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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neuer interessanter Blick ...
In diesem Buch beschreibt der Autor F. William Engdahl den Krieg der USA gegen den Terrorismus. Beim Lesen des Titels kommen einem gleich die Terroranschläge vom 11.September 2001 in den Sinn, als Startpunkt des Kampfes der USA gegen den internationalen islamischen Terrorismus. Weiter denkt man an die Invasion Afghanistans gegen die Taliban. Doch der Autor beleuchtet...
Vor 5 Monaten von Christian Döring veröffentlicht

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hypothese oder Realität ?
Ich habe leider nicht die geschichtlichen Kenntnisse, die notwendig wären, die alarmierenden Thesen des Autors zu überprüfen. Ist die gefährliche Lage in der islamischen Welt nicht - wie ich bisher angenommen habe - Ergebnis erratischer taktischer Politik zuerst britischer und dann US-amerikanischer, einflussreicher Eliten oder steckt dahinter eine...
Vor 2 Monaten von Kunde-D-60488 veröffentlicht


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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neuer interessanter Blick ..., 3. Juli 2014
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch beschreibt der Autor F. William Engdahl den Krieg der USA gegen den Terrorismus. Beim Lesen des Titels kommen einem gleich die Terroranschläge vom 11.September 2001 in den Sinn, als Startpunkt des Kampfes der USA gegen den internationalen islamischen Terrorismus. Weiter denkt man an die Invasion Afghanistans gegen die Taliban. Doch der Autor beleuchtet in seinem Buch eine andere Seite der USA.

Engdahl beschreibt Amerika als Unterstützer und Förderer des islamischen Terrorismus, der bereit ist, diesen für seine eigenen Zwecke einzusetzen. Als Leser muss man sich zu aller erst auf diesen anderen Blickwinkel einlassen, was für den ein oder andern am Anfang schwierig sein könnte, da seine Darstellungen nicht dem üblichen, medialen Blick auf die USA entspricht.

Die grundlegende Theorie ist einfach erklärt. Die USA sehen aufgrund aufstrebender Staaten wie China oder Europa als Staatenbund, ihre Vormachtstellung gefährdet. Auch Russland stellt für sie immer noch eine Gefahr dar. Durch das Fördern bestimmter Muslimischer Vereinigungen, versucht die USA die anderen Staaten zu schwächen und zu destabilisieren. Wie zum Beispiel der Aufbau und die Förderung der Mudschaheddin in Afghanistan während der Besetzung durch die Sowjetunion. Durch diese Schaffung eines Feindes, kann man zum einen die Gegner klein halten und wirkt bei deren Bekämpfung selbst groß.

Das der Einsatz von fanatischen Muslimen nicht neu ist, zeigt der Autor in einem weiteren Kapitel dieses Buches, indem er auf die Verstrickung islamischer Fanatiker in den Holocaust unter Hitler gegen die Juden eingeht.

Insgesamt bringt dieses Buch eine andere Perspektive und zeigt einmal mehr, dass die USA bei weitem nicht die Guten sind, wie uns häufig in den Mainstream Medien erzählt wird, sondern auch ihr dunklen Seiten hat. Das Buch fordert uns dazu auf, nicht alle Dinge, die uns erzählt werden eins zu eins zu glauben, sondern kritisch zu hinterfragen. Dies zählt nicht nur für die von mir angesprochenen Medien, sondern auch für dieses Buch.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schmutzigen Kriege der Faschisten, 16. Juli 2014
Von 
jury - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
Inzwischen hat der 1964 geborene deutsch-amerikanische Ingenieur und Jurist, Publizist, Wirtschaftsjournalist und Dozent Frederick William Engdahl eine ganze Reihe von politischen Aufklärungsbüchern veröffentlicht. Heute lebt Engdahl in Wiesbaden.

Mit dem vorliegenden, Ende Juni 2014 veröffentlichten neuesten Buch mit dem Titel „Amerikas heiliger Krieg“ beleuchtet der Autor quasi in Ergänzung seines letzten Buchs „China in Gefahr“ (siehe meine zugehörige Rezension) weitere Aspekte der Bemühungen der angloamerikanischen Elite, den USA eine völlige Beherrschung der Welt zu erobern.

Wie der Titel schon andeutet, geben die USA vor, einen „heiligen“ Krieg zu führen. Dabei werden, vor allem seit dem inszenierten 9/11 – Attentat, islamische Länder in einer „Achse des Bösen“ verteufelt, um dort systematisch US-hörigen Systemen zur Macht zu verhelfen. Wer erinnert sich nicht an die flammende Rede des US-Präsidenten George W. Bush unmittelbar nach der Sprengung der World-Trade-Tower.

