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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Lektüre
Das kleine, problemlos an einem Wochenende zu lesende Buch »Herrlich inkorrekt« von Matthias Dell dürfte für Fans des Münsteraner Tatorts eine interessante und neue Perspektive eröffnen. Während Dell im ersten Teil hauptsächlich die Rollen und die Darsteller näher behandelt – neben Boerne und Thiel also auch Silke Haller,...
Veröffentlicht am 8. Januar 2013 von OrangeKnickers

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein schönes Büchleinchen
Zu klein, zu teuer, zuviel Blabla inside. Klingt wie ein nicht gelungener Schulaufsatz, in den man mit Zwang einen Haufen Fremdwörder hineinvergewaltigt hat, damit es etwas hochtrabender klingt. Tatort Münster-Fans lernen eigentlich nichts neues, Anhänger der "pc" läsen eher ein richtiges Buch zum Thema. Stellenweise blättert man nur noch...
Vor 3 Monaten von Schwabenandi veröffentlicht


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Lektüre, 8. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Das kleine, problemlos an einem Wochenende zu lesende Buch »Herrlich inkorrekt« von Matthias Dell dürfte für Fans des Münsteraner Tatorts eine interessante und neue Perspektive eröffnen. Während Dell im ersten Teil hauptsächlich die Rollen und die Darsteller näher behandelt – neben Boerne und Thiel also auch Silke Haller, Wilhelmine Klemm, Nadeshda Krusenstern und Herbert Thiel –, kommt er zweiten Teil zum eigentlichen Thema, dem mal erfolgreichen, mal verfehlten Versuch gekonnt gegen die »political correctness« zu verstoßen.

Die konsequent im Münsteraner Tatort eingeflochtene Debatte um »political correctness« kann nur zu leicht als oberflächliches und reines Slapstick-Element verstanden werden, birgt aber bei näherer Betrachtung auch noch eine ganz andere Dimension. Durch eine detaillierte Analyse des Stammpersonals und ausgewählte Momentaufnahmen aus den bisherigen Münster-Episoden verortet Dell die Funktion der Figuren und ihrer Darsteller im Umfeld der »political correctness«-Diskussion.

Einige der Statements und Interpretationen Dells würde ich persönlich so nicht unterschreiben, aber seine Beobachtungen rufen sowohl einige der besten und amüsantesten Momente der Münster-Reihe wieder ins Gedächtnis, und regen außerdem ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken an; nicht nur in Bezug auf das Duo Thiel/Boerne, sondern auch hinsichtlich des Tatorts insgesamt. Die Fotos sind leider relativ klein und nicht immer klar zu erkennen, dafür gibt es einen Stern Abzug.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen top, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
bin sehr zufrieden mit dem Kauf dieses Büchleins, es gibt aufschluss über die Schauspieler Axel Prahl und Jan Josef Liefers nettes Büchlein wenn mann an dem Tatort Münster interrressiert ist
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein schönes Büchleinchen, 25. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Zu klein, zu teuer, zuviel Blabla inside. Klingt wie ein nicht gelungener Schulaufsatz, in den man mit Zwang einen Haufen Fremdwörder hineinvergewaltigt hat, damit es etwas hochtrabender klingt. Tatort Münster-Fans lernen eigentlich nichts neues, Anhänger der "pc" läsen eher ein richtiges Buch zum Thema. Stellenweise blättert man nur noch weiter, weil es einfach nur langweilig ist.

