen anzuwenden.
Letzlich trumpft das Buch auch durch seine klare, einfache, aber nie banale Sprache und dem Anspruch ein Lehrbuch statt einer reinen Rezeptsammlung zu sein, auf.

Der Autor lässt den Leser wissen, daß nicht alles auf Anhieb klappen kann, gibt aber jede Menge Tipps, die zu einem guten Gelingen beitragen.

Zitat:
"Letztendlich jedoch muss jedem Hobbybäcker klar sein, dass auch Fachleuten mitunter etwas misslingt. [...]
Übrigens: Wer behauptet, dass ihm immer jedes Brot gelingt, der sagt die Unwahrheit."

Ferner unterhält der Autor ein eigenes Forum, in welchem sowohl Fragen von blutigen Anfängern, als auch Experimente von erfahrenen Leuten behandelt werden.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einstieg zum schönen Hobby *Brotbacken*, 17. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht (Ringeinband)
Was hätte ich mir ein solches Buch zu meinen Anfängen gewünscht, als ich alles wie ein Puzzle aus dem Internet zusammentragen mußte! Und es sind anfangs viele Fragen und Unsicherheiten in der Handhabung eines Sauerteiges.

Gute, sachliche, handwerkliche, alltagstaugliche Fachliteratur hat ihren Markt! Und wie gut, dass es ein Buch in deutscher Sprache ist. Es nimmt mich schon sehr Wunder, dass immer mehr gute Fachliteratur in englisch geschrieben ist - und das, wo Deutschland für sein solides Handwerk eigenlich mal bekannt war. Doch es gibt Ausnahmen, wie diese hier.

Wer einen Einstieg für die Droge *Backen mit Sauerteig* sucht, liegt mit diesem Buch genau richtig!
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