|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
31 Rezensionen
|
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
|
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ihr bestes Buch,
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
Jane Austen zu mögen oder nicht zu mögen ist vorallem eine Frage der Perspektive. Wessen Geschmack auf zeitgenösische Populärliteratur geeicht ist, findet besonders "Emma "wahrscheinlich zum Gähnen langweilig und legt es nach den ersten paar Kapiteln zur Seite.Wer bei Jane Austen zuerst an die mittlerweile zahlreichen Filme denkt, wird sich zumindest an der Erinnerung daran entlanghangeln können und so bei der Stange bleiben. Oberflächlich ist alles geboten was ein harmloses Lesevergnügen ausmacht: englisches Landleben, junge und hübsche Leute, zahlreiche Liebesverwicklungen, nicht allzu tiefgreifende Sorgen und ein Happy End zwischen den beiden Hauptfiguren. Sicher gibt es viele Leute, die Jane Austen genau so lesen und verstehen, nur stellt sich die Frage, warum man dann nicht gleich zu Rosamunde Pilcher greift? Es steckt mehr hinter dieser Autorin, die nicht umsonst noch heute so populär ist und in ihrem Heimatland oft auf eine Stufe mit Shakespeare gestellt wird. Die absolute Beherrschung der sprachlichen Mittel wird besonders in "Emma" am deutlichsten (und am deutlichsten, wenn man sie im Original liest). Die Rahmenhandlung ist auch hier nicht mehr als das: ein Rahmen. Ein Rahmen für vielfältigste Anliegen, sprachliche Spielereien und Gedanken, die man schnell übergeht, wenn man sich lediglich auf den Verlauf konzentriert. Ein wenig Hintergrundwissen über den gesellschaftlichen und geschichtlichen Kontext kann das Lesevergnügen erheblich steigern, doch auch ohne eine genau Kenntnis der Verhältnisse kann man dieses Buch schätzen. Jane Austen ist zeitlos in ihrer genauen Beobachtung menschlicher Eigenarten, in "Emma" ist sie damit auf der Höhe ihres Könnens. Während man "Stolz und Vorurteil" zehnmal mit derselben Freude lesen kann, eröffnet sich bei diesem Buch von Mal zu Mal ein weiteres Feld auf dem man neue Einzelheiten entdeckt. Das vermeintlich sinnlose Geplapper von Miss Bates z.B. gibt eindeutige Hinweise zur im Hintergrund ablaufenden Geschichte zwischen Jane und Frank, die Erzählstimme mischt sich so gekonnt mit Emmas eigenen Gedanken, dass man am Schluss genauso verblüfft ist über die Auflösung des Knotens wie Emma selbst. Was ich persönlich an Jane Austen und an "Emma" am meisten schätze ist die Ökonomie der Mittel. Keine versonnenen Beschreibungen zum bloßen Selbstzweck, keine erzählerischen Ausschweifungen - jeder Satz, beinahe jedes Wort hat eine Funktion die dem "großen Ganzen" dient. Dazu der versteckte Humor, die Satire, der Wortwitz. Keine Schenkelklopfer, sondern ein kontinuierliches, verstohlenes Schmunzeln. All das muss man sehen, verstehen und schätzen können - dann ist "Emma" unerschöpflich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Hände weg von dieser Übersetzung!,
Rezension bezieht sich auf: Emma: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Jane Austen's Sprachwitz und Finesse ins Deutsche zu übertragen ist schon schwer genug. Angelika Beck scheitert diesbezüglich auf der ganzen Linie. Die gespreizte, unnötig komplizierte Sprache ist kaum zu ertragen und wird dem Original an kaum einer Stelle gerecht.Wem das Original verwehrt bleibt, dem sei Christian Grawe's Übersetzung (Reclam) wärmstens empfohlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eines ihrer besten Werke,
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
Nach "Stolz und Vorurteil" ist dies eindeutig mein Lieblingsroman von Jane Austen.Es geht natürlich um die Suche nach dem richtigen Ehemann. Doch ausnahmsweise, ist die Heldin nicht arm, sondern selbst sehr reich. Emma ist eine sehr hübsche, selbstsichere und gebildete junge Dame aus gutem Hause, die nicht die Absicht hat, je selbst zu heiraten. Dafür liebt sie es die Hochzeiten anderer anzubahnen, was ihr jedoch nicht immer gelingt. Schließlich, nach einigen Verwicklungen, findet auch Emma ihr Glück. Diese Geschichte einer jungen Frau, die erst ihre Fehler einsehen muss um glücklich zu werden, hat ihren ganz eigenen Charme und zeichnet sich durch ihren hintergründigen Humor aus. Da Emma nicht wegen finanzieller Gründe heiraten muss, ist dieser Roman etwas weniger "ernst" als andere Werke der Autorin wie zum Beispiel "Stolz und Vorurteil" oder "Mansfield Park", was ihn allerdings nicht weniger romantisch und ebenso schön macht. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Unbedingt reinhören!,
