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am 23. Juli 2004
Der Rang, den die Elenden in der Weltliteratur bekleiden, wurde mir niemals richtig bewusst. Es scheinen sich wenige die Mühe zu machen, die weit über 1000 Seiten zu lesen, was eigentlich schade ist.
Ich habe selbst mehrere Anläufe dazu benötigt über die ersten Kapitel hinauszugelangen, es hat mir auch ein gutes Stück Disziplin abverlangt, aber selten hat es sich so sehr ausgezahlt.
Die Elenden beschreiben eigentlich den Lebensweg des Jean Valjean, durch die düstere und häufig trostlose Landschaft des frühen 19. Jahrhunderts.
Seine Läuterung und Genese vom hungrigen, armseligen Kleinstkriminellen hin zu einem der grössten Charaktere die die Weltliteratur hervorbrachte.
Jean Valjean ist die Güte, die Stärke, die Hoffnung einer Welt.
Das Buch knüpft an zahlreiche Nebenhandlungen und Charaktere an, die einerseits besagte Langatmigkeit verursachen, zum anderen eine ungemeine Dichte der Fiktion erzeugen und das Werk vielleicht zur authentischsten Milieustudie dieses bewegten Zeitalters machen.
Doch hinter der geballten Informationsmenge die dem Leser entgegengeworfen wird verbirgt sich eine Struktur die die Elenden weit über das Epische hinaus in den Rang einer vollendeten Komposition erhebt.
Und ähnlich wie bei Homer zeichnet sich das tragische Ende überdeutlich ab, und in der Vollendung des Unabwendlichen vollzieht sich ein höherer Wille.
Ein wirklich hervorragendes Werk, das die Mühen, die es zu lesen bereitet, reichlich entschädigt!
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am 30. August 2013
Vor vielen Jahren hatte ich den Wälzer schon einmal nach nicht allzu vielen Seiten gelangweilt aus der Hand gelegt und dann nie wieder angefasst. Dieses Hörbuch nun zieht mich in seinen Bann. Keine Ahnung, ob es an der wirklich exzellenten Übersetzung durch Wolfgang Günther liegt oder an der gnadenlos guten Lesung durch Gert Westphal, der wirklich fesselnd und mitreißend liest, oder in der Kombination dieser beiden Künstler ihres Faches. Vielleicht liegt es auch ein Wenig daran, dass ich doch einige Jahrzehnte älter bin, als damals.

Victor Hugo kommt in diesem Hörbuch keineswegs als angestaubter Klassiker daher. Seine Figuren wirken ungeheuer kraftvoll, lebendig, ja sogar teilweise aktuell und modern. Und seine politische Aussage ist keineswegs von gestern. Bei den Elenden kann man einfach nur mitleiden und mitfiebern. Schnell schlägt einen das Werk in seinen Bann und lässt einen dann nicht mehr los. Am liebsten möchte man das ganz Buch in einem fort hören, was bei einer Dauer von sage und schreibe über 57 Stunden natürlich schwerlich möglich ist. Die Zeit zu investieren lohnt ohne Frage und ich will mich auch hier Natascha anschließen und das Hörbuch jedem sehr ans Herz legen.
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am 19. Juni 2007
Zwar sind genau 1626 Seiten extrem viel und es scheint durch die Langatmigkeit dieses Buches noch viel mehr, aber es ist ein Meisterwerk! Man muss dieses Buch gelesen haben, wenn man einen gewissen Anspruch auf Belesenheit hat.

Vielleicht sollte man an dieser Stelle noch auf die Langatmigkeit dieses Romans eingehen. Es handelt sich hierbei um ein Werk des Realismus. Daher schreibt Hugo sehr trocken und distanziert. Es fällt dem Lesenden schwer zu verschiedenen Charakteren Sympathien zu entwickeln. Die klassische Heldenfigur, der nur gut ist und den alle mögen, fehlt. Typisch für den Realismus ist auch die haargenaue Beschreibung der Ortschaften. So hätte man vor 150 Jahren dieses Buch nehmen können und es als Touristenführer für Paris nehmen können. So wird die Pariser Kanalisation so genau beschrieben, dass nur noch die einzelnen Rattennamen fehlen. Diese zugegeben häufigen, detailgenauen und daher lästigen Beschreibungen interessieren zwar nicht, sind aber unverzichtbar in diesem Roman. So entsteht im Kopfe des Lesers mit der Zeit ein komplettes Bild des alten Paris, was schon sehr faszinierend ist.

Daher muss man abschließend sagen, treten auch mal Längen auf, diese durchhalten und nicht einfach überschlagen. Der Weg ist bekanntlich das Ziel und endet auch irgendwann mal. Am Ende dieses Weges bleibt ein Epos stehen, der seiner gleichen sucht. Zwar habe ich schon viel (klassische) Literatur gelesen, aber sowas letztendlich Faszinierendes noch nie.

