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China hat in den letzten Jahrzehnten aufgeholt und steht heute wirtschaftlich gesehen weltweit an zweiter Stelle. Die USA, die sich unter Nixon Anfang der 1970er Jahre gegenüber China geöffnet haben, verändern seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Ende der 1980er Jahre ihre Taktik. China wurde zunächst als Antagonist gegenüber der Sowjetunion aufgebaut und wird nach Zusammenbruch dieser nunmehr mit allen Mitteln wirtschaftlich und politisch bekämpft.

F. William Engdahl beleuchtet den Wandel im Verhältnis zwischen China und den USA. Das Ungewohnte gegenüber den Mainstream-Medien ist dabei seine positive Sicht auf China. Täter- und Opferrolle sind bei Engdahl klar zugeordnet. Es geht um die Verteidigung von Machtinteressen. "Dabei sind Sentimentalitäten oder Tagträumerei nicht gefragt", zitiert der Autor zu Beginn seines Buches einen Mitarbeiter des US-Außenministeriums. Jedoch muss man sich als unbedarfter Leser fragen, ob es sich dabei nicht um eine systemimmanente Maxime aller wirtschaftlich, politisch oder militärisch Mächtigen dieser Welt handelt. Eine Einteilung in Gut und Böse ist ein menschliches Konstrukt, subjektiv gefärbt und wird der Wirklichkeit nicht gerecht.

Die Beispiele, die Engdahl vorstellt, sind haarsträubend. Der Kampf findet auf verschiedenen Ebenen statt. Es geht um Währungsmanipulationen, Kontrolle über das Öl, Nahrungskriege, Medienkriege, Handelskriege sowie um Gesundheit und Umwelt. Dabei bestehen keine Zweifel, dass auf allen diesen Gebieten ein Krieg zwischen den Mächtigen tobt. Jedoch geht es zu weit, bei Themen wie Fast Food, Impfung, Gentechnologie oder Fracking zu unterstellen, dass diese Mittel nur eingesetzt werden, um den Chinesen unmittelbar gesundheitlich zu schaden. Letztlich setzen die USA diese Mittel auch im eigenen Land ein.

Am Ende des Buches beschreibt Engdahl ein Szenario, welches für die USA wirklich gefährlich werden könnte, nämlich ein vereinigtes Eurasien. Diese Vision mag weit in der Zukunft liegen, dennoch sind in den letzten Jahrzehnten zwischen China und Westeuropa die Handelsbeziehungen extrem gewachsen. Gegen eine weitere Annäherung sprechen aus heutiger Sicht die großen politischen und kulturellen Unterschiede. Deutschland und Europa sind (auch historisch gesehen) enger mit den USA verwandt als mit Asien.

