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105 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein MENSCHLICHER Leitfaden
Michael Schmidt-Salomons "Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur" hat große Verbreitung gefunden. Darüber darf man froh sein. Er greift die wesentlichen Aspekte unserer Gesellschaft auf, unterzieht sie einer strengen Prüfung und stellt uns eine (auf)geklärte, geläuterte Version vor. Kritik an der Kirche und ihrer Apologetik...
Veröffentlicht am 23. Juli 2008 von Kritischer Leser

versus
95 von 173 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Humanismus
In der einen Hinsicht ist das Manifest des "Evolutionären Humanismus" ein lange überfälliges Buch und Konzept, das Falsche und Irrige in der Religion aufzudecken, zu kritisieren und damit das heutige menschliche Welt- und Selbstverständnis zugunsten einer besseren Welt zu überwinden. Es ist vor allem deswegen bitter nötig, weil die...
Veröffentlicht am 22. April 2007 von B.Ehlert


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105 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein MENSCHLICHER Leitfaden, 23. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Michael Schmidt-Salomons "Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur" hat große Verbreitung gefunden. Darüber darf man froh sein. Er greift die wesentlichen Aspekte unserer Gesellschaft auf, unterzieht sie einer strengen Prüfung und stellt uns eine (auf)geklärte, geläuterte Version vor. Kritik an der Kirche und ihrer Apologetik ist ein wesentlicher Teil von Schmidt-Salomons Werk:
Er entlarvt die Theorie des "Intelligent Design" als den hilflosen Versuch, wissenschaftliche Erkenntnisse in Glaubensschemata zu pressen. "In Anbetracht des weltweit fortschreitenden religiösen Fundamentalismus ist es deshalb von absoluter Dringlichkeit, auf einen Prozess weltweiter religiöser Abrüstung hinzuwirken."
Grundbedingung dafür sei, dass auch minderprivilegierte Menschen Zugang zu Wissenschaft, Philosophie und Kunst finden. Rationale Aufklärung über Wesen und Wirkungsweise von Religion muss den gebührenden Stellenwert im Bildungssystem erhalten.

Besonders erhebend fand ich das vierte Kapitel über Sinn und Sinnlichkeit, mit dem Untertitel: "Warum uns der evolutionäre Humanismus nahe legt, aufgeklärte Hedonisten zu sein": Einen Sinn des Lebens kann man nur in diesem Leben erfahren (ist eigentlich logisch), mit und durch seine Sinne. So gesehen vertritt der Autor hier ein wunderbar einleuchtendes Theorem, das uns erlaubt, durch unsere Sinne zu leben und ihnen auch zu vertrauen - ganz im Gegensatz zur kirchlichen Lehre, die Leib- und Sinnesfreuden gegenüber feindlich eingestellt ist und die den Sinn des Lebens nicht in diesem aktuellen irdischen, sondern in einem jenseitigen, himmlischen (oder höllischen) Leben sucht.

Schmidt-Salomon beweist, dass eine Ethik ohne Gott möglich ist, mehr noch: dass wichtige Errungenschaften wie Menschenrechte und Demokratie nicht dem Konto des Christentums gutgeschrieben werden können, "musste doch jedes einzelne Menschenrecht dem Christentum ... in einem erbitterten Machtkampf abgerungen werden. ... Eine Ethik aber, die die Grundbedürfnisse (Interessen) der Menschen derart ignoriert, verdient es nicht, 'Ethik' genannt zu werden".
Bis heute hat der Vatikan die Europäische Menschenrechtskonvention nicht ratifiziert!

