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Kundenrezensionen

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am 12. Januar 2014
Lange ist es her, dass ich ein richtig gutes Buch gelesen habe. Ein Buch, bei dem mich schon nach den ersten gelesenen Seiten ein ungutes Gefühl begleitet hat, eine Ahnung, dass diese Geschichte viel zu schnell gelesen sein wird. Dieses Gefühl hatte ich schon fast vergessen, denn nur wenige Autoren schaffen es, diese Empfindungen in mir heraufzubeschwören. Gena Schowalter konnte es mir mit ihrem neuen Jugendbuch „Alice in Zombieland“ wieder bringen. Zugegeben, „Alice in Zombieland“ hört sich verdächtig nach dem Klassiker „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll an, weißt aber bis auf ein winziges Detail keinerlei Ähnlichkeiten auf.

Alice würde einiges dafür tun, wenn sie den Tag ihres 16. Geburtstages noch einmal von vorne beginnen und alles ändern könnte. Ohne Vorwürfe an ihre Eltern, die sie und ihre kleine Schwestern zu einem sehr ungewöhnlichen und einengenden Leben zwingen. Sie durften nie in der Dunkelheit vor die Tür, um wie andere Mädchen und Jungen ihres Alters ins Kino oder auf eine Party zu gehen. Einzig die Alkoholsucht und die Wahnvorstellungen ihres Vaters sind schuld daran, dass Alice kein normaler Teenager sein darf. Sie hat diese alptraumhaften Wesen, die sich ihr Vater einbildet, so satt und glaubt nicht an deren Existenz…bis sie ihnen wirklich begegnet und eine falsche Entscheidung ihr ganzes Leben auf grausamste Weise verändert.

„Wie lange kannst du glauben, bevor du zu zweifeln beginnst?“ Seite 205

Gleich zu Beginn macht Alice dem Leser klar, dass ihre Geschichte keine zuckersüße und leichte wird. Sie erzählt von ihrem bisherigen Leben, von den Schwierigkeiten mit einem vermeidlich verrückten Vater und dessen ungewöhnliche Erziehungsmethoden. Es dauert nicht lange, bis Alice durch ihre eindringliche Erzählweise eine besondere Atmosphäre erschafft, durch die der Leser in ihre Welt abtaucht und mit ihr den schrecklichsten Tag ihres Lebens durchlebt. Doch erst nach diesem alles verändernden Moment, lernt man die literarische Figur Alice, ihr liebenswertes und kämpferisches Wesen und ihre Fähigkeit, an einem schrecklichen Ereignis zu wachsen, wirklich kennen.
Gena Showalter hat ein Talent, Charaktere so zu beschreiben, dass man als Leser sofort mehr als nur einen Draht zu ihnen findet. Für mich ist Alice ein außergewöhnlicher Charakter und ich habe es sehr genießen können, sie auf ihrem holprigen Weg zu begleiten. Sie schaffte es immer wieder, trotz der vielen aufregenden und ungeheuerlichen Szenen mich mit ihrer humorvollen Art und ihren witzigen inneren Monologen zum Lachen zu bringen. Showalter erschaffte noch einen weiteren Protagonisten, der wohl jede Leserin um seinen Finger wickeln kann. Gerade wegen Cole Holland – von dem ich nicht zu viel verraten möchte-,wirkt die Liebesgeschichte besonders und überhaupt nicht störend wie in anderen Büchern dieses Genre. Durch ihn kam ich mir teilweise vor, als würde ich noch einmal 17 Jahre alt und frisch verliebt sein.

„Vergiss nie, dass das Böse böse ist. Du kannst es nicht verändern. Du kannst es nicht zum Licht führen, doch wenn du es zulässt, kann sich das Böse in die Dunkelheit ziehen.“ Seite 378

Mit vielen neuen Ideen hat die Autorin neben den lebenden zusätzlich untote Kreaturen kreiert. Wie der Titel dieses Buches verrät, handelt es sich um Zombies. Da ich diese eigentlich als ziemlich ekelerregend empfinde, war ich am Anfang sehr skeptisch, ob eine solche Geschichte mich überzeugen kann und mich nicht eher abstößt. Showalter beschreibt diese auf eine mir unbekannte und neue Art, die sie zwar nicht liebenswerter macht, mich aber auch nicht schreiend das Buch wegwerfen lässt. Alles war perfekt auf einander abgestimmt.

Trotz der umwerfenden und authentischen Charaktere und der eingebauten Liebesgeschichte bleibt „Alice in Zombieland“ eine durchweg spannende und Nerven aufreibende Geschichte. Viele dramatische Szenen werden glänzend von der Autorin platziert, um die Handlung voranzutreiben, die literarischen Figuren zu zwingen, sich weiterzuentwickeln, und dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre zu verleihen. Und selbst nach dem Lesen dieser Geschichte kann ich einfach nicht loslassen, weil sie mich wehmütig zurückgelassen hat und ich viele liebenswerte Charaktere verlassen musste. Allerdings nicht für sehr lange Zeit, denn im Juli 2014 erscheint mit „Rückkehr ins Zombieland“ die Fortsetzung dieses Buches.
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am 9. Februar 2014
Buchgestaltung

Das englische Cover finde ich wirklich hübsch, daher freue ich mich, dass der deutsche Verlag es übernommen hat. Man könnte jetzt zwar sagen, dass e eher weniger mit der Geschichte zu tun hat, aber trotzdem mag ich das Motiv. Allerdings ist der Titel Alice im Zombieland etwas irreführend, da das Buch in erster Linie Urbanfantasy ist und nicht im Wunderland spielt oder eine Nacherzählung ist.