F. William Engdahl hat für sein Buch umfassend recherchiert, wenngleich seine Ausführungen nicht ausgewogen sind. Das trifft aber auch auf unsere Mainstream-Medien zu. Insofern eröffnet Engdahl den Lesern eine neue Perspektive und schafft ein Gegengewicht. Es liegt in der Verantwortung der Leser, sich vielschichtig zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden.
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am 3. Februar 2014
Die NSA-Spähaffäre hat mittlerweile Einblicke erlaubt, welcher Art die Informationsbeschaffung der USA ist - nur zum Teil allerdings, wofür diese Informationen dienen sollen. Wir in Deutschland lehnen uns dabei immer noch gerne zurück, weil uns als Partner und Verbündete der USA das ja wohl nicht gar so viel angeht. Wie die USA mit einem immer noch ideologischen Gegner wie China, bei aller wirtschafts- und finanzpolitischen Nähe (oder vielleicht gerade deswegen?) umgehen, davon hört man bei uns nicht viel. Im Gegenteil, die deutschen Medien warnen nimmermüde vor der "Gefahr", die von China ausgeht. Dass die wirkliche Gefahr aher von unserem Erzverbündeten droht, die dann neben China auch uns treffen kann, das beschriebt Engdahl in diesem Buch mit dramatischer Deutlichkeit. Es wird Zeit, dass wir uns in Deutschland, in Europa das zu Herzen nehmen. Natürlich wird einer, der bei uns seine Stimme für China erhebt, sofort mit dem Totschlagsargument desavouiert, dass China ja keine Demokratie sei. Dass es aber um viel mehr geht, auch um unsere wirtschaftliche (und damit auch demokratische) Zukunftsfähigkeit, zeigt Engdahl in seiner vorliegenden Analyse, die in dieser Art bisher noch nicht dagewesen und daher höchst überfällig ist.
Ich beschäftige mich als Sinologe seit Jahren mit der Sicherheits- und Außenpolitik (auch ihrem militärischem Aspekt) und kann die Einschätzungen Engdahls aus meiner Sicht nur bestätigen. Die chinesische Außenpolitik ist immer nur reaktiv auf die Vorstöße der USA und versucht, potentiell gefährliche Aktivitäten der USA abzumildern. Wir bekommen in den Medien aber nur das Bild der Reaktionen Chinas als dessen ggf. sogar "feindseligen" Aktionen gezeichnet. Aber was ist denn davon zu halten, wenn die US-Navy 2013 bis 2014 ca. 20% ihrer Streitmacht vom Atlantik in den Pazifik verlegt? Wenn die USA im asiatisch-pazifischen Raum eine Freihandelszone (TPP) einrichten wollen, die China von vorneherein ausschließt? Da sollte sich China wohl nicht bedroht fühlen und entsprechend handeln? Vor diesem Hintergrund bekommt auch die von den USA geforderte transatlantische Freihandelszone TTIP eine andere Gewichtung, wenn man einmal die hervorragenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa - und hier vor allem Deutschland - und China sieht. Europas Beziehungen sind mit denen der USA zu China nicht vergleichbar und deshalb muss auch unsere China-Politik eine andere als die der USA sein. Wir müssen allerdings den Unterschied begreifen. Mit seiner Analyse der US-amerikanischen Handlungsprämissen und politischen Motive hilft Engdahl uns, unseren oft verstellten Blick auf China zun verbessern. Und dann müssen wir Deutsche, wir Europäer mit nachhaltiger Glaubwürdigkeit einen gemeinsamen stratigeschen dialog mit China angehen und unsere Beziehungen nicht nur zum wirtschaftlichen Vorteil nutzen, sondern dafür, weltpolitische Verantwortung für Europa zu übernehmen. In einer vertrauensvollen Gestaltung der deutsch-chinesischen Beziehungen liegt auch die Chance auf eine Verbesserung der innerchinesischen Demokratie. "Wandel durch Annäherung" - das alte Schlagwort aus Willy Brandts erfolgreicher europäischer Ostpolitik taugt genausogut für unsere heutige Zeit, diesmal für den Fernen Osten. Dabei müssen wir aber auch die möglichen Störfaktoren genau kennen. Und die, das zeigt Engdahl eindringlich auf, liegen in Washington! Und leider ist das nichts Neues, das zeigen seine historischen Exkurse. Also: Dringende Leseempfehlung!
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China ist ein wirtschaftlicher Riese: 2013 hat die ehemals zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die USA als führende Handelsnation abgelöst. Sagenhafte 3,5 Billionen US-Dollar hält das Land der Mitte an Devisenreserven. Gäbe es China nicht, wären die USA längst pleite. Dadurch wird China zu einer potentiellen Bedrohung der US-Wirtschaftshegemonie. Der geopolitische Analyst und renommierte Autor F. William Engdahl kommt vor diesem Hintergrund zu einem eindeutigen Urteil: China ist in akuter Gefahr. Einflußreiche politische Kreise in den USA planten, dem chinesischen Wirtschaftswunder einen entscheidenden und schließlich tödlichen Schlag zu versetzen. Engdahl zählt in seiner spektakulären Neuerscheinung mögliche geheime Strategien und die taktischen Waffen auf, mit denen die angloamerikanische Elite China in die Knie zwingen wolle. Dazu zähle u.a. Washingtons Währungskrieg gegen den chinesischen Renminbi, der verborgene Krieg um die Kontrolle über Chinas Energieversorgung, die Zerstörung der Ernährung durch genmanipulierte Lebensmittel, der Medienkrieg mit Hilfe von Google, Facebook, YouTube & Co., um China zu destabilisieren. Ende letzten Jahres bot der Streit zwischen China und Japan um eine unbewohnte aber bodenschatzreiche Inselgruppe in Südchinesischen Meer den USA Gelegenheit, dem Expansionsdrang des Reiches der Mitte durch eine militärische Machtdemonstration mittels US-Atombomber Grenzen aufzuzeigen. Der Autor malt ein besorgniserregendes Szenario an die Wand, gegen das der Kalte Krieg mit der Sowjetunion verblaßt. Denn statt des wirtschaftlich maroden Reiches des Sozialismus ist Washington mit China ein Konkurrent erwachsen, der der ehemaligen Weltmacht Nr. 1 USA nicht nur waffentechnisch, sondern auch wirtschaftlich Paroli bieten kann. Nach dem Umsturz in der Ukraine und der sogenannten Krim-Krise gehen die USA verstärkt auf einen Konfrontationskurs zu Rußland. Sollte Moskau als Reaktion darauf eine engere politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit China ins Auge fassen, wäre geopolitisch gesehen der Zusammenschluß Eurasiens fast komplett. Nur das westeuropäische – und militärpolitisch nicht nennenswerte – Anhängsel Westeuropa bliebe den USA als Protektorat erhalten. Ein Zusammenstoß beider Machtblöcke sei nur eine Frage der Zeit, konstatiert Engdahl.
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Glaubt man den jüngsten Aussagen deutscher Politiker, so sind die USA unsere besten Freunde, die sich allerdings kürzlich durch ihre geheimdienstliche Neugier offenbar zur völligen Überraschung der etwas romantischen deutschen Führungselite ein wenig danebenbenommen haben. Wer an Freundschaft zwischen Staaten glaubt, muss Schwierigkeiten mit der Wirklichkeit haben, denn verschiedene Mächte verbindet allenfalls eine gemeinsame Interessenlage, aber nicht Freundschaft.