Zur Ausgabe noch ein Hinweis: Wenn ich mich recht erinnere, kostete sich ursprünglich mal 80€. Daher sind 15€ ein wahres Schnäppchen und die dünne Papierart, vergleichbar mit dem bei Bibeln häufig Verwendeten, macht das Buch nicht zu schwer (1600 Seiten inkl. Anhang wiegen schon was) und nimmt nicht mehr Platzt im Regal weg, als nötig.
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Der Lebens- und Leidensweg des Jean Valjean, der wegen eines gestohlenen Brotes zur jahrelangen Zwangsarbeit auf den Galeeren verurteilt wird. Nach seiner Freilassung bringt ihn ein Bischoff auf den rechten Weg zurück und Jean Valjean bemüht sich, ein von Grund auf ehrlicher Mensch zu werden. Er gelangt zu Reichtum und unterstützt die Armen und Schwachen, aber die Justiz ist in Gestalt des Polizisten Javert nach wie vor hinter ihm her. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die düstersten Seiten der Gesellschaft gesehen hat und der in der Liebe zu einem Kind sein Glück findet.
Hugo führt dem Leser die grauenhaften Verhältnisse, in denen die Ärmsten der Armen im Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts leben, die politische Situation, Volksaufstände und die Taten von Kriminellen vor Augen. Mehr oder weniger unabhängig von der Hauptgeschichte beschreibt er als Hintergrund der aktuellen Geschehnisse seitenlang etwa den Verlauf der Schlacht von Waterloo, seine Gedanken zum Leben im Kloster, die Geschichte der Kanalisation von Paris und das Wesen eines Aufstandes. In diesen Passagen muss man sich schon mal zwingen, weiterzulesen, aber die eigentliche Geschichte gehört zu den ergreifendsten und spannendsten, die ich je gelesen habe. Kurz: Ein Meisterwerk, das man gelesen haben sollte!
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am 8. August 2013
Mit dem Titel der Bewertung ist alles gesagt: Ich habe mich extrem geaergert, als ich feststellen musste, dass es sich bei der einzigen von Amazon verkauften deutschen e-book-Version nicht um die Originalausgabe, sondern um eine gekuerzte und ueberarbeitete Fassung, basierend auf einer Ausgabe von 1933 (!) handelt. Daraufgekommen bin ich erst, als ich gefragt wurde, wie mir das Kapitel ueber Waterloo gefallen habe und, nachdem ich es im Buch nicht finden konnte, das Impressum gelesen habe. Fazit: Nichts mehr kaufen ohne "Blick ins Buch"! Die Produktinformation auf der Shop-Seite reicht nicht!
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am 25. April 2014
Zunächst einmal möchte ich mich (bis vor Kurzem) als leidenschaftlichen Gegner jedweder Bearbeitung oder Kürzung eines Original-Werks bezeichnen.
Wie sollte es auch gerechtfertigt sein, ein Meisterwerk ganz gleich aus welchen Gründen zu verändern und es hinterher als "Übersetzung" zu bezeichnen.
Was "Die Elenden" betrifft, so begann ich das Buch in der (wirklich ungekürzten/bearbeiteten?) Ausgabe aus dem Winkler-Verlag (über 1600 Seiten Roman u. umfangreiche Anmerkungen).
Die Weitschweifigkeit Hugos wird bereits von Beginn an deutlich: ca. 80 Seiten bis der Hauptcharakter überhaupt auftritt!
Die eigentliche Handlung sollte bekannt sein oder selbst entdeckt werden.
Doch Hugo's von vielen als „belehrend und abschweifend“ bezeichnete Einschübe, welche sicher für den Interessierten an französischer Geschichte eine gewisse Erbaulichkeit haben mögen, stören immer wieder die durchaus lebendige und berührende Geschichte.
Die Einzelheiten mögen bekannt sein:

- ein militärisch detaillierter Abriss der Schlacht von Waterloo
- ein ausführlicher Bericht über die Ereignisse bis zum Jahr 1817
- eine sehr ausführliche Schilderung über das Klosterleben Bernhardinischer Nonnen
- immer wieder akribische Darstellungen historischer Persönlichkeiten Frankreichs
- ein Aufsatz über die französische Gaunersprache
- eine seitenlange Abhandlung über die Geschichte des Pariser Kanalsystems
- und, und, und...

Bemerkt werden sollte auch, dass Hugos Abhandlung über die Gaunersprache (L'Argot) auch in der Winkler Ausgabe fehlt, da sie schlicht unübersetzbar ist.

