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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wieder gelungen
Wiedermal ein gelungenes Werk von Jörg Nießen. Wer bei Feuerwehr oder Rettungsdienst arbeitet erkennt sich sofort in den Gesichten wieder, denn man erlebt sie wirklich. Leider bin ich der Meinung, dass es gegenüber dem ersten Band aber schon merklich abbaut. Dennoch ein fesselndes Buch, dass man innerhalb kürzester Zeit durchliest ohne je langwierig...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2012 von R. Birner

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt leider nicht an den ersten Teil dran
Ich bin selber auch im Rettungsdienst unterwegs und habe jetzt viele Geschichten so oder ähnlich schon erlebt, das ist alltägliches Brot. Hatte ich leider schon befürchtet das der 2te Teil nicht mehr so gut sein wird wie der erste.
Aber seien wir mal ehrlich, die wirklich aussergewöhnlichen Erlebnisse die im ersten Buch schon geschrieben wurden...
Veröffentlicht am 11. September 2012 von tourneo


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wieder gelungen, 21. Oktober 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Wiedermal ein gelungenes Werk von Jörg Nießen. Wer bei Feuerwehr oder Rettungsdienst arbeitet erkennt sich sofort in den Gesichten wieder, denn man erlebt sie wirklich. Leider bin ich der Meinung, dass es gegenüber dem ersten Band aber schon merklich abbaut. Dennoch ein fesselndes Buch, dass man innerhalb kürzester Zeit durchliest ohne je langwierig zu werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Totlachen komisch, 20. November 2012
Von 
Thorsten Mohr (Philippsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Was soll ich sagen. Ich komme selbst aus dem Rettungsdienst und kann mir viele der Situationen lebhaft vorstellen. Daher trift der Humor in dem Buch (wenn er auch kohlrabenschwarz ist) genau meinen Nerv.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt leider nicht an den ersten Teil dran, 11. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Ich bin selber auch im Rettungsdienst unterwegs und habe jetzt viele Geschichten so oder ähnlich schon erlebt, das ist alltägliches Brot. Hatte ich leider schon befürchtet das der 2te Teil nicht mehr so gut sein wird wie der erste.
Aber seien wir mal ehrlich, die wirklich aussergewöhnlichen Erlebnisse die im ersten Buch schon geschrieben wurden hat man halt im Berufsleben auch nicht täglich und dann kann man nach so kurzer Zeit nicht wieder ein ganzes Buch damit füllen.
Das Buchhat die Nachtschicht etwas versüsst.

Für nicht Rettungsdienstmitarbeiter vielleicht noch interessanter als für uns die sowas tagtäglich erleben dürfen, Kollegen waren auch der gleichen Meinung.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pulver verschossen?, 2. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Nach dem überwältigenden ersten Buch habe ich auf eine Fortsetzung in gleicher Qualität gehofft und wurde leicht enttäuscht. Nach den Zwerchfellstrapazierenden und bis zum Schluss pointierten komplett außergewöhnlichen Geschichten im ersten Buch verlieren die Geschichten im zweiten Buch deutlich an Qualität, mancher Rettungsdienstler / Feuerwehrbeamter der im ersten Buch noch erheitert war wird im zweiten Buch seinen Alltag wiederfinden. Für nicht-Angehörige der BOS vielleicht spannend, kommt es an den ersten Teil leider nicht heran.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht... aber...., 19. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Nicht schlecht, aber der erste Teil war definitiv viel besser! Eigentlich sehr Schade, weil ich mich total auf das Buch gefreut habe. Die letzten Seiten vielen mir sogar schwer zu lesen....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrreich und witzig, 4. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Es gibt nichts, was es nicht gibt! Diese Geschichten aus dem Leben werden bei aller Dramatik amüsant und mit einem guten Humor vom Autor erzählt! Sollte man gelesen haben, insbesondere, wenn man schon das erste Buch kennt. Bin schon gespannt auf neue Geschichten !!!
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5.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Lektüre - sehr zu empfehlen, 2. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Ich habe schon den 1.Teil verschlungen und mir dann gleich anschließend dieses Buch gekauft. Ich kann nur schreiben, was ich auch schon bei dem ersten Buch angemerkt habe:
Sehr spannend beschriebene Einsätze. Man kann das Buch im Grunde gar nicht zur Seite legen, bis man am Ende angekommen ist. Und das obwohl die Geschichten ja total unabhängig voneinander sind. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nimmt einen praktisch mit auf die Reise. Der Ernst, den manchen Situationen einfach erfordern, ist ebenfalls vorhanden. Geschichten zum schmunzeln wechseln sich ab mit harter Realität. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Lektüre!

