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80 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn es ernst wird, muss man lügen." (C.J. Juncker, Chef der Euro-Gruppe, S. 95)
Sehr zu Recht beklagen sich deutsche Politiker über die verantwortungslose Zockerei von Großbanken. Doch stellt nicht der sogenannte Euro-Rettungsschirm eine ebenso wahnwitzige und ziemlich hoffnungslose Wette mit Steuergeldern auf den Bestand der in Deutschland so ungeliebten Einheitswährung dar? Die fünf Autoren dieses Buches klagen bekanntlich vor...
Veröffentlicht am 6. September 2011 von Dr. R. Manthey

versus
13 von 196 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die ewigen Euro Skeptiker reiten auf der aktuellen Trendwelle mit
Theorien von gestern haben zur Zeit ja Hochkonjunktur. Doch können sie die theoretische Grundlage für die Welt von morgen bilden? Ich behaupte: Nein, sie können es nicht.
Die Autoren stützen sich de facto auf die gleichen uralten Grundannahmen, die sie und andere bereits vor der Euro Einführung vertreten haben. Jetzt wollen sie sich...
Veröffentlicht am 11. September 2011 von black sheep


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80 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn es ernst wird, muss man lügen." (C.J. Juncker, Chef der Euro-Gruppe, S. 95), 6. September 2011
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Sehr zu Recht beklagen sich deutsche Politiker über die verantwortungslose Zockerei von Großbanken. Doch stellt nicht der sogenannte Euro-Rettungsschirm eine ebenso wahnwitzige und ziemlich hoffnungslose Wette mit Steuergeldern auf den Bestand der in Deutschland so ungeliebten Einheitswährung dar? Die fünf Autoren dieses Buches klagen bekanntlich vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die mit dieser Wette verbundenen Vertragsbrüche.

Ihr Werk beginnt mit einem gemeinsamen Appell an die Bürger Deutschlands, in dem die fünf Autoren uns auffordern, eine Volksabstimmung darüber zu erzwingen, ob wir "den Euro und die Eurorettungsmaßnahmen, welche unser Gemeinwesen tiefgehend verändern, akzeptieren".

Nach diesem Appell findet der Leser Texte der fünf Autoren. Wilhelm Hankel beginnt mit einem ausführlich begründeten Aufruf zur Rückkehr zu den nationalen Währungen, so wie sich die Lage vor der Euro-Einführung darstellte. Staat und Währung könne man nicht trennen, meint Hankel. Das hätte noch nie funktioniert, weil unterschiedliche Volkswirtschaften unterschiedliche Außenwerte von Währungen implizieren. Einen imperialen europäischen Einheitsstaat über eine gemeinsame Währung erzwingen zu wollen, käme nach Hankel dem Versuch der Aushebelung ökonomischer Gesetze gleich, was immer schon nur in Katastrophen geendet hätte.

Hankels sehr informativer Text liest sich leider nicht immer einfach, zumal er sich nicht entscheiden kann, ob wir nun in einer neoliberalen Wirtschaftsform oder im Währungssozialismus leben oder ob er nun der Österreichischen Schule der Nationalökonomie vertrauen oder besser Keynes glauben sollte, auf den sich die neuzeitlichen Gelddrucker und Schuldenmacher besonders gerne berufen. Aber immerhin wird dem Leser sehr deutlich gemacht, dass der Euro-Rettungsfond nichts weiter ist als eine irrwitzige Garantie für die Gläubiger der Schuldenstaaten. Gerettet werden also nicht die insolventen Länder, sondern wieder einmal die Banken, die dazu noch nicht einmal nachweisen müssen, dass sie überhaupt eine Rettung nötig haben.

Anschließend erklärt Wilhelm Nölling, der ebenso wie Hankel einstmals dem Establishment von Regierung und Banken angehörte, dass die Deutsche Bundesbank sehr wohl die letztendlich schlimmen Folgen der Euro-Einführung für Deutschland realistisch einschätzte. Das hielt jedoch führende deutsche Politiker, insbesondere Helmut Schmidt und Helmut Kohl nicht davon ab, ihr politisches Lieblingsprojekt mit aller Kraft weiter zu verfolgen, erläutert Nölling. Europa wird bald unregierbar werden, weil wieder einmal der Versuch scheitern wird, ökonomische Gesetze mit politischer Macht ändern zu wollen.