Beim Lesen dieses Buches bekommt man schnell ein ungutes Gefühl, wenn man tatsächlich an Freundschaft zwischen Staaten glaubt, denn einige der in ihm beschriebenen Methoden der USA werden mit großer Selbstverständlichkeit natürlich auch gegen Europa angewandt. Deshalb handelt es sich um einen durchaus lehrreichen Text, selbst wenn einige Dinge konstruiert scheinen.

Leider macht der Autor aus seiner Sympathie für das chinesische Regime keinen Hehl. Das ist nicht nur deshalb irritierend, weil sein Buch dadurch in gewisser Weise den Anspruch journalistischer Neutralität oder einer adäquaten Berichterstattung verliert, sondern auch, weil China nicht gerade ein Hort der Demokratie oder ein Beispiel für ein freies Land ist. Auch dass Chinas Führung immer noch Mao verehrt, der Millionen von Chinesen auf dem Gewissen hat, die als Folge seiner Politik des "Großen Sprungs" oder seiner "Kulturrevolution" umkamen, scheint den Autor wenig anzuheben. Seine merkwürdige Sympathie für das chinesische Regime lässt ihn leider auch einige der Risiken übersehen, vor denen die sogenannte Volksrepublik steht. Darüber hinaus schätzt er nach meiner Ansicht auch einige wirtschaftliche Fragen falsch ein. Ich komme darauf später zurück.

Das Hauptanliegen des Autors besteht darin, die verschiedenen Methoden, mit denen die USA Chinas Aufstieg bremsen und das Land in Schwierigkeiten bringen wollen, offenzulegen und in einen gemeinsamen Kontext zu bringen. In dieser Hinsicht handelt es sich um einen Text, der manchem Leser sicher die Augen öffnen wird, denn im Grund geht es gar nicht um China, sondern um diese universellen Methoden, die natürlich weltweit angewandt und in diesem Buch nur auf China heruntergebrochen und für diesen Fall erklärt werden. China ist gegenwärtig die größte Bedrohung für das Hegemoniestreben der USA.

Man kann den sogenannten "Arabischen Frühling" oder einige Kriege in Afrika (z.B. im Sudan) besser verstehen, wenn man Chinas Suche nach Rohstoffen und dabei insbesondere nach Öl in die Betrachtungen einbezieht. Durch gezielt herbeigeführtes politisches oder militärisches Durcheinander ist es den USA gelungen, die chinesische Offensive zur Beschaffung von Öl und anderen Rohstoffen in Afrika ins Stocken zu bringen. Darum geht es im zweiten Kapitel des Buches, das man im Zusammenhang mit dem fünften Abschnitt lesen muss, in dem die Transportwege nach China betrachtet werden, in deren Nähe die USA zahlreiche militärische Stützpunkte errichtet haben, um den chinesischen Nachschub im Ernstfall abschneiden zu können.