Ich zweifle auch keine Sekunde daran, dass die beschriebenen Geschichten der Wahrheit entsprechen. Es ist schon erstaunlich für was manchmal so der Rettungsdienst angerufen wird. Aber vielleicht dient es auch alles nur dem Ausgleich zu den wirklich schlimmen Fällen. Wahrscheinlich würde keiner länger diese Arbeit machen können wenn es nur um Leben und Tod geht - und ein paar Einsätze die zwischendurch die Laune wieder einmal aufhellen fehlen würden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finger weg von der 112 - es sei denn ihr braucht sie wirklich, 20. November 2012
Von 
N., Tanja "Schlumpf" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
INHALTSANGABE AUF DER BUCHRÜCKSEITE
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Nach dm überwältigenden Erfolg seines Buches „ SCHAUEN SIE SICH MAL DIESE SAUEREI AN“ nimmt uns Jörg Nießen auch diesmal wieder mit in die bewegte Welt des Rettungsdienstes und der Feuerwehr.
In „DIE SAUEREI GEHT WEITER…..“ werden er und sein liebster Kollege Hein zu manchen Ausnahmesituationen gerufen, die sich manchmal als haarsträubender Notfall, mal als bizarre Lappalie entpuppen. So erwarten die beiden diesmal verunfallte Pianisten, brennende Vereinsheime, pädagogisch wertvolle Wasserschäden, schräg Psychosen, dramatische Kinderkrankheiten und noch so einiges andere.
Auch die 20 neuen Geschichten zeigen den Rettungsdienst wieder von seiner authentischen und zugleich bizarrsten Seite und sind ein Genuss für Liebhaber des schwarzen Humors.

Mit Illustrationen von Jana Moskito.

EIGENE INHALTSANGABE, EIGENE ERFAHRUNGEN – ÄHM EINDRÜCKE UND FAZIT
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Also, für alle die bei Feuerwehr, Rettung oder im Gesundheitswesen arbeiten ist diese Inhaltsangabe auf der Buchrückseite ja schon abendfüllend und man hat so einen blassen Dunst was da auf den Leser zu kommen wird ( kommt einem doch die ein oder andere selbst erlebte oder gesehene Kuriosität in den Sinn).
Ich weiß gerade nicht ob meine eigene Inhaltsangabe sich nur an den Inhalt richtet oder ich auch gleich meine Meinung zum Buch loswerden will – wir werden sehen was mir so einfällt!

Spätestens das Inhaltsverzeichnis verrät mir, dass ich mich auf zwanzig Geschichten freuen kann, welche der Autor mit fiktiven Ortsangaben und Personen versehen hat. Auch seine Kollegen auf dem Rettungswagen entsprechen keiner realen Figur und sind doch so real wie man sie täglich antreffen kann! Neben dem Autor selbst treffen wir meist den bodenständigen und ganz normalen Hein – einen Helden der Rettung der sowohl ohne Fehl und Tadel, aber auch mit seinen Ecken und Kanten versehen ist. Ein höchst liebenswerten Gesellen mit dem ich doch gerne mal auch fahren würde!
Also, Hein und der Autor sind ein Team, aber Hein wird auch an manchen Stellen des Buches durch andere Kollegen ersetzt – einen genervten Rettungsassistenten, einen etwas unterbelichten Kraftsportbegeisterten Kollegen, einen armen, sehr liebenswerten Rettungswachenleiter – Hein ist also jeder und niemand!

