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116 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Stärke, Schicksal zu akzeptieren - weit mehr als Betroffenheitsbelletristik
Ach ja. Wieder ein - wenn auch infolge tragischer Umstände - mehr aus Zufall bekannt gewordenener Mensch, der seinen Leidensweg larmoyant in klingende Münze zu transferieren versucht. Gab es immer. Ghostwriter im Hintergrund, den schnellen Reibach im Blick, wird ein nichtssagendes "Werk" auf den Markt geworfen, das infolge der sensationslüsternen...
Veröffentlicht am 5. Mai 2012 von Ulrich Groh

versus
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön gestaltetes Buch, aber wenig Inhalt
Es ist nicht leicht, dieses Buch zu bewerten. Das möchte ich ganz zu Beginn klarstellen. Ich bewerte hier nicht die Lebensdramatik von Samuel Koch oder seinen Leidensweg, sondern den Inhalt des Buches, wobei 3 Sterne für mich folgende Bedeutung hat: "Gutes Buch, lesenswert, würde ich aber nicht jedem empfehlen."
"Zwei Leben" von Samuel Koch, diesem in"...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2012 von Regine Bacherle


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116 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Stärke, Schicksal zu akzeptieren - weit mehr als Betroffenheitsbelletristik, 5. Mai 2012
Von 
Ulrich Groh (Mittelhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Ach ja. Wieder ein - wenn auch infolge tragischer Umstände - mehr aus Zufall bekannt gewordenener Mensch, der seinen Leidensweg larmoyant in klingende Münze zu transferieren versucht. Gab es immer. Ghostwriter im Hintergrund, den schnellen Reibach im Blick, wird ein nichtssagendes "Werk" auf den Markt geworfen, das infolge der sensationslüsternen Medienpräsenz des so Gebeutelten zum Verkaufsschlager wird und nichts als Schales hinterlässt. Und postwendend entsorgt/verkauft/verschenkt wird.
So mein Vorurteil, als ich dieses Buches als gutgemeintes Geschenk habhaft wurde. Keine 20 Seiten Lektüre brauchte es, um mich staunend all dieser Vorurteile zu entledigen. Larmoyanz? Fehlanzeige. Nichtssagende Phrasen, um jenen TV-Abend herum gestrickt und endlos ausgewalzt, doch völlig substanzlos? Keineswegs. Staunend, mitunter auch ehrlich bewegt, nimmt man zur Kenntnis, dass hier keine sensationsheischende Betroffenheitsbelletristik vorliegt, sondern ein junger, vom Schicksal gebeutelter Mann erzählt, der weit mehr als sein tragisches Los mitzuteilen weiß: Nämlich den Weg, wie man Unumstößliches angehen, gar bewältigen kann, das wohl den meisten von uns Schauer des Entsetzens über den Rücken jagt bei der Vorstellung, sich selbst in einer solch schier ausweglosen Situation zu befinden. Es schreibt ein Mensch, der - fest im Glauben verwurzelt - lernen musste, sich mit dem Unabänderlichen zu arrangieren, es anzunehmen, das Beste daraus zu machen. Genau darin besteht auch die Daseinsberechtigung seiner Schilderung: Zeigt Samuel Koch doch Wege auf, Schläge zu verarbeiten, die uns alle auf welche Art und Weise auch immer allesamt treffen können, ohne in Verzweiflung zu versinken.

Ob dies nun beabsichtigt war, gar kalkuliert wurde, sei dahingestellt, da irrelevant. Wichtig alleine ist die gehörige Portion an Zuversicht, die man bei dieser Lektüre zu beziehen imstande ist und die auf zumeist weitaus weniger gravierende Schläge abzielt, auf die jeder von uns irgendwann einmal zusteuert, da nun einmal kein Leben fern jeglicher tiefgreifender Einschläge bleibt.

