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5.0 von 5 Sternen Tolles Buch für angehende Lehrer, 2. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Als angehende Fremdsprachenlehrerin (Englisch am Gymnasium) finde ich in diesem Praxisbuch viele Web 2.0-Tools, die ich im Referendariat mit meinen Klassen ausprobieren kann. Besonders interessant finde ich die Idee, Trickfilme zu erstellen, mit den Schülern ein Klassenblog zu führen oder eine virtuelle Klassenfahrt nach London zu planen. Die Anzahl der Beiträge ist überwältigend (fast 40 Praxisbeiträge) und ich werde sicherlich einiges ausprobieren. Toll, dass es endlich einen Sammelband zum Thema "Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht" gibt. Ich frage mich nur bei dem Titel, warum es Beispiele zu Moodle gibt, aber schließlich lässt sich Web 2.0 in Moodle integrieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Praxisbuch, 9. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Das Praxisbuch „Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht“ besticht durch eine große thematische und didaktische Breite und Vielfalt der knapp 40 Beiträge, die die unterschiedlichsten Einsatzszenarien verschiedener Web 2.0-Anwendungen in der Sprachlehre dokumentieren. Klassiker wie Blogs und Wikis finden im Praxisbuch genauso Erwähnung wie „Digital Storytelling“, das Erstellen von Podcasts und Trickfilmen oder soziale Netzwerke. Dabei werden nicht nur die klassischen Kompetenzen (wie Schreiben und Lesen), sondern vor allem auch die mündliche Kompetenz stark in den Vordergrund gerückt und neue – und vor allem erprobte – Szenarien präsentiert, wie ein (mündlicher und methodischer) Kompetenzgewinn erreicht werden kann.

Die Beiträge liefern somit nicht nur zahlreiche Ideen für den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen in der Sprachlehre, sie geben auch einen wertvollen (interkulturellen) Einblick in die Sprachlehre verschiedener Länder. Die Beitragenden kommen aus unterschiedlichen Ländern, die Beiträge sind mehrheitlich auf Deutsch, aber auch auf Spanisch, Französisch oder Englisch verfasst.
Die einzelnen Beiträge zeigen dabei auch, wie viel Spaß Spracherwerb machen kann – Trickfilme werden produziert, Videos integriert, Klassenfahrten vorbereitet, virtuelle Poster erstellt und vieles mehr. Die Beitragenden zeigen, wie abwechslungsreich Sprachlehre sein kann und wie es ihnen gelingt, die Lernenden zu motivieren und aktivieren.

Für alle Interessierten gibt es auch noch ein zweites „Zuckerl“, wie die beiden Herausgeber/innen im Vorwort bemerken: „Das Erscheinen des Praxisbuchs wird begleitet durch eine Veranstaltungsreihe von Online-Fachvorträgen auf dem Adobe Connect Pro-Server des Landesinstituts für Pädagogik und Medien, bei denen wir ausgewählten Autorinnen und Autoren Gelegenheit geben wollen, ihre Beiträge in kostenlosen Webinaren vorzustellen und mit einer interessierten Leserschaft zu diskutieren (Information hierzu: [...]). Dies erfolgt je nach Beitrag in der jeweiligen Muttersprache der Vortragenden. Angekündigt werden die Termine auch auf [...], wo auch die Möglichkeit zur Anmeldung eingeräumt wird.“ (S. 11) Durch diese spannende Begleitung wird aus einem analogen Buch ein multimediales Erlebnis. Sie sorgt dafür, dass man noch viele weitere Ideen sammeln und sich mit Kolleginnen und Kollegen austauschen kann, von deren Erfahrungen man profitiert und aus deren Fehlern man lernt.

