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Kundenrezensionen

12
4,6 von 5 Sternen
Steam Noir: Das Kupferherz 3
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Oktober 2013
Nach dem vielversprechenden zweiten Teil von »Steam Noir« ist der dritte Band doch ein erheblicher Rückschritt. Die von Verena Klinke verfasste Story tritt streckenweise auf der Stelle. Und Felix Mertikat scheint manchmal derart in seinem eigenen Artwork und im bloß Atmosphärischen zu schwelgen, dass er die Erfordernisse der Erzählökonomie vergisst.

Die Sprache der von Klinke geschriebenen Dialoge ist wieder sehr schön der Diktion der Populärromane des ausgehenden 19. Jahrhunderts angepasst. Störende Anachronismen sucht man diesmal vergebens. Doch die bisweilen sehr gewundene Ausdrucksweise, die als Charakteristikum einer früheren Epoche durchaus ihre Berechtigung hat, sollte vereinbar sein mit einem einigermaßen lebendigen Dialogformat. Klinke gibt indes allzu oft ihrer Neigung nach, Dialoge mit umständlichen Handlungserklärungen aufzublähen. Die Sprechblasen erdrücken dann zunehmend den Bildanteil. Acht bis zehn gut gefüllte Sprechblasen pro Panel kommen mehrfach vor, und das ist definitiv zu viel (siehe beispielsweise S. 21/22 und S. 37). Aus der Erzählung entweicht dann jegliche Dynamik. An anderen Stellen zeigt Klinke allerdings, dass sie durchaus fähig ist, Dialoge zu verfassen, die das Text-Bild-Verhältnis nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

Bei der Konstruktion der Story fällt negativ auf, dass Klinke sich einiger überaus abgenutzter Erzählklischees bedient. Das betrifft zum Beispiel die gegen ihren mächtigen Vater aufbegehrende Tochter von Presteau (S. 34/35). Die gegen den Vater gerichteten Vorwürfe, er würde seine Tochter ›wie eine Anziehpuppe‹ behandeln und in einem goldenen Käfig halten usw., sind entsetzlich abgedroschen. Ähnlich verhält es sich mit der Begegnung zwischen Lerchenwald und Presteau: Holzschnittartig werden zwei gegensätzliche Wissenschaftlertypen gegenübergestellt: der Zyniker und der Moralist, wobei der Moralist – wie es das Klischee verlangt – von einer erschütternden Naivität ist (S. 48 ff.). Es ist ernsthaft zu befürchten, dass die Story in die ausgefahrenen Gleise einer Fünfziger-Jahre-Gedankenwelt steuert. Auch das seltsame Vorwort weist in die Richtung: Da wird Zivilisationskritik auf Margot-Käßmann-Niveau geboten. Das aber wäre deutlich zu wenig, wenn der Ausdruck ›noir‹ sich denn ernsthaft auf mehr als nur graphische Hell-Dunkel-Effekte beziehen soll.

Mertikats Zeichenstil zeigt insbesondere bei der Figurendarstellung Verbesserungen gegenüber den Vorläuferbänden. Expressive Mimiken und Gesten wirken nicht mehr so, als würden die Figuren jedesmal Schmerzen erleiden. Sehr schön ist die Kolorierung, die maßgeblich zu einer trüb-melancholischen Gesamtstimmung beiträgt. Defizite zeigen sich aber dort, wo dramatische Ereignisse inszeniert werden sollen. Gänzlich misslungen sind die Seiten, auf denen Lerchenwalds Sohn entführt wird (S. 42/43). Der Schrecken, die Überrumpelung und Lerchenwalds Hilflosigkeit finden nicht ansatzweise einen angemessenen Ausdruck in Mertikats Inszenierung, vielmehr scheint alles mit einer merkwürdigen Beiläufigkeit und Gleichgültigkeit zu geschehen. Tempowechsel und erzählerische Verdichtung gelingen allerdings besser auf den letzten Seiten des Bandes, die mit einem schönen Cliffhanger abschließen.