Meinung

Da ich das Buch im Vergleich zu anderen relativ spät gelesen habe, wusste ich bereits, dass ich meine Erwartungen bezüglich einer Nacherzählung gleich vergessen konnte. Im Grunde muss das auch nichts Schlechtes sein und durch die „Warnung“ konnte ich mich vielleicht sogar besser auf die eigentliche Geschichte konzentrieren als andere Leser. Im Grunde spielt sich alles nämlich in unserer Welt ab. Es gibt Menschen, die über eine Gabe verfügen, mit denen sie ihren Geist aus dem Körper drücken und so in eine andere Sphäre einsteigen, in der sie böse Geister = Zombies sehen und somit auch bekämpfen können. Nachdem sich diese Information erst mal verarbeitet war, fand ich das ganze Konzept eigentlich nicht schlecht. Zumindest kann man sagen, dass es etwas ähnliches, die Zombies betreffend noch nicht gab.

Alice ist ein Charakter, mit dem ich persönlich gar nicht zurecht gekommen bin. Allgemein hatte ich große Schwierigkeiten Zugang zu ihr oder jemand anderen zu finden, da sowohl die Gedanken als auch Motive der meisten Figuren in diesem Roman für mich alles andere als nachvollziehbar waren. Nehmen wir zuerst Alice selbst. Sie ist ein unbeschriebenes Blatt und daran ändert sich auch im Verlauf der Geschichte nicht wirklich etwas. Ihre Persönlichkeit war oberflächlich und wenn sich durch einige Handlungen endlich Eigenschaften herauskristallisierten, dann machte mir das ihren Charakter nur noch unsympathischer. Da gäbe es einige Beispiele. Zum einen ist sie wie ein hormongesteuerter Teenager sofort hin und weg von Cole und will ihm aus nicht ersichtlichen Gründen unbedingt nahe sein, zum anderen ist sie sehr eingebildet und denkt, ihr liegt alles zu Füßen. Trotz der Erwähnung des Tods ihrer Familie hatte ich nie das Gefühl, das Alice diesen Schmerz auch tatsächlich spürt. Vielmehr hat die Autorin versucht uns zu sagen, was Alice fühlt, ohne es glaubhaft zu zeigen. Gefühle erschließen sich doch durch das Verhalten einer Person. Alice war die meiste Zeit ein munteres Schulmädchen, das einem Jungen hinterher sabbert. Noch unerträglicher als das fand ich jedoch die späteren Entwicklungen als Alice zu einer Art Zombie-Jägerin wird. Sie denkt doch tatsächlich es wäre OK ihre Großeltern zu betäubten, um sich aus dem Haus zu schleichen! Mal im Ernst? Welches junge Mädchen zieht so etwas überhaupt in Erwägung!

Im Grunde war Alice ununterbrochen so sehr von sich überzeugt, dass darunter die Beziehungen und auch der gesunde Menschenverstand arg gelitten haben. Das fand ich teilweise schon richtig erschreckend. Auch die Tatsache, dass sie als unerfahrene Person so heiß darauf ist, Zombies abzuschlachten, ohne mit der Wimper zu zucken, sondern nur daran zu denken: Seht ihr, ich bin ja sooooo taff und stark.

Wenn ihr jetzt bei der Erwähnung von den ganzen Zombie Aspekten denkt, das Buch würde eine Menge Action und Blut bieten, dann muss ich auch enttäuschen. Der Roman ist nämlich zuallererst ein High School Drama, wie viele andere Leute es so treffend in ihren Rezensionen beschrieben haben. Die Hackordnung der sozialen Gefüge an der Schule, Freundschaften, Romanzen und mehr steht im Vordergrund. Man könnte meinen, dass dann zumindest diese Aspekte interessant wären, nehmen sie schon einen Großteil des Buches ein, aber Fehlanzeige. Die viele Alltagsbeschreibungen findet man nun wirklich in jedem 0815 Roman, der bisher so auf dem Markt erschienen ist. Originell ist leider das Letzte als was ich Alice im Zombieland bezeichnen würde.

Dazu kommt, dass die Erwachsenen, welche in diesem Buch die Verantwortung tragen, die ganze Jugendlichen tun und machen lassen, was sie wollen. Meiner Meinung nach wurde kein richtiges System erkenntlich, mit dem die Jäger arbeiten und die ganze „Organisation“ wurde dadurch mehr als unglaubwürdig. Dazu kommen die vielen paranormalen Elemente, wie Visionen oder Kräfte, welche einfach nicht logisch genug erklärt wurden. Sicher gibt es manchmal Dinge, die einfach in einem Setting existieren, aber da die Geschichte nun einmal in unserer Welt gespielt hat, bedürfen solche Plotelemente nun wirklich einer kleinen Erklärung.

Gegen Ende konnte mich das Buch allerdings überraschen. Obwohl ich fleißig weiter gelesen habe und das Gesamtkonzept mehr Tortur als Spaß für meine Leseraugen waren, so fand ich die Wenden zum Abschluss des Buches hin nicht schlecht. Etwas mehr Action, ein paar Kämpfe, Alice, die zumindest kleine Ansätze einer Entwicklung zeigte, die nicht allzu schlecht rüber kam und auch die etwas nachdenkliche Stimmung, all dem konnte ich dann für kurze Zeit noch etwas abgewinnen.

Anhand der vielen positiven Rezensionen und den begeisterten Leuten lässt sich abmessen, dass Alice im Zombieland bei manch anderem eingeschlagen hat wie eine Bombe, bei mir war das leider nicht der Fall, auch, wenn ich mir große Mühe gegeben habe und bis zum Schluss durchgehalten habe, damit mir später niemand sagen kann, es würde ja noch besser kommen oder dergleichen.

