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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der geplünderte Planet
Vorrangig dreht sich Ugo Bardis neues Buch um Rohstoffe und Ressourcen aus den Gesteinen und dem Boden. Ohne fruchtbaren Boden geht die Menschheit unter und reißt mehrere andere Arten mit sich in den Abgrund. Was auf den ersten Blick in das Inhaltsverzeichnis reißerisch klingt, wird auf den folgenden Seiten durchaus plausibel dargestellt.

Der Autor...
Vor 13 Monaten von Erdhaftig veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen nichts neues
Leider nichts Neues. Das war eigentlich eher eine Kopie vieler anderer Bücher, die die gleiche Problematik beschreiben.
Daher nur 3 Sterne
Vor 11 Monaten von Otto Hanel veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der geplünderte Planet, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Vorrangig dreht sich Ugo Bardis neues Buch um Rohstoffe und Ressourcen aus den Gesteinen und dem Boden. Ohne fruchtbaren Boden geht die Menschheit unter und reißt mehrere andere Arten mit sich in den Abgrund. Was auf den ersten Blick in das Inhaltsverzeichnis reißerisch klingt, wird auf den folgenden Seiten durchaus plausibel dargestellt.

Der Autor präsentiert den aktuellen Kenntnisstand über den unersättlichen Raub im Bergbau, an verschiedenen Lagerstätten, um an Mineralien, Erze, Metalle, seltene Erden, Sande und Kiese zu gelangen. Alles ist nötig, um unsere Zivilisation wie wir sie kennen, weiter so zu betreiben. Ohne seltene Erden keine Mobiltelefone und Laptops, ohne Sand keinen Beton, ohne Öl kein Gummi. Der Raubbau alleine ist es nicht, denn jeder Industriezweig produziert Abfälle, die wiederum oft nicht so entsorgt werden, wie es vorgeschrieben ist. In Ländern der Dritten Welt sind manche Flüsse blau marmoriert – weil Abfälle aus Kupferminen abfließen.
Nicht nur die heutige Zivilisation wird beleuchtet, sondern auch Lösungen und Probleme des Raubbaus an der Natur vergangener Zeiten.

Insgesamt ist der Inhalt gut verständlich als Sachbuch aufbereitet und für interessierte Laien geeignet.

Deutlich besser finde ich persönlich den Titel Kollaps, warum Gesellschaften überleben oder untergehen von Jared Diamond, der unseren Raubbau mit den so genannten Zivilisationen und anthropogenen Gesellschaften der Erde miteinander verknüpfte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zur Problematik schwindender Ressourcenbestände, 20. September 2013
Von 
M. Knoblach (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Bardis Buch "Der geplünderte Planet" stellt den 33. "Bericht an den Club of Rome" dar. Dieser 1968 gegründete Zusammenschluss von Denkern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, verfolgt das Ziel die "gemeinsame Sorge und Verantwortung um bzw. für die Zukunft der Menschheit" sowie die Formung einer Global Society voranzutreiben. Ugo Bardi ist Professor für physikalische Chemie an der Universität in Florenz, Präsident der Association for the Study of Peak Oil and Gas (ASPO) Italien, sowie Mitglied dessen wissenschaftlichen Komitees.

Einführend zieht Bardi Parallelen zum 1972 von Meadows veröffentlichen Buch "Grenzen des Wachstums". So konstatierte jenes Werk bereits damals, dass eine fortschreitende Verknappung natürlicher Ressourcen unweigerlich zu einer Erhöhung ihrer Förderkosten führt und damit einhergehend einen Begrenzungsfaktor für das Wachstum der Wirtschaft darstellt. In der heutigen Zeit sehen wir uns zudem vor der doppelten Herausforderung von Ressourcenverknappung und Klimawandel.

Im ersten Kapitel geht der Autor zunächst auf die Entstehungsgeschichte der Erde ein. Vorgestellt werden die einzelnen Zeitalter der Erde welche mit dem Anthropozän, also dem Zeitalter, in dem der Mensch als geologischer Faktor eine Rolle spielt schließen. Weiter wird die Entstehung von Erzen als Gaias (Erde als lebender Planet) Gaben beschrieben. Hydrothermale Prozesse als wichtigste Quelle des Mineralvorkommens werden vorgestellt, sowie ein detaillierter Blick auf Erdöl gelegt. Die Darstellung der erdgeschichtlichen Phasen unterstreicht schließlich die faktische Endlichkeit natürlicher Ressourcen.

