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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Yes Sir, hier kommt BIGHEAD!
Nachdem mich HAUS DER BÖSEN LUST von Edward Lee so beeindruckt und gefallen hatte, war klar, dass ich auch die kommenden Bücher, welche in Deutschland veröffentlicht werden, lesen will. Das nächste, was im Hause Festa nun auf dem Plan stand, war dieses hier: BIGHEAD. Alleine die Beschreibung als „most disturbing book“ hatte mich neugierig...
Veröffentlicht am 16. August 2012 von CrazyWriter

versus
22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fast Food
Ich finde, die Warnung des Verlags auf der Rückseite ist angemessen und wichtig.

Mich hat das Ganze dennoch überhaupt nicht tangiert, sondern komplett kalt gelassen. Von der ersten Seite an fühlte ich mich, als würde ich einem 13-Jährigen dabei zusehen, wie er auf den Bürgersteig kackt und dabei den Stinkefinger zeigt. Einfach nur...
Vor 23 Monaten von C. Bernhart veröffentlicht


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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Yes Sir, hier kommt BIGHEAD!, 16. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Nachdem mich HAUS DER BÖSEN LUST von Edward Lee so beeindruckt und gefallen hatte, war klar, dass ich auch die kommenden Bücher, welche in Deutschland veröffentlicht werden, lesen will. Das nächste, was im Hause Festa nun auf dem Plan stand, war dieses hier: BIGHEAD. Alleine die Beschreibung als „most disturbing book“ hatte mich neugierig gemacht und nun konnte ich endlich nach monatelanger Wartezeit auf die Veröffentlichung meine Neugierde stillen.

Was Edward Lee dem Leser hier bietet, ist ein unglaublich harter und brutaler Mix aus Horror, Psycho, Blut, Mord, Vergewaltigung, Kannibalismus, Psychoterror, Angst, Verachtung und sexueller Notgeilheit.
War HAUS DER BÖSEN LUST für mich schon ungewöhnlich brutal und überzeugte mich sprachlich und in seiner Deutlichkeit der Beschreibungen sehr, stellt BIGHEAD das Werk in punkto Brutalität und Härte tatsächlich in den Schatten.

Ich liebe knallharte Psychothriller/Horror und dieses Buch hat mich an den Rand meiner Belastbarkeit und Vorstellungskraft getrieben. Kenne ich nun wahrlich viele Foltermethoden und dank diversen Autoren wie Laymon, Smith und Co. auch schon eine Menge verschiedenster heftigster Sexualpraktiken, zeigte mir Lee hier Szenarien auf, die mich kopfschüttelnd und – festhalten jetzt – lachend in meinem Leserausch rückließen. Hier zeigt sich hervorragend, wovor der Verlag ausdrücklich mit „überzogenen Darstellungen sexueller Gewalt“ warnt. Seine Beschreibungen dessen, was LIEBE MACHEN genannt wird, ist so heftig und überdeutlich, dass man es wahrlich abkönnen muss, um es lesen zu wollen. Wenn man es aber kann, so wie ich, dann macht es teilweise solchen Spaß, dass ich wirklich lachen mussten dabei.
Natürlich kommt auch die Brutalität beim Sex nicht zu kurz und so bietet BIGHEAD auch Szenen aus dem Hardcorebereich, wo selbst ich schlucken musste. Aber hey, nichts anderes habe ich von diesem MOST DISTURBING BOOK erwartet, denn ganz ehrlich: Wäre es nicht genauso, wie BIGEHAD ist, hätte dieses Buch diesen Titel nicht verdient. So aber, hat es ihn mehr verdient, als irgendein anderes Werk.

Wer HAUS DER BÖSEN LUST kennt, dem wird auffallen, dass Edward Lee scheinbar ein Fan von besonderen Leitmotiven ist. So haben seine Protagonisten in BIGEHAD auch wieder einiges schlafend im Traum zu verkraften und auch die katholische Kirche und die Religion bekommen wieder einiges an Fett weg, zumal ein Priester eine der Hauptrollen spielt. Diese Leitmotive gefallen mir sehr, ich mag es, wenn Autoren diese einbauen und in mehr als nur einem Roman auftauchen lassen.

