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5.0 von 5 Sternen Bäume, die bemerkenswerten Wesen und Hüter der Artenvielfalt
Dieses Buch beschreibt das Leben eines ganz bestimmten Baumes, einer Douglasie. Es könnte aber auch jeder andere Baum sein - ein australischer Eukalyptusbaum, eine indische Banyanfeige, ein afrikanischer Baobab. Alle Bäume bezeugen das Wunder der Evolution. So beginnt David Suzukis Buch „Der Baum“. Suzuki Professor für Genetik, der für...
Vor 21 Monaten von C.Friederich veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Überwiegend trocken und langweilig
Gegenstand dieses Buches ist ein faszinierendes Thema. Dieses handelt der Autor ganz am Anfang seines Werkes auch durchaus anschaulich und lebendig ab, so dass phasenweise sogar so etwas wie Spannung aufkommt. Diese Spannung legt sich allerdings sehr schnell. Denn mehr als 80 Prozent des Buches bestehen aus einer trockenen und langweiligen Aneinanderreihung...
Vor 9 Tagen von Freelancer veröffentlicht


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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bäume, die bemerkenswerten Wesen und Hüter der Artenvielfalt, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch beschreibt das Leben eines ganz bestimmten Baumes, einer Douglasie. Es könnte aber auch jeder andere Baum sein - ein australischer Eukalyptusbaum, eine indische Banyanfeige, ein afrikanischer Baobab. Alle Bäume bezeugen das Wunder der Evolution. So beginnt David Suzukis Buch „Der Baum“. Suzuki Professor für Genetik, der für sein Lebenswerk 2009 den alternativen Nobelpreis erhielt, setzt sich mit seiner Foundation gegen globale Erwärmung und für den Schutz der Ozeane ein. Die wunderschönen Illustrationen im Buch stammen von Robert Bateman.

Sein Buch ehrt das komplexe Wunder Baum, wie dieser in enger Symbiose verwoben ist mit seiner Umwelt, wie er durch die Evolution bedingt ein so einzigartiger, innovativer, perfekt funktionierender Organismus wurde. Ein Bindeglied zwischen den Elementen Himmel und Erde, aus denen er Nährstoffe für sein Überleben bezieht, umwandelt und dadurch neues Leben schafft, eine Artenvielfalt begünstigt von den feinsten Filamenten seiner Wurzel bis hin zu den höchsten Wipfeln, wo er sein Früchte, die hängenden Zapfen wachsen lässt.

Er lässt uns teilhaben, als Besucher der Wälder im Nordwesten der pazifischen Küstenlinie, als einen genauen Beobachter, der dortigen Flora und Fauna im Wechsel der Jahreszeiten. Er beschreibt die enge Gemeinschaft des Lebensraumes Baum, den Moosen, Flechten, Farnen, Pilzen diese wiederum in Verbindung stehen mit anderen Bäumen, den Ameisen, den Salamandern, den Eulen und Spechten bis hinzu den Lachsen, die in den Flüssen um ihn herum ein Teil des Ökosystems sind.

Man hört – man sieht – man riecht auf diesem Waldspaziergang die Fülle der Natur in den Wäldern der Salmon Forests. Während erstarkt durch alle natürlichen Widrigkeiten vom Tage der Aussaat des Samens an, unsere Douglasie im Buch heranwächst, widmet sich Suzuki einem zweiten Erzählstrang, den verschiedenen Epochen und Kulturen. Er berichtet von Gelehrten, die die Erforschung des Wesens Baum voran getrieben haben und von Menschen, denen der Baum in aller Zeit unmittelbarer Nachbar, guter Geist und Rohstofflieferant war.

Suzuki erklärt die Baumbiologie, die Genetik, dessen Mikrokosmos, macht ihn transparent, um die wundersamen Vorgänge, Gesetze, Probleme und Möglichkeiten zu verstehen und den Pulsschlag sichtbar zu machen, der bestimmt wird durch biochemische Abläufe im Inneren. Trotz allen gesammelten Erkenntnissen, gesteht sich die Wissenschaft bis heute jedoch ein, noch immer zahllose offene Fragen an das Wesen Baum zu haben.

Das Buch hat mir erneut vor Augen geführt wie komplex, einzigartig und wunderbar dieses über Millionen Jahre entwickelte System ist. Da ich selbst schon einmal einen kleinen Teil der dortigen Küstenwälder durch wandern konnte, fühlte ich mich sofort wieder mitgenommen und erinnert an diese wundersamen Wälder.

