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am 28. November 2011
Ich gestehe, daß ich ich mich durch dieses Buch regelrecht durchgequält habe und 640 Seiten wirklich darauf gewartet habe, daß endlich etwas passiert, daß es spannend wird, aber leider bleib das Buch langatmig und langweilig. Lange schon, habe ich nicht mehr das Bedürfnis gehabt ein Buch abzubrechen, aber hier war ich tatsächlich kurz davor. Historisches fasziniert mich meist sehr und ich habe wirklich etwas Großes erwartet, schon alleine durch das wirklich ansprechende Cover. Artus und seine Gebeine entpuppt sich als Aufhänger, der sich durch das komplette Buch zieht, mich aber nicht in seinen Bann ziehen konnte, obwohl ich die Sage um Artus und Morgaine le Fey wirklich spannend finde und auch schon einige Bücher darüber gelesen habe. John Dee, um den es sich in diesem Buch dreht, hat Tagebücher hinterlassen, auf die dieser Roman aufgebaut ist. Wo ist Wahrheit, wo Fiktion? Normalerweise stört mich die Ich - Form in einem Buch nicht, aber die Hauptperson und ihre Gedanken haben es einfach nicht geschafft mich mitzureissen, sondern mich eher gelangweilt.

Bücher sind eindeutig Geschmackssache, wie ich immer wieder feststellen muss. Mich hat es einfach nicht gepackt, daher 3 gutgemeinte Sterne. Mehr ist leider nicht drin!
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am 6. Februar 2012
Ich hatte viel mehr erwartet. Die Geschichte ist meines Erachtens recht zäh ausgefallen. Die spektakulären Varianten habe ich völlig vermisst. Ich hatte das Gefühl, dass mir nach dem Klappentext schlicht mehr versprochen wurde. Dem entsprechend viel das Gelesene dann doch enttäuschend aus. Teilweise gab es seitenweise Beschreibungen, die einem spannenden Krimi gerne hätten weichen dürfen

Dazu beschlich mich ziemlich schnell das Gefühl, dass der eine oder andere Fehler entweder in der Geschichte selbst war oder der Übersetzer schlechte Arbeit geliefert hatte. Wer sich als Leser nicht nur berauschen lies, sondern auch gewissenhaft mitdachte, stolperte auf mehreren Seiten über Unstimmigkeiten. Mal stimmten Wörter oder Jahreszahlen einfach nicht. Es war etwas irritierend und müssig, zurückblättern zu müssen, um noch einmal nachzuhaken. Ich habe das als sehr anstrengend gefunden.
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am 28. November 2011
Wieviele Geschichten gibt es schon um den berüchtigten Artus, die Tafelrunde und Avalon? Für mich persönlich ist die einzig wahre Geschichte rund um Avalon von Marion Zimmer Bradley. Dennoch zieht mich diese Geschichte immer wieder an, obwohl ich manche Geschichte eher skeptisch entgegen sehe.
Auch dieser Geschichte sah ich anfänglich etwas skeptisch entgegen. Auch die zuvor gelesene Leseprobe überzeugte mich nur teilweise.
Doch das Buch wollte und musste ich unbedingt lesen. Schon der Beginn des Buches ist völlig anders aufgebaut, als ich es gedacht hatte, denn an der Themse in London wurde eine Leiche in einem Sarg gefunden.
Dies klang zumindest schon mal viel versprechen. Doch schnell langweilte ich mich. So klasse wie das Buch begann, verflachte auch die Stimmung und die Spannung. Stellenweise wurde es langatmig und zu lang gezogen.
Doch als Dee die völlig entstellte Leiche des Stallknechtes entdeckte, wurde es langsam wieder spannend und die Geschichte bekam wieder Leben.
Zwischenzeitlich bekam ich das Gefühl, als wenn die Geschichte wieder lieblos wurde, was sich aber wieder schnell änderte. So wechselten sich die Hoch's und Tief 's ab.
Vom Schreibstil her hat der Autor die Ich - Form gewählt, denn er schreibt aus der Sicht des Wissenschaftlers und Astrologe John Dee.
Besonders gefallen hat mir an diesem Buch, das Rickman mehrere Aspekte in einem Buch eingebaut hat. So werden nicht nur die Themen Königin Elisabeth und Artus mit seiner Tafelrunde angeschnitten. Man bekommt auch Nostradamus, die Tudors, Hexerei und kirchliche Aspekte im Mittelaltel zu lesen. Selbst das Thema Liebe wurde angeschnitten.
Allerdings gibt es auch eine Sache, die man sehen kann wie man möchte. Traurig stimmte mich, das schnell das Thema rund um Artus und seine Gebeine in den Hindergrund gestellt wird und nur zur Nebensache wird.
Dennoch lässt es sich flüssig schreiben, obwohl die Ich - Form im Erzählstil gewählt wurde.
Die Charakteren sind sehr glaubwürdig beschrieben, so das der ein odere andere sofort sympatisch wird. Auch kann manche Handlungen sehr gut nachvollziehen.
Auch wenn es einige Stellen in dem Buch erwähnt werden, die nicht so jugendfrei sind, bin ich der Ansicht, das dieses Buch von einem bestimmten Alter (ich denke mal so ab 16) gelesen werden kann.
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am 5. November 2011
England 1560: Die junge Elisabeth sitzt noch nicht lange auf dem Thron. Insbesondere von Seiten Frankreichs werden jedwede Anstrengungen unternommen um Elisabeth zu stürzen und statt ihrer Maria de Guise auf den Thron zu setzen. Aufgrund einer Prophezeiung wird John Dee, Elisabeths Astrologe, und einer seiner ehemaligen Schüler Robert Dudley ausgeschickt, um König Artus Gebeine zu finden und nach London zu bringen.

