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Kundenrezensionen

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am 3. Februar 2013
Die Handlung:
Seit dem Selbstmord von Janes Vater hat sich alles verändert. Jane kommt mit dem Verlust nicht zurecht und bekommt starke psychische Probleme. Mehrmals versucht sie sich umzubringen und kommt deshalb in eine Psychatrie. Dort plant sie ihren perfekten Selbstmord. Nach außen hin benimmt sie sich, wie es erwartet wird, doch in Wahrheit möchte sie nur für ein paar Tage entlassen werden, um sich umzubringen. Doch dann kommt alles anders. Das Flugzeug in dem sie sterben wollte, stürzt ab und sie überlebt zusammen mit Paul. Nun muss sie sich entscheiden. Will sie einfach aufgeben oder kämpfen?

Meine Meinung:
Selten ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu bewerten. Meistens weiß ich recht schnell, was ich von einem Buch halten soll.
Hier ist das nicht so, denn es gibt einige positive Aspekte, aber auch einige negative.
Zuerst lernt man als Leser Jane und ihre Geschichte kennen. Den Einstieg finde ich gut gewählt und mir hat die Umsetzung, wie Jane ihre Pläne verfolgt gut gefallen. Ihre psychischen Probleme sind dabei authentisch dargestellt. Ob der Auslöser, dass ihr Vater gestorben ist realistisch ist, ist fraglich. Darüber könnte man gewiss diskutieren. Es gibt bestimmt ganz viele Kinder, die mit dem Tod des Vaters zurechtkommen, aber bei manchen könnte das auch zu einer psychischen Erkrankung führen, je nachdem, wie labil der Mensch sowieso schon sind.

Dann stürzt sie ab und beschließt zu kämpfen. Diesen Punkt finde ich etwas zu weit hergeholt. Das ging mir zu schnell, denn sie entscheidet sich durch den Absturz etwas zu schnell fürs Leben. Zwar glaube ich schon, dass solch ein Ereignis einen Schalter im Menschen umlegen kann, aber bei Jane ist es mir einfach schwer gefallen, ihre Entscheidung nachzuvollziehen. Wäre Paul nicht geswesen, hätte ich ihren Lebenswillen als mehr als unglaubhaft beschrieben.

Das Buch wird in der Kurzbeschreibung als hochdramatisches Abenteuer beschrieben. Dem kann ich so nicht zustimmen. Zwar ist der Überlebenskampf der zwei sehr interessant und eindrucksvoll beschrieben, aber Spannung kommt nur gering auf. Die Handlung plätschert lange vor sich hin und die wenigen dramatischen Stellen sind schnell überwunden.
Einzig das Ende konnte mich völlig überzeugen. Zum Schluss vermittelt das Buch so viele starke Emotionen, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und ich finde sie insgesamt gut in die Handlung integriert.

Die Protagonisten:
Ich finde es generell immer schwer mich in Protagonisten mit psychischen Problemen hineinzuversetzen.
Bei Jane ist das nicht anders. Es ist schwierig nachzuvollziehen, warum sie sich umbringen möchte. Oft hatte ich den Eindruck, dass sie selber nicht weiß, ob sie nur Aufmerksamkeit haben möchte oder tatsächlich keinen Lebenswillen mehr hat. Allein ihr Plan sich mit Tabletten umzubringen, ist schon seltsam. Oft erbrechen die Menschen die Tabletten und werden höchstens bewusstlos. Nicht viele sterben so wirklich. Auf mich wirkt alles nur nach einem Hilfeschrei und das würde auch erklären, wieso sie sich dann für das Leben entscheidet. Mit der Zeit wird sie mir sympathischer, aber oft bleiben ihre Handlungsweisen nicht nachvollziehbar. Was mich sehr gestört hat, ist ihre Einstellung, dass die Selbstmordgefahr vererbt wurde. Irgendwie wirkt das so, wie es beschrieben wurde, doch eher unglaubhaft.
Paul war mir am Anfang durchaus sympatisch, aber es stört mich, dass auch er eine tragische Vergangenheit hat. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist an sich recht gut. Er ist leicht und locker zu lesen und in Jugendsprache gehalten. Leider fehlt ein richtiger Spannungsaufbau, dafür ist er sehr emotional und teilweise zu detailliert.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektie von Jane geschrieben, was auch nötig ist, um Janes Handlung entfernt nachvollziehen zu können.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ein Traum und wird viele Coverkäufer dazu verleiten das Buch zu kaufen. Es gefällt mir auch viel besser, als das Original. Es lässt sich auch einiges in das Cover und auch in den Titel hineininterpretieren, was mir gut gefällt.

Fazit:
Alles in allem finde ich "Survive" nicht schlecht, aber es fehlt das gewisse Etwas. Die Handlung plätschert lange Zeit nur so dahin und ich hatte Probleme mich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Das Ende und die starken Emotionen haben mir dagegen gut gefallen.
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am 16. Februar 2013
Die Geschichte:
Jane ist eine Planerin. Sie lebt im ‘Life House’, einer Klinik für Jugendliche mit Problemen. Vor kurzem hat Jane zwei Selbstmordversuche hinter sich, die sie selbst ‘Zwischenfälle” nennt. Sie kommt aus einer Familie mit vielen Problemen, denn auch ihr Vater und dessen Mutter haben sich selbst das Leben genommen. Und auch Jane ist mit ihrem Leben nicht zufrieden und plant nun also zum 3. Mal, sich selbst umzubringen, und zwar diesmal in einem Flugzeug. Alles klappt, wenn auch gerade so, doch kaum ist Jane im Flugzeug, beginnt das Dilemma. Ein nerviger Skifahrer sitzt neben ihr und das Flugzeug gerät in Turbolenzen. Sie ist gerade dabei, die verschiedensten Pillen einzunehmen, um dann ins Nirvana abzudriften und zu sterben, als das Flugzeug in Schieflage gerät und beginnt, abzustürzen. Kurz darauf findet sie sich auf dem Boden der Toilette wieder. Sie realisiert, was passiert ist: Das Flugzeug ist abgestürzt und auseinander gefallen. Jane scheint die einzige Überlebende zu sein. Doch dann findet sie ihren Sitznachbarn, den Skifahrer Paul, der in einer Schlucht gefangen ist und aufgrund seines klemmenden Sicherheitsgurtes nicht in der Lage ist, sich zu befreien. Doch mit ihrer Hilfe schafft er es. Von nun an sind beide ein Team und kämpfen ums Überleben. Doch nicht alles läuft, wie es soll, und dass beide zwischen Hass und Zuneigung hin- und hergerissen sind, macht das Überleben nicht einfacher. Jane muss über ihre Grenzen gehen, um sich und Paul zu retten.

