Kundenrezensionen


37 Rezensionen
5 Sterne:
 (13)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (5)
1 Sterne:
 (6)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIN FAST PERFEKTER EDWARD LEE
Jep, dieses Lee-Buch ist anders und enspricht nicht dem Lee-Standard, aber es ist sehr spannend und bindet den Leser mit Fantasie und Vorfreude auf das Finale.

GAST in Tennessee ist eine Reise wert und sehr zu empfehlen, wenn man den "...bösesten Mann, der je gelebt hat", seine Frau, Mrs. Butler, das letzte Zimmer im Flur im OG und das Bad kennenlernen...
Vor 23 Monaten von Rollerbslein veröffentlicht

versus
31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ermüdend und langweilig
Nachdem ich bisher nur auf wahre Begeisterungsstürme traf, als "Haus der bösen Lust" endlich erschien, konnte ich natürlich nicht anders, als mir diesen vielversprechenden Horrorschmöker gleich zu bestellen.
Der Roman beginnt auch recht angenehm mit einer Rückblende ins 19. Jahrhundert, die mich über die Hintergründe der Story...
Veröffentlicht am 12. August 2012 von Horror and more


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ermüdend und langweilig, 12. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Nachdem ich bisher nur auf wahre Begeisterungsstürme traf, als "Haus der bösen Lust" endlich erschien, konnte ich natürlich nicht anders, als mir diesen vielversprechenden Horrorschmöker gleich zu bestellen.
Der Roman beginnt auch recht angenehm mit einer Rückblende ins 19. Jahrhundert, die mich über die Hintergründe der Story aufklärte.
Wieder zurück in der Gegenwart, lerne ich Justin Collier kennen, Autor von Büchern über Biere und ehemaliger Moderator einer entsprechenden Sendung.
Zunächst liest sich alles noch recht vielversprechend.
Leider ging es aber nicht weiter in diese Richtung. Die Handlung wechselte von nun an ständig vom 19. Jahrhundert zum Hier und Jetzt, was auf Dauer sehr anstrengend war. Auf den wahren Horror, den das Cover mit der blutüberströmten Frau verspricht, habe ich bis zum Ende vergeblich gewartet. Der einzige Horror, den die Protagonisten empfinden, besteht offensichtlich darin, sich permanent gegen ihre Notgeilheit wehren zu wollen. Behauptungen, Lee würde alles sehr treffend, knallhart und auf den Punkt formulieren, kann ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen. Mir kam es so vor, als wurde ständig um den heissen Brei herumgeredet. Immer, wenn man dachte: JETZT kommt was ganz Sensationelles, wurde man wieder bloss mit flachem Drumherumgeschreibe abgespeist. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Szene zwischen Justin und Dominique.

ACHTUNG, SPOILER!

Unser Protagonist will sich seiner Angebeteten nähern. Diese verweigert sich ihm jedoch, weil sie ihm erst etwas ganz Furchtbares über sich erzählen muss. Nach ewig langer Diskussion rückt sie endlich mit der Sprache raus. Ich, als Leserin, bin also schon mit ins Sofa gekrallten Fingern total gespannt, welches schreckliche Geheimnis sie umgeben möge. Ist sie eine Mörderin? Ist sie ein Transvestit? Hat sie einen Menschen gefressen? Was, zum Geier, kann so schlimm sein?
Tja, die Gute hat mal einen Geist gesehen....Huuuhuuuu! Wie außerordentlich schrecklich und gruselig!
Ich erschlaffte augenblicklich gähnend und habe mir ernsthaft überlegt, ob ich FESTA diese Buchbesprechung wirklich antun möchte.

SPOILER ENDE

Das war nur mal ein Beispiel von Vielen. In dieser Art gestaltet sich der ganze Roman. Über das Ende schweige ich am besten ganz. Die für mich als erwartungsvollen Leser wichtigen Dinge geschehen nur spärlich, während völlig uninteressantes Gelaber komplett im Mittelpunt steht.
Nach einer mir endlos erscheinenden Lesezeit bin ich nun eine Expertin der Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts, kann wahrscheinlich mit verbundenen Augen Bier brauen und habe auf Kirche und Religion nun noch weniger Bock als zuvor.
Allerdings muss ich Edward Lee zugute halten, dass das oben genannte Wissen sehr gut recherchiert war.
Ach ja...Sex gab es natürlich auch reichlich. Zumindest das wurde geliefert.