Dieses Buch lässt sich für alle Sprachlehrenden, die auf der Suche nach neuen Ideen und mediengestützten Methoden sind, uneingeschränkt empfehlen. Ich denke aber auch, dass alle, die in der Lehre tätig sind, dieses Buch als Ideenspender und Bereicherung sehen können und werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echtes Praxisbuch, 30. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Das Buch trägt klar die Handschrift von Herausgebern und Autoren, die mit den vorgestellten Tools und Szenarien selbst in der Praxis arbeiten. Im Vergleich zu ähnlichen Veröffentlichungen zeichnet sich der Band dadurch aus, dass die insgesamt 35 Einzelbeiträge sehr breit gefächert und praxisorientiert erprobte Unterrichtsszenarien mit ganz unterschiedlichen Web 2.0-Tools vorstellen. Dabei werden unterschiedliche Fremdsprachen (Französisch, Englisch, DaF, Tschechisch, Polnisch, Spanisch…), Altersstufen und Unterrichtszusammenhänge berücksichtigt. Die Spannbreite reicht von “Klassikern” wie dem Einsatz von Podcasts über Wikis, Blogs, Kartendiensten bis hin zu Digital Storytelling. Auch der Einsatz sozialer Netzwerke im Fremdsprachenunterricht ist vertreten.

Ein wirklicher Mehrwert des Handbuchs liegt auch in einer begleitenden Reihe von Webinars, in denen die Autoren ihre jeweiligen Projekte ausführlicher vorstellen und diskutieren – eine Teilnahme lohnt in jedem Fall!

Das Buch kann vorbehaltlos empfohlen werden – für Lehrer, Fachschaften, Lehrerbildner, Studienseminare und andere Akteure: Es dürften sich in der Breite des Angebots für jeden interessante Anregungen finden. Nebenbei liefert das Buch auch den Nachweis, dass bei aller dynamischen Entwicklung das schon fast altehrwürdige Web 2.0 noch lange nicht ausgedient hat :-)
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5.0 von 5 Sternen Best Practice, 29. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Web 2.0 und seine vielfältigen Anwendungen sind einem Teil der Lehrpersonen geläufig, bei anderen aber noch gar nicht angekommen. Und da Web-2.0-Dienste zwar Kommunikation und Kollaboration ermöglichen und Interaktionen unterstützen, aber nicht ursprünglich für Unterrichtszwecke konzipiert worden sind, ist es oftmals gar nicht so einfach, sie sinnvoll in den (Fremdsprachen)unterricht zu integrieren. Der Sammelband mit Good-Practice-Beispielen von Web-2.0-basierten Anwendungen für den Sprachunterricht kann Studierende und Lehrpersonen dabei unterstützen, indem er vielfältige Anregungen liefert.

Das Buch versteht sich als praxisorientierter Leitfaden für Web-2.0-Neulinge, liefert aber mit Sicherheit auch noch Anregungen für die „alten Hasen“, da es gerade in diesem Bereich ständig Innovationen gibt. Die Herausgeber sprechen von „nachkochbaren Rezepten“. Und auch wenn man bei Rezepten für den Unterricht vorsichtig sein muss, so bieten sämtliche Beiträge Anregungen, die man für den eigenen Gebrauch adaptieren kann. Inhaltlich sind die Praxisbeispiele äusserst vielfältig und decken einen grossen Teil der aktuellen Web-2.0-Werkzeuge ab. Dabei werden die Tools nicht nur theoretisch vorgestellt, sondern immer auch deren konkreter Nutzen aufgezeigt und erläutert, wie sie unterstützend zur Förderung der Grundkompetenzen eingesetzt werden können. Die Reihenfolge der Beiträge entstand durch die alphabetische Listung der Namen der Autoren. Eine zusätzliche Kategeorisierung nach Werkzeugen, Anwendungsbereichen oder Kompetenzen wäre noch hilfreich, gerade wenn man nach dem erstmaligen Lesen mit dem Buch weiterarbeiten möchte.

Naturgemäss legen viele Beiträge den Fokus auf Hörverständis- und Ausspracheübungen im Sprachunterricht oder die Schaffung lebensnaher und natürlicher Kommunikationssituationen. Und hier entfaltet Web 2.0 tatsächlich sein grosses Potential. Stellvertretend erwähnt seien hier die Beiträge von Elisabeth Buffard, die Audioboo und Twitter kombiniert, von Julia Neumann, die im Anfängerunterricht die Aussprache mit Audacity schult, von Laura Pihkala-Posti, die über den Einsatz einer Videokonferenz-Plattform in Kombination mit Web 2.0 berichtet, oder die Vorstellung von Real-life-Tasks im sozialen Web durch Christian Ollivier.