Eigentlich wollte ich ja wie bei meinem ersten Bericht über Nießen eine schöne Inhaltsangabe zu all seinen Notfällen geben – aber das muss ich mir echt schenken. Zum einen weil ich dann morgen noch hier vorm PC auf dem Boden liegen und kichern würde und zum zweiten weil ich eventuell mehr vom Buch verraten würde als mir lieb ist. Also fasse ich alles zusammen in Inhaltsangabe, Eindrücke und Fazit!
Ja, meine Eindrücke und mein Fazit – die sind hier absolut eindeutig! Eindeutige Kauf – und Leseempfehlung von mir! Punkt, Ende ;o)) och nee nicht so schnell!

Also, als erstes möchte ich mal auf den Schreibstil von Jörg Nießer eingehen. Nießen ist ein schwieriger Autor – ja ich gebe es zu, aber auch nur weil er schreibt wie ihm der Schnabel gewachsen ist und wie er lebt. Er schreibt wie er lebt, wie seine Realität, sein Berufsbild und auch seine Gefühle es vorgeben – wie es auf einer Wacher vorn Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst üblich ist – direkt und unverblümt. Bei den Geschichten von Jörg Nießen geht es alles andere als gentlemanlike zu und manche Lady wird wahrscheinlich einen leichten Schwächeanfall bei seiner Ausdrucksweise bekommen – aber das ist nun mal auch unsere Weise mit dem was man sieht und fühlt umzugehen! Lieber einmal zu deftig und ruppig geredet, als den ganzen Schmodder ungefiltert mit nach Hause zu nehmen.
Jörg Nießer schreibt seine Geschichten so wie ich es kenne, wenn man abends unter Kollgen und Freunden ( besonders wenn jene welche aus dem gleichen Arbeitsgebiet sind) bei einem Glas Bier oder Wein zusammensitzt und sich mit Kollegen über die Geschehnisse des Tage unterhält. Ein wenig ausufernd, seine Gedanken und Gefühle mit einfließen lassen – das macht es doch aus etwas zu erzählen. Was nutzt es mir oder dem Zuhörer wenn ich nur die Fakten runterrattere – dann kann man sich das Gespräch doch auch gleich sparen!
Und das ist auch das Besondere für mich an diesem Buch – ich habe das Gefühl mit Jörg, Hein und all den anderen zusammen zu sitzen, ihnen zuzuhören und mir dann ihre Geschichten schon beim Erzählen bildlich vorstellen zu können.
Gut ich habe den gewissen Vorteil die ein oder andere Situation in ähnlicher Weise am eigenen Leib bzw. in Wort, Bild und Farbe erlebt zu haben! Aber ich denke nicht dass es für Menschen aus anderen Berufszweigen zu schwierig sein kann sich hier in die Charaktere der Rettungsassistenten und Berufsfeuerwehrmänner ( he ich bin zwar ne Frau, aber bitte ich zähle dazu) hinein zu versetzen und wenn man das geschafft hat, dann fällt es noch weniger schwer ihre „Abenteuer“ mitzuerleben und sie bildlich vor Augen zu haben.

Was noch so eine das Buch für mich besonders liebenswert machende Besonderheit ist, Jörg Nießer erzählt so wie es bei unseren Berufen üblich ist! Leicht schnodderig und mit einer guten und starken Prise schwarzem Humor bei – nicht dass er sich über die Patienten oder Verwandten wirklich lustig machen würde, aber er hebt ihre Macken, die Bürokratie mit der wir uns rumschlagen dürfen und auch die Hirnlosigkeit mancher Mitmenschen deutlich hervor. Nehmen wir mal einige Beispiele aus dem Buch die mich ähnlich in regelmäßigen Abständen auch immer wieder treffen.

