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am 9. Oktober 2013
Mit ihrer neuen Serie "Saga" präsentieren Autor Brian K. Vaughan (Ex Machina, Y - The Last Man, Die Löwen von Bagdad) und Illustratorin Fiona Staples (Mystery society, North 40) die Geschichte von Alana und Marco, die ein wenig wie die von Romeo und Julia anmutet: zwei Liebende aus verfeindeten Lagern. Nur, dass ihre Geschichte in einer fernen Galaxie mit mehreren völlig anderen, verrückten Fantasywelten spielt und beide nicht bereit sind zu sterben. Sie kämpfen für ihre Liebe gegen alle Widrigkeiten und besonders für ihre gerade erst geborene Tochter Hazel, die in Frieden aufwachsen soll. Nur, wo soll die junge Familie hin, wenn praktisch überall Krieg herrscht?
Obwohl derzeitig nur als Baby auftretend, reflektiert Hazel als Erzählerin von Zeit zu Zeit vorgreifend die Geschehnisse, die jeweils zwischen der Flucht ihrer Eltern und der Jagd auf diese - durch die eigene Spezies, deren Verbündeten sowie durch zusätzliche Freilanzer (Kopfgeldjäger) - hin und her springen.

Dabei wird dem Leser in einer aberwitzigen Mischung so ziemlich alles geboten, was dieser irgendwo schon mal gesehen oder auch nicht gesehen hat. Allen voran jede Menge Weltraum sowie viele eigenartige Kreaturen. Ob dies gefällt, muss jeder für sich entscheiden.
Ein wenig mag man anfangs mit den einzelnen Völkern durcheinander kommen, die mehr oder weniger ungewollt in den Krieg zwischen "Flügeln und Hörnern" hineingezogen werden. Es gibt so viele unterschiedliche Lebensformen, sodass man nicht sofort weiß, wer zu wem gehört beziehungsweise für wen kämpft. Es existieren Wesen, die an Zyklopen erinnern, ungleiche gehörnte oder geflügelte Geschöpfe, scheinbar rein menschliche Charaktere, menschliche Körper mit Besonderheiten, wie Monitorköpfen oder anderm absurdem Zeug, kuriose Viecher, die wie bunte Aliens aussehen und vieles mehr.
Während die jungen Eltern flüchten, wird ein wenig aus ihrer Vergangenheit erzählt. Alana ist nicht nur optisch eine absolut selbstsichere, kecke, manchmal auch vulgäre Heldin, die einen in ihren Bann schlägt. Ihr Gegenstück ist der sanfte Marco, der wohl nicht immer so gewesen ist ... Wie wird sich Hazel wohl entwickeln?
Nachdem sich der Leser so langsam in diesem Universum zurechtgefunden und die Flucht der Protagonisten begleitet hat, endet die Geschichte mit einem Cliffhanger, der im nächsten Band sicher für einige interessante Entwicklungen sorgt.

Adäquat verbildlichen Fiona Staples' Illustrationen diese bizarre Story mit ihren betont lockeren Dialogen: bunt und rasant, wie die Handlung selbst. Die Charaktere sind, wenn nicht monströs, oft kantig, aber natürlich wirkend gezeichnet und selbst innerhalb einer Spezies schafft Staples eine Artenvielfalt, die die einzelnen Individuen gut voneinander unterscheiden lässt. Die Szenerien sind abenteuerlich, aber immer nur vorhanden, wenn diese explizit benötigt werden, sodass sie nicht von der eigentlichen Handlung ablenken.

Fazit: ein packender Start in eine neue, recht abgedrehte, fantastische Serie, die gespannt auf die Fortsetzung warten lässt.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Dezember 2013
Brian K. Vaughan wurde 1976 in Cleveland, Ohio geboren. Diese Stadt ist nicht unbedeutend für die US-Comic-Industrie, denn hier kam auch Jerry Siegel zur Welt und hier schuf dieser gemeinsam mit dem Zeichner Joe Shuster mit Superman, den Protyp aller Superhelden. Auch Vaughan arbeitete zunächst als Autor für die Superhelden-Verlage DC und Marvel. Seine größten Erfolge feierte er jedoch außerhalb des Strumpfhosen-Genres mit dem Vertigo-Titeln “Y – The Last Man“, "Ex Machina" und als Autor für die TV-Erfolgsserie “Lost“.