Wer sich für Bäume interessiert, sowie für naturwissenschaftlichen Vorgänge oder wer gar schlicht einem Menschen zu hören mag, der sein Leben der Liebe an die Natur widmet, die Bücher eines John Muir oder eines Thoreau begeistern, findet mit diesem Buch passenden Lesestoff und einen vielleicht erneuernden Blickwinkel auf das was uns umgibt. Auch wir sollten uns, wieder als ein gesunder und nützlicher Teil dieser Symbiose im 21.Jahrhundert verstehen, und erhalten, was uns als so selbstverständlich gegeben wurde.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein literarisches Sachbuch vom Feinsten!, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
David Suzuki ist schon länger auf meiner Leseliste; endlich gibt es nun auch ein Buch von ihm auf Deutsch! In Kanada ist er bekannt wie ein bunter Hund: eine Mischung aus Harald Lesch (Wissenschaftler!) und Ranga Yogeshwar (ähnlich populär) - nur viel charismatischer .... Er vereint das, was vielen akademischen Autoren hierzulande abgeht: er kann Wissenschaft erzählen! Aber wie sollte es bei einem Kanadier japanischer Herkunft auch anders sein ...
Doch jetzt zum Buch: Es geht um einen einzelnen Baum, eine Douglasie im Westen Kanadas, irgendwo an den Hängen der Rockys, da wo Kanada am schönsten ist :-) Am Anfang der Geschichte steht ein alles verzehrendes Feuer, das nur scheinbar das Ende der Welt bedeutet, wie Suzuki und sein Mitautor Wayne Grady so wunderbar schreiben ("Es wäre durchaus verständlich, wenn jemand beim Anblick einer derart trostlosen Szenerie auf den Gedanken käme, Feuer sei eine Geißel der Menschheit, direkt aus jener Unterwelt entsandt, die Dante – der zu dem Zeitpunkt, als unser Feuer ausbrach, auf der anderen Erdhalbkugel gerade über seiner Arbeit saß – das Inferno nannte. Der Regen kommt vom Himmel; das Feuer aber aus der Hölle. Doch wer so denkt, liegt falsch ...)
Denn tatsächlich bereitet es den Boden, brennt eine Lichtung in den dunklen Douglasienwald und schafft somit die Voraussetzung für neues Leben. Von nun an muss es dem Baum gelingen, sich all das anzueignen, was er zum Leben braucht: Wasser, Nährstoffe, CO2 - und er muss viel Glück haben, um nicht dem nächsten Schwarzwedelhirsch oder Douglashörnchen zum Opfer zu fallen. Ja, so ein Baumleben ist nicht ohne Gefahren, nur hat man darüber noch nie so richtig nachgedacht ... Aber dazu hat man während der Lektüre genug Gelegenheit, denn man verfolgt den Baum durch die ganzen 700 Jahre seines Lebens, erfährt unglaublich viel über die Natur, darüber wie alles mit allem zusammenhängt und wird trotzdem nicht mit Wissen erschlagen, weil es sich einfach so wunderbar liest ... Gratis dazu gibt's jede Menge Kultur-, Wissenschafts- und Evolutionsgeschichte. Da ist echt für jeden was dabei...
Für mich war das Buch ein großer Gewinn und ich kann es nur wärmstens empfehlen. David Suzuki - für mich einer der ganz Großen, auf einer Stufe mit Bill Bryson, David Quammen und Michael Pollan ...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Wunder des Lebens, 8. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Die Biografie eines Baumes? Man vermag sich kaum etwas darunter vorzustellen. Was sollte an einem Baum denn so interessant sein? Er steht einfach nur da. Verliert je nach Jahreszeit seine Blätter, treibt wieder aus, wächst und irgendwann stirbt er. Dies geschieht jedoch über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten und so gehören Bäume zu den Lebewesen, die das höchste Alter überhaupt erreichen können. Sie sind Zeugen der Zeit, passen sich Widrigkeiten an, trotzen Feuer und auch, wenn wir sie viel zu selten bewusst wahrnehmen, sind sie doch essentieller Bestandteil unseres Lebens.