1. Die Bürokratie – die macht einem das Leben doch wirklich schwer – pünktlich um 09:30 Uhr will mein Wachabteilungsleiter die Übernahmeprotokolle der jeweils im Dienst stehenden Fahrzeuge vor sich liegen haben, bitte in dreifacher Ausführung - Frechheit aber auch warum halten sich die Leute die einen Notruf absetzten bitte schön nicht an unseren Dienstrhythmus, kein Einsatz vor der Ende der Fahrzeugübernahme! Solche eine Rücksichtslosigkeit gegenüber der Bürokratie gibt es nun mal nur in Deutschland! Und erst recht mal gegenüber Feuerwehr und Rettungsdienst, regelmäßig fange ich mir deshalb einen Einlauf vom Chef ein.
Es ist so was von herrlich und erfrischend zu lesen dass auf anderen Wachen genau der gleiche bürokratische Blödsinn getrieben wird wie bei uns und wahrscheinliche auf fast allen Wachen dieser Republik. Es fällt dadurch manches Mal wirklich leichter der alten Volksweisheit „ Die schönste Art dem Feind die Zähne zu zeigen ist zu lächeln“ anzuwenden und den Anpfiff des Chefs zu ignorieren.

2. Sport und Feuerwehr – das alte Vorurteil! Feuerwehrs sitzen auf der Wache spielen Karten oder treiben Sport auf Staatskosten – juhu wie ich das liebe wenn man mir diesen Satz um de Ohren pfeffert. Jörg Nießen lässt auch dieses holde Klischee nicht aus und haut dem Leser die passende Antwort um die Ohren, so von wegen „Meine Herrschaften denken Sie daran Sie wollen eventuell gerettet werden von uns“. Klar bekommt man wie Jörg Nießen in seinem Buch sagt auch den Sport bezahlt und von Vater Staat die Zeit dafür ( wenn denn möglich) zur Verfügung gestellt – aber wir machen dass nicht um wie Adonis und Venus vor unseren „Opfern“ auftauchen zu können, wir machen dass damit wir nicht neben den Menschen liegen bleiben denen wir helfen sollen. Also Herrschaften Sport ist kein Mord und selbst staa6tsgeförderter Sport kann Euch helfen.

3. Notrufmissbrauch ist auch noch so ein Punkt den er Jörg Nießen in seinem Buch so auf herrlich bösartige Weise anprangert. In seinem Buch ist es die Blondine die den Rettungsdienst wegen Haarausfall alarmiert in der Realität ist es wie bei uns auf Wache eine dralle Brünette die sich in meinen Lieblingskollegen verguckt hat. Jeden dritten Tag – mittlerweile kennt sie unser Schichtsystem – kommt der Notruf einer Kreislaufstörung aus ihrem Gebäude und jeden dritten Tag fällt sie Oscar – reif vor ihm in Ohnmacht. Nennt uns, besonders mich nun gefühlskalt und bösartig doch beim letzten Einsatz habe ich sie gebeten erst in den RTW zu steigen und dann um zu fallen, weil ich eine Lust habe ihre 140 kg quer durch die Welt zu tragen. Versteht mich nicht falsch es geht hier weder um Gewicht noch Aussehen – es geht darum, dass bei solchem Unsinn ein Rettungsmittel egal ob nun Feuerwehr oder Rettungswagen unnötig gebunden werden und damit vielleicht jemandem der wirklich Hilfe braucht verwehrt wird.

Oh Entschuldigung ich schweife ab oder auch nicht! Jörg Nießen hebt dieses Mal ganz deutlich das Fingerchen gegen alles was unseren effektiven Arbeitstag massiv in Schieflage bringen kann –sei es nun durch Unwissenheit, Übereifer oder absolute Dummheit! Wobei wirklich nun mal letzte Option siegt – entschuldigt bitte aber was wahr ist muss wahr bleiben. Keine einzige seiner 20 neuen Geschichten bleibt dieses Mal ohne den erhobenen Zeigefinger und ich persönlich hatte mehr als einmal das Gefühl hier schreibt sich einer den Frust von der Seele, den Frust den er täglich spürt, dem er täglich gegenüber steht und vor allem der Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit gegenüber den Menschen und ihrer Fähigkeit Gottes Geschenk der Intelligenz mit Füssen zu treten.

Ich mag keine Slapstick –Filme oder die Comedy – Serien die da täglich im Fernsehen zu bewundern sind, ich mag Situationskomik und die findet man nicht auf der Bühne oder sonst wo gestellt – die passiert nur im richtigen Leben. Und von dieser Situationskomik findet sich in dem Buch wirklich reichlich. Es ist kein Witzbuch – nee ganz sicher nicht da es reale Fälle beschreibt, und es ist zu meist auch nicht der arme Patient der mich zum Lachen gebracht hat. Es waren eher Jörg und seine Kollegen. So lebhaft und bildlich Jörg Nießen seine Fälle hier vorstellt, so bildlich sah ich auch manchmal ihre Reaktionen und Gesichtsausdrücke vor mir.
Ich fand es einfach nur zum schreien komisch, als ich mir das Gesicht von Hein vor der Blondine mit dem Haarausfall oder Jörg während seines Brandeinsatzes und seines menschlichen Bedürfnisses vor Augen stand. Es war so herrlich realistisch und es führte soweit – ich muss sagen unsere Wache hat Pappdeckelwände – wir saßen alle spätestens nach dem niemand mehr wegen des Kicherns des Nachbars schlafen konnte, alle in einem Raum und haben uns das Buch vorgelesen. Wir haben zusammengesessen, einer hat vor gelesen und dann hat jeder das seine zu solch einem Notfall zugesteuert.

Klar waren wir alle der Meinung dass Jörg Nießen dieses Mal richtig und ziemlich weit überzogen und den schwarzen Humor bis aufs äußerste gereizt hat, die wenigsten Einsätze sind wirklich haargenau so geschehen – aber sie treffen den Nerv der Zeit, bzw. unseren Alltag wie ein Dartpfeil die Mitte der Scheibe. Unwissenheit und Dummheit riskieren das Leben eines Menschen der Feuerwehr und Rettung wirklich braucht!
Jeder Notruf wird als Hilferuf gewertet, also achtet auch volle Batterien in Eurem Rauchmelder, Liebeskummer ist nix für den Rettungsdienst und nein auch ein Freudenfeuer um die Nachbarn zu ärgern muss nicht wirklich sein! Und vor allem liebe Herrschaften Viagra kommt auch im Altersheim zum Einsatz!

Ich dachte zuerst das Buch wäre nur was für Leute die mit diesen Berufsbildern nah verwandt und bekannt sind, aber diese Meinung kann und will ich nicht mehr gelten lassen. Es ist ein Buch dass nicht nur zum Lachen verführt sondern auch ziemliche wichtige Hinweise gibt! So humorvoll es auch geschrieben ist – die Botschaft von wegen „ Lass die Finger von der 112 wenn du sie nicht wirklich brauchst“ oder „ Wann war dein letzter Erste – Hilfe – Kurs“ sind schon ziemlich deutlich und klar. Wer zwischen den Zeilen lesen kann und das Buch nicht nur zu seiner Belustigung lesen will – der kann hier sogar was lernen. Und vor allem vielen Berufsfeuerwehrleuten und Menschen des Rettungsdienstes des Leben erleichtern – allen anderen vor allem das Leben retten!
Dieser Zeigefinger von Jörg Nießen bitte, an2e erst dann den Notruf 112 zu wählen wenn man ihn wirklich braucht – das ist eine Bitte der ich mich gerne anschließen würde. Es geht nicht darum, dass es mich stört wenn ich morgens um drei aus dem Bett gefeuert werde – das ist mein Job – aber es geht mir um die Sinnigkeit. Könnt Ihr es wirklich verantworten dass Ihr mich wegen eines eingerissenen Fingernagels ins Nordteil einer Stadt scheucht während im Südteil jemand dank mangelnder Reanimation und bestmöglicher medizinischer Hilfeleistung verreckt oder durch unnötig gebundener Feuerwehr verbrennt?

Und da gibt es noch etwas dass mir ziemlich gut gefallen hat – das Buch malt keine Helden! Ich hasse nichts mehr als wenn sie Feuerwehrleute, Rettungsdienstler oder Polizisten als Helden des Alltags aufspielen. In der Realität stehe ich dann auf und gehe, bei einem Buch ist mir dann der Lesegenuss gründlich verdorben und es bleibt ein schales Gefühl zurück. Hier habe ich persönlich nicht das Gefühl von „ Ich bin der Held im Erdbeerfeld“ auch wenn Jörg Nießen oft sagt „ Habe ich befohlen – gab ich den Befehl“ oder so was. Das gehört nun mal in unserem Beruf dazu – einer muss den Hut auf haben und der trägt letztlich auch die Verantwortung.
Es ist ein Buch mit bodenständigen, realen Menschen die zeigen dass der Beruf des Rettungsassistenten und Berufsfeuerwehrmanns nicht mit Heldentaten gepflastert ist und man so manch Kurioses auf seiner Arbeit erlebt. Ein Buch in dem ich viel aus meiner Berufsleben wiedergefunden habe, einiges gelesen habe was ich nun mal gar nicht erleben will und einiges bei dem ich wie Jörg Nießen daran zweifle dass der Mensch die Kröne der Schöpfung ist!
Ich finde es toll dass Jörg Nießen sich die Mühe gemacht hat seine Alltagserlebnisse für uns hier aufzuschreiben und habe den Blick in sein Leben und seine Gedankenwelt genossen. Und ich möchte meinen Bericht mit seinen Worten abschließen, denn sie sprechen mir aus der Seele!

„Als Feuerwehrmann oder Rettungsassistent arbeiten zu dürfen, ist ein großes Geschenk. Man darf jede Facette des Lebens und Sterbens kennen lernen, ohne persönlich betroffen zu sein.“

Wer also Interesse und Spaß an der Kuriosität des realen Lebens hat und gerne mal hinter die Fassade des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zu schauen – hinter die Fassade der Bürger überall auf der Welt sollte ich eher sagen, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Und ich kann Euch versprechen dass Ihr mehr als einmal den Kopf schütteln oder herzlich lachen werdet.

Ach ja und entschuldigt ;o)) dass Ihr schon wieder einen solch langen Bericht von mir ertragen müsst! Und ich hoffe Euch nicht nur gelangweilt zu haben!
LG Schlumpf
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3.0 von 5 Sternen Lesen mit Lachfaktor!, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
Für mich 4 Sterne!

Wieder ein sehr gelungenes Buch, vor allem wird es dieses Mal von den Feuerwehrgeschichten unterstrichen, somit nicht nuuur Geschichten aus dem Rettungsdienstalltag.

Jedoch waren meine Erwartungen höher angesetzt als letztendlich durch das Buch befriedigt. Denn teilweise hatte ich den Eindruck die Geschichten gehen so langsam aus.

Wie lange der Hype des Geschichten schreiben über sein Berufsleben noch anhält ist fraglich., denn mittlerweile erzählt selbst jeder Kassierer mit Profitabsicht seine Story vom täglichen Brot.

Naja wieder sehr witzig gemacht, aber man soll ja bekanntlich aufhören wenns am schönsten ist!
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3.0 von 5 Sternen Wie das so ist..., 7. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten (Broschiert)
... wenn man auf die Idee kommt, ein Buch über etwas zu schreiben, worüber sonst noch keiner etwas geschrieben hat: die Fortsetzung fällt recht deutlich ab. Während man beim ersten Buch von Nießen noch teilweise ungläubig, teils schenkelklopfend im Sessel saß, geht die Lektüre dieses Werkes schon ein gutes Stück entspannter vor sich. Es ließt sich nett und flüssig und man wird erneut Zeuge des alltäglichen Wahnsinns bei Rettungsdienst und Feuerwehr, doch die ganz abgefahrenen Superbrüller erlebt man hier nicht mehr. Vielleicht was für die Zugfahrt in den Urlaub oder zu Tante Lisbeth, liest sich auch prima im Schein der Nachttischlampe.
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Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten
Die Sauerei geht weiter...: 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten von Jörg Nießen (Broschiert - 1. September 2012)
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