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Eva Herman, einst Tagesschau-Sprecherin, NDR-Talkmasterin und Quiz-Masterin, "Beliebteste Moderatorin Deutschlands", wurde nach mehreren erfolgreichen Buchveröffentlichungen diskríminiert, ausgegrenzt und schließlich in einer unsäglichen Skandalshow im Stile einer Ethik-freien Groß-Inquisition von Herrn Kerner "hingerichtet". Ihre Sünde: Sie hatte Meinungen vertreten, die der "politischen Korrektheit", nämlich den herrschenden Wohlverhaltens-Richtlinien des Kartells aus Industrie, Finanz, Regierung, Parteien und Presse nicht genügten. Hermans Leidenschaft gilt nämlich der traditionellen Familie - das kann man zwar nicht so richtig angreifen, aber es hatten sich schnell mal ein paar Bemerkungen über totalitäre Regime zu Totschlagkeulen instrumentalisieren lassen...

Wen wundert es, dass sie sich in ihrem neuesten Buch engagiert mit der Degeneration einer Branche beschäftigt, die einst angetreten war, die Öffentlichkeit mit verlässlichen Informationen und der Diskussion einer Vielzahl von Meinungen zu informieren, sich sogar dahin verstieg, sich selbst als "Vierte Macht", als Kontrollorgan der Politik zu feiern, aber inzwischen wohl eher zu einem gleichgeschalteten Propaganda- und Vernichtungsinstrument der Herrschenden in Wirtschaft und Politik degeneriert ist.

Dafür führt Herman erschreckende Beispiele an, die schon alleine dadurch, dass sie von den großen Medien systematisch verfälscht oder unterdrückt worden sind, zutiefst beunruhigen. Viele, die dieses Buch lesen, werden wohl erstmals erfahren, wie die Dinge in Libyen und Syrien tatsächlich laufen, oder auch, warum Sarrazin und Wulff wirklich auf den Scheiterhaufen gejagt worden sind.

Herman zeigt die Strukturen und die Ausrichtung des Medienkartells auf, die Karikatur einer angeblich öffentlichen Meinung. Dabei pervertíert diese Anmaßung der Medien immer häufiger. Denn in Wirklichkeit ignorieren die Medien das Votum der Mehrheit und üben sich in Demagogie. Sie erklären sogar stolz, maßgeblich an der "Umerziehung" des Volkes teilzunehmen. Vor allem aber beschäftigt Eva Herman sich anhand vieler Beispiele mit der Hexenjagd der Medien auf unliebsame Kritiker. Doch es besteht Hoffnung auf Wandel: denn gerade dieser hemmungslose Machtmissbrauch der angeblichen Qualitätsmedien trägt inzwischen erheblich dazu bei, das Vertrauen der Allgemeinheit in die Seriosität der Schreiberlinge schwinden zu lassen. Sarrazins Buch liegt inzwischen in mehr Haushalten als der SPIEGEL - und die unfassbare Forderung, Wulff hätte für eine Übernachtung bei Freunden bezahlen sollen, machte vielen deutlich, dass hier etwas völlig anderes lief als eine seriöse Kritik an Amtsmissbrauch. Was Frau Herman in der Causa "Merkel gegen Wulff" aufdeckt, kann man schon als un(f...)fassbaren Machtmissbrauch einstufen.

Schwäche zeigt Eva Herman, wenn sie Tendenzen einseitig begründet, insbesondere, wenn sie selbst dabei selbst in einer Weise ideologisch wird, an welcher Symptome einer Hetze erkennbar werden. Eigentlich sollte man von einer intelligenten Frau erwarten, dass sie auch in ihren eigenen Argumentationen nicht auf banalen Mono-Kausalitäten herumreitet.

