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TOP 500 REZENSENTam 29. August 2014
Vladimír Palko wurde 1957 in der damaligen ČSSR geboren. Er war Innenminister der Slowakei, ist Hochschuldozent für Mathematik und bekennender katholischer Christ, der auch als Politiker zu den christlichen Grundwerten steht – eine Rarität.
Mittels vieler Fakten klärt Palko den Leser auf gut 500 Seiten fundiert darüber auf, weshalb Europa und Amerika in Richtung Tyrannei driften.
Rückblickend erläutert Palko, dass die Christen in Ostmitteleuropa das relevante Element stellten, das den real existierenden Sozialismus des Sowjet-Imperiums zu Fall brachte. Ein Beispiel unter vielen: Palko berichtet über die geheime Kirche in der Slowakei, die schließlich – als sie stark genug war – mit Kerzendemonstrationen in die Öffentlichkeit trat und maßgeblich zur Wende in der ČSSR beitrug.
Der Autor zeigt, dass gerade die christdemokratischen Politiker im Westen den Aufbau des kriegszerstörten Europas voranbrachten; dass es diesen Politikern zu verdanken war, dass der „Eiserne Vorhang“ nicht weiter nach Westen rückte; dass im Westen die individuelle und allgemeine Wohlfahrt von Jahr zu Jahr zunahm.
Deutlich macht Palko, dass trotz dieser Erfolge die konservativ-liberalen Politiker des Westens in die Defensive gedrängt wurden. Nicht direkt aus dem Osten kamen die Angreifer, sondern von innen her, durch die Repräsentanten des – wie Palko dies treffend nennt – „Kulturmarxismus“ der Intellektuellen-Schickeria.
Diese scheinbaren „Kulturschaffenden“ stell(t)en die Wortführer bei Bildung, Medien, Musik, Film, Rundfunk und Theater. Sie schaff(t)en es, ihre „veröffentlichte Meinung“ als die „öffentliche Meinung“ zu etablieren – die „Kultur des Todes“ hat Hochkonjunktur.
Die konservativ-liberalen Politiker leisteten und leisten gegen den „Kulturmarxismus“ keinen auch nur annähernd effektiven Widerstand. Vielmehr war und ist es so, dass machtverliebte Politiker mit faulen Ausreden wie „man muss das Schlimmste doch verhüten und deshalb mit in der Regierung sitzen“ Koalitionen mit den Parteien eingehen, die die „Kultur des Todes“ ausdrücklich im Parteiprogramm propagieren.
Der Erfolg solcher Koalitionen ist offensichtlich. In den Regierungsbündnissen sind Kompromisse mit den Kulturmarxisten einzugehen, jeder Kompromiss unterspült konservativ-liberale Prinzipien. Eine „kulturmarxistische“ Politik betreiben nach Jahren der Kompromisse nun auch konservativ-liberale Parteien. Wie wahre Eiferer vertreten diese nun Positionen, die noch wenige Jahre zuvor als unvorstellbar gegolten hatten.
Die Teile des Buches, die diese Prinzipienlosigkeit der Politiker behandeln, zählen zu den tiefschürfenden Passagen. Palko macht klar, warum es möglich ist, dass „Lenins Vettern und Cousinen“ in EU-Brüssel hochwillkommen sind und warum ein Politiker, der das christlich-liberale Kulturerbe des Okzidents vertritt, in EU-Brüssel als „Persona non grata“ gilt. Ein Pädophilenverehrer wie Daniel Cohn-Bendit dagegen wird bewundert und kann die Strippen ziehen, um die Weichen zur endgültigen Zerstörung der europäischen Freiheiten und der vielfältigen europäischen Kultur zu stellen. Siegt der „Kulturmarxismus“, so zerstört sich der Westen selbst; denn – auch wenn die „Kulturmarxisten“ dies vehement leugnen – die Erfolge Europas wurzeln im Christentum.
Noch weitere erhellende Punkte finden sich im Buch, zum Beispiel der erfolgreiche Marsch der „Kulturmarxisten“ durch die Institutionen – beispielsweise der „Gerichtsaktivismus“ –, der Europa und Amerika von innen zersetzt, der Geist der Eugenik, die Tötung ungeborenen Lebens oder die Euthanasie. Diese Punkte, die fundamentale Bausteine in der Ideologie der klassischen Sozialdemokratie gewesen sind, wurden von „Kulturmarxisten“ für die „Kultur des Todes“ erfolgreich wiederbelebt.
Der Buchtitel ist klug gewählt: Zwar wird die Verfolgung der Christen in Europa und Amerika mit subtilen Mitteln betrieben, doch die Löwen stehen bereit, um von den neuen, totalitären Tyrannen, die in den Startlöchern stehen, losgelassen zu werden.
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am 31. Dezember 2014
Der Autor Vladimir Palko hat in seinem Buch eine hochinteressante Sammlung der Geschichte zusammengetragen, die beleuchtet wie die "kulturellen Kommunisten" sich im Westen bereits ab den 1920er Jahren auf den Weg des "Marsch durch die Institutionen" gemacht haben, während mit dem staatlichen Kommunismus bis 1990 deren "Brüder und Schwestern" versucht haben, Ideologie und eine "Kultur des Todes" auf Staatswegen durchzusetzen. Der Autor beschreibt, wie auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und damit dem Niedergang des "staatlichen Kommunismus" die Ideologien und Ziele einer Kultur des Todes weiterhin in den westlichen Staaten erfolgreich verfangen und sich durchsetzen. Angefangen von geforderter und staatlich geförderter Abtreibung, über Zerstörung des Ansehens der Ehe, bis zu Euthanasie ...

