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5.0 von 5 Sternen An diesem Roman kommt kein Trekkie vorbei
David R. George III verfasste den dritten Band der TYPHON-PACT-Saga und widmete sich in erster Linie den Romulanern, die wohl das populärste Mitglied des Typhon Pacts darstellen dürften. Seit dem zehnten STAR TREK-Kinofilm „Nemesis“ ist Romulus zum Schauplatz politischer Intrigen und subtiler Machtkämpfe geworden, in die letztendlich auch...
Vor 22 Monaten von Florian Hilleberg veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Unterhaltsam aber viele Schwächen im Details
Insgesamt liefert der Autor einen unterhaltsamen Roman ab, an dem Freunde der Typhon Pact Serie nicht vorbeikommen werden, da er die wesentlichen politischen Grundlagen für weitere Geschichten legt. Die meisten der auftretenden Charaktere bleiben jedoch blass und viele Details der Geschichte sind unplausibel oder schlecht erzählt.

In der folgenden...
Vor 10 Monaten von Amazon-Kunde veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An diesem Roman kommt kein Trekkie vorbei, 24. August 2013
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien (Broschiert)
David R. George III verfasste den dritten Band der TYPHON-PACT-Saga und widmete sich in erster Linie den Romulanern, die wohl das populärste Mitglied des Typhon Pacts darstellen dürften. Seit dem zehnten STAR TREK-Kinofilm „Nemesis“ ist Romulus zum Schauplatz politischer Intrigen und subtiler Machtkämpfe geworden, in die letztendlich auch Botschafter Spock verwickelt wird. Dadurch schlägt die Romanreihe einen Bogen von der CLASSIC-Serie bis hin zu STAR TREK: VOYAGER und verleiht dem Science-Fiction-Epos von Gene Roddenberry eine bisher nie dagewesene Komplexität. Auf Seiten der Föderation liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den beiden Charakteren Spock und Benjamin Sisko. Letzterer hat seit seiner Zeit als Kommandant von Deep Space Nine eine dramatische Entwicklung hinter sich, die noch lange nicht ihren Zenit erreicht hat. Aus dem willensstarken Sternenflotten-Captain ist ein von Selbstzweifeln geplagter, mürrischer Mann geworden, der seiner Verantwortung als Ehemann, Vater und Abgesandter der Propheten davonzulaufen scheint. Doch auch auf Seiten der Romulaner begegnet der geneigte Leser und Trekkie einigen alten Bekannten, angefangen bei Tomalak, einem alten Gegenspieler von Captain Picard und der Crew der Enterprise-D, sowie Donatra, die gemeinsam mit Picard gegen den Klon Shinzon rebellierte. Dadurch setzt der vorliegende Roman die Romulaner-Saga fort, die mit dem ersten neuen THE NEXT GENERATION-Roman „Tod im Winter“ ihren Anfang nahm.
Doch in dem Roman geht es nicht nur um Romulaner, sondern auch um die Tzenkethi, die in den TV-Serien lediglich namentlich erwähnt wurden. Und selbst die Borg kommen zu Beginn der Geschichte in einer eindrucksvoll geschilderten Schlacht zum Zug.
Für das Verständnis von „Bestien“ ist es übrigens vollkommen unnötig die ersten beiden TYPHON PACT-Bände zu kennen, die sich ja mit anderen Charakteren und Völkern auseinandersetzen. Der Beitrag von David R. George III setzt die Erfolgsreihe allerdings gekonnt fort und überzeugt durch einen angenehmen und flüssig zu lesenden Satzbau, sowie durch sein besonderes Gespür für politische Intrigen. Mit knapp 320 Seiten Umfang ist der dritte Band der Saga der bislang kürzeste Beitrag zum TYPHON PACT, gewiss aber der wichtigste, dessen Geschehnisse die Geschicke des Alpha- und Beta-Quadranten am nachhaltigsten beeinflussen dürfte. Immerhin wird der Leser in diesem Roman Zeuge der Gründung des Typhon Pacts aus Sicht der romulanischen Regierung und der Tzenkethi. Auch das romulanische Reich erfährt eine gravierende Veränderung und Entwicklung, ebenso wie der Charakter von Captain Benjamin Sisko, was bei den Fans dieser Figur für ein wenig Wehmut sorgen dürfte. Seit dem Start der Reihe ist die STAR TREK-Zukunft so ungewiss wie nie zuvor. Gewiss ist aber, dass STAR TREK nie interessanter und spannender war wie in diesen Romanen. Glücklicherweise hat der Verlag Cross Cult die Übersetzung in die fähigen Hände von Kennern des STAR TREK-Universums gelegt. Zu ihnen gehört auch Christian Humberg, der den vorliegenden Band bearbeitete.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, besser als der Vorgängerband, 21. August 2013
Von 
Hemeraner "Hemeraner" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien (Broschiert)
Mittlerweile liegt der dritte Band der serienübergreifenden Reihe des Typhon Paktes vor. Wir erinnern uns: Nach dem Destiny-Massaker in den Alpha und Betaquadranten durch die Borg liegt nicht nur die Infrastruktur der Föderation in Trümmern. Die Gorn haben sich nach ihren Verlusten dem Typhon Pakt zugewandt (Band 2: Feuer), die Breen waren sowieso immer Antagonisten der Föderation (Band 1: Nullsummenspiel). Der vorliegende Band behandelt eine gespaltene Sternennation, die der Romulaner.