Dell, das war nix.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesenswert, aber sehr wissenschaftlich, 11. März 2013
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Das Büchlein ist eine eher wissenschaftliche Betrachtung der "political correctness" am (Anti-)Beispiel des Tatort Münster. Zunächst wird die Krimi-Reihe "Tatort" mit anderen Krimi-Reihen bzw. -Serien wie "Polizeiruf 110", "Derrick" oder "Der Kommissar" verglichen. Die Bedeutung des Tatort Münster innerhalb der Tatort-Reihe wird ebenso beleuchtet wie die einzelnen wiederkehrenden Haupt- und Nebenrollen. Auch Rollen der Schauspieler in anderen Werken werden betrachtet, um ihre Tatortrolle und den zu spielenden Charakter zu erklären. Im darauf anschließenden Teil setzt sich das Buch sehr intensiv mit dem Begriff "political correctness" auseinander. Diese in Teilen mühsam zu lesende Betrachtungsweise wird dann eingebettet in die meist abwesende "political correctness" im Tatort Münster. Ein Großteil des Buches beschäftigt sich hiermit.
>>Herrlich inkorrekt<< will ausdrücklich kein "Alles-was-man-über-den-TATORT-Münster-wissen-muss"-Buch sein, wie es der Autor selbst schreibt. Es ist eine wissenschaftliche Erläuterung, was den Tatort Münster so einzigartig macht. Durchaus inhaltlich interessant, zuweilen wegen des Schreibstils und der Benutzung von Abkürzungen ("PC", "N-Wort"), die erst Seiten später erklärt werden, schwierig zu lesen. In jedem Fall für Tatort-Fans lesenswert ist der erste Teil, gibt er doch eine Betrachtungsweise frei, die sich auf den ersten Blick nicht jedermann erschließt.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr treffende Analyse des "political correctness"-Hypes, die Analyse des Münster-Tatorts kommt aber etwas kurz, 27. Januar 2013
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Mehr als die Hälfte des winzigen (Format Din A 6!)-Bandes dreht sich um eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen "political correctness". Zwar ist hier die Sprache mitunter sehr gestelzt und klingt arg nach einer Semesterarbeit (es wird "verortet" und in etwas "verhaftet", "ridikülisiert" und "diskursiv" vorgegangen, zudem ist "Tautologie" in allen Varianten ein Lieblingsbegriff des Autors: tautologisch, tautologisierend...), aber wenn man schmunzelnd darüber hinwegsieht, dass Matthias Dell stilistisch noch nicht ganz die Kurve zu populärwissenschaftlicher Schreibe gefunden hat (und in diese Rubrik fällt das Bändchen ja eigentlich), dann ist seine Zusammenfassung unbedingt lesenswert, auch für Leute, die sich gar nicht so sehr für den Münster-Tatort interessieren.

"Politisch korrekt" wird dieser Tage inflationär gebraucht, ohne dass irgendjemand überhaupt noch hinterfragt, ob dies eigentlich zutrifft. Dell stellt fest, dass die Unterstellung einer nebulösen "PC"-Vorschrift in der Regel nur verwendet wird, um einen "Gegner" lächerlich zu machen oder zu diffamieren. Wirklich korrekte Bezeichnungen wie "Beleidigung", "Unhöflichkeit", "Schimpfwort", "Verallgemeinerung" werden pauschal als "politisch unkorrekt" beschönigt, das "man wird doch wohl mal sagen dürfen..."-Schema. Oder es wird so getan, als "dürfe" man ja etwas gar nicht mehr sagen, obwohl man gleichzeitig (siehe Internetforen) lang und breit über eben das angeblich ja "verbotene" Thema schwadroniert.

"Politische Korrektheit" als Zwangsapparat existiert nicht, denn "man" kann ja wirklich sagen und denken, was man will. Muss sich dann aber eben auch mal Kritik und Widerspruch anderer gefallen lassen, die man nicht einfach mit "ihr seid alles politisch korrekte Gutmenschen" abschmettern kann. So billig hätten es manche gern, die laut Dell gern ihre heutzutage überholten und/oder chauvinistischen Ansichten gern weiter ungestört hinausposaunen wollen, wehe, da fährt ihnen einer in die Seite. "PC" als scheinbarer "Feind" gibt also einen Schutzraum für fragwürdige Ansichten und Begriffe.

