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5.0 von 5 Sternen Geburtstagsgeschenk eines alten Freundes
Alles, was paradox ist, sei ganz normal, sagt der große Niklas Luhmann sinngemäß. Stoße man bei einer persönlichen Beobachtung der WELT oder bei der Beobachtung eines BEOBACHTERS (also: bei einer Beobachtung 2. Grades) auf eine Paradoxie, so sei man vollkommen und gerechtfertigt auf dem richtigen Wege des Verständnisses. In diesem Sinne...
Veröffentlicht am 3. August 2007 von Rudi Sander

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21 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo Sloterdijk draufsteht, muß auch Sloterdijk drin sein!
Neulich war die Frage, mit welcher Wortwahl Peter Sloterdijk sich wohl in Berlin an eine Imbißbude stellen und dort eine "Currywurst mit Pommes rot/weiß" bestellen würde, Gegenstand einer ebenso lebhaften, wie ernsthaften Erörterung zwischen dem Rezensenten und dessen Freund.
Spätestens seit Herausgabe der "Kritik der zynischen Vernunft"...
Veröffentlicht am 7. Juni 2007 von Lothar W. Brenne-Wegener


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geburtstagsgeschenk eines alten Freundes, 3. August 2007
Von 
Rudi Sander "Bad Schwalbach" (Bad Schwalbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst Fundus 166 (Gebundene Ausgabe)
Alles, was paradox ist, sei ganz normal, sagt der große Niklas Luhmann sinngemäß. Stoße man bei einer persönlichen Beobachtung der WELT oder bei der Beobachtung eines BEOBACHTERS (also: bei einer Beobachtung 2. Grades) auf eine Paradoxie, so sei man vollkommen und gerechtfertigt auf dem richtigen Wege des Verständnisses. In diesem Sinne paradox ist alles, was mit dem Autor Peter Sloterdijk zusammenhängt: Von den 82 Millionen Deutschen kennen ihn persönlich gewiß nur wenige, aber dennoch ist er uns allen so bekannt wie ein Bunter Hund: Wer hat nicht schon mindestens einmal das "Philosophische Quartett" gesehen!; wer hat nicht, sofern er sich überhaupt für Bücher interessiert (solch ein Wesen würde dies hier gar nicht zu Gesicht bekommen), mindestens einmal eines seiner vielen Bücher in der Hand gehabt beim Stöbern in seiner Stammbuchhandlung!; selber habe ich die Reihe seiner Bücher in meinen Regalen eben durchgezählt und bin bis dreißig gekommen; und dennoch wäre es falsch und oberflächlich, zu sagen, er sei so etwas wie ein Vielschreiber, das ist er keineswegs. Für mein Bauchgefühl schreibt er eher selten; jedenfalls muß ich immer viel länger auf ein neues Buch von ihm warten, als mein inneres Wünschen es hartnäckig fordert. Die Zahl der Bücher, auf die ich gerne verzichten würde für jedes Buch, das ich mir von ihm noch wünsche, bevor ich als Leser abtreten muß (viel wird daran nicht mehr fehlen, mit meinen 78 Jahren), diese Zahl ist Legion. Und zu den Paradoxalitäten, die sich mir sofort beim Aufklingen seines Namens aufdrängen, gehört auch, daß man ihm, als gewöhnlicher Leser, nichts zu seinem 60. Geburtstag schenkt oder schenken kann, nein, er selber geht hin und schenkt seinen Lesern etwas: Dieses neue, wunderbar (haptisch) aufgemachte kleine Buch, das so bescheiden daher kommt und dennoch 522 Seiten auf die Waage bringt. Ich sage bewußt "Waage" und meine diesen metaphorischen Vergleich tatsächlich Inhaltsschwer: Diese 22 Essays wird niemand, der sie liest, auf die leichte Schulter nehmen können und dürfen. Sie wiegen wirklich und tatsächlich schwer: Inhaltlich und formal. Dieser Autor hat wieder getan, was eigentlich gar nicht geht: Er hat sich selber wieder übertroffen. Er ist im formulieren nicht nur so gut wie immer: Er ist besser. Er hat nicht nur wieder Themen an Land gezogen, die wenige anpacken, nein, es sind Themen, denen die Meisten gar nicht gewachsen wären. Das sei Lobhudelei, werden Sie, verehrter Leser, jetzt sagen; ich sage dazu nur: Fangen Sie, bitte, an mit Lesen, und Sie werden mir ganz kleinlaut zugeben: Bis hierher sei kein Wort übertrieben gewesen.