David Suzuki ist ein kanadischer Wissenschaftsmoderator, Umweltaktivist und Professor für Genetik. Er studierte Zoologie und seinen größten Bekanntheitsgrad erreichte er als Moderator des Wissenschaftsmagazins "The Nature of Things". Suzuki ist außerdem bekannt für seine Kritik an Regierungen wegen ihres mangelnden Handelns zum Schutz der Umwelt. Als langjähriger Aktivist zur Abwendung der globalen Erwärmung war Suzuki 1990 Mitbegründer der David Suzuki Foundation, die sich Nachhaltigkeit, Klimaschutz und erneuerbare Energien zum Thema gemacht hat und an die Bürger appelliert, mit einfachen Änderungen an ihrem Lebensstil zum Umweltschutz und zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beizutragen. (Quelle: Wikipedia)

In "Der Baum. Eine Biografie" lässt David Suzuki uns teilhaben an dem faszinierenden Lebenszyklus einer Douglasie. Es könnte sich aber auch um einen Mammutbaum oder eine Eiche handeln, denn das ökologische Grundprinzip ist das gleiche: Die Samen keimen, der Baum schlägt Wurzeln und wächst zu einem kräftigen Baum heran. Dies geschieht schon seit Millionen von Jahren so und dennoch haben die Vorgänge des Lebens nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Geschickt verwebt Suzuki kulturgeschichtliche und evolutionäre Vorgänge mit seiner Schilderung - in einer Sprache, die für mich mit jeder Seite zu einem größeren Genuss wurde.

Der kanadische Künstler Robert Bateman illustrierte die Geschichte "unserer" Douglasie mit wunderbaren filigranen Federzeichnungen und die Kombination zum Text macht dieses Buch zu einem wahren Erlebnis, das sich kein Baum- oder Naturfreund entgehen lassen sollte. Für mich war dieses Buch ein kleines Wunder, denn der Inhalt kam leichtfüßig und beschwingt daher und brachte mir so das große Wunder des Lebens auf sehr einprägsame Art und Weise wieder etwas näher.

Der oekom Verlag sollte hierbei nicht unerwähnt bleiben, denn es handelt sich nicht nur um einen schlichten Fachverlag, sondern um ein Unternehmen, welches für Ökologie und Nachhaltigkeit steht. Der Verlag legt großen Wert auf eine klima- und ressourcenschonende Produktion und somit wurde das Buch klimaneutral und auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt.

Zitat der Verlagswebseite: "Der oekom verlag wirkt seit über 20 Jahren aktiv daran mit, dass so wichtige Themen wie Klimaschutz, Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen oder Schutz der Artenvielfalt in der Öffentlichkeit diskutiert und als zentrale Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begriffen werden. Für seine nachhaltige Unternehmensphilosophie und sein Engagement wurde der Verlag zuletzt mit dem Umweltpreis der Landeshauptstadt München (2009), dem Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz (2009) und dem Neumarkter Nachhaltigkeitspreis (2008) ausgezeichnet."
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2.0 von 5 Sternen Überwiegend trocken und langweilig, 20. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Kindle Edition)
Gegenstand dieses Buches ist ein faszinierendes Thema. Dieses handelt der Autor ganz am Anfang seines Werkes auch durchaus anschaulich und lebendig ab, so dass phasenweise sogar so etwas wie Spannung aufkommt. Diese Spannung legt sich allerdings sehr schnell. Denn mehr als 80 Prozent des Buches bestehen aus einer trockenen und langweiligen Aneinanderreihung unzähliger Detailinformationen. Dabei sind die Ausführungen des Autors ausgesprochen langatmig.

Außerdem schweift der Verfasser immer wieder - zum Teil sehr weit - vom eigentlichen Thema ab. Dabei begibt er sich gelegentlich auch auf ein Gebiet, auf dem ihm offenbar selbst das elementarste Grundwissen fehlt. So schildert er beispielsweise die Entwicklung des Universums nach dem Urknall (Musste er wirklich so weit ausholen?) grob fehlerhaft, indem er behauptet, der Himmel sei plötzlich durch die fast zeitgleiche Entstehung der Sterne einschließlich unserer Sonne erleuchtet worden (Position 208 in der Kindle-Edition). Äußerst peinlich wird es, als der Autor an späterer Stelle (Position 1174/1175 in der Kindle-Edition) von "den Spiralgalaxien des gesamten Sonnensystems" spricht; für einen Naturwissenschaftler ist dies geradezu blamabel.

