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am 23. Juni 2013
Für 700.000 Dollar muss ein Hausarzt viele Rezepte schreiben. Als weltbekannter TV-Arzt „Dr. House“ streicht Hugh Laurie etwa so viel ein – pro Folge. Sein Vater hätte sicher gestaunt, hätte er miterlebt, wie Hugh seine Fußstapfen ausfüllt. Laurie senior, Ruder-Olympiasieger und Allgemeinmediziner, war stets das große Idol seines 1959 geborenen Sprösslings, der in seiner Jugend selbst ein äußerst erfolgreicher Ruderer wurde. Im Arztberuf folgte Hugh seinem Vater erst viel später nach – auf ungleich publikumswirksamere Weise. Den Werdegang des englischen Internatsschülers zum künstlerischen Multitalent – und zum misanthropischen Kultmediziner – zeigt eine nun erschienene Biographie.
Der Autor Anthony Bunko zeichnet darin das Bild eines selbstzweifelnden, vielseitigen Mannes, der nie seinen Frieden machte mit seiner strengen, fordernden Mutter. Der trotz der religiösen Familie zum Atheisten wurde („…diese Sache mit Gott ist nichts für mich“) und wie sein späterer „medizinischer Sherlock Holmes“ mit Depressionen kämpfte. Dabei hatte er die meiste Zeit im Comedy-Genre von sich reden gemacht, seit seinem Aufstieg mit dem renommierten Theater- und Comedy-Ensemble „Footlights“ in Cambridge Anfang der 80er Jahre, das auch Karrierestart für britische Stars wie Borat-Darsteller Sasha Baron Cohen war. Später war Laurie Teil der legendären Sitcom „Blackadder“. Er wirkte in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen mit und wurde spätestens durch „Stuart Little“ auch in Hollywood bekannt. Die Rolle des eigenbrötlerischen Arzt-Antihelden fand den Engländer schließlich 2003 in einem Hotel in Namibia, ausgemergelt und unrasiert nach tagelangem Dreh in der Wüste. Lauries mühsam antrainierter amerikanischer Akzent war beim Vorsprechen so überzeugend, dass der Regisseur ihn anfangs für einen Amerikaner hielt.
Diese erste deutschsprachige Biographie zeigt das Multitalent Laurie: den erfolgreichen Sportler, Schriftsteller, Regisseur, Musiker – sein Blues-Album „Let them talk“ schaffte es 2011 auf Platz 8 der deutschen Charts – und natürlich vielseitigen Darsteller. Anthony Bunko schildert kenntnisreich und enorm detailverliebt, verliert sich dabei aber teils in Phrasen und Nebensächlichkeiten („…er rauchte auf dem Schulklo…“) und beschreibt oft langwierig Werdegänge von Schauspielkollegen sowie Handlungen und Produktionsgeschichte von Filmen und TV-Serien. Störend wirkt der Sprachstil, der teils ziemlich flapsig und unbeholfen wirkt, was eventuell der Übersetzung geschuldet ist. Unabhängig davon ist jedoch, dass viele Passagen nicht viel mehr als Aneinanderreihungen von unzähligen Zitaten darstellen. Auch wirkt es unfreiwillig komisch, wie stark die Beschreibung auf Superlative setzt. Es ist das Buch eines „House“-Fans, keine Frage. Lesenswert allemal.
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