Das Thema Präsentation nimmt ebenfalls einen beträchtlichen Stellenwert ein und bietet eine Reihe von Alternativen abseits von Powerpoint und Co. Glogster (Paz Bartolomé Alonso), Pinterest (Jean-Charles Blondeau), Popplet (Verena Heckmann), Voicethread (Sonja Gabriel) und die kollaborative Erstellung eines Kursproduktes in einem digitalen Fotobuch (Jana Meissner) helfen beim Erstellen kreativer und multimedialer Produkte, dem Illustrieren von Vokabeln sowie Anlegen von Bildersammlungen und thematischen Alben für den Sprachunterricht, erlauben Kommentare und erweitern die übliche visuelle Präsentation um Sprechbeiträge und Videos.

Uwe Klemm wagt trotz datenschutzrechtlicher Bedenken einen Blick auf die Chancen von sozialen Netzwerken wie Facebook und google+ im Unterricht. Interessant sind auch die Anregungen von Thomas Strasser TodaysMeet zur Reflexion und Kollaboration im Fremdsprachenunterricht zu nutzen. Speziell hinweisen möchte ich noch auf den Beitrag zur Vorbereitung einer Klassenfahrt nach London von Ingrid Braband, der erläutert, wie Lernende selbst interaktive Übungen mit LearningApps erstellen. Dieses Werkzeug entstand an der PH Bern in Kooperation mit der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der Hochschule Zittau/Görlitz.

Natürlich finden auch einige altbekannte Anwendungen wie Wikis, Blogs und Podcasting ihren durchaus berechtigten Platz im Buch. Speziell der Fokus auf erprobte Einsatzszenarien im Unterricht liefert dabei neue Anregungen für den Praxiseinsatz. Zwei Beiträge beschäftigen sich mit Moodle, welches zwar nicht direkt als Web-2.0-Anwendung zu verstehen ist, dennoch eröffnet sich damit ein Blick, wie mit Hilfe der Lernplattform das Hörverstehen trainiert, eigene Audiobeiträge produziert und veröffentlich werden, und insbesondere auf den Einsatz von Mobile Learning.

Lesenswert sind alle Beiträge, wenngleich an dieser Stelle natürlich nicht auf alle näher eingegangen werden kann. Hier hat der Leser noch einiges zu entdecken!

Nun ist Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht aber nicht nur ein Buch, es wird auch von einer Veranstaltungsreihe mit Online-Vorträgen (inkl. Aufzeichnungen) des Landesinstituts für Pädagogik Saarbrücken begleitet. Dabei stellen die Autoren ihre Praxisbeispiele vor und es besteht die Möglichkeit, darüber zu diskutieren und Ideen auszutauschen.

Während diese ergänzenden Webinare als absoluter Mehrwert zu sehen sind, ist die Präsentation der Inhalte in Form eines gedruckten Buches zu dieser Thematik wenig zielführend. Ein paar wenige Illustrationen, genauer gesagt Screen Shots in Schwarz-Weiss, reichen nicht aus um in das Thema wirklich einzutauchen. Hier möchte man doch gleich den Link zum Tool aufrufen oder die in der Praxis entstandenen Produkte begutachten. Dazu müsste das Buch auch als eBook verfügbar sein, alternativ sollte es zumindest ergänzende Online-Linklisten geben, damit man die im Buch veröffentlichten URLs nicht per Hand eintippen muss. Immerhin löst Ulrike Montgomery das Problem in ihrem Beitrag Moodle2go - Web 2.0 - mobiles Lernen mit einem QR-Code für ihre Linksammlung.

