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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mäßig spannender klassichr Kriminalroman, 15. Oktober 2011
Von 
Marko Schlichting (München, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mörder sass im Wembley-Stadion (Gebundene Ausgabe)
London, 1966. Der Kommissar von Scotland Yard Varney ermittelt wegen eines Überfalls auf einen Geldtransporter. Einer der Täter, Grapp, ist auf der Flucht, einer unerkannt, ein Dritter, Woodward, wird eingebuchtet. Doch dann misslingt ein Versuch, Woodward zu befreien: Der Falsche kommt aus dem Knast, entwischt seinen Befreiern, die ihn töten wollen, erzählt einem Journalisten seine Geschichte und geht dann freiwillig ins Gefängnis zurück. Der Journalist findet tatsächlich das Haus, in dem der Gefangene nach seiner Befreiung kurz gelebt hat, doch bevor er die Information weitergeben kann, wird er erschossen. Der zweite Versuch, Woodward zu befreien, gelingt. Inspektor Varney ist sich sicher: Woodward hat was vor, doch alleine ist er dazu nicht in der Lage. Ein Unbekannter zieht die Fäden, und der tritt auch schon in Aktion - unter dem Namen Delphin. Er hinterlässt eine blutige Spur, doch dann findet das Endspiel bei der Fußball-WM statt, und der Mörder sitzt im Wembley-Stadion... Der DDR-Schriftsteller Erich Loest wurde aus politischen Gründen 1957 zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Als er wieder freigelassen wurde, forderte man ihn auf, Kriminalromane zu schreiben. Dazu legte er sich das Pseudonym Hans Walldorf zu. Loest hatte allerdings drei Probleme: Er war kein Kriminalschriftsteller, er hatte dazu eigentlich auch keine Lust, und der musste seine Romane ins westliche Ausland verlegen, ohne sich die Handlungsorte anschauen zu dürfen. Dazu nutzte er Stadtpläne und Bildbände. Das Ergebnis ist ein mäßig spannender Roman mit LOGIKLücken. Es gelingt nur selten, die 60er Jahre in England lebendig werden zu lassen. Zwar gelingt es Loest, das WM-Fieber an einigen Stellen nachzuzeichnen, doch auch hier fehlt ihm die Erfahrung. Ein klassischer Kriminalroman, den man nicht unbedingt gelesen haben muss. Loest selber beschreibt das in seinen Memoiren so: 1981 durfte er in die Bundesrepublik ausreisen, und er besuchte natürlich auch England und das Wembley-Stadion. Anschließend habe er vor Scham drei Stunden lang nicht geredet.
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Der Mörder sass im Wembley-Stadion
Der Mörder sass im Wembley-Stadion von Erich Loest (Gebundene Ausgabe - Februar 2006)
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