Das Imperium hat zwei Machtblöcke geschaffen und ist ein instabiles Vakuum im Betaquadranten. Während Prätorin Tal'Aura auf Romulus mit einer schwächelnden Infrastruktur und Hungersnöten zu kämpfen hat, sitzt ihre Widersacherin Imperatorin Donatra auf Archenar Prime fest. Beide Reiche sind für sich nicht oder kaum handlungsfähig.

Spock sieht jetzt die Zeit gekommen, Wiedervereinigungsgespräche aufzunehmen. In seinen Augen könnten diese erfolgreich sein, da die Romulaner jetzt alle nach Einheit verlangen. Nach einem - erfolglosen - Mordanschlag auf sein Leben begibt er sich in Tal'Auras Hände um die Wiedervereinigungsbewegung Vulkan/romulanisches Reich legalisieren zu lassen. Zu seinem "Erstaunen" geht Tal'Aura darauf ein, aber hat eigene Pläne...

Unterdessen lernen wir Captain Benjamin Siskos weiteren Lebensweg kennen und wir erfahren mehr über die Tzenkethi, jenes rätselhafte Volk, das Mitte des 24. Jahrhunderts Krieg gegen die Föderation geführt hat und im Dominion Krieg manchmal Dreh- und Angelpunkt war, wenn auch nie gezeigt wurde.

Der Roman ist ein echter Seitenumdreher. Das spannende politische Ränkespiel im romulanischen Reich liest sich sehr gut und ist fesselnd bis zur letzten Seite, kann sogar gegen Ende hin noch Fahrt aufnehmen. Die einzig seltsamen und teils überflüssigen (m. E. nach) Szenen sind die um Sisko. Sie werfen mehr Fragen auf als sie zu klären. Sisko ist nach seinem heldenhaften Aufstieg in DS9 vom Kriegshelden über den Couch Potato hin zum Schatten seiner Selbst verkommen. Die Szenen um die Schlachten während des Destiny-Desasters erklären Vaughns Koma (bereits erwähnt in Nullsummenspiel) und zeigen Kiras Fortkommen (ebenda), sie sind für Spannung gut, lassen sich aber nicht ganz in die TP-Handlung integrieren. Nur am Rande erfährt man nach und nach mehr um die Tzenkethi, die mit diesem Band immer noch rätselhaft bleiben.