Karl Albrecht Schachtschneider dokumentiert nach Nölling zunächst "Sachverhalte zum Ende des Euro-Abenteuers". Dieser Teil des Buches enthält im Wesentlichen Dokumente, die sonst nur schwer zugänglich sind. Zunächst werden die Rahmenbedingungen der "Griechenland-Hilfe" erläutert. Insbesondere erklärt Schachtschneider, dass Griechenland durchaus in der Lage wäre, seine Schulden alleine zu begleichen, wenn es denn wie jeder ehrliche Schuldner erst einmal noch vorhandene Werte veräußern würde.

Anschließend legt Schachtschneider die Grundlagen und Rahmenbedingungen des "Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM)" und des "Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (ESFM)" sowie der "Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (ESFS)"" offen. Am Ende dieses sehr trockenen juristischen Teils des Buches kann sich der Leser über die Verfassungsbeschwerden der fünf Professoren im Detail kundig machen.

In einem weiteren Text erläutert Schachtschneider dann diese Verfassungsbeschwerden. Doch er selbst glaubt nicht an einen juristischen Erfolg und schreibt dazu: "Die Vertrags- und Verfassungswidrigkeit der Euro-Rettungspolitik nach der gegenwärtigen Rechtslage ist offenkundig. Aber es ist zweifelhaft, ob das Bundesverfassungsgericht dem Recht zum Siege verhelfen wird. Dessen Richter gehören in ihrer Mehrheit zur Parteinoligarchie, die für die verheerende Politik verantwortlich ist." Dem ist dann wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Unter dem Titel "Ideologie und Realwirtschaft" macht anschließend der Unternehmer Dieter Spethmann deutlich, dass der Euro für ihn ein ideologisches Projekt ist, das schon allein aus diesem Grunde scheitern muss. Wenn man den durch eigenes Verschulden in Schwierigkeiten geratenen Südländern der Eurozone wirklich helfen wolle, schreibt er, dann müsse dort die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Doch das geschieht nicht, weil die sogenannten Rettungsprogramme nicht die entsprechenden Länder, sondern lediglich die Gläubigerbanken retten sollen.

Deren Macht und Einfluss gelte es aber zu beschneiden, denn zwischen Finanz- und Realwirtschaft besteht inzwischen eine gefährliche Kluft. Statt die Realwirtschaft mit Krediten zu versorgen, strömt das Geld der Finanzwirtschaft eher in spekulative Anlagen, wie zum Beispiel hochprozentige, aber riskante Staatsanleihen, die nur deshalb sicher seien, weil der Steuerzahler für sie letztendlich haftet.

Der nach meiner Ansicht beste Teil des Buches kommt zum Schluss, denn hier befasst sich Joachim Starbatty mit der verlogenen Argumentation der Euro-Retter. Das ewige Mantra, dass Deutschland am meisten vom Euro profitieren würde, lässt sich leicht widerlegen, ebenso wie das Totschlagargument von der friedensstiftenden Rolle des Euro oder das Märchen vom schrecklichen Dominoeffekt, den allein ein Austritt Griechenlands aus der EWU auslösen würde.

Die Tatsachen, so Starbatty, sprechen eine ganz andere Sprache. Während die Realeinkommen in Deutschland nur langsam, wenn überhaupt wuchsen, erfreuten sich die Südländer einer viel besseren Entwicklung, die nun auch noch mit deutschem Geld abgesichert werden solle. Wir liegen auch nicht mit Dänemark oder Schweden im Krieg nur, weil diese Länder den Euro nicht wollten und darüber nun sehr glücklich sind. Und sicher würden auch die Niederlande oder Finnland nicht in die Knie gehen, wenn die Griechen sich und uns endlich von ihrer Mitgliedschaft in der EWU befreien würden.

Fazit.
Dieses Buch enthält ganz unterschiedliche Texte der engagierten Kläger gegen den Euro-Rettungswahn. Auch wenn nicht jeder Beitrag einfach geschrieben ist, so besticht dieses Buch schon allein durch seinen Informationsgehalt. Der ist allerdings mitunter auch nicht ganz einfach zu erfassen, etwa wenn es um juristische Detailfragen geht. Der Euro war von Anfang an ein durch Lügen begleitetes politisches Projekt, das gegen ökonomische Gesetze in Stellung gebracht wurde. Es ist ein Verdienst der Autoren, dass sie genau das immer wieder deutlich zum Ausdruck bringen.
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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt nur einen Ausweg: Der Euro muss weg!, 6. September 2011
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Griechenland schluckt Milliarde um Milliarde. Andere Länder haben sich bereits eingereiht um die Hand aufzuhalten. Gehen wieder Milliarden um Milliarden von Euros am deutschen Bundestag vorbei um in einem nächsten Rettungsschirm im Nichts aufzugehen?