Im folgenden Kapitel erzählt Bardi die Geschichte des Bergbaus. Beginnend mit der Epoche der Steinzeit, in welcher die Sammlung von durch die Natur an die Oberfläche getragenen Materialien beschränkt ist, führt der Autor auf, wie im Laufe der Zeit die verschiedensten Metalle erschlossen wurden. So führte der Weg der Erschließung über Gold, Kupfer, Bronze, Blei und Quecksilber bis hin zu Eisen, das bis heute am meisten gebrauchte Metall. Im Mittelalter brachte zum einen die Entdeckung des Schwarzpulvers, die Entdeckung Amerikas, sowie Erkenntnisse im Bereich der Chemie neue Impulse für den Bergbau. Diese erfolgten in Form einer Ausbeutung unberührter Regionen, als auch die Entdeckung neuer Elemente. Um die Mitte des 19. Jhd. folgte schließlich die Entdeckung und Erschließung fossiler Brennstoffe, welche Großbritannien zur ersten Industriellen Revolution verhalf. In den 1960er Jahren überflügelte schließlich Erdöl die Kohle als tragende Energiequelle der Wirtschaft. Erste Einwände bezüglich der Endlichkeit des Erdöls (Hubbert-Modell, Peak Oil) folgten. Abschließend wirft der Autor einen Blick auf Erdgas als auch Uran.

Das dritte Kapitel beschreibt den Verlauf der Geschichte als einen Übergang von auf Bodenschätzen gegründeter Weltreiche. So benötigte der Übergang einer Gesellschaft von Jägern und Sammlern hin zur Agrargesellschaft ein System zur Erfassung von Kredit und Schuld. Metalle etablierten sich ab dem 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zunehmend als Währungen. Damit einhergehend kam es zwischen unterschiedlichen Zivilisationen erstmals zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Entstehung und Ausbreitung der meisten historischen Reiche ist laut Bardi eng mit der Verfügungsgewalt über Edelmetallbergwerke verbunden. Exemplarisch setzt er den Aufstieg und Niedergang des Römischen Reiches in Beziehung zum verfügbaren Goldbestand. Ab dem Mittelalter waren erstmals bedeutende Reiche nicht auf militärische Gewalt, sondern auf wirtschaftliche Macht gebaut. Die Weltmachtstellung Großbritanniens (auf Kohle basierend) und der USA (auf Erdöl basierend) wird aufgezeigt. Jüngste Entwicklungen (Golfkrieg, Irakkrieg, etc.) gelten laut Bardi als Beleg für das Bedürfnis der USA, ihre auf Erdölressourcen aufgebaute Vormachtstellung zu erhalten bzw. zu sichern.

Kapitel 4 beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Mineralgewinnung und der dafür benötigten Energiebereitstellung. Der Autor stellt exemplarisch den Sektor der Stahlproduktion vor, welcher bereits 5 Prozent der globalen Energieerzeugung beansprucht. Allgemein ist der Trend zu beobachten, dass hochgradige Erze zunehmend erschöpft sind und demnach auf geringhaltige zurückgegriffen werden muss. Dies führt, so Bardi zu einem zunehmenden Energiebedarf um zumindest aktuelle Abbaumengen konstant zu halten. Weiter werden als alternative Energiequellen der Mineralabbau in Ozeanen (Meeresboden und im Wasser gelöste Ionen), die Herstellung mittels atomarer Reaktionen sowie der Mineralabbau im Sonnensystem beschrieben. Als grundlegenden Fehler in der Diskussion schwindender Ressourcen sieht Bardi die Tatsache an, dass Fragen der Verfügbarkeit in den Vordergrund der Betrachtung gestellt werden. Damit verbundene Fragen der Energiekosten werden jedoch fälschlicherweise vernachlässigt.