Auch kann in dem Band mal aus anderer Sichtweise geschildert werden, was die Föderation für den Gegner darstellt. Eigentlich gar nicht so schlecht und plausibel beschrieben - aus deren Sicht.

Für den deutschen Leser sind diverse Hinweise eingestreut, die dieser ohne das Lesen von Originalromanen nicht ganz einordnen kann. Es wird auf die Tezwa-Krise hingewiesen (A Time to...-Reihe). Außerdem gibt es häufige Anspielungen, u. a. Watraii (Vulcan's Soul-Reihe), die (noch?) nicht übersetzt worden sind.
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4.0 von 5 Sternen Hintergründe zu den Romulanern und Wiedersehen mit Sisko, 22. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien (Broschiert)
"Star Trek: Typhon Pact: Bestien" ist als dritter Band dieser Reihe erschienen und spielt dennoch vor den ersten zwei Romanen. Generell verzichtet Autor David R. George III beinahe komplett auf Zeitangaben, wodurch man möglicherweise zu Beginn der Handlung den roten Faden sucht.
Als Leser erleben wir die Gründung des Typhon-Paktes. Genauer gesagt wie die Romulaner nach den verheerenden Angriffen der Borg ("Star Trek Destiny") und der Shinzon-Krise ("Star Trek: Nemesis") reagieren. Auf der einen Seite steht Praetorin Tal'Aura, welche das hungrige Volk auf Romulus eisern regiert. Ihr gegenüber steht Imperatorin Donatra, vom Imperalen Romulanischen Staat. Während letzterer der Großteil des Militärs untersteht, so haben doch beide romulanische Führer dieselben Probleme.
Hier kommt dann ein alter Bekannter ins Spiel: Botschafter Spock. Dieser führt seit bald 20 Jahren ein Leben im Untergrund Romulus, wo er versucht Romulaner und Vulkanier wieder zueinander zu bringen. Doch für den älteren Vulkanier sieht es zu Beginn gar nicht gut aus, da er Opfer eines Attentats wurde. Da der Täter ein Remaner war und diese unter dem Schutz von Donatra (und in weiterer Folge der Klingonen) stehen, bleibt zunächst unklar, welche Auswirkungen dieser Akt für den weiteren Verlauf der Wiedervereinigungsbemühungen hat.
Nach einem Gespräch mit Praetorin Tal'Aura und verschlüsselten Gesprächen bis zur Föderationspräsidentin Bacco, gelingt es Spock die vormals illegale Wiedervereinigungsbewegung aus dem Untergrund zu holen. Immer mehr Romulaner schließen sich der Bewegung an und glauben dadurch einen Weg aus der Krise gefunden zu haben.
In der Zwischenzeit installiert Tal'Aura wieder einen neuen romulanischen Senat. Dieser wird hauptsächlich von verschiedenen einflussreichen Familien besetzt und in Folge dem Beitritt zum Typhon-Pakt zustimmen. Auch der mächtige Geheimdienst Tal'Shiar soll ins Boot geholt werden, auch wenn sich beide beteiligte Parteien in Wirklichkeit verabscheuen. Ganz typisch für romulanische Verhältnisse gibt es Intrigen und Verschwörungen am laufenden Band. Da kann es schon mal passieren, dass ein junger aufstrebender Senator innerhalb von 120 Seiten stirbt.
Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um Benjamin Sisko und dieser mag so gar nicht in das Gesamtwerk passen. Kurz zusammengefasst erfährt der Leser, dass Sisko nach seinem Aufenthalt bei den Propheten auf Bajor niedergelassen hat, er seine Frau und Tochter verlassen hat, sein Vater und sein Freund Elias Vaughn gestorben ist und er sich selbst als Grund für all das Unheil sieht. Der ehemalige Kommandant von Deep Space Nine sieht als einzige Alternative die Rückkehr zur Sternenflotte. Auch ein kurzer spiritueller Ausflug in ein bajoranisches Kloster, wo er auf Vedek Kira (ja, die Kira Nerys) trifft, helfen ihm nicht aus seiner Sinnkrise. In zwei Rückblenden wird auf Siskos Zeit auf der U.S.S. Livingston eingegangen, bei der die Föderation eine kriegerische Auseinandersetzung mit den Tzenkethi führte. Hiermit wird nun auch die Brücke zur Haupthandlung geschlagen.
Einige Vertreter der Tzenkethi beeinflussen auf subtile Art und Weise Spocks Wiedervereinigungsbewegung und die gesamte romulanische Innenpolitik. Schlussendlich vereinigt sich das romulanische Reich wieder und der Tal'Shiar wird von einer neuen, alten Bekannten geleitet: Sela.