Entscheidend, für mich jedenfalls, ist aber die Heuristik dieses Mannes bei seinem Schreiben. Um diesen Satz zu begründen muß ich etwas ausholen: Als ich im Sommer '83 in Wiesbaden an den beiden Schaufenstern der ehrwürdigen Buchhandlung Vaternahm vorbeiging, dachte ich, es trifft mich der Schlag wegen der offensichtlichen Unverschämtheit eines mir vollkommen unbekannten Autors. Hatte der Buchhändler doch mit Hilfe zweier Gummisauger die beiden Suhrkampbände eines Peter Sloterdijk an seine Scheiben gehängt, auf denen der, für meine Begriffe, schier unüberbiertbar unverschämte Titel prangte: "Kritik der zynischen Vernunft". Das Weitere kann ich mir hier ja schenken; Sie kennen es ja auch. So ging das dann Jahr um Jahr: Man kam an den Büchern dieses Mannes intellektuell einfach nicht mehr vorbei. Als er sich dann auch noch outete (auf welcher Seite welchen Buches weiß ich gar nicht mehr), daß er ein Anhänger und ein Gedankenverwerter des (damals) größten lebenden deutschen Soziologen sei, da kannte meine Gier, neues von ihm in die Finger zu bekommen, wirklich keine Grenzen mehr. Ich Rede von den Gedankenwelten Niklas Luhmanns. Dieser Peter Sloterdijk hat wie wenige Wissenschaftler begriffen, was es mit dem gewaltigen Paradigmenwechsel in der Soziologie (und Philosophie) auf sich hat, den der ursprüngliche Jurist, der sich konsequent zum Soziologen gewandelt hatte, nämlich dieser Niklas Luhmann, bewirkt hatte mit seinem Denken, seinem Schreiben und mit dem Erschaffen seiner grundlegend neuen Gesellschaftstheorie. Sieht man nämlich einmal von den unmittelbaren Schülern des Niklas Luhmann ab (die selbstverständlich die Gedanken ihres Meisters vertreten und weiterentwickeln), so tun sich die Vertreter anderer Wissenschaften, als gerade der Soziologie, ziemlich schwer in der Aufnahme und der konsequenten Umsetzung Luhmannscher Denk- und Beobachtungsweisen. Ich möchte hier nur ein Beispiel nennen für das Gegenteil: So wie Dietrich Schwanitz die umstürzenden Gedanken Luhmanns in seine Literaturwissenschaft eingebaut hat und damit und dadurch viel neues zu sehen bekam und seinen Lesern nahebringen konnte, genau so hat Sloterdijk gezeigt, das ein jeder, der wirklich die Moderne neu denken will, es tatsächlich nur kann, wenn er die hochkomplexe Fülle Luhmannschen Denkens und Luhmannscher Begrifflichkeiten anzuwenden und umzusetzen weiß.