So muss man doch bezweifeln, dass die Errichtung von Kindertagesstätten oder die Legalisierung von Abtreibungen für die Geburtenschwäche ursächlich sind - schon gar nicht ausschließlich. Viel mehr begann der Rückgang der Geburtenraten ja in der Hochzeit erzkonservativer Regierungen und zu Zeiten, in denen Abtreibungen härtestens verfolgt worden sind. Geburtenrückgang ist nämlich einfach ein Effekt, der eine Entwicklung zum Wohlstand und die zunehmende Verfügbarkeit wirksamer Verhütungsmittel überall auf der Welt begleitet - so, wie man umgekehrt überall dort, wo besonderes Elend herrscht, weit mehr Kinder auf die Welt setzt, als man je ernähren könnte. Und dass in der DDR die Geburtenraten relativ hoch waren, könnte nicht zuletzt auch mit einem völlig unproblematischen Umgang mit Abtreibung und einer großzügigen Versorgung mit Kinderhorten zusammenhängen. Aber auch darüber schweigen sich unsere Medien aus.

Inzwischen deuten ziemlich eindeutige Forschungsergebnisse im Übrigen auch auf den wohl wichtigsten konkreten Mechanismus hin: Unfruchtbarkeit entsteht durch die Vergíftung von Nahrung und Getränken durch Weichmacher in Plastik-Verp*ckungen und Kunststoff-Flaschen wie vor allem Bisphenol-A (BPA). Für diese und andere Verbrechen am Leben ist aber eine blinde und weitgehend unkontrollierte Industriepolitik verantwortlich, wie sie gerade von rechtskonservativen Kreisen stets mit Vehemenz betrieben wurde.

Monokausal erklärt Herman das Presse-Sterben, das sicher zum Teil auf einen berechtigten Vertrauensschwund des Publikums zurückzuführen ist, aber eben auch auf andere Effekte. Die spontane Idee, dass die Leute auf Internet-Angebote wechseln, lässt sich angesichts schrumpfender Klicks auch nur als Teilerklärung gebrauchen.

Letztlich scheinen Geld/Zeit-Motive immer noch die plausibelsten darzustellen: In Zeiten, in welchen in fast allen Akademiker-Haushalten noch die charakteristischen SPIEGEL-Hefte herumlagen, hat man nämlich noch verbreitet in Gleitzeit und nur 35 Stunden die Woche gearbeitet und wurde dafür fair bezahlt. Heute liegt nicht nur angesichts schon erschreckender Ausgaben für Autos und sonstige Krankheiten das frei verfügbare Einkommen durchschnittlicher Haushalte inflationsbereinigt erheblich niedriger, sondern die besagten Hefte kosten auch erheblich mehr - aber vor allem haben die Menschen kaum noch Zeit zum Lesen; nicht nur, weil sie immer brutaler eingespannt werden, sondern auch, weil junge Zielgruppen etliche Stunden täglich vor dem Bildschirm sitzen oder in Facebook rumtratschen. Beliebiger Umgang mit persönlichen Daten und Rund-um-die Uhr-Werbekanäle sind aber ebenso "Früchte" rechtskonservativer Politik wie die Ausschlachtung der arbeitenden Bevölkerung unter dem Vorwand der "Globalisierung", die genau diese Kreise mit genau dieser Absicht gezielt betreiben.

Ein drittes Beispiel sind die ja auch von Frau Herman als skandalös angeprangerten "Grenzöffnungen" für asoziale oder sogar kriminelle Einwanderer aus muslimischen Regionen, die - wie bereits in Frankreich und kürzlich in England - zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und damit zum Schrei der Bevölkerung nach mehr Überwachung und mehr Polizei, auch nach dem Inlands-Einsatz von Truppen führen sollen. Eine perfíde Strategie, gewiss, aber von welchem politischen Lager geht dies wohl aus? Wer liegt denn mit der Waffen- und Überwachungs-Industrie unter der Decke?

Letzter Kritikpunkt: Wenn ein bekennender Pädophíler hohe Ämter in Brüssel ausüben darf, ist das nicht erst deswegen ein Skandal, weil es sich um einen Grünen handelt. Genauso wenig, wie der Missbrauchs einer Zwangsprostituierten vermutlich nicht deswegen erfolgt ist, weil es sich um einen prominenten Vertreter einer politisch aggressiven und einseitig religiös motivierten Bevölkerungsgruppe gehandelt hat, sondern weil ein psychotischer, kokainabhängiger Kontrollfreak solche Dinge eben tut. Richtig ist dagegen, dass die Sache wegen der Stellung des Betreffenden vertuscht worden ist - genau so, wie üblere Straftaten schließlich seit Jahr und Tag bei Angestellten anderer, "staatstragender" Kirchen geduldet und vertuscht werden.