Meine Meinung:
‘Survive’ ist ein Buch, bei dem schon das Cover das Interesse weckt. Es ist, wie schon oben erwähnt, ein Traum. Die Geschichte ist jedoch etwas krasser, jedoch nicht weniger interessant. Es thematisiert besonders den Tod durch Selbstmord. Für Jugendliche ein sehr außergewöhnliches Thema. Doch durch die Schreibweise, die aus Janes Sicht geschrieben ist und in der sie zu dem Leser spricht, wird man in ihr Leben hineingezogen. Das hat Herr Morel wirklich gut mit seinem Schreibstil hinbekommen. Man versucht, Janes Gründe für die Selbstmordversuche zu verstehen, was mir persönlich nicht sehr leicht gefallen ist. Sie wollte Aufmerksamkeit, so scheint es. Und das waren ihre Versuche, um sich diese von ihrer Mutter zu verschaffen. Es ist wirklich sehr interessant zu lesen, wie sich nach dem Flugzeugabsturz in Jane der Wunsch nach dem Tod in den Wunsch zu überleben wandelt. Auch ist es toll zu lesen, wie Jane über ihre Grenzen hinaus geht und Dinge tut, zu denen sie normalerweise vermutlich nie in der Lage gewesen wäre. Paul ist für mich schwer einzuschätzen. Mal ist er ein Vollidiot, mal ein echt netter Kerl. Doch nach und nach versteht man, warum er so ist, wie er ist. Was in seiner Vergangenheit passiert ist. Dass sich sogar in solch einer Notsituation tiefe Zuneigung entwickelt, ist für mich beeindruckend gewesen. Teilweise haben sich jedoch manche Klettertouren etwas langgezogen angefühlt, aber es gab immer etwas, das das Lesen spannend gestaltet hat. Vor allem das Ende ist sehr emotionsgeladen, ohne da etwas vorweg zu nehmen. Insgesamt kann ich zu dem Buch sagen, dass es ein wundervolles Cover hat und mit einer sehr emotionalen und aufwühlenden Geschichte doch aus dem aktuellen Dystopierausch herausragt, weil es eben keine futuristische Story ist, sondern um das normale Leben einer Jugendlichen in der Gegenwart geht. Alles ist echt, alles könnte so passieren. Und ich habe nicht lange gebraucht, um es zu lesen, weil es mich wirklich nicht losgelassen hat. Ich wollte wissen: Wie geht es weiter? Für mich ist ‘Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt’ ein sehr gefühlvolles und schönes Buch mit Höhen und Tiefen der Charaktere.

Meine Bewertung:
Zwei Hauptcharaktere, ein Unglück und der Kampf ums Überleben. Mir hat es gut gefallen und ich denke, dass es für alle ein sehr schönes Buch ist, die gerne Einzelbände lesen und viele Emotionen durchleben möchten. 5 Sternchen von mir für ‘Survive’.
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am 10. März 2013
Eigentlich wollte sich Jane umbringen. Doch bevor sie ihren lange durchdachten Plan in die Tat umsetzen kann, stürzt das Flugzeug, in dem sie sich befindet, ab. Irgendwo mitten in den Bergen, wo die Chancen, gefunden zu werden, äußerst schlecht stehen. Es gibt nur zwei Überlebende, Jane und Paul, die sich nun notgedrungen zusammentun und gemeinsam ums weitere Überleben kämpfen.

Auf das Buch hatte ich mich sehr gefreut, aber schon beim Auspacken war ich über die geringe Dicke ein bisschen enttäuscht. Und diese Enttäuschung zog sich dann leider auch beim Lesen so durch.

Janes Motive und Beweggründe konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, ihre Figur fand ich daher eher anstrengend und nervig als sympathisch. Identifikationspotential war für mich als Leser leider überhaupt keins vorhanden.

Auch der weitere Verlauf der Handlung konnte mich nicht überzeugen, genauso wenig wie die Entwicklung der Beziehung zwischen Jane und Paul, das ging mir an vielen Stellen einfach zu sprunghaft. Einige Punkte lassen sich sicherlich durch die Extremsituation erklären, in der die beiden Jugendlichen sich befinden, aber insgesamt war mir vieles zu knapp abgehandelt, ein paar Seiten mehr hätten der Story meiner Meinung nach vielleicht gutgetan. So wie es ist, kamen bei mir die beschriebenen Gefühle leider gar nicht an und auch wenn einige Szenen durchaus spannend waren, konnte mich die ganze Geschichte nicht wirklich fesseln, dazu waren mir viele Stellen einfach zu unglaubwürdig und unrealistisch.

Das Ende hat mich dann zugegebenermaßen doch ein bisschen überrascht, aber insgesamt konnte es das Buch für mich nicht retten und auch emotional nicht mehr wirklich berühren.

Schade, eine tolle Idee, die für meinen Geschmack aber zu knapp umgesetzt wurde und dabei viel verschenkt hat!
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am 5. Februar 2013
Das "hochdramatische Abenteuer" beginnt absolut vielversprechend, emotional und packend. Im Verlauf der Geschichte entwickelt es sich allerdings in eine eher lauwarme Abhandlung brenzliger Situationen, denen die für die Situation angemessene Tiefe fehlt.
Das Ende hingegen befindet sich wieder auf dem gleichen Niveau wie der Beginn der Geschichte und schafft es bestimmt, den ein oder anderen Leser zu Tränen zu rühren.