Bewundernswert in jedem Fall der Mut, die Akzeptanz sowie die Einsicht in die aktuellen Gegebenheiten, die das schwere Schicksal dieses Mannes dennoch lebenswert geraten ließen. Davon können wir uns alle (mehr als) eine Scheibe abschneiden.
Alles Gute diesem Tapferen und - danke für die Zuversicht, der man sich nicht entziehen kann!
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45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, tiefgründig, berührend und nachhaltig!!, 16. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch gekauft, da ich selbst auf einer Station mit querschnittgelähmten Menschen tätig bin.
Die erste Hälfte habe ich in einem Zug gelesen, da es mich ungeheuer gefesselt hat. Die Dramatik dieses schrecklichen Unfalls ist deutlich spürbar und spitzt sich von Seite zu Seite erheblich zu.
Die Ehrlichkeit mit der Samuel schreibt ist sehr berührend und auch die Biografie dahinter zeigt, wie intensiv der Zusammenhalt in der Familie Koch ist.
Auch die letzten Seiten des Buches über den Sinn und die Wertigkeit im Leben haben mich sehr berührt,
sowie der Vergleich zwischen Menschen die in der Öffentlichkeit stehen und ein solcher Unfall passiert mit sogenannten "No name" Patienten.
Gerade auch Krankenpflegepersonen oder Ärzte sollten sich mit einer solchen Thematik befassen um sich a)selbt wieder besser reflektieren zu können und b) um sensibel zu bleiben für den hoffentlichen Rest ihrer beruflichen Laufbahn.
Denn ich glaube, dass man ab einer gewissen Zeit in einem solchen Job, auch abstumpft und die Lebensgeschichten von Personen nicht mehr an sich heran lassen kann und möchte.
Dieses Buch öffnet uns die Augen,so manche Unzufriedenheit des Alltags kann belächelt werden und die Großartigkeit des Augenblicks bzw. des gesamten Lebens kann dann wieder wahrgenommen und gefühlt werden.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur noch dankbar ..., 9. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch gekauft, nachdem ich von einer Bekannten auf die Sendung "Günter Jauch" im ARD aufmerksam gemacht wurde, bei der es um Samuel Koch ging. Das Buch hat mich beim Lesen sehr bewegt, und irgendwie kann ich sagen, es hat mein Leben verändert. Ich kann diesen jungen Mann nun besser verstehen - nachvollziehen, wie sein Leben vorher war, was sein "Schatz in Leben" gewesen ist (vor allem die unglaubliche Freude über die eigene Beweglichkeit, die Begeisterung für den Sport, das Abenteuer, etwas Neues auszuprobieren)und wie es dann letztlich zu dieser Wette kam. Und wie anders, wie unendlich mühsam nun alles für ihn geworden ist ... Ich finde das Buch sehr ergreifend und authentisch, und die negative Kriktik eines meiner Vorgänger finde ich sehr hart und auch ungerecht. Nein, ich glaube bestimmt nicht, dass es bei dem Buch darum ging, "Reibach" zu machen ... Wie gern würde S.K. auf das dadurch möglicherweise zu verdienende Geld verzichten, wenn er dafür seine Gesundheit noch hätte! Aber nachdem es nun mal so gekommen ist, finde ich es gut, wenn er dadurch seinen Lebensunterhalt (vielleicht) wieder selbst verdienen kann, anderen Menschen zu einer neuen Sichtweise ihres Lebens verhilft und zudem noch Verständnis für Menschen in ähnlicher Lage weckt. Ich bin Samuel Koch und dem Co-Autor Christoph Fasel einfach dankbar dafür, dass sie das Buch geschrieben haben.
Bei mir sind nach dem Lesen tiefes Mitgefühl und eine unendliche Dankbarkeit zurückgeblieben. All die eigenen gesundheitlichen Probleme, die mich gelegentlich bedrückten, erscheinen mir nun so winzig, so unwesentlich ... Ich schaue auf das, was ich alles tun kann, wie selbstbestimmt ich leben darf, und denke, wenn mir mal etwas mühsam erscheint (oh Mann, schon wieder die Spülmaschine einräumen, mit den Hunden laufen, ein Essen auf den Tisch stellen ...): Wie dankbar und glücklich wäre Samuel Koch, wenn er dies tun könnte. Wie gern würde er die Wäsche aufhängen, die leidige Steuererklärung erledigen ...
Ich bin ebenfalls Christ und finde auch die Art, wie er das Vorgefallene in Bezug auf seinen Glauben einordnet, einfach gut, wohltuend - nicht vorschnell, sondern durchdacht, mit Raum für Fragen und Zweifel, auch Selbst-Hinterfragung.

