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Kundenrezensionen

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am 18. Januar 2011
Diese Comic-Buch ist sowohl inhaltlich als auch künstlerisch großartig. Die Zeichnungen, die Stimmungen und auch die Texte sind ausgereift und regen zum Nachdenken an. Natürlich ist es kein leicht zu lesendes Comicheft, aber das soll es auch nicht sein. Es ist eine intelligente Art und Weise, sich dem Thema "Was würde eigentlich passieren, wenn Gott jetzt auf die Erde käme?" zu nähern. Das macht nicht nur Spaß, sondern wirft auch einige interessante Fragen auf. Für mich ist dieser Comic fast schon ein kleines Gesamtkunstwerk in Stil, Grafik, Text und Inhalt.
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"Gott ist meine Lieblings-Science-Fiction-Figur.", das ist ein Ausspruch von Homer Simpson. Der französische Autor Marc-Antoine Mathieu ist in seinem Comic / seiner Graphic Novel respektvoller und nicht blasphemisch wie Matt Groenings Figur Homer.
Anders als bei Garth Ennis Preacher Preacher, Band 7: Einsam sind die Tapferen, in dem Gott eher verspottet wird und auch ganz anders als in Will Eisners Ein Vertrag mit Gott Ein Vertrag mit Gott: und andere Geschichten: Miethausgeschichten, in dem Gott nie sichtbar in die Handlung eingreift, ist Mathieus Gott ein zurückhaltender, höflicher, allwissender, älterer Herr.
Der Zeichenstil des Autors erinnert an Richard Corben, nur eben in Schwarz-Weiss. Sehr atmosphärisch und mit vielen beeindruckenden Szenen, etwa der Traumsequenz, bei einem etwas an Sigmund Freud erinnernden Psychiater, der meint Gott besser zu kennen, als der sich selbst.
Zitate von Pascal, Lessing, Einstein und Satre werden in die Dialoge eingeflochten und werfen sehr interessante Fragen auf. Aber diese Graphic Novel ist nicht erdrückend kopflastig, sondern auch mit mal mehr, mal weniger feinem Humor versehen. Die Vermarktung Gottes wirkt mitunter etwas zu grotesk. Die vorherrschende Stimmung von "Gott Höchstselbst" ist wohltuend ruhig. Eine kluge, satirische Meditation über Gott, die Menschheit und über den Starkult. Ähnlich wie in den Romanen "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams wird auch in diesem Buch ein Grossrechner gebaut, um Gott auf Augenhöhe begegnen zu können. Der Schlussgag der Geschichte passt sehr gut zur aktuellen i-Pad Euphorie. Mehr wird nicht verraten.
Medien, Soziologen, Psychologen, Naturwissenschaftler, erstaunlicherweise keine Theologen, dafür um so mehr Marketingfachleute und Juristen - Gott wird wahrlich heftig bedrängt in dieser Geschichte. Seine diversen Publikationen sanieren den Buchhandel, seine Auftritte in Stadien sind Mega-Events.
In der Bibel steht, dass sich der Mensch kein Abbild von Gott machen soll. In Mathieus Werk wird der Allmächtige aus anderen Gründen verschwommen dargestellt - eine Marketingagentur hält die Rechte am Bild Gottes und untersagt die öffentliche Verbreitung. Sehr amüsant ist auch die Verschwörungstheorie, in der das allsehende Auge, das Symbol Gottes, mal ganz anders interpretiert wird - einer der lustigsten Momente in diesem Comic!

Amüsant und in ganz anderem Licht erscheint nach der Lektüre dieses sehr empfehlenswerten Comics der 90er Hit von Joan Osborne: One of us. One Of Us What if god were one of us?

125 Seiten, Softcover, s/w, Originaltitel: Dieu en personne, Übersetzung: Kai Wilksen
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am 10. März 2013
An sich ist die Idee nicht schlecht: Gott kommt persönlich auf die Erde und sorgt für großen Medienrummel. Eine typische Entwicklung beginnt, Er wird zu Talkshows eingeladen, Fanartikel finden reißenden Absatz und eine Schar Berater tummelt sich bald um ihn. Zu guter Letzt wird er angeklagt und muss sich für all das Leid und die Seuchen und Hugnersnöte verantworten.