Fazit:

Gott sei Dank bin ich endlich durch! Es war leider weder spannend, noch gruselig, noch actionreich. Ich war selten so genervt. Wer wissen will, wie man Bier braut, Eisenbahnschienen verlegt und Scheren schmiedet, hat mit diesem Roman eine sinnvolle Anschaffung getätigt.

(Die Originalrezension befindet sich auf meinem Blog)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIN FAST PERFEKTER EDWARD LEE, 12. Dezember 2012
Von 
Rollerbslein (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Jep, dieses Lee-Buch ist anders und enspricht nicht dem Lee-Standard, aber es ist sehr spannend und bindet den Leser mit Fantasie und Vorfreude auf das Finale.

GAST in Tennessee ist eine Reise wert und sehr zu empfehlen, wenn man den "...bösesten Mann, der je gelebt hat", seine Frau, Mrs. Butler, das letzte Zimmer im Flur im OG und das Bad kennenlernen will. Da muss ich doch glatt mal google`n wo man dieses nette Hotel buchen kann.

Es ist eines der seltenen Leebücher, das für jeden Leser geeignet ist und erlaubt Bewertungen von 1-5 Sterne. Also ran und kaufen oder runterladen als kindlebook für nebenbei!

Nettes Ende, aber BIGHEAD ist besser!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sex, Horror und die richtige Portion Gänsehaut, 19. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Ihr kennt bestimmt folgendes Szenario: Ein Buch (beliebig abzuändern auf Film, CD, etc.) erscheint endlich, nachdem Ihr Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre darauf gewartet habt! Ihr freut Euch natürlich wie verrückt, aber dann gibt's die ersten Bewertungen und die sind leider eher mittelmäßig. Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit diesem "Problem" umzugehen. Entweder Ihr kümmert Euch nicht um andere Meinungen und lest einfach drauf los oder aber Ihr zögert den Lesebeginn etwas raus, weil Ihr Euch ein klein bisschen betrogen fühlt. Um ganz ehrlich zu sein, gehöre ich zu der zweiten Gruppe. Natürlich wirken Bücher auf jeden anderes, aber dennoch dämpft es die Lesefreude etwas, wenn die Kritiken nicht so bombastisch ausfallen wie man sich dies erwartet hatte.

So habe ich nun etwas zugewartet, bis ich mich (natürlich mit gemischten Gefühlen) auf meinen allerersten Edward Lee gestürzt hab. Ich war auf das Schlimmste gefasst und hab mich auf elendslange, langweilige Ausführungen eingestellt, aber bekommen hab ich etwas, mit dem ich so gar nicht gerechnet habe - vielleicht mag das für Euch maßlos übertrieben und extra dramatisch klingen, aber das ist nun mal mein Zugang, und ja, mir ist klar, dass sich dies ein ganz kleines bisschen wahnsinnig anhören muss, aber was soll ich sagen, ich hab nie behauptet, dass ich diesbezüglich "normal" bin (sonst würde ich wohl auch nicht solche Geschichten lesen ...).

Kurzum: Ich hatte eine Meinung von diesem Roman im Kopf, musste mir im Nachhinein jedoch eingestehen, dass ich vollkommen falsch damit lag - mehr dazu könnt Ihr in der nachfolgenden Rezension lesen.

Die Suche nach einem wahrlich außergewöhnlichen Bier führt Justin Collier nach Tennessee in den Ort "Gast". Am Ziel angekommen, checkt Collier in einer netten, kleinen Pension ein und merkt promt, dass er ungeheuer scharf ist. Nicht nur die 60-jährige Pensionseigentümerin hat es ihm angetan, auch deren Tochter Lottie wirkt eine ungeheure Anziehungskraft auf ihn aus. Doch nicht nur die Damen in der Pension erwecken Colliers Libido zu neuem Leben, auch die anderen Frauen in Gast würde er am liebsten auf der Stelle vernaschen. Als er jedoch im Zuge seines Aufenthaltes in Gast mehr über die Geschichte des kleinen Ortes erfährt, wird ihm bewusst, dass das entflammen seiner Lust keineswegs natürliche Ursachen hat, denn Gast ist ein ganz besonderes Städtchen, dessen blutige und perverse Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht.