Im zweiten Teil überträgt Dell seine Thesen auf die Drehbücher zum Münster-Tatort. Hierbei - wichtig - beschränkt sich der Autor allerdings auf die Vorlagen des Autorenteams Stefan Cantz und Jan Hinter, die momentan 9 der 22 Fälle geschrieben haben und bei deren Geschichten der Klamauk oft mehr im Vordergrund steht als bei anderen Autoren der Reihen. (Ausnahmen sind z.B.: "Der dunkle Fleck", "Dreimal schwarzer Kater")

Die Charakterisierung der Hauptfiguren fand ich dabei gelungen nachvollziehbar.

Der Auslegung von Boernes Humor dagegen konnte ich nur bedingt zustimmend folgen. Dell sieht Boerne als eine erzkonservative Figur, die eben für Leute steht, die sich unter dem Deckmantel "politischer Unkorrektheit" erlauben, alles herauszuplaudern, was sie so meinen und denken. Dell bezeichnet dies u.a. als "Kadettenhumor". Als ein Beispiel dient die berühmte "Wie heißen eigentlich diese Leute, die immer schwarz rumlaufen?"-Diskussion mit Thiel und Nadeschda aus "Ruhe sanft".
Das ist interessant zu lesen.

Aber ob es zutrifft? Ich glaube eher nicht. Denn die Figur Boernes hat sicher keinen Vorbildcharakter, er ist eher eine lächerliche Figur, also jemand von dem man sich abgrenzt, weil man sich selbst natürlich nicht als so stoffelig und selbstverliebt sieht, nicht als der Elefant im Porzellanladen, der in jedes Fettnäpfchen tritt. Man lacht über Boerne nicht, weil er ja so herrlich "unkorrekt" spricht, sondern weil er oft so ein Vollhorst ist.
Boerne ist vielleicht ein wenig wie einst Alfred Tetzlaff, nur nicht ganz so anstrengend, da eben klüger und selbst durchaus auch zu Humor und Einsicht fähig, halt ein runderer Charakter als das alte Ekel.

Dafür spricht, dass man in Internetforen oft lesen kann, wie sich genau die Leute, die viel Ähnlichkeit mit einem Boerne haben und selbst ihre persönlichen, natürlich "politisch unkorrekten" Ansichten gern und häufig öffentlich vertreten, sehr über diese Figur aufregen (und häufig auch den Schauspieler Liefers und die Figur Boerne nicht auseinanderhalten können: "Dieser Liefers ist ein arroganter Klugscheißer, überhaupt nicht witzig.")

Außerdem orientiert sich der Autor, wie gesagt, an dem Autorenteam Cantz/Hinter, die Drehbücher anderer Autoren fallen durchaus anders aus, auch, was den Humor betrifft. Einer der beliebtesten Fälle "Satisfaktion" stammt von Johannes W. Betz und zeigt eine eher kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Konservatismus und Kadetten- bzw. Burschenschaftlergehabe.

Lohnt sich als spannender Ansatz zu lesen. Man könnte noch mehr aus dem Thema machen. Und ein dickerer Band mit einer genaueren Auseinandersetzung mit dem gesamten Medienphänomen "Münster-Tatort" wäre sicher noch eine Veröffentlichung wert.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Aufarbeitung des PC-Themas, manchmal zu kopflastig, 17. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Eigentlich sollte ich es dabei belassen, der ausgezeichneten Rezension von A.G.A. einfach zuzustimmen. Eine Zusatzanmerkung habe ich aber doch anzubringen.

Zu 90% gebe ich dem Autor des Büchleins durchaus Recht, vor allem, was die künstlichen Feindbilder "Politische Korrektheit" sowie "Gutmenschentum" betrifft: Beides sind von den Gralshütern des Chauvinismus ins Leben gerufene Feindbilder, die die eigene Rumpöbelei in einem "coolen" Licht dastehen lassen sollen, im Gegensatz zur sauertöpfischen Lebensverkrampftheit der Weltverbesserer.