Ein Buch, das wirklich lesenwert ist für jeden christlich geprägten Menschen, der sehen möchte, warum manches heute so läuft, wie es läuft. Das letzte Kapitel des Buches gibt auch Anregungen und einen Ausblick.
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am 9. April 2015
Der ehemalige slowakische Innenminister Vladimír Palko legt mit seinem bereits in 3. Deutschsprachiger Auflage (2015) erschienenen Buch „Die Löwen kommen“ eine kulturelle Analyse der Entwicklung in Ost- und Westeuropa seit dem Ende des Ostblocks vor. Sie trägt den Untertitel „Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern“ und beleuchtet vor allem die Frage, ob eine christliche Politik in den Ländern westlicher Prägung, aber auch in den von der Diktatur des Kommunismus frei gewordenen Ländern des Ostens eine Chance hat.

Das Ergebnis seiner faktenreichen, von genauer Detailkenntnis geprägten Analyse ist ernüchternd: Eine von Palko als „anthropologische Revolution“ bezeichnete kulturelle, aber auch rechtlich und politisch wirksame Bewegung führt zu neuen Bedrohungen der Gewissensfreiheit und menschlicher Grundwerte wie des Schutzes des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod und des Schutzes und der Förderung der zwischen Mann und Frau geschlossenen treuen und unauflöslichen Ehe, die für Kinder großherzig offen ist. Auch sogenannte christliche Parteien wissen sich im Konkreten um des eigenen Machterhalts willen oft dem Diktat einer falsch interpretierten Toleranz ausgeliefert oder wirken sogar aktiv mit an den Zielen dieser „Kultur des Todes“.

Palko appelliert vor dem Hintergrund eigner Erfahrungen in der Slowakei für eine feste Verankerung in den christlichen Grundwerten. Es gehe auch um die Bereitschaft, um der Treue zum Glauben und zum Gewissen willen gewisse Nachteile in Beruf und Gesellschaft auf sich zu nehmen. Denn nur so könnten die Christen auch in Zukunft Sauerteig sein für die Gesellschaft und zu ihrer wahren Erneuerung beitragen.

Ein Buch, das wachrütteln und nachdenklich machen will, ohne zu entmutigen!
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am 30. Mai 2015
"Eine Gesellschaft, die nicht im Stande ist, sich zu reproduzieren, hat ein großes Problem, das sich nicht verheimlichen lässt. Historiker werden einst über unsere Zeit schreiben, damals hätten verrückte Menschen gelebt. Obwohl sie keine Kinder hatten, haben sie unentwegt die Abtreibung verteidigt und behauptet, die Ehe hätte nichts mit der Zeugung und Erziehung von Kindern zu tun." (Vladimir Palko, Die Löwen kommen, S. 487)

"Die Löwen kommen" von Vladimir Palko bietet eine Fülle von Belegen für den Kulturmarxismus, dieser intoleranten Spielart des Neo-Liberalismus. Es ist ein hinreißend geschriebenes Buch, das die Ideologie des postmodernen Linksliberalismus und der materialistischen Fortschrittsgläubigkeit anprangert. Palko prophezeit, dass Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern (Titel) ' wenn es den Menschen hier nicht gelingt im Geiste und im Herzen umzukehren. Als überzeugter Christ weiß der Autor, wovon er spricht, hat er doch im Ostblock die Intoleranz des stalinistisch-leninistischen Marxismus hautnah erleben müssen.