Fazit: Der dritte Band leidet unter einigen gravierenden handwerklichen Schwächen. Dies betrifft sowohl die graphische Inszenierung als auch die Dialogführung. Hinzu kommt, dass die Hintergründe der geheimnisvollen Ereignisse der vorangegangenen Bänden sich nun als klischeehafte Konfliktkonstellationen zu enthüllen scheinen. Es ist Klinke und Mertikat zu wünschen, dass sie im abschließenden Band erzählerisch noch einmal die Kurve kriegen und verhindern können, dass die Reihe am Ende von nichts weiter erzählt als von künstlich aufgeblasenen Allerweltskonflikten, die in historischen Kostümen zur Aufführung gebracht werden.
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In dem dritten von vier Bänden hat Felix Mertikat nun auch die Coloration übernommen und dies tut dem Comic gut. Gerade die nun häufiger (aber nicht zu häufig) verwendeten Sepiatöne lassen die Stimmung in den verschiedenen Situationen besser herüberkommen und bringen die Gefühle des Lesers auf den richtigen Level und geben Steam Noir sein einzigartiges Gesicht. Also an dieser Stelle schon mal eine wesentliche Verbesserung. Auch verschont uns Felix Mertikat vor seitenlangen und sinnlosen Actionszenen, stattdessen finden wir wieder schön ausgearbeitete Hintergründe, die sehr gut in die dargestellte Zeit passen. Aber auch Verena Klinke hat dazugelernt, seit sie in Band 2 das Texten übernommen hat. Und in Band drei zeigt sie uns nun, dass sie als Autorin sehr gute Qualitäten hat. Die Geschichte selbst flacht nicht ab und kann immer noch fesseln, dies mag auch daran liegen, daß die Figuren weiter ausgebaut werden und dadurch auch die inneren und äußeren Konflikte sehr gut zu verstehen sind.
Richard Hirschmann, die menschliche Seele in einem von einem Dampfmaschine getrieben Körper, Frau D. die genauso hübsche wie intelligente Ermittlerin und der Bizarromant Heinrich Lerchenberg, der es erst möglich gemacht hatte, daß der Leonardsbund die Chance hat, die ganzen Seelen vernichten zu können. Nun erfahren wir auch endlich weitere Hintergründe zum Seelen-Ghetto und das Ermittlertrio findet das Kupferherz, das Lisa Schönberger am Leben erhält, obwohl ihr Körper schon tot ist und immer weiter verfällt. Doch Lerchenwald will ihr und dem uns schon bekannten Mann mit der Maske, ihrem zurückgekehrten untoten Bruder helfen, das Leid zu beenden.

Der Appendix zeigt uns einen Ausblick auf das Ghetto, von dem man im finalen vierten Band noch etwas zusehen bekommt, sowie jeweils ein sehr schöne Zeichnung von Ingo Römling, Marvin Clifford und Kim Liersch.

Fazit wie schon bei Band 1 und 2:
Aufmachung des Hardcoveralbums, Qualität des Einbandes und der Innenseiten bei dem unschlagbaren Preis, machen es zu einem Muss für jeden Comic-, Steam-Punk- und Fantasy-Krimi-Fan. Die Story selbst strotz nur so von einer tollen Atmosphäre und einem rasanten Geschehen.

Wertung:
5 von 5 Kupferherzen

Rezension © 2015 by
Klaus Spangenmacher für ComicOla.de
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am 29. Juli 2014
Trotz ein paar kleiner Schwächen hat mir Band 3 wieder sehr gefallen. Ich freue mich schon auf Band 4 mit seinen kommenden Einblicken in den Kalendarischen Orden.

Darüber hinaus hoffe ich, daß Mertikat, Klinke, Liersch und Co. sich auch nach Abschluß des "Kupferherz"es nicht zur Ruhe setzen werden, sondern noch möglichst viele weitere Geschichten aus dieser äußerst interessanten Steam-Noir-Welt erzählen werden, die zweifellos noch viele Geheimnisse zu verraten hat.

Schon in Band 2 wurde zunehmend in die Psyche und Vergangenheit der Hauptcharaktere eingetaucht, was hier weitergeführt wird. In Band 1 wurden die Emotionen und Leidenschaften der Figuren vorwiegend in ihren Handlungen artikuliert, während ihre gesprochenen Worte dafür angenehm zurückhaltend waren; das änderte sich schon in Band 2 und mündet in Band 3 zu nunmehr prominent häufigen Äußerungen der wesentlichen persönlichen Motivationen und auch Gefühlserregungen der zentralen Charaktere.