Insbesondere diese US-Strategie verschlingt Unsummen an nicht wirtschaftlich nutzbarem Kapital und wird irgendwann zum Sargnagel der amerikanischen Hegemonie werden. Noch können die USA insbesondere Rohstoffe mit Geld bezahlen, das gerade frisch ihre unermüdliche virtuelle Druckerpresse verlassen hat. Ersetzt ein Währungskorb - wie von China und anderen Staaten gefordert - irgendwann den Dollar, dann wird die völlige Überspannung der USA schnell zu Ende gehen. Das deutet der Autor im ersten und letzten Kapitel seines Buches an.

Über die Bemühungen der USA, Chinas Wirtschaftsmacht zu beschneiden, berichtet der Autor im sechsten Kapitel. Leider sind diese Ausführungen recht diffus und zum Teil fragwürdig. Beispielsweise geht der Autor dort kurz auf den "Solarkrieg" ein und behauptet, die Chinesen hätten bei ihren Solarzellen "wissenschaftliche Erkenntnisse auf die Technik angewendet und ein überlegenes chinesisches Produkt entwickelt". Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, denn in Wirklichkeit sind die chinesischen Konzerne zunächst mit anderswo nicht darstellbaren Dumpingpreisen auf den Weltmarkt gezogen und haben so zum Beispiel auch die deutsche Solarindustrie ruiniert.

Die restlichen Kapitel befassen sich mit Methoden, die amerikanische Unternehmen weltweit einsetzen, um Kunden und ganze Staaten in eine Abhängigkeit von ihren Produkten zu bringen. Mit China hat das speziell nichts mehr zu tun, zumal einige dieser Dinge auch gegen die Bevölkerung der USA eingesetzt werden. Darunter fallen der Einsatz von Herbiziden und Pestiziden, der Abbau von Schiefergas, der Einsatz von Medikamenten, die eher töten als helfen, der Einfluss amerikanischer Medien wie Google, Facebook, YouTube und Twitter zu Propagandazwecken oder zur subversiven Tätigkeit der Geheimdienste, die Überschreibung der landestypischen Kultur durch den amerikanischen Lebensstil oder die Verseuchung der landestypischen Nahrungsmittel durch genmanipuliertes Saatgut, das obendrein nicht dazu benutzt werden kann, um daraus eigenes Saatgut herzustellen und so in eine sklavische Abhängigkeit führt.

Am Ende des Buches geht der Autor dann auf einige chinesische Projekte ein, etwa auf den Bau mehrerer Eisenbahnlinien nach Europa, die die Geschwindigkeit des Warentransits enorm vergrößern werden und sich der Kontrolle der USA zum größten Teil entziehen. Schließlich bewertet der Autor auch noch die Risiken, die China von sich aus aufgebaut hat. Merkwürdigerweise ist seine Sicht dabei wieder sehr eingetrübt. Nach seiner Ansicht besteht das Hauptrisiko darin, dass die KP Chinas ihre Autorität verliert, also dass die kommunistische Diktatur zusammenbricht.

Die fürchterlichen Umweltprobleme, mit denen sich China konfrontiert sieht, die Immobilienblase (leer stehende Trabantenstädte), die enorme Polarisierung zwischen arm und reich und daraus resultierende soziale Konflikte und Chinas enormes demografisches Problem (um nur einige Konfliktfelder zu nennen) spielen in den Betrachtungen des Autors überhaupt keine Rolle.