Fazit:
"Bestien" hätte gut und gerne der erste Roman der "Typhon Pact"-Reihe sein können, da er auf zu viele Ereignisse und Personen der Romane und Filmereignisse Bezug nimmt und davor existiert.
Dennoch ist es interessant und spannend zu lesen, wie die Romulaner intern nach der Shinzon- und Borg-Krise agieren, um schlussendlich dem Typhon-Pakt beizutreten. Einzig der Sisko-Handlungsstrang kommt viel zu kurz und hat augenscheinlich gar nichts mit eigentlichen Handlung zu tun. Dass hätte man durchaus in einem eigenen Roman abhandeln können.
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2.0 von 5 Sternen Unterhaltsam aber viele Schwächen im Details, 3. September 2014
Insgesamt liefert der Autor einen unterhaltsamen Roman ab, an dem Freunde der Typhon Pact Serie nicht vorbeikommen werden, da er die wesentlichen politischen Grundlagen für weitere Geschichten legt. Die meisten der auftretenden Charaktere bleiben jedoch blass und viele Details der Geschichte sind unplausibel oder schlecht erzählt.

In der folgenden Diskussion dieser Details finden sich einige SPOILER:

Dies fängt bei Benjamin Sikso an, der mit seinen psychischen Problemen zu einer Gefahr für sich selbst und andere wird, und trotzdem ein Raumschiff kommandieren darf und heikle diplomatische Missionen übernimmt.
Spock ist auf Romulus, aber warum eigentlich? Der Autor selbst lässt immer wieder durch den Mund verschiedenster Romulaner vortragen, wie aussichtslos Spocks Anliegen einer Romulanisch-Vulkanischen Wiedervereinigung ist. Spock erkennt zwar sofort, dass er von den romulanischen Offiziellen nur für deren Zwecke eingespannt wird, stellt sich jedoch bereitwillig zur Verfügung, obwohl er daraus für seine Sache kaum einen Nutzen ziehen kann. Unlogisch!
Gerade von den romulanischen Hauptcharakteren Donatra und Tal'Aura hätte ich ebenfalls mehr erwartet. Beide intrigieren am Anfang noch recht gekonnt, sind im späteren Verlauf jedoch grenzenlos naiv bis in den eigenen Untergang. Auch der sonst brandgefährliche romulanische Geheimdienst scheint einer kollektiven Lethargie anheim gefallen zu sein und hat weder die harmlosen und naiven Dissidenten um Spock, noch die inneren und äußeren Feinde des Imperiums im Blick.

Vom ersten Band der Typhon Pact Reihe, "Nullsummenspiel", war ich noch begeistert, da hier einige innovative Ideen ins Star Trek Universum Einzug hielten. Mit "Bestien" deutet sich jedoch an, dass mit dem Typhon Pact nur der Kalte Krieg in Star Trek-Form aufgegossen werden soll, so wie die Borg-Reihe, insbesondere die Bücher vor David Macks grandiosem "Destiny", den Kampf der Alliierten gegen den Totalen Krieg des Nationalsozialismus zum Vorbild hatten.

