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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komprimiert, aber informationsgeladen
Die Reihe "Kultur & Kritik" gehört in jenes Publikationsressort des Verlags Bertz + Fischer, in welchem der Bereich "Politik und Kultur" ein attraktives Diskussionsformat findet: Aktuell, aber dabei intellektuell. Wissenschaftlich fundiert, aber essayistisch entspannt. Teilweise thematisch gar brisant, aber in der Darstellung keineswegs 'überspannt' -...
Vor 20 Monaten von K. Weiss veröffentlicht

versus
2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung!
Das vorliegende Buch ist sehr sehr klein. Was ja an sich nich schlecht sein muss, aber in diesem Fall ist es das auch leider.
Außer im Bereich Film, bleibt das Buch schlecht recherchiert und teilweise sogar fehlerhaft. Man erkennt das Metier des Autoren (Film).
Und selbst da vermisst man absolut eine Vorstellung von Leni Riefenstahl und ihrem filmischen...
Vor 20 Monaten von Gorden Jasmund veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komprimiert, aber informationsgeladen, 2. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (Broschiert)
Die Reihe "Kultur & Kritik" gehört in jenes Publikationsressort des Verlags Bertz + Fischer, in welchem der Bereich "Politik und Kultur" ein attraktives Diskussionsformat findet: Aktuell, aber dabei intellektuell. Wissenschaftlich fundiert, aber essayistisch entspannt. Teilweise thematisch gar brisant, aber in der Darstellung keineswegs 'überspannt' - 'Reizthemen', deren Diskussion in diesen Publikationen weder ihren Informations- noch ihren intellektuellen 'Unterhaltungswert' einbüßen.

Marcus Stigleggers zweite Veröffentlichung in der Reihe "Kultur & Kritik" bietet, im handlichen Format, hohe Informationsdichte bei sehr guter Lesbarkeit. Populärkulturelle Phänomene zu besprechen, wie es bei "Nazi-Chic und Nazi-Trash" der Ansatz ist, muss immer bedeuten, die Darstellung auf aussagekräftige Beispiele des breiten Spektrums, wie es mit dem Beobachtungsfeld Populärkultur einhergeht, zu beschränken. Stigleggers Beispielwahl ist meines Erachtens einerseits überzeugend, da sie die Divergenz von "Nazi-Chic" in verschiedenen Filmen, Subkulturen, Modelabels oder Band-Performances erkennen lässt. Hierdurch verdeutlicht sich, dass der populärkulturelle Einsatz von "Nazi-Chic" weder schlichtweg als Attitüde plumper Provokation oder als Hinweis auf unreflektierte Enthistorisierung gelesen werden kann - dass jedoch der Einsatz von "Nazi-Trash" auch nicht einfach mit kultursubversiven, kritischen Ansprüchen gleichgesetzt werden darf. "Nazi-Chic und Nazi-Trash" zeigt, gemäß dem Titel, die Oszillation dieses Phänomens auf. Eine Oszillation, die entsprechend des Reihen-Titels kritisch bedacht wird.

Andererseits stellt Stigleggers zweifache Schwerpunktsetzung auf Film und auf die Subkultur(en) der Schwarzen Szene (bzw. hierin subsummierten Musikgenres) ein aufschlussreiches Vergleichsmoment her. Insbesondere Leser, die sich für das verstörende Spiel mit Nazi-Uniformen und -Symbolen in Neofolk- und Industrial-Szene interessieren, finden hier z. B. über den Aspekt der Fetischisierung einen Ansatzpunkt: Dieser deutet die Komplexität des "Nazi-Chic"-Phänomens auch in diesen Subkulturen an und vermeidet jene leider häufigen eindimensionalen Problematisierungen, die die genannten Musikszenen aufs Politische oder reine Provokationsästhetik verkürzen.