Die Serie um Merryl Watkins von Phil Rickman konnte mich nicht überzeugen, doch dieser Roman hat gehalten, was ich mir von der Leseprobe versprochen hatte:

Die Geschichte wird aus Sicht von John Dee persönlich erzählt, in Form eines Tagebuches oder einer von ihm aufgeschriebenen Erinnerung. Zu Beginn habe ich mich damit ein wenig schwer getan, da es einige Gedankensprünge und Abschweifungen gab, deren Verfolgung ich ein wenig mühselig fand auch wenn sie durch graphische Elemente im Text immer gut erkennbar waren. Doch nach den ersten 100 - 150 Seiten, als das "Vorgeplänkel" vorbei und es mit der Suche so richtig los ging, wurde der Erzählstil flüssiger, gradliniger und es wurde dann auch spannend und das nicht nur durch den Mord an Dudleys Diener. So mancher spielt in der Geschichte ein falsches Spiel, das herauszufinden fällt John Dee nicht leicht und als Leser fiebert man mit ihm mit. Zwischendurch scheint die Suche nach Artus zumindest für John Dee in den Hintergrund zu rücken, da er sich in Eleanor verliebt, doch schließlich führt sein Weg ihn doch wieder zurück auf die Suche und auf die Spur einer Verschwörung. Gut gefallen hat mir, dass man einiges an Hintergrundinformationen über die Zeit und das Denken der Menschen damals, die Probleme, mit denen Elisabeth zu kämpfen hatte, erfährt.