Das stimmt schon, das will ich gar nicht abstreiten. Aber das Leben ist eben keine sozialwissenschaftliche Magisterarbeit, und gerade die Lektüre dieses Büchleins lässt einen als Leser unwillkürlich an Situationen denken, in denen man selbst Klischees bedient hat - entweder völlig gedankenlos oder im Zuge eines kleinen emotionalen Ausbruchs. Bestes Beispiel: Der unmögliche Autofahrer, der beim Spurwechseln nie den Blinker betätigt. Wie oft habe ich beim Vorbeifahren da schon nachgesehen, ob es sich beim Lenker etwa um einen älteren Herren, am Ende noch mit Hut, handelt. Ist das nun schon diskriminierend?
Ich erinnere mich an eine Studie, in der festgestellt wurde, dass wir Menschen Vorurteile mitunter brauchen und dass dies in vorgeschichtliche Zeit zurückreiche, weil es dem Überleben dienlich war. Eine große, sich nähernde Gestalt als bedrohlich anzusehen etwa. Weil derjenige, der sich angesichst eines hungrigen Bären erst intellektuell mit der Situation auseinandersetzt, ob hier Flucht gerechtfertigt wäre oder der Bär vielleicht ganz andere Intentionen hegt, eher gefressen wird, als der, der "groß, haarig, läuft auf mich zu" instinktiv als Bedrohung einordnet und davonrennt.

Ich behaupte mal, dass es keinen Menschen gibt, der völlig von Vorurteilen frei ist. Idealerweise WEISS man darum und kann dem Phänomen deshalb auch mit Ironie begegnen. Es geht hier also meines Erachtens nicht um die Frage, ob Ironie gut oder schlecht sei, sondern wie viel davon tolerierbar ist, ohne verletzend zu wirken, und darauf gibt es aufgrund der individuellen Empfindlichkeit jedes einzelnen Menschen keine Antwort und damit keine klare Trennlinie.

Wenn man dies aber mal als Tatsache betrachtet, relativiert sich auch die Sicht auf die Figuren des Münsteraner Tatorts. Das, was Matthias Dell den Drehbuchautoren Cantz und Hinter (die die meisten Münster-Drehbücher geschrieben haben) vorwirft, nämlich dass sie mittels PC-Witzen auf billige Lacher setzen, kann gut möglich sein. Kurioserweise habe ich die Münsteraner lange Zeit nicht so gesehen. Für mich war es eher die doppelte Verdrehung: Die überzogen Darstellung von PC-Spöttern mit dem Ziel, eben diese Haltung lächerlich zu machen. Zumindest bei Boerne, der ja wirklich keine Identifikationsfigur ist, trifft dies meines Erachtens zu. Bei Thiel hingegen zweifle auch ich. Ich halte ehrich gesagt beides für möglich: Dass die Autoren einerseits auf billige Lacher setzen, andererseits mit den kleinen Charakterschwächen Thiels aber auch einfach die Realität darstellen. So SIND wir Menschen halt mal. Auch wenn man von einer Welt, in der kein Mensch einen anderen kränkt, verletzt oder gar tötet, träumt - dies ist ein Traum und wird immer einer bleiben. Gut, man kann sich das Töten verkneifen, aber einen anderen nie zu kränken ist schier unmöglich.

Ich mag naiv sein, aber ich sehe derartige Szenen, in denen eine Identifikationsfigur zweifelhaft handelt, eher als eine Chance, über meine eigene Position nachzudenken. Es mag aber schon stimmen, dass die Mehrheit der Zuseher dadurch weniger zum Nachdenken angeregt wird, als sich in der Richtigkeit ihrer eigenen Vorurteile bestätigt zu fühlen. Was dann aber erst wieder zu dem Schluss führte, dass wir ausschließlich "Idealfiguren" abbilden dürfen, um nur ja keine falschen Vorbilder in die Welt zu setzen, und da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn das erzeugt die eingangs erwähnten PC-Debatten.