Nichts desto trotz weist dieses Buch besondere Qualitäten auf.

1. In verständlicher und nachvollziehbarer Weise wird deutlich gemacht, dass das Problem nicht alleine darin liegt, dass ein Skandal-Presser noch heute sein Massen-Hetzblatt genauso kriminell betreibt wie seine Vorgänger zu Zeiten von Bölls "Katharina Blum". Die neue Dimension liegt darin, dass einst vorgeblich kritische Blätter und/oder seriöse "Organe" von der Süddeutschen über den SPIEGEL bis zu den sogenannten Qualitätsmedien der Öffentlich-Rechtlichen sich inhaltlich kaum noch von der Boulevardpresse unterscheiden lassen.

2. Unliebsame Stimmen wurden immer auf brutale Art zum Verstummen gebracht - aber heute lässt sich praktisch die gesamte Medienwelt instrumentalisieren, wenn eine Kanzlerin einen kritischen und eigenständigen Bundespräsidenten schassen möchte, um ihre desaströse Währungspolitik nicht zu gefährden.

3. Kriege wurden stets mit Verbrechen eingeleitet und geführt. CIA-gegründete Nachkriegsorgane und die der Industrie- oder Finanz-nahen Presse haben immer gelogen, betrogen und gehetzt, wenn es um Positionen der US-Kriegspolitik ging. Wo in Deutschland stand zu lesen, dass Bush, Rumsfield, Powers und andere öffentlich bekannt haben, unzählige Male die Welt belogen zu haben?

Aber heute genügt eine offensichtlich von amerikanischer Seite installierte und geführte Ein-Mann-Agentur in London, um ganz Europa ohne vernehmbare Gegenstimmen in einen Syrien- und Iran-Krieg zu hetzen. Einen weiteren Angriffs- und Eroberungskrieg der USA, bei dem wieder ungeheure Verbrechen gegen die Menschlichkeit anstehen. Zu diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat unsere Medienwelt einen entscheidenden Beitrag geleistet, wenn sie nur noch dazu dient, CIA-Standpunkte in die Bevölkerung zu trommeln und Kritiker wie Grass in übelster Weise zu díffamieren.

4. Medien werden nun mal zu Propagandazwecken missbraucht und überall wird die Wahrheit verschwiegen oder verfälscht. Die neue Qualität der heutigen Situation liegt darin, dass in Diktaturen jeder weiß, dass in den Zeitungen nur das steht, was die Regierung anordnet, und daher dem Wahrheitsgehalt solcher Inhalte skeptisch gegenübersteht. So hat man seinerzeit eben auch heimlich im "Volksempfänger" die Propaganda des Feindes abgehört oder "Westfernsehen" angeschaut, um eine andere Sicht der Dinge zu erfahren. In unserer heutigen Medien-Díktatur hingegen vermuten die meisten Bürger nicht einmal, dass ihnen ständig wichtige Informationen verschwiegen werden und vieles, was als Fakten dargestellt wird, erfunden oder frisiert worden ist. Weil sie das nicht begreifen, suchen sie nicht einmal nach zusätzlichen Informationen oder alternativen Meinungen und tun gerne alles ab, was nicht in der "Tagesschau" von adrett gekleideten Herman-Nachfolger(inne)n so "seriös" vorgetragen wird.

Angesichts des außerordentlichen Verdienstes, diese brisanten Themen umfassend und mit vielen Details zusammengefasst zu haben, sollte man der Autorin etwas einseitigen Übereifer bei der Ausmachung von Feindbildern nicht über Gebühr anlasten. Denn ihr Buch bietet in gut lesbarer, reichlich dokumentierter und übersichtlicher Art tatsächlich eine bemerkenswerte Palette von Fakten, Zusammenhängen und Geschehnissen. Verbrechen an der Idee der Demokratie, die eigentlich auch die unbeweglichsten Couch-Potatoes aus ihrer Lethargie reißen sollte.