Ein kaltes, aber dennoch wunderschönes Cover vermittelt die Aussage der Geschichte und bringt auf den Punkt, was auch Protagonistin Jane im Laufe der Handlung erfährt: Auch in den kältesten und dunkelsten Zeiten verbirgt sich Schönheit im Leben. Man muss sie nur erkennen, darum kämpfen und danach greifen.
Der psychische Zustand Janes wird überzeugend vermittelt. Anfangs befindet sie sich in einem tiefen Loch, will einfach nur noch sterben und versucht ihren Plan so bald wie möglich in die Tat umzusetzen.
Schon hierbei wird klar, dass das Mädchen absolut berechnend, gerissen und garantiert nicht dumm ist. Ihre deprimierende Gefühlslage wird gut beschrieben und fast wünscht man sich als Leser, dass sie es schafft, sich umzubringen.
Auch das erneute Erwachen ihres Lebenswillens ist sehr überzeugend, denn das ganze entwickelt sich langsam, zeigt sich in kleinen Gesten und Gedanken und entfaltet sich erst ganz am Ende vollkommen.
Paul, der einzige weitere überlebende des Flugzeugabsturzes kann einen ganz schön auf die Palme bringen. Seine makaberen und respektlosen Witze sind teilweise einfach nur widerlich, vermitteln aber auch deutlich, dass auch er mit der Situation zu kämpfen hat.
Er ist es, der Jane zeigt, wie viel Kraft und Stärke in ihr steckt. Immer wenn sie droht aufzugeben, schafft es Paul sie dazu zu bringen, weiterzumachen und an ihre Grenzen zu gehen.
Dabei erfährt man, dass auch Paul schon viele schreckliche Dinge in seinem Leben durchgemacht hat und er und Jane sich gar nicht so unähnlich sind.

Nach einem Selbstmordversuch befindet sich Jane in psychiatrischer Behandlung.
Dank ihres guten Verhaltens darf sie Weihnachten bei ihrer Mutter verbringen und nach Hause fliegen. Was allerdings niemand ahnt: Jane plant seit langem, sich bei dieser einmaligen Gelegenheit das Leben zu nehmen und hat nur auf diese Chance hingearbeitet.
Doch es kommt alles ganz anders, als geplant...
Das Flugzeug stürzt ab, mitten in den Bergen, und außer ihr gibt es nur einen Überlebenden: den Boarder Paul, der ihr schon am Flughafen gehörig auf die Nerven ging.
Jane ist vollkommen verzweifelt und geplagt von Schuldgefühlen, da ausgerechnet sie, die sowieso nicht mehr leben wollte, das Unglück überstanden hat.
Doch die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Die Absturzstelle liegt so verborgen in den Bergen, dass die Chance auf Rettung gleich Null ist. Paul treibt sie dazu an, sich auf den Weg durch die Berge zu machen, um wenigstens eine kleine Chance zu haben, entdeckt und gerettet zu werden.
Der Weg ist alles andere als ein Spaziergang und nicht selten stehen sie vor unmöglichen Herausforderungen und an der Schwelle des Todes.
Überzeugt hat mich an der Geschichte in erster Linie der Flugzeugabsturz selbst. Vor dem Abflug lernt man einige der Passagiere flüchtig kennen, wodurch ihr grausamer Tod einem sehr nahe geht. Der Absturzort wird detailliert beschrieben, wobei sich einem nicht selten fast der Magen umdreht.
Der weitere Verlauf der Geschichte war in Ordnung, konnte mich allerdings nicht vollkommen überzeugen, da die Dramatik der Situation nicht wirklich ankommt. Hier hätte man mehr in die Tiefe gehen können, um das gleiche emotionale Level des Absturzes zu erreichen.
Was meiner Meinung nach auch falsch dargestellt wird, ist die Liebesgeschichte. Vollkommen klar, dass die zwei jungen Menschen, die gemeinsam so ein traumatisches Erlebnis durchmachen sich zueinander hingezogen fühlen.
Das allerdings als die große und einzige Liebe ihres Lebens hinzustellen erscheint mir etwas zu viel, besonders im Hinblick auf das Alter der beiden.
Gleichzeitig ist es allerdings auch zu wenig, denn durch dieses gemeinsame Erlebnis sind sie durch wesentlich mehr verbunden, als durch eine Teenagerliebe.

Der flüssige und einfach Schreibstil macht es leicht, der Geschichte zu folgen. Bei dieser Art von Story hätte ich mir allerdings mehr Emotionen und authentische Dramatik gewünscht. Die gefährlichen Situationen werden für meinen Geschmack zu schnell und sachlich abgehandelt, was sehr schade ist, da der Autor beim Absturz zeigt, dass er Emotionen durchaus glaubhaft vermitteln kann.
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am 31. Januar 2013
"Survive" stand schon lange oben auf meiner Wunschliste, was wohl an dem wunderschönen Cover lag, aber auch an dem vielsprechenden Klappentext. Ich habe das Buch voller Vorfreude begonnen, was jedoch nicht lange anhielt ...

Die Story ist recht einfach erklärt: Selbstmordgefährdetes Mädchen fliegt mit Flugzeug. Flugzeug stürzt mitten in der Pampa ab. Mädchen überlebt. Gutaussehender Junge überlebt auch. Alle anderen tot. Mädchen und Junge verlieben sich und müssen überleben.
Um viel mehr dreht sich die Geschichte wirklich nicht. Gelegentlich kommt der eine oder andere Rückblick von Janes Leben in der Anstalt, aber ansonsten bleiben wir in den frostigen Rocky Mountains.
Das die Geschichte so einfach ist, stört überhaupt nicht, im Gegenteil. Eine gute Geschichte muss nicht immer kompliziert und unglaublich komplex sein. Sie muss einfach funktionieren.
Die Grundidee an sich hat auch funktioniert. Das Konzept war da, nur die Ausführung war ... Naja.