Schmidt-Salomon beschränkt sich nicht nur auf die christlichen Religionen. Religionen an sich kommen bei ihm schlecht weg. Dazu gehören auch die sog. "politischen Religionen" in totalitären Systemen.
Dort, wo er Kritik übt, tut er das unbarmherzig, tabulos, aber fair. Er bietet immer Auswege an und stellt Alternativen vor. Diese scheinen logisch, plausibel und durchdacht.
Es sieht aber auch die Grenzen: die "prinzipielle Unverträglichkeit von aufklärerischem und religiösem Denken". Klar arbeitet er heraus, dass das "Christsein" keine halbe Sache sein kann: "Ein christlicher Fundamentalist weiß - und das ist sein Vorteil gegenüber dem liberalen (Tauf-)Schein-Christen! -, dass Jesu Erlösungstat ohne Voraussetzung von Hölle und Teufel in etwa so sinnlos ist wie ein Elfmeterschießen ohne gegnerische Mannschaft." Dies ist mit ein Grund dafür, dass nicht nur die Anzahl der konfessionslosen Menschen steigt, sondern auch die der religiösen Fundamentalisten.
Als zusammenfassende Erklärung darf man im Anhang B die zehn Angebote (nicht: Gebote!) des evolutionären Humanismus verstehen, die den Zehn Geboten des Buches Exodus (Anhang A) gegenübergestellt werden. Diese zehn Angebote sind im Vergleich zu den beklemmenden "göttlichen" Zehn Geboten erhebend, befreiend und vor allem unverbindlich.
Zu vorletzt möchte ich noch auf die Anmerkungen hinweisen, in denen ich zahlreiche interessante Literaturhinweise fand.
Und zuletzt gilt mein Werben der Seite 196, wo Sie einen Aufruf zur Diskussion finden und das Manifest online unterzeichnen können. Die Giordano Bruno Stiftung ist allemal einen Besuch wert!
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122 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humanismus, 20. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Ein sehr gutes Buch! Mit messerscharfem Verstand und mit fundierter Kenntnis stellt Dr. Michael Schmidt-Salomon allgemein verständlich den säkularen Humanismus vor. Dabei wird auf Religionskritik (neben den theistischen Religionen" werden auch die atheistischen und politischen Religionen kritisiert) nicht verzichtet.

Er stellt die Stützpfeiler des evolutionären Humanismus vor (Wissenschaft, Philosophie, Kunst). Es wird klar, dass der Evolutionäre Humanismus kein dogmatisches, sondern ein "offenes System" ist. Es wird deutlich warum der rationale Glaube an die Wissenschaft nicht mit "Wissenschaftsgläubigkeit" zu verwechseln ist.

Kritik und Verbesserung ist der Motor des evolutionären Humanismus, der damit im totalen Gegensatz zu der Ideologie der Religionen steht, die absolute nicht zu hinterfragende "Wahrheiten" verkünden.

Es werden brandaktuelle und kontrovers diskutierte Themen behandelt (halbierte Aufklärung, Fundamentalismus, ID, Bioethik, Sozial- und Bildungssystem usw.) Sehr gefallen hat mir das Kapitel "Den Eigennutz in den Dienst der Humanität stellen!" und die Zehn Angebote (nicht Gebote) des evolutionären Humanismus.

Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch ! 5 Sterne !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurze Zusammenfassung wichtiger Gedanken zum Humanismus, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Je mehr Selbstzensur in der Kritik gegenüber Religion erwartet wird, umso wichtiger werden klare Argumente und Leitideen, um die humanistische Position sachlich und stark zu vertreten.
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111 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Streitschrift, 14. April 2007
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Auch wenn MSS sein Buch ein Manifest nennt, ist es eher eine mit sehr spitzer Feder großartig und empathisch vorgetragene Streitschrift. Streitschriften sind spitz, plakativ, direkt und in Bezug auf die Argumentation selbstbezüglich zur Zielsetzung. Seine Ideen, Wissenschaft, Kunst und Philosophie in Mittelpunkt des Lebens zu stellen, kann man sehr wohl und schnell teilen. Humanismus und Aufklärung sind seine Forderungen einer Leitkultur, die alle Menschen begreifen, da die o. a. Triade von Wissenschaft den rationalen Aspekt, Philosophie als Verbindung zur Kunst und diese dann selbst den intuitiven, emotionalen und empathischen Teil aller Sinneswahrnehmungen bedient. In scheinbaren Widerspruch setzt er die Religion. Hier jedoch unter dem Aspekt der religiösen Institutionen und den bibelexegetischen Auswertungen mit hohem Bezug zur Wörtlichkeit. Damit verschränkt er seine Argumentation mit Widersprüchen, da historisch bedingte Veränderungen der Interpretation ausgelassen werden, um seinem Ziel argumentativ näher zu kommen.
MSS predigt nahezu den Gedanken der Aufklärung, ist verliebt in die Idee des Kantschen SAPERE AUDE und sieht dennoch im Widerspruch zu ihm die fehlende Vernunft nicht ursächlich in der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Für ihn ist sie nicht selbstverschuldet, sondern von der Sozialisation im historischen Kontext bewirkt.

