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am 23. Juni 2011
Ein Wort: ABGESPACED!

Ein paar Worte vorab zum Äußerlichen:
Wieder einmal ein Cover, das sofort ins Auge sticht. Eine Frau in Lack, knallroter Lippenstift, dunkle umrandete Augen, Fische als Irofrisur auf dem Kopf, provokant und anders. Ein Hingucker im Regal, genauso wie der Vorgänger Candyland. Diesmal sind die Seiten knallig orange, die Absätze werden von einem ':)' unterbrochen das Lesebändchen leuchtet gelb, alles passt zur Story und zum genialen Autor.

Tony und seine Frau sind zu einer Dinnerparty eingeladen, Tony hat überhaupt keine Lust, doch seine Frau hat ihn so lange genervt, bis er schließlich doch mitkam. Zusammen befahren sie Eagle Hill, eine abgeschlossene Wohngegend. Es ist schon spät und dunkel, die beiden irren fahrend herum und finden den Ort des Geschehens nicht. Nach stundenlangem umherirren will Tony jemanden nach dem Weg fragen und als er zurück zu seinem Auto kommt, ist Tammy weg. Ab jetzt beginnt ein Abenteuer, von dem Tony nicht einmal nachts gewagt hätte zu träumen...

Dieses Buch ist mit 100 Seiten ein absolut typischer Mellick. Nachdem ich das Candyland schon in einem Rutsch verschlungen hatte, gefesselt von Mellicks einfachem, aber doch sehr besonderen Schreibstil, ging es mir mit den Ultra Fuckers nicht anders. Mellick ist es wieder einmal gelungen, einen bizarren Roman zu verfassen, wo der Leser sich einfach auf eine Story einlassen kann, ohne das Gehirn mit Nachdenken belasten zu müssen. Denn hier gilt die Regel: Kopf und logisches Denken aus, Phantasie und Spaß an.
Besonders das Vorwort vom Autor selbst hat mir sehr gut gefallen. Hier erklärt Mellick, dass Ultra Fuckers sein kürzester Roman ist und warum kurz nicht gleich "schlecht(er)" bedeutet. Diese Erklärung hat mir sehr gut gefallen und sie passt absolut zu diesem Autor.
Zur inhaltlichen Story möchte ich gar nicht viel sagen. Hier gilt es ebenfalls, sich einfach drauf einzulassen. Man muss zusammen mit Mellick die Story rund um die Ultra Fuckers und dem Vorort Eagle Hills selbst entdecken und kennen lernen.
Ich war von Anfang an gefangen und habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Man will einfach wissen, wie es weitergeht und die orangen Seiten fliegen nur so an einem vorbei. Die Story ist bizarr, schräg, anders, einfach abgespaced. Für mich "typisch" Mellick und jeder, der zu diesem Buch greift, weiß, was ihn erwartet. Wenn nicht: Das Äußere stimmt mit dem Inneren überein. Hier bekommt man vom Cover definitiv keine falschen Versprechungen.
Besonders toll finde ich auch, dass es am Ende ein Interview mit Mellick gibt. Dies bringt uns den besonderen Autoren näher und lässt uns an seinen Gedanken teilhaben. Ebenfalls findet sich auf den letzten Seiten ein Nachwort, welches mir ebenfalls gut gefallen hat.

Für mich wieder einmal ein geniales Buch aus dem Bereich der bizarren Fiktion und ein Beweis mehr, wieso Carlton Mellick III für mich zu einem Musthave in meinem Buchregal geworden ist.
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am 27. Mai 2014
Tony und seine Frau Tammy sind in Eagle Hill unterwegs. Sie suchen das Haus für die Dinnerparty, die Tammy's Chef veranstaltet, und dieses Mal müssen sie wirklich mal hingehen. Doch als sie in die Siedlung einbiegen, verfahren sie sich, denn alles sieht gleich aus: Die gleichen Häuser, die gleichen Menschen, die gleichen Autos. Und die Straßennahmen sind alle ähnlich: Pueblo Road, Pueblo Main Hill, Pueblo Circut. Doch etwas stimmt hier nicht, denn sie gelangen nicht ans Ziel. Als Tony und seine Frau streiten, verschwindet Tammy. Er hingegen hat Hunger, und bedient sich bei einem Pop-Food-Restaurant. Doch dieses scheint nicht besetzt zu sein. Aber seine Bestellung wird per Kreditkarte beglichen. Seine Frau hingegen bleibt verschwunden, und sie kommen zu spät zur Dinnerparty.