Fazit: Es lohnt sich, sich durch die ersten Seiten durchzukämpfen, es folgt ein spannender und kurzweiliger historischer Roman, der dem Leser auch noch einiges an Hintergrundwissen über Tatsachen und Mythen der damaligen Zeit mitgibt, den ich empfehlen kann.
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am 13. Oktober 2011
Phil Rickman verbindet in seinem Buch auf eine sehr faszinierende Art die Geschichte der Tudors und die Sage um Artus. Die Geschichte wird von Dr. John Dee erzählt, der als Astrologe und Mathematiker sehr hohes Ansehen bei der Königin besaß, da er sich, ebenso wie sie für die Wissenschaft interessiert. Das ist natürlich der Kirche ein Dorn im Auge, da die Wissenschaft zu der damaligen Zeit immer noch als ein Werk des Teufels gesehen wurde
Aufgrund einer Prophezeiung wird der junge Dee von der Königin zusammen mit seinem Freund Sir Robert Dudley nach Glastonbury geschickt um für sie die sterblichen Überreste von Artus zu finden. Doch sie finden weitaus mehr...

Die Intriegen und Machenschaften in Glastonbury sind in sich schlüssig aufgebaut und "nachvollziehbar". Man kann der Handlung sehr gut folgen. Dies liegt nicht zuletzt an zwei Eigenschaften dieses Buches, die mich positiv überrascht haben. Entgegen des typischen historischen Romans (zumindest derer, die ich kenne), ist dieser aus der Ich-Perspektive geschrieben. Dadurch kann der Leser viel tiefer in die damalige Denke einsteigen und das Buch bekommt eine Spannung, die ich bisher aus historischen Romanen noch nicht kannte.
Zum anderen ist die Sprache nur marginal an das 16. Jahrhundert angepasst. Die Ausdrucksweise der Personen ist während des ganzen Buchs in einer modernen Sprache gehalten.
Dies ist ebenfalls ein Aspekt, der das Buch leicht verständlich und gut zu lesen macht.
Die Personen in dem Buch sind liebevoll ausgearbeitet und recherchiert. Der Leser wird von ihnen mitgenommen in eine Zeit, die gerade im Wandel ist und lernt durch sie verschieden Sichtweisen der damaligen Zeit kennen.

Alles in Allem ist dieses Buch sehr gelungen. Ein spannender, intriegenreicher, mystischer, aber vor allem mal ein etwas anderer historischer Roman.
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am 13. Oktober 2011
Die Tudors und König Artus, eine geheimnisvolle und mystische Verbindung im alten England. Das ist grob gesagt der Stoff dieses Historienschmökers von Phil Rickman. Nostradamus sagte den Sturz der jungen Königin Elisabeth I. voraus. Die Gebeine von König Artus sollen ihre Macht festigen. Ihr Vertrauter, der Astrologe John Dee, soll sie für die Königin finden. Dazu reist er zusammen mit Robert Dudley, dem Stallmeister und Geliebten Elisabeths, nach Glastonbury.
Ich hatte zu Anfang des Buches meine Probleme, in die Handlung hineinzufinden. Es hat einige Seiten gebraucht, bis ich mich mit den Personen angefreundet und in der beschriebenen Zeit zu recht gefunden hatte. Aber auch dann störten mich ab und zu die ausschweifenden Erklärungen, die der Autor seinen Protagonisten anstellen lässt und die ich größtenteils für sehr entbehrlich halte. Für meine Begriffe könnte da noch einiges gekürzt werden. Dennoch folgte ich John Dee und seinem Begleiter in das düstere Glastonbury, wo alsbald die Inquisition ihr Unwesen treibt und die Hexenverfolgung tobt. Dort wird Robert Dudley von einer Fieberkrankheit befallen und John Dee verliebt sich in die Tochter des Wundarztes. Die Ereignisse überschlagen sich, es geschehen Morde und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Mir gefiel der Schreibstil des Autors, von dem ich mich an die Hand genommen und durch die Handlung begleitet fühlte. Für meine Begriffe hat er die Atmosphäre von Ort und Zeit gut getroffen. Ich lese öfter historische Romane und hatte den Eindruck, dass der Autor sehr gut recherchiert hat und wusste, worüber er schreibt. Die Personen sind gut dargestellt, ich konnte mich in die verschiedenen Charaktere einfühlen, auch die Dialoge (vor allem zwischen Dee und Dudley) gefielen mir gut. Trotzdem hat das Buch einige Längen (wie oben erwähnt), was wiederum meinen Lesefluss bremste und mich ab und an einige Zeilen überspringen ließ. Darauf hätte ich gut und gerne verzichten können, ohne dass die Handlung insgesamt verloren hätte.
Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet, das hat mir sofort gut gefallen und mir Lust aufs Lesen gemacht. Fasziniert hat mich auch, dass es John Dee wirklich gab, er also eine der historischen Personen des Romans ist.
Insgesamt möchte ich den Roman 'Die Gebeine von Avalon' von Phil Rickman für Historienfans empfehlen. Ich habe das Buch ' trotz der genannten kleineren Kritikpunkte ' gerne gelesen.
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am 4. Oktober 2011
"Durch Mühsal zu den Sternen": Dieser Satz passt sehr gut - auch im wortwörtlichen Sinne - auf John Dee, der neben vielen anderen Wissenschaften auch (oder besonders) die Astronomie und Astrologie schätzt und der so einiges durchmachen musste. Er passt aber auch gut auf den Auftrag, den Dee und sein geschätzter Freund Robert Dudley bekommen haben. Die beiden werden nämlich im Auftrag der Königin Elisabeth inkognito in das geheimnisumwitterte Glastonbury geschickt, um die Gebeine des königlichen Ahnherren Artus zu finden. Schnell wird klar, dass hier so einiges im Argen liegt und so ziemlich jeder seine Geheimnisse hat und so kommen Dee und Dudley rasch auf die Spur einer Intrige.