Meine Freude über den gediegenen und ausgesucht höflichen Sprachstil der Figuren, der in Band 1 noch am wundervollsten ausgeprägt war, wurde in Band 3 enttäuscht; denn immer mehr "moderne" Formulierungen finden Einzug, und einige wirken sogar unpassend flapsig. Die Sprechblasen-Aufteilung finde ich auch nicht so ganz gelungen; denn zum einen werden viele großflächige Bilder fast ohne Text, aber leider mit nur wenig Details präsentiert, was dann an anderer Stelle wiederum durch längere Textpassagen "ausgeglichen" werden muß. Zu viel Text ist es insgesamt gar nicht, nur wird manchmal halt extrem viel Text zusammenkonzentriert.

Die Farbgestaltung wird von Band 1 zu 3 immer dunkler und leider auch etwas abwechslungsloser - was vermutlich an den Hintergrund-Szenerien liegt, die vorwiegend von Innenräumen und einigen kargen Stadtansichten geprägt sind, aber nur selten Landschaftsüberblicke bieten. Solche jedoch sind - auch architektonisch - dafür umso interessanter.

Schön ist es, diesmal mehr über das Seelen-Ghetto zu erfahren, und langsam immer mehr über die Machenschaften der Organisationen, die nicht nur ganz offen die Macht in der Kupferwelt-Gesellschaft in den Händen halten, sondern überdies jeweils ihre Pläne und Intrigen vorantreiben.

Ich persönlich hätte mir allerdings generell eine noch stärkere Einbindung der einzigartigen Hintergrund-Ausführungen zur Welt von "Kupferherz" in die erzählte und gezeichnete Geschichte gewünscht, statt sie bloß am Ende von Band 1 in Form längerer Erklärtexte angefügt zu finden... Diese Erzählungweise einer Comic-Geschichte ist in meinen Augen doch stark experimentell.

Noch ein bißchen mehr Steampunk-Details in die Szenerien, an Kleidung und in Interieurs einzubauen, hätte nicht geschadet. Derlei ist zwar hier und dort durchaus vorhanden, aber man muß ganz genau hinsehen, um es in den allzu einfarbigen sowie oft sehr dunklen Bildern erkennen zu können. Speziell Band 3 ist wirklich ausnehmend finster...

Obwohl ich ausführliche Rezensionen schätze, die auch die Nachteile eines Angebotes nicht aussparen, muß ich mich doch über die vorangehende wundern. Estragon bemängelt "abgenutzte" Erzählklischees wie den Grund des Überlaufens der Tochter von Prestau zum "Ermittlungsteam" und den Dialog zwischen Vater und Tochter. Doch das nimmt nur eine einzige (!) Seite im ganzen Comic in Anspruch, während es ebenso bei Leander als auch bei Lerchenwald - und damit bei der ganzen Kupferherz-Story - um Handlungsstränge geht, die durch Gefühle gegenüber Familienangehörigen begründet sind.

Auch wird der (wie Estragon glaubt) von der Autorin Verena Klinke verfaßte Sprechblasen-Teil kritisiert. Aber welcher Außenstehende kennt denn bitte die genaue Aufgabeneinteilung des Erschaffer-Teams des Comics, und kann zuordnen, wer von den Beteiligten über die Größe der Panels und die Aufteilung des Textes in wie viele Sprechblasen bestimmt hat?

Das angebliche Klischee der Gegensätze von "Zyniker gegen Moralist" entspricht meiner Ansicht nach absolut nicht der Wahrheit - sowohl Presteau als auch Lerchenwald sind Charaktere, die beide auf der Seite der "Guten" stehen und auch tatsächlich Gutes tun, die aber doch jeweils ihre Schattenseiten haben, und die auf persönlicher Ebene beide sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart unmoralisch handeln... Ihre Motivationen mögen unterschiedlich sein (die von Presteau sind allerdings wohl noch nicht alle enthüllt), doch von einem "Gegensatz" kann überhaupt keine Rede sein.

"Kupferherz" präsentiert uns weder strahlende Klischee-Helden mit schneeweißer Weste, noch rein "böse" Klischee-Gegenspieler; was ich für eine herausragende Stärke der Geschichte halte. Das vollständig umzuinterpretieren und gerade die vermiedenen Klischees mit Gewalt doch irgendwie "herauszulesen", ist in gewisser Weise eine Kunst.