Kommen wir noch kurz zur Sprache des Romans, denn diese ist sehr unterschiedlich, je nachdem, wessen Part wir gerade lesen:
Der Schreibstil ist klasse und gut lesbar, spannend und aufregend, klar und deutlich. Sind wir mit BIGEAD unterwegs, ändert sich das Ganze etwas und dessen Zurückgebliebenheit zeigt sich auch im sprachlichen Stil des Autors. Die Sprache wird sehr umgangsprachig, platt und stumpf. Damit hatte ich anfänglich Probleme, einen Lesefluss zu bekommen, nach und nach wurde es besser. Es passt absolut zum Buch und zur Thematik, daher ist dies kein negativer Kritikpunkt, allerdings tat ich mich damit bis zum Ende hin schwer.

Zum Schluss muss ich noch etwas zum Ende es Buches sagen, ohne zu spoilern: Das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Was immer Edward Lee sich dabei gedacht hat, aber für mich was der Schluss zu abstrakt und durch die vielen, vielen sexuellen Handlungen und Tötungsakte wirkte die gesamte Story auch überladen, sodass ich leider einen Punkt abziehen musste in der Gesamtbewertung. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, denn nachdem ich das Buch zuklappte, welches ich binnen eines Tages verschlang, war ich im wahren Sinne K.O., denn ich hatte wahrhaftig vieles an Horror- und Psychokram miterlebt.

Ein knallharter, schonungslos brutaler und irrer Leckerbissen für alle Hardcoreleser, ein Must-read eines Autors, dessen weitere Werke ich nur so entgegengiere.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Zenit aller Backwood-Geschichten, 6. Oktober 2013
Edward Lee ist ein kranker Mensch, das muss man einfach mal so sagen. Er schreibt durchtriebene, sexuell anzügliche, brutale, verschrobene, gewaltverherrlichende Geschichten. Und ist damit sehr, sehr erfolgreich,
Dank dem wunderbaren Festa-Verlag jetzt auch in Deutschland, denn 2012 sind 4 Titel von ihm erschienen, 2013 folgten 2 weitere, und 2014 soll es wieder so einiges geben. Der Mann hat in Amerika Kultstatus, wird als King of Extreme Horror titulliert. Und ich als Horrorfan habe da natürlich erstmal zugegriffen, um mir das Werk des angeblichen Großmeisters mal genauer anzusehen.
Was zuerst auffällt ist die Sprache des Buches. Denn viele Passagen (etwa ein drittel des Romans) sind au der Perspektive Bigheads geschrieben. Und diese Sprache ist einfach abstoßend. Sie ist grammatikalisch ein Graus, sie ist voller Fäkalbegriffe und sehr schwer lesbar, zumindest zu Beginn. Doch mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür, was Lee hier will und man lässt sich darauf ein - sollte man zumindest, denn ansonsten kann man das Buch gleich gegen die Wand schmeißen. Denn auch die beiden anderen Hinterwädler, die fröhlich mordernd ihre Kreise ziehen, haben einen eigenen Erzählstil für sich gepachtet, und der ist recht ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm wie der der Bighead-Stücke.
Die Story um das mutierte Monster ist sehr simpel. Es gibt in der Story aber trotzdem tiefgründige Charaktere, so zum Beispiel der dauerverärgerte Pfarrer, der eine Schwäche für Alkohol hat und nur an Sex denkt. Grade in den Szenen mit ihm merkt man, das Lee ein richtig guter Schriftsteller ist, nur halt nicht immer.
In Bighead setzt er größtenteils auf Schockmomente. Und auch diese Kunst beherrscht EL, was er da an Gedärmen, Vergewaltigungen, Zerstückelungen, abartigen Morden und bestialischen Schlachtfesten abliefert, geht auf keine Kuhhaut.
Doch alles ist im Rahmen des Erträglichen, mit einem guten Magen und Erfahrung als Horrorleser hält man das schon aus. Nur in einer Szene geht Lee zu weit, nämlich in der, in der er den Missbrauch eines alkoholkranken Vaters an seinen beiden Kindern schildert, als sei es ein freudiger Luststreifen. So etwas muss nicht sein!
Ansonsten ist grade das Ende das I-Tüpfelchen auf der Geschichte, so was geiles sieht man selten, hier beweist EL nochmal so richtig Mut!
Generell ist das Buch ein Beweis dafür, dass es immer wieder Leute gibt, die mit Spaß an der Sache alle Grenzen überschreiten. Und Lee geht weiter, als sich je jemand gewagt hat, er hintergeht den guten Geschmack nicht nur, er sticht ihn kaltblütig ab und pflanzt seinen Samen in ihn, damit aus dem Toten eine neue Gestalt erstehen kann, die mit kräftigen Zügen hinten den Horizont des machbaren Maßes an Brutalität schwimmt und ... genug des Sinnbildes.