Unabhängig von solchen inhaltlichen Fehlern versteht es der Autor in diesem Buch nur an wenigen Stellen, die Thematik didaktisch geschickt und auch für den Laien interessant darzustellen. Ich habe schon viele populärwissenschaftliche Bücher gelesen. In nicht wenigen dieser Werke wird das jeweilige Thema anschaulich, lebendig und fesselnd dargestellt. Dies ist dem Autor des Buches "Der Baum: Eine Biographie" weitgehend nicht gelungen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ und trotz Sachbuch sogar poetisch, 9. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Ein Baum. Viele Bäume. Ganze Wälder. Nadelbäume, Kiefer, Tanne, Konifere, Douglasie, Laubbäume, Eichen, Buchen, Birken. Es gibt so unglaublich viele Arten, große, kleine, dicke, dünne, junge, alte und uralte Bäume. Es soll welche geben, die über 4000 Jahre alt sind- faszinierend.
Der Baum, dessen Biografie hier festgehalten ist, wurde um die 700 Jahre alt, es ist eine Douglasie.
Der Leser darf ihn begleiten, vom Ursprung bis zu seinem Ende, ihn und vieles mehr, was er zum Leben und was andere von ihm zu Leben benötigen.

Meine Meinung

Ich hatte keine so rechte Vorstellung, was mich mit diesem Buch erwartet, aber da mein Mann selbst Bäume fällt, um für Kaminholz zu sorgen, interessierte es mich doch schon sehr und so habe ich munter drauf los gelesen.
Die Autoren Suzuki & Grady gehen hier weit zurück in der Geschichte unserer Erde, zurück bis zu ihrer Entstehung. Diese wird sehr teilweise sehr sachlich, ausführlich und detailliert, aber auch förmlich poetisch und liebevoll festgehalten. Es ist ein Sachbuch, ja, aber es ist so gut geschrieben, dass es mich auf seine Art gefesselt hat.

Trockene Materie von DNS und Chemie wird hier so eingebaut und verpackt, das es mich wirklich interessierte. Vielleicht wird für den einen oder anderen ein wenig zu weit ausgeholt, aber der Sachlichkeit ist es auf jeden Fall dienlich.
Es geht um Bäume, wie sie entstanden sind, wie sie wachsen, welche Verbindung sie mit anderen Lebewesen eingehen, um sich und andere zu unterstützen. Vermehrung,Verhinderung von Krankheiten, Schutzmechanismen, es wird kein Thema ausgelassen.
Es macht dem Leser auf jeden Fall bewusst, wie sehr unsere Umwelt auf gesunde Primärwälder angewiesen ist, damit Artenvielfalt und Gleichgewicht erhalten bleiben.
Das Ganze ist mit sehr naturgetreuen Schwarz-Weiß-Zeichnungen versehen, die einfach toll aussehen.

Unterm Strich

Ein poetisches Sachbuch, das mir sehr gut gefallen hat. Verständlich geschrieben, ausführlich erklärt
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lebenslauf zeigt Grundprinzipien des Lebens, 26. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Dass Bäume eine ökologische Schlüsselrolle spielen, wird in diesem Buch deutlicher als in anderen Beiträgen der Literatur über Bäume oder bestimmter Baumarten. Die beiden Autoren machen das sehr anschaulich, indem sie den gesamten Lebenszyklus eines konkreten Baumindividuums, einer Douglasie im kanadischen Westen, verfolgen und sehr tiefgehend und kenntnisreich beschreiben. Trotz der detaillierten Darstellung biologischer, biochemischer und ökologischer Prozesse bleibt doch durchgehend deutlich, dass es eigentlich nur um ein Beispiel geht. Das Beispiel dieser bestimmten Douglasie, die von Eigenschaften ihrer Art geprägt ist, aber ebenso von ganz speziellen Lebens- und Entwicklungsbedingungen an ihrem Standort, dort anzutreffenden klimatischen, geologischen und ökologischen Konditionen.

