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5.0 von 5 Sternen Ressentiments, 21. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: In einer deutschen Pension. (Broschiert)
Katherine Mansfield porträtiert in Ihren Geschichten geschickt verschiedene sich zufällig in einem deutschen Kurort befindliche Personen.
Dabei bedient sie sich überaus erfolgreich des Stilmittels der Satire, um Gesellschaftskritik zu üben und Klischees zu bestätigen oder ad absurdum zu führen.
Einfach macht es uns Katherine Mansfield dabei jedoch nicht, auch wenn man die uns angeborene Abneigung, eigene Fehler einzugestehen, erstmal wegläßt. Zu pointiert führt Sie uns unser "Deutschtum" vor die Augen, um ungerührt zu bleiben. Mit wenig Selbstironie begabte Hörer werden hier nichts zu lachen haben.
Alle anderen werden sich köstlichst amüsieren und sich vielleicht die Printausgabe zulegen, da dieses Hörbuch nur 6 Geschichten umfaßt.
Katherine Mansfields Schreibstil ist äußerst präzise, dabei aber hintergründig und schneidend scharf. So mancher Seitenhieb wirkt erst im Nachhall. So kann man nur empfehlen, gelegentlich die Pause-Taste zu betätigen, um das Gehörte gebührend sinken zu lassen. Nicht umsonst gehörte sie Virginia Woolfs literarischem Zirkel an, die genau wie Sie dafür bekannt war, mit Ihrer spitzen Zunge nicht hinter dem Berg zu halten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch heute noch amüsant zu lesen, 8. Februar 2013
Von 
Herbert Huber (Wasserburg am Inn, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In einer deutschen Pension (Gebundene Ausgabe)
"In einer deutschen Pension" war das erste von Katherine Mansfield publizierte Buch, erschienen 1911. Mansfield verarbeitete darin ihre Eindrücke vom Aufenthalt in Bad Wörishofen. Im Jahr 1909 war sie von ihrer Mutter in ein bayerisches Kloster geschickt worden um unauffällig zu entbinden. Sie wechselte in eine Pension nach Bad Wörishofen. Der Aufenthalt endete vorzeitig mit einer Fehlgeburt.
Mit diesen 13 Erzählungen fand die Autorin in der literarischen Welt Beachtung.
Mansfield beschreibt alltägliche Situationen im deutschen Kurbetrieb von 1909. Die Gäste im fiktiven Ort sitzen bei Tisch und führen Gespräche, oft über Verdauungs- und andere Gesundheitsprobleme, über Schwangerschaft und Geburt und über nationale Besonderheiten. In den meisten Geschichten teilt uns eine Ich-Erzählerin ihre Beobachtungen mit. Sie beschreibt scheinbar objektiv und doch in gewisser Weise mitfühlend. Nie fällt von ihr selbst ein böses Wort über andere, allenfalls eine absetzende oder überhebliche Bemerkung.
Sie erzählt Merkwürdigkeiten und Banalitäten. Die Stories haben keinen Plot und entfalten sich nicht. Allerdings schwingt überall eine gewisse Ironie mit und durch die Häufung und Hervorhebung banaler oder skuriller Verhaltensweisen ergibt sich ein Überlegenheit der Ich-Erzählerin. Das hat man der Mansfield gehörig angelastet.
Elisabeth Schnack schrieb dazu in der hier besprochenen deutschen Ausgabe der Edition Büchergilde eine meinungsfreudige Biografie. Zahlreiche Hinweise tragen zum Verständnis der Prosa Mansfields bei. Ihr Urteil: „In ihren größten Erzählungen ist jeder Satz bedeutungsschwer. Die unscheinbarste Bemerkung darf nicht »überlesen« werden” (S. 200).
"In einer deutschen Pension" enthält grossartige Sketche aus dem Kurbetrieb, die durchaus heute noch bestehen. Man lernt vieles aus dem Leben des gehobenen Bürgertums am Ende der Kaiserzeit in Deutschland kennen. Gar manches ist auf heutige Gespräche und Verhaltensweisen übertragbar. Höchst amüsant zu lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein charmantes Fräulein :), 18. Mai 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Verheiratet zu sein bedeutet für mich nicht treu zu sein, denn wozu hat man einen Körper mitbekommen, wenn man ihn wie eine kostbare Geige in einen Kasten schließen muss?"
Katherine Mansfield in einem Brief

Katherine Mansfield, eine wendige Persönlichkeit, eine freche Frau mit einem bravourösen Intellekt und einer spitzen, in späteren Werken geschliffenen Zunge, die nur 34 Jahre alt werden durfte; zweimal starb ihr Kind noch vor der Geburt. Doch mit ihrem schon beneidenswerten Spott, der sich um ihre Liebenswürdigkeit und Sprache legte wie eine zweite Haut, gehört sie zu den lesenswertesten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts.

