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5.0 von 5 Sternen
Hamburger Verhältnisse, 9. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Die umfangreiche Trilogie beinhaltet die drei Romane "Der Schrei des Schmetterlings", "Der Tod des Samurai" und "Der Tanz des Skorpions". Drei zusammenhängende Storys über den Hamburger Kiez, angelehnt an wahre Begebenheiten. Es geht um Bandenkrieg, Polizeiskandal, Liebe, Sex und Drogen im Rotlichtviertel. Wirkt gut recherchiert, mit angehängten realen Materialien wie z.B. Zeitungsmeldungen über die "Hamburger Verhältnisse". Es ermittelt in allen Fällen Hauptkommissar Gottschalk mit seinem Team, alles hamburger Charaktere mit Seele, bei denen es beruflich und privat neben der Haupthandlung auch die eine oder andere Unstimmigkeit gibt. Erster Fall: Eine erwürgte Tote und ein Selbstmordversuch in einem Hotelzimmer, eine hübsche junge Frau und ein etwas älterer Mann, beide unter falschem Namen eingebucht. Die wahre Identität der Frau ist schnell ermittelt: Überraschenderweise handelt es sich um die geschiedene Frau eines Kollegen der Beamten. Im Zimmer finden die Ermittler drei Umschläge mit sehr viel Geld: zweimal laut Beschriftung eine großzügige Spende für einen guten Zweck, einmal das Geld für die Beerdigung der beiden. Etwas lustlos schleppt sich das Team durch den Fall, der zunächst nichts Besonderes zu sein scheint. Nach und nach wird die Geschichte aber immer brisanter und spannender. Der zweite Teil beginnt mit einer Rückblende: Ein Teenager beobachtet seine Schwester bei verbotenen Spielen im Schlafzimmer der Eltern. Die Ermittler, das gleiche Team wie im ersten Roman, beschäftigt zunächst ein Toter im berühmt-berüchtigten Kiez-Lokal "Die Grotte": Der "Samurai" wurde erschossen. Weit und breit ist kein wirkliches Motiv zu entdecken, von einem Informanten wird die Tat aber als "genialer Schachzug" bezeichnet. Weitere Tote folgen. In Teil drei wird schließlich der abgehalfterte Kokser Zappa als "Killer von St. Pauli" verhaftet, er soll laut Zeitungsmeldung für den Tot des "Samurai" verantwortlich sein. Tatsächlich gesteht er, fünf Morde als Auftragskiller für eine bekannte Kiez-Größe ausgeführt zu haben. Doch mit der Verhaftung ist die Geschichte noch lange nicht ausgestanden. Hat mir gut gefallen, der relativ umfangreiche Sammelband ist schnell gelesen. Die drei zusammenhängenden Krimis können aber natürlich auch einzeln gelesen werden. Cool, realistisch, vielschichtig, politisch, mit derber und schmutziger Kiez-Atmosphäre, die ausgefeilten Charaktere lassen das ganze manchmal wirken, als wäre man als Leser mittendrin.
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5.0 von 5 Sternen
Hamburger Milieustudie - gnadenlos gut, 10. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Die "Kiez Trilogie" beinhaltet die bei Rowohlt erschienenen und lange vergriffenen Thriller "Der Schrei des Schmetterlings", "Der Tod des Samurai" sowie "Der Tanz des Skorpions" in einer schön gestalteten Neuauflage bei Pendragon. Nicht zu Unrecht schrieb das Allgemeine Deutsche Sonntagsblatt einmal: "Göhre schreibt wie Hitchcock filmt." Seine Schilderungen des Hamburger Rotlicht-Milieus sind schonungslos realistisch und geben einen tiefen Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen Hamburgs der 80er und 90er Jahre. Politik, Kriminalität, Kultur: Göhre verzahnt reale Vorfälle wie die Killer-Serie des Werner Pinzner mit Fiktion. Fazit: Die Romane sind in der allerhöchsten Liga deutschsprachiger Kriminalliteratur zu verorten. Den die Thematik abschließenden Roman "Zappas letzter Hit" veröffentlichte Frank Göhre im Jahre 2006 ebenfalls im Pendragon Verlag.
