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Kundenrezensionen

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am 25. Juni 2013
Die Drogen werden nicht verherrlicht. Aber auch nicht schlechtgeredet. Endlich. Endlich ein Buch, dass einfach zeigt, wie es ist. Und zwar so eindrucksvoll, schonungslos, beeindruckend, emotional und wunderschön geschrieben, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will, bevor es zu Ende gelesen ist. Es reißt einen mit, das Leben dieses Mädchens, ihre Geschichte und die Hintergründe für ihre Verhaltensmuster und ihre Charakterzüge nach und nach aufgeschlüsselt zu bekommen. Es ist so fesselnd und anschaulich geschrieben, dass ich am Ende der Überzeugung war, dass Emma eine Freundin von mir ist, oder vielleicht sogar, dass ich Emma bin. So genau kann ich das nicht sagen. Was ich aber ganz genau sagen kann, ist, dass ich unendlich traurig bin, dass ich das Buch schon leer gelesen habe, ich nie ein besseres Buch in der Hand hatte und es einfach mehr von solchen großartigen Schrifstellerinnen geben sollte.
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am 26. Dezember 2013
Mausmakis blaue Pumas: Das ist vor allem eine Protagonistin, die ihr gesamtes Weltbild aus den Zitaten und Gedanken anderer Menschen zusammensetzt. Keine Seite vergeht, ohne dass die Assoziationsmaschine angeworfen wird, egal ob im Club illegale Genussmittel konsumiert werden, in der heimischen WG gekotzt oder mit melodramatischem Ton in der eigenen Vergangenheit gewühlt wird. Letztendlich geht es um die große Frage, die immer hinter allem steht und in jeder Wohngemeinschaft hoch und runter diskutiert wird: Warum tun wir uns dieses Leben eigentlich an?
Für die 27jährige Emma sind es die Momente im Club, die ihr Leben mit Sinn erfüllen. Oder ihr zumindest das Gefühl geben, kurzzeitig im richtigen Leben zu sein, in einer Welt der Liebe und der Freundschaft, der Akzeptanz und der Bedingungslosigkeit. Gleichzeitig kommt nach dem Rausch aber immer der Moment des Erwachens, der Crash mit der Restrealität, der Hass auf den eigenen Körper, das immerwährende Gefühl, trotz (oder wegen) ihrer überdurchschnittlichen Intelligenz und ihrer Sensibilität den Ansprüchen ihrer so schwer verständlichen Umwelt nicht zu genügen, einfach nicht gut genug zu sein, wie sehr sie sich auch anstrengt, geißelt und kaputtkotzt.

Die ersten vier Fünftel des Romans war ich einfach nur angenervt von Emma Fröhlichs wehleidiger „Ich bin zu feinfühlig für diese S*****welt und deshalb ist es nur gut und richtig, wenn ich mich kaputt kotze, vögele und konsumiere“-Attitüde, was vor allem daran liegt, dass Emmas psychische Probleme auf 300 Seiten ausgelatscht werden, ohne dass irgendetwas passiert oder sich bewegt. Plott? Fehlanzeige! Das Finale, das letztlich aus einem Gespräch mit ihrer besten Freundin und WG-Mitbewohnerin besteht, die Emma erklärt, dass sie sie trotz aller ihrer (menschlichen) Schwächen und Macken innig liebt, hat mich dann aber mit Emma und dem Roman versöhnt, denn letztlich kämpfen wir ja alle und jeden Tag wieder genau diesen Kampf. Wie genau es weiter geht mit Emma Fröhlich bleibt am Ende leider unklar, aber es besteht zumindest die Hoffnung, dass sie gerichtet - nein, ups, ich meinte natürlich gerettet :) ist und ihren Frieden findet.

Drei Sterne klingen vielleicht härter als es gemeint ist (die Autorin hat wirklich Talent!), aber ich erwarte von Literatur mehr, als die (zugegebenermaßen in wirklich schöne) Worte gefasste Präsens-Beschreibung eines typischen Elektro-Jünger-Wochenendes und ein paar Rückblenden in eine Dorfjugend. Da hat es sich Mareile Kurtz doch etwas zu einfach gemacht.
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am 12. Mai 2013
Besser hätte man die Elektro-Szene mit all ihren Facetten nicht beschreiben können. Sehr gut veranschaulicht, sehr abwechslungsreich geschrieben. Durch den ständigen Switch von der Gegenwart in die Vergangenheit, wird die Spannungskurve durchweg hoch gehalten.Toll sind auch die vielen Zitate und musikalischen Beiträge.

Das Ende und die kurtzsche Theorie empfand ich als äußerst kreativ.