Star Trek braucht mehr neue Ideen, nicht einen ewig neuen Aufguss menschlicher Geschichte im Weltraum.
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3.0 von 5 Sternen Zeit vergeht, Dinge passieren, Helden werden zahnlos - und trotzdem ein Muss, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien (Broschiert)
Meines Erachtens hat "Bestien", der Auftaktband des "Typhon Pact"-Zyklus (wenngleich er als 3. Band erschienen ist), ein großes Problem. Man merkt zu deutlich, dass George die Aufgabe hatte, diverse "Punkte" abzuarbeiten, die ihm die Redakteure bei Pocket Books aufgebürdet haben, um das "Star Trek"-Universum weiterzubewegen. Das klang dann vermutlich ungefähr so: "1. David, bring mal Sisko wieder ins Spiel - der versauert uns doch auf Bajor. 2. Mach mal den Sack zu, den die Spaltung des Romulanischen Sternenimperiums geöffnet hat - das erzählerische Potenzial wussten wir eh nie zu nutzen. Und 3. Gründe den Typhon Pact."

Punkt 3 hat er gut hinbekommen. Punkt 1 und 2 aber lesen sich eher traurig. Sisko, der einst der Hauptprotagonist der von vielen als beste bezeichneten "Star Trek"-TV-Serie "DS9" war, ist zu einem Schatten seiner selbst geworden, ein Mann, der sich dauernd Sorgen macht, der brütet, seine Lieben verstößt und zur Sternenflotte geht, um sich dort weiter brütend einen unzugänglichen Captain zu geben, der Dienst nach Vorschrift macht und dabei kaum was Nennenswertes erlebt. Zwar erklärt er seine Taten wortreich, dennoch erkennt man als Leser den Mann der Tat von einst kaum wider. Und Helden, die keine Rolle mehr spielen, sollte man vielleicht lieber ruhen lassen.

Punkt 2 wird durchaus mit interessanten Entwicklungen präsentiert. Es werden schöne Intrigen gesponnen. Leider bleibt George hier einerseits zu oberflächlich (dieser Handlungsstrang hätte locker allein das ganze Buch füllen können) und andererseits zu weit von den Protagonisten entfernt. Vieles bekommt man nur in Form von Nachrichten präsentiert, die Spock - noch so eine gescheiterte Figur, ein Held von einst, der seit Jahren (und natürlich ewig erfolglos) an seiner Wiedervereinigungsidee festhält - in irgendwelchen Verstecken verfolgt. Warum nicht nah an Tal'Aura und Donatra und den anderen Verschwörern dranbleiben? Ein Politthriller könnte so spannend sein. Hier werden die erschreckenden Umstände überwiegend trocken präsentiert.

Was bleibt also: Ein Buch, dass das "Star Trek"-Universum nachhaltig weiterdreht - das auf jeden Fall. Aus dem Grund muss man es als Fan des literarischen "Star Trek" wohl auch lesen. Doch es bleibt in meinen Augen deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Vieles wird zu distanziert erzählt. Es gibt keine Identifikationsfiguren. Und alle Serienhelden, die auftreten, werden zu machtlosen Opfern der Umstände oder ihrer eigenen kaputten Psyche degradiert. Das mag realistisch sein. Einzelne verändern selten die Welt. Und es mag zudem zeigen, wie weit sich "Star Trek" von der "naiven" Zeit der Helden vom Schlage eines James T. Kirk entfernt hat. Aber es liest sich leider eher sperrig. Alles, was passiert, passiert unweigerlich - und den "Guten" wird nicht einmal die Chance geboten, Einfluss darauf zu nehmen. Als Beschreibung "historischer Ereignisse" gelungen, als "Abenteuer" oder "Thriller" eher mau.
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5.0 von 5 Sternen Der Typhon Pakt erhebt sich, 23. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien (Broschiert)
Im dritten Band des Cross-Overs zum Typhon Pact richten sich alle Blicke auf das Romulanische Sternenimperium, das eine große interne Krise zu bewältigen hat. Wie immer werden hier Intrigen gesponnen, um an die Macht im Reich zu kommen. Aber auch andere, bisher unbekannte Akteure, wie die Tzenkethi bekommen ein besonderes Schlaglicht und machen den Protagonisten wie Spock und Benjamin Sisko das Leben schwer.