Und damit bin ich auf dem Punkt dessen, was ich hier bekräftigen möchte: Sloterdijk ist dieser moderne Denker, der bei aller unübersehbaren Eigenständigkeit klar davon ausgeht: Ohne Luhmann im Hinterkopf läuft bei der Beschreibung unserer Wirklichkeiten gar nichts mehr. Nehmen Sie dies, lieber Leser, als die gewichtige Grundlage meiner Empfehlung an Sie, das neue Buch von Peter Sloterdijk "Der ästhetische Imperativ" zu lesen.
Rudi K. Sander
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21 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo Sloterdijk draufsteht, muß auch Sloterdijk drin sein!, 7. Juni 2007
Von 
Lothar W. Brenne-Wegener "LWB" (Hamburg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst Fundus 166 (Gebundene Ausgabe)
Neulich war die Frage, mit welcher Wortwahl Peter Sloterdijk sich wohl in Berlin an eine Imbißbude stellen und dort eine "Currywurst mit Pommes rot/weiß" bestellen würde, Gegenstand einer ebenso lebhaften, wie ernsthaften Erörterung zwischen dem Rezensenten und dessen Freund.
Spätestens seit Herausgabe der "Kritik der zynischen Vernunft" gilt nämlich "...wo Sloterdijk draufsteht, muß auch Sloterdijk drin sein"! Dies um so mehr, wenn für den Urheber, wie für kaum einen anderen, gilt, daß die Sprache die Basis ist für die geistige Fähigkeit des Menschen. Wenn also die Auswahl des Vokabulars als Signal an die Umwelt gilt, daß geschniegelter Verbalismus in direktem Zusammenhang zu den geistigen Fähigkeiten seines Urhebers stehen, so muß man wohl befürchten, daß seine geblümte Dekorationssprache entweder menschlicher Koketterie und vordergründiger Effekthascherei entspringen, oder ihm tatsächlich eine unvergleichliche Erfindungsgabe zur Neuschöpfung von Wortgirlanden zu eigen ist, die nicht gerade für so eine geistlose Bestellung wie eine schnöde Currywurst entworfen ist. Denn schließlich ist Peter Sloterdijk, der Meister der artifiziellen Aufblähung einer geflügelten Winzigkeit zu einem hybriden Monster, einer der vordersten Protagonisten dieser Spezies. Er kommt so ernsthaft und gleichsam so gebildet daher, daß man bei ihm, dem angesagtesten Lieblingsintellektuellen der Republik, beinahe um die Verbalisierung des Banalen fürchten muß.
Von Ludwig Wittgenstein ist das Zitat überliefert: "Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache." Bei Peter Sloterdijk wäre man geneigt, eher das Gegenteil zu konstatieren, nämlich: die Sprache diene ihm vielmehr als Mittel zur Verhexung unseres Verstandes! Trotz aller und vielleicht sogar gerade wegen seiner unerschrockenen Verbalisierungsakrobatik begegnen wir ihm mit einer unerschütterlichen Aufgeschlossenheit und einem beinahe schon trotzigen Verständnis, so daß man mitunter den Eindruck gewinnen könnte, seine Anhänger bewunderten ihn um so mehr, je weniger sie ihn verstehen.
Geben wir dieser Erkenntnis ein wenig Zeit, sich zu setzen!
Um gleichwohl zur eingangs gestellten Frage zurückzukehren: wenn er es also tatsächlich könnte - nämlich sich eine Currywurst bestellen - dann drängt sich natürlich die Frage auf, warum er eigentlich immer wieder einfache Sachverhalte so verklausuliert, daß man als Otto Normalverbraucher kaum in der Lage ist, ihm hinreichend zu folgen? Wenn nein, dann bleibt einem nach einem erlösenden Durchatmen die Genugtuung, daß er tatsächlich nicht von dieser Welt und deshalb sowieso mit anderen Maßstäben zu beurteilen ist.
Jetzt hat der unvergleichliche Peter Sloterdijk, Professor für Philosophie und Ästhetik der Universität Karlsruhe und zusammen mit Rüdiger Safranski Alphatier der ZDF-Sendung "Das philosophischen Quartett", sich auf fast fünfhundert Seiten über den "ästhetischen Imperativ" ausgelassen, auf denen er, gemäß Peter Weibel, "...alle klassischen und modernen Gattungen der Kunst, von der Musik bis zur Architektur, von der Kunst der Erleuchtung zur Kunst der Bewegung, vom Design zur Typographie" und noch vieles mehr berührt. Folgerichtig trägt denn auch die von Weibel sehr passend als "Erkundung" apostrophierte Zusammenstellung den Untertitel "Schriften zur Kunst".
Nun mag sich der geneigte Leser fragen, wie man über die Kunst der Gegenwart in ihrem geistreichen Stumpfsinn, ihrer schwerleibigen Öde und ihrem selbstwählerischen Hang zur Strapaze auch noch fünfhundert Seiten füllen kann? Thomas Kapielski sagt, den Kritikern sei jene Kunst die liebste, an der es wenig zu sehen und infolgedessen sehr viel zu deuteln gäbe. Angesichts von Agnes Martins "Roter Vogel" aus dem Jahre 1964, der 2004 in der großen Berliner MoMA-Ausstellung gezeigt wurde, mag Kapielsi ja durchaus recht haben, aber Sloterdijk ist kein Kunstkritiker!
Tatsächlich handelt es sich bei seinen Traktaten um teilweise bisher unveröffentlichte Texte, die in zwei Jahrzehnten zu den unterschiedlichsten Anlässen entstanden sind, und in denen er immer wieder auf die Kunst im allgemeinen und die ihr innewohnende Ästhetik im besonderen zu sprechen kommt, und das in dem ihm eigenen, rhetorisch forcierten Ausdrucksüberschwang, der allem Alltäglichen entrückt zu sein scheint.
Unlängst in einer Veranstaltung von einem Zuhörer gefragt, ob man den "ästhetischen Imperativ" in eine ebenso knappe Definition bringen könne, wie den kantschen "kategorischen Imperativ", antwortete der Meister denn auch mit einem ebenso klaren wie knappen "Nein!".
Also: belassen wir es dabei!
Sloterdijk liest man entweder in masochistischem Lustzustand wollüstiger Erregung oder man legt ihn mit gepflegter Langeweile beiseite. Lesen kann eine subtile Lust, ein sinnliches Vergnügen sein, aber bei Sloterdijk gerät diese Tätigkeit zu veritabler Arbeit. Der öffentliche Jubel, der dem Autor gleichwohl allenthalben entgegenschallt, macht es einem jedoch unmöglich, letzteres offen zuzugeben, ohne daß dies mit einem gravierenden Imageverlust verbunden wäre.
In seinen Vorlesungen über die Ästhetik hat schon Georg Wilhelm Friedrich Hegel hinsichtlich der Kunst festgestellt, ihre Form habe aufgehört, das höchste Bedürfnis des Geistes zu sein. Was dagegen die Sprache betrifft, bekennt der 1994 gestorbene Philosoph Karl R. Popper in seinem Buch "Alles Leben ist Problemlösen. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik":
"Wir wollen auffallen, und reden in einer unverständlichen, aber überaus eindrucksvollen, gelehrten, kunstvollen Sprache, die wir von unseren hegelianischen Lehrern haben und die alle Hegelianer verbindet. Das ist die Sprachverschmutzung, die Verschmutzung der deutschen Sprache, in der wir miteinander wetteifern. Es ist die Sprachverschmutzung, die es geradezu unmöglich macht, mit uns Intellektuellen vernünftig zu reden und uns nachzuweisen, daß wir sehr oft Unsinn reden und im Trüben fischen."
Bezogen auf die Texte Sloterdijks erscheint mir diese Feststellung Poppers irgendwie tröstlich.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es fallen Tropfen des Denkens aus dem Denken, 29. Juni 2007
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst Fundus 166 (Gebundene Ausgabe)
Sloterdijk liebt die Kunst der Sprache. Er ist Essayist und Vagabundierender durch Literatur und Geschichte. Er liebt Sphären der dreifachen Art, befreit von Sein und Zeit, zynische Vernunft befreit von kritischen Untertönen und Weltfremdheit, die Philosophie des Staunens als Geburt der Subjektivität aus der Weltfremdheit. Er ist Professor für Philosophie und Ästhetik in Karlsruhe. Und: er wird 60 dieser Tage. 1947 geboren, stellte er fest, dass die vorgeburtliche Zeit eine ist, die in der Glaubwürdigkeit der Überlieferung zu einer wahren Integration mit dem eigenen Leben führt, so wie Camus den deutschen Freund zum deutschen Feind machen musste aus der Erkenntnis und der Erfahrung der Geschichte. (vgl. Camus; Kleine Prosa). Diese Art der überlieferten Wahrheit zeigt, dass es Vergangenheit und vorgeburtliches Leben gibt. So ist auch dieser Imperativ der Ästhetik als Zeitreise jenseits aller Geburtsmomente zu verstehen.