Ja, die zwei Panels, in denen das zunächst reine Wortgefecht mit Leander in "Aktion" umschlägt und der mechanische Helfer Lerchenwalds Sohn mitnimmt, sind tatsächlich etwas zu steif und urplötzlich ruhig, nachdem Lerchenwald noch während der Diskussion Leander eine Ohrfeige verabreicht hatte... Aber zwei Bilder in einem ganzen Comic lang und breit zu beanstanden erscheint doch ein wenig unverhältnismäßig. Außerdem nehme ich an, daß die Erstarrung Lerchenwalds gerade eben seine bis zur Sprachlosigkeit entsetzte Hilflosigkeit ausdrücken soll; und wir können Lerchenwalds Gesicht hierbei wohl mit Absicht nicht sehen.

Die kritisierte "Fünfziger-Jahre-Gedankenwelt" erscheint genau maßrichtig und voll beabsichtigt; denn schließlich gehört ein kräftiger Schuß Vergangenheits-Nostalgie (meist viktorianisch unabdinglich zum Steampunk-Genre. Und wenn ein Comic "Steam-Noir" heißt ("Film Noir" werden oft Kriminalfilme der 1940er und 1950er Jahre genannt), und Lerchenwalds Kleidungsstil seit den allerersten Seiten von Band 1 in Betracht ziehe, dann wundere ich mich nun wirklich nicht über Fünfziger-Jahre-Gedankengut. Diese Anklänge tauchen ja nicht urplötzlich erst in Band 3 auf.

Und: der abschließende "Cliffhanger" ist gar nicht überraschend, denn schließlich haben wir ja schon im Prolog zu Band 2 gesehen, daß dies irgendwann geschehen mußte. Ich jedenfalls habe darauf gewartet. Es tut mir leid, daß ich mich gedrängt fühlte, Estragon in so vielen Punkten zu widersprechen, aber da Estragons Rezension die bisher letzte war, könnte sie Interessierte mit etwas Pech vom Lesen eines wirklich gelungenen Comics abhalten, und das aus ganz falschen Gründen...

Das Team hinter Kupferherz hat alles in allem mit den bisherigen drei Bänden ein ausgezeichnetes Werk abgeliefert, dessen marginale Schwächen doch wirklich verzeihlich sein sollten. Und sicherlich machen uns die Schöpfer die Freude, aufgrund ihrer wachsenden Erfahrungen mit jedem weiteren Band Geschichte und Hintergrund noch detailreicher, farblich abwechslungsreicher und textmäßig ausgewogener darzubringen.
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Steam Noir – Das Kupferherz 3

Wie die Zeit vergeht! Der 3 Teil von „Steam Noir – Das Kupferherz“ ist erschienen. Schön, daß es mit der Eigenproduktion aus dem Hause Cross Cult so zügig weiter geht.

Felix Mertikat ist als Zeichner und künstlerischer Leiter natürlich wieder dabei, ebenso
Verena Klinke. Die freie Autorin war bereits bei der Entwicklung von Band 1 eingebunden, und hatte Benjamin Schreuder ab dem 2. Teil ersetzt. Auch die Kolorierung hat diesmal Felix Mertikat selbst übernommen.

Die Geschichte ist in der Welt Landsberg angesiedelt, auf den Überresten eines zerbrochenen Planeten, den sog. Schollen, die durch Metallkonstruktionen zusammengehalten werden. Auf der Welt existieren mehrere unterschiedliche Städte und Staaten, die recht unterschiedlich ausgeprägt sind. Wie der Name 'Steam Noir' schon suggeriert, ist die Geschichte dem Genre Steampunk zuzuordnen, d.h. die Gesellschaft und Kleidung sind viktorianisch geprägt, jedoch auf einer höheren Technikstufe, bei der Roboter, künstliche Prothesen und natürlich Dampfkraft eine wichtige Rolle spielen. Zusätzlich wird die Handlung hier noch übernatürlichen Elementen angereichert.

Heinrich Lerchenwald ist ein 'Bizarromant' vom Leonardsbund, d.h. er ist ist Ermittler in Sachen Seelen und Geister. Auf Landsberg gehen diese Geisteraktivitäten jedoch über ein normales Maß hinaus. Sobald ein Geist bzw. eine Seele aus dem Reich der Toten, der Insel Vineta, wiederkehrt, kommt es zu schrecklichen Veränderungen von Lebewesen, die mit Gegenständen verschmelzen, und ähnlichen morbiden Unglücken.
Lerchenwald zur Seite stehen Richard Hirschmann, eine menschliche Seele in einem dampfbetriebenen Robotkörper sowie Frau D., eine hübsche und kluge Ermittlerin.
Das Team ist nach wie vor mit den Ermittlungen zu dem geheimnisvollen"Kupferherz" beschäftigt.