Als Tony begreift, dass er sich wirklich verfahren hat, bestellt er am Schalter eines weiteren Pop-Food-Ladens eine Wegbeschreibung aus diesem Chaos heraus, doch diese fällt geringfügig anders aus, als wie er sich ausgemalt hat. Denn sie ist mehrere Seiten lang. Zu allem Überfluss soll er sich auch noch vor Zyklopen hüten. Und dann taucht auch noch eine Band auf, die aus Japanern besteht, die alles völlig ins Chaos stürzen werden.

Wertung:

Die Geschichte hier ist absolut gut aber nicht ganz so merkwürdig, wie man es von Mellick gewöhnt sein könnte. Hier wird nahezu schon mit einer Normalität einhergehenden Story ein Szenario aufgebaut, welches allerdings sprachlich absolut typisch für Mellick ist. Mit der gerade mal 90 Seiten langen Story, die um Interview, Kritik als auch Vorwort aufgefüllt wurde, schafft es Mellick fast schon eine Geselltschaftssatire abzuliefern, die sehr unterhaltsam daher kommt, da sie sich den gewöhnlichen Dingen widmet, die auch in der normalen Welt Einzug erhalten: Anonymität. Vielleicht kann man das verstehen, wenn man in einer anonymisierten Gegend wohnt und alles nahezu gleich ist. Das Entkommen aus so einer "Vorstadthölle" fällt da nämlich umso schwieriger.

Mehr kann und will ich hier gar nicht sagen, denn dafür ist das Buch einfach zu kurz. Als Wertung bleiben aber 4/5 Punkten stehen. Die volle Punktzahl gibt es dieses Mal nicht, denn dafür ist in der Geschichte zu wenig Informationsgehalt und zu wenig Merkwürdiges enthalten. Lesenswert ist diese aber schon.
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am 3. August 2011
- Er sieht eine Frau in einem der Häuser, die ihn beobachtet, Sie sieht aus, wie eine der Dumpfies mit den asiatischen Gesichtszügen, aber sie trägt ein schwarzes Lederkostüm und hat einen Irokesenhaarschnitt aus zuckenden Goldfischen. -

INHALT:
Auf dem Weg zu einer Party verfahren sich Tony und Tammi in der monotonen Neubausiedlung Eagle Hills, wo jede Straße, jedes Haus und sogar alle Bewohner einander gleichen. Nach einer stundenlangen Irrfahrt durch die fast menschenleere Gleichförmigkeit verschwindet Tammy plötzlich und Tony sucht alleine seinen Weg aus dieser Wohnwüste. Doch plötzlich tauchen die 'Ultra Fuckers' auf, randalierende Punks mit eigener Sprache, die nur eins im Sinn haben: 'ULTRA-JET-LIFESTYLE!!! ROCK 'N ROLL!!!'

- Tony hängt mit den Ultra Fuckers in der geschlossenen Wohnanlage Eagle Hills ab; er trinkt Wodka in großen Mengen und ist einhundertzweiundzwanzig Stunden und elf Minuten zu spät zu einer Dinnerparty. -

MEINUNG:
Wie durch einen kafkaesken Albtraum bewegt sich Tony durch die nahezu verwaisten Straßen von 'Eagle Hills', bevor er plötzlich auf einen zerstörten Straßenzug und kurz darauf auf die 'Ultra Fuckers' trifft, die für die Verwüstungen verantwortlich sind. Nach seiner langen, vergeblichen Irrfahrt durch die klinische Monotonie erscheinen ihm diese Randalierer als Anker der Normalität. Ordnung und Chaos tauschen plötzlich die Plätze. Was zunächst organisiert und geordnet erscheint, wirkt plötzlich auf unbestimmte Weise bedrohlich, non-konforme Plünderer und Vergewaltiger dagegen vermitteln Sicherheit und Schutz auf dem unendlichen und fremdartigen Terrain von 'Eagle Hills'. Und gemeinsam werden Tony und die Fuckers einer Bedrohung gewahr, die die ganze Erde auslöschen könnte.

ULTRA FUCKERS schildert einen normalen Abend, der plötzlich ins Absurde kippt. Als hätten David Lynch und Takashi Miike gemeinsam eine Episode der Simpsons inszeniert.
Am Ende sind Tony und die 'Ultra Fuckers' - trotz der anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten - so etwas wie Freunde. Sie haben gemeinsam eine neue Welt aus Chaos erschaffen, Kawai Kazuki bekommt sein Mädchen und Tony reitet in den Sonnenuntergang und (möglicherweise) wieder in die Arme seiner Liebsten.

Im Subtext spart CM3 nicht mit massiven Seitenhieben auf den American Way of Life und die Konformität und Berechenbarkeit, die allerorten gewünscht wird. Geduldig lässt sich Tony über 100 Stunden durch die gleichförmige Siedlung ' ein Bild des weitestgehend genormten Alltags - treiben, bevor er auf die 'Ultra Fuckers' trifft. Selbst das Verschwinden seiner Frau nimmt er fast stoisch zur Kenntnis.