Fazit:

Toll, der Zenit aller Backwood-Stories, ein Buch, das man sich trauen muss, aber man wird dafür belohnt!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bighead ist das Böse in Reinkultur !!!, 8. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Zur Story: "Bighead" ist anders als die anderen, war er schon immer und wird es auch immer bleiben. Nicht nur optisch - mit einem viel zu großen Kopf, zwei unterschiedlich großen Augen und einer Größe von weit mehr als zwei Metern, gleicht er eher einem Monster als einem "jungen" Mann - sondern auch aufgrund seines geringen IQ‘s und seiner daraus resultierenden Sprache. Als Bighead’s Grandpap das Zeitliche segnet, macht er sich auf den Weg hinaus aus dem Wald, hinein in die große ihm völlig unbekannte Welt. Wird ihm dort das von seinem Grandpap erlernte nützen, das Vergewaltigen von "Puppen", das Essen ihrer Eingeweide und das Aufknacken der Köpfe, um an das warme Gehirn zu kommen? Wie gesagt, Bighead ist anders und er wird seinen Weg gehen - nur wird dieser Weg blutig sein.

"Wer „Bighead" lesen möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, worauf er sich einlässt. Der Hinweis des Verlages auf der Rückseite des Covers steht nicht ohne Grund dort, und wer sich dann im Nachhinein beschwert, es sei zu brutal und blutig gewesen – der hat etwas nicht verstanden."

Bei Bighead beschleicht einen das Gefühl, Edward Lee ließe einen über Jahrzehnte aufgestauten Frust und Zorn gegen alles und jeden mit einem Schub heraus und klatscht ihm diesen - in einer förmlich neu für ihn erfundenen Fäkalsprache - wie einen großen Haufen warmes, noch frisch dampfendes Erbrochenes vor die Füße. Unvorstellbare Gewalt bestimmt von Anfang an das Geschehen, und der Ekelfaktor erreicht eine noch nie in Papierform dagewesene Form, sprengt wie eine Bombe alles vorher da gewesene.

Angefangen über brutalsten Mord, grausamste und abartigste Vergewaltigung, perverseste Sexsucht, Kannibalismus in seiner schlimmsten Form, bis hin zur Blasphemie, bei der wohl selbst sämtliche Priester lang im Kirchenschiff hinschlagen würden - vorausgesetzt sie würden Bighead lesen. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und zu den abstoßenden Bildern, die sich in schneller Folge geradezu die Klinke in die Hand geben, bekommt man zusätzlich das Gefühl, die Körperflüssigkeiten und Exkremente - die einem wie mit dem Mopp um die Ohren geschlagen werden - regelrecht riechen zu können, so intensiv ist das Empfinden bei diesem Roman.

Lee hat für seine Figuren eine eigene Welt im Staat Kentucky und Virginia geschaffen, in der es keine Regeln und Gesetze gibt und wenn doch – wen interessieren sie! Die Geschichte ist in mehrere Erzählstränge mit diversen Figuren aufgegliedert, bei der jeder seinen eigenen - so sieht es zumindest am Anfang aus - Schwerpunkt hat. Natürlich führt Lee sie im Laufe der Geschichte zusammen und alles läuft auf ein "lustiges" Treffen im beschaulichen Nuntville hinaus.

Wer aber nun nach alle dem wenigstens auf ein paar normale Charaktere hofft, dem kann auch hier vorzeitig die Hoffnung genommen werden, denn jedem von ihnen kann man mindestens eine von den oben genannten Abscheulichkeiten anheften. Ein paar sind einfach nur gestört, andere wiederum sind so krank, dass man sie eigentlich gleich an Ort und Stelle erschießen müsste. Das Schlimme wiederum ist, man mag sie irgendwie – egal wie krank oder verbrecherisch sie sich verhalten. Was sehr positiv ankommt, ist der ortsansässige Südstaatenslang (dem Appalachian) - den er den einheimischen Figuren angeheftet hat - der neben Bigheads eigens zurückgebliebener Sprache nun einmal in die Region gehört. Nach ein paar Seiten hat man sich an die Sprache gewöhnt und es geht einem dann schnell und einfach von der Hand.

