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am 16. Februar 2013
Nachdem ich die erste Kurzgeschichte dieses Sammelbandes gelesen hatte, habe ich mich dazu entschlossen, zwischen den einzelnen Geschichten in "Chronik des Cthulhu-Mythos II" längere Pausen einzulegen. Deshalb ist diese Rezension, anders als die Bewertung zum Sammelband 1, in je einen Abschnitt für die jeweilige Geschichte eingeteilt. Bei den Inhaltsangaben habe ich mich bemüht, möglichst Spoilerfrei einen Interesse weckenden Eindruck zu vermitteln.
Die leichte Überlänge dieser Rezension möchte ich entschuldigen, sie kam einfach beim Schreiben zustande.
Anstatt 11 Geschichten wie beim Vorgänger, sind in diesem Sammelband 6 enthalten.

Zur besseren Übersicht hier das Inhaltsverzeichnis:
Vorwort 9
Berge des Wahnsinns 13
Der Schatten über Innsmouth 155
Träume im Hexenhaus 245
Das Ding auf der Schwelle 295
Der Schatten aus der Zeit 333
Jäger der Finsternis 421

Zu den Vorworten:
Wie im Vorgänger, gibt es auch in "Chronik des Cthulhu-Mythos II" einige Vorworte, die man aufgrund von Spoilergefahr meiden sollte. Dabei entgehen einem vor dem Lesen natürlich interessante Hintergrundinformationen, aber vielleicht möchte der ein oder andere trotzdem lieber nach dem Lesen der Geschichte auf das Vorwort zurückgreifen.
Das jeweilige Vorwort sollte dementsprechend bei Berge des Wahnsinns, Träume im Hexenhaus (enthält eher leichte Spoiler), Das Ding auf der Schwelle sowie Jäger der Finsternis gemieden werden.

Berge des Wahnsinns
Für Lovecraft üblich wird auch diese Geschichte, die von einer Expedition zur Antarktis handelt, in einer Art Rückblick erzählt. Der Anlass dazu ist nicht wie sehr oft die Erstellung einer Informationsquelle für die Nachwelt, sondern eine eindringliche Warnung an Forscher, die gegenwärtig eine neue Untersuchung des Gebiets vorbereiten.
Bei dem Erzähler handelt es sich um den Leiter dieser Expedition. Dass der Geologe Ahnung von der Materie hat, wird schon auf den ersten Seiten klar. So muss sich der Leser geradezu durch Gebietsbeschreibungen (u.a. anhand von Längen- und Breitengraden) sowie die fachsprachlich korrekte Benennung allerlei Pflanzen- und Pilzarten, Gesteinsschichten oder Bohrungen mit genauen Größenangaben kämpfen.
Weniger wäre hier mehr gewesen, denn diese langen Passagen sind oft äußerst langatmig oder für den Laien unverständlich. Glücklicherweise erklärt Lovecraft an wichtigen Stellen die Bedeutung ungewöhnlicher Funde, aber fast alles was Geologen oder Biologen als erwartungsgemäß bezeichnen würden, wird schlicht als Wissen vorausgesetzt.
Zur Verdeutlichung hier ein Beispiel: "Dies war die erste Kunde von der Entdeckung, die mich erreichte, und sie berichtete über die Identifizierung früher Muscheln, Knochen von Ganoiden und Placoiden, Überresten von Labyrinthodonten und Thecodonten, großen mesosaurischen Schädelfragmenten, Dinosaurierwirbeln und -panzerplatten, Zähnen und Flügelknochen von Pterodactylen, Überresten von Archäopteryges, Haifischzähnen aus dem Miozän, Schädeln primitiver Vogelarten und sonstigem Gebein urzeitlicher Säugetiere wie Paläotherien, Xiphodonten, Eohippi, Oreodonten und Titanotherien." (S. 42)
Auch die Gebietsbeschreibung ist an vielen Stellen penibel genau. Anstatt eines weiteren Zitats, möchte ich mich auf einen Hinweis im Vorwort beschränken: Anhand der genauen Angaben könnte man den Weg der Forscher auf einer Karte der Antarktis nachverfolgen.
Wenn man beim Lesen etwas abschalten und genießen möchte sind diese detailgenauen Angaben leider eher störend. Etwas unnötig ist auch die Nennung von Edgar Allen Poe oder einem Maler, dessen Werken Lovecraft sehr angetan war. Was wohl als eine Hommage gedacht war, wirkt da eher deplaziert. Ebenfalls überzogen scheinen die ständigen Warnungen des Erzählers und die Häufigkeit mit der er erwähnt, wie viel Überwindung es ihn kostet, den Schrecken auf Papier zu bringen.
Bei all diesen Kritikpunkten, wundert es mich wenig, dass Lovecraft große Mühe hatte, seine Geschichte publizieren zu lassen.
Trotzdem stecken in "Berge des Wahnsinns" neue und vor allem interessante Informationen, auch für Fans des ersten Bandes. Von dem Fund mysteriöser Kadaver einer unbekannten Spezies bis hin zu Antworten über den Ursprung und die Entwicklung der "Großen Alten" - diese Geschichte hat Einiges zu bieten.
Wäre doch nur der Schwerpunkt ein anderer gewesen und hätte Lovecraft dem Leser weniger Vorwissen abverlangt, dann könnte ich mich richtig für diese Geschichte begeistern. Leider fällt einem bei all den Fachbegriffen und dem Herumreden um den heißen Brei das Lesen schwer. Gegen Ende der Geschichte besinnt sich der Autor auf alte Stärken und reisst den Leser doch noch mit.