Formal ist ULTRA FUCKERS so konzentriert, wie es nur sein kann. CM3 bezeichnet sich selbst im Vorwort als 'Wegstreicher'. Dabei schafft es der Autor trotz aller Kürze, seinen Personen Leben einzuhauchen und sie dem Leser nahe zu bringen. Nur so kann die Absurdität der Handlung auch ihre volle Wirkung entfalten.

- Die Ultra Fuckers sind einverstanden, mit Tony zu kommen. Wenigstens glaubt er, dass sie einverstanden sind. Als er sie gefragt hat, war Kawais Antwort jedes Mal wieder 'Häh? Weg aus krankem Scheiß? Rock 'n Roll!' Für Tony klang das wie eine Zustimmung. -

Wie schon DIE KANNIBALEN VON CANDYLAND ist auch die zweite deutsche Veröffentlichung einer CM3-Novelle ein kleines Schmuckstück geworden: ein schmales, sehr solide gearbeitetes Hardcoverbändchen in 'Lederoptik', gedruckt auf orangem Papier mit Lesebändchen. Ed Mironiuks Covergirl, das 'Ein-Auge-Jet-Mädchen' (vom amerikanischen Original übernommen), ist eine mehr als würdige Nachfolgerin der zuckersüßen Jujube vom 'Kannibalen'-Cover.
Ergänzt wird ULTRA FUCKERS von einem ausführlichen Interview, das Christian Endres (SHERLOCK HOLMES UND DAS UHRWERK DES TODES, DIE ZOMBIES VON OZ) mit dem CM3 führt und diesen von einer unerwartet ernsthaften Seite zeigt. Weiterhin schrieb Christian Endres noch einen kurzen Abriss über 'Bizarro' im Allgemeinen und CM3 im Besondern.
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am 25. Juli 2011
Tony fährt mit seiner Frau zu einem Dinner bei ihrem Arbeitgeber. Schnell merkt man, dass die beiden sich ganz schön auseinander gelebt haben und sich überhaupt nicht mehr allzugut verstehen.
Bei dieser Fahrt dauert es nicht lange und die beiden merken, dass sie sich verfahren haben. Stunde um Stunde fahren sie durch die Straßen. Wie man sich in einem kleinen Vorort Eagle Hills so sehr verirren kann? Ganz einfach: Jede Straße und jedes Haus gleicht sich wie einem Ei dem anderen. Irgendetwas stimmt mit dieser Stadt nicht.
Doch eines hebt sich hier dennoch von allem anderen ab: Die Punkrocker Ultrafuckers. Denn diese tyrannisieren und zerstören...

Zunächst fällt einem "Utra Fuckers" durch das Äußere sofort ins Auge. Man sieht auf dem Cover eine Frau mit einem Fischirokesen, dunkel geschminkten Augen, blutroten Lippen, in Lack und Leder Outfit und nur einem Auge. An der Stelle wo sich das zweite befinden sollte, ist nur eine blutende Augenhöhle.
Schlägt man das Buch dann auf, ist man überwältigt von den knallorangenen Buchseiten.

Auf den ersten Seiten finden wir ein Vorwort von Carlton Mellick dem Dritten und erfahren, warum seine Geschichten eher kurz sind und warum er so schreibt wie er schreibt. Das ist sehr interessant.
Auch im Anhang gibt es noch ein Interview von dem außergewöhnlichen Autor und ein Nachwort. Das alles ist sehr informativ und interessant.

Zur Geschichte selbst kann man eigentlich gar nicht soviel erzählen, da das Buch nur 100 Seiten fasst. Der Schreibstil ist recht einfach und die Handlung so interessant, schräg und spannend, dass es leicht ist, die wenigen Seiten schnell in einem Rutsch durchzulesen.

Mir persönlich hat "Ultra Fuckers" sehr gut gefallen. Obwohl der Inhalt absolut verrückt, bizarr und schräg ist, war ich sofort in der Geschichte drin und wollte nicht mehr aufhören zu lesen.
Ich freue mich sehr auf weitere Bücher des genialen Autors, die wieder genau so typisch für ihn sind, wie dieses Exemplar.
Seit ihr verrückt genug um euch auf "Ultra Fuckers" einzulassen?
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am 13. September 2011
Ich kann mich den negativen Rezensionen nicht anschliessen. Zum einen ist das Buch wunderhübsch und liebevoll produziert, Lesebändchen, oranges Papier(!), ein Interview mit Mellick - wirklich eine kleine Liebhaberausgabe. Zum anderen finde ich die Geschichte durchaus originell und witzig. Schließlich bedeutet Bizarro nicht automatisch Spatterwahn und Obszönitäten - es darf auch einmal einfach eine rundum stimmige Geschichte sein, die auf ein "Hä? Was soll das denn?" hinausläuft. Das Interview erklärt ziemlich gut, woher die Geschichte kommt und wie viele Texte bei Mellick gibt es auch hier einen Sub-Text. Die Die Kannibalen von Candyland: Bizarro Fiction laufen schließlich auch mehr unter der "Hä..." Rubrik als unter hartem Splatter.