Doch obwohl er mittlerweile auch ein erfolgreicher Drehbuch-Schreiber ist, blieb Vaughan dem Medium Comic treu und schuf gemeinsam mit der kanadischen Zeichnerin Fiona Staples mit “Saga“ eine neue Serie, die in den USA mit zahlreichen Eisner-, Harvey- und Hugo-Awards prämiert wurde. Die Grundidee ist ebenso simpel wie mitreißend. Alana and Marko gehören zwei unterschiedlichen Alien-Völkern an. Insgesamt sehen sie zwar halbwegs menschlich aus, doch während sie über seltsame fledermausartige (aber eigentlich viel zu kleine) grüne Flügel verfügt, hat er nicht nur spitze Elfen-Ohren sondern auch noch Hörner wie ein Widder. Eine Beziehung zwischen Alana und Marko ist schon alles andere als unproblematisch, da ihre Völker verfeindet sind. Als sie dann auch noch ein Kind auf die Welt bringen, werden Kopfgeldjäger auf sie angesetzt. Sie geraten ins Zentrum von Intrigen und galaktischen Konflikten.

Vaughan erzählt eine wild schillernde aber jederzeit nachvollziehbare spannende Geschichte. Es wimmelt nur so von menschlichen Aliens und alle Fans von Star Wars oder Star Trek dürften sich in diesem Universum sofort wohl fühlen. Fiona Staples' lässig hingehauene Zeichnungen bekommen durch die farbenfrohe Computer-Kolorierung ein ganz eigenes Flair. “Saga“ ist bei Cross Cult bestens aufgehoben, denn ein schön aufgemachter Hardcover-Band im geringfügig verkleinerten US-Heft-Format enthält nicht nur die ersten sechs Kapitel von "Saga", sondern zusätzlich auch noch ein interessantes Interview mit Fiona Staples.
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am 13. Januar 2016
3,25 Sterne

Ich weiß nicht... Zum einen fand ich diesen Graphic Novel nicht schlecht, aber zum anderen war ich auch ziemlich enttäuscht.

Ich habe viel geniales über diesen GN gehört und dass er allen gefallen hat. Mich hat die Story und einzelne Bilder auch schon sehr fasziniert, sodass ich es mir dann letztendlich geholt hatte - es gibt sie auch in deutsch, was mich noch mehr angesprochen hat.

Aber leider war die Grundstory das, was mir am meisten gefallen hat, des Öfteren auch der Zeichenstil, den fand ich auf eine einfache Art sehr schön. Aber die Sprache hat mir nicht gefallen. Zwar könnte es an der deutschen Übersetzung liegen, aber es wurde mir zu viel mit sämtlichen Schimpfwörtern und einer obszönen und vulgären Sprache um sich geworfen, was manchmal passend sein kann, aber hier war es übertrieben. Leider. Oder zumindest empfand ich es so.

Trotzdem hatte das Buch einen gewissen Reiz und eventuell lese ich weiter...
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am 7. Juni 2014
Dass der Cross Cult Verlag ein Händchen für Lizenzen hat, hat er schon oft unter Beweis gestellt. Hellboy, The Walking Dead, James Bond und und und...und jetzt Saga! Ich persönlich hatte vorher noch nie etwas von der Serie gehört, weshalb ich erstmal reinlesen musste. Das sah alles toll aus, doch was bringt es einem, wenn die Geschichte nicht fesselt?

Zum Glück konnte mich das Gesamtpaket überzeugen, sodass der Band direkt bestellt wurde. Der Ideenreichtum ist richtig erfrischend, so wie Chew damals ein wenig frischen Wind in das Verlagsprogramm gebracht hatte. Zurecht hat die Reihe eine Max und Moritz Preis Auszeichnung erhalten, denn ohne ein wenig Aufmerksamkeit verschwindet eine so tolle Serie schnell wieder ganz unverdient.
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Alana und Marko sind verliebt.