Die fünf Autoren dieses Buches reden Tacheles. Notgedrungen übernehmen sie die Aufgaben, die unsere Politiker zu übernehmen haben. Während die immer noch die alte Schiene der Beschwichtigungen fahren, müssen die Autoren nicht um ihre Wiederwahl fürchten und erzählen in ihrem äußerst spanenden Buch wie es wirklich hinter den Kulissen um den Euro bestellt ist.

Es ist schockierend mitzuerleben, wie Verträge geschlossen und gebrochen werden und wir als Steuerzahler nicht darüber informiert werden. Es ist verantwortungslos von unseren Politikern uns nicht klipp und klar zu sagen, wie tief gespalten Europa in der Eurodiskussion ist. Während man dem Steuerzahler noch immer versucht einzureden mit dem nächsten Rettungsschirm wäre der Euro gerettet, erfahre ich in diesem Buch, dass es bereits 5 nach 12 ist!

Die Sachverständigen sagen ihren Lesern: - "Währungsunionen führen nicht automatisch zu politischen Unionen." - "Stabiles Geld ist in einem multinationalen Währungsverbund ... weder zu garantieren noch zu erreichen." - "Die angebliche Rettung des Euro über die jetzt geschaffenen Stabilisierungsfonds und - mechanismen ... ist plumper Etikettenschwindel; das eingezahlte Geld rettet weder den Euro, noch entlastet es die hochver - und überschuldeten Staaten der Eurozone."

Wer über die Eurokrise wirklich informiert werden will muss dieses Buch lesen!
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Autoren sprechen nur aus, was die meisten denken, 7. September 2011
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn die Verfassungsrichter den Euro-Rettungsschirm gebilligt haben - den Zerfall der Euro-Zone werden auch sie nicht verhindern. Zu offensichtlich wird immer mehr, dass es sich nicht nur um eine vorübergegende Krise handelt, sondern der Euro in dieser Form von Anfang an nicht lebensfähig war.

Der Wirtschaftswissenschaftler Starbatty nennt im Buch den gravierenden Konstruktionsfehler: mit dem Euro wurde ein zentraler Preis- und Informationsmechanismus ausgeschaltet - der Wechselkurs. Dieser gab darüber Auskunft, wie sich Inflationsraten und wirtsch. Leistungsfähigkeit der einzelnen Länder entwickelten. Dieses sinnvolle Instrument wurde abgeschafft durch eine gemeinsame Währung, welche aber die wirtsch. Unterschiede zwischen den Ländern nicht beseitigt, sondern sogar noch verstärkt hat.

Die auf ökonomischen Wege nicht erreichte Angleichung soll nun auf dem politischen Weg einer Haftungs- und Transferunion nachgeholt werden - denn nichts anderes sind die Rettungsschirme. Professor Nölling beschreibt es in seinem Beitrag als "Höllenfahrt" von der Währungsunion zu Samariterunion. Die nun etablierte Solidargemeinschaft nehme den Regierungen der hoch verschuldeten Länder jeden Anreiz zur Selbstverantwortung. Bei den Geberländern befürchtet der Autor eine politische Radikalisierung. Denn natürlich werden die Bürgschaften für Länder wie Griechenland fällig. Gerade nach den jüngsten Ereignissen ahnt das fast jeder. Und dann wird es Deutschland wirklich viele Milliarden kosten und wirtschaftliche Handlungsspielräume in der Zukunft beschränken.

Fazit: Die Autoren sind keine Anti-Europäer, wie sie selbst betonen. Im Gegenteil, sie wollen Europa retten. Aber man rettet es eben nicht durch eine Transferunion, die Europa noch mehr spaltet statt zusammenbringt. Dies gezeigt zu haben, ist wohl das wichtigste Verdienst des Buches.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgang noch unklar, 15. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Habe das Buch gerade fertiggelesen und stelle es nun in meine Bibliothek neben das 10 Jahre alte Buch "Die Euro-Illusion" derselben Autoren. Es ist wie die Chronik einer vorangekündigten Katastrophe, - in Fortsetzungen.

Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation, wobei jeder der fünf Autoren (D. Spethmann ist jetzt dazugekommen.) ein Kapitel geschrieben hat. Für jemanden der, so wie ich, kein Verfassungsrechtler ist, ist der Beitrag von K.A. Schachtschneider wohl recht trockene Kost, aber immerhin gibt er eine gute Zusammenfassung der in den letzten zwei Jahren im Eiltempo gemachten Beschlüsse des Europäischen Rates zur Rettung des Euro, welche demnächst auch durch den Bundesrat gepeitscht werden sollen.

Es ist ein verzweifelter Kampf der Politik gegen ökonomische Gesetzmäßigkeiten um das Europrojekt zu retten. Da werden schon Mal unwiderrufliche Positionen aufgegeben, Lügen verbreitet, Verträge und sogar Gesetze gebrochen, - alles im Interesse der großen Vision eines europäischen Bundesstaates. Oder sind es doch eher weit weniger hehre Interessen eines übermächtigen Finanzsektors?

Erstaunlich auch wie wenig Widerstand sich bei der deutschen Bevölkerung (wir Österreicher sind ja übrigens auch dabei) gegen die immensen Belastungen durch die Rettungsmaßnahmen rührt. Kriegen die eigentlich mit was hier inzwischen abläuft? Trotz der finanziellen Opfer wird diese Politik in den Empfängerländern aufgrund der damit verbundenen rigorosen Sparauflagen den Geberländern wohl wenig neue Freunde bringen.

Das Buch bringt Ordnung in die sich in der letzten Zeit verstärkende Flut von Medienberichten und Meinungen von Journalisten, Politikern und Ökonomen. Immerhin sind die Autoren ausgesprochene Fachleute auf ihrem Gebiet. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung der Chronik in den nächsten Jahren.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen EURO = Ende des Rechtsstaats, 16. August 2012
Von 
Treb Melsa (Absurdistan, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Fünf Professoren: Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider, Dieter Spethmann und Joachim Starbatty stemmen sich gegen den permanenten Rechtsbruch durch die politische Kaste.
Bemerkenswert ist es, dass die fünf Herren im eigentlichen Sinne aus verschiedenen politischen und ökonomischen Lagern kommen. Aber alle fünf verbindet der Gedanke und die Idee eines gemeinsamen Europäischen Hauses, welches durch den Sprengsatz Euro zerstört werden wird.
Die Professoren Hankel und Nölling gehörten in ihrer aktiven politischen Zeit zum Establishment der SPD und sind ökonomisch eher als Keynesianer - und damit dem etatistisch-interventionistischen Lager - zuzuordnen und gerade wegen ihrer "eigenen" Sicht der keynesianischen Aussagen gehören sie zu den Euro-Kritiker der ersten Stunde.
Prof. Schachtschneider war zunächst Rechtsanwalt und Fachhochschul-Professor, schließlich Juraprofessor an den Universitäten Hamburg und Erlangen-Nürnberg, von Innen kennt er die Parteien durch seine ehemaligen Mitgliedschaften bei SPD und CDU.
Prof. Spethmann - er studierte Jura und Volkswirtschaft - kommt aus der wirtschaftlichen Praxis, seit 1955 im Thyssen-Konzern tätig, zuletzt als Vorstandsvorsitzender.
Prof. Starbatty ist ein Ordo-Liberaler; er war Professor für Wirtschaftspolitik in Bochum und Tübingen und ist Vorsitzender der "Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft". Das politische Geschehen von Innen kennt er aus seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU-CSU-Bundestagsfraktion.

Für Prof. Hankel ist es eine fundamentale und elementare Einsicht, dass Staat und Währung nicht zu trennen sind. Politische Anmaßungen, die dies versuchen sind zwangsläufig zum Scheitern verurteilt.
Diese Ansicht vertritt Prof. Hankel nicht nur in seinen Ausführungen in diesem Buch, sondern vertrat dies schon damals als die Verhandlungen an der Maas mit Ziel einer EU-Gemeinschaftswährung liefen.
Für Prof. Hankel ist es klar, dass ein Staat nur dann eine zielkonforme Wirtschaftspolitik betreiben kann, wenn dieser Staat auch die eigene Währung mittels eigener Geld- und Zinspolitik manipulieren kann. Gerade dies ist für Prof. Hankel der wichtigste Pfeil im wirtschaftspolitischen Arsenal eines Staates. Eine eigene Währung mit eigener - formal unabhängigen - Zentralbank. Dieser Pfeil ist den Einzelstaaten der Eurozone entwendet worden. Alle Rettungsmaßnahmen für den Euro sind Insolvenzverschleppung und werden scheitern, letztlich plädiert Prof. Hankel für ein neues "Europäisches Wechselkurssystem".