Anhand der Hexenjagd des Tages, der aktuellen Schlammschlacht gegen den Literaturnobelpreisträger Günther Grass [1], kann man wieder einmal sehen, wie notwendig es ist, endlich gegen das im Buch angeprangerte Kartell aufzustehen, das mangels jeglicher Kontrolle unsere Demokratie mehr gefährdet als es ihr nutzt.

Zumindest so viel kann und sollte jeder tun:

1. Boykott von Medien, die verschweigen, hetzen, desinformieren und Meinungsvielfalt unterdrücken.
2. Keine Stimme für Politiker, welche die Medien zur "Hinrichtung" unbequemer Kritiker missbrauchen.
3. Gezieltes Aufsuchen von informativen und kritischen Stimmen - das Internet ist voll davon. [2]
4. Vor allem aber selbst denken - und so "aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit finden." (Kant)

print-jury 4* A0936 © 17.4.2012eg ABR 11.366 Rezensionsexemplar

[1] Dieser Komplex konnte aus verständlichen Gründen in diesem Buch noch nicht berücksichtigt worden sein.
[2] Erste Anlaufstellen finden sich reichlich im 12-seitigen(!) Quellennachweis des Buches.
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am 14. März 2013
Cui Bono?
Zu deutsch "Wem nützt es?"

Diese Frage wird leider seit Jahren so gut wie gar nicht mehr von den Medien gestellt, was eigentlich DIE Aufgabe einer freien Presse wäre.
Verschiedenen Meinungen in den einschlägigen Tageszeitungen? Fehlanzeige!

Dies brachte mich zu der Frage: Cui Bono?
Wem nützt es, wenn die Zeitungen alle das gleiche Schreiben, wenn alles was von der Politik bzw. den Banken verkündet wird als "alternativlos" dargestellt wird.