Fazit

Meiner Rezension nach bekommt das Buch keine Empfehlung von mir. Ich kann mir auch wahnsinnig schwer vorstellen, was andere daran mögen, aber das ist eben persönliches Empfinden. Die Leseprobe schafft da sicher Abhilfe. In meinen Augen war Alice im Zombieland ein Möchtegern Drama, mit flachen Charakteren, handlungsarmen Plot und wenig Spannung. Die meiste Zeit war es doch Langeweile, die mich in ihrem Bann hielt, wenn ich auch der Enttäuschung wegen der Hoffnung auf eine coole Nacherzählung von Alice entgehen konnte.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Oktober 2015
Spannender Jugendroman. Der Anfang ist heftig: Alice möchte einmal an ihrem Geburtstag etwas normales machen und nötigt ihre Familie dazu, zur Ballettaufführung ihrer kleinen Schwester zu fahren, obwohl normalerweise keiner der Bells das Haus nach Anbruch der Dunkelheit mehr verlassen darf. Alice Vater hat Angst vor den Monstern, die im Dunkeln kommen, aber da sonst niemand aus der Familie sie sehen kann hält Alice ihren Vater für einen paranoiden Alkoholiker. Doch auf der Rückfahrt geschieht ein Unfall und Alice kann nicht glauben, was sie sieht. Gibt es die Monster wirklich? Als einizige Überlebende des Unfalls zieht sie zu ihren Großeltern und führt dort - zunächst - das 'normale' Leben, das sie sich immer gewünscht hatte. Aber es geschehen Dinge und Alice sieht Gestalten, die nur eine Erklärung zulassen - die Monster sind real. Aber sie ist nicht die einzige, die sich seltsam verhält, und schon bald erfährt sie das Geheimnis der (verdammt gutaussehenden) Bad Boys Clique ihrer High School: Sie können die Monster auch sehen, und sie jagen sie. Jetzt hat Alice wieder ein Ziel vor Augen und setzt alles daran, dazuzugehören und die Zombies zu vernichten. Und da ist ja auch noch Cole, der Anführer, bei dem sie weiche Knie bekommt, und Justin, der hübsche nette Junge aus dem Schulbus...

Das Buch ist spannend geschrieben und auch für Erwachsene unterhaltsam. Ich wollte ständig wissen, wie es weitergeht, und es wird nicht mit Wendungen und Überraschungen (und Toten) gespart. Die Erklärungen sind (für einen Fantasyroman) relativ logisch und die Figuren handeln nachvollziehbar. Es gibt sowohl Highschool-Zicken als auch taffe Mädels und ganz normale Schüler. Mir hat das Buch gefallen und ich habe direkt mit Band zwei weitergelesen. Wer eine Art Horror-Alice im Wunderland erwartet, wird allerdings enttäuscht, es gibt lediglich kleine Anspielungen.

Ich habe es im Original gelesen: http://www.amazon.de/Alice-Zombieland-White-Rabbit-Chronicles-ebook/dp/B008RW8DEI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1445953313&sr=8-2&keywords=alice+in+zombieland
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Zitat:
„Wogegen haben wir gerade gekämpft?“
Das Schweigen dauerte nur einen kurzen Moment, dann kam seine Antwort. Nur ein einziges Wort. Doch dies würde, so fürchtete ich, mein Leben für immer verändern.
„Zombies.“
(S. 175)

Inhalt:
An ihrem 16. Geburtstag gelingt Ali(ce) das Unfassbare: Sie kann ihre Eltern dazu überreden, wie eine normale Familie den Abend zu verbringen und einer Veranstaltung beizuwohnen.
Diese Ausnahme des vom Vater auferlegten strikten Ausgehverbots im Dunkeln wird ihnen jedoch zum Verhängnis. Denn Alice‘ Vater ist nicht verrückt. Er kennt die Wahrheit über die Monster der Nacht.

Alice hat nun keine Familie mehr und zieht zu ihren Großeltern. Sie muss sich auf die Suche nach den Monstern machen, ihre Existenz beweisen, wie es bereits ihr Vater versucht hat. In der Nacht entdeckt sie sie tatsächlich überall. Einbildung?

Auf der neuen Schule trifft Ali auf Kat, die sie bereits nach dem Unfall im Krankenhaus kennengelernt hat, und auf Cole Holland, den Anführer einer offensichtlichen Verbrecher-Gang. Eine Art Vision trifft Alice wie ein Blitz: wie sie Cole küsst und nicht mehr los lässt. Kat warnt sie vor ihm, dennoch scheint Cole ein gewisses Interesse an Ali zu haben.

Bei ihren nächtlichen Observationen sieht Ali eines Tages sogar ihre verstorbene Schwester Emma, die sie vor dem Hinausgehen warnt…

Meinung:
Die vielen extrem positiven Meinungen zerstreuten schnell meine Zweifel an dieser Geschichte und ich musste sie einfach lesen.

Der Einstieg ging leicht von der Hand. Die „Vorbemerkung von Alice“ gibt einen kleinen Ausblick auf die Geschehnisse und schürt die Neugier. Das erste Kapitel selbst spielt ein halbes Jahr vorher. Ich lernte Alice‘ Familie kennen, insbesondere Alice‘ verrückten Vater, der die Familie mit seinen Wahnvorstellungen belastet, den ganzen Tagesrhythmus bestimmt. Der Vater, der vor den Ungeheuern in der Nacht warnt, weshalb kein Familienmitglied nach Einbruch der Dunkelheit außerhalb des gut geschützten Heims sein darf. Alice‘ Mutter steht ihrem Mann beruhigend zur Seite, verteidigt seine Haltung gegenüber der fordernden Alice. An ihrem 16. Geburtstag jedoch gibt es eine Ausnahme: Alice kann die Familie überreden, zu einer Abendveranstaltung zu fahren. Auf dem Heimweg passiert es dann: Der Vater will die Mutter warnen, es kommt zu einem Unfall und seltsame Gestalten verbeißen sich in Alice‘ Eltern. Ihr Vater hatte stets Recht mit seinen Theorien über Monster.