Der ästhetische Imperativ: es liegt nahe, sich an Immanuel Kant zu erinnern und sich selbst glauben zu machen, das hier ein HANDLE! als Botschaft kommt. Kunst ist Genuss, es hieße damit: GENIESSE! Und es klingt wie die Vollstreckung der letzten Lebenssekunde. So geht es nicht in der Kunst, hier sind Glücksmomente in Hülle und Fülle, Sonnenaufgänge im übertragenen wie im tatsächlichen Sinn werden zu jubilierenden Mächten inmitten allen Zerfalls. Sloterdijk weiß dieses, er variiert, er ist wie Ovid in seinen Metamorphosen, er deutet um, lässt neu entstehen oder zu Grunde gehen. Der Mensch sei Effekt des Raumes, räumt er ein, Musik wird zum pränatalen Klangraum, sehen scheint begrenzt in der Weite der Gesichtsfeldes, hören jedoch bleibt über alle endlosen Räume erhaben, Sphärologie aller Orten, die Neunte Symphonie Beethovens wird zum "kategorischen Imperativ der Zuversicht." Philosophie bei Sloterdijk ist hier und überall Selbst- und Zwiegespräch, ein Spektrum der Ambivalenzen, Neigungen und der Assoziationen. Sloterdijk scheint Hörer unter Sehenden, Sehende sind "am Rand" der Welt, sie erleben eine Distanzwelt, Hörende werden nie glauben, an der Grenze des Hörenden zu stehen. Hören orientiert sich an Innigkeit an wirklicher Subjektivität, die eine Weltfremdheit nicht mehr kennt.

Sloterdijk gehört zu den Hörenden, die wie Musikinstrumente sich geben, ein Ton und es beginnt zu spielen, wundersam, neu und immer wieder verändert. Er ist wie Ovid, szenisch brillant und ewig zeitlos, weil er die Zeitgeschichte integriert. Er ist kritischer Veränderer von Heideggers Sein in der Zeit und doch wie er, denn sein Denken gilt dem Denken, dem, was es zu bedenken gibt. (vgl. Heidegger; Was heißt Denken?). In Erinnerung an Beckett lässt sich sagen, dass mit dem ästhetischen Imperativ Tropfen des Denkens aus dem Denken fallen.

Zorn und Zeit, Im Weltinnenraum des Kapitals seien ebenso empfohlen (Sloterdijk Specials: in dieser Liste finden Sie vieles)
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Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst Fundus 166
Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst Fundus 166 von Peter Sloterdijk (Gebundene Ausgabe - 15. August 2007)
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