Umso mehr sieht er den Zwang, hier ausbrechen zu müssen; den Eigennutz ohne Bezug zur Gemeinschaft zu fördern, weil letztendlich sich dieser Bezug evolutionär und logisch folgend von selbst als Integration einstellt. Mir scheint, als folge er Marc Aurel, der sinngemäß sagte, kümmere dich um die, die noch Sinn in die Gemeinschaft bringen. Insgesamt scheint MSS auch begeistert von der Stoa, den Schriften Epikurs und Epiktets, die letztendlich in der Sicherheit eines Lebens im Diesseits, das Jenseits nicht als Nachlebensziel postulierten, sondern die Freude im jetzigen. Seine Kritik an der Religion ist deutlich überspitzt, da er sich ausschließlich um die Stellen bemüht, die seiner Denke pointiert und diametral entgegengesetzt sind und in der öffentlichem Meinung dazu führen müssen, nur ihm recht zu geben. Die Anleitung zum subversiven Denken hat er leider beherzigt. Polarisierung an der falschen Stelle ist immer zu vermeiden.

Zur Übertragung auf das heutige Leben ist er fanatisch in der Forderung nach Bildung, weil nur hier der aufgeklärte Gedanke fortgepflanzt werden kann. Das Ziel des Lebens besteht in der Vermehrung von Freiheit und Verantwortung, wusste schon Camus zu sagen. Auch wenn MSS heute offensichtlich auf Tradition in seiner Idee des aufgeklärten Humanismus verzichten muss, möge ihm der Gedanke von Mahler helfen, Tradition von einer anderen Wahrte aus zu betrachten. Dieser sagte: "Tradition ist nicht die Asche, die man bewundert, sondern die Weitergabe des Feuers."

Feuer ist allemal in seiner lesenswerten Streitschrift des evolutionären Humanismus. Evolution schließt alle Unwägbarkeiten und sogar den Tod mit ein, gem. dem Shakespeareschen "by chance or natures changing".
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67 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo bleibt die Empathie?, 26. August 2008
Von 
Henning Kuersten (Starnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Wenngleich ich - als gemässigter Atheist mit naturwissenschaftlicher Vergangenheit - mit den Aussagen des Buches im vollen Einklang stehe, vermisse ich beim Autor doch die von ihm vielbeschworene Empathie. Ich hätte etwas mehr Fein- und Taktgefühl erwartet, denn man startet keine Revolution, wenn man nur diejenigen überzeugt, die bereits eingeschworen sind.

Religiöse Menschen sind meist sehr sensible, verletzliche und nach hohen Idealen strebende Menschen, die mehr auf ihr Gefühl als auf ihren Verstand hören. Sie finden in der Religion den Trost, die Geborgenheit und den Sinn des Lebens, den ihnen anscheinend die Gesellschaft in anderer Form nicht bieten kann. Wenn man ihnen diese "Krücken" wegnimmt, drohen sie ins Bodenlose zu fallen, wie man oft in Foren erkennt, in denen die offensichtlichen Parallelen zwischen Jesus und zahlreichen Göttern der Antike emotional und polemisch abgestritten werden. Halbwegs nüchterne und wissenschaftliche Diskussionsbeiträge findet man hier seitens der Theisten nur selten, denn in Sachen Geschichte, Biologie, Evolution und Psychologie sind sie oft gnadenlos weltfremd.

Leider geht Schmidt-Salomon aber auf die psychologischen Hintergründe und die gesellschaftlichen und evolutionären Vorteile der Religion nur allzu selten ein, schlägt keine Brücken durch empathisches Verständnis, sondern zelebriert stattdessen knallharten Verstand mit einer Prise verletzender Polemik. Auf diese Weise argumentiert der promovierte Denker stellenweise doch sehr "unhumanistisch" und plakativ, und rennt bei ähnlich hochgeistigen Köpfen offene Türen ein, statt neue zu öffnen.