Die komplette Geschichte kann sich einfach nicht auf den, ohnehin schon sehr wenigen Seiten, entfalten. Alles geht einfach viel zu schnell. Nach einem gefühltem Drittel sind Jane und Paul einander schon mit Haut und Haaren verfallen. Beide erleiden einfach nur haarsträubende Verletzungen und das im Minutentakt. Als Leser habe ich mich doch manchmal leicht überrumpelt gefühlt. Die ganze Geschichte drückt einen einfach nur auf die herbeigezogene Liebesgeschichte von Jane und Paul. Die beiden kommen gar nicht richtig dazu, ihre ausweglose Situation richtig anzunehmen. Klar, beide kämpfen ums überleben, sind halb erfrohren, verhungert und verdurstet, aber haben noch Zeit übereinander herzufallen ... Logisch ^^

Ohnehin sind die beiden Hauptpersonen nicht gerade das, was ich Wunsch-Charaktere nennen würde.
Jane ist einfach nur langweilig, nervtötend und vollkommen unglaubwürdig und das in fast allem, was sie macht. Sie soll ja bereits mehrmals versucht haben, sich in der Vergangenheit umzubringen, aber so richtig kaufe ich ihr das einfach nicht ab. Eine richtige Begründung bekommen wir dafür auch nicht. Ja, sie hat einen großen Verlust erlitten (Ihr Vater hat sich an Weihnachten selbst erschossen) und ja, sie hat Depressionen, aber das man sich gleich umbringen muss ... Das hat der Autor sich wohl auch gedacht und so wird noch eine entsprechende "Familienvergangenheit" dazugedichtet, in der sich wohl in jeder Generation von Janes Familie eine oder gar mehrere Personen einfach so umbringen. Oder wie Jane es in ihrem höchst emotionalem Abschiedsbrief *Sarkasmus* ausdrückt: "Sorry Mum, es liegt in der Famile ... " Hallo?! Seit wann sind Suizidgelüste denn vererbbar? Ruft Darwin! Er hat was in seiner Vererbungslehre vergessen ^^ *Hand gegen den Kopf*
Mal ernsthaft, wer kommt auf so etwas? Ich hätte ja noch ein Auge zugedrückt, wenn es einigermaßen glaubwürdig rübergebracht worden wäre, aber Jane fährt immer so auf der Mitleidsschiene und scheint vom Leser auch noch zu erwarten, ihre gestörten Sichtweisen zu verstehen?! Sie erzählt einfach drauf los und ich als Leser denke mir nur: WTF? Was hast du eigentlich für ein Problem Mädchen? Der einzige, der ihr stellenweise die Meinung sagt ist Paul, aber auch das lässt im Laufe des Buches nach, als die beiden "zueinander finden". Anfangs war Paul mir wirklich sympathisch und mit Abstand meine Lieblingsfigur im Buch, aber auch er bekommt eine tragische Vergangenheit und Dramatime aufgedrückt, was einfach nur nervt. Warum können normale Menschen nicht auch solche bleiben? Warum müssen sie immer ihre halbe Familie verlieren und vom Leben einfach nur so gehasst werden? Weniger Drama, mehr Authenzität bitte!

Darüber hinaus ist der ganze Weg, den die beiden im Verlauf des Buches zurücklegen einfach nur vollkommen unlogisch und scheinbar nur dazu da, Jane und Paul Raum zum "Kennenlernen" zu geben. Beide laufen mehr oder weniger planlos durch die Gegend (Etwas, wobei unsere liebe Jane Anfälle bekommt^^) und klettern gefährliche Felswände hoch, vor denen selbst Profis Respekt hätten. Warum genau sie das machen, bleibt mir ein Rätsel. Warum zum Teufel entfernen sie sich soweit vom Wrack des Flugzeuges und lassen soviel Bergungsgut liegen? Jeder normale Mensch würde zumindest in der Nähe bleiben und irgendwie die versuchen, anderweitig auf sich aufmerksam zu machen, oder? Nein, Jane und Paul MÜSSEN einfach weg und ihren eigenen Weg in die Zivilisation finden und um das zu erreichen klettern sie irgendwelchen Klippen hoch ... Is klar ne?
Auch schaffen es die beiden nur ein einziges Mal, ein Feuer zu entfachen. Sie denken nicht mal mehr daran. Lektion Nr. x in der Wildnis: Feuer machen! Die beiden haben sogar Streichhölzer!
Da hätte der Autor ruhig einen Blick in einen handelsüblichen Survivalguide werfen können ^^

Auch sind die körperlichen Zustände der beiden sind einfach nur unlogisch dargestellt worden. Paul kann mit einem gebrochenen Arm, mehreren gebrochenen Rippen und inneren Blutungen noch steile Felsen hochklettern (und anschließend mit Jane rumknutschen) und Jane selbst steht gefühlte hundert Mal kurz vor dem Kältetod, rappelt sich aber irgendwie immer wieder hoch und erleidet keinerlei Erfrierungen und setzt sich mehrmals wirklich tödlichen Witterungen aus. Jeder andere wäre bereits nach mindestens 48 Stunden elendig gestorben ... ^^

Aber ich will nun endlich aufhören, über das Buch herzuziehen ...

Der Schreibstil war im Grunde genommen sehr schön, aber viel zu kurzweilig. Die Kletterpassagen und Janes "Innere Kämpfe" waren einfach zu dick aufgetragen und somit nervtötend.

Emotional war es jetzt keine vollkommene Katastrophe, jedoch haben die vielen Ungereimtheiten einfach die Suppe verdorben. Viel weniger Drama, etwas mehr Realität und eine Brise Kreativität wären die idealen Zutaten gewesen.