Der Anfang hat mir richtig gut gefallen, durch den besonderen Prolog konnte die Autorin eine gewisse Grundspannung aufbauen. Dann glitt die Geschichte leider etwas in diese typische 08/15-Story à la „Mädchen an neuer Schule fühlt sich wie magnetisch von gutaussehendem Typen angezogen“, wenngleich die Autorin durchaus neue Details einfügte. Nach dem Herumgeplänkel ging es dann aber richtig los.

Die Charaktere konnten mich ebenfalls überzeugen. Alice ist nicht dieses typische Fantasy-Mädchen. Durch das „Training“ ihres Vaters wurde sie auf das Unglaubliche vorbereitet. Als dieser Fall dann eintritt, nimmt sie erst einmal ein Bad in der Schuld, die sie sich am Tod ihrer Familie gibt. Aber nur, um aus diesem Gefühlsbad gestählt aufzutauchen. Mit ihren selbst gesteckten Zielen wächst sie über sich hinaus, wird stark und selbstbewusst, was man an ihr nur lieben kann. Der gute Draht zu ihr war von Anfang an vorhanden, die teils direkte Ansprache in Verbindung mit der Ich-Perspektive verstärkte die Beziehung noch.

Aber was wäre eine tolle Protagonistin ohne ihren männlichen Gegenpart? Cole konnte mich in dieser Rolle mehr als überzeugen. Der Schlagabtausch zwischen den beiden gibt der Geschichte zusätzliche Würze und ich genoss die Auflockerung des ansonsten „ernsten“ Themas.
Vor dem „Zombie“ im Titel sollte sich übrigens niemand abschrecken lassen. Die von Gena Showalter entwickelte Variante ist etwas anders als die altbekannte Endzeit-Version.

Man könnte vielleicht bemängeln, dass der Titel nur wenig bis gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat, höchstens das „weiße Kaninchen“ und die Kapiteltitel spinnen Elemente von „Alice im Wunderland“ weiter. Dennoch „stürzt“ sich Alice in eine Welt, die nur wenigen vorbehalten ist. Und vielleicht werden die Übereinstimmungen der Fortsetzung ja noch größer.
Gestört hat mich diese Tatsache im Übrigen gar nicht, ich wollte nur keine falschen Erwartungen schüren. Durch die Fülle an neuen Ideen und überraschenden Wendungen fiel das gar nicht ins Gewicht. Die Spannung wurde konsequent auf hohem Niveau gehalten, nachdem die kurze 08/15-Episode überwunden war. Im Showdown holte Gena Showalter noch einmal alles aus der Geschichte heraus, ehe diese zu einem vorerst beruhigenden Ende führte.

Urteil:
Mit „Alice im Zombieland“ hat Gena Showalter eine geniale Idee fantastisch umgesetzt, auch wenn der Titel mehr Parallelen zum Namenspatron erwarten lässt. Nach einer kurzen „ruhigeren“ Episode fesselt die Geschichte mehr und mehr und lässt den Leser mit überraschenden Wendungen mehr und mehr ins Zombieland stürzen. Knappe 5 Bücher für Alice.

Ein Muss für Fans von High-School-Fantasy-Geschichten, die durchaus mal in eine ganz andere Richtung gehen dürfen. Zombie-Toleranz wäre von Vorteil, aufgrund der Andersartigkeit der Buch-Spezies jedoch nicht zwingend erforderlich.

Die Serie:
1. Alice im Zombieland
2. Rückkehr ins Zombieland
(Erscheinungstermin: Juli 2014)
3. Originaltitel: Queen of Zombie Hearts
(Erscheinungstermin: September 2014)

©his-and-her-books.blogspot.de
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am 5. August 2014
Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich mit „Alice im Zombieland“ nicht das erhalten habe, was ich mir vorgestellt habe und ehrlich gesagt, bin ich sogar froh darum ….

Erwartet habe ich eine neue Version von Lewis Carrolls Klassiker, doch stattdessen hat Gena Showalter nur einzelne Aspekte in ihre ganz eigene, recht brutale Welt gesetzt.

Ali hat keine einfache Kindheit, denn diese ist durch strikte Regeln geprägt. Immer mehr hat sie das Gefühl, dass ihr Vater wahnsinnig wird, denn er sieht Monster und versucht seine Familie durch Ausgangssperren und vielen Sicherheitsmassnahmen vor diesen zu schützen. Eines Tages entdeckt Ali eine Wolke in Form eines weissen Kaninchens am Himmel und das Unheil nimmt seinen Lauf. Bei einem Autounfall sterben ihre Eltern und ihre geliebte kleine Schwester. Sie zieht zu ihren Grosseltern und je länger je mehr kommt ihr der Verdacht, dass ihr Vater wohl doch keine Halluzinationen hatte.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Ali erzählt. Obwohl sie diese schrecklichen Verluste einstecken musste, ist sie eine äusserst taffe Protagonistin, die alles dafür tut, ihr Ziel zu erreichen.

Cole gehört zu einer Randgruppe an ihrer Schule, die sich nicht wegen dem Outfit sondern vor allem auch wegen den ständigen Verletzungen, einen gewissen Ruf eingehandelt hat. Doch Bad Boys ziehen bekanntlich die Blicke auf sich und so fasziniert auch Cole vom ersten Augenblick an – und zwar nicht nur Ali.
Der spritzige Schlagabtausch zwischen den beiden macht richtig Spass und bringt zusätzlich Humor in den tristen, zum Teil blutigen Alltag und Würze in die Geschichte.

Gena Showalter bietet ein breites Spektrum an unterschiedlichen und facettenreichen Charaktere. Zudem findet sie eine gute Balance zwischen actiongeladenen Kämpfen, die nicht immer ohne sind, und ruhigeren, zum Teil romantischen Abschnitten. Gekonnt zieht sie die Spannung an, schafft Überraschungsmomente und kitzelt an den Nerven, so dass das Buch zum blutrünstigen Pageturner mutiert.