Anhand des Beispiels des Walfangs ab dem Jahre 1810 zeigt Bardi im nachfolgenden Kapitel, dass die Ausbeutung durch den Menschen auch zur Zerstörung erneuerbarer Ressourcen führen kann. In vielen Fällen weist die Produktionskurve eine glockenförmige und symmetrische Gestalt auf. Weiter gibt Bardi einen kurzen Überblick über ökonomische Theorien, die sich mit dem Thema der Ressourcenknappheit beschäftigen. Betrachtet werden Stanley Jevons "The Coal Question" sowie die Hottelling-Regel und Solows Modell der Totalen Faktorproduktivität. Allen diesen Modellen ist gemein, dass sie oft nicht den beobachteten glockenförmigen Produktionsverlauf erzeugen. Besser geeignet sei in manchen Fällen eine Adaption solcher Modelle, die zur Beschreibung biologischer Populationen entwickelt wurden, wie beispielsweise das Modell von Garrett Hardin. Das Lotka-Volterra-Modell biologischer Systeme wird hierbei auf den Ressourcenabbau angewandt. Zum Abschluss des Kapitels werden nochmals kurz die Auswirkungen der Ressourcenverknappung auf die Gesamtwirtschaft angerissen, sowie eine mögliche Abschwächung durch Backstop-Technologien am Beispiel der Ölkrise (1973) diskutiert.

Im sechsten Kapitel befasst sich der Autor zunächst mit einigen schädlichen Auswirkungen des Ressourcenabbaus. Exemplarisch stellt er das Schicksal der Bergleute in den Schwefelminen auf Sizilien dar. Weiter beschreibt er das Problem des Abraums, welcher häufig zusätzlich mit Chemikalien verschmutzt ist, sowie das "Mountaintop Removal", also das Abtragen ganzer Bergkuppen. Weiter beschreibt Bardi das Problem des Abfalls, der aus mit den Ressourcen produzierten Gütern und der damit einhergehenden Umweltverschmutzung, also der aktiv schädigenden Wirkung, die bestimmte Stoffe für die Natur haben, entsteht. Das Problem der Verschmutzung durch Schwermetalle wird am Beispiel Quecksilber diskutiert. Auch wird die Problematik einer zunehmenden Emission von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Energieträger angesprochen.

Im letzten Kapitel stellt der Autor die sogenannte Red-Queen-Hypothese. Aufgezeigt werden weiter drei Vorgehensweisen, um die Abhängigkeit vom Bergbau zu verringern und Auswirkungen auf das Ökosystem zu reduzieren, gleichzeitig jedoch eine funktionierende Industriegesellschaft aufrechtzuerhalten. So bietet sich die Substitution von zur Neige gehenden Ressourcen an, die Wiederverwertung und Wiederverwendung sowie Möglichkeiten zur Anpassung an die Ressourcenknappheit oder Effizienzsteigerungen. Abschließend wagt Bardi einen Ausblick, wie die zukünftige Welt im Klammergriff zwischen Klimawandel und Ressourcenerschöpfung" aussehen könnte.
Langer Rede kurzer Sinn: Mit seinem Buch Der geplünderte Planet" gibt Bardi einen umfassenden, realistischen, sowie auch für den Laien verständlichen Einblick in die Problematik einer zunehmenden Ressourcenerschöpfung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Bericht, 9. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Hinter den aktuell und intensiv vordergründigen globalen Themen der Wirtschaft, der Finanzkrisen, der Überschuldungen, auf ökologischer Ebene auch des Klimawandels, steht seit Jahrzehnten grundlegend das Thema der Verknappung der Rohstoffe im öffentlichen Interesse und das nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht.
Der Kampf um diese Ressourcen steht ebenfalls seit Jahrzehnten im Raum. Erdöl, seltene Erden, Edelsteine, Gas sind im Mittelpunkt teils härtester Verteilungskämpfe.

Die Ideen von Nachhaltigkeit, von der Notwendigkeit der Schonung vorhandener Ressourcen und der Entwicklung nachhaltiger Alternativen steht gegenüber diesen Verteilungskämpfen bis dato eher in zweiter bis dritter Reihe der Prioritäten.

In dieser Gemengelage setzt Ugo Bardi mit diesem sehr differenzierten Bericht an den „Club of Rome“ durchaus Maßstäbe der Diskussion. In unpolemischer Form stellt Bardi den Staus Quo in den Rahmen der historischen Entwicklung der Erde, der geologischen Geschichte und der je konkreten Haltung gegenüber den „Schätzen der Erde“ im Verlauf der Zeiten. Zudem beschreibt er nüchtern die gegenwärtige Lage (soweit gesicherte Erkenntnisse vorliegen) und zieht ebenso nüchterne Schlüsse für die mittelbare (in Teilen auch für eine fernere) Zukunft.