Der Schatten über Innsmouth
Mysteriöse Vorfälle in der Hafenstadt Innsmouth haben vor Jahren eine Flut von Schlagzeilen ausgelöst: Regierungsbeamte führten Untersuchungen durch, währenddessen verschwanden Menschen, es gab Gerüchte über Krankheiten und Konzentrationslager und Nachrichtendienste wurden abgewimmelt, sodass keine Informationen durch Berichterstattung an die Bevölkerung weitergegeben werden konnte. Was nach diesen Ereignissen übrig blieb, war ein fast menschenleeres Städtchen, so gut wie abgeschnitten von der Außenwelt.
Der kürzlich volljährig gewordene Erzähler macht gerade eine Tour durch Neuengland und geht verschiedenen Aktivitäten nach - als Tourist, Historiker und Ahnenforscher. Die Gerüchte über Innsmouth wecken sein Interesse und so begibt er sich in die Hafenstadt- nichtsahnend, dass sich die Wahrheit über jene zurückliegenden Ereignisse als viel erschreckender herausstellen würden, als er es sich in seiner Fantasie hätte ausmalen können...
Bei "Der Schatten über Innsmouth" handelt es sich im Großen und Ganzen um eine klassische Geschichte von H.P. Lovecraft. Durch mehrere Zeitebenen, denen lange zurückliegende und "frische" Erinnerungen des Erzählers sowie Aussagen anderer Personen zugrunde liegen, werden Verknüpfungen zu einem Element des Horrors hergestellt. Wenn Gespräche stattfinden, handelt es sich eher um Monologe als um Dialoge und die Wortwahl ist gewohnt überzeugend gewählt. Getragen wird die Geschichte vor allem durch die stimmige Atmosphäre und die detaillierten Beschreibungen der düsteren Horrorelemente.

Träume im Hexenhaus
Walter Gilman studiert Mathematik an der Miskatonic Universität und zieht aus Interesse in das Mansardenzimmer eines alten Hauses ein, in dem zuvor eine Hexe gewohnt haben soll, bevor sie wegen ihrer abscheulichen Taten hingerichtet wurde. Geschichten, die der Protagonist aus dem Necronomicon und dem schwarzen Buch kennt, erzählen, dass die Hexerei mit kompliziertestem mathematischen Gedankengut in Verbindung stehen soll und so macht sich Walter auf die Suche nach Informationen über diese Verbindung. Doch schon bald wird er von fürchterlichen Albträumen heimgesucht, die von Nacht zu Nacht schlimmer werden. Zu allem Überfluss nähert sich auch noch die Walpurgisnacht und die jährlichen Geschehnisse in dieser Nacht lassen das Schlimmste befürchten...
In diesem Werk verzichtet Lovecraft weitestgehend auf Rückblenden und bleibt in der Gegenwart. Die Träume des Protagonisten werden äußerst spannend erzählt, einzig dessen teils irrationale Handlungsweise stört ein wenig. Damit ist aber nicht der Drang gemeint, dem er immer mal wieder unterliegt und der ihn in die unterschiedlichsten Richtungen lockt, sondern, dass er sich stellenweise völlig im Klaren zu sein scheint, welchen schlechten Effekt das Haus auf ihn hat, er aber trotzdem dort bleibt.