Neben der Story rund um Collier (die in der Gegenwart spielt) gibt es eine zweite Zeitebene, zu der Lee immer wieder wechselt. Genauer gesagt geht es um die Zeit vor und während des Sezessionskrieges (= Amerikanischer Bürgerkrieg, 1861 bis 1865). Diese beiden Zeitebenen haben mich nicht gestört, ganz im Gegenteil - ich fand die Zeitsprünge durchaus interessant und spannend zu lesen, vor allem weil die Geschehnisse von damals ja der Grund dafür sind, warum Gast heute der Ort ist, der er nun mal ist.

Als ich damals die ersten Rezensionen und Meinungen zum Roman gelesen habe, hatte ich folgendes Bild im Kopf: Sex, viel Sex und wenn es ausnahmsweise gerade mal keinen Sex gibt, wird Bier gebraut (was natürlich auch in allen Einzelheiten beschrieben wird). Gut, wie Ihr wisst, hab ich nichts gegen Passagen mit viel Fleischeslust, ABER da ich mich relativ schnell langweile, hätte es dennoch passieren können (was heißt, es hätte passieren können - es wäre definitiv so gewesen ...), dass ich mich spätestens nach 100 Seiten so dermaßen gelangweilt hätte, dass der Roman mich nicht befriedigt hätte (dieses Wortspiel musste jetzt einfach sein). Und jetzt stellt Euch mal vor, wie schnell mich Ausführungen über den Bierbrauvorgang genervt hätten ... nicht auszudenken. Glücklicherweise sind meine Befürchtungen nicht eingetroffen. Es gab natürlich viel Sex und es wurde auch das eine oder andere Wort über Bier gewechselt, aber nichts davon war zu extrem oder wurde zu sehr breitgetreten.

Ich hab zwar bis zu diesem Roman noch nichts von Lee gelesen, jedoch ist der Gute bekannt dafür, dass er sich kein Blatt vor den Mund nimmt und gerne mal die eine oder andere Gewaltszene sehr detailliert beschreibt. Nun, auch im vorliegenden Roman schmeißt er dem Leser ein paar richtig harte Brocken hin. Verglichen mit anderen Romanen gab es in der Geschichte zwar relativ wenige Gewaltszenen, die, die es jedoch gab, hatten es absolut in sich.

Nun, wer jetzt glauben sollte, dass die Geschichte mit etwas Brutalität, Sex und Bier erzählt ist, der irrt. Lee hat zusätzlich zu den gängigen Horrorromanelementen (Gewalt und Sex) der Story etwas Mystisches und Übernatürliches angeheftet. Ich gebe ehrlich zu, dass ich Gruselromane liebe, nur leider gibt es viel zu wenige davon, was definitiv eine Marktlücke ist. Rohe Gewalt und Sex findet man in vielen Romanen, aber das "gewisse Etwas", das einem Gänsehaut über den Körper laufen lässt, ist eher selten. Die Gruselkomponente alleine reicht ja nicht, der Autor muss die Stimmung richtig transportieren, sonst ist es nicht mehr als eine 0815-Geistergeschichte.

Worauf ich hinaus will (ihr ahnt es bestimmt bereits) ist, dass Edward Lee es geschafft hat, dass ich beim Lesen teilweise tatsächlich ein mulmiges Gefühl hatte, weil er bestimmte Passagen mit solch düsterer Überzeugung erzählt hat. Dafür gibt es einen riesen Pluspunkt, weil ich erstens nicht mit einem mystischen Element in der Geschichte gerechnet habe und mich zweitens wirklich ab und an gegruselt habe.

Die Figuren hat Lee allesamt sehr interessant und außergewöhnlich gezeichnet. "Normalos" gibt es im Roman kaum. Justin Collier ist hier noch - trotz permanenter Geilheit - die durchschnittlichste Person von allen. Ob alle Figuren in der Geschichte notwendig" sind, sei dahingestellt, jedoch trägt jede Persönlichkeit ihren Teil bei und hilft dabei, die Story richtig schön abzurunden.