Lerchenwald ist dem Geheimnis auf der Spur. Er bekommt einige Informationen von dem Mann mit der Maske, der schon in den Vorgängerbänden für Aufsehen sorgte. Es stellt sich heraus, daß er der Bruder des Mädchens ist, welchem das geheimnisumwitterte Kupferherz als Prothese eingesetzt wurde. Dieses Mädchen ist tot (und verwest), kann jedoch, da sie an das pulsierende Herz gebunden ist, nicht sterben. Der Mann mit der Maske bittet Lerchenwald, das Mädchen zu erlösen, doch das ist schwerer als gedacht....

Fazit:

Die Kreativität von Felix Mertikat und Verena Klinke ist ungebremst.
Ein komplettes Universum mit vielen Rätseln und Wundern wartet darauf, vom Leser entdeckt zu werden. Und endlich, endlich gibt es Antworten auf Fragen, die dem Leser schon seit Band 1 auf der Seele brennen.

Daß Zeichnungen und Kolorierung nun aus einer Hand kommen, merkt man deutlich. Insgesamt ist dies der Band mit dem harmonischsten Bildern. Speziell die Sepia-Töne passen gut zur Stimmung der Serie, z.B. zur zerstörten Architektur mit dem Äther im Hintergrund.

Die Geschichte lebt aber nicht nur von den Zeichnungen, sondern auch von den ausgefeilten Dialogen. Hier wird nicht mit plumper Action geblendet, sondern der Leser kann sich auf gut charakterisierte Figuren freuen.

Präsentiert wird das ganze als großformatiger Hardcoverband, zwar etwas kleiner als das Standardalbum, aber sehr gut verarbeitet. Im Bonusteils gibt es diesmal Zeichnungen von Ingo Römling, Kim Liersch und Marvin Clifford.

Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, endlich den Abschlußband 4 in den Händen zu halten.

(project:equinoX)
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am 7. Juni 2014
Ich kenne Felix persönlich und er ist ein Künstler durch und durch. Wer ihn mal ohne Hut angetroffen hat, hatte wirklich Glück. Seine Liebe zum Detail merkt man in all seinen Büchern. Jakob hat mich damals begeistert und obwohl Steam Noir in eine ganz eigene und andere Richtung geht, bleibt er sich in seiner Erzählweise doch treu. Zeichnerisch ist das Güteklasse A, erzählerisch ebenfalls. Das Szenario macht Spaß, denn die Atmosphäre sucht Ihresgleichen. Ich hatte zunächst nur in der Comix reingelesen, doch die Cross Cult Ausgabe ist da natürlich was ganz anderes. Hochwertiges Papier und ein schicker Hardcover Band geben dem Inhalt die angemessene Präsentationsform. Ich bin gespannt wie die Geschichte enden wird und hoffe hier eine langlebige Serie entdeckt zu haben!
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am 8. Juni 2014
Band 3 führt weiter, was die ersten beiden Bände ebenfalls schon richtig gemacht haben. Die Umgebungen sind liebevoll gestaltet, sodass man sich zu jeder Zeit in die Epoche versetzt fühlt. Die Geschichte selbst hält das Niveau und überzeugt auch weiterhin mit guten Charakteren und einer stimmigen Präsentation.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Heinrich Lerchenwald hat einen Durchbruch im Fall Lisa Schönberger erzielt. Ihr wiedergekehrter, untoter Bruder hat ihn zu ihr geführt, wo sie trotz des zerfallenen Zustands ihres Körpers wegen des Kupferherzes nicht vollkommen sterben kann. Lerchenwald verspricht dem Geschwisterpaar zu helfen und trifft seine Vorbereitungen, während sich im Hintergrund weiterhin die blinden Tage ankündigen und der Leonardsbund sich weiterhin anschickt die Seelen zu Gänze auszurotten.