Mit dem eindeutigen und argumentativ fundiert unterlegtem Fazit, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind und jede Verschwendung von Zeit in Bezug auf ein „Weiter so wie bisher“ die Menschheit in eine noch schwierigere Lage bringen wird. Eindrucksvoll argumentiert im Übrigen, ohne die Haltung eines „Untergangspropheten“ einzunehmen. Mit einer Vielzahl klarer Hinweise auf Schritte, die wichtig, nötig und praktikabel wären.

Sei es die Werststoffrückgewinnung statt der Rohstoffverschwendung, als gäbe es kein Morgen, sei es ein klares Nein gegenüber dem Fracking (sehr gut auch für Laien dargestellt und nichts anderes als ein „Weiter so“ mit immer härteren und nachhaltig destruktiven Mitteln) oder auch der Hinweis auf eine intensive Weiterntwicklung des Recycling, gerade im Blick auf wertvolle Rohstoffe wie „Seltene Erden“.
Bardi läuft dabei nicht vor die Wand, sondern kann jene Entwicklungen und Kräfte aufnehmen, die bereits Schritte in eine nachhaltige Richtung begonnen haben, zu gehen.
Nur, dass es eben mehr davon und schneller benötigt. Dies aber wir nicht so funktionieren, den gegenwärtigen industriellen Staus Quo aufrecht zu erhalten, sondern andere, deutlich „ärmere“ Formen des Wirtschaften und Lebens werden sich entfalten müssen, das scheint für Bardi (nach Lektüre seines, „Zukunftsausblickes“ im Buch) klar zu sein. Eine Anpassung, die unter bestimmten Bedingungen (bei denen Energie in Form von Strom die Hauptrolle spielen wird) aber durchaus gelingen kann.

All dies gründet er auf seine Darstellung der „geologischen Geschichte“, auf deren Hintergrund der Umgang mit den Ressourcen betrachtet und zurückgeführt werden muss. Ressourcen werden nicht einfach so verschwinden, aber die „ehrlichen“ Kosten zur Gewinnung und Nutzung werden explodieren. Ohne ein „nachhaltiges Ressourcenmanagement“ wird hier keine konstruktive Zukunft für den gesamten Planeten zu erwarten sein. Wobei sehr bildhaft und sehr nachvollziehbar Bardi die „Red Queen Hypothese“ und den geschichtlichen Vergleich des römischen Reiches (samt der damals auch nicht gesehenen) konstruktiven Alternativen als Beispiel vor Augen führt.

Ein wichtiges Buch, dass Ursachen, aktuelle Lage, Lösungsmodelle und konstruktive Ausblicke und Anreize zum Umgang mit den Ressourcen des Planeten in gleicher Weise vor die Augen des Lesers setzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unsere Zukunft und die unserer Kinder.........., 4. Juli 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
*

Der italienische Chemiker Ugo Bardi beschreibt in diesem 33. Bericht an den Denkerklub "Club of Rome" das nahende Ende unserer Ressourcen. Der Club of Rome wurde 1968 gegründet und setzt sich aus unabhängigen, ausgewählten Personen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Derzeit debattieren in dieser Vereinigung 150 Experten aus der ganzen Welt über die Zukunft unseres Planeten und geben Empfehlungen an die Politiker ab.