Von Anonym (Eisenhüttenstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Emma. MP3-CD. Die englische Originalfassung ungekürzt (Audio CD)
Da ich ohne meinen iPod fast gar nicht mehr das Haus verlasse, bin ich ein großer Hörbuchfan geworden. Umso mehr freut es mich, dass es jetzt die großen Klassiker der Weltliteratur als Hörbuch gibt – und zwar in der englischen ungekürzten (!) Originalversion.Als Jane Austen-Fan ist das Emma-Hörbuch für mich natürlich ein Muss. Ihr spezieller Wortwitz ist einfach einmalig. Die ruhige, aber klare Stimme des Sprechers machen diese CD zu einem Hörgenuss. Toll ist das praktische MP3 Format, was bedeutet, dass alle Kapitel auf eine einzige CD passen – was Platz spart uns schnelles Überspielen auf MP 3-Player ermöglicht. Als Bonus gibt es den kompletten Originaltext als PDF-Datei zum Mitlesen, einmal optimiert für den Bildschirm (was die Augen schont) und einmal für den Ausdruck (was den Toner schont). Fazit: Ein gelungenes Hörbuch – deshalb von mir 5 Punkte! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Sehr lesenswert,
Von Pirata0810 (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
Etwas schockiert waren sie ja, die vornehmen englischen Leserinnen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als ihnen da in den Romanen der Jane Austen Heldinnen gegenübertraten, die nicht ständig in Tränen ausbrachen oder in Ohnmacht fielen, die sich auch keineswegs überdimensionaler Tugenden oder unirdischer Vollkommenheit rühmen konnten- nein, Frauen, die realistisch und unsentimental geschildert waren, voller Fehler und Schwächen, jedoch mit liebenswerter Natürlichkeit.Eine dieser Frauen ist Emma Woodhouse- die Heldin des Romans. Gutherzig, verwöhnt, auch ein wenig arrogant, aber bei allen Mängeln sympathisch, wiegt sich in dem selbstgefälligen Gedanken, in ihrer Umgebung Schicksal zu spielen, und versucht, wie es ihr die Phantasie gerade eingeibt, ihre männlichen und weiblichen Bekanntschaften miteinander zu verheiraten. Das geht natürlich ständig schief, und es gelingt ihr auf diese WEise, das stille, eintönige Highbury gründlich durcheinanderzuwirbeln. Schließlich kommt auch sie, die nie heiraten wollte, zu Vernunft und Ehemann. "Emma" ist für mich ein toller Roman, weil er uns eine Heldin zeigt, die vollkommen "normal" ist. Sie versucht ihre Freunde glücklich zu machen, und vergisst sich selbst dabei. Die Geschichte ist interessant geschrieben- aber vorsicht, für manche kann er aufgrund der geringen Handlung leicht langweilig wirken. Dabei unterhalten sich die Menschen wie es jeder von uns tut auch einfach mal stundenlang über ganz alltägliche Sachen. Man hat das Gefühl als würde man sie alle schon jahrelang kennen. Auf alle Fälle lesenswert, man muss sich aber auf das Buch einlassen, sonst geht der Charme verloren! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ich möchte es nicht mehr hergeben,
Von Lissy Bennet (Erfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
Emma Woodhouse ist wohl eine der schillerndsten Figuren in Jane Austens Romanen. Obwohl jung, reich und intelligent ist Sie doch ebenso verblendet, ein bisschen verbohrt und mit einem Standesdünkel ausgestattet der mich nicht nur einmal zum lachen gereizt hat. Nichtsdestotrotz konnte ich mich der Anziehung EmmaŽs nicht entziehen und hatte Sie schon bald in mein Herz geschlossen. Emma ist Jane Austen in Bestform. Die spritzigen mitunter spitzen Dialoge, die feinfühligen Beschreibungen sowie die Lebendigkeit der Personen sind einfach unübertroffen. Ich jedenfalls konnte mich nur schwer von der charmanten Emma und dem wundervollen Mr. Knightly trennen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ich, Emma Woodhouse, suche Ehemann für reizende Freundin...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