"Survive" ist im Fazit kein so schlechtes Buch, wie man meinen mag. Sicher werden einige ihre Freude an dem Buch haben, aber ich gehöre leider nicht dazu. Das Buch beginnt sehr vielsprechend und kann dieses Niveau stellenweise auch halten, versinkt jedoch zusehends in einem Eintopf aus Möchtegern-Drama, Kitsch, absoluter Unglaubwürdigkeit und Realitätsferne ... Schade :/

Wertung
Story: 1,5/5
Charaktere: 2/5
Sprache/Schreibstil: 2,5/5
Emotional: 2/5
Endwertung: 2
Altersempfehlung: 12 Jahre
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TOP 500 REZENSENTam 29. August 2015
Jane hat die Nase voll von ihrem Leben. Sie ist sich nun endlich sicher, dass sie sterben möchte und hat alles akribisch bis ins kleinste Detail geplant. Seit ihr Vater sich vor einigen Jahren an Weihnachten das Gehirn aus dem Kopf gepustet hat, und sie von den anderen Selbstmördern in der Familie weiß, hat sie es schon zwei Mal eher lieblos probiert. Die Ärzte nennen es „Den Wunsch nach Aufmerksamkeit“, Jane hingegen „Den Wunsch herauszufinden, ob sie wirklich bereit ist“. Ja, sie ist es, und hat alles dafür getan. Heute fliegt sie zu ihrer Mutter nach Hause auf Besuch. Sobald sie die Klinik verlassen hat, holt sie sich einen bestimmten Tablettenmix und über den Wolken im Flugzeug wird sie ihn nehmen. Bis zur Landung ist sie definitiv nicht mehr unter den Lebenden. Trotz vieler kleiner Pannen und einer großen Nervosität klappt alles bis zum Gang auf die Toilette. Dort passiert es. Das Flugzeug beginnt abzustürzen, die Pillen fallen ihr aus der Hand, sie wird bewusstlos und als sie erwacht, ist das Flugzeug in einem schneebedeckten Gebiet am Boden angekommen. Nur ihr Sitznachbar, der Bergsteiger Paul hat überlebt. Beiden ist klar, dass sie in dieser Kälte und an diesem Ort nicht überleben können und kämpfen sich durch die Wildnis, steile Berghänge hinauf und durch hohe Schneewehen. Immer mit dem Wunsch zu überleben. Doch sie haben nur wenig Essen, nur aufgetauten Schnee zu trinken und Jane ist nicht gerade eine Überlebenskünstlerin, schließlich wollte sie bis zum Absturz sterben. Was der Absturz geändert hat weiß sie nicht und so folgt sie Paul in Richtung möglicher Rettung. Unterwegs verliebt sie sich in den sensiblen, starken und witzigen jungen Mann, was noch ein Grund mehr zum Kämpfen ist. Doch dann stürzt Paul und Jane muss nun die Rolle der Anführerin übernehmen, wenn sie überleben wollen. Ein Wettlauf mit der Zeit und gegen das Wetter beginnt.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Survive“ ist das Debüt aus der Feder von Axel Morel und befasst sich mit den Thema Selbstmord und Lebensmut. Das Thema Selbstmord wird von dem Autor auf eindrucksvolle und einzigartige Weise umgesetzt. Highlight ist im ersten Moment ganz klar das Cover und war nebst des Klappentextes einer meiner Lesegründe. Ich mag die Farbkombination total leiden.

Fast jeder hatte schon einmal in seinem Leben den Punkt, wo er mit dem Gedanken gespielt hat, was wäre wenn ich mich umbringe oder wenn ich sterbe oder ähnliches. Mit diesem Gedanken spielt der Autor. Allerdings und das mag an seinem Debüt liegen, übertreib er es einfach in vielen Punkten. Dadurch wirkt das Buch an manchen Stellen etwas künstlich. Jedoch ist die Kernaussage der wichtigste Aspekt und ganz ehrlich, dieser wird sehr gut vermittelt. Aber erst einmal der Reihe nach.

Jane ist eine Figur, die ein schweres Trauma erlebt hat und nie verwunden zu haben scheint. Der Leser stellt sich die Frage, wie er wohl selbst reagieren würde, wenn viele in der Familie sich schon umgebracht hätten und der eigene Vater sogar an Weihnachten Selbstmord begeht. Die Tatsache, dass es in jeder Generation Selbstmörder gibt, ist übertrieben, aber soll verdeutlichen, dass diese depressive Ader vererbt werden kann. Janes Hintergrund für ihre Versuche, sprich kleinere Aufmerksamkeitsrufe, sind noch verständlich. Allerdings kann ich aus den Gedanken und Dialogen nicht nachvollziehen, warum sie nun doch sicher ist, dass sie es beenden kann und will. Hier hätte der Autor vielleicht schon vorher festere Absichten integrieren sollen oder nur einen Fehlschlag, der in letzter Sekunde endete. Dadurch wäre es greifbarer gewesen. Zumindest für mich. Generell ist Jane keine Figur, die einem wirklich sympathisch ist. Zumindest nicht über die Dauer des Buches. Einerseits wird sie sehr gefasst dargestellt, eine Person, die bis ins kleinste Detail plant und alle Eventualitäten berechnet und trotzdem passieren ihr Fehler, die ihre innere Anspannung widerspiegeln, jedoch ab und an wieder übertrieben sind. Zum Beispiel drängt sie an der Kontrolle, rastet richtig aus wegen Zeitmangel und hat im Grunde noch über eine Stunde Zeit. Dieser Punkt ist verständlich. Unverständlich ist hingegen, dass jemand der durchweg alles plant, sogar den genauen Tablettenmix über Google recherchiert, und der weiß, welche Läden tabu sind, nicht schaut, wo ein Laden ist, der erlaubt ist oder auch den Kauf genau plant. Das sind aber noch Aspekte, die ich okay waren. Warum sie jedoch plötzlich leben will, und nicht einfach im Flugzeug die restlichen Tabletten nimmt, was doch auch ein guter Abgang wäre, konnte ich über ihre Gedanken nicht nachvollziehen. Es gibt zwar Situationen, wo eben ein Klick kommt, aber der sollte beim Lesen besser vermittelt werden.