Ohne Öl keine Mobilität, ohne seltene Erden keine Handys und ohne Phosphat kein preiswerter Dünger. Bardi, weltweit anerkannter Experte für Rohstoffe, informiert den Leser ausführlich über die Rohstoffe unseres Planeten und mahnt dringend, dass wir unsere Lebensweise verändern müssen, um unsere Erde und uns selbst zu erhalten. Die Rohstoffe der Erde sind wie eine Glockenkurve. Mit dem Anfang der Ausbeutung von Steinen vor zehntausend Jahren, bis hin zum milliardenfachen Abbau von Erzen, Gasen, Öl und Wasser erklärt Bardi die Endlichkeit dieser Rohstoffe und das nahe Ende der einfachen Verfügbarkeit dieser Rohstoffe. In immer schnellerem Tempo werden Ressourcen der Natur ausgebeutet und den Zenith des Möglichen haben wir bereits längst überschritten! Neue Methoden, wie das Fracking, sollen den Zugriff auf weitere Rohstoffe ermöglichen, um unsere jetztige Lebensform weiterführen zu können. Diese neuartigen Methoden sind allerdings umweltschädlicher als der Kohleabbbau und die Kohlekraftwerke: die Athmosphäre des Planeten wird darunter extrem zu leiden haben. Unser Planet - Gaia - ist krank und liegt im Sterben, weil wir die Gaben des Planeten nicht richtig einzusetzen vermögen und gewaltige Ressourcen verschwenden. Riesige Reiche sind in der Geschichte der Menschheit durch diese Bodenschätze entstanden und wieder verschwunden. Da die Weltbevölkerung seit einigen Jahrzehnten dramatisch zunimmt, die Ressourcen durch eine verschwenderische Lebensweise immer mehr verbraucht werden, ist die extreme Ressourcenknappheit unausweichlich geworden. Ressourcenknappheit bedeutet Kriege und Vernichtung. Die Grenzen des Wachstums sind klar absehbar und es gibt heute mehrere quantitative Aussagen, darunter dieser 33. Bericht, was unsere Gesellschaft erwartet, wenn die Verfügbarkeit der mineralischen Ressourcen stetig abnimmt.

Bardi mahnt in seinem Buch, den fossilen Energieträgern den Rücken zu kehren und erneuerbare Energien auszubauen. Es geht ihm allerdings auch um die Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch, denn die Grenzen des Wachstums sind heute sichtbar und vorhersagbar. Die neuen Abbaumethoden könne der Erde einen weiteren Aufschub von 30 Jahren geben. Im Gegenzug dafür wird der Planet noch schneller zugrunde gerichtet: die Temperaturen steigen weltweit an, die Meere versauern, Dürren werden weltweit zur Regel, die Biodiversität leidet und es gibt immer mehr Extremwetterereignisse. Der Autor versucht dem Leser eine globale Übersicht über die Zusammenhänge zu vermitteln und ihn über den Zustand des Planeten umfassend und kompetent zu informieren.

Ernst von Weizsäcker, Co-Präsident des Club of Rome, schrieb das Vorwort zu dieser eindrucksvollen Bilanz. Das Buch liest sich spannend, rüttelt auf und macht auch betroffen. Mehrere Gastautoren, Karl Wagner, Colin Campbell, Toufic El Asmar, Michael Dittmar, Luis de Sousa, klären uns über die Ausbeutung des Planeten, über die Verfügbarkeit von Erdöl, über Ackerböden, über Uran und Atomenergie und Edelmetalle als Zahlungsmittel auf. Eine sehr umfangreiche Bibliographie schliesst dieses Werk ab. Die Übersetzung aus dem Englischen ist tadellos, das Buch liest sich fast wie ein Thriller. Nur leider sind wir alle Hauptfiguren dieses Sachbuches und als solche sollten wir uns der Gefahr, die unausweichlich auf uns, unsere Kinder und unsere Enkel zukommt bewusst sein!
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5.0 von 5 Sternen Umfassendes Gesamtbild der Ressourcennutzung (und -erschöpfung) von der frühen Frühzeit bis Heute., 28. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Ugo Bardi schafft es, den Leser auf eine unterhaltsame Reise der Ressourcennutzung durch den Menschen mitzunehmen. Dabei beleuchtet er grundlegende Zusammenhänge, wie die Entstehung der Erze, den Zusammenbruch des Römischen Reiches aufgrund der Erschöpfung der Erze in den römischen Minen, oder den Rebound-Effekt von Effizienzstrategien.
Das Buch ist strukturiert aufgebaut und folgt einem klaren roten Faden. Besonders gut gefallen mir die in den Text eingewebten Essayes anderer Eissenschaftler zu aktuellen Forschungsgebieten, wie z.B. ob genügend Lithium für eine Umstellung der weltweiten Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge möglich ist.