Ich möchte einfach danke sagen für dieses wertvolle Buch, das nicht nur ein Einzelschicksal schildert, sondern mir zudem geholfen hat, etwas besser zu verstehen, mit welchen Schwierigkeiten gelähmte oder anderweitig behinderte Menschen zu kämpfen haben. Ich wünsche S.K. von ganzem Herzen gesundheitliche Fortschritte, ein allmähliches Wiedererlangen weiterer Körperfunktionen - aber auch wenn es in dieser Hinsicht nicht so kommen sollte, wie man hofft und wünscht, an diesem Trost dürfen wir als Christen unbeirrbar festhalten: "Darum geben wir nicht auf. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert. Was wir jetzt leiden müssen, dauert nicht lange und ist leicht zu ertragen in Anbetracht der unendlichen, unvorstellbaren Herrlichkeit, die uns erwartet" (2. Korinther 4,17). Das ist kein "Vertrösten" auf die Ewigkeit, sondern eine reale Hoffnung, deren Verwirklichung wir Tag für Tag ein Stück näher kommen.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Samuel Koch, 25. April 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich habe jetzt das Buch gelesen und nach den ganzen Diskussionen, habe ich festgestellt, es ist anders als ich dachte und wahrscheinlich auch anders wie viele nach den TV-Auftritten von Samuel Koch annehmen.
Samuel Koch hat eine tragische Entscheidung getroffen, als er diesen Auftritt bei "Wetten dass" nicht abgesagt hat. So eine Entscheidung kann jeder von uns in seinem Leben treffen und die Folgen können so schlimm sein wie bei Samuel Koch oder gar den Tod bedeuten.Wir treffen Entscheidungen und müssen damit leben, wenn diese Entscheidung für uns schlimme Folgen hat.

Natürlich steht Samuel Koch in der Öffentlichkeit, weil so viele den Unfall bei "Wetten dass" gesehen haben. Deshalb ist auch das Interesse der Medien groß zur Veröffentlichung dieses Buches. Interessant ist erstmal, dass das Buch in einem christlichen Verlag erscheint, obwohl Samuel Koch mehrere Angebote von verschiedenen Verlagen hatte und Samuel Koch wollte dieses Buch zuerst gar nicht veröffentlichen, weil er noch nicht so weit war. Er konnte noch nicht sagen, dass er es geschafft hat, dass er wieder ganz gesund wird.

In diesem Buch lernen wir den Menschen Samuel Koch kennen, wie er aufgewachsen ist, seine Familie, seine Freunde, Hobbys und seinen Glauben. Auch dem Auftritt bei Thomas Gottschalk sind einige Seiten gewidmet. Man liest mit Erstaunen, was es da alles an Vorbereitungen gab, Proben, der Bodenbelag wurde geprüft, der TÜV musste alles abnehmen usw. Und eigentlich wollte sich Samuel Koch nach diesem Auftritt zurückziehen und sich auf sein Studium konzentrieren. Aber dazu ist es ja nicht mehr gekommen.

Es kann gut sein, dass Samuel Koch nach dem Unfall im Krankenhaus anders behandelt wurde wie ein normaler Kassenpatient. Allerdings hat er wohl körperlich und seelisch ähnliches durchgemacht wie andere Unfallopfer mit denselben Verletzungen. Dadurch, dass jetzt viele das Buch lesen, geraten Rollstuhlfahrer und Menschen, die auch so ein Schicksal erlitten haben
ins Visier der Öffentlichkeit und mancher, der jetzt einem Menschen mit diesen Verletzungen begegnet, wird jetzt wissen, wie sich sein Gegenüber fühlt und wie es ihm ergangen ist.