Insgesamt gewinnt man mit diesem Buch einen guten Einblick in einige der US-Strategien zu Beherrschung der Welt. Auch wenn einiges dabei sich nicht auf China beschränkt und in sich nicht immer zwingend zu sein scheint, und auch wenn man die Sympathie des Autors für die chinesische Staatsform nicht nachvollziehen kann, so findet man doch in diesem Buch vieles, was Prozesse in der Welt gut erklärt, die insbesondere von den Mainstream-Medien nicht vollständig und auch nicht wirklichkeitsnah geschildert werden.
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am 22. Januar 2015
Wer denkt dass wir die heile Welt auf Erden haben der irrt sich gewaltig. Es geht einzig und allein um Weltherrschaft. Undf dazu ist den Mächtigen dieser Welt jedes Mittel recht. Man schreckt auch vor Mord nicht zurück und lässt auch Flugzeuge abstürzen. Auch sehr zu empfehlen "Erst Manhattan - Dann Berlin: Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltenende..." und "Die Rockefellers: Der amerikanische Albtraum" und "Die Rothschilds: Eine Familie beherrscht die Welt." "Das Komitee der 300: Die Hierarchie der Verschwörer". Dann weiß man so ziemlich alles was man wissen muss.
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am 21. April 2014
Der Geoexperte F. William Engdahl zeigt in seinem jüngsten Werk "China in Gefahr" beeindruckend, mit welchen Machtinstrumenten die USA und ihre westlichen Verbündeten die Kontrolle über ihre Weltkontrahenten gewinnen wollen. Leser können die faktenreiche Studie sowohl als Beschreibung über den Kampf gegen China lesen wie auch als Mustervorlage für die Methoden der USA und ihrer Industrie insgesamt.
So erfahren Leser mit sauberen Belegen, wie die USA im Währungskrieg vorgehen und China faktisch zu immer neuen Krediten zwingen konnten, wie der Kampf um den Zugang zum Öl sich in Stellvertreterkriegen in Afrika (von Nordafrika wie Ägypten, Tunesien, Marokko, Libyen bis zu Westafrika mit dem Sudan oder Ostafrika mit dem Jemen) äußert oder genmanipulierte Nahrungsmittel weltweit mithilfe der Welthandelsorganisation WTO durchgesetzt werden. Besonders erschütternd ist für den unbedarfteren Leser der Umgang und die Verbreitung mit Medikamenten, nachweisbar tödlichen Impfstoffen und anerkannten Giftstoffen, wie die Welt damit überzogen wird, welch bekannte Namen wie Bayer dahinterstecken und wie skrupellos der tausendfache Tod der Versuchskaninchen hingenommen wird. Ebenfalls erhellend ist die geostrategische Reise in südchinesisces Meer, zum Indischen Ozean und in die Küstenanrainer wie Indizes, Myanmar, Thailand und viele andere Staaten. Das Ganze ist nach den beeindruckenden Belegen Engdahls Teil der "Perlenketten"-Strategie des US-Verteidungsministeriums, mit dem die neue Weltmacht China vom Zugang zur Welt abgeschnitten werden soll. Handels-, Umwelt- und Medienkriege mithilfe von Google und Co. runden das Instrumentarium gegenüber dem Reich der Mitte in eine Weise ab, die den wenigsten Lesern und Zuschauern der täglichen Nachrichtensendungen in Massenmedien auch nur annähernd bekannt sein dürfte.
Besonders wertvoll wird das Buch durch die lückenlose Beschreibung der wichtigen Zusammenhänge sowie das umfangreiche Beleg- und Beweismaterial. Kurz: Das Buch liest sich wie ein kurzweiliger, besonders spannender Krimi, bildet aber tatsächlich belegbare ungeheure Machtstrategien im geopolitischen Wettstreit ab. Eine Pflichtlektüre für jeden politisch interessierten Menschen.
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Wer im neuesten Buch des Wiesbadener Analysten ein Buch über China vermutet, hat nur zum Teil Recht. Schon der Untertitel "Wie die amerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will" verrät, dass es eigentlich auch darum geht, ob der Rest der Welt die USA überleben kann. Wobei der angloamerikanischen Eroberungsgier auf Zeit wohl kaum ein mächtigerer Gegner erwachsen dürfte als eben China - wenn man davon absieht, dass die alles zerstörende Wirtschafts- und Militärphilosophie der angeblichen Führungsmacht ihren eigenen Bürgern mindestens ebenso schadet wie anderen.