Wer Antworten auf dies Fragen sucht, der kommt an diesem Buch nicht vorbei!
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am 21. Mai 2013
Spannend, was so im Medienmarkt an Intrigen läuft.
Da zeigt sie doch ganz deutlich ihre hässliche Fratze: Manipulation der Menschen auf übelste Weise.
Mich hat das Buch sehr tief angesprochen und bestätigt, was ich immer schon vermutet habe, dass wir eine Mediendiktatur in unserer so überstrapazierten "Demokratie" haben.
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am 27. Dezember 2013
frau herman beschreibt als opfer der medienmaschinerie die bekannten missstände. teilweise wiederholend und ihren ärger zeigend bleibt sie vorwiegend sachlich. besonders lesenswert sind die interviews am ende.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. August 2012
Gefährdete Demokratie
Eva Herman ist eine streitbare, aber auch umstrittene Autorin. Sie sieht die Demokratie gefährdet durch die sehr einseitige Manipulation der Bürger durch zu stark nach links ausgerichtete Journalisten. Da ist was Wahres dran, denn 86 % von 500 befragten Journalisten fühlen sich zu Rot-Grün hingezogen, während sich nur 9 % der CDU und nur 7,4 % der FDP als nahe stehend bezeichnen. Noch ärgerlicher ist es, dass unter dem Begriff der Political Correctness eigentlich nur noch in einer ganz bestimmten Denkrichtung diskutiert werden darf und viele nötigen Themen, die zur Aufarbeitung jeder Vergangenheit in aller Breite erörtert werden müssten, heute einfach ausgeklammert werden. Wer gegen diese unausgesprochenen, aber bestehenden Denkverbote verstößt, wird als konservativ bezeichnet, wobei dieser wertneutrale Begriff heute vorwiegend negativ gesehen wird. Zu schnell werden Menschen, die sich nicht im Mainstream der öffentlichen Meinung bewegen, als rechts bezeichnet, wobei ihnen damit indirekt Radikalität und Faschismusnähe unterstellt wird.
Herman setzt sich auch mit der Gender-Problematik auseinander, wobei selbst die EU Geschlechtergleichheit fordert. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass dieser Gender-Mainstream unsere Wertordnung und auch die Familien gefährdet. Denn die Forschung hat längst bewiesen, dass die ganze Gender-Angelegenheit biologisch nachweisbarer Unfug ist. Selbst eine sich christlich nennende Partei schwimmt hier in dem Strom, der u.a. die Betreuung der Kleinkinder öffentlichen Einrichtungen übertragen will, damit Frauen den Männern gleich für Berufe freigesetzt werden. Nicht nur die CDU übersieht, dass die Verlagerung der Erziehung von der Familie zur Öffentlichkeit, letztlich zum Staat sowohl im Kommunismus wie auch im Nationalsozialismus angestrebte Ziele mit verheerenden Wirkungen waren.
All das macht Hermans Buch wichtig und lesenswert. Aber die Autorin ist entschieden zu weitschweifig und von der Idee besessen, all das Abwegige unserer Zeit seien die Machenschaften einer fünften Kolonne. Das stimmt so sicherlich nicht. Jede Zeit gebiert ihren eigenen Schwachsinn. In unserer Zeit gehört eben der Gender-Unsinn, die überzogene, einseitige Bedeutung von politischer Korrektheit dazu.
Sicher stimmt auch, dass Journalisten heute zu stark voneinander abschreiben , zu wenig selbst recherchieren. Da sind sie nicht besser als viele andere, selbst Politiker bis rauf zur Bundeskanzlerin, die z.B. Sarrazins Buch in Grund und Boden verdammten, aber öffentlich zugaben, es gar nicht gelesen zu haben.
Und so kommt es dann auch zu Skandalen wie die Verurteilung des CDU-MdB’s Martin Hohmanns, der ein heikles Thema im Hinblick auf die Holocaust-Problematik aufgegriffen hatte, dessen Haltung, dessen Rede aber in keiner Weise antisemitisch war. Und in diesem Zusammenhang ist ein ehrenwerter Brigadegeneral, Reinhard Günzel, unehrenhaft entlassen worden. Solche Fälle auch jetzt noch aufzuarbeiten und Fehler mit Anstand zu korrigieren, stände den Politikern wohl an. Auch die jüngere Vergangenheit böte vielfach Gelegenheit, vergangene Fehler zu korrigieren und Vergangenheit aufzuarbeiten. Wer unbefangen Eva Hermans Buch liest, wird ihr vielfach recht geben und aufmerksamer auf die Berichterstattung der Medien achten.
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am 13. September 2013
...finde dieses Buch sehr interessant... von vielen dingen in diesem Buch hat man schon einmal am rande gehört und sich seine Meinung dazu gebildet. Dieses Buch bestätigt diese sehr sehr oft.
Es ist aber auch sehr erschrecken, wie vieles heute läuft... Gut, vielleicht lief es schon immer so, ist aber heute durch das Internet transparenter geworden.
Fazit: für alle die darüber hinweg sind, alles zu glauben, was uns die Medien vorsetzen...
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Wenn man sich einmal der geistigen Folter unterzieht und sich nacheinander die Abendnachrichten der verschiedenen deutschen Fernsehanstalten zu Gemüte zieht, dann wird selbst dem unkritischsten Mitbürger auffallen, dass sich diese Sendungen auf merkwürdige Weise sowohl in der Schwerpunktsetzung als auch in der Art der Berichterstattung ähneln. Darüber hinaus kann man sich auch nur noch schwer dem Eindruck entziehen, dass man in eine bestimmte Richtung umerzogen werden soll.

Die Autorin dieses Buches hat es sich nun zum Ziel gesetzt, hinter die Kulissen der Medien zu schauen. Nun ist Eva Herman schon einmal heftig aus der Reihe getanzt und dafür mit dem Ausschluss aus ihrer Zunft bestraft worden. Sie kann es sich deshalb eigentlich leisten, zwanglos aufzuklären. Doch bei aller Sympathie für die mit dem Ausgrenzungsbann belegte Autorin, muss man leider feststellen, dass sie der selbst gestellten Aufgabe nur recht bedingt gerecht geworden ist.