Schon zu Beginn fällt die sehr detaillierte Recherche auf, welche sich durch den gesamten Roman zieht. Die Figuren wurden vom Autor sehr nah an der Wirklichkeit belassen und selbst viele der Nebenfiguren sind historisch belegt. So entsteht der Eindruck, dass es sich tatsächlich um einen Reisebericht John Dees handelt. Das größte Geheimnis in diesem Buch ist auch heute noch eines und wird daher auch heute noch kontrovers diskutiert. Mystik und Geheimnisse spielen ebenso eine Rolle wie die groß eingefädelten Intrigen, die es aufzudecken gilt. Schon zu Beginn ist der Roman unheimlich spannend, was sich von Seite zu Seite steigert, bis zu dem großen Finale. Der Schreibstil ist mitreißend und passt sehr gut (soweit ich das einschätzen kann) zu der damaligen Zeit. Auch die 'Visionen' sind sehr anschaulich gelungen. ;-) Allerdings haben mich die vielen Rückblicke, Namen, Querverbindungen usw. vor allem am Anfang (teils auch noch später) ein wenig verwirrt, aber nach und nach sind mir dann die Zusammenhänge doch klargeworden, sodass es eigentlich kaum noch gestört hat. Vor allem die ganzen Verstrickungen und auch die anderen Erklärungen fand ich dann sehr interessant, das hätte gerne noch mehr sein können.

Fazit: Alles in allem ein hervorragend recherchierter Roman voller Mystik und Geheimnisse, der mich voll in seinen Bann gezogen hat. Obwohl ich durch die vielen Informationen (gerade am Anfang) ein wenig verwirrt war, ist der Roman von der ersten bis zur letzten Seite durch und durch spannend geblieben. Man wird regelrecht in diese magische Welt aus Glaube und Aberglaube hineingezogen.
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am 4. Oktober 2011
Ein Mystery-Thriller im Britannien der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die junge Königin Elizabeth bestieg erst ein Jahr zuvor den Thron und ganz England hofft auf lichtere Zeiten nach der grauenvollen Herrschaft Marias. Nun ja, nicht GANZ England. Denn über 'Bess' schwebt eine dunkle Gefahr. Nicht nur eine Wachspuppe wird gefunden, die ihren Untergang herbeirufen soll, sondern auch eine Prophezeiung des französischen Hofastrologen Nostradamus beschwört Unglück über die Königin herauf: Sie müsse die Gebeine Artus' küssen und prachtvoll bestatten, um den Fluch von sich und ihrer Familie zu nehmen.

