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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2007
Sue Hubbells "Ein Jahr in den Ozark Mountains" ist eines der schönsten Bücher, das ich in den vergangenen Jahren gelesen habe!

Die Autorin hat einen ruhigen, leicht-lesbaren, humorvollen Stil und beschäftigt sich auf intelligente Art und Weise mit den wichtigen Themen des Lebens, Natur, Liebe, Freunde, "Welchen Platz habe ich in der Welt".

Hubbell ist eingentlich eine Großstadtpflanze, die ihr Leben als Bibliothekarin satt hat und eines Tages mit ihrem Mann beschließt ein Leben auf dem Lande zu führen.

Die Ehe geht im Laufe der Zeit schief, dafür entdeckt sie ihre Erfüllung bzw. Zufriedenheit als Bienenzüchterin ("das süßeste Ding in ganz Missouri").

Ausführlich erzählt die Autorin vom Leben der Bienen und anderen Tieren und Pflanzen, die sie zusammen mit ihren Mitbewohnern, zwei Hunden (Andy und Tazzie) und Katze Black Edith, die eigentlich ein Kater ist, auf dem Gelände ihrer 36 Hektar großen Farm entdeckt.

Hubbell selbst bestreitet ein gemütliches, ärmliches Leben, daß sie als heiter und zufrieden empfindet. Ein Fernsehgerät besitzt sie nicht und aus dem Radio tönt meist klassische Musik, ihr Lieblingsbuch ist "Joseph und seine Brüder".

Abwechslung bringt der Besuch von Freunden, Verwandtschaft und Nachbarn. Ab und zu sind auch ein paar Tiere aus der näheren Umgebung dabei (Laubfrosch im Bett, Termiten in den Holzbohlen).

Natürlich beschäftigt sich Sue Hubbell auch mit der Frage "Wo ist mein Platz in dieser Welt? Was will ich von ihr?" Die Antwort gibt sie sich selbst:

"Ich will die ganze Welt, und die Sterne dazu".
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Februar 2008
Klasse, daß Schirmergraf dieses Buch übersetzt und herausgegeben hat! Da ich es im Original lesen wollte, stellte ich fest, daß es bereits Mitte der 80er Jahre geschrieben wurde. Es gibt allerdings etliche Neuauflagen, so wie es Klassiker verdient haben, und das ist dieses Buch gewiß.
Die Autorin ist, als sie dieses Buch als Journal ihres ländlichen Jahresablaufs schreibt, bereits über 50, getrennt von ihrem Mann und Mutter eines erwachsenen Sohnes. Sie lebt zurückgezogen in den dünn besiedelten Ozark Mountains im Süden Missouris und lebt von der Honigproduktion, über die der Leser nebenbei viel lernt. Weit entfernt von jeglicher Hippie-Romantik schildert sie ihr nicht immer leichtes Leben, das eigentlich von finanzieller Armut – bevor sie mit ihrem Mann in die Berge zog, war sie Universitätsangestellte und hatte ein sicheres Einkommen – und von großem Komfortverzicht geprägt ist (von wegen Heizung: sie muß das Holz für ihren Ofen aus dem Wald holen. Ihre Tiere müssen täglich versorgt werden, egal, wie es ihr geht. Viele Reparaturen an ihrem Wagen, mit dem sie ihren Honig ausliefert, muß sie selbst vornehmen). Im Original lautet der Untertitel des Buches „Living the Questions“, und genau das tut Sue Hubbell; sie stellt sich allen Fragen und Problemen, die ihr arbeitsreicher Alltag aufwirft, mit Neugierde und Gelassenheit, ohne Sentimentalität oder falsche Illusionen. Es ist spannend, wie es ihr gelingt, ihr Leben in einen großen Zusammenhang zu stellen, das Übergeordnete zu sehen im Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Wer träumt nicht von einem selbstversorgerischen Leben auf dem Land, in diesem vielbeschworenen „Einklang mit der Natur“? Diesen Zahn zieht sie dem Leser, ebenso umstandslos wie humorvoll, erlebt sie es doch täglich, wie einen das Leben herausfordern kann. Mit diesem Buch gelingt Sue Hubbell nicht nur eine Beschreibung ihres Lebens, sondern auch ein liebevolles Portrait der kauzigen Ozarkers, die sie längst als eine der Ihren akzeptieren (was, wie überall auf der Welt, gar nicht so leicht ist), der überwältigenden Natur in den unterschiedlichen Jahreszeiten und der faszinierenden Tierwelt: ihren Kosmos, in dem sie einfach einen kleinen Platz für sich selbst gesucht und beneidenswerterweise auch gefunden hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auf eine Empfehlung hhin habe ich Sue Hubbells Buch "Ein Jahr in den Ozark Mountains" gelesen und bedaurenun, dass ich nicht früher das Vergnügen haben durfte.
Ich bin entzückt und verzaubert von diesem stillen Buch, das mich so tief in die Geheimnisse der Imkerei und das Leben mit und von der Natur eingeführt hat. Der Autorin gelingt es mit ihrem wunderbaren Humor die kleinen Dinge des Lebens herauszustellen. Für mich ist es einfach nur ein Buch, das glücklich macht.
Neben "Der tägliche Kojote" von Shreve Stockton gehört Sue Hubbells Buch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2009
'In der Stadt nennt man mich die Bienenfrau. Was könnte ich anderes sein', sagt Sue Hubbell in ihrem Buch Ein Jahr in den Ozark Mountains über sich. Ihre 300 Bienenstöcke stehen über die Hügel des südlichen Missouri verteilt. Sie lebt allein auf ihrer 36 Hektar großen Farm. Neben der Imkerei stellt uns die Autorin ihren Alltag vor, spricht über ihre Lebenserfahrung und beschreibt ihre Naturbeobachtungen. Ihr gelingen fesselnde Schilderungen der üppigen Tier- und Pflanzenwelt. Sie erzählt uns von Schwarzkehlnachtschwalben wie Kupferkopfschlangen, Opossum wie Rotluchs oder blühenden Tupelobäumen. Als gelernte Biologin kann sie mit Bestimmungsbüchern umgehen. Die exakten deutschen Bezeichnungen sind oft mit lateinischen Namen versehen. Ihr großes Wissen fesselt von der ersten Zeile an. Woran das liegt? An ihrer fragenden, sich vergewissernden Einstellung zur Natur und an ihrer Sprache. Sie ist präzise, souverän und humorvoll. Die Autorin sieht sich als Teil der Natur, nicht als Beherrscherin, und sucht den Ausgleich mit ihr. Das macht sie sympathisch.