Palko führt aus, dass die westliche Variante des marxistischen Materialismus nicht mehr den wirtschaftlichen Kommunismus anstrebt (Befreiung der Arbeiter vom kapitalistischen Arbeitgeber), dass sie vielmehr den Menschen als linksliberale anthropologische Revolution eine Befreiung von jeglicher moralischen "Unterdrückung und Bevormundung" verspricht: nicht mehr nur den Frauen vom Joch der Mutterschaft (alias Abtreibung) und von den traditionellen Pflichten der Familie (staatliche Kinderbetreuung, Pflegeheime) sondern allen Menschen von den Zwängen der Gesellschaft (Relativierung von Treue und sozialen Bindungen, Definition "moderner" individualistischer Partnerschaftsmodelle) und Liberalisierung der Tötung auf Verlangen. Er fragt weiter: "Und wer sind die Unterdrücker? Eben die alten Ordnungen. Und die alte Ordnung, das ist das Christentum. Das sagt man zwar nicht laut, aber in den Reihen der Revolution wird so gedacht und auch danach gehandelt." (S. 313) Dazu Erzbischof Charles Chaput: "Es existiert eine Art innerer Logik, die vom [moralischen] Relativismus zur Repression führt. Dies erklärt auch das Paradoxon, warum die westlichen Gesellschaften zwar Toleranz und Respekt für Andersdenkende predigen, aber ein Leben nach der katholischen Lehre aggressiv untergraben. Die Toleranzprediger können nicht akzeptieren, dass die Kirche manche Gedanken und Verhaltensweisen nicht tolerieren darf, weil sie uns entmenschlichen und unsere menschliche Würde nehmen. Die Lehre, alle Wahrheiten seien relativ, kann es nicht zulassen, dass einige Wahrheiten nicht unter diesen Relativismus fallen." (S. 386) Dementsprechend bekennt der marxistische Philosoph aus der Frankfurter Schule Herbert Marcuse (vielen bekannt als Apostel der sexuellen Befreiung und »polymorphen Sexualität«) in bemerkenswerter Offenheit: Toleranz sei »Intoleranz gegenüber den Bewegungen der Konservativen und politischen Rechten und Tolerieren alle Bewegungen der Linken«. (S. 72) In diesem Ungeist veränderte schon mancher linksliberale Verfassungsrichter selbstherrlich die Gesetze. Palko: "Richter müssen schon ziemlich vermessen sein, wenn sie aus einem Text etwas herauslesen, was dort gar nicht steht. Man muss schon ziemlich auf einen Wechsel aus sein, wenn man als Richter keine Urteile fällt, die mit den Gesetzen übereinstimmen (was eigentlich ihre Aufgabe wäre), sondern einfach selbst neue Gesetze schafft (was nicht Aufgabe des Richters ist)." (S. 289)

Freiwillige Umkehr im Geiste und in den Herzen der Menschen

Der überlieferte Glaube ("im christlichen Abendland") an das vorgegebene absolute Gute verliert gegenwärtig mehr und mehr an Zustimmung - und wird nicht selten als erzkonservativ und rechtsradikal gebrandmarkt. Wer als modern gelten will, muss sich zum "linken Liberalismus" bekennen und blind auf den Hegelschen Zeitgeist vertrauen, der vermeintlich im Laufe der Zeit irgendwie alles immer "fortschrittlicher", freiheitlicher und besser werden lasse: Relativität des Guten. Palko belegt in diesem spannend geschriebenen Buch sehr ausführlich und umfassend, wie christliche (gerade auch katholische) Politiker ganz entgegen ihr Glaubensbekenntnis diesem kulturmarxistischen Zeitgeist nachgegeben haben.

Viele Theologen (z.B. Hans Küng in Existiert Gott? Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit) und "christliche" Politiker schwören also dem Christentum nicht formell ab, doch faktisch verzichten sie auf christliches Handeln in dieser Welt. (S. 482) Doch Palko belässt es nicht bei einer deprimierenden Schilderung des linksliberalen »Fortschritts«, den inzwischen die meisten christlich konservativen Parteiführer und sogar manche katholische Bischöfe akzeptieren. Der Autor hingegen ruft die Menschen zu einer freiwilligen Umkehr der Herzen auf - im Geist der Wahrheit und des absolut Guten. (S. 480)

Aus leidvoller Erfahrung im ehemaligen kommunistischen Ostblock gibt Vladimir Palko uns zehn Ratschläge (S. 480-498), wie man der linksliberalen postmodernen Kulturrevolution mit ihrem intoleranten Wertesubjektivismus begegnen kann:
1. Lernen wir die Fakten und die Wahrheit kennen. Die Wahrheit wird uns frei machen.
2. Tun wir Buße! In der Krise ist kein Raum für Triumph, sondern nur für Demut.
3. Sagen Sie die Wahrheit!
4. Bereiten Sie sich auf neue Formen des Martyriums vor!
5. Rüsten Sie sich mit Argumenten aus! (Siehe Anhang)
6. Vernetzen sie sich untereinander, kommunizieren Sie miteinander, handeln Sie gemeinsam!
7. Kommunizieren Sie und arbeiten Sie mit Andersdenkenden zusammen!
8. Schaffen Sie Kultur!
9. Werdet Fachleute!
10. Fürchtet euch nicht!

Fazit:

Vladimir Palko, erinnert uns daran, dass es nicht möglich ist, die Existenz der Wahrheit zu leugnen, denn sonst wird alles irrational. Und auf lange Sicht sei es nicht möglich, ununterbrochen menschliche Schwächen zu unterstützen, die zur Lähmung der Gesellschaft führen. Er bestärkt uns, den Mut und den Humor nicht zu verlieren: "Glauben wir nicht an unsere Überlegenheit. Vergessen wir nicht, dass wir keine Heiligen sind. Wir sind gewöhnliche Menschen, die Fehler machen, die aber wissen, dass ihr Kampf nicht nur ein menschlicher Kampf ist. ' Demütig und friedlich kämpfen wir unseren Kampf." (S. 497)

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Anhang: Argumente für eine Kultur des Lebens (und gegen eine Kultur des Todes)