Ich persönlich finde ja den US-Lebenstil, auch stolz "american way of life" genannt, einfach wundervoll. Man ruiniert sich mit 4 Autos pro Familie die Lunge und macht sich für sein Leben finanziell abhängig. Reichlich Psychopharmaka [1] und Lebensmittelgifte wie Aspartam und Glutamat [3] stellen das Hirn auf Wegdenken, Fluor im Trinkwasser sediert aufsässige Geister und durch Weichmacher, lebensvernichtende Stoffe und Genfood werden überholte Strategien wie die menschliche Fortpflanzung einfach abgestellt. Weil Kreativität und Intellekt in dieser betäubten Dekadenz zu weit absinken, um die monströse Verschwendung aller Ressourcen zu finanzieren, überfällt man halt reihum den Rest der Welt und stiehlt, was man gerne haben möchte. Das Ganze nennt man dann "Verteidigung der Freiheit" - schließlich muss man immer irgendwelchen Rebellen helfen, die jeweilige Regierung zu stürzen. Der Arm des Meinungsterrors schließlich reicht von einer fast vollständigen Beherrschung der großen Medien in allen westlichen Staaten bis in die letzten Winkel, sogar - wie man hier sieht - bis in Rezensionsforen: Abklicks, noch bevor die Tinte trocken ist...

Doch - nach diesem kleinen, persönlichen Background-Ausflug - zurück zu Engdahl: Vieles, was scheinbar nur mit den USA und China zu tun hat, betrifft uns vor der eigenen Haustüre. So schildert Engdahl detailliert, dass es sich bei der Griechenland-Eurokrise um eine ganz normale Routine-Destabilisierung der US-Regierung gehandelt hat, die zuvorderst dazu diente, die von den gewaltigen chinesischen Dollarvorräten bedrohte US-Währung durch gezielte Schwächung des Euro zu stützen.

Wenn man solches liest, erschließen sich dem Verständnis gleich weitere "Merkwürdigkeiten" wie der Druck, den die US-gesteuerte Türkei in Richtung eines EU-Beitritts auszuüben gewohnt ist. Aber auch der Eifer, mit dem die immer noch am Tropf von US-Diensten wie der CIA hängende westdeutsche "freie" Presse in allem zeigt, was das wirtschaftsstärkste Land Europas so schwächen könnte, dass es dem US-Weltmachtbestreben keine unnötigen Steine in den Weg legen dürfte. Schließlich würde kein vernünftiger Deutscher freiwillig unsere Sozialsysteme durch die verantwortungslose Öffnung der Grenzen für die übelsten Vertreter inkompatibler Kulturen ruinieren. Aber die CIA-gegründeten "Leitmedien" Süddeutsche Zeitung und DER SPIEGEL treiben ja seit Jahren erbarmungslos eine Weltanschauung vor sich her, nach welcher unser Land für die Finanzierung einkommensschwacher Vorderasiaten mit niederem Länder-IQ und hohem religiösem Fanatismus eine natürliche Grundverantwortung tragen müsste. Der geneigte Leser möge mal darauf achten: Alles, was insbesondere DER SPIEGEL gegen die Interessen unseres Landes vorantreibt, von Monsanto Gen-Getreide bis zur Aufgabe unserer Souveränität, dient natürlich der Schwächung Deutschlands und damit den US-Interessen.

Insofern ist dieses Buch weit mehr als ein Buch über den schon lange nicht mehr nur unterschwelligen Konflikt zwischen den USA und China. Schließlich haben wir zu erheblichen Anteilen die Kosten der jüngsten afrikanischen Eroberungskriege der USA mitgetragen - Kriege, die vor allem die strategische Bedeutung besessen haben, diese Länder und ihre Regierungen wieder aus fruchtbaren und funktionierenden Bündnissen mit China herauszubomben. Zum Glück haben China und Russland in der von den USA und GB angeheizten, organisierten und finanzierten Syrien-Krise genug Druck ausüben können, dass der von den USA geplante heiße Krieg, der natürlich auch wieder über die NATO zu unseren Lasten betrieben worden wäre, zumindest mal verschoben werden musste. Sonst hätten wir unsere Wirtschaftskrise schon heute...

Doch es sind nicht nur militärische Auseinandersetzungen, mit denen die USA ihren selbstgewählten Hauptfeind auf dem Weg zur alleinigen Weltbeherrschung überzieht. Schließlich geben die USA kaum mehr für Kriege aus als die nächststreitbaren 42 Nationen der Erde zusammen. (S. 153) Da gewinnt die Vokabel "defense" nochmal eine ganz besondere Bedeutung. Engdahl sortiert seinen perimilitärischen Stoff nach Kriegsvarianten: Auf den bereits erwähnten Währungskrieg folgen Ölkriege, Nahrungsmittelkriege, Gift- und Medikamenten-Kriege, insbesondere natürlich neue Opiumkriege, Umweltkriege und Wirtschaftskriege. Sogar in unserer restriktiven Presse konnte man bereits in Ansätzen Medienkriege, insbesondere im Internet, verfolgen.