Sue Hubbell verschweigt nicht ihre wirtschaftlichen Probleme als Berufsimkerin in Amerika. Sie weiß nicht, wie lange sie noch der südamerikanischen Konkurrenz auf dem Honigmarkt standhalten kann. Aber mit dem ihr eigenen Humor charakterisiert sie ihren Beruf als Imkerin und die Perspektiven: ' Es ist eine ungebärdige, aber harmlose Form der Landwirtschaft, und davon zu leben hat so einen verwegen-anarchischen Reiz, dass ich für jede andere Tätigkeit verloren bin, außer vielleicht für Banküberfälle.' Nein, das ist sie nicht, weiß der Leser, sie schreibt doch in Amerika erfolgreich Bücher. Erfolg ist auch dieser liebenswerten und sorgfältig gemachten deutschen Ausgabe zu wünschen.
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am 8. Mai 2013
Dieses Buch hat mich sehr begeistert. Sue Hubbell kann sich wunderbar ausdrücken, Bögen zwischen einzelnen Sachverhalten schließen und befriedigt meine ganz persönliche Freude an der Natur mit ihren Beobachtungen.

Anhand des Jahreslaufs ist das harte Leben einer Frau auf einer einsamen Bienenfarm in urwüchsiger und einsamer Natur beschrieben. Einleitend erzählt Sue Hubbell, wie es dazu kam, dass sie alleine auf dieser Farm lebt und dass ihr die Natur geholfen hat, mit dem großen Kummer dieses Alleinseins fertig zu werden. Es ist ein Buch einer starken Frau, die bereit ist, von der Natur zu lernen jenseits all der Wir-ziehen-auf's-Land-Romantik.
Die Kapitel bieten alles: mal nachdenkliches Hinterfragen von politischen Plänen, begeisterte oder urkomische Naturbeobachtung, Auseinandersetzung einer zarten Frau (kleiner als 1,60, Idealgewicht) mit defektem Pickup oder Kettensägen zwecks Holzgewinnung, poetische Schilderungen und lehrreiche Erkenntnisse.
Empfehlenswert für solche, die gerade etwas Mut brauchen, für Frauen, für Naturliebhaber.... für alle!
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