"Der Mensch neigt von Natur aus zuWohlwollen gegenüber jenen, in deren Leben gerade etwas Aufregendes geschieht, weshalb ein junger Mann, der entweder heiratet oder stirbt, sicher sein kann, dass nur Gutes über ihn gesagt wird." Jane Austens Weisheit nimmt sich vor allem Emma Woodhouse, Titelheldin des gleichnamigen Romans "Emma", an. Die junge Dame gehört zum Landadel Englands des frühen 19. Jahrhunderts und erlaubt sich, durch ihre privilegierte Geburt bedingt, ihre Mitmenschen untereinander zu verkuppeln. Dass das niemals gut gehen kann, stellt sich schon nach dem ersten Versuch heraus. Emma, der sehr viel an dem Glück ihrer engen Vertrauten Harriet liegt, schmiedet kurzerhand Pläne über eine baldige Hochzeit mit dem Pfarrer Mr. Elton. Das Vorhaben scheitert und schon bald ist ein neuer potenzieller Bräutigam für Harriet gefunden. Emma hingegen schwor sich, niemals zu heiraten, egal, welch noch so netter und reicher Gutsherr ihr über den Weg läuft. Sie sieht ihre Aufgabe darin, Amor zu spielen und über das Leben der anderen zu wachen. Doch zum Glück gibt es ja noch Mr. Knightley, der überaus wohlhabende und sympathisch Nachbar mit einem offenen Ohr zu jeder Zeit. Wer denkt, in dem 1816 erschienenen Roman eine naive Protagonistin vorzufinden, der irrt. Jane Austen ist es mit "Emma" schon damals gelungen, die Lage der Oberklassenfrauen zu erzählen und auf ironische Weise dem Leser einen Einblick in deren oft eintöniges Leben zu verschaffen. Der Einstieg des Buches ist etwas erschwerlich und langatmig, doch wer ihn übersteht, wird mit einer tollen Story und einer an sich wachsenden Protagonistin belohnt. Wärmstens zu empfehlen ist auch die neueste BBC-Verfilmung "Emma" mit Romola Garai in der Hauptrolle.(ML) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Reifeprozeß eines jungen Mädchens,
Von
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
Roman von Jane Austen, erschienen 1816. - Wie die meisten Romane der Autorin führt auch dieser in die Welt des Bürgertums und der landed gentry zu Beginn des 19. Jh.s. Hauptthema des Buches, das fast noch eindeutiger als Jane Austens andere Werke als »Charakterroman« bezeichnet werden kann, ist der Reifeprozeß eines jungen Mädchens. Die Titelheldin Emma Woodhouse steht mit einundzwanzig Jahren dem Haushalt ihres kränklichen Vaters vor. Sie ist ein selbstsicherer, egozentrischer Mensch, immer - und immer fälschlicherweise - davon überzeugt, daß sie am besten weiß, was anderen nottut. Diese Lebenseinstellung Emmas löst die Hauptereignisse des Romans aus. Sie mischt sich bedenkenlos und töricht in das Leben anderer ein. Ihr besonderer Schützling (und ihr spezielles »Opfer«) ist die siebzehnjährige Harriet Smith, ein hübsches, liebenswürdiges, aber recht naives Mädchen illegitimer Herkunft, das sie nicht nur »erziehen«, sondern dem sie auch einen Ehemann aussuchen will. Der junge Farmer Robert Martin, der Harriet liebt, wird von Emma kurzerhand als unstandesgemäß abgelehnt - sehr zum Mißfallen John Knightleys, eines langjährigen Freundes der Familie Woodhouse. Emma hat sich in den Kopf gesetzt, Harriet mit dem jungen Vikar Elton zu verheiraten, und beweist damit wieder einmal ihren Snobismus und ihre Taktlosigkeit: Elton nämlich betrachtet Harriet als unter ihm stehend und hat Absichten auf Emma selbst, die ihn wiederum als ihrer unwert ansieht. Als dann der gutaussehende, aber oberflächliche Frank Churchill, Stiefsohn der früheren Erzieherin Emmas, erscheint, fühlt sie selbst sich anfangs von ihm angezogen, bestimmt ihn dann aber zum Zukünftigen Harriets, wobei ihr völlig entgangen ist, daß das junge Mädchen sich inzwischen in Knightley verliebt hat. Emma selbst hat diese Entwicklung unbewußt gefördert, da sie, ohne einen Namen zu nennen, Harriet erzählt hat, der Mann, den sie liebe, erwidere ihre Gefühle. Ähnliche durch Emmas Schuld entstandene Mißverständnisse führen dazu, daß auch ihre Freundin Jane Fairfax allerlei Liebeskummer erlebt. Aber schließlich kommen alle Verwicklungen zu einem guten Ende, denn Emma begreift endlich, wie unglücklich sie andere gemacht hat, und entdeckt außerdem, daß sie im Grund immer Knightley geliebt hat, der nun auch bereit ist, die reuige Sünderin zu heiraten.In der schwierigen Rolle des männlichen Helden, der unantastbare moralische Grundsätze zu vertreten hat und die Fehler der anderen erkennt, erscheint John Knightley als der wahrscheinlich