Wenn man eine Gemeinsamkeit der einzelnen Vernichtungsstrategien erkennen kann, dann dürfte das die Tatsache sein, dass die USA zwar vermutlich planen, politische Gegner auszuschalten, tatsächlich aber in unfassbarer Brutalität und Kurzsichtigkeit einen hochwirksamen Krieg gegen das menschliche Leben an sich führen - auch und vor allem im eigenen Land. [2] Worüber sich echte US-Patrioten in diesem Zusammenhang freuen dürften: Sie werden diesen Krieg, soweit man das heute absehen kann, ohne den geringsten Zweifel innerhalb weniger Generationen gewinnen. Sollte es aber tatsächlich in 100 Jahren noch menschliches Leben geben, dann wohl eher in China als in den USA. Und ob benachbarte Nationen mehr Angst vor Chinas Raketen als vor dem Sicherheitsstandard von GE-Atomkraftwerken und der Sterilisation durch Monsanto-Agrarprodukte haben müssen, ist doch sehr fraglich. Dort, wo China international aktiv geworden ist wie in Afrika, sieht man ja wohl eher einen freundlichen und partnerschaftlichen Imperialismus als die Völkermorde, die ebenda durch US-Politik verursacht worden sind.

An dieser Stelle möchte ich doch auch etwas Kritik einfügen. Die Darstellung Engdahls spitzt beispielsweise den erfolgversprechenden Kampf der Chemieindustrie gegen das Überleben der Menschheit so zu, als hätte man ihn in finsteren strategischen Kreisen ausgedacht, um die chinesische Bevölkerung auszudünnen. Man darf aber nicht übersehen, dass gerade in diesem Bereich unsere in Sachen Menschenvernichtungsmittel stets besonders rührige und erfolgreiche Chemieindustrie - hier Bayer - federführend bei der Entwicklung der Nicotinoide zeichnet. Und dass sowohl die USA als auch die europäischen Industrienationen zunächst einmal - und erfolgreich - bemüht waren, ihrer eigenen Tierwelt - man denke an die Bienen! - das Weiterleben zu vergällen. Auch die mit diesen Giften erzeugte Unfruchtbarkeit ausgerechnet am eigenen Kämpfer-Nachwuchs auszutesten, verrät ja wohl weniger einen Plan als die absolute Planlosigkeit, in der die sorgfältig auf Dummheit selektierten Spitzen von Wirtschaft und Politik ihre letztlich schließlich selbstzerstörerischen "Strategien" lancieren. Eigentlich führen die in westlichen Ländern herrschenden Industriekomplexe weniger einen Kampf gegen bestimmte Staaten wie beispielweise China - sie kämpfen mit großem Erfolg gegen Intelligenz und damit gegen das Überleben aller.

Die wenigen Überlebenden der Menschheit werden in einem Jahrhundert nicht leicht entscheiden können, welche Strategie unserer Tage letztlich hauptsächlich für die Zerstörung des organischen Lebens, wie wir es kennen, verantwortlich war. Jedenfalls leben wir in einer Zeit, in der beliebig gefährliche Produkte praktisch ohne Einschränkung hergestellt werden können. Auch die wenigen Familien - Engdahl erwähnt die Namen Rockefeller und Rothschild - die praktisch die Waffen-, Chemie- und "Nahrungs"mittel-Industrie dominieren, haben in letzter Konsequenz keine erkennbare Überlebens-Alternative: Sie, ihre Kinder und Kindeskinder, falls es denn überhaupt noch welche geben wird, können sich einer Verstrahlung ebensowenig entziehen wie den von ihnen produzierten Brutalgiften oder den lebensfeindlichen Designer-Genen, die sie so eifrig entwickeln und produzieren ließen.