Strukturen, Hintergründe, Strategien und Zielsetzungen des "Medienkartells" bleiben weitgehend im Dunkeln. Stattdessen erzählt uns Eva Herman von Ereignissen oder Fällen. Und das macht sie oft recht selektiv und mit einer gewissen Tendenz zur emotionalen Betrachtung. Obendrein verwechselt sie dabei gelegentlich ihre Sichtweise oder gar ihr Wunschdenken mit der Realität. So glaubt sie beispielsweise, dass die zurückgehenden Auflagen der Tageszeitungen oder des "Spiegel" allein dem Umstand geschuldet sind, dass die Leser die Nase voll von der Art Berichterstattung in diesen Blättern hatten. Die wirklichen Gründe für diese Entwicklung stellen sich jedoch etwas vielschichtiger dar.

Bereits im Vorwort wird man mit der generellen Unschärfe dieses Textes konfrontiert. Dort wird zunächst das "Medienkartell" als "Allianz aus "Qualitätspresse", den sogenannten Mainstream-Medien, den politischen Entscheidungsträgern in Berlin, Brüssel und Washington sowie den global agierenden Konzernen, Banken und Lobbyisten" (S.8) definiert. Dann folgen Sätze wie: "Heute regieren Macht und Geld die Welt. Die Wahrheit bleibt bei diesem ausufernden Wechselspiel immer öfter auf der Strecke. Der Dumme ist und bleibt der unwissende Bürger, dessen Meinung jeweils so manipuliert wird, wie es der Elite gerade nutzt."

Abgesehen davon, dass man seinen Mitmenschen vielleicht nicht in dieser Weise gleich Unwissenheit unterstellen sollte, fragt man sich doch, wann solche Aussagen eigentlich irgendwann einmal nicht galten. Was ist denn das Neue an der jetzigen Situation, die die Autorin so beklagt? Wir lesen zwar, dass nach universitären Untersuchungen fast alle Journalisten links oder grün wählen und ihre Gesinnung entsprechend in die "Berichterstattung" einfließen lassen, doch damit ist es dann auch getan. Dort, wo nun eine tiefer schürfende Analyse ansetzen könnte, wird der Leser allein gelassen.

Dafür versucht die Autorin uns einige mehr oder weniger bekannte Fälle etwas ausführlicher und aus ihrer Sicht zu erklären. Leider gelingt ihr auch das nicht durchgehend gut. Immerhin versucht sie die Hintergründe für die Medienkampagne gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Wulff zu beleuchten. Die Vorwürfe gegen Wulff, die am Ende die Grenze zur Kleinkariertheit deutlich überschritten, könnte man wohl den meisten Politikern in ähnlicher Form darbieten, wenn man es nur wollte. Warum also dann diese gezielte Aktion?

Frau Herman erwähnt als Gründe mehrere Reden von Wulff, in denen er sich in überraschender und ungewohnter Deutlichkeit und Klarsicht mit der Finanz- und Schuldenkrise auseinandersetzte, die aber leider der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind. Sie vermutet, dass Wulff damit als nicht mehr zuverlässig eingeschätzt wurde und Gründe gefunden werden mussten, ihn aus dem Amt zu entfernen.

Was sie über andere Ereignisse oder Vorgänge schreibt, ist meistens weniger deutlich und leider auch oft widersprüchlich. Beim Kapitel über die jüngsten Auseinandersetzungen in Libyen und Syrien erwähnt sie zwar die überaus einseitige Berichterstattung und das Hereinfallen der Qualitätsmedien auf billige Video-Fälschungen, sie kann aber die wahren Zusammenhänge offenbar auch hier nicht sehen oder ihren Lesern erklären, warum diese angeblich vom CIA erzeugten Aufstände, die allesamt in islamischen Gottesstaaten enden werden, irgendwem im Westen nutzen sollten.

Neben solchen unbefriedigenden Ausführungen kann man leider auch Fehler nicht mehr ignorieren, die aus offenbarer Unkenntnis in diesem Buch stehen. Wer beispielsweise Henryk M. Broder als "politisch korrekten Vorzeigejournalisten" bezeichnet (S.43) befindet sich auf dem völlig falschen Dampfer.