Im größten Teil des Buches erleben wir Samuel nach seinem Unfall. Wie er sich fühlte, was er erlebt hat. Kurz nach dem Unfall gerät er in Lebensgefahr und muss Notoperiert werden. Alle Kosten übernimmt übrigens Samuels Krankenkasse. Das Wichtigste so stellt sich schnell heraus, ist für Samuel der Glaube. Erst dieser gibt ihm die Kraft alles zu ertragen und durchzustehen. Weiterzudenken, wenn er eigentlich verzweifeln möchte. Der Glaube ist es auch, der ihm eine Perspektive für die Zukunft schenkt, die Hoffnung vielleicht eines Tages doch wieder gehen zu können.

In dem Buch sind auch einige Fotos von Samuel und seiner Familie enthalten, vor dem Unfall, Bilder wie er turnt z.B. Nach dem Unfall um 22 kg leichter, Bilder vom Rollstuhl und Krankenbett.

Mich hat das Schicksal von Samuel Koch bewegt, genauso bewegt mich aber jeden Tag das Schicksal anderer Menschen. Egal, ob Unfallopfer, krank mit einer tödlichen Krankheit oä. Nie sollte es uns egal sein, was mit unseren Mitmenschen passiert und ob vielleicht jemand unsere Hilfe braucht. Deshalb bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben, weil es mir ein wenig gezeigt hat, was im Leben wichtig ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ehrliches Buch, 17. Mai 2012
Von 
Agnes-Bernadette - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Wenn es um eine Biografie geht, finde ich es immer etwas schwierig, eine Rezension zu verfassen, weil es bei einer solchen doch eigentlich um die Bewertung eines Buches geht, darum zu beschreiben, ob die Lektüre gefallen hat oder nicht. Das kann bei einer Autobiografie aber meiner Meinung nach keinesfalls die oberste Prämisse sein. Im Folgenden möchte ich deshalb vor allem schildern, welchen Eindruck ich von diesem Werk habe.

'Wetten, dass...' war eine Unterhaltungsshow und bot im Rahmen dessen Millionen von Menschen Sensation und Spannung. Es ist hier nicht von Bedeutung, ob man das nun gut fand oder nicht. Was mir allerdings zusagt, ist, dass Samuels Buch nicht 'auf diesen Zug aufspringt'. Soll heißen: Die Biografie dient wahrlich nicht der Unterhaltung und Sensationsgier der Massen. Nach all den Schlagzeilen zu dem Unfall und zur Person Samuel Koch meldet er sich nun selbst zu Wort. Das finde ich bewundernswert. Zum einen gehört sehr viel Mut dazu, so offen mit einer derart schweren Behinderung umzugehen und zum anderen hat er zwar meistens, aber keines falls ausnahmslos, positive Erfahrungen gemacht, wenn e darum ging, mit einem solchen Erlebnis und dessen Folgen in der Öffentlichkeit zu stehen.

Im Buch erfährt der Leser zunächst einiges über die Zeit vor dem Unfall. Samuel beschreibt seine Kindheit, seine Jugend, später die Monate und Wochen unmittelbar vor dem Unfall. Schnell wird klar, dass Bewegung von Anfang an eine sehr bedeutsame Rolle in seinem Leben gespielt hat. Wir lernen einen risikofreudigen, abenteuerlustigen aber auch einfühlsamen und hilfsbereiten Menschen kennen. Man erfährt, welche Umstände zu seinem Auftritt bei 'Wetten, dass...' geführt haben und warum er sich darauf eingelassen hat.