Der dritte Band der Serie "Steam Noir" setzt die Geschichte aus den ersten beiden Bänden nahtlos fort. Der Plot schreitet ohne große Probleme voran, die Figuren gewinnen weiterhin an Tiefe, der Bösewicht bleibt böse und am Ende werden die Weichen für den letzten Teil gelegt und man ist gespannt wie alles ausgeht. So gesehen wird man also nicht großartig auf die Folter gespannt, sondern wird Zeuge wie die nötigen Konflikte aufgebaut werden, um richtig für Spannung zu sorgen, damit man ach ja mit Lerchenwald und seinen Kollegen mitfiebern kann. Gute Kost also, die bis auf einige tiefere Konversationen sich jedoch noch nicht von anderen ebenfalls "guten" Comics unterscheidet.

Was jedoch weiterhin heraussticht sind Feliix Mertikats Zeichnungen, der weiterhin ein Talent für bizarre Gestalten und die Ästhetik des neunzehnten Jahrhunderts beweist und weiterhin das eigentliche Highlight des Bandes stellt. Ohne ihn hätte Steam Noir nicht sein einzigartiges Gesicht und wird es hoffentlich selbst nach Ende dieser ersten Tetralogie beibehalten, da die Welt und das Setting weiterhin einiges an schlummernden Potenzial besitzt, welches derzeit noch nicht zu Gänze genutzt wird. Dies sieht man zum Beispiel am im Hintergrund laufenden Konflikt bei dem der Leonardsbund seine Spezialwaffen einsetzt, um die Seelen zu vernichten, was durch die Forschung Heinrich Lerchenwalds möglich geworden war (zu dessen Leidwesen), der der Geschichte wohl Tiefe verleihen soll, jedoch bis jetzt eher unnötig wirkt und nicht vertieft wird. Vielleicht sollen Parallelen zwischen Lerchenwald und dem Prothesendoktor Presteau und deren unterschiedliche Ansichten zum Thema Wissenschaften gezogen werden, doch wenn dem so sein sollte, entzieht sich dem Rezensent dieser Vergleich zunächst. Aber vielleicht wird auch dieser Handlungsstrang im letzten Band endlich aufgegriffen und zufriedenstellend zu Ende geführt.

Bis dahin verbleibt auch Band 3 ein "guter" Mittelband, einer guten Serie aus deutschen Landen, bei der sogar die Möglichkeit besteht, dass sie auch in Übersee ein Erfolg werden wird.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juni 2013
Mit der Reihe Steam Noir: Das Kupferherz, entführen uns Felix Mertikat und Verena Klinke in eine bizarre Welt, in der futuristische Technik mit den Mitteln des wilhelminischen Deutschlands verschmolzen ist. Diese Welt lebt in der ständigen Bedrohung durch die unheimliche Scholleninsel Vineta, von wo, aus bisher ungeklärten Gründen die Seelen der Verstorbenen zurückkehren.
Und in eben diese Wellt werden wir als Leser versetzt, um die Geschehnisse um ein Ermittlertrio zu verfolgen, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte.

Zum einen ist da die taffe Tatortermittlerin Frau D, die stets auf ihre Unabhängigkeit bedachte und kühl wirkende Logikerin der Gruppe.
Als Gegenpol zu ihr, dient Richard Hirschmann. Die beseelte Maschine ist der sanfte Riese, der eigentlich alles andere als Menschlich sein sollte und es dennoch aus vollem Herzen ist.
Als dritter im (Leonards-)Bunde und treibende Kraft des Teams, ist da noch Heinrich Lerchenwalt, der schicksalsgebeutelte, tragische Held der Geschichte.

Diesen drei Hauptakteuren folgen wir als Leser durch die verwüsteten Szenarien von Januskoogen: Wir durchwaten die Ruinen des überschwemmten Aurich, erhaschen ein kurzen Blick in ein Seelen-Ghetto und statten der opulenten Villa des Dr. Presteau einen Besuch ab. All dies wirkt dank Mertikats Zeichnungen faszinierend fremdartig und zugleich beunruhigend vertraut.

Nicht weniger fesselnd sind die gelegentlichen Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten. Diese werden von Wissensdurst, Pflichtbewusstsein und Idealismus getrieben, immer tiefer und tiefer in die geheimnisvolle Welt aus Intrigen und dunklen Machenschaften verstrickt.