Fazit:
Das Zombieland ist erfrischend neu und konnte mich auch ohne Grinsekatze oder den verrückten Hutmacher begeistern, so dass ich ungeduldig auf den zweiten Band „Rückkehr ins Zombieland“ warte, der im Juli 2014 erscheinen wird.
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am 26. Dezember 2013
An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet.

"Alice im Zombieland" ist der erste Band der "The White Rabbit Chronicles" von Gena Showalter.

Schon ab der ersten Seite wird deutlich, dass die Autorin das momentan so beliebte Zombiegenre einmal gänzlich anders aufgerollt hat, als üblich. So werden nicht primär die typischen Klischees bedient, auch wenn im Großen und Ganzen klar erkennbar bleibt, um welche Monstrosität es sich handelt, sondern neue Elemente hinzugefügt, die dieses Genre neu beleben.

Spannungsmomente gibt es zuhauf, etliche, teils recht brutale Kämpfe gegen die Zombies, lassen den Leser zwischen den Seiten kleben und ihn das Geheimnis dieser Kreaturen ergründen. Auch das für Gena Showalter typische Tempo findet sich. Es gibt keinerlei lange Vorreden oder störende Sequenzen mit endlosen Details, sondern eine stets straffe Handlung, die die nötigen Details zu jederzeit mitliefert.
"Alice im Zombieland" hat knapp 420 Seiten, die wie im Fluge vergehen, da die Kurzweil sehr weit oben an der Tagesordnung steht und Gena Showalter sich einiges für ihre Leser hat einfallen lassen, um ihnen spannende Lesestunden zu bieten, die die eine oder andere Überraschung bereithält.

Aufgrund der recht brutalen und düsteren Handlung, entsteht eine geniale Atmosphäre, die sich in ihrer Düsternis positiv von vielen anderen Romanen dieses Genres abhebt. Man vermag in diese komplett einzutauchen und aufzugehen. Man lebt diesen Roman und fiebert stets bei den so überaus anschaulich skizzierten Kampfszenen mit, die vor dem geistigen Augen Wirklichkeit werden und dem Leser allerfeinstes Kopfkino bescheren.

Das Ende weißt, Gott sei's gedankt, keinen Cliffhanger auf, sondern endet lediglich mit einem phänomenalen Showdown, der die Neugier auf die Fortsetzung extrem schürt. Diese erscheint im Juli 2014 unter dem Titel "Rückkehr ins Zombieland". Ich bin mehr als gespannt, auf die Weiterentwicklung der Charaktere und dieser innovativen Geschichte.

Trotz meiner Begeisterung für diesen Roman muss ich dennoch erwähnen, dass mir irgendetwas gefehlt hat, dass ich nicht klar benennen kann. Wäre dieses Gefühl für mich da gewesen, wäre dieser Roman zu einem wahren Meisterwerk geworden. Dennoch gehört "Alice im Zombieland" zu meinen Jahreshighlights 2013 und hat mich prima unterhalten.

Fazit: Ein spannender und innovativer Zombieroman aus der Feder Gena Showalters, die es einfach versteht, wie man geniale Romane verfasst, die den Leser packen und bis zum Schluss gefangen halten.
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am 24. März 2016
An ihrem 16. Geburtstag hat Alice "Ali" Bell einen Autounfall. Ihre ganze Familie stirbt. Doch nur sie hat gesehen die Zombies ihre Familie angegriffen hat. Sie zieht nach Birmingham zu ihren Großeltern. Nacht kann sie nicht mehr schlafen, als sie wieder Zombies sieht, will sie lernen sie zu töten. An ihrer Schule lernt sie Cole Holland kennen der mehr darüber zu wissen scheint. Jedes Mal wenn sie eine Wolke in Form eines Hasen sieht kommen sie.

Von Gena Showalter habe ich schon zwei weitere Reihe gelesen, deshalb kaufte ich auch dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Düster, geheimnisvoll und voller Gefühlschaos. Am Anfang ist es etwas komisch zu lesen und man hat etwas Mitleid mit Ali. Doch dann wird alles geheimnisvoller, düsterer und die Spannung baut sich auf. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, man muss weiterlesen. Was ist Ali und was passiert mit ihr. Kann man Cole trauen. So viele Fragen tauchen auf und ein paar werden beantwortet und paar andere tauchen dafür auf. Achtung Taschentücher parat haben, könnten gebraucht werden. Ich werde mir auf jeden Fall auch die anderen Bänder holen.
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am 20. April 2015
Alice im Zombieland

1/4
New York Times und USA Today Bestseller-Autorin Gena Showalter gilt als neuer Shooting Star am romantischen Bücherhimmel des Übersinnlichen. Ihre Romane erobern nach Erscheinen die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen im Sturm. Die "Die Herren der Unterwelt"-Reihe gilt als ihre bislang stärkste Serie. Quelle

„Alice im Zombieland“ ist der Auftakt der „White-Rabbit-Chronicles“, die momentan 4 Bände umfasst.

Erster Satz:
„Hätte mir jemand gesagt, dass sich mein gesamtes Leben von einem Herzschlag zum nächsten völlig umkehren würde, ich hätte denjenigen ausgelacht.“

Klappentext:
An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet...

Cover:
Das Cover finde ich klasse und es hat mich sofort angesprochen. Zu sehen ist ein junges blondes Mädchen in einem blauen Kleid, das einen sofort an das Märchen „Alice im Wunderland“ erinnert. Im Nachhinein passt es auch sehr gut zu unserer Protagonistin Ali, die ebenfalls eine „Alice“ sein könnte. Düster und dunkel ist der Rest des Covers und lässt einen gleich an die Zombies denken, die bereits im Titel erwähnt werden. Mich hat das Cover sehr angesprochen und neugierig gemacht. Es ist wieder einmal sehr schade, dass mein Kindle nur schwarz-weiß ist.

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Darkiss für das Rezensionsexemplar.

Zu Beginn der Geschichte erhalten wir eine Vorbemerkung von Alice, die uns auf die Geschehnisse vorbereitet. Dann erst beginnt die richtige Geschichte, die wir ebenfalls aus Alice - Ali - Rose Bells Sicht erfahren.
Ali hat noch nie ein normales Leben geführt. Ihr traumatisierter Vater glaubt immer und überall „Monster“ zu sehen. Vor Einbruch der Dunkelheit muss die ganze Familie zu Hause sein. Dort wird alles verbarrikadiert und er läuft im Haus Patrouille. Ali hatte bis jetzt noch nie die Gelegenheit, abends auf ein Date zu gehen, an Veranstaltungen teilzunehmen oder gar sich mit anderen Gleichaltrigen zu treffen. Ihr einziger Lichtblick in dieser beklemmenden Welt ist ihre kleine achtjährige Schwester Emma, die sie über alles liebt. Noch dazu hat noch nie jemand, außer ihrem Vater, diese „Monster“ gesehen. Eines Tages überredet Ali ihre Eltern, abends zu einer Veranstaltung von Emma zu gehen und alles endet in einem tragischen Autounfall, bei dem die gesamte Familie, bis auf Ali, ums Leben kommt. Schlimmer noch, seit diesem Unfall sieht auch Ali diese „Monster“, die den Unfall verschuldet haben.
Ali hat es in ihrem Leben wirklich nicht leicht gehabt und der tragische Unfall ihrer Familie lässt sie in ein tiefes Loch fallen. Sie gibt sich selbst die Schuld an ihrem Tod. Durch den Umzug zu ihren Großeltern lernt sie die lebensfrohe Kat kennen und findet in ihr ein Freundin. Langsam findet Ali zurück ins Leben du schwört Rache zu nehmen.
Ich mochte Ali sofort und habe sehr mit ihr gelitten. Nach außen hin versucht sie alles, um stark und unabhängig zu wirken, dabei ist sie sehr verletzlich und feinfühlig. Besonders ihre Schlagfertigkeit, ihre Sturheit und ihren Humor, den sie trotz allem nicht verloren hat, mochte ich an ihr. In diesem ersten Teil der Reihe stellt sie sich ihren Ängsten und kämpft sich verbissen zurück ins Leben. Ich bin sehr gespannt, was sie noch alles in den nächsten Teilen erreichen wird.
Auch die übrigen Charaktere haben mir gut gefallen und mich angesprochen. Sei es nun die freche Kat, die mit ihrer ehrlichen Art Ali immer zu Seite steht, der mysteriöse Cole oder die süße Emma, Alis Schwester. Zwar treffen wir hier auf altbekannte Typen, wie z.B. den geheimnisvollen Badboy, das neue aufregende Schulmädchen, oder den Sunnyboy, aber ehrlich gesagt hat es mich überhaupt nicht gestört. Denn die Charaktere selber waren so sympathisch, dass sie gerne Stereotype-Rollen einnehmen durften :)

Ich persönlich bin ein riesen Fan von Märchen und auch von Zombies. Die Kombination aus beidem hat mich sehr angesprochen und fasziniert. Deswegen musste ich unbedingt mehr erfahren. Zwar gibt es ein paar Verbindungen zum Märchen „Alice im Wunderland“, wie z.B. die Kaninchenwolke oder die sehr passenden Kapitelüberschriften, aber im Großen und Ganzen erzählt es doch eine ganz andere Geschichte. Obwohl ich mich im Vorfeld sehr auf das Märchen eingestellt hatte, hat es mich überhaupt nicht gestört, dass es in eine andere Richtung ging. Es hat mir ehrlich gesagt sogar noch besser gefallen. Die Zombies fand ich auch ganz toll dargestellt und wie man sie bekämpft war auch etwas völlig Neues. Super gut! Alis Kräfte finde ich faszinierend und ich bin sehr neugierig, wie sie sich noch weiterentwickelt. Die unterschiedlichen Jägergruppen waren auch sehr spannend und anschaulich dargelegt und ich hoffe sehr, dass wir darüber noch mehr erfahren werden. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, um nicht zu weit vorzugreifen.

Die Liebesgeschichte in diesem Buch kann man nicht anders als heiß und kompliziert beschreiben. Okay, es war etwas klischeehaft, dass ausgerechnet die Neue, Ali, sich in den geheimnisvollen Badboy der Schule, Cole, verknallt. Aber die Autorin hat den beiden ganz viel Drama, Leidenschaft und Action verliehen, dass es mich überhaupt nicht gestört hat. Es darf auch gerne mal klischeehaft sein. Die beiden können nicht miteinander, aber erst recht nicht ohne einander. Man war das ein hin und her mit den beiden, aber ich habe gerne mitgefiebert. Ich hoffe sehr, dass es für die beiden noch ein Happy End gibt, aber ich befürchte sehr, dass ihre zarte Beziehung erst einmal auf eine harte Probe gestellt wird.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ganz gut gefallen. Er war locker und leicht und passte perfekt zu den jungen Charakteren. Trotz der düsteren und brutalen Atmosphäre, die ich sehr erfrischend fand, hat die Autorin dennoch viel Platz und Raum für Humor gefunden und ich musste so manches Mal lachen. Die Geschichte baut sich permanent und stetig auf, um dann in einem großartigen und actiongeladenen Finale zu enden. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Denn ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht. Super toll. Am liebsten würde ich gleich zum nächsten Band greifen.

„Alice im Zombieland“ war für mich ein großartiger Auftakt zu der „White Rabbit Chronicles“. Ich kann diese Reihe wirklich jedem empfehlen, der in eine düstere Welt voller Zombies und Monster, großen Gefühle und einer starken Heldin eintauchen möchte. Dieser erste Teil bietet schon ganz viel und ebnet dem 2. Teil, „Rückkehr ins Zombieland“ hervorragend den Weg!

Im August 2015 erscheint bei uns bereits der 3. Teil der Reihe, „Showdown im Zombieland“. In den USA erscheint dieses Jahr 2015 bereits der 4. Teil der Reihe, „A Mad Zombie Party“. Ich bin sehr gespannt, was uns noch alles erwartet!

Lg
Levenya

Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!
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am 22. Mai 2014
*Worum geht's?*
Zu ihrem 16. Geburtstag hat Alice Bell nur einen Wunsch: Sie möchte für einen Abend normal sein und die Aufführung ihrer kleinen Schwester besuchen. Diese Bitte kostet ihren Vater allerdings all seine Überwindung. Er sieht Wesen, die niemand sonst sehen kann: grausame Monster, vor denen er seine Familie um jeden Preis beschützen muss. Seiner Tochter zu Liebe wagt er sich an ihrem Geburtstag aus dem Haus. Doch schon bald muss Alice schmerzlich feststellen, dass sie mit ihrem Wunsch das Todesurteil ihrer Familie besiegelt hat. Denn die Monster entspringen nicht der Fantasie ihres Vaters - sie sind real. Und Alice ist die einzige, die einen Zombieangriff auf ihre Familie überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern und kommt auf eine neue Schule, wo sie Cole kennenlernt. Cole, den Jungen mit den violetten Augen, der ebenfalls weiß, dass Zombies existieren - und wie man sie zur Strecke bringt...

*Meine Meinung:*
Mit "Alice im Zombieland" startet Gena Showalter eine neue Buchreihe, zu der sich die Fantasy-Autorin durch Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" inspiriert gefühlt hat. Als absoluter Fan des Klassikers musste Showalters Neuerzählung natürlich gelesen werden! Mit einem rasanten Start voller Turbulenzen und Überraschungen, einer ordentlichen Portion Blut und Ekel ist es der Autorin gelungen, die Neugierde und die Lust auf Mehr augenblicklich in die Höhe schießen zu lassen. Die Erwartungen waren hoch...

Im Laufe der Geschichte musste ich allerdings mit wachsender Enttäuschung feststellen, dass "Alice im Zombieland" nur wenig mit dem Original zu tun hat. Bis auf den gemeinsamen Vornamen, angelehnte Kapitelüberschriften und das weiße Kaninchen haben die Alice von Gena Showalter und jene von Lewis Carroll nichts miteinander gemein. Wer sich - so wie ich - eine Zombieadaption des Klassikers vorgestellt hat, wird seine Erwartungen nicht erfüllt bekommen.

Selbst die Zombies sind nicht das, was man unter einem stereotypen lebenden Toten verstehen würde. Ja, sie sind tot, ja, sie sind fahl und ihre Haut liegt in Fetzen, und ja, sie ernähren sich von Menschen. Allerdings geschieht dies alles auf einer abstrakten Ebene, die eher an seelenfressende Gespenster als an typische Zombies erinnert. Gena Showalter bezeichnet ihre Zombies selbst als "infizierte Geister". Mit ihrer Idee hat sie ein interessantes und neues Konzept entwickelt, das definitiv neugierig und Lust auf mehr macht. Fans klassischer Zombies kommen hier aber nicht auf ihre Kosten.

Hat man sich an die unerwartete Version der Autorin erst einmal gewöhnt, bekommt man von Gena Showalter ein solides Fantasy-Abenteuer geboten, das für einige spannende Lesestunden sorgen kann, aber nicht an den guten Start anknüpfen kann. "Alice im Zombieland" ist eine wilde Mischung aus rasanten Kampfszenen, heißen Momenten zwischen Alice und Cole und jeder Menge Highschool-Dramen. Die Geschichte kann ihre Leser definitiv unterhalten, aber atemlos an die Seiten fesseln konnte sie mich nicht. Dafür hat Gena Showalter die Handlung zu einfach, zu vorhersehbar gestrickt und mit zu vielen Klischees beladen.

Darunter litt vor allem die Liebesgeschichte zwischen Protagonistin Alice und Cole. Coles Charakter passt perfekt in das momentan so beliebte Schema des sexy Bad Boys mitsamt harter Schale und weichem Kern (und Brustwarzenpiercing). Individuelle Persönlichkeitszüge findet man bei ihm kaum, obwohl Gena Showalter durchaus darum bemüht war, Cole durch eine tragische Hintergrundgeschichte eine gewisse Tiefe zu verleihen. Dass Cole genau den Geschmack der Zielgruppe trifft, steht wohl außer Frage; Vielleser werden von seiner Figur und der berühmten "Liebe auf den ersten Blick" zwischen ihm und Alice möglicherweise nicht allzu begeistert sein.

So klischeehaft Cole auf mich gewirkt hat, so einzigartig und speziell habe ich Protagonistin Alice, genannt Ali, kennengelernt. Ali ist eine großartige Figur mit Witz und Charme, die man auf Anhieb ins Herz schließt und mit der man sehr schnell mitfiebert. Im Verlauf der Geschichte vollzieht Alice jedoch eine enorme Entwicklung, die sich nicht nur positiv auf ihren Charakter auswirkt. Sie wächst an ihren Herausforderungen, wird tougher und mutiger. Kurzum: Alice wird zu einer richtigen Kämpferbraut! Klingt nicht nur spannend, ist es auch - und bringt vor allem einige tolle Momente mit sich. Leider steigt Alice ihr Umgang mit ihren neuen Freunden auch zu Kopf: Sie wird nicht nur selbstsicher, sondern anmaßend und verliert mit einigen nicht nachvollziehbaren Handlungen und ausfälligen Bemerkungen viele ihrer schnell gewonnenen Sympathiepunkte. Schlussendlich hat mich Alice mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Als kleine Extras hat der Verlag auf den letzten Seiten des Buches außerdem die Playlist von Alice' iPod, ein ausführliches und detailreiches Interview mit Autorin Gena Showalter und eine Leseprobe zu "Das unsterbliche Mädchen", einem anderen Fantasy-Buch aus dem Verlagsprogramm, abgedruckt. Mit diesen kleinen Leckerbissen - vor allem dem Autoren-Interview - dürfte Darkiss nicht nur Fans eine kleine Freude machen.

*Cover:*
Könnte die Geschichte doch bloß mit dem Cover mithalten! Die Darstellung von Alice auf dem genialen Hintergrund gefällt mir nämlich mehr als gut.

*Fazit:*
"Alice in Zombieland" von Gena Showalter war nicht das, was ich erwartet habe. Von der klassischen Alice oder der stereotypen Vorstellung von Zombies, die ich mir erhofft hatte, findet sich in diesem Reihenauftakt nur wenig wieder. Stattdessen bietet Gena Showalter ihren Lesern ein solides Fantasy-Abenteuer, das durchaus mit interessanten Ideen unterhalten, aber nicht vollends überzeugen kann. Für mich war die Geschichte viel zu klischeebeladen, zu vorhersehbar und leider viel zu wenig "Alice". Wer jedoch Lust auf eine toughe Protagonistin hat, die sich bösen Geistern, viel Highschool-Drama und einem heißen Bad Boy stellt, wird mit "Alice im Zombieland" sicherlich einige großartige Lesestunden verbringen. Ich vergebe gute 2 Lurche.
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am 25. Februar 2014
Kurzbeschreibung

An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet.

Inhalt

Alis Leben ist alles andere als normal. Nie war sie auf einer Party, hatte ein Date oder durfte bei einer Freundin übernachten. Ihr Vater scheint paranoid zu sein. Er hat das Haus gesichert, ist bewaffnet und verbietet der Familie nach Sonnenuntergang ins Freie zu gehen. Er will seine Familie vor den Monstern beschützten, welche in der Finsternis lauern, die aber noch niemand zu Gesicht bekommen hat. Ali hält ihren Vater für verrückt. Als sie eines abends ihre Familie bei einem Autounfall verliert, beobachtet sie etwas schreckliches und beginnt langsam zu begreifen, das ihr Vater vielleicht doch zurecht Angst hatte ...

Meinung

Alice Bell, genannt Ali, hatte eine nicht alltägliche Kindheit. Nach dem Tod ihrer Familie steckt sie in einem See aus Schuldgefühlen fest. Ihr Rachewunsch gibt ihr Kraft, sie will diejenigen beschützen die sie liebt. Ein toughes Mädchen mit Mut und Neugierde. Cole und seine Freunde bleiben unter sich. Eine Schlägertruppe die tätoviert und gepierct Aufmerksamkeit erregt. Einige fürchten sie, einige bewundern sie. Cole ist ein unnahbarer, undurchschaubarer Bad Boy. Kat ist ein aufgedrehtes, manchmal schon nerviges Mädchen, das ständig den Mund offen hat. Sie freundet sich mit Ali an und diese Freundschaft tut Ali gut.
Mit den erdachten Figuren deckt Gena Showalter ein breites Spektrum an verschiedenen Charakteren ab.

Titel und Gestaltung haben mir sofort gefallen, jedoch habe ich mir unter "Alice im Zombieland" eine etwas andere Geschichte vorgestellt. Unerwarteterweise hatte die Geschichte erstaunlich wenig mit "Alice im Wunderland" zu tun und zeigte kaum Züge auf, die dem Original entsprungen sind. Die Idee der Zombies wurde von der Autorin auf eine neue Weise umgesetzt, wodurch sich dieses Buch ein wenig abhebt. Die Liebesbeziehung von Ali und Cole nimmt einen wichtigen Part ein und ist ein wenig schnulzig dagestellt, jedoch findet der Leser ebenso actionreiche, kampflastige Szenen vor, trifft auf Geister und muß von einigen Charakteren gewaltsam Abschied nehmen.

Die Geschichte wird von Ali in der Ich Perpektive erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig, jugendlich und angenehm rasch zu lesen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leichtgefallen. Schnell konnte mich Gena Showalter für Alis Schicksal interessieren, doch im Mittelbereich des Buches flaute meine Begeisterung ein wenig ab. Gegen Ende des Buches hatte mich die Autorin wieder am Haken.

"Alice im Zombieland" ist der erste Band einer Trilogie. Das Ende ist so gestaltet, das das Buch auch als Einzelband gelesen werden kann.

Fazit: "Alice im Zombieland" von Gena Showalter erzählt die Geschichte der 16. Jahre alten Ali, deren Leben sich am Tag als sie eine Wolke in Form eines weißen Kaninchens am Himmel sah, für immer veränderte. Ein Trilogieauftakt der mir gut gefallen hat, mich aber nicht vollkommen überzeugen konnte und noch Potential nach oben hat.

Zitat

"Mein Name ist Alice Bell, und am Abend meines sechzehnten Geburtstags verlor ich meine geliebte Mutter, die von mir angebetete Schwester und den Vater, den ich erst verstand, als es zu spät war, nämlich in dem Moment, als meine Welt zusammenbrach und sich eine vollkommen neue vor mir auftat."
(Seite 9)

Trilogie

Band 1: Alice im Zombieland
Band 2: Rückkehr ins Zombieland (Juli 2014)
Band 3:
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