Abgestürzt, geht es erst einmal mit dem Überlebenskampf los. Jeder hat seine Last zu tragen und Gründe, warum er leben will. Die kleine Liebesgeschichte am Rande ist nett, aber ist nicht wirklich nennenswert und mir kam sogar kurz der Gedanke, ob die beiden sich abseits der Extremsituation überhaupt je näher gekommen wären. Die Dialoge sind witzig, ernst und in meinen Augen sehr gut umgesetzt. Die Überlebenstipps hingegen fand ich nicht so toll umgesetzt und manchmal etwas langatmig. Vielleicht bin ich nicht Bergsteiger genug oder kann nicht logisch denken, verstehe aber nicht unbedingt, warum auf einer Bergkuppe das Überleben eher gewährleistet sein soll als im Tal. Klar sehen einen Flugzeuge mehr, wenn sie einen suchen, aber im Tal sind Straßen und Leute. Das war für mich alles nicht immer zu 100% nachvollziehbar. Man merkt deutlich, dass es dem Autoren nicht um das Überleben mit seinem Kampf in den schneebedeckten Bergen geht, sondern um den inneren Überlebenskampf und die Willenskraft der Menschen bzw. Protagonisten. Im Grunde hätte das Flugzeug auch über einer einsamen Insel abstürzen können. An sich eigentlich gut, aber mich hätte eben der Absturz auch vom Inhalt mehr interessiert, und das ist leider eher oberflächlich und manchmal lieblos umgesetzt. Es ist schwer zu beschreiben und wahrscheinlich auch eine Frage der eigenen Leseintention.

Lässt man sich aber darauf ein und versucht weniger nachzudenken, dann gibt das Buch viel zum Nachdenken über Moral, Ängste, Zweifel und den Lebenstrieb. Auch das Möglichste und Beste aus einer ausweglosen Situation zu machen, ist beeindruckend umgesetzt. Ja, es macht Spaß zu lesen und ist eben vor allen Dingen leicht geschrieben.

Zum Ende hin kam mir jedoch ein Gedanke, und zwar ob Jane nicht vielleicht doch die Tabletten genommen hat und ihr Körper den Todeskampf in diesen Überlebenskampf projiziert. Dieser Gedanke hat mich sehr fasziniert und ehrlich gesagt dem Buch und besonders dem Schluss etwas ganz besonderes verliehen. Ob nun der Überlebenskampf echt war oder nur eine Projektion ihres Gehirns, müsst ihr definitiv selbst lesen

Fazit: Es ist ein gutes Buch mit vielen tollen Stellen, Gedanken und Ideen. Es gibt jedoch auch viele Punkte, die nicht klar umgesetzt wurden oder eher an den Haaren herbeigezogen wirken. Heraus kommt ein Buch, das man Lesen kann, aber nicht muss. Im Grunde hat der Autor definitiv Potential, welches aber noch ausgebaut werden kann. Ich würde mich jedenfalls über weitere Werke aus seiner Feder freuen. Aber nun schaut selbst, ob das Werk vielleicht etwas für euch sein könnte.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Februar 2013
Inhalt:
Jane ist 16 und lebt seit ihrem letzten Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Klinik. Durch „gutes Verhalten“ hat sie sich für Weihnachten einen Heimurlaub verdient. Doch Jane hat insgeheim alles genau geplant. Sie will nicht lebend zu Hause ankommen. Ausgerechnet ein Flugzeugabsturz im eisigen Gebirge, den sie und der wenig ältere Paul als Einzige überleben, bringt ihren Lebensmut zurück. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die Wildnis.

Meine Meinung:
Das Buch lässt sich sehr schnell und leicht lesen. Der Schreibstil ist flott. Erzählt wird von Jane in der Ich-Form im Präsens. Dadurch hat man den Eindruck, live dabei zu sein. Man bekommt viele von Janes Gedanken mit, trotzdem konnte ich manche Entwicklungen nicht wirklich nachvollziehen, z.B. warum Jane plötzlich doch wieder leben will. Hier hätten ein paar Seiten mehr dem Buch wirklich gutgetan, in denen man genau dies hätte erklären können.

Die trockene, sarkastische Art, mit der Jane erzählt, hat mir gut gefallen. Emotionales rückt dabei nicht unbedingt in den Vordergrund, ist aber trotzdem vorhanden. Die ganze Handlung fand ich sehr interessant und auch von Anfang an spannend, wobei die Spannung im Verlauf noch ansteigt. Jane und Paul müssen natürlich etliche Gefahren überwinden. Dabei kommt sehr schön zum Ausdruck, wie Paul Jane auf seine ganz eigene Art immer wieder motiviert und sie über sich selbst hinaus wächst.

Allerdings fand ich viele Szenen einfach sehr unrealistisch. Schwere Probleme konnten viel zu leicht gelöst werden. Klettern mit nur einem Arm funktioniert hier einwandfrei. Die Selbstmordproblematik war für mich zu oberflächlich dargestellt, was sehr schade ist, da es doch eigentlich ein zentrales Thema des Buches ist.

Fazit:
Ganz nettes Jugendbuch, aber man darf nicht allzu genau hinschauen.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2013
Nach dem Selbstmord ihres Vaters droht Jane immer mehr den Halt zu verlieren. Nach einigen Jahren ist sie psychisch soweit abgerutscht, dass sie versucht, sich umzubringen. Daraufhin landet sie in einer speziellen Klink, dem "Life House", die alles daransetzen, Jane zu helfen. Doch sie machen den Fehler, sie zu unterschätzen, denn während sie nach außen hin das rehabilitationswillige Mädchen gibt, plant sie innerlich prezisiös einen neuen Selbstmordversuch. Hierzu bekommt sie bei ihrem einwöchigen Weihnachtsurlaub, in dem sie ihre Mutter besuchen darf, Gelegenheit. Sie will sich in der Flugzeugtoilette einschließen und mit einem Drogencocktail ins Nirwana abtreten.