Das Ding auf der Schwelle
Dan Upton gesteht seinen besten Freund, Edward Derby, mit sechs Schüssen in den Kopf ermordet zu haben. Was seine Beweggründe waren, könne man nur nachvollziehen, wenn man die ganze Geschichte seines Freundes kenne und so fängt er an, dessen Leben von Kindheit an zu schildern. Dass Edward schon immer etwas eigen war, stellt Dan von Anfang an klar, doch erst als die mysteriöse Asenath in sein Leben trat, begann eine Entwicklung, die ihm noch heute einen Schauer über den Rücken jagt...
Die Kurzgeschichte ist sehr linear erzählt und damit eines von Lovecrafts einfacheren Werken. Man entwickelt schnell Sympathien für Dan und Edward, was eine emotionale Verbundenheit mit den Charakteren und zu den Geschehnissen auslöst. Sehr gefallen haben mir auch die Bezüge zu anderen Werken von Lovecraft wie zu "Der Schatten über Innsmouth", welche nie deplaziert wirken und sich gut in die Geschichte einfügen.

Der Schatten aus der Zeit
Als Nathaniel Wingate Peaslee, Professor für Wirtschaft, am 14. Mai 1908 während einer Vorlesung plötzlich zusammenbricht, verändert sich sein Leben schlagartig. Erst 1913 erwacht er aus seinem psychischen "Koma" und hat alles vergessen, was in den fünf vergangenen Jahren passiert ist. Seine Familie hat sich wegen seines seltsamen Benehmens in dieser Zeit von ihm abgewandt und so stellt er mit akribischem Eifer Untersuchungen an, um herauszufinden, was mit ihm passiert ist. Bekannte erzählen, er sei wie ausgewechselt gewesen und seine Persönlichkeit wie auch sein sonderbares Verhalten hätten nichts mit dem Nathaniel zu tun, den sie kannten. Doch während er immer mehr über seine Handlungen seit 1908 herausfindet, zerren Alpträume an seinem mentalen Zustand. Träume, in denen er sich in einem fremden Körper wiederfindet und allerhand unglaubliche Entdeckungen macht...
"Der Schatten aus der Zeit" ist in 8 Kapitel eingeteilt, die jeweils einen Aspekt der Geschichte näher beleuchten. Dabei schafft es Lovecraft die größten Stärken seiner Erzählkunst zu vereinen, daher für mich persönlich die Creme de la creme und damit vielleicht sogar mein Favorit unter allen Werken. Die Erzählung fängt mit einer geheimnisvollen Amnesie an, gefolgt von Untersuchungen sowie einer fantastischen Reise in ferne Sphären und mündet zu guter letzt in einer spannenden Expedition.

Jäger der Finsternis
Robert Blake ist tot. Das Gesicht seiner Leiche gleicht einer schrecklichen, aus Angst verzerrten Grimasse. Während Ermittler sich sicher sind, dass die Fratze das Resultat eines elektrischen Schocks sei, sind die weniger rational denkenden Bewohner anderer Meinung, denn Blakes Tagebücher und die Ereignisse der letzten Tage lassen viel mehr vermuten. Der Schriftsteller und Maler hat sich in dieser Zeit mit einem Gebäude beschäftigt, dass den meisten Menschen aus der Umgebung bei seiner bloßen Erwähnung Angst und Bange werden lässt: Einem großen dunklen Turm mit düsterer Vergangenheit. Niemand betritt je diesen Turm, denn er soll etwas Schreckliches verbergen, dass nur in der tiefsten Finsternis überleben kann...
Eine typische Geschichte Lovecrafts, die dem Autor Robert Bloch gewidnet ist. Lesenswert auch, weil von Anfang an klar ist, dass die Hauptperson Robert Blake bereits tot ist und sich damit ein besonderer Bezug zur Geschichte des Verstorbenen auftut.

