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TOP 50 REZENSENTam 29. April 2014
Ich habe aufgehört, Autoren zu lesen, die anmerken, beiläufig, in Hochglanzbroschüren und PR Verlautbarungen, dass sie in Kairo, New York und München leben & arbeiten, zum Beispiel. Ich kann mir vorstellen, wie hart kämpfende Schriftsteller die Ungerechtigkeit gehypter Marketingstrategien empfinden. All die Talkshowgäste mit Buch in der Hand, Biografien mit 24, Dschungelkönige, dies und das immer Gleiche tönend. Das Entscheidende heute ist: der Lebenslauf muss brüchig, verrückt, anders, neu, global und so weiter sein. Das Bild oder Image hat Worte weitgehend ersetzt.

Jochaim Zelter wirft mit dieser Novelle ein erhellend schräges Licht auf die immer schneller drehenden Romanachterbahnen, auf nach oben drehenden, atemberaubenden Beschäftigungsumschlagsgeschwindigkeiten für den Literaturbetrieb - auf Marketingfachleute, Lektoren und Rezensenten.

Der Ich-Erzähler verhilft einem hartnäckigen Anfänger zu höchsten Höhen, der ihm, dem "Herrn Schrieftsteller" Frage auf Frage stellt, ihn täglich verfolgt, einfach anfängt zu schreiben und durch Zufall auf die richtige Mine trifft, während der selbstlose Herr Schrieftsteller immer mehr in Schieflage gerät, in den Bereich einer verstiegen mutlosen Lage, umgeben von blockierenden Wänden, aus denen kein Entkommen möglich scheint.

Ein gelungenes Requiem auf den Literaturbetrieb, witzig und hintersinnig geschrieben, ein Genuss für alle, die noch an ihrem "curricularem Vitalismus" arbeiten müssen-wollen. So oder so ähnlich darf man sich den Literaturbetrieb in der Tat vorstellen. Vieles wird Autoren wohl beigebracht, bloß nicht geniale Strategien der Vermarktung, die heute echte Literaturkost oft leider weit nach unten durchreicht, dorthin, wo Schieflachen und Schieflagen die einzigen Konstanten eines Autorenlebens bleiben.

Dabei ist der Leser der erweiterte Autor und vielen gefällt wohl, wenn der Dichter ebenso klug ist wie er selbst und nicht jene Schriftsteller schätzt, deren Kost wie ein Messer ist für das gefrorene Meer in uns. Jochaim Zelter, das entnehme ich wikipedia, lebt und arbeitet übrigens in Tübingen. Er stammt aus einer Maurerfamilie und einer seiner Vorfahren ist Carl Friedrich Zelter, der ebenfalls dieses Handwerk erlernte.
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am 12. Dezember 2013
Ein Schriftsteller wird von einem Mann verfolgt, der sich auch für einen Schriftsteller hält und ihm sein Manuskript hinhält: "Biete einen Blick werfen!"
Damit beginnt ein absurd komischer Reigen, in dem der Schriftsteller miterleben muss, wie der Mann, der weder die deutsche Sprache beherrscht noch einen Ahnung vom literarischen Schreiben hat, aufgrund der Marktmechanismen des Literaturbetreibs zum Bestseller-Autor wird. Er kann nämlich einen aufregenden Lebenslauf mit Aufenthalten an vielen exotischen Orten der Welt vorweisen und das ist viel wichtiger als literarisches Können!
Herrlich bissig geschrieben und mit dem Finger genau in der Wunde unseres heutigen Literaturbetriebs!
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am 3. August 2014
Zelter nimmt das Streben nach Individualität und Exklusivität herrlichst auf die Schippe und verdeutlich zugleich, was passiert, wenn der Blick nur bis zur - zwar auf Hochglanz polierten, aber nicht viel enthaltenden - Oberfläche reicht:er zeigt, auf was man verzichtet, wenn man sich mit einem ersten Eindruck und bunt ausgeschmückten Superlativen zufrieden gibt, sich davon blenden lässt und schliesslich sogar die eigenen Auswahlkriterien aufgibt. Hier wird ein Publikationstrend, dem zufolge sich aber auch alles als Autobiographie verkaufen lässt, ad absurdum geführt! Die Frage nach der Entwicklung der gegenwärtigen Literaturwelt, aber auch der Präferenzen der Leser wird durch die Satire noch eindringlicher, noch lauter.
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am 4. September 2013
In herausragender Sprache stellt Zelter die absurden Irrwege des modernen Literaturbetriebes dar. Als Leser hofft man, die Lage möge nicht ganz so hoffnungslos sein, wie er sie zeigt.
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am 9. Februar 2014
Eine kleine Novelle, die wohl so manchem (mancher) aus der Seele spricht, wenn er oder sie entsprechende Korrektureinsätze hinter sich brachte.
Der Aspekt der Motivationsseite lässt natürlich an all die van Goghs etc. denken, die es auf der grossen, weiten Welt geben mag;
ironisch bis zynisch gestaltet sich dagegen die Sicht auf die Verlegerseite...
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