Natürlich schildert Samuel auch die Zeit nach dem Unfall. Hier ist es mir oft sehr schwer gefallen, weiter zu lesen, weil nicht nur der Unfall selbst genauer erklärt wird, sondern auch die sehr schwere Zeit auf der Intensivstation. Da gibt es dann Abschnitte wie: 'Ich rief tonlos: 'Hilfe! Ist denn keiner da? Kann mir keiner helfen? Ich kriege keine Luft mehr! Ich ersticke!' Ein Albtraum aber real.' (Seite 87)
Für Samuel aber auch für seine Familie und seine zahlreichen Freunde muss eine unvorstellbar harte Zeit gewesen sein. Und dennoch erfahren wir ' gerade in dieser Ausnahmesituation ' Schönes: Deutlich wird neben dem beispiellosen familiären Zusammenhalt auch die bedingungsloser Anteilnahme und Hilfe vieler Freunde. Ich halte es für sehr mutig von Samuel, sich an diese schlimme Zeit im Krankenhaus zurückzuerinnern und diese Erinnerungen mit dem Leser zu teilen.
Im letzten Teil des Buches erklärt der einstige 'Wetten, dass..-Kandidat, wie sein Leben jetzt aussieht. So erklärt er beispielsweise wie sich seine Einstellung zum Thema 'Lebensqualität' verändert hat: 'Früher hätte ich so etwas wie einen Wohnort in direkter Nähe zum Surfstrand ('.) unter dem Begriff Lebensqualität verbucht. Heute ist es für mich ein Stück Lebensqualität, wenn mir ein Freund die Mütze ohne große Erklärungen auf Anhieb genau so aufsetzt, wie ich es gerne hätte...' (Seite 164)
Diese Offenheit und auch Samuels Humor, wenn es um seine heutige Lebenssituation geht, lassen das Buch in meinen Augen auch zu einer Hilfe für die Menschen werden, die ähnliches erlebt haben. Und so lässt sich als Fazit sagen:
Vielleicht kann Samuel sich selbst nicht mehr bewegen mit diesem offenen und ehrlichem Buch jedoch bewegt er die Leser und das, ohne Rührseligkeit oder gar Selbstmitleid: 'Mir liegt auch gar nichts daran, in der Öffentlichkeit rumzujammern, wie schlecht es mir geht. Selbstmitleid macht mir nur selten Spaß. Unehrlichkeit aber auch.'" (Seite 141).
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen! Denn erleben wollen Sie das sicher nicht, 24. Mai 2012
Von 
Petra Fischbck (Duesseldorf, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich den anderen Meinungen nur anschließen und das Buch empfehlen!

Es ist zu Recht ein Bestseller - nicht, weil Samuels Unfall eben "zufällig" vor laufender Kamera passierte, sondern weil genau beschrieben wird, was so eine Lähmung eigentlich bedeutet. Was passiert auf der körperlichen Ebene? Wie verhalten sich die Ärzte, das Pflegepersonal? Wie geht die Familie damit um? Wie reagiert das Umfeld? "Zwei Leben" vermittelt einem das Gefühl, hautnah dabei gewesen zu sein. Man kann sozusagen aus nächster Nähe beobachten, wie aus einem sportlichen jungen Mann ein Rollstuhlfahrer wird.

Nur, weil in einem winzigen Moment etwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte.

Selbst erleben werden das zum Glück die Allerwenigsten. Aber wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie Rollstuhlfahrer mit etwas anderen Augen sehen. Die meisten von ihnen könnten wohl eine ähnliche Geschichte erzählen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mutmachend und auch witzig, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Es ist trotz all seiner Tragik und Traurigkeit ein mutmachendes Buch.
Und auch ein unglaublich witziges Buch.

Samuel Koch ist der junge Mann, der im Dezember 2010 bei Wetten daß..? so unglücklich stürzte, daß er jetzt vom Hals abwärts gelähmt ist.

Im Buch schildert er sein Leben vorher (als Turner, Stuntman, Artist und Student) und jetzt als vollständig auf Hilfe von außen angewiesener Tetraplegiker.

Er beschäftigt sich mit der Schuldfrage und kommt zu einem überraschenden Ergebins. Er läßt uns seine erstaunlich menschenzugewandte Persönlichkeit entdecken und spricht auch immer wieder über seinen tiefen Glauben.

Erstaunlich, mit wie viel Mut und Fröhlichkeit er trotz oftmals unerträglicher Schmerzen (Zitat: "Steigerungen (der Schmerzen) sind jederzeit möglich") sein Leben meistert.