Bis dahin werden die großen Züge jedem interessierten Leser vertraut sein. Seine eigentliche Leistung, die man als wahrhaft „aufklärerisch“ bezeichnen muss, liefert Engdahl mit einem weitgehend vollständigen Überblick über die vielfältige und enge Zusammenarbeit zwischen Dschihadisten, islamischen Gotteskriegern und den USA.

Der Rezensent, als aktiver Islam-Kritiker durchaus bereits vorher an dieser unsäglich unethischen Machtpolitik interessiert und der Selbsteinschätzung nach auch recht gut informiert, muss zugeben, dass die Fülle der Belege, Details und Zusammenhänge, die in „Amerikas heiliger Krieg“ präsentiert werden, geradezu überwältigt. Da wird der weite Bogen gespannt von der Gründung der ersten islamischen, faschistischen Kampfverbände um 1920 über die intensive Zusammenarbeit der Muslimbruderschaft mit dem Nationalsozialismus, die enge Freundschaft des Mufti von Jerusalem mit Himmler, die Gründung der ersten muslimischen SS-Kampftruppe bis zur Sammlung der muslimischen Agitatoren zum Kriegsende in München – und deren Übergabe an die CIA-Organisatoren, die bereits damals über einen Einsatz der Mudschaheddin zur Destabilisierung der UDSSR nachdachten.

Dass die USA bzw. deren angebliche Nichtregierungsorganisationen später auf diesen Kontakten eine 100.000 Mann starke islamische Söldnertruppe in Pakistan aufbaute, die dann im Afghanistan-Krieg und im Tschetschenien als Falle gegen Russland agierte und aus der schließlich mit Hilfe des arabischen Edlen Bin Laden die aggressivste Terror-Organisation aller Zeiten hervorging, die in mehr als 25 Ländern der Erde Stützpunkte unterhält, dürfte schon wieder allgemeiner bekannt sein.

Dass mit Hilfe dieser Dschihadisten die USA daraufhin praktisch sämtliche Kriege in Ländern mit islamischen Bevölkerungsanteilen arrangierte, organisierte, agitierte, finanzierte und ausstattete, belegt Engdahl Land für Land, angefangen von Bosnien und dem Kosovo über die afrikanischen Staaten bis hin zum „neuesten“ Krieg in Syrien. Stets wurden relativ stabile und im Rahmen der Möglichkeiten mit multiplen, fanatischen Religionsgesellschaften friedlichen und aufgeschlossenen Staaten destabilisiert, dann sogenannte Befreiungskriege angestachelt, die aber stets unter dem Vorzeichen einer islamischen Revolution standen und in äußerst grausamen, intoleranten und oft völkervernichtenden islamischen Terrorstaaten endeten.

So ergibt sich das Bild der furchtbarsten und grausamsten Waffe aller Zeiten, des islamischen Religionskrieges, die von den USA poliert, geschärft und zynisch gegen viele Völker der Welt, insbesondere aber auch gegen Europa, rücksichtlos eingesetzt worden ist. Ungläubig steht man den von Fall zu Fall schnell wechselnden Allianzen der unterschiedlichsten Interessen gegenüber. Engdahl dokumentiert unfassbare Gräuel und ethnische Säuberungen, die dabei stattgefunden haben – auch in Europa. Heute kann man entsetzt feststellen, dass die Beherrschung dieser radikalen Kampftruppen den USA aus der Hand geglitten ist. Das Böse hat sich verselbständigt, und niemand kann sagen, ob es der westlichen Welt gelingen wird, sich von der Pest dieser Vernichtungsreligion noch einmal zu befreien.

Dies alles ist vorzüglich dokumentiert und mit interessanten Fotos ergänzt. Die „Endnoten“ mit reichlich Bezugsquellen füllen alleine 30 Seiten, ein Glossar hilft Themen-Einsteigern, die Übersicht zu behalten, ein 12-seitiger Index hilft bei eventuellen Nachbearbeitungen.

Dieses Buch, das sowohl in seiner Thematik als auch in der Qualität und Lesbarkeit der Darstellung die früheren Engdahl-Bücher noch übertrifft, sollte jeder gelesen haben, insbesondere jeder Deutsche. Aber man sollte sich, wie ich neulich einem Freund geschrieben haben, darüber im Klaren sein, dass nach einer Lektüre dieses Buches die Welt nicht mehr dieselbe ist wie zuvor.