Palko: "Rüsten Sie sich mit Argumenten aus! Eine der Ursachen warum Christen verlieren, warum sich Gesellschaft und Politik entchristlichen, ist der trügerische Schein, dass es eigentlich auch ohne Christentum und ohne Gott gehe, dass die anthropologische Revolution im Grunde genommen unschädlich sei. Oft haben die Christen dies selbst geglaubt. Ist es aber die Wahrheit? Sind nicht schon jetzt die schlimmen Früchte der anthropologischen Revolution erkennbar? ' Diese Revolution hat eine in der Geschichte beispiellos niedrige Geburtenrate hervorgebracht. Die europäischen Frauen haben im Durchschnitt 1,5 Kinder. Dieser Zustand hält nun schon mindestens seit zwei Jahrzehnten an. Die Bevölkerung altert, und es steht die offene Frage im Raum: wie wird künftig die Gesundheitsfürsorge aussehen? Wer bezahlt die Renten, wenn es immer mehr alte Menschen gibt, die Menschen im arbeitsfähigen Alter, die Renten zahlen sollen, aber weniger werden. ' Dies wird den Druck in Richtung Euthanasie erhöhen. Die Immigration bringt neue Probleme mit sich, die zu erörtern aber den Rahmen unseres Buches sprengen würde." (S. 486)

Die modernen Schlagworte: Gerechtigkeit, Freiheit, Fortschritt und Erziehung

G.K. Chesterton: "Jedes der gängigen modernen Schlagworte und Ideale ist ein Kniff, um der Frage auszuweichen, was gut ist. Wir reden gern von »Freiheit«; indem wir das tun, vermeiden wir, uns mit der Frage auseinanderzusetzen, was gut ist. Wir reden gern von »Fortschritt«; damit entziehen wir uns der Auseinandersetzung mit dem Problem, was gut ist. Wir reden gern von »Erziehung«; damit weichen wir der Auseinandersetzung mit dem Problem aus, was gut ist. Der Mensch der Moderne sagt: "Lassen wir all die willkürlichen Normen fallen und entscheiden wir uns für die Freiheit." Sinngemäß übersetzt, heißt das: "Entscheiden wir nicht, was gut ist, sondern erklären wir für gut, wenn darüber nicht entschieden wird." Er sagt: "Weg mit euren alten Moralvorschriften; ich bin für den Fortschritt." Sinngemäß übersetzt heißt das: "Kümmern wir uns nicht darum, was gut ist, sondern kümmern wir uns darum, dass mehr herausspringt." Er sagt: "Weder in der Religion noch in der Moral liegt die Hoffnung der Menschheit, sondern in der Erziehung." Klar ausgedrückt bedeutet das: "Wir können nicht entscheiden, was gut ist; überlassen wir die Sache unseren Kindern." ("Ketzer: Eine Verteidigung der Orthodoxie gegen ihre Verächter. Ein Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit" S. 30)

Der linke Liberalismus (Kulturmarxismus) ist eine nicht beweisbare Ideologie

Der Kulturkritiker Terry Eagleton über die Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit: "Die Moderne ist ' die Epoche, in der wir erkannt haben, dass wir unfähig sind, selbst in lebenswichtigen Grundfragen Einigkeit zu erzielen. Bestimmt wird sich unser unaufhörlicher Streit über den Sinn des Lebens als fruchtbar und produktiv erweisen. Doch in einer Welt voller überwältigender Gefahren ist unser Unvermögen, Einigkeit in Fragen des Sinns und der Bedeutung zu erzielen, beunruhigend und ermutigend zugleich." Die "Wissenschaftlichkeit" des Kulturmarxismus (linker Liberalismus) beruht offensichtlich auf einem Trugschluss: "Wir sind durchwebt von Sinnvorstellungen und Bedeutungen anderer Menschen - Bedeutungen, die wir niemals selbst gewählt haben und die dennoch den Rahmen bilden für unser Verständnis von uns selbst und der Welt. In diesem Sinne und vielleicht sogar in jedem Sinne ist die Vorstellung, ich könnte den Sinn meines Lebens selbst bestimmen, eine Illusion." ("Der Sinn des Lebens", S.144f , S. 111) Es geht hier um das uralte, unlösbare Universalienproblem: Realismus (Inhärentismus) oder Anti-Realismus (Konstruktivismus, Subjektivismus, Relativismus, Voluntarismus: Kult des Willens usw.) Während der Realist weiß, dass er den Kosmos niemals ganz verstehen wird, glaubt der Subjektivist sein Weltbild nach den zweifelsfrei beschränkten rationalen Geistesgaben richten zu können: "Der Rationalismus entdeckt in der Welt nur eine dünne, begriffliche, mathematische Art der Determiniertheit, die sie zwar ihres materiellen Reichtums beraubt, sie aber als Rohstoff für eine rastlose Produktivität des Subjekts bestehen lässt. Dieses Subjekt ist jetzt die einzige Quelle, aus der Sinn und Wert hervorgehen, und kennt in seiner absoluten, gottähnlichen Freiheit keine Einschränkung." (Terry Eagleton "Was ist Kultur?: Eine Einführung", S117f)