Fazit
Auch der zweite Sammelband enthält sehr spannende Geschichten, reicht aber leider nicht ganz an die "Chronik des Cthulhu-Mythos I" heran. Mir ist klar, dass viele Leser die "Berge des Wahnsinns" unter allen Erzählungen Lovecrafts favorisieren, aber leider hat mich das Werk nicht so gut unterhalten (Gründe sind im betreffenden Abschnitt genannt) und bei einem Anteil von über einem Viertel der Gesamtlänge des gesamten Buches, komme ich nicht umhin, einen Punkt in der Gesamtwertung abzuziehen. Alle anderen Geschichten haben mir viel Freude beim Lesen bereitet. Positiv überrascht war ich vom Kommentar von Frenschkowski, dessen Anmerkungen mit weniger Spoilern auskommen und sich somit eine Verbesserung zu Band I feststellen lässt. Das Design und die Qualität des Buchs ist wieder überzeugend und zusammen sehen die Bände im Regal wirklich toll aus.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. August 2012
Der zweite Band des Cthulhu-Mythos von H. P. Lovecraft enthält die großartigen Erzählungen

>>Berge des Wahnsinns<<
>>Der Schatten über Innsmouth<<
>>Träume im Hexenhaus<<
>>Das Ding auf der Schwelle<<
>>Der Schatten aus der Zeit<<
>>Jäger der Finsternis<<.

Mir haben am meisten die Erzählungen >>Berge des Wahnsinns<<, >>Der Schatten über Innsmouth<< und >>Das Ding auf der Schwelle<< gefallen.

H. P. Lovecraft schafft es sehr überzeugend den Wahnsinn und das Grauen in Form von Ungeheuern und sonstigen unheimlichen Begebenheiten zu schildern. Kult-Horroautor Stephen King bezeichnet ihn zurecht als "der größte Horrorautor des 20. Jahrhunderts."

Diese Doppelbände sind perfekt für alle Science-Fiction-, Fantasy- und Horrorfans, die sich mit H. P. Lovecraft, dem Cthulhu-Mythos und dem verbotenen Buch Necronomicon befassen wollen.
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am 10. Dezember 2014
Berge des Wahnsinns, Berge des Wahnsinns, Berge des Wahnsinns! Granate! Der bestmögliche Start in eine Sammlung cthuloider Texte. Um es vorwegzunehmen, mir persönlich gefallen die später erschienenen hier abgedruckten Mythos-Texte noch einen Tacken besser, als diejenigen, die in Band 1 versammelt sind, aber das ist zum einen Geschmackssache und zum anderen Jammern auf derart hohem Niveau, dass ich mich fast schäme…

Klappentext:
Diese Chronik in zwei Bänden vereint erstmals die vollständigen Werke Lovecrafts zum Cthulhu-Mythos – neben allen Kurzgeschichten auch die berühmten Novellen wie Berge des Wahnsinns, Der Schatten über Innsmouth oder Der Fall Charles Dexter Ward.
Mit einem Vorwort und ausführlichen Erläuterungen von Marco Frenschkowski (er ist Professor für Neues Testament an der Universität Leipzig und gilt als führender Lovecraft-Experte Deutschlands).

INHALT
Vorwort
Berge des Wahnsinns
Der Schatten über Innsmouth
Träume im Hexenhaus
Das Ding auf der Schwelle
Der Schatten aus der Zeit
Jäger der Finsternis

Zum Inhalt:
Wer auch nur etwas für düstere Horror-Literatur der kosmischen Art hat und sich das Buch nicht kauft, ist selber schuld, denn er verpasst die reiferen Lovecraft-Mythos-Ergüsse. In Band 1 suchte er noch etwas die eigene Linie, die hier (ab 1931 verfassten) abgedruckten Geschichten zeigen einen Autor, der weiß, wie sein fiktives Universum aussieht und der immer besser lernt, den Schrecken in seinen Werken unterzubringen.

Es geht direkt furios los mit „Berge des Wahnsinns“, wohl gerade in Rollenspielerkreisen die bekannteste längere Erzählung des Meisters. Wir erfahren vom einer Antarktisexpedition, die zu Beginn alle Teilnehmer in Begeisterung versetzt, die aber nach und nach immer mehr offenbart, dass das, auf was sie gestoßen ist, besser für immer unentdeckt geblieben wäre und verbleibt mit dem fürchterlichen Ausblick, dass sich in Kürze eine neue Expedition dorthin aufmachen könnte.