Ein Buch, das man nicht wieder aus der Hand legen mag.
Ein Buch dessen Lektüre Spuren hinterläßt.
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94 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich wollte doch wieder laufen können, 23. April 2012
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Wohl fast alle kennen das Schicksal von Samuel Koch. Im Buch erfährt man nun, wie er vor dem Unfall lebte und wie er seitdem versucht, ins Leben zurückzukehren. Natürlich gibt es die üblichen Floskeln wie: "Die Vergangenheit ist abgehakt" oder "Ich schaue nur noch nach vorn". Aber Koch weiß, dass dies nur Illusion wäre. Dafür war der Einschnitt zu tief - der Buchtitel "Zwei Leben" deutet es ja schon an. Stattdessen lässt er uns im Buch teilhaben an dem gerade laufenden Prozess, sein Leben wieder neu aufzustellen, mit allen Fortschritten, Rückschlägen, Ängsten und nach wie vor offenen Fragen. Und das macht das Buch so lebendig und lesenswert.

Zum Unfall selbst schreibt Samuel Koch, dass er nicht mehr viel weiß von den Minuten unmittelbar davor und danach. Deshalb gibt er im Buch vor allem die Beobachtungen seiner nächsten Angehörigen wieder, die ja alles hautnah miterleben mussten. Etwa die Aussage seines Vater, der das Auto fuhr, auf das er prallte. "Ich bin vielleicht noch 10 Meter gefahren, dann habe ich angehalten und gewusst, es ist etwas Schreckliches passiert".

Wie dramatisch die Tage nach dem Unfall wirklich waren, erfährt man nun erstmals durch das Buch. Das besonders Tragische dabei war, dass Samuel Koch in den ersten 40 Stunden noch Arme, Beine und Hände bewegen konnte, und erst dann die Kontrolle über seinen Körper verlor - und damit die Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang. Zitat: "Am Montag stieg die Lähmung meinen Körper hoch. Erst wurden die Beine taub, dann konnte ich die Arme nicht mehr bewegen. Mittag hatte ich das Gefühl zu ersticken". Eine Not-OP musste durchgeführt werden, bei der es um Leben und Tod ging.

Er überlebte und was folgte war die Hoffnung auf Besserung. "Ich wollte doch wieder laufen können" schreibt Samuel Koch. "Aber langsam drang die Wahrheit scheibchenweise in meine Gedanken". Und die Wahrheit war und ist bis heute, dass er keine Hand rühren, nicht selbstständig sitzen, essen oder trinken kann. Fast schon neidisch schaut er auf Rollstuhlfahrer, die "nur" ab dem Lendenwirbelbereich gelähmt sind und ihre Hände frei bewegen können. Als Nichtbetroffener kann man es sich ohnehin kaum vorstellen. Aber es wird einem vor Augen geführt, wie klein und banal doch die Sorgen sind, über die man sich manchmal im Alltag ärgert.

Wenn man nur noch den Kopf selbstständig bewegen kann, stellt sich natürlich auch die Frage nach der Lebensqualität. Samuel Koch weicht ihr im Buch nicht aus. Eine eindeutige Antwort hat er bisher nicht gefunden - vielleicht gibt es sie nicht. Auf jeden Fall berichtet er auch von Tagen, wo er sich wünscht, ein Tier zu sein, das man einschläfern lassen kann. Es bleibt zu hoffen, dass es ihm gelingt, sein Schicksal anzunehmen. Und vielleicht geschieht eines Tages doch das Wunder und es wird möglich, was er sich so sehr wünscht und was für uns als Leser doch so selbstverständlich scheint: laufen zu können.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn der Staub einen unter sich begräbt, 12. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Samstag Abend. Es ist der 4. Dezember 2010. Wir freuen uns auf einen entspannten Fernsehabend mit 'Wetten dass''. Die Show sollte nicht lange gehen. Schon bei der ersten Wette verunglückte der Kandidat. Blieb nach einem missglückten Salto über das Auto, welches sein Vater fuhr, besinnungslos liegen. Das Entsetzen spüre ich heute noch. Die Situation hat sich ins Gedächtnis eingegraben. Auch das Erschrecken der Showmaster, der erstmalige Abbruch dieser Sendung. Zu schlimm war es, dass ein Wettkandidat verunglückte. Sein Name: Samuel Koch.