Was bleibt von diesem Text? Auf der einen Seite spricht er die Tatsache an, dass wirklicher Journalismus offenbar vom Aussterben bedroht ist und immer mehr durch volkspädagogische Verlautbarungen ersetzt wird. Das versucht die Autorin an vielen Beispielen zu verdeutlichen. Leider bleibt sie dabei zu sehr an der Oberfläche. Die Hintergründe dieser Entwicklung beleuchtet sie eigentlich fast gar nicht. Und wenn doch, dann in ihrem diffusen Stil. Zudem bezieht sie sich in meinen Augen zu oft auf andere Autoren dieses Verlages, was das ungute Gefühl von Marketing anstelle von Analyse der Situation heraufbeschwört.

Die Punkte gibt es für den Mut, sich diesem Thema zu widmen, auch wenn man daraus sicher ein viel besseres Buch hätte machen können. Doch dazu fehlt der Autorin vielleicht auch wegen ihres persönlichen Schicksals die analytische Kühle, die einer klaren und tiefenscharfen Sicht zugrunde liegen müsste.
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am 16. April 2012
Ich bin zwar erst bei der Hälfte des Buches angelangt, bin aber jetzt schon stark beeindruckt über die vielen Belege wie wir täglich für dumm verkauft werden. Ich hatte es schon immer vermutet dass mit unseren Nachrichten etwas nicht stimmt. Das merkt man schon wenn man mal die Tagesschau und die ZDF-heute Sendung mit z.B. den Nachrichten auf arte oder Euronews vergleicht. Bei letzteren werden Themen behandelt die man in unseren Mainstream-Medien gar nicht findet.

Erst kürzlich habe ich mich wieder gewundert: Punkt 1 in der ARD Tagesschau war Günter Grass' Kritik an Israels Politik. Und das volle 5 Minuten lang, also 1/3 der ganzen Sendung. Wie kann man die Meinung eines Einzelnen derart hochstilisieren? Haben wir keine Meinungsfreiheit? Und haben wir keine anderen Probleme? Was will man damit bezwecken? Das Volk (um)erziehen?

Man kann wirklich nur jedem empfehlen: dieses Buch lesen und Augen auf machen. Nach alternativen Nachrichtenquellen suchen, z.B. im Internet oder bei ausländischen Sendern. Und dann seine eigene Meinung bilden. Das glauben was einem am plausibelsten erscheint oder was man selbst überprüfen kann. Nicht blind alles glauben was uns unsere Mainstream-Medien vorsetzen.
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am 30. Juni 2012
In diesem Buch führt Eva Herman einen umfangreichen Kleinkrieg gegen Medienmanipulation. Der Leser wird mit einer Fülle von Indizien überfrachtet, daß unsere Medien nicht vorrangig die Aufgabe erfüllen, unsere Bürger unvoreingenommen, vollständig, gewissenhaft und unparteiisch zu informieren. So sind Journalisten durchaus käuflich und wagen es nicht, gegen den Zeitgeist aufzumucken. Die Unabhängigkeit unserer Presse ist eine Fars. Zum einen bestimmt die Nachrichtenagentur Reuters zentralistisch unsere Nachrichten. Zum anderen basiert der deutsche Journalismus im Abschreiben der Nachrichten von unseren Leitmedien wie Spiegel und ARD. Ferner gibt es im Europaparlament einen Maßnahmenkatalog, der leitenden Journalisten Dinge, wie Gender-Mainstreaming verbindlich macht und allgemein eine Umerziehung der Menschen anstrebt. Wer als Politiker gegen den Zeitgeist des Mainstream redet, gerät auf eine perfide Abschußliste. So geriet Bundespräsident Wulf auf die mediale Abschußliste, weil er Klartextreden gegen den ESM sowie gegen die Finanzelite gehalten hat. Dabei wurden ihm Kleinigkeiten zum Vorwurf gemacht. Andere Politiker, die dem Zeitgeist gehorchen, kommen bei viel schlimmeren Delikten unerwähnt davon.