Nichtsdestotrotz ist dieses Buch allen Fremdsprachenlehrern, Dozierenden und Studierenden in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung wärmstens zu empfehlen. Es wäre schön, wenn einzelne Anregungen daraus auch in der Ausbildung an Pädagogischen Hochschulen ihren Platz finden würden und Lehrpersonen mit dem Buch Mut gemacht wird, einige der vorgestellten oder ähnliche Szenarien einfach einmal auszuprobieren.
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5.0 von 5 Sternen Ein Praxisbuch zum Web 2.0, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Um es vorwegzunehmen: das vorliegende Buch hält, was es verspricht. Es ist ein reichhaltiges Praxisbuch, das sich an Fremdsprachenlehrende an Schulen und Hochschulen wendet. Den Herausgebern - beide renommierte Experten für E-Learning - ist es gelungen, die bisher sehr verstreut und vereinzelt publizierten Praxisbeispiele zum Thema E-Learning bzw. Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht mit einem Buch zu bereichern, das eine Fülle von Unterrichtsszenarien anschaulich und nachvollziehbar beschreibt, alle von den Verfassern musterhaft erarbeitet und auf Praxistauglichkeit geprüft. Insgesamt bietet das Buch 35 ausgearbeitete, erprobte und verständlich beschriebene Beispiele für den Einsatz von Web 2.0 Anwendungen im Fremdsprachenunterricht. Die Breite der erläuterten Beispiele ist beeindruckend: es werden Szenarien aus dem Englisch- und Französischunterricht beschrieben, aber auch aus dem Spanischunterricht, Tschechisch- und Polnischunterricht sowie DaF (Deutsch als Fremdsprache). Die Vielzahl der beitragenden Autorinnen und Autoren sowie ihre unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche (allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, Studienseminaren, Pädagogische Hochschulen und Universitäten) ist bemerkenswert - die meisten von ihnen kommen aus Deutschland oder Frankreich, es finden sich aber auch Autorinnen und Autoren aus Finnland, der Schweiz, Spanien, Österreich, Kroatien, Polen, Südafrika und La Réunion.
In all den vorgestellten Beispielen geht es um Lehr- und Lernszenarien, die die Aktivierung der Lernenden und die Aufwertung ihrer Rolle ermöglichen, die eigenverantwortliches, selbstständiges Arbeiten fördern und zu eigenständigem konstruktiven Problemlösen und zu authentischer Interaktion führen. Auch die Lehrerrolle muss sich in diesen Arrangements einem Wandel unterziehen; die Lehrkraft führt ein, gibt technische Hilfestellung und berät und begleitet die Schüler in ihrem Lern- und Arbeitsprozess. Diese Überwindung der klassischen und tradierten Unterrichtssituation ist - so die Autorinnen und Autoren - dem Einsatz von Web 2.0 Tools zu verdanken, und es werden hierzu eine Fülle von Web 2.0 Tools und deren Funktionen und Einsatzmöglichkeiten im Unterricht beschrieben (z.B. Wikis, Blogs, Podcasts, Erstellung von BDs oder Videoclips mit entsprechenden Tools, Audacity, Moodle, Pinterest, Glogster, soziale Netzwerke und vieles mehr). Die Verfasser erläutern bei jedem Beispiel, welche fremdsprachlichen Grundkompetenzen in den verschiedenen Szenarien besonders gefördert werden können und mit welchem didaktischen Ziel die verschiedenen Web 2.0 Dienste eingesetzt werden.
Die einzelnen Beiträge sind alphabetisch nach den Autorennamen sortiert, umfassen in den meisten Fällen 6 - 8 Seiten, sind verständlich geschrieben und geben Hinweise auf weiter führende Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Tools. Bei aller Begeisterung für den Einsatz von E-Learning, die man den Verfassern unterstellen darf (besonders deutlich z.B. in dem Beitrag von Ulrike Montgomery), sind hin und wieder auch kritische Zwischentöne zu vernehmen: so gibt Uwe Klemm in seinem Beitrag zwar ein Plädoyer für den Einsatz von sozialen Netzwerken im Fremdsprachenunterricht, spart aber nicht mit kritischen Bemerkungen zu Facebook und der Datenschutzproblematik. Auch bei