Nachbarn

Er stammt aus einem Ort, keine 13 Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Sozusagen ein Nachbar. Unsere jungen Leute kannten ihn. Das schaffte noch mal einen Bezug zu diesem jungen Mann. Und dass er Christ wäre'

Auf das angekündigte Buch habe ich schon länger gewartet. Und es kürzlich gelesen. In einem 'Rutsch', denn seine Schilderungen lassen einen nicht los. Lassen mich nicht los. Ziemlich schnörkellos ' und erstaunlich ehrlich geschrieben, wie ich finde. Ich erfahre Vieles aus seinem 'Vorleben' (vor dem Sturz). Sein Ausprobieren von körperlichen Grenzen. Sein Austesten verschiedener Lebensgebiete. Die Bundeswehrära kommt zu Wort genau wie seine Anfänge als Schauspielstudent.

Der Sturz und die Folgen

Die Umstände vor, während und nach seinem Sturz bilden natürlich das Zentrum dieses Buches. Eigene Erinnerungen, Schilderungen von Verwandten und Freunden, Medienberichte ' all das ergibt ein detailliertes Bild, wie es zur Wette und dem Unfall kam.

Was den Leser ' mich ' dann doch ziemlich mitnimmt, sind die Schilderungen im Krankenhaus, in der Reha in einer Schweizer Klinik. Der Schmerz, die Unfähigkeit, sich zu bewegen, zahlreiche Operationen mit mässigem Erfolg ' und immer wieder muss der junge Sportler, dem Bewegung Lebenselexier war, mit dem Gegenteil fertig werden. Dass er dabei seinen Humor meist nicht verliert, ist zum Staunen. Und eine Art, wie sein offen geäusserter Glaube ihm dabei hilft.

Kämpfe und Hoffnungen

Gut im Buch finde ich die verschiedenen inneren Kämpfe und Überlegungen, die Samuel Koch beschäftigen. Da fühlt er, wie der Staub des Raumes sich auf ihm niederlässt, ihn unter sich begraben will. So hilflos fühlt er sich' Und doch schimmert immer wieder sein Lebenswille und die Hoffnung auf Besserung durch. Die doch nicht so schnell kommt, wie alle hoffen.

Gut finde ich die immer wieder eingestreuten Kommentare von Pflegepersonal, Mitstudenten, Angehörigen. Auch gut finde ich, wie die beiden Autoren (mit Christoph Fasel) den Stellenwert der Medien erleben und beurteilen. Und trotz manches negativen Erlebnisse ihrerseits scheint mir ihre Einschätzung diesbezüglich sehr realistisch zu sein.

Ebenfalls gut fand ich, dass die Showgrössen Gottschalk und Hunziger nicht eine breite Blattform bekamen, aber sehr menschlich geschildert wurden.