Allein und für sich genommen hat das Buch einen gewissen aufklärerischen Wert. Ich dagegen habe wenig Neues erfahren und hätte gerne etwas mehr über die Hintergründe gelesen. Hintergründiger wird das Buch erst am Schluß, wo erklärt wird, daß die einzige Reutersquelle für Aufstände in Syrien und im Irak die westlichen Geheimdienste sind.
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Für Eva Herman wird die sog. "öffentliche Meinung" durch ein einflussreiches Medienkartell gesteuert. Ein Kartell, welches Nachrichten gezielt filtert, manipuliert und auch bei Bedarf (ver)fälscht.
Eva Herman breitet dieses Kartell vor dem Leser aus, es besteht aus einer Kombination, einem Bündnis einflussreicher Journalisten, Mainstreammedien, Wirtschaftsmanager, politischen Entscheidungsträger/-gestalter und Lobbyisten jedweder Sorte.
Eva Herman schildert detailliert die Intrigen und die Mechanismen, mit welchen das Kartell unliebsame Personen zermürbt oder fertigmacht, die z. B. die "political correctness", zu welcher die Menschen umgeformt werden sollen, stören und behindern.
Es wird gezeigt, dass die sog. Führungsmedien in Deutschland allenfalls den Namen "Qualitätsfreie Führungsorgane der deutschen Presselandschaft" verdienen; oder dass die "öffentlich-rechtlichen Sender", die allesamt von einer hässlichen politischen Clique durchsetzt und kontrolliert sind, eine ähnliche Rolle spielen, die früher die Hofnarren vor den Fürstenthronen zugestanden wurde.
Es wird aufgezeigt, dass weit über 80% der sog. Qualitätsjournalisten bei den rot-grünen Faschisten zu verorten sind ["Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»", dieses Zitat, welches Ignazio Silone zugeschrieben wird, trifft voll zu, denn bei der bundesdeutschen Antifa des rot-grünen Kartells steht zwar Antifaschismus drauf, aber darin enthalten ist zuhauf Faschismus].
Es wird dargelegt, wie die Nachrichtenquellen gespeist und gelenkt werden.
Eva Herman hat die Spielchen jenes Kartells am eigenen Leib zu spüren bekommen - [zur Erinnerung: Bei Johannes B. Kerner versuchte ein Tribunal aus sog. Prominenten, unterstützt durch die üblichen Claqueure, Eva Herman öffentlich zu schlachten].

Um nicht von den Manipulationen der "Qualitätsfreien Führungsorgane der deutschen Presselandschaft" und der "öffentlich-rechtlichen Hofnarrenberichterstattung" verdummt zu werden, ist es eben enorm wichtig, dass die Menschen sich unabhängig informieren: Ein Mensch, der mit wachen Ohren und offen Augen die Nachrichten-Meldungen eines x-beliebigen Tages (egal ob Fernsehen, Rundfunk oder Print-Medium) miteinander vergleicht, wird feststellen müssen, wie diese sich in ihrer Einseitigkeit gleichen - eigentlich schon wie gleichgeschaltet die Nachrichten-Überbringer sind. Alternativen dazu bieten die unabhängigen Blogs im Internet. Gerade das Internet bietet große Chancen für die Menschen, das Medienkartell auszuspielen; das zeigen die gesunkenen und sinkenden Auflagenzahlen der Prestige-Blätter des Medienkartells und die wachsende Beliebtheit der Blogs als Quelle der Gegeninformation!

Fazit: Ein Buch, welches eigentlich ganz gut ist, das Buch ist angehäuft mit Indizien und Beweisen, welche die Grundthesen des Buches vollauf bestätigen. Eva Herman schreibt aus der eigenen Erfahrung, denn sie selbst war auch - siehe ihre Biographie - stark in das Medienkartell involviert, machte sich aber im Kartell unbeliebt und wurde öffentlich an den Pranger gestellt. Hieraus ist wohl erklärlich, dass genügend Passagen im Buch nicht unbedingt sachlich wirken, so dass sich auch die Frage stellt: "Hätte Eva Herman das Buch auch geschrieben, wenn sie noch exponiertes Mitglied des Medienkartells wäre?". Aber trotz solcher Fragen - für das Buch vier Sterne.
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