Ich befürchte daher, dass das Manifest hauptsächlich der Polarisierung als der Aufklärung dient, was der Autor ja auch schon selber im letzten Kapitel dunkel erahnt. Eine Versöhnung zwischen Atheisten und Theisten findet nicht statt, denn letztere werden mit seinen Argumenten in die Defensive und damit Richtung Fundamentalismus getrieben. Schade, denn die Ideen hinter dem Manifest sind weitgehend geeignet, die Welt lebenswerter zu machen und gerade solche Menschen aufzufangen, die in der Religion ihren - wenn auch naiv übersinnlichen - Lebenssinn gefunden haben. Wer hat - ethisch gesehen - das Recht, Ihnen ihre glückselige Wunderwelt wegzunehmen?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja zur Religion als Privat-sache - Nein zum Extremismus und zur Religions-Politik, 19. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Belegt mit Deutlichkeit wieso Religion so gefährlich war und ist und wieso eine agnostische Geisteshaltung vorteilhaft ist, individuell und gesamtgesellschaftlich
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112 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Vernunft und Menschlichkeit, 9. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Vergessen Sie die Bibel, vergessen Sie das kommunistische Manifest und lesen Sie stattdessen das "Manifest des evolutionären Humanismus".

Jenseits christlicher Abendlandsromantik und postmoderner Beliebigkeit steht die Idee einer Leitkultur, die sich auf Humanität und Wissenschaft gründet. Eine Kultur, die pluralistisch ist und doch einheitlich human, welche die Freiheit des Denkens hochhält und gerade deshalb die Wissenschaft fördert.

Man sollte dieses Manifest nicht als alleiniges Werk eines einzelnen Philosophen ansehen, vielmehr ist es Resultat einer langen Tradition von Humanismus und Aufklärung und fasst die wichtigsten Ansätze für eine moderne Ethik zusammen und bringt sie auf den Punkt. Kaufen!
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ethik-Wegweiser, 16. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Zur Entwicklung ethischer Werte und Normen bedarf es keiner Religion. Im Gegenteil: alle aufgeklärten Werte wie Menschenrechte, Gleichheit von Mann und Frau, Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Demokratie, Selbstbestimmung des Einzelnen usw. wurden GEGEN den erbitterten Widerstand der jeweiligen Religionen und ihrer Vertreter ERKÄMPFT.

M.Schmidt-Salomons Buch ist ein augenöffnender Wegweiser in eine ethisch bessere, WEIL religionsfreie Welt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein intelligenter Vorschlag für eine neue konfessionslose Ethik, 15. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Sehr sachlich, wissenschaftlich, ohne Idealismen und auch ohne Zynismen, spricht der Author über Gott und Religion, und dann von einer besseren menschlichen Ethik ohne die Notwendigkeit einen Gott zu erfinden, um sie zu bewahren. Extrem interessanter Ansichtpunkt, das Buch am Besten für Atheisten geeignet, aber sicher nicht nur.
Das Buch ist weder Erwarten voll mit Lebensfreude, es verlangt allerdings viel Konzentration beim Lesen: gerade wegen der Dichte an Konzepten, verpasst man eine Passage, dann versteht man den Rest nicht mehr, man muss also oft zurückblättern.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beeindruckendes Werk, 27. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur (Broschiert)
Der zeitgenössische Mensch steht unter dem Einfluss jahrtausendealter Mythen. Er ist eine Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben. Dieses Manifest ist ein Plädoyer für eine alternative politische Leitkultur.
Das sind Aussagen, die aufmerken lassen, neugierig machen, auch wenn der Begriff Manifest zunächst bei mir rein politische Assoziationen auslöste, in der Art des Manifestes der Kommunistischen Partei o.ä.
Und so ist dann diese Schrift letztlich alles andere als unpolitisch, auch wenn der Autor eher wissenschaftlich argumentiert: *Nichts enttarnt die Irrtümer der althergebrachten Welterklärungsmodelle schonungsloser als die wissenschaftliche Erhellung der realen Sachverhalte ...*. Oder: *Wer sich auf Wissenschaft, Philosophie und Kunst berufen kann, weiß, dass den Religionen weit bessere weltliche Alternativen gegenüberstehen*.
Somit ist es kein weiter Weg zur Erkenntnis des Autoren, dass die traditionellen Religionen mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung schlichtweg NICHT in Einklang zu bringen sind, zumal deren Aussagen nicht nur theoretisch hinreichend widerlegt, sondern sich auch in der Praxis nicht gerade durchgehend als gute Ratgeber erwiesen haben.
Nicht erfassen kann ich allerdings, ob der Autor sich ausreichend mit dem Buddhismus auseinandergesetzt hat, dessen Verlautbarungen ja eben auch nicht auf Glauben und göttliche Einflussnahmen, sondern ausschließlich auf menschliches Erkennen abstellt, ja sogar mit keiner Silbe im Gegensatz zu Schmidt-Salomons Auffassung steht, wonach das ICH nur ein fiktives Konstrukt des Gehirns ist.
Der schnell vom Inhalt dieses hochbeachtlichen Schriftwerks gefesselte Leser erkennt bald die positive, humane Alternative, die der Autor insbesondere zu den monotheistischen Religionen anbietet, indem er unter Verweis auf ein an sich sinnleeres Universum das Privileg des Menschen hervorhebt, *den Sinn des Lebens aus seinem Leben selbst zu schöpfen*.
Hierbei ist ihm offensichtlich bewusst, dass es fast unmöglich ist, Menschen mit logischer Argumentation von der Unhaltbarkeit irrationaler Annahmen abzubringen, die eben ihren Glauben an unbewiesene Annahmen nicht durch logische Argumente gefunden haben.
*Sollte es sich wider Erwarten herausstellen, dass Horoskope, Kaffeesatzlesen oder Beten verlässlichere Einsichten vermitteln, wären diese der Methode der Wissenschaft vorzuziehen*, schreibt der Autor. Und längst nicht mehr erstaunt nimmt der Leser zur Kenntnis, wie Salomon fast genüsslich die *Zehn Gebote* als Richtschnur ethischen Verhaltens demaskiert, denn, so fragt er, wer macht sich bewusst, dass z. B. im 10. Gebot Frauen mit Sklaven, Tieren und sonstigen Besitztümern in eine Reihe gestellt sind? Oder, dass der Gott Jahwe kurz nach seiner Anweisung *Du sollst nicht morden* präzise Anweisungen für genau solche Mordtaten gibt: *Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen. Jeder, der mit einem Tier verkehrt, soll mit dem Tod bestraft werden. Wer einer Gottheit außer Jahwe Schlachtopfer darbringt, an dem soll die Vernichtsweihe vollstreckt werden.*
Die Endlösung der Judenfrage zu Nazizeiten, denke ich, ist wohl der *Endlösung der Ungläubigenfrage* in der Hölle, deren reale Existenz von vielen christlichen und muslimischen Fundamentalisten nach wie vor nicht bezweifelt wird, entlehnt.

Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. Er verweist darauf, dass die heute anerkannten Menschenrechte dem offiziellen Christentum in erbitterten Kämpfen Stück um Stück abgepresst werden mussten, dass Pius IX. - erst 2000 seliggesprochen - alle Errungenschaften des modernen Zeitalters verdammte, wie: Rationalismus, Naturalismus, Liberalismus, Demokratie, Trennung von Staat und Kirche.
Was auch ich nicht wusste: Bis zum heutigen Tag hat der Vatikan die Europäische Menschenrechtskonvention nicht ratifiziert!
Wie ist so etwas überhaupt möglich?
Wir erfahren, dass in Deutschland seit 2003 die Konfessionslosen mit 32% die größte gesellschaftliche Gruppe ist, gefolgt von den Katholiken und Protestanten mit rund jeweils 31,3%, oder dass in den USA 93% der Spitzenwissenschaftler religionsfrei sind.
Da fragt sich der geneigte Leser, wo sind all diese konfessionslosen Menschen (samt dem hohen Prozentsatz der Papiergläubigen) in den Medien und Parteien vertreten, in einer Zeit, in der selbst Exkommunisten es schon wieder für opportun halten, in die Kirchen zu rennen, wenn es die vermeintliche öffentliche Meinung erforderlich erscheinen lässt? Da wird geheuchelt und rumbekreuzigt bis zum Geht-nicht-mehr, nur um noch eine vermeintliche Zustimmung eines Pseudoreligiösen zu erschleimen, die sich vielleicht in einer Wählerstimme niederschlägt.

Salomon präsentiert mit diesem Manifest eine knallharte, kompromisslose Analyse, die den neuesten Stand der Hirnforschung, der Psychologie und der Soziobiologie berücksichtigt. Er fasst klar und präzise die Vorstellungen für eine neutrale Ethik zusammen, die meines Erachtens absolut tauglich ist, die Grundwerte zu einer Leitkultur zu begründen, auf die sich letztlich alle Menschen einigen könnten.
Ein Traum? Vielleicht nicht, denn irgendwann einmal muss doch Schluss sein mit den Lügen der Märchenerzähler aus Eigennutz. Wann das sein kann? Spätestens dann, wenn der aufgeklärte Mensch auch sein Hirn zum denkenden Erkennen nutzt. Ganz einfach. HMcM
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