Alles in allem ein sehr wertvolles Buch. Echt empfehlenswert zu Lesen. Weil es ermutigt, trotz plötzlichen Schicksalsschlägen weiterzukämpfen und sich halten zu lassen von Dem, der alles in seinen Händen hält.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön gestaltetes Buch, aber wenig Inhalt, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Samuel Koch - Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)
Es ist nicht leicht, dieses Buch zu bewerten. Das möchte ich ganz zu Beginn klarstellen. Ich bewerte hier nicht die Lebensdramatik von Samuel Koch oder seinen Leidensweg, sondern den Inhalt des Buches, wobei 3 Sterne für mich folgende Bedeutung hat: "Gutes Buch, lesenswert, würde ich aber nicht jedem empfehlen."
"Zwei Leben" von Samuel Koch, diesem in" "Wetten dass...." verunglückten Chaoten", ist eine Antwort auf viele falsch dargestellten Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, eine Antwort auf viele Zuschriften und Anfragen von betroffenen Zuschauern und Mitbürgern, es ist eine Darstellung des derzeitigen Ist-Zusstandes und der Aufklärung darüber, was, warum und wie passierte.
Demzufolge ist das Buch dreigeteilt:
Im ersten Abschnitt erfahren wir mehr über das Leben des Samuel Koch vor der Saalwette bei "Wetten dass..": Kindheit, Familie, sportliche Leistungen und Zukunftspläne, aber auch Ängste vor dem Leben.
Der zweiten Abschnitt handelt über das Zustandekommen der Saalwette, den Problemen mit Bodenhaftung, Autohöhe und Vorbereitungen allgemein. Sehr interessant sicher für Leute, die die Sendung liebten und mal wissen möchten, was hinter den Kulissen abläuft, wer involviert ist, bevor eine Wette aufgenommen wird und Chancen hat, ins Fernsehen zu kommen.
Der dritte Abschnitt -zugleich der Abschnitt, der mich eigentlich ausschliesslich interessierte- ist der Abschnitt, der sich mit dem Leidensweg nach dem Unfall beschäftigt. Wie kam es zu dieser Lähmung, welche Gefühle und welche Gedanken verbindet der betroffene Samuel damit und wie soll oder kann es weitergehen? Wie hält man das Leben aus, eingesperrt in einem Körper, der nichts mehr fühlt, der nicht mehr funktioniert, wenn man so plötzlich herausgerissen wird, aus dem Leben, das man gewohnt war, in Samuels Fall einem Leben, in dem der Salto zu den normalen Fortbewegungsarten gehörte?
Samuel beschreibt sehr eindrücklich, ohne etwas zu beschönigen, wie es ist, wenn man so plötzlich im Rollstuhl sitzt, wie sehr sich die Perspektiven verändern, man im Alltag übersehen wird und oft von Mitmenschen als eher "geistig behindert" wahrgenommen wird.

Alles in allem möchte ich mich bei Samuel für dieses Buch bedanken. Es wurde sehr schön gestaltet mit vielen Bildern, die die drei Abschnitte begleiten. Ich bin dankbar für seine schonungslose Darstellung der Medizin heutzutage, der Hilfe, die er von allen Beteiligten erhalten hat, von der ehrlichen Auseinandersetzung mit Gott und Schuld und Lebensinhalt oder Lebensinn. Aber mir ist auch klar geworden, dass Samuel sich ahnungslos und naiv in eine Sache begeben hat, nämlich dem oberflächlichen Unterhaltungsprogramm der grossen Fernsehkonzerne, die sich hilflos bemühen Samuels Zustand zu verharmlosen und ihm hauptsächlich helfen, indem sie ihn prominent halten.
Aber ich sehe auch an seiner Darstellung, dass er das Geschehen und den Zustand jetzt weder verarbeitet, noch akzeptiert hat. Er befindet sich nach wie vor in einer Art Schockzustand, in einem Kampf um die Gesundung des Körpers, die seelische Annahme des Traumas hat noch gar nicht begonnen, er hat noch viele Stadien der Verarbeitung vor sich, und ich hoffe und wünsche ihm wirklich, dass er erkennt, dass Verdrängung und Ablenkung, Sarkasmus und Ablehnen des Schicksals zu seelischem Druck und Krankheit führen wird. Ich wünsche ihm die passenden Therapeuten zur Seite, die mit viel Erfahrung erkennen, wann es nötig ist einzugreifen und weiterzuhelfen.
Das sage ich als Betroffene, die zwar nicht im Rollstuhl sitzt, die aber jahrelang nicht wahrhaben wollte, was ein "posttraumatisches Belastungssyndrom" alles anrichten kann. Und das, obwohl ich früher mit unzählig vielen Unfallopfern/Suizidversuch-Überlebenden zu tun hatte, denen es meist solange "gut ging", wie sie um die Gesundung des Körpers kämpften. Der seelische, wesentlich härtere Schlag, der nicht nur Psyche, sondern den kompletten Körper betrifft, der kommt meist erst wesentlich später.
Samuel, ich wünsche Dir Alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg!
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Samuel Koch - Zwei Leben: Hörbuch
Samuel Koch - Zwei Leben: Hörbuch von Christoph Fasel (Audio CD - 31. März 2014)
EUR 19,99
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