Bei der Umsetzung schwingt immer noch eine leichte Ironie mit, aber leider nimmt sich der Comic über eine weite Strecke selbst eine Spur zu ernst. Für interessierte Kenner von Religionskritik und Theologie mit Sicherheit eine anregende Lektüre, für alle anderen zu schwere Kost.
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am 9. Januar 2012
Dieser Comic ist wirklich sehr interessant: das Thema Glauben wird hier sehr witzig aufgegriffen. Die Vorstellung, Gott könnte "höchstselbst" niedersteigen, alle möglichen Fragen beantworten und dann auch noch in unserer pragmatischen Welt von den ignoranten und arroganten Menschen angeklagt werden, ist hier sehr gut ausgearbeitet. In diesem Comic wird die Kritik an der heutigen Gesellschaft sehr fein und phantasievoll ausgeübt.
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am 25. Juni 2013
Nach den vielen guten Kritiken empfand ich die Lektüre der Graphic Novel leider als sehr enttäuschend. Philosophisches Potential birgt sie leider kaum. Wirklich unterhaltsam war sie leider auch nicht.

Zunächst zum Inhalt (ohne dabei zu viel zu spoilern):
Ein alter Mann stellt sich bei einer Volkszählung als Inkarnation Gottes vor und wird daraufhin von Wissenschaftlern untersucht. Nachdem festgestellt wurde, dass er über 99% seiner Hirnkapazität benutzt, nachdem er für Naturwissenschaftler das Higgs-Boson entdeckt hat und nachdem er in einer Vielzahl von weiteren Situationen geistreiches und verblüffendes bis unmögliches Wissen bewiesen hat, glaubt man ihm seine Göttlichket. Daraufhin wird Gott von der Menschheit vor Gericht gestellt und - tja, eine weitere Handlung gibt es (vom Epilog abgesehen) nicht mehr. Unterbrochen wird die Darstellung der Gerichtsverhandlung mit zusäztlichen kleineren Episoden, etwa über die Vermarktung Gottes oder darüber wie sich das Fernsehprogramm nach Ankunft Gottes verändert.

Die Graphic Novel ist (in Schwarz-Weiß) ohne Frage sehr gut gezeichnet.
Interessant ist auch die gewählte Perspektive aus welcher der Leser das Geschehen verfolgt. Es ist als säße der Leser vor dem Fernseher und zappe sich durch ein (ermüdendes) Nachmittagsprogramm, in dem allerlei skuril-langweilige Gestalten aus dem scripted-reality-Bereich über den Bildschirm flimmern. Wenn man die Graphic Novel als Medienkritik versteht, dann ist sie auch tatsächlich ganz brauchbar. Denn die im Comic dargestellte Gesamthandlung, genauso wie die dargestellten Situationen sind nicht besonders geistreich, sondern im Gegenteil erschreckend langweilig, platt und unkritisch.

Daher taugt die Graphic Novel auch nicht zu viel mehr als zum bloßen "durchzappen": Die Darstellung der Natururwissenschaftler ist- beschönigend ausgedrückt - hanebüchen, ohne aber absurd oder grotesk zu wirken. Sie werden nicht als Karikaturen sondern schlicht als Idioten dargestellt, denen bedeutungsleeres Gelaber in den Mund gelegt wird. Ebenso verhält es ich mit allen anderen ("Fernseh"-) Experten. Egal ob Psychiater, Anwälte, Richter, Wirtschaftsexperten oder Künstler. Bei allen hat man den Eindruck dumme Aufschneider vor sich zu haben. Es mag Menschen geben, die sich darüber amüsieren, ich habe mich als Leser dabei vor allem veräppelt gefühlt.