Die Plausibilität des Werterealismus

Der atheistische Philosoph Thomas Nagel: "Es ist offenkundig, dass Lust und Schmerz als biologisch fest verankerte Reaktionen eine lebenswichtige Rolle für die Fitness bewusster Lebewesen spielen, selbst wenn sie keinen objektiven Wert hätten. Die realistische Position muss darauf bestehen, dass diese Erfahrungen, zu deren Wesen Begehren und Abneigung gehört, auch an sich einen positiven und negativen Wert haben; wenn wir darüber nachdenken, wird uns einsichtig, weshalb Werte mit gewissen Körperfunktionen wie Sex, Nahrungsaufnahme oder Verletzung verbunden sind, obwohl dies nicht mit Notwendigkeit zur evolutionäre Geschichte dazugehört. Werte dienen der Anpassung, aber sie sind mehr als das. Obwohl diese Erfahrungen nicht die einzigen Dinge sind, die objektiven Wert besitzen, zählen sie zu den auffälligsten Phänomenen, mit denen Werte in das Universum kommen, und zu den klarsten Beispielen, durch die wir mit etwas von wirklichem Wert bekannt werden. Werte dienen der Anpassung, aber sie sind mehr als das." Und Nagel folgert: "Aber im Fall der Werte und der praktischen Vernunft ist es meines Erachtens schlüssig, subjektivistisch zu sein, das heißt, alle Eindrücke objektiver Werte als illusionär zu betrachten und in den Abläufen praktischer Überlegung und moralischer Argumentation nichts anderes zu sehen als äußerst raffinierte Mittel, durch die festgelegt wird, was man letztlich will. ... Obwohl es mir unmöglich ist, diese Position zu übernehmen, denke ich nicht, dass sie nicht nachvollziehbar ist. Es geht aber darum, welche der beiden Positionen überzeugender ist." ("Geist und Kosmos: Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist" S. 159, 173, 179f)

Ent-Menschlichung durch Meinungstyrannei

Genderismus heißt jene in sich widersprüchliche Ideologie der Kulturmarxisten, die zwischen Natur und Kultur des Menschen nicht mehr zu unterscheiden vermag. Unsere postmodernen anthropologischen Kulturrevolutionäre sind leichtfertige "Zauberlehrlinge", die ernsthaft glauben, dass die lebenserhaltende Triebstruktur des Menschen in erster Linie ein Kulturprodukt sei, das durch ("fortschrittliche") frühkindliche Sexualerziehung (im Geiste des freudianischen materialistischen Glaubenssystems) fast beliebig manipuliert werden könne.

Angesichts der Totalitarismen des zwanzigsten Jahrhunderts hat C. S. Lewis schon 1943 darauf hingewiesen, dass auch den modernen Demokratien eine Konditionierung des Menschen droht: "Es liegt in der Macht des Menschen, sich selbst als bloß »natürliches Objekt« zu verstehen und seine eigenen Werturteile als Rohmaterial für beliebige wissenschaftliche Manipulationen zur Verfügung zu stellen. ... Der eigentliche Einwand liegt darin, daß der Mensch, der sich selbst als Rohmaterial verstehen will, auch Rohmaterial wird; nicht, wie er sich gutgläubig einbildet, Rohmaterial, das er selbst manipulieren wird, sondern das manipuliert wird durch den bloßen Trieb, das heißt durch die bloße Natur in der Gestalt seiner ent-menschlichten Konditionierer." (C. S. Lewis "Die Abschaffung des Menschen", S. 74])

Argumente gegen die materialistische Fortschrittsgläubigkeit

G. K. Chesterton: "Die Frage, ob der menschliche Geist Fortschritte machen kann oder nicht, wird viel zu wenig diskutiert; denn nichts könnte riskanter sein, als unsere Sozialphilosophie auf die Theorie zu gründen, über die, obgleich sie strittig ist, nie gestritten wir. Einmal angenommen, in der Vergangenheit habe es tatsächlich so etwas wie Zunahme oder Höherentwicklung des menschlichen Geistes gegeben oder es werde sie in Zukunft geben, dann müssen wir wenigstens gegen die heutige Form dieser Höherentwicklung schärfsten Protest einlegen. Das Ungute an der modernen Vorstellung vom geistigen Fortschritt besteht darin, dass dieser durchweg mit dem Sprengen von Fesseln, dem Beseitigen von Schranken, dem Abschaffen von Dogmen assoziiert wird. Wenn irgend es aber geistige Entwicklung geben soll, dann muss sie eine Entwicklung zu immer mehr festen Überzeugungen, zu immer mehr Dogmen meinen. Das menschliche Gehirn ist eine Maschine, die den Zweck hat, Schlüsse zu ziehen; kann sie das nicht, ist sie eingerostet. ' Der Mensch lässt sich kaum ' wie es bei Carlyle geschieht ' als Werkzeuge verfertigendes Tier definieren; Ameisen und Biber und viele andere Tiere fertigen gleichfalls Werkzeuge an, sie bauen sich eine Vorrichtung. Definieren lässt sich der Mensch hingegen als Dogmen verfertigendes Tier. In dem Maß, wie er Lehrsatz auf Lehrsatz und Schlussfolgerung auf Schlussfolgerung setzt, um die gewaltige Ordnung einer Philosophie oder Religion zu schaffen, wird er ' in dem einzig legitimen Sinn, den das Wort haben kann ' immer mehr zum Menschen." ("Ketzer", S. 242f)