Doch während ihres Versuchs geht urplötzlich das Licht in der Kabine aus und das Flugzeug verliert schlagartig an Höhe. Jane wird durch den engen, kleinen Raum geworfen und erwacht mit einer riesigen Beule am Kopf. Entsetzt erkennt sie ihre Lage und macht sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Aber einzig ihr Sitznachbar Paul ist noch am Leben. Ihr Absturzort liegt mitten in der tiefsten Wildnis in den Rocky Mountains. Alles versinkt in Massen von Schnee und die Temperaturen sind jenseits der 0°-Marke. Fernab von der eigentlichen Flugroute kann es Wochen dauern, bis man sie entdecken wird. Für Jane und Paul beginnt ein harter Kampf ums Überleben. Werden sie es schaffen?

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Alex Morel gefällt mir wirklich gut. Er schildert die Geschichte aus der Sicht von Jane in der Ich-Form und verwendet hierbei das Präsens. Dadurch fühlt man sich als Leser mit dem Charakter verbunden und nimmt Anteil an ihren Gedanken und Gefühlen.

Seit dem Tod ihres Vaters ist Jane psychisch angeschlagen und besessen von dem Gedanken, dass der Hang zum Selbstmord in ihrer Familie genetisch bedingt ist. Deswegen und weil ihr Leben eine einzige, unausweichliche Erinnerung an ihren Vater und seine Tat zu sein scheint, ist ihr eigentlicher Lebensinhalt nur noch, es ihm gleichzutun. Doch der Flugzeugabsturz stellt ihr Leben und Denken auf den Kopf. Sie entdeckt in sich einen Überlebenswillen in seiner ursprünglichen Form, der in uns allen innewohnt und versucht, daraus neue Kraft zu schöpfen.

Auch Paul hat mit ähnlichen Dämonen zu kämpfen. Doch im Gegensatz zu Jane, hat er sich stets für das Leben entschieden und seines schon vor langer Zeit selbst in die Hand genommen. Seine anfänglich ruppige Art zwingt Jane dazu, Entscheidungen zu treffen und ihre innere Einstellung zu überdenken.

Der im Egmont Ink Verlag erschienene Roman "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" von Alex Morel ist allein schon wegen seines wunderschönen und ansprechenden Covers seinen Kauf wert. Obendrein hat der Autor es geschafft, mich mit seiner Geschichte zu berühren, obwohl die Handlung ein wenig vorhersehbar war. Gut gefallen haben mir die inneren Zwiegespräche von Jane, die viel über sie preisgeben und ihre Beweggründe offenlegen.

Fazit:

"Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" ist ein Jugendroman mit einer fesselnden und emotional berührenden Handlung. Dem Autor ist es gelungen, die Geschehnisse einfach und realistisch zu beschreiben und dabei auch die Gedanken und Gefühle seiner Protagonistin miteinfließen zu lassen. Janes Entwicklung war dabei sehr schön nachzuvollziehen und ich habe sie auf ihrem beschwerlichen Weg begleitet. Wie wichtig die Unantastbarkeit des Lebens und Vertrauen, sowohl in sich selbst, als auch in andere, ist, hat der Autor dabei meiner Meinung nach sehr schön herübergebracht.
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am 23. März 2013
Das war das, was mich an diesem Buch angesprochen hat. Das Cover und der Titel in Kombination sind wundervoll.

Jane ist Suizidgefährdet. Sie verbringt ihr Leben in einer Anstalt und hat schon mehrere Versuche hinter sich. Durch vorspielen von Besserung, darf sie für eine Weile nach Hause. Sie plant, sich im Flugzeug umzubringen, damit ihr niemand mehr zur Hilfe kommen kann. Doch dann stürzt das Flugzeug ab und Jane überlebt. Und dann ist da noch ein anderer Überlebender - Paul. Gemeinsam versuchen sie zu überleben.

Das Buch hat mir leider absolut gar nicht gefallen. Man nehme zwei Charakter, packe diese in eine Lebensgefährliche Situation, lasse alle anderen sterben und bumm. Fertig ist das Buch. Das Jane und Paul sich schon nach wenigen Seiten total verfallen sind, muss ich vermutlich nicht mehr erwähnen.

Das Konzept ist okay, die Umsetzung leider absolut mangelhaft.

Die Geschichte hat mit ihren knapp 250 Seiten einfach nicht genügend Raum sich zu entfalten. Wahrscheinlich soll es nervenaufreibend und spannend sein, dass alles Schlag auf Schlag folgt. Ziel verfehlt. Man hetzt durch das Buch, wechselt zwischen Liebesszenen und Verletzungsszenen hin und her und weiß irgendwann gar nicht mehr wo einem der Kopf steht.
Klar ist es total intelligent, sich vom Flugzeug zu entfernen und immer weiter in die Schneebedeckte Wildnis zu laufen - romantisch vielleicht, tödlich auf jeden Fall (zumindest normalerweise).

Alex Morel presst Jane und Paul zusammen - verliebt euch, verliebt euch, los, schnell!
Vielleicht liegt es an der 'Extremsituation', aber ich hätte im Schnee keine große Lust, übereinander herzufallen. Vorallem wenn einem Nahrung und Wasser ausgegangen sind, die Temperatur irgendwo um die - 15°C rumdümpelt und es noch dazu wilde Tiere dort draußen gibt. Aber okay. Runter mit den Klamotten und ran an den Speck.

Die beiden Charakter selber sind einfach nur gruselig. Jane ist furchtbar nervtötend, macht sich alles sehr leicht und jammert ständig rum. Ich mein, man ist in den Rocky Mountains. Da muss man nicht zig mal erwähnen, dass sie friert, das ihr kalt ist.
Auch Janes Selbstmordgedanken sind absolut nicht nachvollziehbar und ihre Begründung geradezu lächerlich. Laut Jane liegt das ganze in der Familie - ist klar, ein Selbstmordgen. Chaka. Wo bin ich hier nur gelandet. Das so einfach als Ausrede zu nehmen ist einfach daneben. Man bekommt keine anständige Begründung, nachvollziehbar ist es auch nicht und von den zwei Versuchen vorher spricht sie als 'Probeläufe'. Mitleidsschiene ahoi!