Manchem wird das Verständnis der Vorgehensweise der USA auf ihrem Streben zur alleinigen Weltmacht auch helfen, die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die Ukraine, die einzig dem Ziel der USA dienen, einen vernichtenden Atomkrieg zwischen Europa und Russland zu erzwingen, mit anderen Augen zu sehen und sich vielleicht einmal die Mühe zu machen, nicht nur die US-Propaganda, wie sie in unseren Medien verbreitet wird, zu sehen, sondern auch im Internet nach alternativen und originalen Quellen zu suchen.

print-jury 5* A1208 © 16.7.2014 ABR 943 Rezensionsexemplar
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33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weltpolizei in der Kritik, 11. Juli 2014
Von 
Spacetime Traveler ('Castle of Glass' in the black forest of Wuellen, the center of planet earth, on the edge of the mysterious Milky Way) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
Wer dieses Buch liest, wird die USA künftig durch eine andere Brille betrachten, als es die Mainstream-Medien gewöhnlich tun. Wo Licht ist, ist auch Schatten und dieser kann je nach Perspektive bedrohliche Formen annehmen.

"Amerikas heiliger Krieg" ist eine Art Geschichtsbuch über Konflikte und Kriege der vergangenen Jahrzehnte, in denen die Regierung und die Geheimdienste der USA verstrickt sind. Im Fokus dieses detailreichen Buches stehen insbesondere die Beziehungen zu islamistischen Organisationen.

Der Aufbau erfolgt nicht chronologisch, sondern eher themenbezogen. Auf 12 Kapitel verteilt geht es, geografisch gesehen, um Deutschland, Nahost, Jugoslawien, Afghanistan, Russland und die USA. Inhaltlich werden muslimische Vereinigungen untersucht einschließlich ihrer Entwicklungen und ihrer Beziehungen zu den USA.

Autor F. William Engdahl vergleicht den Krieg gegen den Terror, in Anlehnung an Ausführungen von George W. Bush, als Kreuzzug. Dieser Begriff impliziert, im Hinblick auf die Kreuzzüge des Mittelalters, Gewalt, Glaubenskrieg und Ablass.

Seit dem 11. September 2001 denken Amerikaner bei dem Begriff "Terrorist" insbesondere an "islamische Terroristen", dabei gab und gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen islamistischen Organisationen und Vertretern der USA. Diese Beziehungen wurden und werden derart instrumentalisiert, dass man es kaum glauben kann.

Das Quellenverzeichnis ist mit 29 Seiten sehr umfangreich. Der Inhalt wirkt tendenziös, die Ausführungen sind aber umfangreich belegt. Die vielen unbekannten Namen erschweren das Lesen. Wichtige Begriffe werden prägnant erläutert.

Wer noch daran glaubt, dass es der Weltpolizei darum geht, die Menschenrechte zu verbreiten und zu verteidigen, wird eines Besseren belehrt. Das Buch sollte von vielen Menschen gelesen werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessante Hintergrundinformationen !, 22. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
Da ich sehr geschichtsinteressiert bin, waren mir die Wurzeln des seit Jahrzehnten schwelenden Nahostkonfliktes und die besondere
Rolle unserer britischen "Freunde" bekannt; damit meine ich natürlich die Rolle der sog. "Führungseliten", nicht die der ganz normalen
Briten, welche genauso sind, wie jeder andere Europäer mit seinen besonderen nationalen Eigenheiten. Die Rolle der CIA beim
Lügenkonstrukt, welches durch die US-Administration ( G.W. Bush ) zum Irak-Krieg genutzt wurde, ist charakteristisch auch für die
weitere Destabilisierung der arabischen Staaten, speziell des nahen Ostens. Der sog. arabische Frühling, der ebenfalls inszeniert wurde, ist nun völlig aus dem Ruder gelaufen, und die bedauernswerten Flüchtlinge kommen nach Europa. Einen Vorteil für sich
haben die USA trotzdem erreicht, erhöhte Waffenexporte und Destabilisierung und Unruhe in Europa.
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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Destabilisierung und Zerstörung im Namen von Freiheit und Demokratie, 26. Juli 2014
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
Wenn etwas den Kalten Krieg überdauert hat, dann ist es die Destabilisierungspolitik der USA. Sie wird immer und immer wieder in den verschiedensten Varianten angewandt, wenn man nicht unterwerfungsbereite oder auch schon nicht kooperierende Regime beseitigen möchte, die den Interessen der USA im Wege stehen.