Der Typhon Pact wird, ähnlich wie die Vereinigte Föderation der Planeten, von verschiedenen Spezies gebildet. Die beiden vorangegangenen Bände haben sich jeweils mit den Breen und den Gorn befasst. Diesmal rücken gleich zwei Völker des Paktes in den Fokus, die Romulaner und die Tzenkethi. Erstere sind den Fans hinreichend bekannt, die anderen sind dagegen ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Der Roman kratzt bezüglich der Tzenkethi an der Oberfläche und fördert ein paar sehr interessante Ideen zu Tage.

Da in den Romanen kein übergeordneter Handlungsbogen, wie etwa in der Destiny"-Trilogie, geschildert wird, sondern einzelne Begebenheiten das Thema sind, die grob in den gleichen Zeitrahmen fallen, ist es hier nicht notwendig, die anderen Bände zu lesen. In gewisser Weise, halte ich es sogar für durchaus nützlich, mit Bestien" anzufangen, da hier die Gründung des Paktes und seine Entstehung geschildert werden. Hier erfährt man zum Beispiel genau, warum Elias Vaughn im Koma liegt, als Basihr in Nullsummenspiel" von DS9 aufbricht.

David R. George III verfolgt in seinem Roman gleich mehrere Handlungsstränge, die untereinander nur wenige direkte Berührungspunkte haben. Da ist die Handlung um Captain Benjamin Sisko, der nach den Ereignissen den Propheten von Bajor und seiner neuen Familie den Rücken zugekehrt hat und wieder in den Dienst bei der Sternenflotte eingetreten ist. Aber diesmal ist Sisko nicht der souveräne Führer, sondern ein Getriebener, ein gebrochener Mann, der vor seinen Problemen davonläuft. Einige der Ereignisse des Romans, wie etwa der Kampf gegen die Borg, der kurz thematisiert wird, lassen das Selbstbewusstsein Siskos wie ein Kartenhaus zusammenstürzen. Zudem hat er einige extrem unangenehme Erinnerungen an die Tzenkethi, da er in früheren Konflikten gegen diese kämpfen musste. Diese Kriegsgeschichten eignen sich gut dafür, um die einzelnen Sichtweisen der Kontrahenten zu beleuchten. Es zeigt sich einmal mehr, dass es auf den Blickwinkel ankommt, aus dem heraus die Dinge betrachtet werden.

Der langlebige Vulkanier Spock dagegen hat keine Zweifel an seiner Mission. Seine Bewegung, die für die Wiedervereinigung der Romulaner mit den Vulkaniern eintritt, erhält unerwarteten Zuspruch. Da das Imperium jedoch seit den Ereignissen der Fortsetzung von TNG" (vergleiche Tod im Winter") in zwei Staaten gespalten ist, sehnen sich die Romulaner danach, ihr zersplittertes Imperium wieder zu einen und zu ihrer alten Stärke zurückzukehren. Aber die abtrünnige, selbsternannte Imperatorin Donatra und Praetorin Tal Aura, die den Rest des Imperium kontrolliert, stehen sich unversöhnlich gegenüber. Allen ist klar, dass ein schwaches, uneiniges Imperium nicht in der Lage ist, im neuen Typhon-Pakt eine gewichtige Rolle zu spielen. Und so werden politische Manöver gestartet und von allen Seiten Intrigen gesponnen, um die Wiedervereinigung voranzutreiben. Besonders die Bemühungen einer außenstehenden Partei tragen schnell unerwartete Früchte.