Auch Prof. Nölling gehört zu denjenigen, die zu den Streitern der ersten Stunde gegen den Euro zu rechnen sind.
Als ehemaliges Zentralbankmitglied der Deutschen Bundesbank, die sich einer Politik der Geldwertstabilität verpflichtet sah, kritisiert Prof. Nölling die EZB-Politik fundamental, z. B. die Flutung der Märkte mit billigem Geld durch die EZB. Diese Politik des billigen Geldes und einer Fiskalpolitik der vermehrten Schulden unterzieht Prof. Nölling einer scharfen Analyse und die Folgerungen aus dieser Analyse sind verheerend. Prof. Nölling sieht die Lösung in einem Hartwährungsblock, der von einem neuen Europäischen Wechselkurssystem, welches die Defizitländer umfasst, flankiert werden sollte.

Prof. Schachtschneider, ebenfalls ein Kämpfer der ersten Stunde gegen den Euro-Wahn, stellt akribisch genau die vielen kollektiv-politischen Rechts- und Vertragsbrüche der Euro-Rettung dar. Er kommt zu dem Schluss, dass bei den politischen Cliquen niemand mehr sich um das Recht und um Vertragstreue irgendetwas schert. Sein Fazit ist, dass diese kollektiv-politischen Rechts- und Vertragsbrüche die Einmündung der Eurozone in eine Haftungs-, Schulden- und Finanzunion sein wird; einer Union, in welcher die Politik den Bürger mittels einer inflationistischen Politik bluten lassen wird.

Prof. Spethmann sieht ganz klar, dass der Euro für die Deutschen ein sehr teures politisches Prestigeobjekt ist und noch sehr viel teurer werden wird, wenn die Politik so weiter macht wie bisher. Der Euro ist für ihn nichts weiter als ein ideologisches Konstrukt einer anmaßenden politischen Kaste. Jeder Euro, der für die Euro-Rettung aus Deutschland abfließt, fehlt im Inland für notwendige Investitionen in die Realwirtschaft und wird die deutsche Wirtschaftsleistung weiter schwächen; letztendlich also das gesamte Volk - insbesondere auch den sog. kleinen Mann.

Prof. Starbatty, auch ein Kämpfer der ersten Stunde gegen den Euro-Spuk, widerlegt die Legende, dass die Deutschen am meisten vom Euro profitiert hätten. Profitiert habe nur eine kleine Clique von Managern und sehr wenige Branchen, der breiten Bevölkerung habe der Euro nur geschadet. Für Prof. Starbatty kommt die Euro-Krise - wie für die übrigen vier Mitstreiter auch - keineswegs überraschend und unerwartet. Jede Floskel, die die politische Kaste zur Euro-Rettung anführte wird von Prof. Starbatty treffsicher mittels der politik-ökonomischen Argumentationslogik widerlegt und gezeigt, dass alle sog. Rettungsmaßnahmen krisenverschärfend wirken.

Fazit für die fünf Professoren: Die Euro-/Staatsschuldenkrise kam und kommt nicht überraschend, sondern ist das konsequente Ergebnis einer maßlos anmaßenden, leichtfertigen und riskanten Politik. Einer Politik, die von ihrem Prestigeobjekt nicht lassen will und mit Angstmacherei; Lügen, wie z. B. "der Euro ist alternativlos, scheitert der Euro, dann scheitert Europa"; fortgesetztem kollektiven Rechts- und Vertragsbrüchen der politischen Machthaber den Rechtsstaat ad absurdum führt. Der Rechtsstaat, für den die europäischen Völker jahrhundertelang unter schweren Opfern gekämpft haben, wird durch die heutigen politischen Cliquen mit Füßen gestoßen.