Im dritten Band dieser fantasievollen Reise wird nun endlich das namensgebende Kupferherz gefunden, Lerchenwals todkranker Sohn entführt und ein verrückter Wissenschaftler strebt die Unsterblichkeit an. Im verzweifelten Versuch noch rechtzeitig die Zusammenhänge zwischen all diesen Ereignissen aufzuklären, beschließen die drei Helden alle Karten völlig neu zu mischen und das Schicksal, nicht nur ihrer eigenen Welt, in die Hand zu nehmen...
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am 22. Januar 2014
..es war genau dass was ich erwartet hatte..spannend, interessant ..etwas für Comic-Liebhaber und Science-Fiction Fans!
alles in allem Lohnenswert !
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am 12. Juli 2013
Beschreibung

In Januskoogen geht die Vernichtung der wiedergekehrten Seelen voran und nimmt schnell ungeahnte Ausmaße an. Bizarromant Heinrich Lerchenwald trifft auf die Seele des Bruders des eingemauerten Mädchens Lisa Schönberger und tifft mit ihm die Vereinbarung ihm zu helfen.

In einem Versteck wacht der Wiederkehrer über seine todkranke Schwester. Heinrich Lerchenwald trifft um sein Versprechen einzulösen folgenschwere Entscheidungen und hintergeht dabei sogar seine Freunde Richard Hirschmann und Frau D. Dabei begiebt er sich in größte Gefahr…

Meine Meinung

Im dritten Teil von “Steam Noir – Das Kupferherz” nehmen Felix Mertikat und Verena Klinke die Geschichte nahtlos auf und treiben die Handlung weiter voran. Bizarromant Heinrich Lerchenwald übernimmt im diesem Teil eine tragende Rolle. Man erfährt mehr über seine Vergangenheit und in seinen Ermittlungen macht er endlich bedeutende Fortschritte.

Das Geheimnis um den ominösen Wiederkehrer wird gelüftet und Heinrich Lerchenwald geht dem Geheimnis um das Kupferherz auf die Spur. Es werden somit jede Menge Weichen für den Abschlussband dieser genialen Comic-Reihe gestellt. Wie in den beiden Vorgäner-Comics baut sich eine angenehme Spannung auf und es lässt sich wunderbar mit den Charakteren mitfiebern.

Besonders herausstechend ist Felix Mertikats Talent, bizarre Figuren mit seinen Zeichnungen zum Leben zu erwecken. Die Verschmelzung zwischen futuristischer Technik und dem Zeitalter des 19. Jahrhunderts gelingt ihm nahezu perfekt. Sehr eindrucksvoll wurden auch die Hanldungsorte in Szene gesetzt, es wird der Glanz der luxuriösen Villa des Dr. Presteau hervorgehoben und durch überschwemmte Ruien gewatet.

Außerdem gewinnen die Charaktere durch die anspruchsvoll ausgearbeiteten Szenen an Tiefe. Zudem lässt sich die Konversation durch die übersichtlich angeordneten Sprechblasen leicht verfolgen. Im Ganzen gestehen eine Glanzleistung des Autorenteams! Ich vergebe 5 von 5 Grinsekatzen.

Über die Autoren

Felix Mertikat wurde 1983 in Esslingen geboren und versuchte sich nach dem Abitur zuerst an einem Biologie-Studium. Danach entschied sich Felix Mertikat für die Filmakademie. Neben dem Studium hat er als Illustrator für diverse Verlage und Projekte gearbeitet. Sein Comicdebüt “Jakob” entstand in Zusammenarbeit mit Benjamin Schreuder und wurde direkt von der Frankfurter Buchmesse mit dem Sondermann-Preis ausgezeichnet.

Nach ihrem Abitur 2009, wollte Verena Klinke Regisseurin werden. Doch an der Filmakademie Baden-Württemberg fand sie schnell heraus, dass ihr das Geschichten schreiben im Blut liegt. Seither versucht sich Verena Klinke als freie Autorin. Steam Noir ist ihr erstes Comic-Projekt.

Information zur Reihe

1. 2011 Steam Noir – Das Kupferherz 1 2. 2012 Steam Noir – Das Kupferherz 2 3. 2013 Steam Noir – Das Kupferherz 3 4. 201? Steam Noir – Das Kupferherz 4 (erscheint 201?)

Fazit

Ein absolutes Highlight für Steampunk Fans!

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 12.07.2013
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