Spock selbst hat mir diesmal nicht so gut gefallen. Er wirkte wie eine hilflose Marionette, da er die Handlung nur in einem sehr geringen Maß zu steuern vermag. Neben den intriganten Romulanern waren für mich aber mehr die Tzenkethi von Interesse. Ihr Aussehen, die Schiffe, in denen sie reisen, und ihre Architektur, zeigen ein Bild von einer Rasse, die noch exotischer ist, als die Gorn und die Breen. Die Tzenkethi stehen in Sachen Intrige den Romulanern in nichts nach. Bisher waren die Tzenkethi nicht mehr als eine Randnotiz, die gesichtslos im Hintergrund blieben. Jetzt lernen wir auch noch ihre auf Eugenik basierende Gesellschaft kennen. Das erinnert mich ein wenig an Huxleys Schöne neue Welt", zumindest in Ansätzen.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Während mir der Vorgängerband, in der es Rikers U.S.S. Titan mit den Gorn zu tun bekam, weit weniger gut gefallen hat, fand ich diesmal den Roman sehr stimmig. Besonders die Bezüge zur großen Politik haben mir sehr gut gefallen.

Zum Abschluss lässt uns der Übersetzter Christian Humberg, wie auch in den vorangegangen Bänden, in einem Essay an der Entwicklungsgeschichte der Tzenkethi im Star Trek"-Universum teilhaben. Zudem beleuchtet er auch die Persönlichkeiten von Sisko und Spock.

Fazit: Bestien" hätte aus meiner Sicht als erster Roman veröffentlicht werden sollen. Da es keinen übergeordneten Handlungsbogen gibt, kann man bei dem Typhon Pact"-Cross-Over bedenkenlos mit jedem Buch anfangen, aber hier wird die Gründung des Paktes beschrieben. Zudem werden hier auch erstmals Ereignisse in Gang gesetzt, die das Machtgefüge zwischen den Mächten nachhaltig verändern. Es gibt ein gerütteltes Maß an Action und Intrigen, auch Raumschlachten kommen nicht zu kurz. Wer also sich in den Typhon-Pakt einlesen möchte, sollte meiner Meinung nach ausnahmsweise mit dem dritten Band beginnen.

Diese Rezension habe ich zuerst auf Ringbote-online veröffentlicht
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3.0 von 5 Sternen Solider Polit-Thriller im romulanischen Imperium, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien (Broschiert)
Die Geschichten des Typhon Pactes fahren Achterbahn. Ein stabiler Auftakt, dann ein deutlicher Einbruch und schon geht es wieder nach oben. David R. George III präsentiert dem Leser eine spannende Intrigengeschichte, passend zu jenem Volk, das im Mittelpunkt steht. Es gibt ein Wiedersehen mit Donatra, Tal'Aura, Sisko, Spock und sogar Selar. Erstmals werden die Strukturen innerhalb des Typhon Pactes auch für den Leser etwas sichtbarer und natürlich wollen die Romulaner sich innerhalb des neuen Paktes an die Spitze setzen. Während das nichts Verblüffendes ist, bietet der Autor aber einen tollen Twist auf.
Während der Leser die gesamte Zeit über darüber nachdenkt, wie die Geschichte wohl enden könnte, welche Fraktion gewinnt, kommt die große Überraschung aus dem Nichts. Das wirft den bisherigen Status Quo völlig durcheinander und mit dem Ende des Buches hat der neue Sternenpakt an Stabilität gewonnen.
Die Charakterentwicklungen auf der anderen Seite sind ein wenig wackelig geraten. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Sisko wieder zurück in die Flotte ging, um die Föderation gegen die Borg zu verteidigen. Doch seine endgültige Rückkehr, wodurch er seiner Familie den Rücken kehrt, ergibt nicht wirklich Sinn. Quasi im Vorbeigehen wird auch das Schicksal von Kira Nerys offengelegt, von der der Leser seit dem Ende von Deep Space Nine nichts mehr gehört hat. Fans kommen also auf ihre Kosten.