Viel besser: Alana und Marko sind frisch verheiratet und der Nachwuchs ist bereits auf den Weg. Das junge Familienglück könnte perfekter nicht sein, wenn es da nicht ein kleines Detail gäbe: Beide, Alana und arko sind Soldaten im größte Krieg der Galaxie und normalerweise stehen sie auf der jeweils gegenüberliegenden Seite. Also blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu desertieren, doch das Oberkommando beider Seiten will dies nicht auf sich sitzen lassen und schickt gleichermaßen "Spezialisten" um die flüchtigen Verliebten zu finden und zur Strecke zu bringen.

Eine lange Flucht beginnt, mit dem Ziel eine friedliche Heimat zu finden, in einer Galaxie die nur Hass und Krieg zu kennen scheint...

"Saga" die neue Serie von Brian K. Vaughan (Ex Machina, Y the last man), ist ein recht kruder Mix, den man da geboten bekommt. Fantasy und mythische Wesen aus klassischer Fantasy treffen auf Aliens und Technologie wie aus einer Space Opera, die Dialoge sind teilweise arg trashig und eigetlich dürfte das alles nicht funktionieren.

Wie kommt es dann, dass der Band dann trotzdem vier Sterne erhält?

Weil die Mischung halt doch aufgeht und vor den Augen des Lesers ein originelles und aufregendes neues Universum entworfen wird, welches neugierig darauf macht gemeinsam mit den beiden Hauptfiguren erforscht zu werden. Auf fast jeder Seite findet sich eine neue, mal kranke, mal geniale oder auch schlichtweg absurde Idee und so "unrealistisch" die Figuren auch reden mögen die Leichtigkeit der Dialoge hilft dabei darüber hinwegzusehen und sie schnell ins Herz zu schließen.

Kurz gesagt: man hat Spaß beim lesen und möchte wissen wie es weitergeht.

Und während man sich an den Texte erfreut, bringen einen die Bilder der Zeichnerin Fiona Staples zum schauen, vor allem da sie sich als vielseitiges Talent erweist. Egal ob realistisch anmutende (und schön anzusehede) Charaktere wie Marko oder Alana oder überzeichnetete Aliens, die direkt aus einem Cartoon entsprungen zu sein scheinen, sie kann es zeichnen und nichts davon wirkt fehl am Platz.

Das macht Saga zu einem runden Gesamtpaket und den ersten Band zu einem guten Einstieg, der hoffentlich die Neugierde des Lesers im Verlauf der weiteren Handlung belohnt und zumindest zu dieser Zeit einen guten Eindruck hinterlässt und damit seine vier Sterne wohlverdient hat.
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"Saga" hatte in der amerikanischen und britischen Presse wahre Lobeshymnen ausgelöst. Die Geschichte um zwei Völker, die aus dem gleichen Sternensystem stammen und von denen eines wie Engel aussieht, während das andere mehr an Teufel erinnert und die auf Grund ihrer räumlichen Nähe ihre Konflikte lieber in Stellvertreterkriegen erschöpfen, ist nicht so ganz originell, wenn man sich an ähnliche Storybögen aus den 80ern noch erinnern sollte, aber in diesem Comic sind sie schon ganz gut umgesetzt. Allerdings halte ich die sprechenden Namen einiger Figuren für ein wenig zu sehr "Faust aufs Auge". Aber das mag ja nur mein persönliches Problem sein.

Die beiden Hauptprotagonisten sind Deserteure von jeder Seite, haben geheiratet und nun sogar ein Kind zusammen gezeugt, das von beiden Seiten gerne lebend in Besitz genommen würde - wobei das Überleben der Eltern eher nicht angestrebt. Auf der FLucht vor offiziellen Einheiten beider Armeen, Polizeikräften und Kopfgeldjägern erleben sie und ihre Verfolger allerlei erstaunliche Abenteuer. Erzählt wird das Ganze als Rückblick des Nachkommen, mit dessen Geburt das Buch beginnt - in einem Einleitungspanel, das Freunden alter Heavymetal-Ausgaben mit französischen Titeln darin vertraut vorkommen mag, denn genauso so etwas hat man da immer mal wieder gefunden.