Ralf Klötzke (Web-2.0 Szenarien im Fremdsprachenunterricht) und Margit Wenger-Schott (Der Einsatz von Blogs als unterrichtsbegleitendes Medium im Französischunterricht) liest man kritische Bemerkungen über die angebliche Steigerung der Motivation bei den Schülern bzw. die gelegentliche und anfänglich nicht zu unterschätzende Mehrarbeit für die Lehrkraft beim Einsatz von Web 2.0 Diensten. Und was Elke Lackner über die Ausstattung eines typischen österreichischen Klassenzimmers sagt (... lässt den Einsatz von Web 2.0 Technologien noch kaum zu", S. 153) gilt wohl auch für etliche Klassenzimmer in anderen Ländern.
Kein Zweifel: wer auf der Suche ist nach didaktisch-methodischen Anregungen, erprobten Konzepten und gelungenen Unterrichtsbeispielen im Umgang mit den neuen Arbeits- und Kommunikationsformen, die das Internet in Form des Web 2.0 bietet, der findet in diesem Praxisbuch eine Fülle von Anregungen, die zur Nachahmung anregen; dies gilt für Web 2.0 Neulinge wie für Lehrkräfte, die den digital natives zuzurechnen sind.
Nach der Lektüre des Buches fragt man sich: sieht so die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts aus? Eine Erkenntnis nimmt der Leser auf jeden Fall mit: die technischen Möglichkeiten, die das Internet und das Web 2.0 bieten, werden das Lernen und Lehren von Fremdsprachen immer stärker prägen. Glaubt man den Autorinnen und Autoren, so wird sich der Fremdsprachenunterricht mit dem Einsatz von Web 2.0 Technologien massiv verändern. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Lehrerschaft damit Schritt hält.
Den Herausgebern ist zu diesem Buch zu gratulieren. Nach Ansicht des Rezensenten gehört das Buch in jede Fachschaftsbibliothek und in jede Schulbibliothek. Die Anregungen sollten in Studienseminaren und in Fachschaften diskutiert und ausprobiert werden. Nicht zuletzt sollten auch im Rahmen der Lehrerfortbildung, also in der Erwachsenenbildung, Web 2.0 Anwendungen modellhaft zum Einsatz kommen.
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5.0 von 5 Sternen Breit gefächerter, praxisnaher Überblick, 11. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Als zukünftiger Lehrer kann ich mir gut vorstellen einige der hier vorgestellten Tools im Unterricht einzusetzen. Durch die Praxisnähe aller Autoren sind die Beiträge wenig abstrakt und somit praktisch direkt umzusetzen. Besonders praktisch ist auch die breite Fächerung der vorgestellten Methoden, Tools, etc. Auch wenn es sich um ein Praxisbuch für den Fremdsprachenunterricht handelt wäre es durchaus möglich einige der hier vorgestellten Ideen auf andere Fächer außerhalb des Fremdsprachenunterrichts einzusetzen. Insbesondere die kreativen und spielerischen Tools, die im Buch vorgestellt werden, können zudem in Projekten der außerschulischen, medienpädagogischen Arbeit eingesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Glogster, die Trickfilm- oder Comictools.
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5.0 von 5 Sternen Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Eine wahre Fundgrube für den modernen Fremdsprachenlehrer (und den, der es werden möchte), 11. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Herausgegeben von Jürgen Wagner und Verena Heckmann bietet das Praxisbuch einen hervorragenden Überblick, wie das Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht didaktisch wertvoll eingesetzt werden kann. Dabei geht es, wie es der Untertitel schon vermuten lässt, weniger um die theoretischen Überlegungen, die einer Verwendung von Web 2.0-Tools vorausgehen, sondern um ihre praktische Anwendung anhand von konkreten Lernszenarien, die man problemlos auf den eigenen Unterricht übertragen kann. Aus diesem Grund wurden auch durchweg Autoren berücksichtigt, die selbst über eine große praktische Erfahrung im Umgang mit dem Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht verfügen und daher am besten darüber berichten können.