Das "Haus der bösen Lust" lebt von dem düsteren Geheimnis, auf dessen Fährte der Leser gebracht wird, nicht von Spannung oder Action; und genau das ist der Clou, denn eigentlich bin ich eine Liebhaberin von schnellen Geschichten. Dass mich eine Erzählung fesseln konnte, die verhältnismäßig eigentlich eher spannungsarm ist, spricht a) für den Schriftsteller und b) für die Geschichte an sich, was mich, nun ja, doch sehr beeindruckt hat.

Täuscht Euch jedoch bitte nicht: Edward Lee ist keineswegs immer so "handzahm". Solch subtiler Horror, wie man ihn im "Haus der bösen Lust" findet, ist bei ihm eher selten. Vielmehr ist er als "obszöner Provokateur und führender Autor des Extreme Horror" (Zitat Festa Verlag) bekannt. Dem Roman "Bighead" zum Beispiel, der vor kurzem ebenfalls im Festa Verlag erschienen ist, wurde das sehr aussagekräftige Prädikat "most disturbing book" verliehen - das bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

Der Roman "Haus der bösen Lust" hat mich in seiner Gesamtheit überzeugt. Geniale Geschichte, außergewöhnliche Protagonisten, viel Sex und zum Drüberstreuen der eine oder andere Einblick in den Abgrund der menschlichen Seele. Edward Lee versteht es zweifellos, seine Leser zu fesseln und macht definitiv Lust auf mehr!

Weitere Rezensionen und Artikel findet Ihr auf unserem Blog.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Lee bis jetzt! Nicht nur brutal sondern auch total gruselig!, 8. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Bin total begeistert von diesem Buch.
Habe mich schon lange nicht mehr so gegruselt. Musste beim Lesen das Buch echt mal aus der Hand legen, sonst hätte ich mir in die Hose gemacht. Lach!

Hatte eigentlich einen typischen brutalen Lee erwartet (kenne "Bighead" und "Das Schwein"...), aber habe eine sehr interessante Gruselstory bekommen. Natürlich ist das Buch auch sehr brutal, aber es passt alles zu den Geschehnissen und wirkt nicht wie sonst so aufgesetzt um zu schocken. Fande die Verknüpfung zu der Vergangenheit im Bürgerkrieg sehr gut gemacht und gelungen. Humor gab es auch reichlich, musste öfter mal schmunzeln. Die Hauptperson Justin Collier ist überaus sympathisch, die anderen Personen waren aber auch alle auf ihre Weise sympathisch.
Dazu noch total spannend.
Ich habe mich nicht eine Sekunde lang gelangweilt. Hätte nicht erwartet das ich so eine Geschichte von Lee geliefert bekomme. Jetzt muss ich ehrlich sagen das es mir der Autor doch angetan hat. Bin mal gespannt wie die anderen Bücher von ihm so sind.

Buch bekommt von mir 4,5 Sterne aufwärts
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lee mit Handbremse, 2. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Also nach Bighead und Creekers, ist das nun der absolut schwächste Roman von Lee. Es plätschert nur so vor sich hin und driftet ständig ab. Die Sache mit dem Bierbrauen schlachtet er viel zu stark aus und wirklich gute Schocker bleiben völlig aus. Schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich kam von dem Buch absolut nicht weg - oder etwa vom Haus?!, 29. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Wow, was für ein unglaublich geniales Buch war das denn!!!
Seit Monaten habe ich auf die erste Veröffentlichung eines Edward Lees Romans gewartet und endlich wurde es Juni und HAUS DER BÖSEN LUST erschien im Festa Verlag. Alleine das Cover ist verstörend wie interessant und der Klappentext machte mich nur umso neugieriger. Für mich stand sofort fest: Den Autor musst du testen! Unbedingt! Und ich habe es nach dem Genuss dieses ersten Romans keine Sekunde bereut und kann die kommenden Erscheinungen gar nicht mehr erwarten!

Edward Lee schreibt anders. Er schreibt hart, direkt, klar. Er lässt nichts ungesagt oder beschönigt, sondern zeigt den Menschen und seine Taten so, wie sie sind: Real und erschreckend, bedrohlich und pervers, krank und ' menschlich.

