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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Frage der Höflichkeit
Eine Frage der Höflichkeit von Amor Towles ist eine versteckte Liebesgeschichte zwischen drei Menschen, die sich lieben und doch nicht zusammen glücklich werden können.

1937/38 in New York, die Freundinnen Kate und Eve leben zusammen in eher bescheidenen Verhältnissen, denn mit ihren Einkommen können sie nicht die große Welt...
Veröffentlicht am 5. April 2011 von Ritja

versus
1.0 von 5 Sternen Hmh, für mich war's nichts!
Ich kaufte mir das Buch nicht zuletzt wegen der vielen positiven Bewertungen und weil ich dachte, New York als Handlungsort ist immer gut. Um ehrlich zu sein, habe ich mich beim Leben so gequält, daß ich nach ca. der Hälfte des Buches aufgegeben habe. Das war mir bisher erst zweimal passiert. Vielleicht hatte ich zuviel erwartet, aber so wartete ich immer...
Vor 16 Monaten von Andrea veröffentlicht


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Frage der Höflichkeit, 5. April 2011
Von 
Ritja - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Eine Frage der Höflichkeit von Amor Towles ist eine versteckte Liebesgeschichte zwischen drei Menschen, die sich lieben und doch nicht zusammen glücklich werden können.

1937/38 in New York, die Freundinnen Kate und Eve leben zusammen in eher bescheidenen Verhältnissen, denn mit ihren Einkommen können sie nicht die große Welt erobern...aber zumindest davon träumen. Die Silvesternacht 1937 soll eine Wende im Leben von den Freundinnen bringen. Sie lernen in einer Jazzkneipe den jungen und gutaussehenden Tinker Grey kennen. Er wirkt charmant und erfahren, wohlhabend und weltoffen. Sie feiern zusammen ins neue Jahr und erkennen, dass sie gut miteinander auskommen. Tinker wird von Eve und Kate in die Geheimnisse des kulturellen Überlebens (ins Kino schmuggeln ohne zu bezahlen) eingeführt und Trinker erweist sich als sehr guter Gastgeber in den feinen Restaurants. Die Freundinnen teilen sich mehr oder weniger den Mann und kommen mit der Situation gut zurecht. Bis der Unfall geschieht und Tinker sich (wohl mehr aus Pflichtbewusstsein) für Eve entscheidet. Trotzdem bleibt ihnen Kate als Freundin erhalten, auch wenn sie dafür ihre eigenen Gefühle verbergen muss. Sie geht zielstrebig ihren Weg und arbeitet sich langsam nach oben. Dabei muss sie feststellen, dass der schöne Schein manchmal doch trügt und nicht alles so passt, wie es passen sollte. Sie lernt Menschen kennen, die ihr die Augen in Bezug auf Tinker öffnen und neue Welten zeigen.

Ich fand das Buch sehr gut. Einmal angefangen, fesselt die Geschichte den Leser und lässt ihn schnell und leicht in die 30er Jahre eintauchen. Towles hat eine so schöne klare Sprache, dass man sich schnell zu der Geschichte die passenden Bilder aufbauen kann. Die Gesellschaftskritik kommt eher unterschwellig im Text vor und manchmal geht sie fast dabei verloren. Die kleinen Druckfehlerteufel (oder doch Grammatikfehler?) sollte man überlesen und das Buch einfach genießen, denn es lohnt sich durchaus.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht zu viel versprochen!, 1. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:

Während sie mit ihrem Mann eine Ausstellung besucht, entdeckt Kate ein Foto aus den 30er Jahren, das ihren damaligen Bekannten Tinker Grey zeigt. Ihre Gedanken gehen zurück zu diesem Jahr, als sie und ihre Freundin und Zimmergenossin Eve am Silvesterabend Tinker kennenlernten - und dem was im Laufe des Jahres 1938 sonst noch passierte. Zur Geschichte möchte ich gar nicht mehr erzählen, die muss man selber lesen und sie ist auch nicht das wichtigste in diesem Buch, das ist vielmehr die Art und Weise wie sie erzählt wird!

Meine Meinung:

Einem Buch, das im Klappentext mit Fitzgerald verglichen wird, begegne ich erst einmal mit Skepsis - ob diese Vorschusslorbeeren verdient sind? Gleich vorweg, sie sind es! Schon in den ersten Kapiteln von Kates Erzählung taucht man als Leser mit ein in das damalige New York, das Lebensgefühl dieser Zeit und dieses ganz speziellen Ortes, an dem die Regeln der restlichen Welt außer Kraft gesetzt zu sein scheinen. Die Geschichte an sich ist nicht spektakulär, aber die Erzählweise sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Tage, 29. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Zwei Tage brauchte ich, um das Buch zu lesen-schon ab der zweiten Seite konnte ich mich der Stimmung des Buches nicht mehr entziehen, zu neugierig wurde ich, wer nun dieser Tinker Grey, den eine Frau nach 25 Jahren zufällig bei einer Ausstellung auf einem Foto mit einer gewisser Wehmut wiedererkennt, war und welche Geschichte, die beiden und die gemeinsame Freundin Eve verbindet.
Und ich wurde nicht enttäuscht-obwohl weder ein weltbewegendes Geheimnis, noch ein grausamer Kriminalfall dahintersteckt.
Wirklich lesenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ~*°..Rules of civility..°*~, 31. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
~*°..Die Story..°*~

New York, 1937

Es ist der letzte Abend des Jahres 1937 als die beiden jungen Frauen Katey Kontent und Evelyn Ross in einer Jazzbar auf den charismatischen Tinker Grey stoßen. Einem Mann, der nicht nur über Stil und guten Manieren verfügt, sondern auch über Geld und Einfluss.