Edward Lee lässt - so merkwürdig das auch an dieser Stelle, bei diesem Roman klingen mag - sein Können aufblitzen. In vielen Passagen wird deutlich, dass er ein richtig guter Autor ist, von dem ich unglaublich gern mal einen "herkömmlichen" Thriller, mit ein Stück weit mehr Tiefgang lesen würde.

Mein Fazit: "Lee bricht alle jemals von Menschhand aufgestellten Regeln und tritt sie mit Füßen. Den Begriff Ethik und Rücksicht sucht man in diesem Roman vergeblich, und es war wohl auch kaum Lee’s Absicht, diese hier finden zu lassen. Er will von der ersten Seite an mit aller ihm von "Gott" gegebenen Härte provozieren, und das gelingt ihm auch über die gesamte Buchlänge hinweg. Wenn es die Hölle auf Erden wirklich gibt, dann ist sie genau dort – in der Region rund um Virgina und Mister Edward Lee ist Mephisto himself. An alle Fans dieses Genres, Bighead ist an Abartigkeit unübertroffen, nun liegt es an euch..."
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie krass war das denn?, 24. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Der neue Roman von Edward Lee handelt von einem deformierten Jungen/Mann mit überdimensional großem Schädel, rasiermesserscharfen Zähnen und einem weniger scharfem Verstand. Er beschließt eines Tages, in die "Welt da draußen" zu gehen, um zu suchen, was seine innere Eingebung ihn finden lassen will. So metzelt er sich fröhlich durch die Wälder Virginias und gibt sich ganz seiner Leidenschaft für frisches Hirn hin. Was immer ihm vor die Futterluke kommt, wird vergewaltigt und verputzt.

Zeitgleich gibt es die beiden jungen Frauen Charity und Jerrica. Charity, die im ständigen K(r)ampf mit ihrer Frigidität steht, möchte ihre Tante besuchen. Jerrica, das genaue Gegenteil von Charity, ist eine drogensüchtige Nymphomanin. Sie bildet mit Charity eine Fahrgemeinschaft, um über deren Heimatgegend eine Zeitungsserie zu verfassen.

Dann haben wir da noch Balls und Dicky, zwei Alkohol schmuggelnde Hinterwäldler, die es Bighead gleich tun. Auch sie morden, vergewaltigen und foltern. Im Gegensatz zu Bighead, der es nicht besser weiss, betrachten die beiden das Ganze als Freizeitgestaltung. Dabei ist Balls die treibende Kraft, der, quasi immergeil, den geplagten Dicky von einem Horrorszenario zum nächsten mitschleppt.

Zu guter letzt ist da noch Pater Alexander, der in dieselbe Gegend abberufen wurde, um eine alte Abtei zu restaurieren.
Hier gibt es auch gleich meinen ersten Pluspunkt. Pater Alexander ist ein fluchender, prügelnder, rauchender und saufender Rüpel mit wunderbar abgefahrenen Halluzinationen. Einfach nur herrlich!

Auf der Rückseite des Buches steht:

Der Verlag warnt ausdrücklich: Edward Lee ist der führende Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.

Ich gebe zu, nach "Haus der bösen Lust" habe ich darüber erst mal breit gegrinst.
Das Grinsen verging mir bereits beim ersten Satz.
Heiliger Bimbam, "Bighead" ist mit Abstand das krankeste, krasseste, ekelerregendste, widerwärtigste und blutigste Buch, das ich je gelesen habe. Klingt negativ?
Aber wirklich nicht! Wenn ich das sage, ist es etwas Gutes, denn ich steh drauf - ich würde es am liebsten gleich noch einmal lesen.
Der Roman ist rasant, direkt und an jeder Stelle unterhaltsam. Lee bietet seinen Lesern hier absolut alles, was in einem anständigen Horrorschocker stecken muss. Ich habe wirklich schon viel gelesen und glaubte bis jetzt, alle guten Schockerszenen schon irgendwo gelesen zu haben. Edward Lee hat mir gezeigt, dass ich anscheinend bisher nur Blümchenhorror gelesen habe. Da gab es Szenen, bei denen ich fast mein Mittagessen wieder weggebracht hätte. Respekt, Edward Lee! Das schafft sonst höchstens noch Bryan Smith. Ich bin wirklich beeindruckt.
Manche Dinge waren so absurd und abgefahren, dass ich sogar lachen musste. Viele finden das vielleicht nicht witzig. Ich schon.