Die insgesamt 35 Artikel stammen von Praktikern wie Christophe Jaeglin, Thomas Strasser, Etienne Kneipp, Ulrike Montgomery, Christian Ollivier, Ingrid Braband, Elisabeth Buffard, Mélanie Auriel und Simon Ensor – um nur einige davon zu nennen, die ich selbst von (zumeist Online-)Fortbildungen kenne. Obwohl das Praxisbuch in Deutschland erschienen ist, bot es sich dennoch an, auch Beiträge in anderen Sprachen zu berücksichtigen. Schließlich handelt es sich um ein zukünftiges Standardwerk für FremdsprachenlehrerInnen. Aus diesem Grund finden sich neben 25 deutschsprachigen auch 5 Artikel auf Französisch, 3 auf Englisch und 2 auf Spanisch im Praxisbuch. Obwohl die einzelnen Artikel sich auf konkrete Fächer beziehen, lassen sich die darin beschriebenen und reflektierten Ideen natürlich problemlos auch auf andere Fächer übertragen. Des Weiteren geht es sowohl um die direkte Anwendung bestimmter Tools mit SchülerInnen als auch um die Frage, wie wir als Lehrer uns das Internet als Quelle von Unterrichtsmaterialien zunutze machen können.

Wie wir alle wissen, hat sich der Fremdsprachenunterricht in den letzten ca. 10 Jahren stark verändert und von der reinen Lehrbuch- und Grammatikarbeit gelöst. Das Erlernen einer Fremdsprache wird heute zunehmend vom kommunikativen Standpunkt aus definiert (s. z.B. der Bildungsplan BW von 2004). Diesem Paradigmenwechsel wird im Praxisbuch insofern Rechnung getragen, als dass sich fast ein Drittel aller Artikel primär oder sekundär mit der mündlichen Ausdrucksfähigkeit der SchülerInnen befassen. Dies ist besonders für LehrerInnen aus (Bundes-)Ländern, in denen das Abitur in einer lebenden Fremdsprache eine mündliche Prüfung vorsieht (s. Kommunikationsprüfung in BW ab 2014), ein Grund mehr, sich näher mit dem Praxisbuch zu beschäftigen. So sollen wir unsere SchülerInnen zwar möglichst effektiv auf diese neue Prüfungsform vorbereiten, jedoch ist es im Rahmen der inhaltlichen Anforderungen im Fremdsprachenunterricht in der Oberstufe überaus schwierig, diese Fertigkeit zu trainieren – bedenke man, dass bei einer Kursgröße von ca. 20 SchülerInnen bei einem 4-stündigen Kurs jeder Schüler pro Woche und unter Berücksichtigung der Sprechzeit des Lehrers auf einen maximalen Sprechanteil von ca. 5 Minuten kommt. Tools die zum Training der mündlichen Ausdrucksfähigkeit (aber auch des Hörverstehens) eingesetzt werden können und im Praxisbuch vertreten sind, sind VoiceThread, Audioboo und Fotobabble, sowie Podcasting allgemein.

Ein zweiter Schwerpunkt des Praxisbuchs ist die Frage, wie wir unseren SchülerInnen effektive Präsentationsfertigkeiten vermitteln können. Auch diese Fähigkeit ist in den letzten 10 Jahren in den Vordergrund gerückt. In Baden-Württemberg z.B. ist seit der Reform der gymnasialen Oberstufe seit dem Schuljahr 2002/2003 eine Präsentationsprüfung als 5. Prüfungsfach im Abitur vorgesehen und seit der Einführung des Bildungsplan von 2004 muss jeder Schüler ab Klasse 7 pro Jahr eine sogenannte GFS (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) vorweisen können. Wie wir unseren SchülerInnen jedoch diese Fähigkeit vermitteln sollen bleibt undefiniert und damit uns überlassen. Die Tatsache, dass die Präsentationsmöglichkeit sich im Zeitalter des Web 2.0 längst nicht mehr nur auf PowerPoint beschränken ist jedoch eine Information, die noch lange nicht in allen Schulen (und bei allen LehrerInnen) angekommen ist. Hier schlägt das Praxisbuch zum Beispiel neben den bereits erwähnten mündlichen Präsentiertools wie VoiceThread und Audioboo u.a. Popplet und Glogster vor.