Das liest sich außerordentlich spannend. Es ist, als ob man jeweils nah dabei ist, den Baum beim Keimen, Wachsen, Frucht Tragen und Sterben zusehen, die anderen Bäume, Pflanzen und Tiere in seinem Umfeld beobachten kann. Und gleichzeitig wird einem bewusst: Dieses Baumleben ist nur eines von vielen. Da gibt es zahllose andere Bäume, Pflanzen, Tiere mit je eigenen - allerdings meist kürzeren - Lebenszyklen und ökologischen Abhängigkeiten, deren Lebensgeschichte, so sie denn erzählt würde, nicht weniger aufregend ausfiele.

Es ist das Verdienst der Autoren, genau dieses in eindrucksvoller Form geschafft zu haben: Die einmalige Entwicklung eines lebenden Organismus von seiner Entstehung bis zu seiner Auflösung als Ergebnis eines ökologischen Ganzen herauszustellen und am konkreten Beispiel zu illustrieren. Wenn das Buch über den Baum und sein Umfeld hinaus Exkurse zu den Ursprüngen des Lebens auf der Erde und zu der sich historisch wandelnden wissenschaftlichen Rezeption z. B. in der Botanik unternimmt, ist das nur konsequent. Der einzelne Baum wird damit als Symbol für das Leben begreifbar. Aus seinem Lebensweg erfahren wir vieles über Grundprinzipien des Lebens und Zusammenlebens auf der Erde. Die Erkenntnis, die sich durch die unterhaltsame Lektüre des Buchs bildet, entspricht dem, was Hermann Hesse bereits 1919 in seinem Text "Bäume" einem Baum als Selbstbeschreibung sozusagen in den Mund gelegt hat: "Mein Amt ist, im ausgeprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen."
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5.0 von 5 Sternen Öfffnet die Augen für die Zusammenhänge, 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Ein exzellentes Buch, das die Augen für die Zusammenhänge in Biotopen öffnet. Anhand des Lebenslaufes einer Douglasie vom Mittelalter bis zum Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts wird das unglaublich komplexe Gefüge der Ökologie plastisch erklärt, so dass jeder versteht, wie sehr alle Lebensformen aufeinander angewiesen sind - insofern ist das ein enorm wertvolles Buch für die Ökologie.

Die Einordnung in historische Ereignisse fällt spärlicher aus, als der Werbetext hier auf Amazon das suggeriert, aber das ist ja auch gar nicht das Thema des Buches, sondern dient nur der Orientierung des Lesers. Der eindeutige Schwerpunkt ist die Biologie - und hier werden auch sehr viele Tiere beschrieben, doch auch Pilze und Bakterien kommen nicht zu kurz - eben die Gesamtheit eines Biotops. Der Baum selbst spielt natürlich die Hauptrolle, aber vermenschlichende Metaphern (Anthropomorphisierungen) werden auf ein gefühlvoll zusammengestelltes Maß reduziert, so dass immer die Wissenschaft im Vordergrund bleibt ... und so zeigt, wie schön Natur und Naturwissenschaftten sein können.

Empfohlenes Publikum: alle Menschen ab ca. 13-14 Jahren; auch solche mit guter biologischer Vorbildung werden es mit Freude und Interesse lesen und wahrscheinlich noch ein oder zwei Punkte lernen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Baumpoesie, 20. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, welches ich all meinen Freunden empfehlen werde. So viel Wissen, vermittelt in einer wunderbaren, achtsamen poetischen Sprache. Mich hat das Buch tief berührt und meine Baumbetrachtungsweise verändert.
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5.0 von 5 Sternen Der Baum David Suzuko, 17. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist spannend geschrieben dabei ebenso wissenschaftlich untermauert. Bäume gehören zu den grossten faszinierndsten Lebewesen, die bis zu tausend Jahre alt werden können. Für uns Menschen fast unvorstellbar, doch eben das wird geschildert eingbunden in die Kulturgeschichte der Menschheit und die Evolutionsgeschichte unseres Planeten.-Es wird das Leben einer Douglasie beschrieben - poetisch - persönlich-eindrücklich. Ich liebe diese Buch und lese immer wieder darin, es ist sehr konzentriert. Ein Beispiel dafür wie alles mit allem Verbunden ist.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Baum: Eine Biografie, 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Baum: Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch an einen Berufsfotografen verschenkt, der sehr gute Landschafts- und Naturaufnahmen macht. Das Buch wurde sehr gut aufgenommen.
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Der Baum: Eine Biografie
Der Baum: Eine Biografie von Wayne Grady (Gebundene Ausgabe - 24. September 2012)
EUR 19,95
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