Und der religionskritische Existenzphilosoph Karl Jaspers: 'Zum Abschluß befragen wir den Sinn unserer Frage: Wo stehen wir heute? Sie kann meinen: Wo stehen wir im Ganzen einer erkennbaren Weltgeschichte? Oder sie meint: Wo stehen wir im undurchdringlichen Horizont des Geschehens, dessen Gang sich unserem Blick entzieht. Die erste Frage will den Standort auf dem zu erkennenden Weg wissen; die zweite will die Situation erhellen, in der wir uns finden, ohne deren Herkunft und Ziel im Ganzen und ohne den Weg zu kennen. Der Sinn der Frage hat eine in beiden Fällen verschiedene Motivation des eigenen Handels zur Folge. Will ich den Standort auf dem an sich vorgegebenen, zu erkennenden Weg wissen, so möchte ich mit meinem Tun auf dem einzigen allein möglichen Weg mitgehen, meine Sicherheit in der Hingabe meines Daseins an die erkannte Notwendigkeit des Ganzen haben. Will ich dagegen die Situation, in der wir uns finden, erhellen, so weiß ich selber mich als noch mitverantwortlich für das keineswegs als notwendig vorgegebene Geschehen; es liegt auch an mir, was aus der Welt wird.
Im ersten Fall habe ich nur die Wahl entweder des Mitmachens, das mir Daseinsberechtigung gibt, oder des Gegenagierens, das mich nichtig werden läßt. Dort wachse ich als lebenswürdig mit der Macht des Ganzen, hier werde ich ausgelöscht als lebensunwert, werde zugleich vernichtet und verachtet. Daher gehorche ich und wage nichts aus eigener Verantwortung. Wage ich mein Dasein, gehorsam im Dienst, so gelte ich für den Befehlenden und dadurch für mich selbst als "Held", denn ich sterbe als Glied der als notwendig erkannten Geschichte.
Im zweiten Fall dagegen will ich wirken für das, was aus eigener, sich ständig prüfender, in Kommunikation mit meinen Freunden reifender Einsicht als gut begreife, ohne das Ganze zu wissen. Ich bin gewiß, daß sein und getan werden soll, was ich nach meinem Gewissen für recht erkenne, ohne es darum in der Welt als das notwendig Siegreiche beurteilen zu dürfen. Ich stehe im Kampf der Mächte, die ich nicht übersehe: Ich habe weder Ruhe, die das trügerische Bewußtsein gibt, in jedem Fall bei der siegenden Sache zu sein, noch die Ruhe durch die Anerkennung seitens der faktischen Macht, der ich gehorche. Vielmehr kann ich nun, wenn es vergönnt wird, nur mit der ganzen Ruhe leben, die der Gewißheit der Wahrhaftigkeit entspringt, welche unabhängig werden kann, so daß sie keiner Bestätigung bedarf, unbeirrbar noch in der Einsamkeit einer vom Menschen erzeugten Wüste vielleicht standzuhalten vermag. Diese Ruhe liegt in der alten Idee des Helden, dessen Charakter es ist, auch die Einsamkeit zu ertragen, zu sich selbst gekommen in der Freundschaft, immer bereit, teilzunehmen an der Gemeinschaft des Weltwirkens, aber seines Sinns gewiß noch im Scheitern.
Dieser zweite Fall scheint die Aufgabe des Menschen als Menschen zu sein: der Idee des Helden zu genügen nicht als des notwendigen Gliedes einer erkannten Geschichte, sondern als des durch Wahrheit in Freiheit geschichtlich ungewiß wirkenden Menschen. Aber niemand kann in seiner doch nie ganz erreichten Unabhängigkeit auch gewiß sein, die Aufgabe erfüllt zu haben. Gewiß aber ist, daß wer die Aufgabe anerkennt, die Frage: Wo stehen wir? wahrhaftigerweise nur als Forderung zur Erhellung der Situation, nicht als Bestimmung des Standortes in dem totalen Geschichtsgang auffassen darf.
Wo stehen wir heute? Frage und Antwort haben Wahrheit nur in der Bewegung zum Entschluß des eigenen Tuns." ("Wo stehen wir heute?", S. 45)
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am 9. September 2015
Kurz vor Ende seines Buches fragt Vladimir Palko uns, ob die Lektüre deprimierend gewesen sei.

Das ist sie in der Tat.

Ich glaube das das größte Manko des Buches ist es, kaum Ansätze zum Widerstand gegen die beschriebenen Entwicklungen zu liefern (dies geschieht ebenfalls nur ganz kurz und stattdessen in einer reinen Situationsbeschreibung zu verharren.