Für den allgemeinen deutschen (und wohl auch französischen) Leser ist all dies ohne umfangreiche Anmerkungen sicherlich überfordernd und trägt letztlich auch nur selten zum Verständnis des eigentlichen Dramas bei.
Für den Interessierten sicherlich informativ und von Hugo – zumindest was den Waterloo-Teil anbelangt – auch kunstfertig und großartig erzählt.
Doch der „Schwung“ der Handlung erfährt durch diese ungemein vielen und umfangreichen Berichte immer wieder Brüche und als Leser stellt man irgendwann fest, dass man mehr in den Anmerkungen blättert, als im eigentlichen Roman, welchen man ja ursprünglich lesen wollte.

Und hier scheiden sich eben die Geister: der Purist wird im ungekürzten Hugo sicherlich alles (und mehr) finden, was sein Herz erfreut, doch der „Durchschnittsleser“ (sofern es ihn gibt) wird von diesen referatähnlichen, teilweise um die 100 Seiten langen Abhandlungen erschlagen und wird nicht selten das Buch frustriert zu Seite gelegt haben.

Und das ist sehr Schade, den „Die Elenden“ ist ein großartiges und ungemein berührendes Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte.
Das Musical oder die zahlreichen Verfilmungen stellen dieses gigantische Werk nur ungenügend dar, wenngleich man einen Eindruck der Größe dieses Stoffes erhalten mag.

Die Übersetzung aus dem Manesse-Verlag macht hierbei einen Kompromiss.
Die Einschübe wurden meist auf das die Handlung betreffende reduziert und teilweise deutlich gekürzt. Aus den ca. 1600 Seiten werden hier ca. 1300.
Doch bei diesem Buch halte ich dies durchaus für förderlich und sinnvoll.
Negativ zu bemerken bleibt allenfalls, dass die Manesse-Ausgabe über keinerlei Anmerkungen, sondern nur über ein Nachwort verfügt. Dies reicht zum Verständnis nicht immer aus; auch gibt es - meiner Ansicht nach - zuviele Eindeutschungen (Herr Weiß statt Leblanc, Franken statt Franc u.ä.).

Trotz allem hat mir diese Ausgabe „Die Elenden“ gerettet, denn die Winkler-Ausgabe erschien mir nach der Hälfte (über 700 Seiten) einfach unerträglich und streckenweise unlesbar.
Ohne die Manesse-Ausgabe wäre ich ein weiterer Gescheiterter geworden; so bin ich ein Begeisterter Leser bis zu Schluss geblieben!
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Diese vom Südwestrundfunk Anfang der 90er Jahre produzierte Gesamtlesung von DIE ELENDEN, von Victor Hugo, durch GERT WESTPHAL ist ein großer Triumpf für den Vorleser. Anders kann man es nicht nennen. Westphal erweckt das 19. Jahrhundert vor dem inneren Auge zum Leben, mehr noch, als dies der gedruckte Text von Hugo beim Leser getan hätte. Seine, Westphals, Spannung im Vortrag läßt nie nach; der Roman wurde über einen Zeitraum von drei Jahren gelesen und im Hörfunkt ausgestrahlt. Trotzdem sicherlich eine große Kraftanstrengung für den Schauspieler.

Dass Gert Westphals Stimme eben - thematisch - besonders gut ins 19. Jahrhundert passt, konnte man schon bei vielen Fontane- oder Goethe-Aufnahmen erfahren, "erhören".

Victor Hugos Text beschäftigt sich mit sozialen Fragen, die auch heute noch, oder gerade wieder (?), bestand haben. Jean Valjean, der Held der Geschichte, begegnet gerade den Menschen aus unteren Schichten und ärmlichen Verhältnissen mit großer Hilfsbereitschaft und Höflichkeit. Diese Menschlichkeit, die von ihm ausstrahlt, durchzieht den gesamten Roman. Sein eigenes Schicksal, als Sträfling, hatte ihn nicht verbittert. Eine gute Botschaft.

Gert Westphals einfühlsamer Vortrag ermöglicht es nun vielen, die den Text natürlich nicht GELESEN hätten, ihn nun zur Gänze anzuhören.

( J. Fromholzer )
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am 19. August 2013
Vor etwa 6 Jahren habe ich die Westphal'sche Lesung mit großer Spannung und größtem Genuß von Anfang bis Ende verfolgt. Gert Westphal galt schon damals als "König der Vorleser". Er belebt jeden Satz und läßt vor dem inneren Auge des Hörers alles Geschilderte lebendig werden. "Les Misérables" - gelesen von Gert Westphal - war für mich das Hörbuch meines Lebens!
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am 28. Oktober 2013
Ich bin etwas unsicher, was ich zu diesem Klassiker sagen soll.
So viele Wochen haben mich Buch, wie auch Hörbuch und erst recht die Musicalverfilmung nun schon begleitet. Los komme ich davon immer noch nicht.