Auf jeden Fall sind die Festa Bücher entzückend gemacht und richtige kleine Schmuckstücke - die schönsten Ausgaben von Mellick Büchern überhaupt. Und Mellick macht Spaß, wenn man sich auf ihn einläßt, ohne vorgefertigte Erwartungen zu haben. Ich würde das Büchlein auf jeden Fall empfehlen...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 2011
"Ultra Fukers" von Carlton Mellick III ist nach "Die kannibalen von Candyland" mein zweites Buch von ihm und wirklich alles andere als das, was ich in der Regel lese - denn bei mir dreht sich eigentlich alles um das Thema Thriller & Horror. Da ich aber von Natur aus neugierig bin, passt natürlich auch diese Lektüre perfekt in meine Hände und ich wurde nicht enttäuscht, denn CM III ist wohl der Knalligste Typ, der mir je untergekommen ist. Als ich dann mit dem Roman fertig war, habe ich doch länger überlegt was ich dazu sagen-, was ich davon halten soll......Was will er mit diesem Roman vermitteln, was ist die Botschaft?

Zum einen ist CM III wohl die hyper-moderne Variante eines Politikers im Jahre 3000, der seine Fantasie spielen lässt und seinen Kopf auf links zieht, um zu sagen:"Hey, seit Ihr sicher dass das alles so richtig ist, was um Euch herum geschieht?" Die einfachen Worte aber, kommen dabei ebenso wenig zum Einsatz wie das klassische Rednerpult.

Zum anderen ist er natürlich auch ein Geschichtenerzähler, der auf seine spezielle Art unterhalten will. Seine Art zu erzählen ist absolut bizarr, völlig abgedreht und total crazy. Er schreibt es so wie er denkt, einfach so wie ihm die "Schnute" gewachsen ist, ohne Rücksicht auf negative Kommentare. Natürlich will er so die Leser mit in eine Welt nehmen, in der mehr oder weniger alles Fiktion ist. Alles anders ist, als im normalen Alltag auf einen wartet. Er will die Fantasie des Lesers anregen, ihn dazu animieren nicht immer nur in Schubladen zu denken, nicht alles nur nach schwarz oder weiß zu beurteilen. Wer nicht in diese Schubladen passt, offen für alles und jeden ist, der sollte sich dieses etwas andere Werk auf keinen Fall entgehen lassen, denn es ist "Bizarro Fiction" vom Feinsten.

Aber, und ich denke dass ist es was CM III hauptsächlich mit seiner ganz speziellen Art und Ausdrucksweise erreichen will - er will wachrütteln! Und hierfür wählt er einfach eine ganz andere Methode, einen ganz anderen Weg um die Leser aufhorchen zu lassen, um ihnen zu zeigen, was ihm angst macht, ihn bedrückt, wenn er in die Welt hinaus sieht. Es sind die vermeintlich kleinen Dinge, die er in Form von Bildern, die beim Lesen in den Köpfen der Leser entstehen, zeigen will.

"In Eagle Hills, einer bewachten Siedlung in der die Geschichte spielt, sind die Häuser, die Straßen und die Menschen alle gleich - es wirkt alles wie geklont. Alle haben die gleichen Hunde, die gleiche Katze und den gleichen Goldfisch. Die Frauen tragen die gleiche Kleidung wie die Mädchen sie tragen, ebenso tragen die Männer die gleiche wie die Jungs. Die Menschen reden nicht miteinander und es ist totenstill - es wirkt schon fast steril."

Natürlich hat er diese Darstellung nicht nur zum Spaß gewählt, und natürlich steckt eine ganz klare Message dahinter - denn es geht ganz klar um die Mißstände in der Gesellschaft, die Ignoranz, die Selbstzufriedenheit, alles gerade aus laufen zu lassen, ohne aufzugucken - einfach alles vorgelebt zu bekommen, ohne auch nur einmal nach dem richtig oder falsch zu fragen. Es ist die Gleichgültigkeit mit der die Menschen jeden Tag aufs neue beginnen, und immer nur in eine Richtung schwimmen - es ist einfach die Angst vor der Automatisierung, die Angst nur noch ein Roboter der Gesellschaft zu sein.
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