Am Anfang der Geschichte dachte ich noch: Paul ist cool. Das kann was werden. Leider schafft es Alex Morel ihn auf 250 Seiten um 180° zu drehen. Sagt er Jane anfangs noch die Meinung und zieht sie aus ihrer selbstverschriebenen Depression, wird er im Laufe des Buches einfach nur noch ... luschig. Er hat sich verliebt, eigene Meinung adè.
Von seiner dramatischen Vergangenheit fang ich gar nicht erst an.

Die beiden irren völlig planlos (natürlich haben sie einen Plan) durch die Gegend und das ganze wirkt wie : "Zeit schinden, damit die beiden sich kennenlernen!"

Generell wäre ein Blick in das Buch: Was tu ich, wenn ich in der Wildnis verloren gehe? ganz gut gewesen. Denn man sollte sich nicht vom Wrack entfernen, mal abgesehen davon, dass dort jede Menge Zeug von den toten Mitreisenden liegt, um einen warm und satt zu halten.

Wie ihr seht, ich fand es schrecklich unlogisch. Das einzige, was mir ganz gut gefallen hat, war der Ur - Paul und der Schreibstil. Dramaturgisch alles zu dick aufgetragen, unrealistisch bis zum geht nicht mehr und dann gibts noch nichtmal was zu feiern. Also hier gilt, außen hui, innen pfui. Es wird sicherlich dem ein oder anderen gefallen, aber ich kann über solche Mängel nicht hinwegblicken. Ein Punkt für Cover und Schreibstil.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Januar 2013
Seit dem Selbstmords von Janes Vater ist für sie nichts mehr, wie es einmal war. Ihre Psyche hat sehr darunter gelitten und Jane selbst steht nicht weit vor einem Selbstmordversuch entfernt. Deswegen befindet sie sich auch in einer psychiatrischen Klinik. Doch Jane sieht keinen Ausweg mehr - als sie die Erlaubnis bekommt, über Weihnachten nach Hause zu gehen, fasst sie einen Plan. Im Flugzeug will sie sich das Leben nehmen. Doch dann kommt alles ganz anders als gedacht. Das Flugzeug stürzt ab und Jane findet sich mitten im kniehohen Schnee wieder. Doch Jane ist nicht allein - Paul, der einzig andre überlebende Passagier, ist bei ihr. Jane stellt mit Erschrecken fest, dass sie leben will. Ein Überlebenskampf beginnt, in dem Jane zudem die Liebe findet..

"Survive" greift eigentlich ein sehr spannendes Thema auf. Nicht nur, dass ein Flugzeug abstürzt und die wenigen Überlebenden sich durch die Pampa kämpfen müssen... nein. Sie stürzen auf einem Berg ab, mitten im Schnee. Das dramatisiert die ohnehin schon schreckliche Lage gewaltig. Besonders gut gefiel mir der nachdenkliche Teil der Geschichte. Ein Mädchen, welches das Leben nicht mehr erträgt, unter Depressionen leidet und sich umbringen will, entdeckt plötzlich ihren Überlebenswillen und gibt nicht auf. Diese Situation hat schon etwas ironisches und hat mich zum nachdenken gebracht. Als unglaubwürdig empfand ich es auch nicht, denn der Autor hat dies doch ganz gut geschildert. Im Angesicht des kalten Todes, ohne eine Wahl, erscheinen die Dinge dann wohl doch ganz anders.

Auch die Liebesgeschichte entsteht nicht aus typischen Gründen und ist damit auch nicht besonders gewöhnlich. Während Jane und Paul ums Überleben kämpfen, kommen sie sich zwangsläufig näher. Sie müssen sich gegenseitig warm halten, sich umeinander kümmern und außerdem: weit und breit ist niemand sonst. Sie lernen sich kennen - ob sie wollen oder nicht, sie sind aufeinander angewiesen. Man kann sagen, dass diese Liebe vielleicht aus dieser Abhängigkeit überhaupt erst entsteht und unter normalen Umständen nie zustande gekommen wäre. Da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Jedoch steht fest, dass die Geschichte deswegen nicht zwangsläufig unglaubwürdig ist. Trotz der Abhängigkeit voneinander entwickeln sich die Gefühle Stück für Stück. Am Anfang kann Jane Paul kaum ausstehen, lernt ihn jedoch besser kennen und entdeckt Gemeinsamkeiten und Gefühle. Doch auch zwischenmenschliche Höhen und Tiefen durchleben die beiden - Streit bleibt nicht aus.

Eigentlich gefiel mir so weit alles gut. Wären da nicht ein paar Umständen, die mir einfach nicht so ganz gefallen wollten. Der Geschichte fehlt irgendwie das "gewisse Etwas", der besondere Kick. Trotz spannendem Thema kam die Spannung nicht genug auf.. das mag daran liegen, dass "Survive" doch schon sehr realistisch ist und damit der Spielraum nicht groß genug war. Die Geschichte plätscherte ein bisschen zu sehr vor sich hin und war auch schneller vorbei, als man schauen konnte. Ein paar gut genutzte Seiten mehr, wären doch wünschenswert gewesen.

Fazit:
"Survive" bietet einen wirklich sehr guten Ansatz, wirkt jedoch unausgereift und zu kurz gefasst. Trotz spannendem und nachdenklichem Thema, fehlt es der Geschichte an Schwung. Es ist in meinen Augen kein wirklich schlechtes Buch, es fehlt nur einfach vieles. Für zwischendurch ist es aber ganz nett. Durchquälen musste ich mich überhaupt nicht und der Kampf ums Überleben kurz nach einem Selbstmordversuch hatte etwas für sich. Auch das Ende war anders als erwartet.
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