Neben den verschiedenfarbigen "Revolutionen" der vergangenen Jahre in Staaten an der Peripherie Russlands muss man unbedingt den sogenannten "Arabischen Frühling" und die Zerstörung Syriens dazu zählen. Man kann diese US-Strategie angesichts ihrer offensichtlichen Fehlschläge eigentlich nicht verstehen, sollte man dahinter irgendeine Art von tatsächlicher Intelligenz vermuten. Doch die USA sind weit weg vom Geschehen. Und genau diese isolierte Position in der Welt erklärt die auf den ersten Blick irrwitzige US-Vorgehensweise . Nichts fürchten die USA mehr als den Verlust ihrer Vormachtstellung in der Welt, nichts kann sie mehr schwächen als ein ökonomisch und politisch einiges Eurasien. Das in der Ferne angerichtete Chaos tangiert sie fast nie.

In seinem jüngsten Buch erklärt F. William Engdal eine besonders perfide Strategie der USA, nämlich die Ausnutzung des islamischen Kampfes gegen die "Ungläubigen". In diesen Zusammenhang gehört auch das islamische Streben nach der Errichtung eines weltweiten Kalifats. Geboren wurde dieser Ansatz im Kampf gegen die Sowjets um Afghanistan.

Leider besitzt Engdahls Buch zwei merkwürdige Schwächen. Bereits der Titel verwirrt, wenn man ein wenig darüber nachdenkt. Einen Heiligen Krieg führen nur Muslime. Eine solche Formulierung im Zusammenhang mit den USA ist völlig fehl am Platze. Denn hier geht es nicht um die Ausbreitung der christlichen Religion oder gar um die Errichtung eines christlichen Gottesstaates. Die Politik der USA hat rein gar nichts Religiöses an sich. Es geht dabei ausschließlich um den Erhalt oder um den Ausbau einer Machtposition. Und wenn man schon eine Begründung auf einer irgendwie gearteten geistigen Ebene sucht, dann hört man immer etwas von Demokratie und Freiheit, aber niemals etwas Religiöses.

Doch das ficht den Autor nicht an. Mir ist völlig rätselhaft, warum er krampfhaft versucht, einen religiösen Hintergrund in der Politik der USA zu suchen. Im gesamten Buch findet man bei der konkreten Beschreibung des US-Vorgehens nirgendwo einen solchen Hinweis. Nur in der Einleitung und am Schluss suggeriert Engdahl eine solche Motivation. Und diese Suggestionen erweisen sich als ziemlich blutleer. Zunächst muss der Bibelgürtel in den USA und die Abstammung der Bushs dafür herhalten. Und dann holt er auch noch christliche Fanatiker aus der Zeit der Kreuzzüge völlig aus dem Zusammenhang und der Zeit gerissen zu Hilfe. Ganz nebenbei sollte Engdahl wissen, dass die Kreuzzüge eine Reaktion auf die gewaltsame Ausbreitung des Islam waren.

Seltsam ist darüber hinaus, dass Engdahl offenbar weiß, dass die Errichtung eines weltweiten Kalifats durch den Koran gedeckt ist, ebenso die Ausgestaltung eines solchen Gottesstaates. Was das bedeutet, kann man sich in bereits existierenden islamischen Gottesstaaten genau vor Augen führen. Ein adäquater christlicher Anspruch existiert einfach nicht. Umso absurder ist Engdahls Versuch, hier ein Gleichnis zu konstruieren.

Eine zweite Schwäche des Buches offenbart sich, wenn man zunächst recht glaubhaft erklärt bekommt, wie die US-Geheimdienste islamische Organisationen steuern und für ihre Ziele einsetzen und man dann mit den Ereignissen von 9/11 konfrontiert wird, die vom Autor nur in zwei dürren Abschnitten kommentiert werden. Engdahl erklärt den Widerspruch zwischen 9/11 und seinen vorangegangenen Ausführungen nicht wirklich. Man kann also entweder glauben, dass die Steuerung wohl etwas aus dem Ruder gelaufen ist oder nie so eng war oder dass diese Ereignis gar Teil des großen Plans sind. Wenigstens die letzte Variante schließt der Autor für sich aus, obwohl sie sich wie selbstverständlich in seine vorherigen Erklärungen einfügen würde.