Ein dritter und letzter Schwerpunkt des Praxisbuchs ist die durch die neuen Medien ermöglichte effektive Kollaboration von SchülerInnen untereinander und mit LehrerInnen. Insgesamt beschäftigen sich fast die Hälfte aller abgedruckten Artikel mit der Frage, wie man sich diesen Pluspunkt der neuen Medien im modernen Fremdsprachenunterricht zu Nutzen machen kann. Dabei geht es nicht nur um Moodle, sondern auch um mobiles Lernen und soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und Edmodo, sondern auch um Wikis, Shared Documents (z.B. GoogleDocs), Blogs und Microblogging (z.B. Twitter), sowie um Pinterest. Besonders erfreulich für mich ist die Tatsache, dass nicht nur Moodle Erwähnung findet, sondern auch öffentlichere Netzwerke thematisiert werden, da sie meines Erachtens auch im “geschützten Raum” der Schule durchaus ihre Daseinsberechtigung haben.

Insgesamt betrachtet bietet das Praxisbuch also sowohl “alten Hasen” im Bereich der neuen Medien als auch Neulingen (und nicht zuletzt Referendaren!) eine Momentaufnahme der Möglichkeiten, die das Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht bietet. Momentaufnahme deshalb, weil sich das Web 2.0 und die exemplarisch erwähnten Webtools ständig weiterentwickeln und verändern. Die Idee, die ihrer Verwendung zugrunde liegt, bleibt jedoch nach wie vor erhalten, weshalb das Praxisbuch auch in einigen Jahren nicht obsolet geworden sein wird. Zudem geht es im Praxisbuch sowohl um die sprachliche Komponente als auch um Arbeitstechniken, Landeskunde und Literatur. Dies bedeutet auch, dass die Arbeit mit dem Lehrbuch nicht getrennt von der Arbeit mit dem Computer stattfinden muss bzw. darf, sondern dass beide Arbeitsmittel durchaus gemeinsam verwendet und als komplementär betrachtet werden können. Damit dürften die Ansicht, dass der Einsatz der neuen Medien im Fremdsprachenunterricht zu Lasten des “richtigen Unterrichts” geht und reine Zeitverschwendung darstellt, bald der Vergangenheit angehören.

Somit lohnt sich die Anschaffung dieses hervorragenden Werks nicht nur für FremdsprachenlehrerInnen, sondern auch für Fachschaften und Studienseminare und ich möchte auch älteren KollegInnen ans Herz legen, einmal einen Blick in “Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht” zu werfen und dem Thema neue Medien mit Offenheit gegenüber zu treten. Sie werden sehen, dass es sich lohnt und Sie es nicht bereuen werden!
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5.0 von 5 Sternen Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht - eine Rezension, 1. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule (Gebundene Ausgabe)
Daß das Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht längst angekommen ist, pfeifen alle Spatzen von den Dächern. Es waren in der Tat die Sprachler, die die Möglichkeiten der Web 2.0 Anwendungen von Animoto über Voicethread bis Smartphone als mobiles Lernwerkzeug als Early Adopters längst im Unterricht anwandten, bevor das ein großes Buzz Thema wurde. Umso schöner, viele dieser Early Adopters jetzt mit ihren Best Practice Beispielen durch die Initiative von Jürgen Wagner und Verena Heckmann unter einem Buchdeckel vereint in den Händen zu halten.