Grob gesehen habe ich drei Oberthemen herausgelesen:
1. Mitwirken von Christen und Kirche am Ende des Kommunismus
2. Entstehung der "Kultur des Todes"
3. Heutige Situation der Entchristianisierung, Christenverfolgung Aufstieg der linken anthropologischen Revolution

Allein das "Ende" des Kommunismus (ich setze das bewußt in Anführungszeichen, weil durchaus Zweifel berechtigt sind, dass das schon das Ende war), ist natürlich ein riesiges Feld. Als jemand der immer im "Westen" gelebt hat und keine Beziehungen zum damaligen "Osten" hatte, kann ich die sehr detaillierte Schilderung christlicher Aktivitäten unter kommunistischer Herrschaft nur so glauben,. Natürlich, die Rede Johannes Paul II. ist mir erinnerlich, auch das viele Menschen in der "DDR" ihren Widerstand in den Kirchen begannen, habe ich gehört.
Dennoch bin ich überzeugt davon, dass unter kommunistischer Herrschaft so viele "Systemfeinde" erledigt wurden, nicht zuletzt viele gemäßigte Politiker und Gewerkschaftler, dass auch ohne christliche Glauben, einfach durch Empathie und Mitmenschlichkeit der Keim zum Widerstand gelegt wurde. Und schlussendlich, ohne die Entscheidungen eines Michail Gorbatschow hätten die kommunistischen Systeme das absterben noch einige Zeit hinauszögern und einen sehr viel größeren Blutzoll zu ihrem Ende fordern können.

Wo ich dem Autor absolut folgen kann, ist die kopfschuettelnde Fassungslosigkeit die einen befällt, wenn man sieht was danach passierte.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit waren (bis auf einige Bauernopfer) Kerkermeister, Mauerschießer, Menschenlebenkaputtmacher u. ä. vergessen, gar rehabilitiert oder mittlerweile gefeiert - und eigentlich stand der Kommunismus als Ideologie bei Intelektuellen (und solchen die meinen welche zu sein) im Westen nie besser da als heute (so viel zum Sieg).
Was die Errichtung der kultur des Todes angeht, mit der Herr Palko die Freigabe der Abtreibung und den Epidemieartigen Anstieg derartiger Tötungen angeht, muss ich zugeben, dass ich mich offensichtlich einer naiven Denke ergeben hatte. Auch wenn ich nie davon ausgegangen bin, dass eine Entscheidung zur Abtreibung leichter Hand getroffen wird (hier strafen mich einige Feministinnen aber offensichlich der Lüge), war ich immer davon ausgegangen, es handele sich dabei um die Entfernung befruchteter Eizellen - das will ich wirklich nicht verharmlosen, aber die die grausame Wirklichkeit zerissener Föten und Spätabtreibungen, kann ich nur mit Fassungslosigkeit und Entsetzen zur Kenntnis nehmen.
Ich habe letztens den Spruch gehört, dass es mittlerweile selbst den Teufel graust, wenn er sieht zu was die Menschen fähig sind - das passt aus meiner Sicht sehr genau auf diese Situation.
Ich finde nicht, dass man Christ sein muss, um mit Ekel und Abscheu zu reagieren.
Palko beschreibt, dass die Haltung zur Abtreibung geradezu ein Bindemittel linker Parteien ist. Das mag so sein, wenn man aggressive Krakeeler, Femi- und sonstige "isten", Millionärssöhnchen deren linksein sich auch schiere Menschenfeindlichkeit beschränkt usw. als typisch links annimmt, aber ich weigere mich einfach zu glauben, dass der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, der engagierte Gewerkschafter und all die Menschen, denen es um die Verbesserung der Lebensumstände der "einfachen Menschen" geht, dass genauso sehen.
Tatsächlich, auch das beschreibt Vladimir Palko, sind es nahezu ausschließlich Politiker christlicher Parteien, die die entsprechende Ausweitungen der Abtreibungsregeln umgesetzt haben.
Hier ist eigentlich eher eine Frage nach dem Zustand des Christentums geboten, was glaubt denn ein sog, christlicher Politiker ? An Gott ? An welchen denn ?
Zum dritten Punkt empfiehlt sich in der Tat ein Blick auf die aktuelle Situation.
Bevor die Flüchtlingskrise alles andere in de Schatten stellte, hatte man zeitweilig den Eindruck die Homoehe wäre das beherrschende Thema unserer Zeit, morgens beim rasieren, abends beim zähneputzen ständig konnte man die neuesten "Erfolgsmeldungen" dazu aus dem Radio hören. Herr Kleber erzählt uns, dass wir uns gefälligst über homosexuelle Beziehungen unserer kinder zu freuen haben, in den Schulen sollen schon die Kleinen mit entsprechendem Unterrichtsmaterial auf die sexuelle Wirklichkeit von Randgruppen gedrillt werden, 150 Lehrstühle beschäftigen sich mit orwellscher Umdeutung bestehender Begrifflichkeiten und schlussendlich kann die Erzählung von Weihnachten im Kindergarten zum Jobverlust führen, oder bei Verweigerung eine Homoehe zu schließen sogar ein Gefängnisaufenthalt winken.
Gerade erst konnte der Zensurversuch einer eigentlich vollkommen belanglosen Talkshow durch einen sog. Frauenrat verhindert werden.

In der Tat scheint es so, dass wir geradewegs in diktatorische Verhälnisse laufen.

Aber warum das so ist, und was dagegen zu tun wäre, dazu liefert Vladimir Palko zu wenig.

