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Der promovierte Theologe und Historiker Gerhard Hartmann erläutert in seinem Vorwort zunächst den von Helmut Rumpler 1982 eingeführten Begriff des "deutschen Mitteleuropas". Hiermit weist er auf die über Jahrhunderte gewachsene historische Zusammengehörigkeit eines Raumes als eigenständige Geschichtslandschaft hin, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte und den staatlichen Organisationen der einzelnen Reiche steht. Die Geschichte des "deutschen Mitteleuropas" ist jedoch mehr als eine bloße deutsche Geschichte. Vielmehr gab es Wechselwirkungen, Einflussnahmen und Beziehungen etc. im Westen (Frankreich, Burgund und Benelux), Süden (Reichsitalien) uund Osten (Baltikum und Polen,Ungarn, Rumänien), sowie durch Österreich-Ungarn auch auf dem Balkan. In all diesen Ländern sind auch heute noch Spuren des einstigen Kaisertums zu finden....

....ebenso die des einstigen "Reiches" dessen nähere Bezeichnung sich in Verbindung mit der Bezeichnung seines Herrschers über die Jahrhunderte gewandelt hatte. Sprach man seit der karolingischen Zeit vom "regnum francorum", bzw. vom "regnum francorum orientalium" (Ostfrankenreich). Erst im 11. Jahrhundert kam der Begriff des "regnum teutonicum" auf. Die wichtigsten Fürsten des Reiches wählten daher im Hochmittelalter primär den "rex francorum", der erst später noch zum kaiser gekrönt werden konnte. Die mit Karl dem Großen wiederhergestellte und seit Otto I. manifestierte "translatio imperrii" bezog sich nicht auf ein geografisch definiertes Reich, sondern auf den "König der Franken" Um 1100 entstand der Titel "rex romananorum", der den Anspruch des gewählten rex farncorum orientalis auf die Kaiserkröung dokumetierte. Spätestens ab Kaiser Ferdinand I. nahmen die Könige nach ihrer Wahl automatisch den Titel eines Kaisers an. Unter Brabarossa wurde der Begriff des "sacrum imperium" eingeführt. Für das Jahr 1254 ist erstmalig das "Sacrum Romanum Imperium" belegt, das Mitte des mit dem Zusatz "nationis Germanicae" erweitert wurde, Den Titel eines "deutschen Königs" gab es nicht und der Begriff "deutscher Kaiser" setzte sich umgangssprachlich erst zum Ende des "Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation (HRR) durch....

Dr. Gerhart Hartmann hat in seinem Buch 71 Herrscherbiographien - von Karl dem Großen bis zum letzten österreichischen Kaiser Karl I. Das sind 1200 Jahr Geschichte, vom heiliggesprochenen Sachsenschlächter bis zum um Frieden bemühten, 2004 seliggesprochenen ungarischen "Letztkönig". Mit dieser Anzahl von Königen und Kaisern weicht das Buch erheblich von den 52 Bildnissen der im "Kaisersaal" des "Frankfurter Römers" abgebildeten Herrscher ab. Gleiches gilt gegenüber "Die Deutschen Kaiser im Frankfurter Römer: Von Karl dem Großen bis Franz II" von Nicolas Wolz. Hierzu einige Beispiele: Neben König Karlman (876 - 880) bei den Karolingern widmet Hartmann ein ganzes Kapitel den eher unbedeutenden "Italienischen Kaisern" Guido und Lambert von Spoleto, Ludwig dem Blinden und Berengar von Friaul. Die Welfen sind ihm hingegen kein eigenes Kapiel wert. Otto IV., der einzige Kaiser aus diesem Geschlecht wird kurzerhand bei den Herschern der Stauferzeit intergriert. Für die zeit des Interregnums (1254 - 1273) werden dafür die Biographien von Gestalten wie Wilhelm von Holland, Richard von Cornwall und Alfons von Kastillien präsentiert, die zwar gewählt wurden, jedoch selten oder überhaupt nicht den Boden des Reiches betreten haben. Während der (im Frankfurter Kaisersaal vertretene) Gegenkönig Günther von Schwarzburg mit keiner Silbe erwähnt wird, werden die Könige und Kaiser aus den Häusern Habsburg (Rudolf I.), Nassau, Wittelsbach und Luxemburg in einem Kapitel "Die Epoche der springenden Königswahlen" vorgestellt.

Mit 80 Seiten ist der Schwerpunkt des Buches auf die beiden Habsburgerischen Epochen gesetzt. Die seit König Albrecht II. ununterbrochen regierende Dynastie geriet infolge der Hegemonialbestrebungen Napoleon Bonapartes derart in Bedrängnis, dass Franz II. am 6.August 1806 die deutsche Kaiserkrone und das Reichsregiment niederlegte, um fortan als Franz I., Kaiser von Österreich zu regieren. Das letzte Kapitel ist den "Hohenzollern-Kaisern" gewidmet, deren Reich erst 1871 gegründet wurde. Entgegen den Habsburgern, die auch weiterhin in der Tradition des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zu sehen sind, waren die preußischen Kaiser der Bismarkschen "Kleindeutschen Lösung" historische Emporkömmlinge, die dem Titel des Buches folgend, eigentlich nichts darin verloren haben! Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, für dessen Ausbruch die beiden in Nibelungentreue verbundenen Kaiser Wilhelm II. und Franz Joseph I. im höchsten Maße Mitverantwortung trugen, wurden das alte und das neue Kaiserreich hinweggefegt.