Als erstes fiel mir Lees toller Schreibstil auf. Der Prolog wurde von mir aufgesaugt wie ein Schwamm das viele Wasser und zack befand ich mich mitten in der Story rund um Justin Collier und dem merkwürdigen Haus. Sein Stil ist sehr locker und einfach, dennoch keineswegs flach. Er lässt sich wunderbar lesen und ich tat dies mit viel Genuss. Ja, ich hatte richtig SPAß beim Lesen!
Die Sprache, und hier wahrscheinlich auch ein großer Teil der Übersetzung, sind richtig gut gelungen. Lee schreibt, als hätte er in seinem ganzen Leben nichts anderes getan. Ich war sofort in seiner Geschichte drin und wollte das Buch bis zum Ende eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Dies führte dazu, dass ich sogar auf der Arbeit und in der Bahn las, obwohl ich dies eher selten tu. Aber Story wie Schreibstil packten mich so sehr, dass ich nicht anders konnte. In meinem Kopf lief ein Horrorfilm ab und ich schaute mit viel Genuss und Fun zu.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist Lees Härte und Klarheit. Er schreibt direkt heraus und sucht nicht erst nach Worten, mit denen er die beschriebenen Taten, Gedanken und Gefühle umschreiben könnte. Nein, er berichtet dem Leser nackt und eiskalt die Tatsachen. Das hat mich ziemlich umgehauen und beeindruckt. Ich lese viel Brutales und bin inzwischen sehr viel gewohnt und ziemlich abgehärtet. Aber Lee hat es mit HAUS DER BÖSEN LUST in zwei, drei Szenen geschafft, mich aufatmen zu lassen. Und zwar so richtig tief! Ich musste durchatmen und habe mir gedacht: Mensch, was geht denn jetzt hier ab? IRRE! Wuha!
Seine Sprache und die damit beschriebene Story ist sehr vulgär, pervers, penetrant, abartig, speziell, überspitzt, kritisch und eben besonders klar und deutlich. Ich kenne keinen vergleichbaren Autor, der so präzise abartig und gleichzeitig kein bisschen "billig" oder "sinnlos" daherkommt. Edward Lee schreibt hier - wenn man das überhaupt so bezeichnen kann - mit Sinn und Verstand. Und genau das ist es, was das Buch bzw. die Story auch so erschreckend macht: Trotz der Übersinnlichen Aspekte wirkt es nachvollziehbar und logisch.
Bei Lee passt einfach alles: Seine Kapitel sind recht kurz gehalten, was zum einen zur Schnelligkeit des Lesen beiträgt, zum anderen aber auch einen permanenten Wechsel der Szenen zulässt, sodass der Leser immer weiß, was gerade in den unterschiedlichen Handlungssträngen abläuft. Gerne beendet Lee hier auch ein Kapitel mit einem fiesen Cliffhanger, sodass man unbedingt weiter lesen muss.

HAUS DER BÖSEN LUST besteht aus zwei Zeitebenen: Gegenwart und Vergangenheit um 1860 herum. Besonders diese Zeitsprünge haben mir sehr gut gefallen. Dadurch, dass der Autor seine Charaktere genauso klar und eindeutig beschreibt und handeln lässt, habe ich auch keinen von ihnen durcheinander gebracht und konnte somit auch mit den Zeitsprüngen super die Story verfolgen. Lees Charaktere waren eh sehr besonders. Fast von jeder Sorte Mensch ist eine vertreten. Ob homosexuell, alkohol- oder drogenabhängig, sexbesessen oder prüde, lustig oder ernst, brutal oder brav, krank oder 'kränker' - jeder Charakter hatte für mich etwas besonderes und weckte in mir unterschiedliche Empfindungen: Ich mochte die meisten, selbst die kränksten und brutalsten, denn Lee hat es geschafft, die Menschen menschlich zu zeigen, d. h. mit beiden Seiten, gut und böse. Und selbst die perversesten Charaktere waren packend und interessant.