Und da bin ich gleich beim Wermutstropfen: Ein langweiliger grün-in grün Umschlag – soll das die Hoffnung des Verlags symbolisieren??? – der mit dem Inhalt in krassem Gegensatz steht! Ein Buch, das solch frische Inhalte präsentiert, hat einen frischen Umschlag verdient- das sieht nach Uraltmethoden aus und wenn man nicht die Autoren kennt, wird man an diesem Buch bestimmt nicht hängen bleiben. Web 2.0 und langweiliges Layout … das geht garnicht. Aber das trifft leider auf alle Veröffentlichungen dieses Verlags zu, auch Thomas Strassers “Moodle im Fremdsprachenunterricht” und Klaus Himpsl-Gutermann’s “E-Portfolios in der universitären Weiterbildung” müssen sich unter diesem nichtssagenden Cover verstecken – ein Jammer. Das Gegenbeispiel sind die Cover des PACKT Verlags, da hat man schon Lust, das Buch in die Hand zu nehmen. Man mag zwar sagen, das sind alles Oberflächlichkeiten und das Buch sei nicht zur Unterhaltung gedacht – aber wo steht denn geschrieben, dass Bildung langweilig und trocken sein muss?????
Jetzt aber zum Inhalt und da wird’s dann wirklich bunt (im übertragenen Sinn leider nur) und kurzweilig! Jürgen und Verena haben es geschafft, von Unterrichtenden aus der Praxis Anregungen zu erhalten, die nicht nur theoretisch vorgestellt werden, sondern deren didaktischer Nutzen für einen Spracherwerb, der auf Kommunikation zielt, auch an Praxisbeispielen aufgezeigt wird. Und was mir besonders gut gefällt: Es gibt auch Beiträge in Französisch, Spanisch, Englisch …. wo bleiben die Italiener?
Die Autoren haben sich aber nicht nur bereit erklärt, einen Beitrag für das Buch zu schreiben, sondern viele stellen in einer Veranstaltungsreihe von Online Vorträgen dann auch persönlich ihre Projekte vor. Ganz im Sinne des Mitmachweb….. selbstverständlcih auch mit Aufzeichnungen, die dann publiziert werden auf dem Server des Landesinstituts für Pädagogik Saarbrücken.
Alle Autoren sehen die Anwendungen als Werkzeuge, die ihren Sinn nur dann erfüllen, wenn sie in einem sinnvollen didaktischen Kontext zur Anwendung kommen und den Spracherwerb für die Lerner interessanter und realitätsnaher gestalten können und vor allem die Lerner zur Eigenproduktion animieren. Für Neulinge, die diese Tools noch nicht kennen, werden aber ausreichende technische Erläuterungen gegeben, so dass auch ein absoluter Web 2.0 Newbie nicht allein gelassen wird.
Das Buch wäre perfekt für eine Fortbildungsreihe auch innerhalb einer Schule geeignet – z.b. Pädagogischer Tag , wo dann einzelne Anwendungen in Kleingruppen gemeinsam ausprobiert werden können. Einen Pflichtplatz sollte der Band aber in den Lehrerseminaren und der Referendariatsausbildung haben, denn nur so kann eine nachhaltige Verbreitung dieser Methoden zum Sprachenlernen auch gewährleistet werden.
Ein weiterer dicker Wermutstropfen ist das Layout des Buches, Screenshots werden nur sehr sparsam und dann auch noch in schwarz-weiss eingesetzt. Wenn unser Ziel darin besteht, Web 2.0 Elemente als Vehikel eines neuen Lernens zu propagieren, dann aber bitte auch anschaulich.
Das Problem wäre einfach zu lösen, wenn die Bücher auch als eBooks erhältlich wären – auch hier verweise ich auf Packt Publishing. Die Nutzerfreundlcihkeit durch anklickbare Links steigt bei ebooks um das Vielfache. Und wenn man schon ein Buch zu Web 2.0 anbietet, dann doch bitte auch zeitgemäß. Wer hat schon Lust, die von den Verfassern eingestellten Links mit der Hand abzutippen???? Das schreibt auch Ulrike Montgomery in ihrem Beitrag auf S. 196: “ Warum sind in diesem Artikel keine Links angegeben?” und bietet dann die zeitgemässe Lösung mit einem QR Code für ihre Linkliste an… so geht das heutzutage! Leider ist im Druck das Scannen des QR codes dann wieder erfolglos …..
Alles in allem ein Buch, dem man große Verbreitung unter den Lehrenden und Lernenden wünschen kann und das auch Einsteigern in leicht nachvollziehbarer Weise die Vorteile dieser Web 2.0 Anwendungen nahe bringt und Lust zum Ausprobieren erweckt. Nur durch die Vernetzung der Herausgeber Jürgen und Verena war dieser Sammelband überhaupt zu realisieren und den beiden gebührt für ihr ständiges Engagement im Dienste einer zeitgemässen Bildung hier ganz herzlichen Dank!
Der Verlag muss in Punkto web 2.0 und neue Medien allerdings noch seine Hausaufgaben machen.
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Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Ein Praxisbuch für Lehrende in Schule und Hochschule
Web 2.0 im Fremdsprachenunterrich
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von Jürgen Wagner (Gebundene Ausgabe - 29. Oktober 2012)
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