In seinem Nachwort umreisst der Autor kurz den Weg des "deutschen Mitteleuropas" nach dem Versailler Vetrag, NS-Diktatur, Kalten Krieg, Fall des Eisernen Vorhangs bis hin zu Unabhängigkeit Montenegros im Jahre 2006, das nunmehr zum 13. Staat auf dem Gebiet des einstigen Österreich-Ungarn wurde. Den Abschluss bildet ein Foto der Reichskrone, die timediver® anlässlich eines Besuches der Schatzkammer zusammen mit den anderen "Reichskleinodien" in der Wiener Hofburg im Mai 2009 besichtigen konnte. Mit der Anmerkung "Anstatt eines Literaturverzeichnisses" erklärt Dr. Gerhart Hartmann, dass diese Buch weitgehend auf den Band "Die Kaiser. 100 Jahre europäische Geschichte" beruht, den er zusammen mit Karl Schnith erstmals 1996 publiziert hatte. (Das Fehlen eines Quellen und weiterführenden Literaturverzeichnisses ist jedoch mit diesem Hinweis nicht zu entschuldigen!) Einem Abkürzungsverzeichnis folgt abschließend ein Personenregister.

"Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches" ist ein recht gutes Nachschlagewerk, das jedoch aufgrund der geschilderten Irritationen nur mit 4 Amazonsternen zu bewerten ist.
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am 17. April 2012
Um ein komplettes Bild über die politische und auch kulturelle Entwicklung des 1. deutschen Kaiserreiches zu erhalten ist das Buch "Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches" von Gerhard Hartmann eine nützliche Ergänzung für jeden Amateur der deutschen Geschichte. Seine theologische Ausbildung erlaubt es dem Autor den Einfluß der Religion - hauptsächlich christlichen - auf die politische Entwicklung des Kaiserreiches durch die Jahrhunderte zu beschreiben und erklären. Denn wäre es überhaupt möglich die Geschichte des Heiligen römischen Reiches eigentlich zu verstehen ohne ihre Verflechtungen mit der (christlichen) Religion zu kennen ? Ein Buch was seinen Platz in der Bibliothek eines Geschichtsamateurs hat.
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Der promovierte Theologe und Historiker Gerhard Hartmann erläutert in seinem Vorwort zunächst den von Helmut Rumpler 1982 eingeführten Begriff des "deutschen Mitteleuropas". Hiermit weist er auf die über Jahrhunderte gewachsene historische Zusammengehörigkeit eines Raumes als eigenständige Geschichtslandschaft hin, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte und den staatlichen Organisationen der einzelnen Reiche steht. Die Geschichte des "deutschen Mitteleuropas" ist jedoch mehr als eine bloße deutsche Geschichte. Vielmehr gab es Wechselwirkungen, Einflussnahmen und Beziehungen etc. im Westen (Frankreich, Burgund und Benelux), Süden (Reichsitalien) uund Osten (Baltikum und Polen,Ungarn, Rumänien), sowie durch Österreich-Ungarn auch auf dem Balkan. In all diesen Ländern sind auch heute noch Spuren des einstigen Kaisertums zu finden....

....ebenso die des einstigen "Reiches" dessen nähere Bezeichnung sich in Verbindung mit der Bezeichnung seines Herrschers über die Jahrhunderte gewandelt hatte. Sprach man seit der karolingischen Zeit vom "regnum francorum", bzw. vom "regnum francorum orientalium" (Ostfrankenreich). Erst im 11. Jahrhundert kam der Begriff des "regnum teutonicum" auf. Die wichtigsten Fürsten des Reiches wählten daher im Hochmittelalter primär den "rex francorum", der erst später noch zum kaiser gekrönt werden konnte. Die mit Karl dem Großen wiederhergestellte und seit Otto I. manifestierte "translatio imperrii" bezog sich nicht auf ein geografisch definiertes Reich, sondern auf den "König der Franken" Um 1100 entstand der Titel "rex romananorum", der den Anspruch des gewählten rex farncorum orientalis auf die Kaiserkröung dokumetierte. Spätestens ab Kaiser Ferdinand I. nahmen die Könige nach ihrer Wahl automatisch den Titel eines Kaisers an. Unter Brabarossa wurde der Begriff des "sacrum imperium" eingeführt. Für das Jahr 1254 ist erstmalig das "Sacrum Romanum Imperium" belegt, das Mitte des mit dem Zusatz "nationis Germanicae" erweitert wurde, Den Titel eines "deutschen Königs" gab es nicht und der Begriff "deutscher Kaiser" setzte sich umgangssprachlich erst zum Ende des "Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation (HRR) durch....