Einige andere Leser lobten den typischen Slang, den Lee für seine Hinterwäldler gerne verwendet. Ich muss zugeben, dass das mein absolut einziger (und kleiner) Kritikpunkt ist. Es ist meisterhaft geschrieben, keine Frage, und man gewöhnt sich auch sehr schnell an den Slang. Dennoch hat es mich ein bisschen genervt, weil der Slang nicht nur in der wörtlichen Rede, sondern auch in beschreibenden Textstellen verwendet wurde, wenn es um Bighead, Balls und Dicky und andere Hinterwäldlern ging. Witzig hingegen waren wiederum die absichtlich falsch geschriebenen Worte, die herrlich die natürliche Doofheit der Jungs rüberbrachte.

Anderer Meinung mit einigen Rezensenten bin ich ebenfalls in Bezug auf das Ende der Story. Ich weiss nicht, wie man daran bemängeln kann, dass es an den Haaren herbei gezogen sei.
Wenn man realistische Stories lesen will, sollte man sich wohl besser keine Horrorstories kaufen. Ich frage mich manchmal wirklich, ob den Leuten klar ist, dass in fiktiven Geschichten unter Umständen völlig unrealistische Dinge geschehen könnten. Leute, was habt Ihr denn erwartet?
Das Ende hat mir tatsächlich supergut gefallen. Ich fand es abgefahren und absolut passend. Ein kleines bisschen hatte ich sogar damit gerechnet. Für mich war es bestens gelöst.

Fazit:
"Bighead" hat mich komplett vom Platz gefegt. Ich war nach dem Lesen total erschöpft, angenehm geschockt und glücklich. Dieses Buch hat jedes bisher gelesene Gore-Spekatakel blass aussehen lassen. Ich bin gespannt, ob das noch getoppt werden kann. Klare Kaufempfehlung für Gleichgesinnte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leckerbissen der etwas anderen Art, 3. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Nach dem Tod seines Großvaters macht sich Bighead auf den Weg. Nicht nur der Hunger drängt ihn dazu, sein abgeschiedenes Zuhause zu verlassen. Etwas in seinem Innern will in die "Welt-da-draußen", von der er bisher nur von seinem Großvater gehört hat und hinterlässt dabei eine Spur des Grauens...

Wie bereits in "Haus der bösen Lust" warnt der Verlag auch hier ausdrücklich vor überzogenen Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer "Haus der bösen Lust" gelesen hat und der Meinung ist, es könnte nicht noch härter und blutiger werden, wird in "Bighead" eines Besseren belehrt. Denn "Bighead" ist an Brutalität und Härte kaum zu übertreffen. Selbst hartgesottene Leser dürften hier an den Rand ihrer Belastbarkeit geraten.

In "Bighead" werden parallel mehrere Geschichten erzählt, die nacheinander zueinander finden. Da wäre in erster Linie Bigheads Perspektive, gefolgt von den Alkoholschmugglern Dicky und Balls, die selbst einiges auf dem Kerbholz haben. Hinzu kommen Jerrica und Charity, deren Tante ein Gästehaus betreibt. Dort treffen sie einen ungewöhnlichen Priester, der eine geschlossene Abtei wiedereröffnen soll.

Edward Lee schreibt auf einer Ebene ziemlich "normal", um dann von verstörend und provozierend zu ekelhaft und pervers zu wechseln. Tja, und dann, wenn man glaubt, der Autor hätte schon die ganze Palette bedient, kommt man nicht umhin zu schmunzeln, weil es durchaus auch was zu lachen gibt. Sein Stil ist sehr klar und direkt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er seine Charaktere agieren lässt. Er zeigt die Menschen und deren Handlungen so, wie sie sind; menschlich, aber auch erschreckend brutal oder gar pervers und abartig. Dabei wirkt er nicht belehrend, sondern überlässt dem Leser selbst die Entscheidung, was er von der betreffenden Person halten soll. Dabei passt er sich auch sprachlich an die jeweilige Szene/Person an. Die Sprache variiert je nach Situation zwischen umgangssprachlich zu zurückgeblieben und stumpf bis hin zu gotteslästernd. Auch wenn dabei das Gefühl aufkommt, dass der Lesefluss ins Stocken gerät, so passt die Sprache perfekt zum Buch und ihrer Thematik.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fast Food, 6. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Ich finde, die Warnung des Verlags auf der Rückseite ist angemessen und wichtig.