Begonnen hat meine "Les Miserables"-Expedition schon vor einem halben Jahr mit der ungekürzten dreibändigen Ausgabe Victor Hugo: Victor Hugo: Die Elenden - Les Misérables [Band 1 bis 3]. Die wollte ich unbedingt lesen, bevor die erste Verfilmung des sehr erfolgreichen Musicals erschien. Leider hatte ich nie die Gelegenheit das Musical auf der Bühne zu sehen und auch den Film im Kino habe ich verpasst.

Mit frischem Mut machte ich mich also ans Werk und kam ganz gut voran.

Unbestreitbar hat dieser Roman aber auch erhebliche Längen. Mein Lesetempo geriet erstmals bei der Schlacht von Waterloo ins Stocken. Ich bin an Geschichte und historischem Geschehen durchaus interessiert (das ist auch unbedingte Voraussetzung, um an "Die Elenden" Gefallen zu finden). Ein Militärstratege bin ich aber nicht und wie, wo oder warum Napoleon gegen Wellington und Blücher seine Armee zu Felde rücken lässt, liest sich doch etwas sperrig.

Also habe ich kurzerhand dem Roman eine kleine Pause verordnet.

Inzwischen war die Verfilmung auf silberne Scheiben gepresst. Muss ich noch erwähnen, wie grandios ich diesen Film finde? Wer den noch nicht gesehen hat, sollte, falls er vor dem Epos in Buchform zurückschreckt, unbedingt dem Film eine Chance geben!

Meine Expedition war damit keinesfalls beendet. Bei Audible erschien im August das ungekürzte Hörbuch, vom "König der Vorleser" Gert Westphal gelesen. Nun weiß ich auch, wieso Westphal als König der Vorleser bezeichnet wurde. Er hat mich den Roman beenden lassen.

Wie er mit seiner Lesung Hugos Charaktere und das 19. Jahrhundert lebendig werden lässt, das herrschende Elend greifbar macht – das ist wahrlich große Kunst.
Höre ich ein Hörbuch? Nein, ich sitze im Theater!
Genieße sogar, oh Wunder über Wunder, die Schlacht bei Waterloo. Lerne das entbehrungsreiche und von Selbstgeißelung bestimmte Leben der Nonnen im Kloster kennen. Begegne immer wieder Jean Valjean. Leide, flüchte und zweifle mit ihm. Freue mich, als er Cosette in seine Obhut nimmt und erklimme mit den Studenten die Barrikade. Vive la France!

Natürlich ist Victor Hugo nicht minder grandios. Er hat das Ganze schließlich geschrieben.
Ein Mann, von dem ich das Gefühl habe, dass er mit seinen Ansichten auch noch sehr gut in unsere Zeit passen würde. Ein Philosoph, Menschenkenner, sehr guter Beobachter. Nur was die romantische Seite und die Schmachtszenen betrifft: da hat sich seit damals doch sehr viel geändert. Zum Glück, möchte man sagen.

Abschließende Meinung kurz und knapp:

Muss man, wenn man epische Ausmaße erträgt, gelesen haben. Noch viel dringender als das Buch empfehle ich aber dieses Hörbuch und keinesfalls versäumen sollte man den Film Les Misérables.
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am 9. Juni 2010
Nach "Les Misérables" wird alles andere bedeutungslos!

Weil man die Grausamkeiten, von denen Hugo erzählt, kaum ertragen kann. Weil man an dem Buch vor Schmerz und Tränen fast erstickt. Und weil man andererseits glückliche Momente findet, die ganz schlicht und einfach sein können. Weil man immer wieder etwas Hoffnung spürt. Weil man sich wünscht, es gäbe jemanden wie Jean Valjean.

Ja, es gibt die häufig angesprochenen Längen. Und ja, teilweise wird Hugo unglaublich pathetisch. Und es stimmt auch, dass man sich an mancher Stelle fragt, wo der Bezug zur eigentlichen Geschichte/Erzählung liegt. Aber das alles ist unwichtig. Ich kenne nur wenige Bücher, dessen Charaktere mich so stark beeindruckt - und vielleicht meinen Blick auf die Welt ein bisschen verändert haben. Hier werden menschliche Abgründe offen gelegt - und zugleich das Gegenteil: die Fähigkeit zum Guten, zur Ehrlichkeit, zur Selbstlosigkeit und Gewissenhaftigkeit.

Ich verzichte an der Stelle darauf, den Inhalt zu skizzieren - das haben die Rezensenten vor mir schon ausreichend getan. Zu sagen bleibt nur, dass "Les Misérables" ein Buch ist, das jeder gelesen haben sollte. Vielleicht würde das die Menschen etwas nachdenklicher/bedachter machen und die Welt ein bisschen besser. (Verzeiht meinen Pathos - zu viel Hugo gelesen ;-) )
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