So wird der Auftrag geboren, der von ihrem Astronom und königlichen Wissenschaftler John Dee und dem Oberstallmeister Dudley ausgeführt werden soll: Zusammen begeben sie sich auf eine Reise nach Glastonbury, um dort nach den Gebeinen des großen Königs zu suchen und die seelische Gesundheit der geliebten Elizabeth zu retten. Doch in Glastonbury stoßen sie auf Vieles mehr als nur ein paar alte Knochen. Sie schweben in großer Gefahr und befinden sich mitten in einem Netz aus Intrigen, das bis nach Frankreich gesponnen ist. In diesem vor eisigen Winter klirrenden Städtchen, über das die Ruinen der Abbey und des 'Tors' wie ein Mahnmal wachen, findet Dr. Dee seine erste Liebe und eine astrologische Erleuchtung, muss jedoch zugleich Zeuge einer bitteren religiösen Verfolgung und mehrerer Morde werden.

'Die Gebeine von Avalon' konnten mich Stunden über Stunden in ihren Bann ziehen. Der Einstieg ins Buch ist meiner Meinung nach im Vergleich zu den restlichen Kapiteln nicht so gut gelungen, doch es dauert nicht lange, da gewinnt die Geschichte an Fahrt. Rickman zeichnet die unterschiedlichen Charaktere klar und mit einer gewissen Detailverliebtheit, die mir sehr gut gefallen hat. In Glastonbury übersteigen sie sich gegenseitig in ihrer Skurrilität; ein einziger Jahrmarkt: Da ist zum einen ein fanatischer Ex-Mönch-jetzt-Grundherr, zum anderen ein irrer Knochensammler und eine einäugige, bettelarme Frau, die in Kontakt zur Feenwelt steht, etc. Außerdem schafft er es, die dunkle, mystische und (eisig) kalte Atmosphäre der Leserin/dem Leser äußerst intensiv zu vermitteln. Ich fühlte mich beim Lesen durchweg wie ganz natürlich in die Zeit zurückversetzt, unpassender Kitsch oder konkrete Hinweise auf die Lebensweise der Menschen fehlen glücklicherweise gänzlich. Die Geschichte ist spannend, das Blättern der Seiten geschieht fast von selbst, einzig fand ich die Geschehnisse etwas inkosistent: Zu Anfang wird eine Wachspuppe gefunden, wobei ich davon ausging, dass im Laufe der Geschichte deren Herkunft und Zweck geklärt wird, dann beginnt die Suche nach Artus' Gebeinen, die dann wiederum kurz von Merlins Geheimnis in den Hintergrund gedrängt wird, bevor man sie wieder aufnimmt. Erst am Ende verliert Dr. Dee noch ein Wort zur Wachspuppe. Zwischendurch war ich somit etwas verwirrt, ob es jetzt rein um eine Bedrohung der Königin, um Artus oder Merlin gehe. Alles in allem ist es aber ein rundes Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte.