Mich hat das Ganze dennoch überhaupt nicht tangiert, sondern komplett kalt gelassen. Von der ersten Seite an fühlte ich mich, als würde ich einem 13-Jährigen dabei zusehen, wie er auf den Bürgersteig kackt und dabei den Stinkefinger zeigt. Einfach nur lächerlich.

Von wirklichem Horror erwarte ich einfach mehr Tiefgang, mehr Stimmung, vor allem mehr Mut, etwas Avantgarde. Es reicht aber, wenn man das Buch überfliegt, es gibt keine Seite, die es lohnt, sich in sie zu vertiefen, etwas nachzuspüren etc.

Auch nach dem Ende bleibt kein Nährwert zurück. Bei mir jedenfalls.

Ich stelle mir vor, daß eine Klasse von 13-Jährigen die Schulaufgabe erhält, sich möglichst viel grausames Zeug auszudenken, mal ganz ohne Hemmungen Dinge zu phantasieren und aufzuschreiben, die sie sich sonst nicht trauen. Dabei käme wohl mehr wirklich schockierendes Zeugs bei raus als bei diesem durchkalkulierten Machwerk.

Mich hat das Buch an diese "Frauenromane" mit den fürchterlichen Umschlägen erinnert, in denen die Frauen Charity, Jerrica oder Beverly heißen und sich ausschließlich mit ihren erotischen Phantasien um den Highlander beschäftigen.

Bighead ist dasselbe Muster, dieselbe Struktur, der gleiche "Kitsch", dieses stockbiedere "Erwartungen und niedere Instinkte" bedienen.

Man kann das Buch bestimmt auch mit sehr viel Spaß an der Übertreibung lesen und sich dabei kringeln vor Lachen. Das ist für mich die einzige Art, es zu lesen, die ich nachvollziehen kann. Dazu hat's bei mir nicht ganz gereicht.

Für mich bleibt das am nachhaltigsten schockierende Buch immer noch "American Psycho".
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1.0 von 5 Sternen Schockierender Schrott ohne Niveau mit dünner Story, 23. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gleich mal vorweg: Ich bin durchaus ein Fan von härterem Horror und auch nicht zimperlich wenn es um blutige Szenen geht.

Ich habe mir die Leseprobe von Bighead heruntergeladen weil ich in einem Forum auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde. Schon nach den ersten Seiten war ich geschockt und angewidert. Allerdings ist man nach der Leseprobe weit genug in der Story drin sodass man wissen möchte was weiter passiert.

Also dachte ich mir ich investiere die 4,99 und lade mir das gesamte eBook runter. Was soll ich sagen? Hätte ich mir besser beim Italiener ums Eck das Mittagsmenü geholt. Wäre besser angelegt gewesen.

Bighead ist letztendlich nur eine Ansammlung der immer wieder gleichen perversen Phantasien des Autors um die er zwanghaft eine Story geschrieben hat. Das ganze Buch hindurch wird vergewaltigt und verstümmelt. Erst ist man geschockt und abgestoßen, irgendwann wird es einfach nur noch langweilig. Der Autor wiederholt sich immer wieder.

Es wird wirklich zwanghaft permanent Sex und Gewalt eingebaut. Wo er keine Vergewaltigungen oder Verstümmelungen mehr unterbringen konnte träumen die Hauptfiguren halt einfach davon oder stellen es sich irgendwie vor. Auch vor anatomisch unmöglichen Szenarien und missbrauch von Minderjährigen oder Inzest macht er nicht halt.

Die Story ist wirklich dünn und am Ende kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln.

ACHTUNG SPOILER!!!

Letztendlich geht es um das Monster Bighead, einem im "Unterwald" von einem durch Inzest verkrüppelten Mann aufgezogenen, potthässlichen und entstellten Hühnen der letztendlich als halber Alien enttarnt wird. Dort tut er Zeit seines Lebens nichts anderes als zu Morden und zu vergewaltigen. Bis der Liebe Ziehpapa (der ihm begebracht hat Pussys zu vergewaltigen und Gehirne zu futtern) verstirbt. Dann macht er sich auf in "Die echte Welt" und wird von einer misteriösen Stimme geleitet. Auf seinem Weg ermordet und vergewaltigt er alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist.