Mein persönliches Fazit: Es war ein Genuss das Buch, welches einen leidenschaftlichen Appell an Europas Bürger ausmacht, zu lesen. Den Lügen (Jean-Claude Juncker - Chef der Euro-Gruppe: "Wenn es ernst wird, muss man lügen") und der Verantwortungslosigkeit der politischen Kaste wird hier mit Sachverstand begegnet. Aber leider stoßen auch diese fünf Professoren nicht zum Ursachenkern aller Krisen an und für sich vor = dem staatlichen Geld- und Währungsmonopol. Solange wie Staaten dieses Monopol halten, solange werden Politiker der Versuchung erliegen, dieses für ihre eigenen Zwecke und gegen das Volk zu nutzen. Treffend hatte dies z. B. F. A. von Hayek auf den Punkt gebracht "Die Geschichte des staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug." Und an anderer Stelle sagte er "Überall und zu allen Zeiten waren die Regierungen die Hauptursache der Geldentwertung."
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Muss, 8. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Die Arbeit, die die Autoren dieses Buches seit Jahren und Jahrzehnten verrichten ist aus demokratisch,freiheitlicher Sicht nicht mal mit Gold aufzuwiegen und dabei wird es ihnen wahrlich nicht leicht gemacht.
Auch beim Euro-Rettungsschirm hat sich das Bundesverfassungsgericht wieder einmal als höriger EU-Untertan erwiesen und die Sisyphusarbeit der Autoren wurde wieder einmal nicht entsprechend gewürdigt.
Zum Buch selbst gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen, seine große Stärke ist seine Verständlichkeit.
Die Autoren verkomplizieren nicht unnötig und schaffen somit auch einen Zugang für Interessierte und Empörte die kein abgeschlossenes Jura-Studium vorweisen können, trauriger weise wird es wohl trotzdem nicht so viel Aufmerksamkeit seitens der Bevölkerung erregen wie eigentlich angebracht wäre.
Klare Kaufempfehlung von mir
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier wird Tacheles geredet, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
In diesem sehr lesenswerten Buch werden die weitreichenden Folgen des Euro-Konstrukts und seiner angeblichen 'Rettung' aufgezeigt. Der Informationsgehalt der Schrift ist enorm, denn die fünf Autoren sind 'vom Fach' und reden Tacheles: Europa rettet man nicht durch eine Transferunion, die mehr spaltet als zusammenbringt.
Während die Regierungen alles versuchen, die Euro-Illusion mit exorbitanten Schulden weiter fortzuführen, sind die fünf Autoren überzeugt, dass das Ende des Euro gekommen ist. Und tatsächlich ist alles, was die Autoren bereits seit Jahren über die Kunstwährung Euro sagen, eingetroffen. Die Krise des Euro ' so wird bei der Lektüre des Buches klar - ist die Folge gravierender Konstruktionsfehler.
Der frühere Vorstandsvorsitzenden der Thyssen AG, Professor Dieter Spethmann, merkt an, dass die hohen Milliardenbeträge, für die die Bundesrepublik geradestehen muss, für Investitionen in die Realwirtschaft fehlen. Dabei retten die sog. Rettungsprogramme nicht die 'armen Länder', sondern die Gläubigerbanken: die ohnehin schon bedenkliche Kluft zwischen Finanz- und Realwirtschaft wird dadurch noch vergrössert. Statt die Realwirtschaft mit Krediten zu versorgen, strömt das Geld der Finanzwirtschaft in Spekulationsblasen, für die letztendlich der Steuerzahler haftet.
Neben der sachlich profunden Darstellung zeigen die Autoren auch konkrete Auswege aus der Krise und unterbreiten zahlreiche Vorschläge, wie man es besser machen kann, z.B. werden die wohlstandsvernichtenden 'Rettungssysteme' EFSF und ESM analysiert und gezeigt, wie durch ein europäisches Wechselkurssystem statt dessen Europa zu stabilen Währungen kommen würde. Eine zukunftsorientierte Lösung kann nach Ansicht der Autoren nur eine Wechselkursunion sein, wie es sie vor der Euro-Einführung gab.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitte ein bisschen globaler denken!, 3. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Griechenland ist derzeit die Sau die allerorts durchs Dorf getrieben wird. Allerdings hat Griechenland ein Bruttosozialprodukt das etwa mit Hessen vergleicbar ist. Würde Hessen pleite gehen, würde das Deutschland zwar erschüttern, aber nicht vernichten. Man sollte eher fragen wer profitiert eigentlich davon wenn der Euro den Bach runter geht? Natürlich der gute(?) alte Dollar. Und genau da liegt der eigentliche Hase im Pfeffer!