Noch etwas zu rein Formalem: Die Bindung des Buches gefällt mir sehr gut, auch der Titel und die inhaltliche Zusammenfassung auf der Rückseite machen Lust auf mehr. Das für das Cover gewählte Bild entsprach nicht ganz meinem Geschmack (warum kein Sternenhimmel oder alte Landkarten oder irgendetwas mit astrologischem bzw. astronomischem Bezug?) und die Schriftart und Platzierung des Autorennames finde ich gänzlich unpassend. Wiederum gut gefallen hat mir das Layout der einzelnen Kapitelüberschriften. Leider sind mir im Text des öfteren kleine Fehlerchen aufgefallen: So z. B. auf Seite 34, hier wird fälschlicherweise vom Jahre 1595 gesprochen, richtig müsste es 1559 heißen; aber auch fehlende Buchstaben oder andere Rechtschreibfehler haben sich auf vielen Seiten eingeschlichen.
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am 4. Oktober 2011
John Dee, seines Zeichens Mathematiker, Wissenschaftler und astrologischer Berater von Elisabeth I., wird mit einem heiklen Auftrag betraut. Zusammen mit Robert Dudley, dem Geliebten der Königin, soll er nach Glastonbury reisen und dort nach den Gebeinen von König Artus suchen. Inkognito versteht sich. Kaum in Glastonbury angekommen erkrankt Robert Dudley schwer und ein Begleiter der beiden wird bestialisch ermordet in den Ruinen der Glastonbury Abbey aufgefunden. Dr. Dee muss nun nicht mehr nur nach König Artus' Gebeinen suchen, sondern auch einen Mord aufklären. Kein leichtes Unterfangen in einer Stadt, wo jeder Bewohner ein Geheimnis zu haben scheint. Hilfe erhält er von Nel Borrow, der Tochter des ansässigen Arztes, die selbst Medizin studiert hat. Als Nel wegen Mord und Hexerei angeklagt wird, überschlagen sich die Ereignisse. Wird John Dee seinen Auftrag erfüllen, den wahren Mörder finden und auch Nel retten können?

Phil Rickman, bekannt als Autor der "Merrily-Watkins-Krimireihe" hat mit "Die Gebeine von Avalon" seinen ersten historischen Kriminalroman vorgelegt. Es soll der Auftakt zu einer Reihe mit John Dee als Protagonisten sein.

England ist voll von Mythen und Legenden. Der Name einer Stadt taucht dabei recht häufig auf: Glastonbury. Auf dem Glastonbury Tor, einem 158 Meter hohen Hügel inmitten einer Ebene soll in der keltischen Mythologie die Wohnstätte eines Feenkönigs gelegen haben, der der oberste Herr der Unterwelt sein soll. Hier soll einst das legendäre Avalon gelegen haben, König Artus' letzte Ruhestätte. Hier soll auch Jesus als Jugendlicher umher gestreift sein und der Grundstein zur ehemals berühmten Glastonbury Abbey soll von Josef von Arimathäa gelegt worden sein. Kein Wunder also, dass die sagenumwobene Stadt auch Dichter und Schriftsteller immer wieder inspiriert hat. Selbst die inoffizielle britische Hymne 'Jerusalem' soll auf den Legenden beruhen. Jetzt hat auch Phil Rickman die Stadt zum Schauplatz seines neuesten Romans gemacht und dabei die Legenden geschickt mit einfließen lassen und dabei zugleich das Leben in England des 16. Jahrhunderts brillant gezeichnet.

Elisabeth I. ist erst seit kurzem auf dem Thron. Die Jahre vor ihrer Regentschaft waren geprägt von religiösen Streitigkeiten. Die junge Königin übt Toleranz in Glaubensfragen aus, was einigen ein Dorn im Auge ist. Als sie eine Prophezeiung erhält, die ihren Untergang voraussagt, sollte es ihr nicht gelingen, die Gebeine ihres Vorfahren, König Artus, zu finden, beauftragt sie Dr. Dee mit der Suche. John Dee ist ein Wissenschaftler, der oft auch mit Okkultismus in einem Atemzug genannt wird. Einerseits möchte er seine Bücher nicht verlassen, andererseits reizt es ihn aber schon sehr, nach Glastonbury zu reisen. Geheimnisse, Aberglauben aber auch mystische Vorgänge erwarten ihn, die er versucht, wissenschaftlich, zum Teil auch philosophisch, zu klären. Es ist sehr interessant, seinen Weg zur Lösung der vielen kleinen Rätsel zu verfolgen.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive des John Dee geschrieben. Dadurch weiß man als Leser nie mehr, als John Dee, was das ganze nur spannender macht. Und so entblättert sich das ganze Geheimnis erst Seite für Seite. Durch die Verknüpfung der alten Mythen und Legenden erfährt man viel über die Stadt, aber auch über die Person John Dee. Seine Selbstzweifel aber auch seine Hoffnung, dass sich hier für ihn neue Horizonte öffnen werden, werden gekonnt dargestellt, in dem der Autor Dee auch immer über das gerade erlebte reflektieren lässt.