Dr. Gerhart Hartmann hat in seinem Buch 71 Herrscherbiographien - von Karl dem Großen bis zum letzten österreichischen Kaiser Karl I. Das sind 1200 Jahr Geschichte, vom heiliggesprochenen Sachsenschlächter bis zum um Frieden bemühten, 2004 seliggesprochenen ungarischen "Letztkönig". Mit dieser Anzahl von Königen und Kaisern weicht das Buch erheblich von den 52 Bildnissen der im "Kaisersaal" des "Frankfurter Römers" abgebildeten Herrscher ab. Gleiches gilt gegenüber "Die Deutschen Kaiser im Frankfurter Römer: Von Karl dem Großen bis Franz II" von Nicolas Wolz. Hierzu einige Beispiele: Neben König Karlman (876 - 880) bei den Karolingern widmet Hartmann ein ganzes Kapitel den eher unbedeutenden "Italienischen Kaisern" Guido und Lambert von Spoleto, Ludwig dem Blinden und Berengar von Friaul. Die Welfen sind ihm hingegen kein eigenes Kapiel wert. Otto IV., der einzige Kaiser aus diesem Geschlecht wird kurzerhand bei den Herschern der Stauferzeit intergriert. Für die zeit des Interregnums (1254 - 1273) werden dafür die Biographien von Gestalten wie Wilhelm von Holland, Richard von Cornwall und Alfons von Kastillien präsentiert, die zwar gewählt wurden, jedoch selten oder überhaupt nicht den Boden des Reiches betreten haben. Während der (im Frankfurter Kaisersaal vertretene) Gegenkönig Günther von Schwarzburg mit keiner Silbe erwähnt wird, werden die Könige und Kaiser aus den Häusern Habsburg (Rudolf I.), Nassau, Wittelsbach und Luxemburg in einem Kapitel "Die Epoche der springenden Königswahlen" vorgestellt.

Mit 80 Seiten ist der Schwerpunkt des Buches auf die beiden Habsburgerischen Epochen gesetzt. Die seit König Albrecht II. ununterbrochen regierende Dynastie geriet infolge der Hegemonialbestrebungen Napoleon Bonapartes derart in Bedrängnis, dass Franz II. am 6.August 1806 die deutsche Kaiserkrone und das Reichsregiment niederlegte, um fortan als Franz I., Kaiser von Österreich zu regieren. Das letzte Kapitel ist den "Hohenzollern-Kaisern" gewidmet, deren Reich erst 1871 gegründet wurde. Entgegen den Habsburgern, die auch weiterhin in der Tradition des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zu sehen sind, waren die preußischen Kaiser der Bismarkschen "Kleindeutschen Lösung" historische Emporkömmlinge, die dem Titel des Buches folgend, eigentlich nichts darin verloren haben! Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, für dessen Ausbruch die beiden in Nibelungentreue verbundenen Kaiser Wilhelm II. und Franz Joseph I. im höchsten Maße Mitverantwortung trugen, wurden das alte und das neue Kaiserreich hinweggefegt.

In seinem Nachwort umreisst der Autor kurz den Weg des "deutschen Mitteleuropas" nach dem Versailler Vetrag, NS-Diktatur, Kalten Krieg, Fall des Eisernen Vorhangs bis hin zu Unabhängigkeit Montenegros im Jahre 2006, das nunmehr zum 13. Staat auf dem Gebiet des einstigen Österreich-Ungarn wurde. Den Abschluss bildet ein Foto der Reichskrone, die timediver® anlässlich eines Besuches der Schatzkammer zusammen mit den anderen "Reichskleinodien" in der Wiener Hofburg im Mai 2009 besichtigen konnte. Mit der Anmerkung "Anstatt eines Literaturverzeichnisses" erklärt Dr. Gerhart Hartmann, dass diese Buch weitgehend auf den Band "Die Kaiser. 100 Jahre europäische Geschichte" beruht, den er zusammen mit Karl Schnith erstmals 1996 publiziert hatte. (Das Fehlen eines Quellen und weiterführenden Literaturverzeichnisses ist jedoch mit diesem Hinweis nicht zu entschuldigen!) Einem Abkürzungsverzeichnis folgt abschließend ein Personenregister.

"Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches" ist ein recht gutes Nachschlagewerk, das jedoch aufgrund der geschilderten Irritationen nur mit 4 Amazonsternen zu bewerten ist.
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am 30. September 2015
Ein gutes Buch, um sich einen überblick zu verschaffen. Mehr als das ist bei diesem Seitenumfang auch nicht zu erwarten. Empfehlung für den Preis von 5€
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am 16. September 2014
Wie alle eBooks auf den 1. Blick sehr gut. Vor allen Dingen dieses einfache Bestellen und herrunterladen ist einfach toll.
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am 22. Mai 2013
für den laien vll. ausreichend. aber wenn man etwas mehr ahnung von geschichte hat, bzw. mal das ein oder andere fachbuch gelesen hat (muss nicht unbedingt aus der uni bib sein) kann man dieses getrost bei seite lassen
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am 18. Januar 2016
Meine Nichte wünschte sich das Buch zu Weihnachten und fand es "recht interessant". Ich selbst habe noch nicht reingeschaut und werde es wohl auch nicht tun.
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