Es ist traurig das sie in deutschen Gefilden so sehr in Vergessenheit geraten ist; dabei hat sie doch alles, was wir so dringend (in unserer Literatur) brauchen: Witz, Charme, Esprit und eine unverwechselbare Lebensnähe in jeder einzelnen ihrer kleinen Geschichten.

"In einer deutschen Pension" ist ihr erster von drei zu ihren Lebzeiten erschienen Erzählbänden, den sie größtenteils in der Zeit die sie in einer deutschen Kur-Pension zubrachte schrieb, nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte. Viel Bitterkeit paart sich hier mit Menschenkenntnis, Zynismus mit subtilem Humor, lebendige Gesten mit fast schon karg anmutenden und unter der Oberfläche lebenden Gestalten - Katherine Mansfield ist die wahre Erfinderin der nüchtern-zweischneidigen Short Story, die nachher durch Hemingway und Raymond Carver ihre Berühmtheit erlangte. Natürlich ist deren Stil noch karger, noch mehr nach Hemingways Theorie vom Eisberg, bei dem nur ein 5tel oben schwimmt und der Rest stets unter der Oberfläche bleibt. Bei Katherine Mansfield wäre es, in diesen frühen Erzählungen - die zwar nicht untypisch, aber ab und zu noch etwas formlos sind - vielleicht 1/3 oben und 2/3 unter der Oberfläche.

Vor allem ist dieses Buch eine amüsante, kurze Lektüre; es geht viel ums Kinderkriegen, um die Rolle von Frauen (die, die die Kinder kriegen) und immer wieder um die kleinen spitzen Vorurteile und Reden, die geschwungen werden und mit jedem Charakter so verwachsen scheinen, als sei nicht der Charakter der Träger dieser, sondern diese seien die Träger des Charakters.
Mansfield erzählt subtil und mit bedacht eingestreuten Höhepunkten und Flauten; sie komponiert ihre Geschichten wie Klaviersonaten, wo natürlich auch ein "Scherzo" nicht fehlen darf:
(-gerade hat eine kleine bunte Truppe von Leuten mit der Ich-Erzählerin einen 8 Kilometer langen Fußmarsch zu einem Dorf zurückgelegt und im Wirtshaus sich erholt-)

>>Elsa beugte sich plötzlich zu Fritz hinüber und flüsterte ihm etwas zu, und nachdem er sie bis zum Ende angehört und sie dann gefragt hat, ob sie ihn liebe, stand er auf und hielt eine kleine Ansprache.
"Wir... wir möchten unsre Verlobung mit einer Einladung an Sie alle feiern, mit uns im Wagen des Wirtes heimzufahren - falls - falls wir alle reinpassen."
"Oh, was für ein wunderbarer, nobler Einfall", rief Frau Kellermann und stieß einen Seufzer der Erleichterung aus, der zwei ihrer Korsetthaken hörbar sprengte.<<