„Der Schatten über Innsmouth“ ist dann direkt mal die nächste „ikonische“ (im besten Christian Schmidt-Sinne) Erzählung des Mythos. In einem kleinen Dörfchen an der Küste ist irgendwas faul – und wenn man ehrlich ist, mit dem Helden dieser Geschichte auch irgendwie. Aber lest selbst…

Anschließend haben wir es mit „Träume im Hexenhaus“ und „Das Ding auf der Schwelle“ mit zwei Erzählungen zu tun, die sich vom Thema recht ähnlich sind. Beide schildern das Hinabgleiten in den cthuloiden Wahnsinn – allerdings einmal „von innen“ und einmal „von außen“ betrachtet. Beides schicke Teile, aber in dieser hochkarätigen Sammlung mit kleinem Abstand die eher schwächeren Machwerke.

Eine Art „letzten kosmologischen Rundumschlag“ finden wir in „Der Schatten aus der Zeit“, eine wahrhaften Sci-Fi-Erzählung, in der Lovecraft einen gewaltigen Kosmos vor uns ausbreitet.

Zum Abschluss gibt es nochmal den klassischen Weg in die Untiefen des Mythos-Wahnsinns. Dreimal dürft ihr raten, wie der Protagonist in „Jäger der Finsternis“ endet. Ich verrate nicht, ob er unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, oder ob er dem Wahnsinn anheim fällt.

Besonders gemacht wird auch dieser zweite Band der Cthulhu-Geschichten durch die vorangestellten Kommentare von Marco Frenschkowski. Die Zusatzinformationen geben einem immer noch eine zusätzliche Ebene und unterstützen bei der Erschließung des Textes. Wenn es nach mir ginge würde ich nie wieder irgendetwas ohne Unterstützung dieses Kerls lesen.

Mein Fazit:
Tolle späte Mythos-Erzählungen der unterschiedlichsten Färbung – dazu kenntnisreiche und wenig (weniger als im ersten Teil) spoilernde Kommentare. Einzig und alleine schade, dass ich von allen abgedruckten Geschichten nur „Jäger der Finsternis“ nicht kannte. Aber das soll ja nur mein kleines Problemchen sein und nicht eures.
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am 25. Mai 2012
Ich muss hier mal dem Vor-Rezensenten widersprechen.

Zuerst ist da die liebevolle Aufmachung mit der der Festaverlag versucht, die Mischung aus Sammlerstück und bezahlbarer Ausgabe hinzubekommen.

Zum zweiten gehören die Lovecraft'schen Geschichten natürlich zu den Klassikern der Horrorliteratur. Und wie es so mit Klassikern ist, entsprechen sie nicht mehr den aktuellen sprachlichen Gepflogenheiten. Deswegen sind aber noch lange nicht unlesbar !

Lovecraft versuchte damals einen völlig neuen Ansatz um vom "bekannten" Grauen der Vampire, Werwölfe, Geister usw. wegzukommen, die z.B. ein Edgar Allen Poe oder ein Bram Stoker "gerufen" hatten, die zudem noch viktorianische Sprach- und Moralansätze benutzten.

In diesem neuen Ansatz versuchte er die Tür zu einen Horror zu beschreiben, der vor jedem entwicklungsgeschichtlichen/zivilisatorischen Ansatz der Menschheit lag. Da die damaligen Pulpausgaben den engen moralischen Vorstellungen der Dreissiger in den USA (vgl. z.B. die Prohibition)unterlagen, musste er so blumige Umschreibungen und Verklausulierungen für Andersartigkeit, Gewalt und Sex benutzen, um eine Veröffentlichung (und seinen Verdienst) zu gewährleisten, regte aber eben auch die Fantasie des Lesers an. Heutzutage wird dagegen jede Splatteraktion genauestens niedergeschrieben, ganz entsprechen der Videoclipästhetik, die wenig Raum für ein "Kopfkino" lässt.