überzeugendste »gute Charakter«, den Jane Austen je geschaffen hat. Die ironisch-realistische Handlung und der beherrschte Stil verhindern, dass diese komplizierte Geschichte melodramatisch wirkt. Brillant-humorvolle Dialoge, wie sie etwa Pride and Prejudice, 1813 (Stolz und Vorurteil), auszeichnen, und groteske Charakterskizzen, wie die des Mr. Collins aus demselben Buch oder die des John Dashwood aus Sense and Sensibility, 1811 (Vernunft und Gefühl), sind in Emma kaum zu finden. Daß Jane Austen aber nach dem ernsteren Mansfield Park (1814) mit diesem Roman in eine heitere Welt zurückkehrte, beweist vor allem ihr boshaftes Porträt der vulgär-snobistischen Mrs. Elton, das manchmal wie eine Persiflage der Titelheldin wirkt. Emma erinnert immer wieder daran, daß Jane Austens literarischer »Vorfahr« Henry Fielding war. Fabel und Charaktere werden kommentarlos aus Dialog und Handlung entwickelt, und wenn auch die Einstellung der Autorin aus dem Verhalten ihrer Gestalten spricht, so ist dem persönlichen Urteil des Lesers immer noch genügend Spielraum gelassen. Auch die Treffsicherheit der Satire und die völlig unsentimentale Bewältigung eines gefühlsträchtigen Stoffes erinnern deutlich an Fielding. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Beschreibung ihrer Gegenwart,
Von Bücherratte-Lesewurm (Euro-Zone) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
Auch mit "Emma" setzte sich Jane Austen mit Geist, etwas Sarkasmus und Kritik mit der Zuständen ihrer Gegenwart auseinander. "Emma" verdeutlicht, wie sehr Rang und Stand das Denken der Menschen dieser Zeitepoche prägte. Insbesondere, wie sich Frauen, wenn sie nicht mit großem Vermögen gesegnet, eigentlich "wertlos" in den Augen einer zutiefst ungerechten Gesellschaftsordnung waren. Besonders bewundernswert empfinde ich, dass Jane Austen auch in "Emma" mit vergleichsweise viel Humor und Nüchternheit diesen Spiegel ihren Zeitgenossen vorhielt. Jane Austen sagte selbst, dass ihre Heldin "Emma" wohl wirklich nur von ihr gemocht werden wird. Denn "Emma" ist eine komplexe, durchaus ärgerlich erscheinende Figur. "Emma" hat es eben erkannt: Eine alleinstehende Frau mit Geld ist immer respektabel. Wer Jane Austen mit Rosamunde Pilcher vergleicht, hat keinerlei Ahnung von Literatur.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Als Jane Austen Fan,
Rezension bezieht sich auf: Emma (Gebundene Ausgabe)
gebe ich für ihr Buch "Emma" 4 Sterne, obwohl ich mir kaum vorstellen kann, daß ein vollkommener Neuling ihrer Werke soviel hergeben würde. "Emma" wird als ihr stilistisch bestes Buch bezeichnet, und das ist es wahrscheinlich. Kein Gefühl bleibt da unbeschrieben, die schlagfertige, intelligente Emma weiß immer das Richtige zu sagen. Und sie sagt es mit Stil und Eleganz, und das in langen, gut durchdachten Sätzen, oft mit einer leichten Ironie. Sie erklärt sich oft vollkommen, ohne sich zu wiederholen, und der Leser könnte sich fragen, was ihrem Gesprächspartner denn überhaupt noch zu erwidern bleibt. Doch der praktisch veranlagte Mr. Knightley schafft mit nur zwei Sätzen, ihre oft langatmige Argumentation zu entkräften, was wieder etwas Spannung in die Geschichte bringt. Und Mr. Knightley ist meiner Meinung nach die bei weitem sympathischste Figur im Buch.Nachdem ich nun beinahe alle Werke von Jane Austen gelesen habe, muß ich doch jedes Mal wieder feststellen, daß "Stolz und Vorurteil" die anderen Bücher bei weitem übertrumpft. Nirgends sonst findet man eine Titelheldin, mit der man sich so identifizieren kann, nirgends sonst so viel Witz in den Dialogen oder eine Handlung, die mehr fesselt. Mit diesem Vergleich ist Emma ziemlich langweilig und einfach viel zu lang. Emma selbst ist zwar klug, aber auch eingebildet, und läßt keine Gelegenheit aus, sich darzustellen. Ihre guten Absichten stehen immer hinter ihrer Vorstellung von Rang und Stand zurück und lassen keine Kompromisse zu. Denn erst als ihre Freundin sich in Emmas Verehrer verliebt, findet sie es auf einmal angebracht, daß ein einfacher Hofpächter diese heiratet, damit sie selbst freie Bahn hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
Emma. MP3-CD. Die englische Originalfassung ungekürzt von Jane Austen (Audio CD - 26. September 2006)
EUR 19,90
Auf Lager. | ||