Der Prozess gegen Gott ist eine nette Idee, ihre Umsetzung aber wirkt ebenfalls lustlos. Schon die in keinster Weise konkretisierten Anklagpunkte entäuschen. (Übrigens: Auf welcher Rechtsgrundlage sollte ein solcher Prozess denn stattfinden. Mit welcher Moral sollte ein solcher Prozess gerechtfertigt werden.) Dem Autor geht es mehr darum aus den Anwälten und Richtern Witzfiguren zu machen, als die Frage zu diskutieren, ob und wenn ja, was man Gott denn eigentlich vorwerfen kann, geschweige denn irgendeine philosophischen Standpunkt zur Existenz Gottes oder der Frage nach Schuld anzugeben.
Aber auch die Art und Weise wie die Menschen mit der nunmehr "bewiesenen" Existenz Gottes umgehen ist unrealistisch und oberflächlich, wiederum ohne dabei absurd oder grotesk zu sein. Auch fehlt es der Geschichte an Witz und Charme. Dafür nimmt sich die Graphic Novel zu ernst.

Schließlich ist das Ende wenig einsichtig und inkonsistent.

Ich hoffe ich kann mit dieser Kritik weiterhelfen.
Vielleicht ist mein Anspruch an die Graphic Novel zu groß. Es ist nicht alles schlecht aber eben auch wenig richtig gut.
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am 22. Oktober 2010
Höchstselbst ist Gott (in diesem Comic) nicht Gott. Im französischen Originaltitel "Dieu en personne" ist eine Doppeldeutigkeit angelegt, welche die deutsche Übersetzung nicht treffen kann, vielleicht auch nicht treffen soll. Denn Gott bleibt höchst unpersönlich, wie ihn die Theologie für sich gepachtet zu haben behauptet.
Gott kommt im die Welt - und zwar ganz in christlich-jüdischer Tradition - im Rahmen einer Volkszählung. Diesmal muß er aber keine Jünger berufen und ihnen aufgeben, sein Wort in der Welt zu verbreiten. Diesmal, kommt die Welt zu ihm und will sich selbst von ihm erklärt haben; was dieser auf philosophische und wissenschaftliche Weise tut. Die Theologie hat darin versagt Gott zu erklären, da sie dem Menschen die Vernunft abspricht, die Wissenschaft hat versagt weil sie den Menschen immer neue Weltbilder auftischt um diese nach einiger Zeit zu wiederlegen oder sogar ad absurdum zu führen. Und die Philosophie hat versagt, weil selbsternannte Künstler und Denker ein Bild von der Welt zeichnen, welches in etwa so anschaulich ist wie die Quantenelektrodynamik oder - wahlweise - die Jungfrauengeburt. Vielleicht muß Gott deshalb in diesem Comic in die Welt kommen und sich selbst erklären, sich verantworten. Vielleicht. Vielleicht aber kommt er auch nur deshalb um uns zu zeigen, wie anfällig der Mensch ist, wenn es darum geht seine eigene Existenz erklärt zu bekommen. Vielleicht.
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am 23. August 2012
Zum Inhalt will ich mich gar nicht äußern. Das haben andere schon gemacht. Ich möchte nur mein Bedauern ausdrücken, dass der Comic nicht im DIN-A4 (oder noch größer) erschienen ist. Bisweilen empfinde ich die Schrift als zu klein und mühsam zu lesen. Schade. Ändert aber nichts daran, dass ich 5 Punkte vergebe.
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am 21. September 2015
von diese Comic kamen wir alle in der Familie nicht mehr los. Spannend, ironisch und stellen einen auf den Probe. Mit glauben und Religion hat das hier aber nichts zu tun - gut so!
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am 12. Februar 2013
Es ist ein sehr interessantes Buch, wo echt mehr hinter steckt, obwohl ich noch nicht alles verstanden habe.
Es war schon nach 3 Tagen im Briefkasten.
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am 4. Oktober 2013
Bis auf ganz wenige philosophische und sprachliche Highlights ist die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, einfach nur zu lang. Sie ist aus einer News/Reporter-Perspektive geschrieben. Bei den Umblendungen zwischen verschiedenen ihre Meinung äußernden Personen passiert einfach zu wenig. Die Geschichte selbst ist auch nicht wirklich spektakulär.

Von Mathieu kann ich dagegen empfehlen: "Der Ursprung", "Der Wirbel", "Der Anfang vom Ende". Diese Geschichten sind allesamt sehr gut gelungen.
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