Dann gibt es da noch die gute Charity die mit 8 Jahren ins Waisenhaus kam und die nicht versteht warum alle Männer immer abhaun sobald sie mit ihnen intim wird. Sie kehrt zurück zu ihrer Tante Annie bei der sie bis zum 8. Lebensjahr gelebt hat. Tante Annie wohnt im Nirgendwo (wo auch Bighead rumstreift).

Auch auf dem Weg ins Norgendwo ist Jerrica die für eine große Zeitung arbeitet und die neben ihrer Kokainsucht auch noch sexsüchtig ist.

Dann ist da noch Pater Alexander, ein Priester der in jungen Jahren im Krieg gemeuchelt hat und fleißig mit Prostituierten zu Gange war. Nebenbei raucht er Kette, trinkt und flucht was das Zeug hält.

Alle finden sich in Tante Annies Gästehaus wieder. Natürlich gibts in der Umgebung auch finstere Gestalten deren Job es ist schwarzgebrannten Schnaps zu transportieren und die scheinbar jeden Tag irgend jemanden ermorden, vergewaltigen, foltern und verstümmeln. Dabei wird weder vor 14-jährigen Mädchen noch vor fetten Frauen halt gemacht und der Lümmel überall reingesteckt wo er Platz findet. Auch vor künstlichen Darmausgängen alter Frauen oder selbst geschnitzen Löchern wird nicht halt gemacht. Einen ganz besonderen Hang haben die beiden zu diversen Ausscheidungen die sie ihre armen Opfer auch immer wieder vertilgen lassen. Erwischt werden die 2 natürlich nie, fällt auch niemanden auf dass da permanent Leute verschwinden und auch die jedes Mal einfach liegen gelassenen Leichen machen niemanden stutzig.

Man müht sich ewig mit der Sexsucht von Jerrica ab nur um dann zu erleben wie sie beiläufig abgemurkst wird. Am Ende tauchen noch Dämonen, Geister, ja der Teufel persönlich auf und auch vor Aliens wird nicht halt gemacht.

Wenigsten erfahren wir warum die arme Charity kein Glück bei Männern hat. Sie hat nämlich (ohne dass ihr oder einem Arzt das jemals aufgefallen wäre) ein riesiges Geschlechtsteil in das nur der 35cm-Prügel von Bighead reinpasst, der nebenbei auch noch ihr Zwillingsbruder ist und von dem sie am Schluss (als einzige Überlebende übrigens) schwanger ist.

Recht witzig fand ich den immer wieder in den Träumen und Visionen des Paters auftauchenden Jesus der raucht, flucht und coole Shirts trägt.

SPOILER ENDE!!!

Also Leute, spart es euch, der Roman ist echt Schrott.

Lest euch die Leseprobe durch und entscheidet dann. Besser wirds nicht mehr und auch auf eine tiefsinnige Story wartet man vergebens.

Für mich war es jedenfalls das erste und auch letzte Buch von Edward Lee. Ich krieche reumütig zurück zu Ketchum. Wers ein bisserl heftiger mag aber nicht gänzlich auf Niveau verzichten möchte dem lege ich "Beutezeit" ans Herz. Da kommt ihr auf eure Kosten ohne total zu verblöden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schräg, obszön, irre -- einfach KRANK-- aber klasse!, 13. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Also dieses Buch ist mal nichts für prüde Vorstadt-Mamis oder Jugendliche, die ihren Wortschatz erweitern wollen :-)
Bereits im ersten Kapitel überschlägt sich die Fäkal-Sprache, nichts für schwache Nerven, Spannung wird extrem geboten, immer wenn man denkt es geht nicht mehr, kommts noch dicker ;-)
Ein geniales Buch, empfohlen für Horror-Freaks und all denjenigen, die ihren öden Spießer-Leben mal entweichen wollen und in eine (absolut KRANKE!) Fantasiewelt eintauchen wollen, in der ALLES möglich ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr brutal, 29. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Bitte Kotztüten bereit halten. Gut, dass noch mals eine Warnung hinten auf dem Buch steht. Härter Stoff. So habe ich mir das nicht vorgestellt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht uninteressant, 15. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn das Buch nicht stellenweise sehr grausam und blutig gewesen wäre hätte es mir sehr gut gefallen. Für jemand der auf brutalen Sex steht ist das Buch zu empfehlen.
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Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller
Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller von Edward Lee (Broschiert - 15. August 2012)
EUR 13,95
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