Die Amis haben Angst das der Euro hätte Leitwährung werden können, so das diese dann mit ihren wertlosen Monopoly- Pardon Petrodollars einpacken können.
Prinzipiell ist das alles ein Wirtschaftskrieg USA versus Europa. Nix mehr und nix weniger.

Das an der Sache was dran ist, zeigt der völkerrechtswidrige Überfall auf den Irak, denn Saddam verlautete einst zu den Amis das sie soviel Öl haben können wie sie wollen, aber gezahlt wird in Euro. Das war also der wahre Grund und nicht irgend welche Giftgaswaffen. Selbiges spiel derzeit mit dem Iran. Problem dabei ist, das man Europa nicht so leicht überfallen und unterjochen kann wie andere Staaten in der Welt. Ergo wird hier auf andere Weise verfahren.

Davon ab, ist dass Argument richtig, das nicht Griechenllland & Co gerettet werden, sondern nur die Banken! Da gibt es ein wunderbares Mittel gegen, in dem man diese Investmentbaken einfach pleite gehen lässt. Aus die Maus und Ende Gelände! Aber warum passiert das nicht?
Nun, diese Politikertypen sitzen in etlichen Vorständen dieser Investmentzocker.
Ergo wollen die sich nicht die Blöße geben und andererseits wäre das für einige große Parteien das politische Todesurteil.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blinder Passagier GR auf der Titanic Euro, 28. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon erstaunlich: Zuerst ist das Volk gegen den Euro und darf (schon deshalb) nicht mitstimmen.
Dann werden Verträge gemacht wie zum Beispiel der Vertrag von Maastricht, den sicher schon wegen seines Umfangs kein Politiker vollständig gelsen und verstanden hat.
Dann wundert man sich wie der ehemalige Finanzminister und Maastricht-Unterzeichner Waigel, daß man nicht ahnen konnte, "daß in diesem Ausmaß Statistiken gefälscht werden konnten".
Man vergleicht Griechenland mit einem blinden Passagier den man erst mitten auf dem Ozean entdeckt und dann nicht über Bord werfen könne - weil dann das Schiff sinkt?
Bekanntlich war aber die Titanic doch unsinkbar, was also soll denn da noch passieren?

Wenn 5 namhafte Wirtschaftsweisen gegen den Euro schreiben und klagen, sollte man sich schon mal Gedanken machen.
Auch bei der Titanic war man der Meinung, daß man bei einem unsinkbaren Schiff eigentlich keine Rettungsboote braucht.
Wer dann sagte, es wären zu wenig Rettungsboote an Bord, wurde genauso ausgelacht, wie wenn einer sich skeptisch über den Euro äußert.
Allerdings sagte ja schon lange vor der Einführung des Euro der damalige US-Notenbankpräsident Alan Greenspan: "Der Euro wird kommen aber er wird keinen Bestand haben"

Man hat ja auch wohl bewusst bei der Konstruktion des Euro alles weggelassen, was irgendjemand zu was verpflichtet:
Unterschrift, Austellungsdatum, Ausstellungsort, Aussteller, Das Wort BANKNOTE, im Vergleich zu anderen Geldscheinen in der Welt oder zur DM (einfach mal nebeneinander legen) fällt das auf.
Aber die Menschen sind ja so gutgläubig und einfach gestrickt, daß sie das nicht merken.
Nicht mal den Euro-Skeptikern ist das bislang aufgefallen....
Man denke sich mal einen Vertrag (eine Banknote ist ein Vertrag) ohne Angabe des Zweckes, der Vertragsparteien und ohne Ortsangabe, Unterschrift und Ausstellungsdatum.
Ginge man damit vor Gericht um etwas einzuklagen, würde die Klage wohl nicht mal zugelassen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 16. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch deckt schonungslose Wahrheiten über diese Währung Euro auf und liefert Erklärungen.
Leider sind diese für die Leser, die ja zumeist ökonomische Laien sind, nicht ganz einfach zu verstehen.
Schade, denn es war dringend notwendig und ist erfrischend, mal einen fundierten Gegenpart zu den ansonsten stereotypen Beruhigungs-Mantras zu erhalten.
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Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört
Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört von Joachim Starbatty (Gebundene Ausgabe - 1. September 2011)
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