Und auch, wenn ich die o. g. Themen fürwahr als wichtig empfinde: Jetzt brauche ist erstmal was aufbauendes - man möge es mir nachsehen.
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am 12. Juni 2015
Palko beschreibt, wie die Politiker bei der Errichtung eines immer totalitäreren Regimes in EU und USA mitmachen. Besonders die christdemokratischen. Abtreibung und Gender Mainstreaming spielen eine Schlüsselrolle.
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am 27. Januar 2015
Einziger Minuspunkt ist der Preis von 12,80 Euro. Aber so was kann man sich ja hin und wieder leisten.
Und die Übersetzung vom Slowakischen ins Deutsche hat den Verlag bestimmt auch ein was gekostet...
Zum Inhalt:
Vladimir Palko, langjähriger Abgeordneter im Nationalrat und von 2002 bis 2006 Innenminister der Slowakei, ist einer der Christen, die Jahrzehnte hindurch im Kampf mit der kommunistischen Diktatur gestanden haben und deren Verfolgung erlitten. Nach 1989 erlebten er und andere, wie sich ihre früheren Unterdrücker innerhalb kürzester Zeit an das westliche System anpassten und dort bereitwillig aufgenommen wurden. Menschen, die wie Palko selbst in einer Diktatur lebten, haben ein besonders feines Gespür dafür, wann die Freiheit bedroht ist. Sie wissen, wenn im Namen der Freiheit damit begonnen wird, die Freiheit zu zerstören.

In seinem Buch zeigt Palko die Gefahr einer neuen Tyrannei in Europa drastisch auf. Er beschreibt, wie in der Europäischen Union und in Nordamerika die neue Political Correctness immer mehr Boden gewinnt und gibt Antworten auf Fragen wie:
•Wären heute die Nürnberger Prozesse möglich?
•Welche Ideologie siegte im Kalten Krieg?
•Wussten Sie, dass der Kommunismus in Brüssel entstanden ist?
•Wie hat sich die kommunistische Ideologie im Westen verändert, nachdem sie im Osten begraben wurde?
•Gibt es heute in Europa und in Amerika Christenverfolgung?
•Welchen Charakter haben heute im Westen christliche politische Parteien?
•Entsteht in der katholischen Kirche ein stiller Bürgerkrieg?
•Wie würde eine Weltregierung aussehen, falls sie kommt?
Fragen, mit denen sich jeder freiheitsliebende Mensch beschäftigen sollte!
Seit ich vor einigen Jahren das erste Mal zufällig auf die Webseite
"Probleme in Deutschland, die gelöst werden müssen"
stieß, neige ich auch dazu die Dinge zu hinterfragen.
Auf die Frage nach der Christenverfolgung kann ich persönlich z.B. leider nur mit "Ja" antworten.
Christen werden besonders in Deutschland alles andere als gut behandelt!
Das sieht auch die "Kirche in Not" so, die deswegen eine Broschüre mit dem Titel: "Wehret den Anfängen" Vortrag von Erzb. Gänswein herausgebracht hat.
Auch sehr lesenswert.
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am 22. November 2014
Dieses Buch ist vor allem für Personen, die sich auch dafür interessieren, was eigentlich so in der Politik vor sich geht. Ich hab mich mit Politik noch nicht sehr eingehend befasst, vor allem das was man eben so aus den Medien hört. Nach diesem Buch merkt man erst, was eigentlich wirklich alles schief läuft in unserer Gesellschaft. Dinge, über die man früher nur gedacht hat, sowas kann es doch nie mals (mehr) geben, wie die Euthanasie von Kindern und Kranken (siehen 3. Reich) kommt heute schon fast so in vielen Gesetzen der Welt so vor.
Das Buch regt wirklich zum Nachdenken an. Auch wer kein Christ ist, sollte das Buch mal lesen, um zu sehen, was eigentlich so vor sich geht, auch aus nicht christlicher Sicht läuft einiges falsch.
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am 15. August 2015
Das Buch vermittelt ziemlich ausführlich und genau den Weg der christlichen Parteien und dessen Führer ins Verderben. Allerdigs wird über die deutschen christlichen Parteien nur wenig berichtet. Der Schwerpunkt liegt auf den europäischen, amerikanischen und insbesondere auf der slovakischen Politik.
Die Urteile des Autors sind nur davon abhängig ob ein Präsident oder Politiker für die Abtreibung oder für die Homo-Ehe gestimmt haben. Dabei lässt er unberücksichtigt welche Verbrechen die Präsidenten sonst noch begangen haben. So schneiden die Ex-US-Präsidenten Nixon oud Reagan ziemlich gut ab weil sie gegen die Abtreibung waren. Das sie dabei millionen von Menschenleben im Vietnam-Krieg oder in der Iran-Contra-Affäre zu verschulden haben bleibt unerwähnt.
Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen der wissen will wohin uns die Politiker in den nächsten Jahren führen werden. Wenn die christen dieser Welt nicht bald aus ihrem Dornröschenschlaf aufwachen, dann werden die Konsequenzen verheerend sein.
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am 7. August 2014
kenntnisreich, unbedingt zu lesen, wenn man die Hintergründe der EU und US-Politik verstehen willkenntnisreich, unbedingt zu lesen, wenn man die Hintergründe der EU und US-Politik verstehen will
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