Die Mehrzahl der in dem Roman vorkommenden Personen hat real existiert. Das setzt eine gute Recherche voraus, etwas was Phil Rickman meisterlich beherrscht. Die Fakten stimmen und lässt Geschichte lebendig werden. Nähere Erläuterungen dazu finden sich im Anhang. Sehr schön auch die kleine Stadtkarte am Anfang des Romans.
Einziges Manko: Der Klappentext. Er verrät eigentlich zu viel von der Geschichte und ist auch nicht ganz stimmig. Ein aufmerksamer Leser wird deshalb über das Ende nicht sonderlich überrascht sein.

Also besser den Klappentext nicht zu aufmerksam lesen, sondern einfach in den Roman eintauchen, den er ist perfekt für einen herbstlichen Leseabend auf der Couch. Ich jedenfalls bin schon gespannt auf weitere Geschichten rund um John Dee.
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am 3. Oktober 2011
John Dee, Doktor der Rechtswissenschaft, Sternenkundler und Hauptberuflich Astrologe der Königin Elizabeth I. von England und sein Freund und ehemaliger Schüler Lord Robert Dudley, auch als Vertrauter und Liebhaber der Königin bekannt, begeben sich auf die Suche nach dem historischen Nachweis der Legitimität der Krönung von Elizabeth.

Ziel ihrer Mission ist es, die Gebeine von König Artus zu finden. Begründet wird dieses Abenteuer durch wiederkehrende Alpträume der Königin von ihrer Mutter, Anne Boleyn, die nach ihrem Tod als Hexe beschimpf wird und dem Inhalt eines Pamphlets, der behauptet, Elizabeth werde von ihren Alpträumen befreit wenn Sie die Gebeine Ihres Ahnherren küsst.

Ein Abenteuer wird aus der Mission von John Dee und Robert Dudley erst, als John Dee aufgrund einer schweren Erkrankung seines Freundes Robert bei der Suche auf sich allein gestellt ist. Dass die beiden "undercover" in Glastonbury (welches früher die mysthische Insel Avalon gewesen sein soll) weilen, macht seinen Alleingang nicht einfacher, da er immer und überall aufpassen muss, was er preisgibt. Als er sich in Eleanor Borrow verliebt, die Lord Dudley medizinisch versorgt und diese dann am Ritualmord des Stallburschen Robert Dudleys und als Hexe beschuldigt wird, wird es für Dr. Dee erst recht brenzlig. Doch da fängt das Abenteuer erst richtig an. Und hat er nicht von Anfang an das Gefühl gehabt, als Schauspiele die ganze Stadt nur?

Das Buch ist aus der Perspektive von Dr. John Dee geschrieben. Phil Rickman schafft es, die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Auch der Sprachliche Stil in etwas Alt-Englisch hat mich sehr angesprochen. Das Buch hat sich in eine Andere Richtung entwickelt, als ich zuerst gedacht hatte. So wird das Rätsel um die Wachspuppe, die in den ersten Seiten dominierte, nicht wirklich aufgelöst. Auch die Prophezeihung von Nostradamus, die den frühen Tod Elizabeht's hervorsagt spiel eher eine bescheidene Nebenrolle.

Dennoch hat mich das Buch mehr als begeistert. Ich werde es mit Sicherheit noch oft aus meinem Buchregal nehmen und erneut lesen. Daher hat es 5 Sterne vollstens Verdient.
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