Was ich unbedingt noch erwähnen möchte, ist, dass Edward Lee sehr sexuell schreibt und in jeglicher Form mit viel Gewalt. Soll heißen, alle paar Kapitel wird jemand vergewaltigt, befriedigt sich jemand selbst, spannt oder wird dabei beobachtet, mordet, tötet oder zerhackt jemanden. All dies passt total zur Story und ist keinesfalls fehl am Platze. Der Autor hat es damit geschafft, mich jedes Mal wieder aufs Neue zu schocken und mir verschiedenen Reaktionen und Handlungen zu zeigen, die seltenst hervorzusehen waren. So z. B. nimmt er den Leser nicht an die Hand, um ihm tabulos die Wahrheit zu zeigen, sondern reißt ihm die Augen auf, sodass man gar nicht anders kann, als hinzusehen. Leser mit Scheuklappen bekommen diese hemmungslos entrissen, Lee zeigt hier die Wahrheit, die Realität, dem, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht, bietet er eine Bühne im Rampenlicht.
Daher sei hier erwähnt, dass das Buch definitiv nicht für jeden Leser geeignet ist. Der Verlag hat mir seiner kleinen Warnung schon recht: Edward Lee beschreibt seine Szenen mit überzogenen Darstellungen von Gewalt und Sex, aber er macht das geil! Er macht das anders, er macht es klar und deutlich und verdammt gut.

Zu guter letzt einen Rat: Wer FESTA-Bücher liebt, darf auf keinen Fall EDWARD LEE verpassen! Seine Stimme in der Psychothriller- und Horrorhölle wurde nun hoffentlich endlich erhört und findet viele neue Leser und Zuhörer.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass HAUS DER BÖSEN LUST im ersten Halbjahr 2012 mein absoluter Favorit ist und ich gleich nach dem Lesen den Wunsch empfand, das Buch gleich noch mal zu lesen.

Ich freue mich IRRE auf
BIGHEAD
CREEKERS
FLESH GOTHIC
...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Horror?, 17. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Das Cover, der Klappentext und der erste Satz des Buches versprechen ja Einiges. Leider wird nichts davon gehalten. Es kommt eine Menge zusammen: Eine 65-jährige mit dem Körper einer Göttin und einem "runzeligen Gesicht einer Greisin"; ihre zurückgebliebene Tochter die zwar hässlich ist, aber einen Traumbody hat; ein schwuler Callboy mit Identitätsproblemen, eine gläubige und keusche Christin und ein Hotelgast, der alle oben genannten Personen Tag und Nacht einfach nur bespringen möchte. Dazu ein unheimliches, nach Urin riechendes Hotel und Rückblicke über Greueltaten an Sklaven. Wer jetzt ein wenig Fantasy hat, könnte sich daraus eine nette Story zusammenbasteln; der Autor hat dies leider nicht geschafft. Die Warnhinweise des Verlages waren auf jeden Fall nicht nötig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen eher enttäuschend, 13. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
ich hatte mich so auf das Buch gefreut, bin totaler Edward Lee Fan, aber dieses hier hat mich leider eher enttäuscht. Mir fehlte schlicht und einfach der Horror. Schade. Zum Glück war es nicht mein erstes Buch von ihm, sonst wäre es mit Sicherheit das letzte gewesen. Ich hoffe, die nächsten werden wieder besser.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Gut, aber doch mehr erwaret!, 8. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Habe dieses Buch nicht hier gekauft, sondern über den Festa - Verlag bestellt.

Da es erst ab 18 Jahren freigegeben ist, und ich von zwei anderen Büchern sehr begeistert war, habe ich es bestellt.
Die ganze Geschichte ist sehr gut und spannend geschrieben. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich hatte schon ein bisschen Angst, aber es war nicht wirklich brutal oder abartig...so wie ich es erwartet habe.

Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen, wenn man eher auf Geistergeschichten steht ;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1.0 von 5 Sternen Langweilig, 10. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Haus der bösen Lust (Broschiert)
Ich musste mich echt bemühen dieses Buch bis zum ende zu lesen. Schlechte Geschichte. Und für mich nicht wirklich Spannend. Ich habe mir mehr von diesem Buch versprochen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Haus der bösen Lust
Haus der bösen Lust von Edward Lee (Broschiert - 29. Juni 2012)
EUR 13,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen