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5.0 von 5 Sternen berührend, fesselnd, emotional - einfach eine wunderbare Geschichte
Eine kurze Begegnung im Zug mit einem dunkelhaarigen jungen Mann, dessen Tagebuch sie findet und an sich nimmt, verändert Julias Leben. Das Buch birgt Abschnitte aus seiner Lebensgeschichte, seine Geheimnisse und Wünsche, seine Gefühle. Das Buch enthält auch Zeichnungen und Gedichte, die Julia berühren und ihre Liebe zu Paul, ihrem Freund ins...
Vor 21 Monaten von DarkSummer veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Geschichte von Julia, Paul und Jan
Inhalt

Die Begegnung mit einem Unbekannten, dessen Blick sie berührt, stellt das Leben der 18-jährigen Julia auf den Kopf. Als sie sein Notizbuch findet und darin auf poetische Texte und Zeichnungen stößt, die sie auf eigenartige Weise aufwühlen, ahnt sie, dass mehr dahinter steckt als eine Schwärmerei für einen hübschen...
Vor 18 Monaten von Biene2004 veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen berührend, fesselnd, emotional - einfach eine wunderbare Geschichte, 21. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Eine kurze Begegnung im Zug mit einem dunkelhaarigen jungen Mann, dessen Tagebuch sie findet und an sich nimmt, verändert Julias Leben. Das Buch birgt Abschnitte aus seiner Lebensgeschichte, seine Geheimnisse und Wünsche, seine Gefühle. Das Buch enthält auch Zeichnungen und Gedichte, die Julia berühren und ihre Liebe zu Paul, ihrem Freund ins wanken bringen. Doch warum nur fühlt sie sich dem Unbekannten so nahe? Für Julia beginnt eine Suche nach dem Jungen und zugleich auch die Suche nach sich selbst.

Angelika Lauriel erzählt in ihrem Jugendroman "Frostgras" eine berührende, ganz außergewöhnliche Geschichte über Liebe, das Erwachsenwerden und Geheimnisse aus der Vergangenheit. Die Geschichte wird abwechselnd aus Julias Sicht erzählt sowie aus der Sicht von Paul, ihrem Freund, den sie schon aus der Sandkiste kennt und der sie ihr ganzes bisheriges Leben begleitet hat. "Piraten-Paul", wie sie ihn als Kind nannte, der für sie immer der beste Freund war und letztlich auch ihr Lover wurde. Eine Entwicklung, die ganz selbstverständlich war. Durch die unterschiedliche Sichtweisen erfährt man als Leser die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten und dringt tief in die Geschichte ein.

In eine Geschichte, die so zufällig beginnt, die für Julia aber zur Obsession wird. Etwas an dem Fremden im Zug hat ihre Seele berührt, genauso sein Tagebuch. Sie sieht Parallelen zu ihrer Kindheit, längst vergessene Erinnerungen werden wieder geweckt. Je mehr sie in dem Buch liest, desto tiefer wird ihre Verbundenheit zu dem geheimnisvollen Besitzer des Tagebuchs, nichts wird für Julia wichtiger, als ihn zu finden. Ein Gefühl verbindet Julia mit ihrem Unbekannten, das sie nicht ruhen lässt. Die Gedichte, Zeichnungen und Szenen die er in seinem Tagebuch beschreibt sind poetisch und sehr gefühlvoll, sie bringen Julia zum nachdenken. Sie macht sich Gedanken über ihr bisheriges Leben und ihre Zukunft und erfährt letztlich Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit, die sie tief erschüttern. Dabei reflektiert sie immer wieder ihre Beziehung zu Paul und hinterfragt ihre Gefühle für ihn.

Der Erzählstil ist schön leicht, so dass ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte, mich Julia und auch Paul sehr verbunden fühlte. Beide sind für ihr Alter sehr reif und dabei unglaublich sympathisch, genau wie die übrigen Charaktere. Die Geschichte ist in sich fesselnd und stimmt nachdenklich. Sie hat mich tief berührt und Emotionen geweckt, ich habe mir Julia mitgelitten und ihr bei der Suche über die Schulter geschaut. Die Geschichte ist einfach wunderbar gefühlvoll erzählt und emotional, ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das nicht nur für jugendliche Leser zu empfehlen ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Geschichte von Julia, Paul und Jan, 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Inhalt

Die Begegnung mit einem Unbekannten, dessen Blick sie berührt, stellt das Leben der 18-jährigen Julia auf den Kopf. Als sie sein Notizbuch findet und darin auf poetische Texte und Zeichnungen stößt, die sie auf eigenartige Weise aufwühlen, ahnt sie, dass mehr dahinter steckt als eine Schwärmerei für einen hübschen Jungen. Eigentlich sollte Julia rundum zufrieden sein. Sie beginnt gerade ein Psychologiestudium, hat mit Paul einen treuen Freund, den sie schon seit Sandkasten­tagen kennt, und nabelt sich langsam, aber sicher von ihrer besitzergreifenden Mutter ab. Doch Julia ahnt, dass das fremde Tagebuch ein Familiengeheimnis birgt, mit dem auch sie verbunden ist. Ihre unermüdlichen Nachforschungen und die unbequemen Fragen, die Julia nicht nur sich selbst, sondern auch Paul und ihrer Mutter stellt, führen sie schließlich auf die Spur einer gigantischen Lüge. Darf sie Jan, den Fremden, lieben und wird sie ihrer Mutter noch trauen können? Julia setzt bei ihrer Suche alles aufs Spiel.

Meine Meinung
Ganz ehrlich gesagt hatte ich mir von diesem Buch etwas mehr versprochen! Der Klappentext klingt interessant und hat mich auch direkt angesprochen, die Umsetzung finde ich allerdings nur bedingt gelungen. Die mir bis dato unbekannte Autorin Angelika Lauriel erzählt die Geschichte, in der Julia die Hauptperson spielt, teilweise doch etwas sehr langatmig. Zwischendurch wird es dann immer mal wieder interessant oder auch spannend, doch so richtig fesseln und berühren konnte mich dieses Buch leider nicht. Das lag aber keinesfalls am Schreibstil, denn dieser hat mir wiederum recht gut gefallen. Zudem konnte ich es nicht so richtig nachvollziehen, dass Julias Mutter die Wahrheit tatsächlich bis zum bitteren Ende verschwiegen und somit ihre Tochter dermaßen verletzt hat. Für meinen persönlichen Geschmack ist diese Familiengeschichte einfach ein bisschen sehr weit hergeholt und somit auch ein kleines bisschen übertrieben...

Fazit

Ich kann dieses Buch nur bedingt weiterempfehlen, meinen Geschmack hat es leider nicht 100 %ig getroffen. Aber da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind und da dieses Buch schon einige wirklich richtig gute Bewertungen bekommen hat, sollte man hier in diesem Fall nicht unbedingt auf meine Meinung zählen, sondern sich lieber ein eigenes Bild machen!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zauberhaft... für alle jungen Erwachsenen auf der Schwelle zum Abenteuer Leben, 20. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Inhalt
Schon seit dem Kindergarten kennen sie sich, sie sind ihr ganzes Leben ein Paar. Doch dann findet die 18 jährige Julia eine Art Tagebuch, das ein junger Mann im Zug liegen ließ. Fasziniert taucht Julia ein die diese Welt, die der junge Mann seit seiner Kindheit geführt hat. Gedanken, Gedichte, Wünsche, ein ganzes Leben. Und langsam schleicht sich dieser junge Mann in das Herz von Julia.
Meinung

Das Buch ist etwas Besonderes. Es ist eine außergewöhnliche Erzählart. Erzählt wird aus der Sicht der 18 jährigen Julia und ihrem Freund schon seit Kitazeiten Paul. Nach dem Abi studieren beide, lernen neue Leute kennen, sind aber andererseits schon so lange zusammen, kennen sich ihr ganzes Leben. Doch dann findet Julia dieses geheimnisvolle Buch des Fremden aus dem Zug. Das erste Mal unternahm sie eine Reise ohne Paul und dann tritt dieser Mann in ihr Leben. Und durch die Lektüre seiner Geschichte taucht Julia ein in sein Leben und sie fühlt sich immer mehr zu ihm hingezogen. Die Charaktere fand ich super ausgeformt. Es war als ob man die beiden oder eher drei wirklcih kennen würde. Auch dieses Gefühlschaos in das die beiden stürzen, die Liebe, die in Frage gestellt wird. Das Enden der ersten großen Liebe. Die Suche nach der einen Liebe, die Suche nach sich selbst, nach dem Sinn, was macht mein Leben aus. Es ist auf eine ruhige Geschichte. Nachdenklich machend. Für junge Erwachsene, die auf der Schwelle stehen zum Ablösen von der Kindheit, die am Anfang zum Abenteuer Leben als Erwachsener stehen. Gut gefallen haben mir auch die Gedichte, in dem Tagebuch. Sehr gefühlvoll, zauberhaft, wunderschön. So würde ich auch als Fazit das Buch zusammenfassen.
Fazit:
Sehr gefühlvoll, zauberhaft, wunderschön für alle jungen Erwachsenen, die an der Schwelle zum Abenteuer Leben stehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seelenbuch, 27. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Die Abiturientin Julia steht vor der spannenden Frage, wie es nun weitergehen soll. Ob das begonnene Psychologiestudium wirklich das Richtige ist, muss sie erst noch herausfinden. Doch dann findet sie im Zug ein Notizbuch, das ein Junge vergessen hat. Ein Büchlein voller Skizzen und Gedichte und zwischen den Zeilen verborgenen Geheimnissen, die irgendwie auch Julia betreffen.

"Frostgras" ist eines jener Bücher, bei denen ich soviel zugleich erzählen will, dass ich erst einmal innehalten und überlegen muss. Es ist ein ungewöhnliches Buch, ein spannendes, ein ehrliches. Lauriel beschreibt wunderbar leicht Julias Tageswelt mit plastischen Dialogen, glaubwürdigen Charakteren und plausiblen Erklärungen - und doch... ist da noch mehr, unmerklich wird der Leser auf eine zweite, dunkle, abgründige Ebene gezogen, wo Geheimnisse lauern, die wohl jeder in den abgelegenen Kammern seiner Seele spazieren trägt.

Die Art und Weise wie hier aus zwei Perspektiven, nämlich der von Julia und ihrem Langzeitfreund Paul, das vermeintlich Alltägliche geschildert wird, das eben nicht so alltäglich ist, zeigt so unaufdringlich wie gekonnt, dass ungeachtet aller großen Geheimnisse wie jenes um das schwarze Notizbuch und seinen Besitzer, gerade das Gewöhnliche, unsere Träume, Wünsche und Gefühle das wahrhaft Spannende sind.

Das wirklich Faszinierende dieses absolut empfehlenswerten Buches ist der Umstand, dass es eines der seltenen Bücher ist, bei dem man lesend auch dem Autor näher kommt. Es ist ein Seelenbuch, das mit Herzblut geschrieben ist. "Frostgras" ist eine kompromisslose Geschichte, die zu erzählen für Lauriel ein zwingendes Bedürfnis war. Und das ist fühlbar. So stellt sich beim Lesen ein geheimnisvolles Gefühl von Intimität ein, dass ungeachtet des unbestrittenen schriftstellerischen Talents der Autorin ihr sicherlich nicht bei jedem Buch gelingen wird.
Und so zeigt sich wieder, dass das vermeintlich Einfache, Offenkundige doch immer noch die größten Geheimnisse birgt.

Ich vergebe hier gerne die Höchstwertung, wobei ich 3 Punkte für gute und 4 für weiterzuempfehlende Bücher vergebe, während 5 den wenigen absoluten Zauberbüchern vorenthalten sind.
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5.0 von 5 Sternen Gefühlvoller Roman um Liebe und Wahrheit, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch den Kontakt mit der Autorin in einer Leserunde zu ihrem Krimi „Bei Tränen Mord“ und auf Facebook. Die Inhaltsangabe und das Cover von „Frostgras“ haben mich sofort angesprochen, sodass ich auch ihr neustes Werk gerne lesen wollte. Bei „Frostgras“ handelt es sich um einen Jugendroman, der aber auch gut von Erwachsenen gelesen werden kann.

Die 18-jährige Julia lebt alleine mit ihrer Mutter in Trier und hat gerade ein Psychologiestudium begonnen. Über ihren leiblichen Vater weiß sie nichts. Ihre Mutter will ihr erst mit 21 Jahren seine Identität preisgeben. Mit dem gleichaltrigen Paul hat sie einen treuen und zuverlässigen Freund an ihrer Seite, den sie bereits aus dem Kindergarten kennt. Bei einer Zugfahrt begegnet sie einem jungen Mann, der sie auf eigenartige Art und Weise anzieht. Als er den Zug verlässt, vergisst er ein schwarzes Notizbuch, das Julia an sich nimmt. Was sie nicht ahnt: Dieses Buch wird ihr Leben entscheidend verändern.

Die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Gefühle ihrer Protagonisten zu beschreiben, allen voran natürlich Julias Emotionen. Das geheimnisvolle Buch des Unbekannten aus dem Zug ist eine Art Tagebuch mit Gedichten, Gedanken und Zeichnungen. Durch diese erhält der Leser auch einen Einblick in das Gefühlsleben des jungen Mannes. Sehr gut hat mir gefallen, dass zwischendurch immer wieder in der Ichform aus der Sicht von Paul, Julias Freund, erzählt wurde. Julia ist eine Figur, die im Laufe der Geschichte eine interessante Entwicklung durchmacht. Diese war für mich gut nachvollziehbar und sehr gefühlvoll geschildert.

Dieser Roman bietet viel Potenzial zum Nachdenken und Diskutieren. Wie weit darf Liebe gehen und wie sollte man mit der Wahrheit umgehen? Der Vermerk auf dem Cover „Herzklopfen und so“ ist etwas irreführend. Hier geht es nicht um eine Liebesgeschichte für Jugendliche sondern um viel mehr.

Fazit:
Gefühlvoller Roman für Jugendliche und Erwachsene, der zum Nachdenken anregt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlvoll und fesselnd, 4. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Für mich war dieses Werk das Zweite von Angelika Lauriel, aber das Erste, welches sich an junge Erwachsene richtet.
Und ich kann sagen, dass ich in keiner Weise enttäuscht wurde.

Julia fühlt sich von ihrer Mutter gegängelt und unverstanden. Aus Trotz will sie nach ihrem Abitur nur einen Lehrberuf ergreifen. Aber nach einiger Zeit des Nachdenkens und der Erkenntnis, dass sie dann auch näher bei ihrem Freund Paul ist, beschließt sie doch zu studieren.

Im Zug sieht sie einen jungen Mann, der in ihren Augen völlig traurig aussieht. Dieser vergisst, als er aussteigen muss, ein Notizbuch. Dieses nimmt Julia an sich und will es ihm zurückgeben. Doch das Auto, in das der junge Mann steigt, kann Julia nicht mehr erreichen. Das Autokennzeichen sagt ihr, dass der Besitzer auf Rügen leben muss.
Als sie zuhause angekommen, in dieses Notizbuch reinschaut, verändert sich ihr ganzes Leben. Wie und warum, das müsst ihr unbedingt selber lesen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, in einem sehr schön flüssigen Schreibstil erzählt Angelika Lauriel eine Geschichte, die so wirklich geschehen sein kann und abgeändert vielleicht etliche Male im wahren Leben wirklich passiert. Sie beschreibt fast plastisch das Gefühlsleben dreier junger Menschen, die in ihrem Leben etwas vermissen. Dann kommt irgendein Anstoß und das bisherige Leben wird regelrecht auf den Kopf gestellt. Erkenntnisse die einen jungen Menschen vielleicht sogar aus der Bahn werfen können, wenn sie nicht einen anderen Menschen haben, der ihnen Halt gibt. Es ist schon schwer angelogen zu werden, aber zu erkennen dass dass bisherige Leben eine einzige Lüge war, das muss unendlich schwer sein. Angelika Lauriel schafft es meisterlich, diese Gefühle und Gedanken bei Julia zu beschreiben. Ihr einen Weg zu zeigen, bei dem Julia mit dieser Lüge, Enttäuschung und dem inneren Schmerz zurecht zu kommt.

In meinen Augen hat dieses Werk noch sehr viel Potenzial auch, um im Schulunterricht Verwendung zu finden.

Ein gefühlvoller Roman über Betrug und Selbst¬betrug, Trauer, Liebe.
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5.0 von 5 Sternen Gefühlvoll und berührend, 2. Mai 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Eine Familiengeschichte, die tief hineingeht in die Gefühlswelt der Protagonisten.
Die 18-jährige Julia findet ein schwarzes Notizbuch, das ein junger Mann im Zug vergessen hat. In dem Buch findet sie Texte und Bilder, die sie tief berühren und etwas in ihr in Gang setzen, das sich nicht mehr stoppen lässt.
Stück für Stück kommt sie einem tragischen Familiengeheimnis auf die Spur, verliert sich selbst und findet sich wieder. Es geht um Geheimnisse, Freundschaft, Liebe und das Erwachsen werden.
Angelika Lauriel lässt mit poetischer Erzählstimme eine berührende Geschichte lebendig werden.
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5.0 von 5 Sternen Eine bittersüße Geschichte über Liebe und Trauer, 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Frostgras. Kein einfaches Buch, kein leichter Stoff, nicht wie üblich und erwartet geschrieben.
Angelika Lauriel vermischt beim Schreiben Gegenwartsform mit der Vergangenheit, wie bei ihr gewohnt, auf literarisch eindrucksvolle Weise.
Frostgras! Das ist die Farbe der Augen, die ein junger Student von einer Ostseeinsel stammend, sein Leben lang sucht. Und diese Augen hat er in Julia gefunden, der er im Zug nach Trier zur Uni begegnet. All das schreibt er in ein schwarzes Tagebuch, zeichnet und dichtet. Und dann vergisst er dieses Buch. Julia, ebenso von dem Jungen angezogen, findet es und liest es. Die Seelenverwandtschaft mit dem Fremden lässt ihr keine Ruhe.
Ihre alleinerziehende Mutter verheimlicht der 18-Jährigen eine ganze Menge, ihre Kindheit, ihren Vater. Doch nun reicht es Julia. Als Studentin macht sie sich ausgerechnet mit ihrem Freund Paul auf, eben jenen Unbekannten zu finden. Paul allerdings ahnt nichts von der Suche, er bemerkt nur die Veränderungen an seiner Freundin. Und die sind dramatisch. Sie wendet sich von ihrem Paul, mit dem sie seit dem Kindergarten zusammen ist und der stets ihr Beschützer war, ab und sucht immer verzweifelter nach diesem Kerl. Bis nach Rügen und Hiddensee führt sie ihre Suche, stets begleitet von der Lebenslüge ihrer Mutter, die alles kaputtgemacht hat, weil sie es gut meinte. Der Egoismus dieser Frau ist grenzwertig. Als Julia geboren wurde, war sie jünger als Julia heute.
Frostgras. Endlich weiß Julia, welche Farbe ihre Augen haben: wie das Meer an einen verwaschenen Regentag, wie das Gras, das vom letzten Frost des Frühjahrs gezeichnet wird. Doch dann muss Julia erkennen, dass der Fremde gar nicht ihre Augen gemeint hat.
Er meinte Suchaugen, Augen, die alles zu scannen scheinen und die dich durchdringen, wenn sie dich ansehen. Suchaugen, so wie Julia und ...
Was ist das für ein Geheimnis, das ihre Mutsch mit sich trägt und dass sie Julia nicht anvertrauen kann?
Julia entdeckt auf der Reise nach dem Fremden sich selbst. Sie steckt und ordnet ihre Ziele neu. Sie braucht Mutsch nicht mehr, oder Peter, Mutschs Freund. Sie braucht keinen Beschützer wie Paul. Sie war selbst mal eine Beschützerin, damals, vor langer Zeit, vergessen und verdrängt, aber immer noch in ihrem Kopf.
Augen wie Frostgras.
Als sie die Antwort findet, lösen sich die Knoten der Lügen um sie herum. Und nur einer kann sie dabei trösten.

Angelika Lauriel schreibt hier einen Roman, der für Young Adults gedacht ist, eher nicht für jüngere Teenager. Oder doch? Einige Formulierungen darin sind schon harter Tobak, aber so ist das Leben, so und nicht anders.
Feinfühlig und dennoch haargenau zeichnet sie zerbrechliche Charaktere, die so stark wirken, bis die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Und dann zeigen sie wirklich wahre Größe. Größe im Loslassen, im Urvertrauen und in der wahren Liebe!
Ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Noch mehr Verständnis erwartet für die Liebenden und für die Lügner. Aber so kann ich mir ein eigenes Bild davon machen, kann und muss die Story selbst weiterstricken.
Nach anfänglichem Zögern bin ich mehr und mehr in die Story hineingesogen worden. (gesogen von gesaugt!) Ich wurde hin und hergerissen von den Gefühlen und Gedanken und habe mitgezittert, bin wütend geworden so wie Paul und Julia und wie der Fremde. Ich wusste nicht mehr, zu wem ich halten sollte, zu Julia? Zu Paul? Zu jenem Jungen? Zu allen?
Eine geniale Geschichte. Sie hat alles, um zu einem Klassiker der Young Adult Literatur zu werden.
Keine Frage, fünf von fünf.
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5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit über Jan und Julia, 26. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
In einer Wanderbuchrunde durfte ich "Frostgras" lesen und ich bin dafür wirklich dankbar, denn ich liebe es, wenn Bücher in die Tiefe gehen, der Schmerz der Menschen die es beschreibt fühlbar sind und mich so den Personen um einiges näher bringen. "Frostgras" ist keine leichte Lektüre, kein Buch für eben mal so, sondern ein Buch, an dem man sich festklammert und es unbegreiflich ist, wie der Mensch tickt. Er verdrängt, er lügt, er verschweigt und wenn es dann endlich zur Aussprache kommt hinterlässt er noch mehr Schmerz im ersten Moment, aber dann endlich kann Heilung geschehen und Puzzleteile werden zusammengefügt und bleiben dann auch zusammen. Natürlich ist das Buch vorhersehbar, aber das ist nichts, was ich jetzt als störend empfunden habe, sondern genau das habe ich erwartet und erhofft. Ich fühlte mit und dadurch, das wir in der Ich - Form immer wieder in die Gedanken der wichtigen Personen eintauchen können, sind sie uns nah und wir begreifen worum es letztendlich geht, eine Lüge, oder sollte ich besser sagen eine Verschleierung von Tatsachen vielleicht um sich selbst zu schützen? Letztendlich liegt hier eine Tragödie vergraben, die von der Autorin eingefangen wurde um ein wirklich kostbares und wunderbares Buch zu schreiben. Ein Buch, welches mich gefangen nehmen konnte und mich dermaßen bewegt hat, das ich es kaum aus den Händen legen konnte.

Natürlich möchte ich ein klein wenig über die Story erzählen, obwohl der Klappentext schon recht viel darüber verrät, was uns erwartet, aber ich will es dennoch tun, denn nur alleine meine Empfindungen die ich beim Lesen hatte, werden dem Buch nicht gerecht.

Die Geschichte beginnt auf einer Zugfahrt, wo sich Julia in einem jungen Mann verliert, der ihr ohne das sie miteinander reden und auch nur kurzen Blickkontakt haben, wichtig wird, wie noch keine Person zuvor in ihrem Leben. Paul vielleicht, aber Paul ist schon seit Sandkastentagen ihr bester Freund. Mit Paul ist sie schon immer zusammen und durch diese kurze Begegnung im Zug beginnt Julia alles zu hinterfragen, was ihr Leben zuvor ausgemacht hat. War sie jemals glücklich? Wieso fühlt sie sich auf einmal so unvollständig? Der junge Mann im Zug hinterlässt ihr ein Tagebuch, versehentlich. Julia beginnt darin zu lesen und plötzlich kommen immer mehr Erinnerungen in ihr hoch und sie merkt, das es da etwas geben muss, was sie verdrängt hat. Ihre Mutter Grete hat viele Geheimnisse, wie wir nach und nach feststellen werden. Wird sie Julia endlich die Wahrheit sagen können? Wird Julia das Puzzle zusammensetzen können? Wohin mit all ihrer Wut? Ihrer Trauer und ihrem Schmerz? Wird sie Heilung finden und endlich da ankommen, wo sie hingehört?

Auch jetzt beim Schreiben über das Buch "Frostgras" sind die Gefühle die mich überkamen wieder präsent und ich bin völlig erfüllt davon. Es ist ein sehr lebendigen Buch, welches davon schreibt wie wir Menschen auf der Suche nach uns selbst empfinden können. Es ist glaubhaft und authentisch. Ich konnte mich in Julia hineinversetzen und nachempfinden, wie viel Angst ihr ihre eigene Unsicherheit macht und als das Kartenhaus der Lügen ihrer Mutter zusammenbricht wird es endlich Licht am Horizont und das Buch wird endlich schön. Schön von den Empfindungen her, die zuvor doch eher grau und trübe waren.

Sie hatte ihr ganzes Leben gegen diese Melancholie angekämpft, aber jetzt dachte sie zum ersten Mal, dass es vielleicht auch möglich war, sie einfach zu akzeptieren. Die Traurigkeit anzunehmen, die sie auf Schritt und Tritt begleitete, und von der sie nicht wusste, woher sie kam. (S.37)

Ein Buch, welches ich sehr gerne weiterempfehlen möchte, denn es wirklich wunderbar geschrieben und am besten ist tatsächlich, das es keine oberflächliche Geschichte ist, sondern eine Geschichte, die mitten ins Herz geht.

Vielen Dank dafür!
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5.0 von 5 Sternen Eine Herzensangelegenheit, 25. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Frostgras (Broschiert)
Eigentlich scheint das Leben der achtzehnjährigen Julia geordnet: Mit Jugendfreund Paul führt sie eine harmonische Beziehung, in Kürze beginnt sie mit ihrem Psychologiestudium, und von ihrer dominanten Mutter nabelt sie sich auch allmählich ab. Alles läuft wie vorgesehen, bis sie zufällig in der Bahn einem Fremden begegnet. Nur kurz treffen sich ihre Blicke, doch sofort ist ihr Interesse an dem jungen Mann geweckt. Als er beim Aussteigen sein Notizbuch liegenlässt, nimmt Julia es an sich, doch ehe sie es ihm zurückgeben kann, ist er verschwunden. Neugierig geworden beginnt sie in dem Buch zu lesen und macht darin eine Entdeckung ungeahnten Ausmaßes.

In „Frostgras“ nimmt Angelika Lauriel den Leser mit auf Julias Suche nach dem Fremden im Zug, der sie mit seinen gefühlvollen Notizen und Zeichnungen in ihren Bann zieht. Je tiefer Julia in das Notizbuch und somit auch in die Seele des jungen Mannes eintaucht, umso größer wird ihr Gefühlschaos. Ist Paul wirklich ihre große Liebe? Was verbirgt ihre Mutter vor ihr? Warum berühren sie die Einträge des Unbekannten dermaßen? Sie ahnt, dass ihre Lebensgeschichten miteinander verwoben sind und stößt dabei auf ein Familiendrama, das ein unfassbares Geheimnis birgt.

Angelika Lauriel gelingt es mit ihrer poetischen Sprache und ihrer Liebe zu den Charakteren, dass „Frostgras“ tief unter die Haut geht. Es ist eine besondere Geschichte, die auf vielen Ebenen berührt, ohne dabei kitschig oder überladen zu wirken. Man spürt das große Verständnis, das die Autorin für die Gefühlswirrungen junger Menschen hat, und den Respekt, mit dem sie ihnen begegnet. „Frostgras“ ist eine Herzensangelegenheit, die lange nachklingt.
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Frostgras
Frostgras von Angelika Lauriel (Broschiert - 15. März 2013)
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