Matthias Dells Fazit seiner Exegese war vermutlich in die Richtung gehend, indem er aufzeigte, dass man sehr wohl Minderheitenhumor ohne Beleidigung machen kann. Ein bisschen zu kopflastig das ganze, ein bisschen zu sehr an der Realität des Alltags vorbei, hat er unterm Strich aber doch Recht. Denn wenn ich ehrlich sein soll: Mir gehen die ewigen "Zwergenwitze" im Tatort Münster auch langsam auf die Nerven.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Täuschende Produktbeschreibung, Enttäuschende Kurzlektüre, 20. Oktober 2013
Von 
H. O'Sullivan (Co. Kerry, Ireland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Ich wurde bereits beim Auspacken dieses Winzbüchleins enttäuscht, da ich in der Produktbeschreibung überlesen hatte, daß das Format dieses Bandes die Größe einer kleinen Frauenhand nicht überschreitet. Obwohl die Schriftgröße entsprechend klein gehalten ist (was das Lesen des Buches nicht gerade erleichtert), findet man auf 124 Seiten (plus 7 Seiten Anmerkungen und Index) daher nur einen recht kurzen Text. Der Band ist innerhalb zwei Stunden bequem zu lesen. Allein auf Grund der hier angeführten Produktinformation halte ich den Ladenpreis von 9,90 Euro für ausgesprochen frech.

Der Umschlagrücken und die bei Amazon lesbare Produktbeschreibung verspricht "einen kritischen Durchgang durch die bisherigen Folgen" des Münster Tatorts. Dies suggeriert, daß die mehr als zwanzig, bis zum Erscheinungsjahr dieses Buches (2013) ausgestrahlten Episoden des Münster Tatorts angesprochen werden. Leider ist dem ganz und gar nicht so.

Bereits im ersten, trotz seiner Länge eher als Vorwort zu verstehendem, Kapitel schreibt der Autor: "Dieses Buch, um Enttäuschungen vorzubeugen, versteht sich nicht als ein faktenbasiertes Alles-was-man-über-den-Tatort-Münster-wissen-muß, sondern versucht vielmehr zu beschreiben, wie Münster von einer bestimmten, immer wiederkehrenden Debatte der Jetztzeit handelt." Sehr geehrter Herr Dell, würden Sie ernsthaft einer potentieller Enttäuschung Ihrer Leser vorbeugen wollen, hätten Sie diesen Satz auf dem Umschlagrücken gedruckt und nicht auf Seite 23 Ihres Buches!

Als Thiel-Boerne-Tatort Fan hatte ich mir der offiziellen, täuschenden Produktbeschreibung nach nicht vorgestellt, fast 10 Euro für ein Bändchen auszugeben, das sich liest wie eine Doktorarbeit über politische Korrektheit, inklusive gestelzter Ausdrucksweise, die viele neudeutsche Wörter verwendet.

Leser, die unterhaltsame Analyse der Münsteraner Tatort-Folgen erwarten, rate ich vom Kauf dieses überteuerten Buches sehr ab.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Herrlich inkorrekt ist sehr kompliziert geschrieben., 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: "Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE (Broschiert)
Die herrliche Korrektheit bzw. Inkorrektheit der Thiel-Boerne- TATORTE ist wunderbar beschrieben. Auch die Charaktere der verschiedenen Schauspieler sind sehr treffend formuliert.
Aber die langen Erklärungen über den Begriff Inkorrekt gefallen mir nicht. Oft verstehe ich nicht was gemeint ist, weil Matthias Dell viel zuviele Fremdworte verwendet.
Die Idee so ein Buch zu schreiben finde ich toll.
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"Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE
"Herrlich inkorrekt": Die Thiel-Boerne-TATORTE von Matthias Dell (Broschiert - November 2012)
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