Das Buch hat mich dazu angeregt, die gesamte Thematik kritisch zu reflektieren und globaler zu betrachten.

Für jeden In- und Outsider interessant zu lesen.
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am 25. Mai 2014
Der Leser begleitet die Protagonistin auf einer ganz besonderen Reise. Einer Reise, die eigentlich zu ihrselbst führen sollte, dabei jedoch die tiefsten Tiefs und die höchsten Hochs mit sich bringt.
Emma Fröhlich geht von einem Extrem in das nächste über, und beschreibt dabei, ganz ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, wie "die Jugend von Heute" zum Thema Drogen, Sex und Bulimie steht - und zwar erschreckend neutral.
Die Autorin schreibt fesselnd und authentisch. Außerdem wird durch Unmengen an Zitaten und anderen Annotationen, die jedem irgendwie bekannt vorkommen, deutlich, dass in vielen Erwachsenwerdenden auch ein bisschen Emma Fröhlich steckt.

Fazit: Absolut lesenswert, wenn man keine Angst hat der nackten, kotzenden Wahrheit ins Gesicht zu sehen.
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am 9. November 2013
Von der ersten Seite an wird man mitten in Emmas Leben hineinkatapultiert und begleitet sie auf ihrer Suche nach sich selbst. Emma ist intelligent, gebildet und vor allem voller Abgründe. Diese lernt der Leser (zusammen mit ihr)nach und nach kennen, denn im Laufe des Buches taucht sie immer wieder in ihre Vergangenheit ein, reflektiert ihre Kindheit und Jugend und versucht sich selbst zu erklären warum sie der Mensch ist der sie ist. Nebenbei darf man in der Gegenwart spannenden und intelligenten Dialogen voller Witz mit ihren WG-Mitbewohnern folgen.
Mareile Kurtz beschreibt und hinterfragt die Suche einer Generation, die Suche nach sich selbst. Sie zeigt anschaulich das Sucht immer gleich Suche ist und das die Lösung vielleicht gar nicht so weit entfernt ist wie man anfangs glaubt.
Für die Leser von Strobo ein genussvolles Muss!
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am 5. Januar 2014
Zuerst hatte ich auf Einslive von dem Buch gehört und bestellte es mir sofort.
Ich habe es an zwei Tagen ausgelesen, es ist mit Abstand eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe, es lohnt sich!
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am 3. Mai 2013
Emma Fröhlich hat sich verloren und muss sich, durch ein traumatisches Erlebnis nach einer Clubnacht bedingt, zwanghaft wiederfinden, bevor es zu spät ist.

Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, einen Bezug zu Hauptfigur Emma herzustellen, den Beginn des Romans (Clubnacht, Runterkommen danach inklusive einer Nimmerland-Inszenierung im Wald)wirkten ein wenig hölzern und aufgesetzt. Das lag vielleicht auch daran, dass der Roman mit Zitaten aus Filmen, anderen Roman, Songs, etc. nur so strotzt, so dass man das Gefühl hat, Mareile Kurtz traue sich und ihrem Talent selbst nichts zu. An diesem Punkt wollte ich den Roman schon beinahe wieder zur Seite legen.
Glücklicherweise habe ich es nicht getan. Denn als Hauptfigur Emma anfängt, sich und ihre Vergangenheit zu sezieren kommt man ihr endlich nah, man sieht und spürt das verlorene Wesen, dessen weiterer Weg, bestehend aus Vergangenheitsbewältigung und Gegenwartsbeschau, halbwegs zur Erkenntnis oder zumindest dazu führt, dass Emma sich endlich (zumindest annähernd) selbst annehmen kann. Das Ende ist versöhnlich und versprüht den Frieden, den man Emma wünscht. Dass es dazu noch ein Schreckenserlebnis in Bezug auf ihre beste Freundin Regina Regenbogen brauchte, wirkt ein bisschen inszeniert, funktioniert aber dennoch. Mareile Kurtz schreibt, nach dem für mich eher hölzernen Anfang, mit Leidenschaft und Talent, trifft Emmas Ton zwischen Schmerz und Selbstironie sehr gut. Auch fügen sich im Verlauf die vielen Zitate viel besser ein und gegen Ende wird sogar aufgelöst, warum es im Roman so viele Zitate gibt. Ein bisschen "drüber" wirken die Gespräche zwischen Emma und ihrem Umfeld. Da ist der Ton irgendwie sehr gleich und scheinbar unterhält sich Emma immer nur mit Menschen, die genau denselben Intellekt (und eben auch Ton) wie sie selbst haben. Trotzdem finde ich, ist Mareile Kurtz ein schöner Roman gelungen.
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