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am 15. Mai 2012
Mit dieser repräsentativen Darstellung des Nationalsozialismus im Film legt die Berliner Filmwissenschaftlerin Sonja Schultz eine überarbeitete Fassung ihrer Dissertation vor, die 2012 mit dem neu geschaffenen Rudolf-Arnheim-Preis der Berliner Humboldt-Universität ausgezeichnet wurde. Ein verdienter Preis! Denn mit dem vorliegenden Buch ist es der Autorin gelungen, eine Gesamtschau von über achtzig Jahren Nationalsozialismus im Film zu bieten, die chronologisch geordnet tatsächlich fast alle Filme zum Thema berücksichtigt - neben vielen bekannten Kinofilmen auch Fernsehspiele und Satiren, Trash-Filme und natürlich die unverwüstlichen Hitler-Dokus von Guido Knopp.

Ausgehend von den NS-Propagandafilmen der dreißiger und vierziger Jahre, über die Filme des Trümmerkinos in der Nachkriegszeit, den Kriegs- und Antikriegsfilmen der sechziger und siebziger Jahre, über die Dokumentarspiele in den achtziger Jahren bis hin zu den neuen deutschen Retro-Melodramen nach der Jahrtausendwende, gelingt der Autorin dabei ein Ineinander von filmischer Analyse und zeitgeschichtlicher Einordnung der jeweils gesellschaftspolitisch begründeten Deutungsmuster und Sichtweisen auf die betreffenden Filme.

Ein wenig kritikwürdig ist allenfalls der - hin und wieder zu klein geratene - Darstellungsumfang mancher Filme: Während die Autorin beispielsweise Steven Spielbergs "Schindlers Liste" über zehn Seiten und Bernd Eichingers "Der Untergang" sogar mehr als 18 Seiten widmet, handelt sie Leni Riefenstahls "Triumph des Willens" auf gerade mal zwei Seiten ab. Dies ist schlichtweg nicht angemessen angesichts der Tatsache, daß dieses in Spiel- und Dokumentarfilmen wohl meistzitierte Werk der Filmgeschichte nicht nur die Bildsprache im Film des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflußte, sondern auch unser kollektives Gedächtnis in Sachen Nationalsozialismus visuell bis heute prägt wie kein anderer Film. Überhaupt werden die Propagandafilme des NS-Regimes (darunter so wirkmächtige Produktionen wie Veit Harlans antisemitischer Historienfilm "Jud Süß") etwas stiefmütterlich behandelt.

Alles in allem jedoch ist der Autorin großes Lob zu zollen! Denn hinsichtlich der fundierten wissenschaftlichen Durchdringung der Thematik und der kenntnisreichen und kompetenten Darstellung kann die vorliegende Arbeit durchaus als umfassendes Standardwerk zum Thema NS-Film angesehen werden. Zahlreiche Schwarzweißfotos, ein Mittelteil mit 32 Farbbildseiten, eine Bibliographie und eine umfangreiche Filmographie runden das für jeden Cineasten zu empfehlende Werk ab.
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"Der Nationalsozialismus im Film" von Sonja M. Schultz ist allein vom Umfang her das Ergebnis einer intensiven und umfangreichen Forschungstätigkeit. Die Vielzahl der angesprochenen Filme allein beeindruckt bereits beim ersten Durchblättern. Die Autorin hat eine solche Fülle an Filmen und Filmmaterial gesichtet, analysiert und geordnet, dass dieses Buch durch den Index ein Handbuch geworden ist, an dem kaum ein Cineast oder Filmwissenschaftler vorbei kommen dürfte.
Doch das Werk überzeugt nicht nur durch die schiere Menge. Auch die Qualität des Textes ist durchgängig gelungen. Das Programm der Autorin, die weltweite Entwicklung der filmischen Darstellung des Nationalsozialismus in den vergangenen 80 Jahren zu schreiben und zeitgeschichtlich einzubetten, gelingt in jedem Kapitel verständlich und nachvollziehbar. Dabei werden auch immer die Zusammenhänge zwischen den Kapiteln durch Verweise deutlich gemacht. So entsteht nicht nur eine lose Sammlung von Filmanalysen, sondern eine dicht geschriebene und komplex miteinander verwobene filmhistorische Abhandlung, die noch dazu durchweg auf einem hohen wissenschaftlichem Niveau bleibt und einen wunderbar lesbaren Stil durchhält. Allein dafür gibt es schon fünf Sterne.

Durch die konsequente Darstellung auch des historischen Hintergrundes, ein Beispiel dafür ist die ausführliche Darstellung der Wirkung und Diskussion der Wehrmachtsausstellung Mitte der 1990er Jahre, zeigt Schultz auch sehr erfolgreich, wie sehr Filme und ihre Konzepte von der geschichtlichen Situation beeinflusst sind. Das Buch ist nicht nur Filmgeschichte, sondern auch Zeitgeschichte.

Großartig und nicht selbstverständlich ist die Auswahl des Bildmaterials. Jedes Bild im Buch wird im Text benutzt und illustriert die Analysen und Urteile der Autorin. Jedes Bild hilft das Geschriebene zu verstehen. Der Anhang mit seiner hilfreichen Filmographie und dem Index ist gerade für diejenigen hilfreich, die das Buch fortan als Handbuch benutzen wollen.

Fazit: Ein großartig geschriebenes Buch auf hohem wissenschaftlichen Niveau, schön bebildert und mit einem enormen Umfang. Es ist jedem zum Kauf empfohlen!
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am 23. Dezember 2012
Sonja M. Schultz hat mit diesem Buch ein von vielen Fachleuten lange erwartetes Standardwerk zu Filmen über die NS-Zeit vorgelegt. Die Auswahl beginnt mit "Hitler über Deutschland" (1932) und erwähnt noch das fulminant trashige "Iron Sky" aus 2012. Wer sich für dieses Subgenre des historischen (Spiel-)Films interessiert, das weit mehr als 1.000 Produktionen umfasst, kann sich hier einen ersten Überblick verschaffen, aber auch beispielsweise Lücken schließen und Etliches nachsichten. Dass viele Filme inhaltlich wie gestalterisch nur kurz behandelt werden können, versteht sich bei einer Seitenzahl von ca. 550 und etwa 400 aufgeführten Titeln von selbst. Sprachlich und strukturell bewegt sich die Autorin auf einem hohen, sehr ansprechenden Niveau. Die Darstellung kann sowohl von vorne bis hinten durchgelesen wie auch als Nachschlagewerk genutzt werden. Eine Filmo- und eine Bibliographie sowie ein Index runden das herausragende Buch ab!
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