In der Kombination vieler Beispiele und eingängiger Setzung theoretischer Begriffe bietet "Nazi-Chic und Nazi-Trash" einen empfehlenswerten Ein- und Überblick zum Thema und zugleich deutliche Ansatzpunkte für jene Leser, die sich mit dem Phänomen weiter auseinandersetzen möchten.
Einen Kritikpunkt muss ich an eine vorhergehende Rezension jedoch anschließen: Das Format wird dem offenbaren Kenntnisstand des Autors - nicht nur hinsichtlich Film sondern auch Musik(sub)kultur - letztlich nicht gerecht und funktioniert wie ein Teaser, der Leselust auf weitere Publikationen zu diesem kontroversen populärkulturellen Phänomen macht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als "nur Klolektüre"!, 1. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (Broschiert)
Es liegt im Wesen des Essays selbst, dass er Dinge anders verhandeln kann und auch muss, als dies eine wissenschaftliche Monographie zu leisten vermag.
Stiglegger als Herausgeber der Reihe 'Kultur+Kritik' beweist allein deswegen Mut, da er meiner seiner Reihe und deren Bänden einen eigenständigen Raum für eine deutschsprachige Essaykultur schafft, die sich abseits von wissenschaftlichen Fachpublikationen, Magazinen und den tiefen des Internets zu entfalten vermag.
Die Investition in die einzelnen Bände kann letztendlich nur in diesem Kontext gesehen werden: Als eine Investition in die Idee eine Lücke im akademischen Diskurs zu schließen. Die breite Rezeption gibt ihm hier sicherlich Recht!

Auch inhaltlich überzeugt das Werk. So fasst Stiglegger einerseits bekannte, von ihm bereits zuvor dargelegte (Sadiconazista, Schlillerndes Dunkel [Hrsg. A. Nym], Looking for Europe [Hrsg. Gerten; Diesel] Positionen summierend und, immer trefflich, zusammen, anderseits überzeugt sein Text mit bemerkenswerten neuen Schlussfolgerungen und neuen Perspektiven auf „alte Diskurse“.

So unternimmt Stiglegger, wahrscheinlich als erster deutschsprachiger Autor überhaupt, eine stimmige Trennung zwischen den Genres „Neofolk“ und „Apocalpytic Folk“.
Auch zeugen seine Interpretationen von Projekten, wie z.B. Albin Julius's „Der Blutharsch“, nicht nur von langjähriger Szenekenntnis, sondern vermögen es auch interessante Facetten an einem Projekt aufzuzeigen, dass die „Jungle World“ einst mit dem Stempel „Neo-Nazi-Musik“ brandmarkte und damit lange Jahre aus dem popkulturellen Mainstream-Diskurs verbannte.

Gerade aber der Schluss und dessen, wiederum einmalige, kritische Auseinandersetzung mit dem Moment der faschistischen Ästhetik als Provokationsstrategie weiß durchaus zu überzeugen. Gerade die abschließenden, durchaus kritikwürdigen, Worte zur Gothic- und Neofolkszene verweisen auf den Umstand, dass viele Diskurse, die Stiglegger im Werk selbst nur anreizen kann, noch vieler ausführlicher Diskussionen bedürfen. Das Werk ist hierfür sicherlich der perfekte Einstieg!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wo die eisernen Kreuze wachsen..." - sehr gutes kleines Büchlein über die grossen Symbole vergangener Generationen...., 4. März 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (Broschiert)
Nach den hervorragenden Büchern über DAVID CRONENBERG und SADICONAZISTA legt Autor Marcus Stiglegger mit dem vorliegenden Buch ein übersichtliches, aber nicht wirklich inhaltlich dünnes Bändchen über den Nazi-Chic der Mode-, Musik- und Filmwelt sowie Ästhetik bis in Neuzeit vor. Er analysiert die mal eher subtilen oder auch plakativen Zitate faschistischer Symbolik mit dem Ziel eines funktionalen Verständnisses im Kontext eines popkulturellen Phänomens. Diese große Bandbreite ergibt sich aus historischen Streifen der Nazi-Exploitation-Höhephase in den 70ern, über zeitgenössische Mainstream Filme wie INGLORIOUS BASTERDS oder THE SPIRIT bis hin zu den selbstinszenierten Posen im Musikgeschäft eines MARILYN MANSON oder Lemmy von MOTÖRHEAD und der Überaffirmation von Gruppen wie RAMMSTEIN und erst Recht LAIBACH.