Fazit:
Ein wenig fehlt es dem Typhon Pact noch an Spannung und Action, doch langsam kommt die Geschichte in Fahrt. Das Wiedersehen mit alten Figuren macht Spaß und die Story um die Romulaner versprüht den Charme einer TNG-Fernsehfolge (was positiv gemeint ist).
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4.0 von 5 Sternen ein schöner Roman, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Er war definitiv etwas anders, als seine Vorgänger (auch wenn ich dieses anders nicht wirklich definieren kann)
Die lesequalität war gut 👍, nie die spannungskurve brauchte ein wenig anlauf.
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1.0 von 5 Sternen Nicht wirklich, 5. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hier plätschern mehrere Geschichten die ganz lose verknüpft sind nebeneinander her und keine davon ist wirklich spannend oder vernünftig erzählt.

Ein desillusionierter Sisko über den viel geschrieben wird aber der zur Geschichte nichts beiträgt
Ein aktiver Spock der alles in den Schoß gelegt bekommt
Eine Romulanische Senatorin die an die Spitze geputscht wird
Das einzige was ein bisschen interessant hätte werden können, die Infliltration und Manipulation des Romulanischen Imperiums durch eine Tzinteki-Agentin die scheinbar das ganze in die Bahnen gelenkt hat wird quasi in der Mitte des Buchs mit "ich geh jetzt infiltirieren" und am Schluss mit "Ich bin fertig, schau mal Chef was ich tolles gemacht hab" abgehandelt.
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4.0 von 5 Sternen Zugegeben, dieser Roman gefällt mir besser als ...., 12. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...der vorangegangene, vielleicht weil die romulanische Spezies mir eher zusagt als die der Gorn (von denen mir nicht das über 40-jährige Bild des "Latex-Monsters" aus der TOS-Reihe aus dem Kopf will). Die intrigante Story um das inner-romulanische Problem nach der Abspaltung des Imperialen Romulanischen Staates mit seiner selbsternannten Imperatorin Donatra vom Romulanischen Sternenimperium, das von der bislang diktatorisch regierenden Praetorin Tal'Aura angeführt wird, zeigt die taktischen Spielchen der Seite Tal'Auras, die eine romulanische Wiedervereinigung plant, unter Beibehaltung ihrer Macht. Dass es zunächst den Anschein hat, als ob Spock mit seiner vulkanisch-romulanischen Wiedervereinigungs-Untergrundbewegung mit Tal'Aura auf's falsche Pferd gesetzt hat, da er offenbar gegen Donatra agiert, die der Föderation wohlgesonnener erscheint (Nemesis/Titan), als Tal'Aura und ihrem Beitritt zum gegenerischen Typhon-Pakt, verheißt schon von Anfang an nichts Gutes. Alles mündet schließlich in einem romulanischen Neuanfang, was mich teilweise etwas betrübt hat, da ich manche Personen gerne weiter in Hauptrollen gesehen hätte. Und schließlich die Tzenkethi. Welche geheimnisvolle Rolle nehmen sie im Typhon-Pakt ein? Das Ende des Buches offenbart, dass diese gedenken, bald eine zentrale Rolle im Pakt einzunehmen. Einziger Wermutstropfen bei dem Buch ist die Rolle Benjamin Siskos. Sein Part an der Geschichte ist relativ unbedeutend und hat eigentlich nur die Aufgabe, ihn als mental schwer angeschlagenen Mann darzustellen. Entweder zur Vorbereitung auf neue Aufgaben, die vielleicht irgendwann kommen oder es war einfach nur sinnlos. Sein kurzer Einsatz als Kurier der Föderation war quasi der einzige wichtige Bezug zur Handlung. Seine Probleme haben mir das Lesevergnügen etwas gedämpft, aber ansonsten ist es ein sehr guter Roman, dem zwar praktisch so gut wie jede Action fehlt, dafür aber politisch viel geboten wird.
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Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien
Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien von David R. George III (Broschiert - 20. August 2013)
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