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5.0 von 5 Sternen
Hamburg, mein Hamburg ..., 26. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Wer wissen will, wie es in der Hansestadt Hamburg zugeht, muss zwingend "Die Kiez-Trilogie" von Frank Göhre lesen. Die Romane erzählen, wie es mit der Organisierten Kriminalität begann, vom Aufstieg und Fall der Kiezgrößen und der Verfilzung von Politik und Verbrechen. Das vorliegende Taschenbuch (729 Seiten!) beinhaltet die Romane: 1.) "Der Schrei des Schmetterlings" - Eine Peep-Show-Tänzerin wird erwürgt aufgefunden. Offensichtlich hat ihr Freier sie umgebracht und anschließend Selbstmord verübt. Doch mehrere Einzelheiten passen nicht ganz in das Bild. Und dann entdeckt Hauptkommissar Broszinski Spuren, die dem anfangs so simpel erscheinenden Fall eine ungeheure Brisanz verleihen ... 2.) "Der Tod des Samurai" - In einem Lokal auf der Reeperbahn wird ein Mann vom Stuhl geschossen. Der Killer entkommt. Die Kommissare Gottschalk und Fedder ermitteln im Milieu. Aber niemand weiß etwas, und eine Erklärung gibt es auch nicht. Nur ein ehemaliger Beamter der FD 65 (Organisierte Kriminalität) faselt etwas von einem bevorstehenden Krieg, einer blutigen Schlacht auf der Meile ... 3.) "Der Tanz des Skorpions" - Als 'Zappa' Weber verhaftet wird, gesteht er, fünf Morde im Auftrag einer Kiezgröße ausgeführt zu haben. "Der Killer von St. Pauli" macht Schlagzeichen, zumal ihm seine attraktive Anwältin für den eigenen Ruhm benutzt. Doch er hat noch eine Rechnung offen, und er hat noch nie jemand die Schulden erlassen ... Fazit: St. Pauli - Hamburgs sündige Meile. Ging es auf dem Kiez lange Zeit gemütlich, fast familiär, zu, so wurde das Geschäft Mitte der 1980er härter - brutaler. In seinem unnachahmlich atemberaubenden Stil erzählt Frank Göhre vom Bandenkrieg im berühmtesten Rotlichviertel der Welt, aber auch vom Hamburger Polizeiskandal. Er eröffnet dabei einen schonungslosen Blick auf Politik und Verbrechen in der altehrwürdigen Hansestadt. Seine Protagonisten sind Zuhälter, Geldwäscher, Waffenschieber, Drogenbosse und Zocker. Kurzum: Das Milieu. Hier finden sie keine lauen Regionalkrimis. Hier schlägt ihnen Leben pur entgegen. Meilensteine der neueren, deutschen Kriminalliteratur! Der letztendlich abschließende Roman "Zappas letzter Hit" ist auch im Pendragon erschienen. "Noir made in Germany" - Höchst empfehlenswert! [Reinhard Busse]
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5.0 von 5 Sternen
Kiez-Trilogie, 11. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Göhre versteht es wie kein zweiter, anhand weniger Absätze die Atmosphäre des Hamburger Kiezes der 70ziger, 80ziger Jahre auferstehen zu lassen. Seine Romane zeigen Ansätze subtiler Gesellschaftskritik. Deshalb sollte man die Trilogie auch 20zig Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung unbedingt (noch mal) lesen.
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5.0 von 5 Sternen
Der Kiez ist zurück!, 14. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Frank Göhre schafft in der Trilogie eine großartige und gnadenlose Milieubeschreibung des Hamburger Kiez - einzigartig zu lesen in seiner Brutalität auf dem Kiez und dem verstrickenden Filz mit der bundesdeutschen Wirklichkeit. Das ist saugut geschrieben und packt einen bis zum Schluß ! - große Klasse!
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5.0 von 5 Sternen
Geile Menschen - geile Musik, 12. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Die Not hat ein Ende ! Die Zeit der Dorfmusik ist vorbei !" 13.April 1962 Die Not hat ein Ende - Frank Göhres Kiez-Trilogie endlich lieferbar - Herbst 2011 Die Romane Der Schrei des Schmetterlings" von 1986 Der Tod des Samurai" 1989 und Der Tanz des Skorpions"1991 - alle drei lange vergriffen - endlich vereint in der Kiez-Trilogie und ergänzt um über 30 Seiten aktuelle Hintergrundinfos und Materialien. Broszinki, Gottschalk, Fedder versus Zappa im dem Milieu, wo die Beatles und all die anderen tollen Bands die Dorfmusik weggefegt haben. Da, wo der Kaiserkeller, Indra, Top Ten und -bis heute -Große Freiheit36, wo das Eros Center, Herbertstraße, Angies Nightclub und all die anderen Clubs und Kneipen das große Szenario für Sex und Crime liefern. Den Stoff, den Frank Göhre so einzigartig erzählt. Geile Musik, geile Menschen. Lieber Leser: gute Musik auflegen, die Trilogie aufklappen und los geht`s - Spannung garantiert!!
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5.0 von 5 Sternen
Tiefe Einblicke!, 10. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kiez-Trilogie (Taschenbuch)
Frank Göre kennt die Hamburger Szene wie kaum ein, wenn nicht sogar: kein Zweiter. Seine neu durchgesehenen und nach wie vor frischen Romane geben nicht nur einen überzeugenden Eindruck des kriminellen Kiezmillieus, sie sind auch Zeitgeschichte. Unbedingt empfehlenswert, für Krimileser(innen) ein eindeutiges Muss und eine Alternative zu allerlei Durchschnittlichem oder nur auf Schock ausgerichteten Banalismen in der Krimiliteratur!
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