Wenn man diese Merkwürdigkeiten beiseite lässt, bietet dieses Buch einen hervorragenden Überblick über die vorgenannte Strategie der USA in den verschiedenen Varianten. Ganz nebenbei erfährt man viel über die Muslimbrüder, deren Geschichte und die verschiedenen Ableger dieser Terrorsekte sowie über die ganz anders vorgehende und auch in Deutschland sehr aktive Gülen-Bewegung. Beide vereint dasselbe Ziel, nämlich die Errichtung islamischer Gottesstaaten. Darüber hinaus zeichnet das Buch ein treffliches Gesamtbild der US-Strategie, die sich im Einzelfall oft nur schwer erschließt, weil sie durch einen Propagandanebel verhüllt wird, den man nur durchdringen kann, wenn man irgendwann begreift, wie die Abläufe sich in jedem konkreten Fall immer auf fast dieselbe Art wiederholen. Dazu trägt dieses Buch sehr gut bei.

Nach einer wie beschrieben etwas merkwürdigen Einleitung kommt der Autor dann bald zu "den Wurzeln des islamischen Zorns", wie er das nennt, nämlich der britischen Politik im Zusammenhang mit den Zerfall des Osmanischen Reiches. Danach erfährt man viel über die Muslimbrüder und ihre Rolle im Dritten Reich sowie über die Umpolung deutscher Geheimagenten aus diesem Dunstkreis durch die CIA. Nachdem Engdahl dann die US-Strategie rund um den Afghanistankonflikt mit den Sowjets erläutert hat, folgt ein Kapitel über die Ausdehnung dieser Methoden auf den Jugoslawien-Konflikt nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Immer wieder zeigt Engdahl, dass die CIA und die von ihr angeblich gesteuerten Gruppen sich durch den Rauschgifthandel finanzieren.

Ein ausführliches Kapitel befasst sich mit der Gülen-Bewegung, die im Geheimen von den USA aus arbeitet und das System verschiedener Staaten, darunter wie selbstverständlich auch Deutschland, von innen unterwandern möchte und dabei offenbar sehr erfolgreich ist. Die Türkei stellt dabei das erfolgversprechende Vorzeigemodell dar.

Dann verfällt der Autor am Ende wieder in seine Theorie vom angeblichen Krieg der USA gegen den Islam. Doch sollte er es nicht besser wissen? Schließlich hat er die Dinge vorher selbst beim Namen genannt. Eigentlich geht es den USA immer um ihre Machtposition. Doch wenn schon der Islam ins Spiel kommt, dann nicht als Religion, sondern als Grundlage einer faschistischen Ideologie. Deren praktische Folgen kann man sich gerade im Irak und Syrien ansehen.

Immerhin aber beschreibt der Autor die eindimensionalen Strategien der CIA und deren gewollte oder ungewollte Folgen völlig richtig, wenn er meint: "Hinter der Strategie der CIA, die Muslimbruderschaft zu benutzen, um islamische Kämpfer gegen Christen, fanatische Dschihadisten gegen andere islamische Gruppierungen und Strömungen aufzuhetzen - Sunniten gegen Schiiten, Alawiten oder Sufis, sunnitische Türken gegen alawitische Syrer, Sunniten der Muslimbruderschaft gegen wahhabitische Sunniten oder andere "Ungläubige" -, steckt kein vernünftiges Konzept". Und: "Die brillanten Strategien der CIA waren in Wahrheit gar nicht so brillant; sie waren oberflächlich und arrogant und letztlich blind für die komplexen Folgen, die es nach sich ziehen würde, wenn man die Feuer religiösen Hasses entfacht." Besser als mit diesem Satz kann man die Dummheit hinter dem gesamten strategischen Ansatz der USA nicht beschreiben.

Dies ist ein im oben erklärten Sinne lehrreiches Buch, das allerdings nicht immer den richtigen Ansatz zu Klärung der Hintergründe wählt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amerikas heiliger Krieg, 21. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
Es gibt wohl keinen Staat auf dieser Erde, der so hinterlistig und gemein wie Amerika ist. Aber wenn man bedenkt, dass dieser Staat aus Desperados, Glücksrittern und sonstigen Abenteurern gebildet worden ist, die vor der Obrigkeit in ihrer Heimat weggelaufen sind um in Amerika Völkermorde zubegehen, muss man sich nicht wundern.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hypothese oder Realität ?, 7. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken (Gebundene Ausgabe)
Ich habe leider nicht die geschichtlichen Kenntnisse, die notwendig wären, die alarmierenden Thesen des Autors zu überprüfen. Ist die gefährliche Lage in der islamischen Welt nicht - wie ich bisher angenommen habe - Ergebnis erratischer taktischer Politik zuerst britischer und dann US-amerikanischer, einflussreicher Eliten oder steckt dahinter eine langfristige und menschenverachtende imperiale Strategie ? Sollte der Autor wirklich Recht haben, dann steht der Welt eine ganz schlimme Zeit bevor.
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Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken
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