Kleiner Tipp am Rande: Das Buch ist wesentlich günstiger über bpb (Bundeszentrale für politische Bildung) zu beziehen.
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5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr gut geschriebenes Buch, welches einen guten Einblick in die aktuellen Strömungen im Umweltschutz und der Energiewirtschaft bietet.
Bietet außerdem viele Hintergrundinformationen.
Die verschiedenen Autoren machen das Buch sehr abwechslungsreich.
Für Studenten der Naturwissenschaften, Energiewirtschaft, Politik etc. (auch bei teilweise konträrer Meinung zu Autorenmeinung) empfehlenswert, um einen ersten Überblick über zahlreiche Problematiken zu erhalten.
Es ist eine ideale Diskussionsgrundlage.
Viele Politiker, die in der Öffentlichkeit über die "Energiewende" schwadronieren, sollten dieses Buch lesen.
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5.0 von 5 Sternen Ein super Buch, 2. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Ich schließe mich der Bewertung von Jouvancourt an und kann nur sagen: ein sehr interessantes Buch, in welchem sich die politischen Bestrebungen vieler Länder, wie z.B. Chinas Rohstoffsicherung in Afrika wiederspiegelt. Leider, so muss ich sagen, kann ich H.Bardi nur zustimmen. So kann es nicht weitergehen, es muss sich etwas ändern. Allerdings werden sich auch in Deutschland viele Menschen (Autonarren) umstellen müssen ( dieser Wahnsinn mit immer grösseren, stärkeren Autos, das kann doch so nicht weitergehen).
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3.0 von 5 Sternen nichts neues, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Leider nichts Neues. Das war eigentlich eher eine Kopie vieler anderer Bücher, die die gleiche Problematik beschreiben.
Daher nur 3 Sterne
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine eindringliche Aufforderung mit einem nachhaltigen Ressourcenmanagement zu beginnen, 10. Juli 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Dieser Bericht an den Club of Rome ist eine wichtige Fortschreibung des bahnbrechenden Buches von Meadows über „Die Grenzen des Wachstum“, das Generationen von Umweltschützern geprägt hat. Nach einer umfangreichen Geschichte des Bergbaus und der Ausbeutung von Rohstoffen für industrielle und kriegerische Zwecke, wirft er einen kritischen und skeptischen Blick auf die Zukunft des Bergbaus und der Ressourcenaneignung.

Zwar wird keiner der wichtigen Rohstoffe, die wir für unser Leben und das Funktionieren unserer Gesellschaft dringend brauchen, in absehbarer Zeit ausgehen. Dennoch mahnt er dringend einen anderen Umgang mit den Rohstoffen an. In einer „mineralischen Eschatologie“ am Ende seines Buches schreibt er:
„Mit Hilfe von Solarenergie und Technologien, die keine seltenen und erschöpfbaren Elemente erfordern, sind wir im Prinzip sehr wohl in der Lage, eine Gesellschaft aufzubauen, die Energieflüsse vergleichbar mit den heutigen bewirtschaftet… Die Gesellschaft müsste mit äußerster Sorgfalt darauf achten, dass sie ihre kostbaren Ressourcen nicht verschwendet, und würde manche unserer Gewohnheiten -zum Beispiel Flugreisen - als gefährliche Extravaganz einstufen. Eine Gesellschaft dieser Art wäre jedoch in der Lage, unser technisches Niveau zu halten und zu steigern… Mit diesem Vorrat können wir es schaffen, das Wissen, das wir in den vergangenen Jahrtausenden angehäuft haben, zu halten und weiter zu vermehren …und nutzen, um den Schaden, den wir dem Ökosystem des Planeten zugefügt haben, wieder gut zu machen und es wieder so herzustellen, wie es war, als wir es als Erbe erhielten: ein an Leben und Diversität reicher Planet.“

Eine eindringliche Aufforderung mit einem nachhaltigen Ressourcenmanagement zu beginnen und eine nachhaltige Gesellschaft zu etablieren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der geplünderte Planet, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen (Gebundene Ausgabe)
Sehr interessantes Buch. Die historische Aspekte haben mir besonders gut gefallen.
Vielleicht hätten die Autoren nicht nur über die Ausbeutung der Umwelt reden können, aber auch über die massive Vergiftung der Umwelt durch die "nötigen" chemische Umwandlungsprozessen um zum beispiel das Aluminium zu produzieren.
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Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen
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