Da die Handlungsbögen noch offen sind hier erst einmal nur vier Sterne - bis vielleicht nach Beenden der Geschichte es zu einer Höherstufung kommt. Auf jeden Fall interessant zu lesen - und auch graphisch sehr überzeugend gestaltet.
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Das Ensemble in "Saga" ist bunt gemischt. Da gibt es beispielsweise eine verbotene Paarung zweier Soldaten unterschiedlicher Rassen. Die feengleiche (aber wie ein Rohrspatz schimpfende) Alana verliebt sich in den Hornträger Marko. Gemeinsam bekommt das Paar ein Kind, das sowohl Hörner als auch Flügel sein eigen nennt. Nachdem die junge Familie aber in dieser Konstellation nicht bestehen darf, wird sie quer durch die Galaxie gejagt.

"Saga" ist eine wilde Mischung aus Fantasy und Science-Fiction. Da gibt es Kopfgeldjäger mit einer Lügendetektorkatze, spinnenähnliche Gegner, aus Holz bestehende Raumschiffe, einen Prostitutionsplaneten, tote Geistteenager, Krieg und mit Alana eine Heldin, die schimpft, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Sie hat ohnehin die besten Zeilen in dem famos und fantasiereich geschriebenen Comic.

Brian K Vaughan, dessen Serie "Y, the last man" mich schon enorm begeistert hat, legt mit Saga wieder eine endzeitliche Erzählung vor. Die Künstlerin Fiona Staples hat das ganze in ansprechende Bilder gekleidet, die komplett am Computer entstanden sind, jedoch nicht steril wirken.

Neben den Cover-Illustrationen der US-Original-Heftausgaben ist im ersten Band auch noch ein Interview mit Fiona Staples enthalten.

Von mir verdiente galaktische fünf Sterne. Selten war ein Sternenritt dermaßen fantasievoll und respektlos dargebracht wie in "Saga". Famos! Schnell mehr davon!
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am 11. August 2014
Ich kann nicht einmal genau sagen, was mich zum Kauf bewegt hat. Irgendwie dachte ich mir, ich versuchs einfach mal.... und manchmal hat man eben Glück.

Ich lese Comics seit 15 Jahren, habe ganze Regale voll zuhause. Saga ist zwischen den Hunderten von Geschichte, die ich gelesen habe ein absolutes Highlight. Die Zeichnungen von Fiona Staples und die Story von Brian Vaughan strahlen eine Coolness aus, die ich lange vermisst habe, ohne es zu wissen.

Hier gibt es keine Klischees, die nicht auf die Schippe genommen werden, es gibt keinen moralischen Zeigefinger, kein überspannter Handlungsbogen. Die Charactere handeln so glaubhaft, liebenswürdig und echt, dass man sich sofort wiederfindet. Die Story ist erwachsen, hat Tiefgang, windet sich unerwartet und überrascht grandios. Emotionale Achterbahnfahrt, sozialkritisch, actionreich.... Perfekt.

Könnte ich sechs Sterne vergeben, würde ich es tun. Eins der besten Comics, die ich je gelesen habe. Absolute Kaufempfehlung. Lieblingscomic. All-Time-Classic.
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am 10. Dezember 2015
Schöne Unterhaltung mit Action, Liebe, flotten Sprüchen. Es geht um Krieg, Familie, Zusammenleben, Treue, Verrat, Pazifismus etc. Klassischer U-Roman Stoff.

Einziger Mangel: Not epic! Zu viel Tiefe sollte man nicht erwarten. Manche Sprüche und Dialoge erschienen mir etwas "prollig".

Trotzdem: ich habe mich hervorraden unterhalten gefühlt und konnte das Buch (die Bücher) kaum zur Seite legen (habe bis Band 5 gelesen).
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am 9. Oktober 2014
Die Story: was hätten Romeo & Julia als nächstes gemacht, nachdem sie doch nicht gestorben wären - nämlich ein Kind und dann vor beiden Seiten fliehen...

Der Comic ist voll genau mein Ding.
Um mal einen der Protagonisten zu zitieren: "Kaum zu glauben. Als wär's extra für mich geschrieben."

Hab nach diesem Band gleich noch die beiden anderen Teile gekauft. Auf dem Tablet sind sie immer am Mann.
Mehr davon!!
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