Sehr belesen wie in seinen anderen Werken führt STIGLEGGER uns durch die letzten Jahrzehnte aller kultureller Bereiche und Dabei ist der Band sehr schön und reichhaltig bebildert und die Bilder gehen bis an die vermeintlichen Tabus die sie selbst beinhalten. Vorwerfen kann ich dem Autor für sein Büchlein nichts außer das er doch bitte gleich ein großformatiges Werk mit mehreren Hundert Seiten daraus hätte machen können. Das Thema und der reiche Erfahrungsschatz des Autors hätten es locker hergeben und manchmal wirkt die Schreibe doch etwas gehetzt und eingeschränkt durch die Formatvorgabe.

Der Schwerpunkt liegt ein wenig auf dem Bereich Film was mich nicht gestört hat, im Gegenteil, andere mögen es etwas schmalspurig empfinden. Sehr schön finde ich die Ausführungen über die Gothic und Industrial-Szene (u.a. von Siouxie über Throbbing Gristle bis zu Boyd Rice) die so manchem nur overground-erfahrenen Kulturschaffenden vielleicht eher entgangen werden. So ganz nebenbei erfahren wir dann nette Hintergründe über Lemmy von MOTÖRHEAD und wie seine SS- und Nazi-Philie einzuordnen ist.

Die ca. 90 reinen Textseiten im A6 Postkartenformat sind voller Details und in folgende übersichtliche Kapitel aufgeteilt:

Sexy Nazis?
Sadiconazista: Nazi Exploitation
(Death) Camp Pornografie
Die Schatten der Geschichte
Nazi-Trash: Sadiconazista heute
Nachleben der Nazi-Ära in der Modewelt
Gothic und Industrial: Performing Nazi-Chic
Radikalisierter Stil
Tabubrüche
Wo die eisernen Kreuze wachsen
Apokalypse-Romantik
Übercodierung der Symbole
Verloren in der Hyperrealität?

5/5 Tabus....äh,...Sternen
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung!, 30. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (Broschiert)
Das vorliegende Buch ist sehr sehr klein. Was ja an sich nich schlecht sein muss, aber in diesem Fall ist es das auch leider.
Außer im Bereich Film, bleibt das Buch schlecht recherchiert und teilweise sogar fehlerhaft. Man erkennt das Metier des Autoren (Film).
Und selbst da vermisst man absolut eine Vorstellung von Leni Riefenstahl und ihrem filmischen Wirken und wie dieses nachdrücklich die heutige Filmkunst beeinflusst hat. Bildsprache, Ästhetik und der gleichen werden dabei ebenso nicht ausreichend angesprochen, wie Kunst im Dritten Reich und ihr Nachwirken bis heute ( Bsp. Arno Breker).
Wenn es aber an die Kapitel über die Gothickultur, geht hörts mit dem Wissen auch ganz auf und Halbwissen wird zu Tage gefördert und breitgetreten. Lückenhaft und nur in Teilen recherchiert, dieses gesammelte Wissen, aber dann derart breitgetreten über mehrere Kapitel, hinterlassen einen mehr als faden und einseitigen Eindruck. Ein genauerer Blick auf einige Punkte fehlt an diesen Stellen.
Insgesamt ist es zwar ein nettes Büchlein, aber mehr als trockenes kaum erklärtes Wissen fade aneinandergereit und stets wiederholt ist es nicht. Die Zitate und Quellenbelege sollen zwar den Eindruck einer Wissenschaftlichen Arbeit geben, aber an vielen Stellen wünscht man sich, dass der Autor auf einiges genauer erklärender eingegangen wär, oder doch zumindest etwas mehr erläutert hätte.

Ich habe mehr von diesem Buch erwartet und war ehrlich enttäuscht. Seine fast 10 Euro ist es in keinerlei Weise wert!
für 3 bis 4 Euro hätte ich kein Problem damit, aber so erwartet man doch mehr, vor allem wenn man bedenkt, dass man für 10 Euro snst auch deutlich größere Bücher bekommt. A5 ist für ein Buch vielleicht bei Klolektüre noch vertretbar, aber so? Nicht wirklich.
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Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur
Nazi-Chic und Nazi-Trash: Faschistische Ästhetik in der populären Kultur von Marcus Stiglegger (Broschiert - Oktober 2011)
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