Er gehört damit, genau wie Robert E. Howard für die Fantasy, zu den Gründungsvätern der Fantastik Anfang des 20. Jahrhunderts.
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am 1. Dezember 2013
Ja, darauf habe ich lange gewartet. Die wichtigsten Werke meines Lieblingsautors (in Sachen Horror) als Ebook in zwei Bänden vereint. Wer Lovecraft nicht kennt: Seine Kurzgeschichten und längeren Erzählungen sind der eher anspruchsvolleren Literatur zuzuordnen. Lovecraft verquickt wie kein anderer Entdeckungen und Theorien der Wissenschaft (zu seiner Zeit neueste Erkenntnisse) mit übernatürlichem Grauen. Damit führt er den Leser oft recht geschickt hinters Licht. Man kann beim Lesen durchaus das beklemmende Gefühl bekommen, die Dinge könnten sich tatsächlich so zutragen. Lovecraft wirft dabei auch ganz gerne mal mit wissenschaftlichen Fremdwörtern um sich. Generell fand ich in den mir vorliegenden Übersetzungen eine stets gewählte Ausdrucksweise vor. Bekannt ist Lovecraft aber für die Erfindung der Großen Alten; fiese, tentakelbewehrte Gottheiten oder Außerirdische aus anderen Dimensionen, die nach unseren Seelen gieren oder unser Fleisch verwandeln wollen. Schauder!
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am 12. August 2014
Die vorliegende Ausgabe (liegt hier als eBook vor) ist sorgfältig lektoriert, übersetzt und mit kundigen Vor- und Nachworten versehen. Obwohl ich alle Lovecraft-Werke bereits in Form "echter Bücher" gelesen habe, sind die vorliegenden Ausgaben, auch aufgrund der erwähnten, detailreichen Vorworte (mit wichtigen Hinweisen auf die originale Chronologie des Werks und die historischen Hintergründe) und thematischen Ausrichtung auf den "Cthulhu"-Mythos, unbedingt empfehlenswert.
Für alle, die mit Lovecraft nichts anfangen können, wird sich durch diese Ausgabe nichts ändern, aber für "the rest of us" empfiehlt sich die eBook-Ausgabe (ich habe keinen Kindle, sondern lese das auf einem Netbook mit der Kindle-App) schon deshalb, weil man seinen Lovecraft so immer mit dabei hat.
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am 1. November 2014
H.P. Lovecraft besitzt die Gabe, mit seinen Worten in seinen Kurzgeschichten eine unheimliche Spannung aufzubauen. Einmal angefangen, kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, bis die Geschichte zu Ende gelesen ist. Und alles in schönen, verständlichem Deutsch (Im Gegensatz zum archaischem Englisch im Original). Der zweite Band bezieht sich nun mehr auf die späteren Werke des Autors - Seine Geschichten bringen nun sehr viele Infos zu seiner unheimlichen Welt, wodurch er alle seine Storys zu einem größeren Ganzen verbindet.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings: Die Vorwörter sind teilweise ganz interessant und verraten viele Hintergrundinfos zu den jeweiligen Geschichten; teilweise verraten sie jedoch zuviel von der Geschichte - höchster Spoileralarm!
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am 29. Juli 2014
Ich kenne alle Geschichten von H. P. und leses sie immer wieder gerne - etwa im 2 Jahres Rythmus. Somit ist dieses Sammlung perfekt. Zwar kostet die gesamte Sammlung zwar fast 10 Euro - aber mir persönlich ist sie das wert. Damit hat man am Kindle immer das Lebenswerk H.P.'s mit - zumindest die wichtigsten Erzählungen. Fazit: Preis vl. etwas zu hoch aber trotzdem klare Kaufempfehlung (in Verbindung mit Teil 1) - die Kommentare zu den Erzählungen sind auch recht informativ
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am 29. August 2013
Eine gute und presiwerte Sammlung Lovecrafts Cthulhu-Klassiker. Gerade als Kindle-Edition, wenn man die Bücher noch im Regal hat und sie noch einmal kostengünstig erwerben möchte um sie auf neuen Medien erneut zu lesen.

Allerdings hätte man bei der Kindle-Edition ein Inhaltsverzeichnis erstellen sollen. Wenn man gezielt einzelne Geschichten lesen möchte, und nicht alle in der vogegebenen Reihenfolge hintereinander weg, dann ist es ziemlich mühsam bis dorthin zu "blättern". Mit einem verlinkten Inhaltsverzeichnis könnte man direkt hinspringen. Ist aber nicht.

Ansonsten, Lovecraft eben. :-)
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am 6. Juni 2014
Ich steh seit Jahren auf die Stories von Herrn Lovecraft, also musste nun auch dieses Buch her und ich kann es nur empfehlen. Der Umschlag ist sehr schick, das einzige was man sich hätte sparen sollen sind die Vorworte.... Spoiler an Spoiler... Für Leute, die die Geschichten kennen kein Ding. Für Lovecraft-Neulinge: Vorworte am besten ignorieren oder nachher lesen!
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