Ich kann diese frivolcharmante Dame nur jedem ans Herz legen, der lächeln, lernen, beobachten und lesen und das alles zugleich will.
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5.0 von 5 Sternen Vorurteile vorprogrammiert, 25. Oktober 2005
Katherine Mansfield porträtiert in Ihren Geschichten geschickt verschiedene sich zufällig in einem deutschen Kurort befindliche Personen.
Dabei bedient sie sich überaus erfolgreich des Stilmittels der Satire, um Gesellschaftskritik zu üben und Klischees zu bestätigen oder ad absurdum zu führen.
Einfach macht es uns Katherine Mansfield dabei jedoch nicht, auch wenn man die uns angeborene Abneigung, eigene Fehler einzugestehen, erstmal wegläßt. Zu pointiert führt Sie uns unser "Deutschtum" vor die Augen, um ungerührt zu bleiben. Mit wenig Selbstironie begabte Hörer werden hier nichts zu lachen haben.
Alle anderen werden sich köstlichst amüsieren und sich vielleicht die Printausgabe zulegen, da dieses Hörbuch nur 6 Geschichten umfaßt.
Katherine Mansfields Schreibstil ist äußerst präzise, dabei aber hintergründig und schneidend scharf. So mancher Seitenhieb wirkt erst im Nachhall. So kann man nur empfehlen, gelegentlich die Pause-Taste zu betätigen, um das Gehörte gebührend sinken zu lassen. Nicht umsonst gehörte sie Virginia Woolfs literarischem Zirkel an, die genau wie Sie dafür bekannt war, mit Ihrer spitzen Zunge nicht hinter dem Berg zu halten.
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5.0 von 5 Sternen Auf's Dach gestiegen, 21. Oktober 2005
Katherine Mansfield porträtiert in Ihren Geschichten geschickt verschiedene sich zufällig in einem deutschen Kurort befindliche Personen.
Dabei bedient sie sich überaus erfolgreich des Stilmittels der Satire, um Gesellschaftskritik zu üben und Klischees zu bestätigen oder ad absurdum zu führen.
Einfach macht es uns Katherine Mansfield dabei jedoch nicht, auch wenn man die uns angeborene Abneigung, eigene Fehler einzugestehen, erstmal wegläßt. Zu pointiert führt Sie uns unser "Deutschtum" vor die Augen, um ungerührt zu bleiben. Mit wenig Selbstironie begabte Hörer werden hier nichts zu lachen haben.
Alle anderen werden sich köstlichst amüsieren und sich vielleicht die Printausgabe zulegen, da dieses Hörbuch nur 6 Geschichten umfaßt.
Katherine Mansfields Schreibstil ist äußerst präzise, dabei aber hintergründig und schneidend scharf. So mancher Seitenhieb wirkt erst im Nachhall. So kann man nur empfehlen, gelegentlich die Pause-Taste zu betätigen, um das Gehörte gebührend sinken zu lassen. Nicht umsonst gehörte sie Virginia Woolfs literarischem Zirkel an, die genau wie Sie dafür bekannt war, mit Ihrer spitzen Zunge nicht hinter dem Berg zu halten.
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5.0 von 5 Sternen Unter einem Dach, 21. Oktober 2005
Katherine Mansfield porträtiert in Ihren Geschichten geschickt verschiedene sich zufällig in einem deutschen Kurort befindliche Personen.
Dabei bedient sie sich überaus erfolgreich des Stilmittels der Satire, um Gesellschaftskritik zu üben und Klischees zu bestätigen oder ad absurdum zu führen.
Einfach macht es uns Katherine Mansfield dabei jedoch nicht, auch wenn man die uns angeborene Abneigung, eigene Fehler einzugestehen, erstmal wegläßt. Zu pointiert führt Sie uns unser "Deutschtum" vor die Augen, um ungerührt zu bleiben. Mit wenig Selbstironie begabte Hörer werden hier nichts zu lachen haben.
Alle anderen werden sich köstlichst amüsieren und sich vielleicht die Printausgabe zulegen, da dieses Hörbuch nur 6 Geschichten umfaßt.
Katherine Mansfields Schreibstil ist äußerst präzise, dabei aber hintergründig und schneidend scharf. So mancher Seitenhieb wirkt erst im Nachhall. So kann man nur empfehlen, gelegentlich die Pause-Taste zu betätigen, um das Gehörte gebührend sinken zu lassen. Nicht umsonst gehörte sie Virginia Woolfs literarischem Zirkel an, die genau wie Sie dafür bekannt war, mit Ihrer spitzen Zunge nicht hinter dem Berg zu halten.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter deutschen Dächern, 15. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: In einer deutschen Pension (Audio CD)
Katherine Mansfield porträtiert in Ihren Geschichten geschickt verschiedene sich zufällig in einem deutschen Kurort befindliche Personen.
Dabei bedient sie sich überaus erfolgreich des Stilmittels der Satire, um Gesellschaftskritik zu üben und Klischees zu bestätigen oder ad absurdum zu führen.
Einfach macht es uns Katherine Mansfield dabei jedoch nicht, auch wenn man die uns angeborene Abneigung, eigene Fehler einzugestehen, erstmal wegläßt. Zu pointiert führt Sie uns unser "Deutschtum" vor die Augen, um ungerührt zu bleiben. Mit wenig Selbstironie begabte Hörer werden hier nichts zu lachen haben.
Alle anderen werden sich köstlichst amüsieren und sich vielleicht die Printausgabe zulegen, da dieses Hörbuch nur 6 Geschichten umfaßt.
Katherine Mansfields Schreibstil ist äußerst präzise, dabei aber hintergründig und schneidend scharf. So mancher Seitenhieb wirkt erst im Nachhall. So kann man nur empfehlen, gelegentlich die Pause-Taste zu betätigen, um das Gehörte gebührend sinken zu lassen. Nicht umsonst gehörte sie Virginia Woolfs literarischem Zirkel an, die genau wie Sie dafür bekannt war, mit Ihrer spitzen Zunge nicht hinter dem Berg zu halten.
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In einer deutschen Pension
In einer deutschen Pension von Elisabeth Schnack (Übersetzung und Nachwort) (Gebundene Ausgabe - 12. Dezember 2012)
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