Was die Schwarz/Weiß-Malerei angeht: Auch China war stets gerne eine Nation, die sich durch Grausamkeiten bis hin zum Völkermord hervorgetan hat. Und die heutigen Probleme Chinas wären ohne eigene Mitwirkung wohl kaum denkbar. Gerade durch das erschreckende Beispiel der USA hätte man in China vorher wissen können, dass Fastfood tötet und die Volkswirtschaft ruiniert. Ähnliches gilt für den meisten groben Unfug, den die US-Industrie in das Land gebracht hat, insbesondere auch den Schwachsinn, mit dem die Medizinindustrie US-amerikanischen Stils den Menschen Geld und Gesundheit abknöpfen möchte.

China ist zwar ein Land mit ungeheuren Problemen - aber auch großartigen Chancen. Asiatische Länder verfügen über eine nahezu unendliche Tradition. Heute setzen sie dazu an, in einer Parforcejagd die alten Technologienationen niederzureiten: den gewaltigen Ressourcen, der überlegener Länder-Intelligenz und einer auf Familie, Sparsamkeit und Leistung basierender Lebens-Philosophie haben weder die zerfallende alte noch die dekadente neue Welt Vergleichbares entgegenzusetzen. Wenn die Chinesen allerdings tatsächlich zunehmend dem dekadenten US-Lebensstil verfallen, wie der Autor befürchtet, werden sie ebenso wie diese daran zugrunde gehen.

So ist auch meine Titelzeile zu verstehen: Den großen Krieg haben die USA schon verloren, haben wir alle verloren - weil die Vergiftung der Menschheit bereits stattgefunden hat. Denn es ist kein Weg zu erkennen, wie wir alle je wieder aus der Verstrahlungs-, Plastic- und Chemie-Falle herauskommen könnten.

Für mich war es das erste Buch von William Engdahl. Ein erstes Fazit: Selbst in dem hohen politischen und journalistischen Niveau, mit dem andere Kopp-Autoren den Leser üblicherweise verwöhnen, nimmt Engdahl aufgrund seiner akribischen und von Fakten und Daten nur so strotzenden Schreibweise nochmals eine Sonderstellung ein. Bei diesem Autor hat das Attribut "Geostrategischer Analyst" seine volle Berechtigung. Die Lektüre vermittelt wie von selbst eine globale Weltsicht. Vieles wird erklärt, über dessen Hintergründe uns unsere US-hörige Regierung und unsere US-abhängigen "Leitmedien" gewohnheitsmäßig, aber leider keineswegs planlos, im Dunkeln stehen lassen. Neben intimen Einsichten in eine skrupellose Machtpolitik betreibt Engdahl quasi nebenher eine umfassende Aufklärung bezüglich übler Industrie-Lügen hinsichtlich Krankheiten, deren Ursachen und deren Behandlungschancen. Davon kann jeder Einzelne ganz persönlich profitieren.

print-jury 5* A1192 © 11.1.2014 ABR 51.927 Rezensionsexemplar

[1] "2008 sind in den Vereinigten Staaten mehr Menschen an der Einnahme von Schmerzmitteln gestorben als an Kokain und Heroin zusammengenommen." (S. 139)
[2] US-Regierungsbehörden kündigten an, dass innerhalb von 30 Jahren jeder US-Bürger an Krebs erkranken wird.
[3] "Der exzitatorische Neurotransmitter Glutamat spielt bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen wie Demenz eine wichtige Rolle." (S. 92)
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am 18. Januar 2014
Anhänger von Herrn Engdahl werden auch dieses Buch lieben ! Scharf, objektiv und politisch inkorrekt.
Das einzige Problem mit Engdahls China-Buch ist, dass hier auch Sachen drinstehen die mit der eigentlichen China/USA Problematik nichts zu tun haben wie z.B. das Problem von Impfungen und ihrer angeblichen Schädlichkeit. Deshalb nur 4 Sterne bei einem sonst durchaus lesenswerten Werk.
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am 19. Januar 2015
und ich muß sagen: Dieses Buch stellt alles andere in den Schatten, was ich bis dato über Öl-, Geld & sonstigen Kartellen gelesen habe. Selbst F.Forsyth, R.Ludlum oder M. Chrichton kommen nicht an einen solchen Krimi ran.
Man(n) fängt an sprachlos und zweifelt zu werden, und sucht nach Antworten. Allen in Allen, ein äußerst lesenswertes Buch.
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