Durch Tinker öffnen sich Kate und Eve fortan verschlossene Türen. Türen, die sie in die New Yorker Upper Class führen und sie auf ihrer Reise der Selbstfindung primär beeinflussen. Ihre Begegnung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang.

Ereignisse, die das Leben eines jeden Einzelnen von Grund auf verändern wird.

~*°..Mein Fazit..°*~

Bereits nach wenigen Zeilen der Leseprobe des Buches war für mich klar, dass es sich bei diesem Buch um etwas Besonderes handeln muss. Einem Buch, das dich um fremde Blickwinkel und Denkweisen bereichert und dir die Möglichkeit gibt, mit ihm zu wachsen. Ein Buch, mit einer leisen und dennoch so kraftvollen Botschaft. Auf nahezu unspektakuläre Weise wird es sich deine Aufmerksamkeit erlangen und dir Momente der Freude schenken. Ganz nach den Regeln der Höflichkeit.

'Eine Frage der Höflichkeit' erzählt in erster Linie eine Episode aus Kates Leben. Kate ist eine junge Frau, die sich auf ihrer Suche nach ihrem Platz im Leben durch das New York der späten 30er Jahre kämpft. Eine Zeit, in der man entweder Jemand oder Niemand war. Eine Zeit voller Hochs & Tiefs. Eine Zeit, in der der berufliche und private Erfolg eines Menschen vielmehr von einflussreichen Leuten als von Charakterstärke oder Talent abhängig war.

Die Geschichte beginnt 1966, als Kate mit ihrem Mann Val bei einer Ausstellungseröffnung im Museum of Modern Art auf zwei Bilder des Mannes stößt, der ihr Leben von Grund auf verändert hat. Tinker Grey. Eine versäumte Liebe und ein langjähriger Freund. Durch die Konfrontation mit Tinker reist sie mit uns in die Vergangenheit zurcük und erzählt uns ihre Geschichte. Eine Zeit, in der sie einer Vielzahl von Menschen, Schicksalen und Chancen begegnet war und die sie erst unzählige Weggabelungen des Lebens gehen ließ, bevor sie ihren eigenen Weg fand.

Amor Towles Buch begegnet uns wie eine Momentaufnahme. Es porträtiert das New York der späten 30er Jahre. Wir werfen einen Rundumblick auf die eindrucksvolle Stadt New York und die Bewohner der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Towles Liebe zur Stadt, zur Kunst und zur Literatur ist in jeder Zeile allgegenwärtig. Selten habe ich einen Roman gelesen, der eine derartige Fülle an Wissen aufwies. Er erzählt uns nicht nur die Geschichte einer versäumten Liebe, sondern auch von Freundschaft, Irrtum und Verrat; von Abenteurern und Lebenskünstlern und letzten Endes vom Leben selbst. Im Anschluss an die Geschichte brilliert der Roman zudem mit 'Georges Washingtons 110 Regeln der Höflichkeit und des angemessenen Benehmens in Gesellschaft und Konversation'. Towles Roman hat mich zutiefst beeindruckt und ergattert daher 5 von 5 möglichen Sternen.

'Ich lauschte dem Knarren des Hauses, dem Trommeln des Regens auf dem Dach, dem Atem auf der anderen Seite der Tür. Bemüht, keinen Laut zu machen, legte ich die Hand auf den Knauf. In sechzig Sekunden wäre genau die Mitte zwischen dem Anfang und dem Ende der Zeit erreicht. Und in diesem Moment bestand die Chance, das Jetzt und Hier zu erleben, daran teilzuhaben, sich ihm zu ergeben.'

Zitat, Seite 290

'Warscheinlich bemühen wir nicht oft genug Vergleiche, um mehr Aufschluss darüber zu erhalten, mit wem wir es zu tun haben. Wir erlauben den Menschen, sich in einem kurzen Moment darzustellen ' eine Zeitspanne, die so viel leichter zu handhaben und zu kontrollieren ist als ein ganzes Leben.'

Zitat, Seite 329
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wehmütig, 8. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Auf einer Bilderausstellung eines Fotografen 1966 erblickt Kate ihren Jugendfreund Tinker Grey auf einem der Fotos. Erinnerungen werden wach an das Jahr 1938, als sie jung war und mit ihrer Freundin Eve Tinker kennenlernte. Der Klappentext beschreibt die Geschehnisse zu Beginn ihrer Freundschaft. Nach besagtem Unfall ändert sich alles. Tinker fühlt sich verantwortlich für Eve und Kate zieht sich langsam aus dieser komplizierten Verbindung zurück. Wir begleiten sie auf ihrem Weg durch das Jahr, bei der Jobsuche, bei ihren Bekanntschaften.

Der Inhalt des Buches ist schwierig in wenigen Worten zusammenzufassen. Und ich möchte auch nicht viel mehr dazu sagen. Eigentlich passiert nicht viel, Kate geht ihren Weg, lernt Leute kennen, denkt an Tinker und Eve. Trotzdem war ich gefesselt von der Geschichte. Der Autor versteht es phantastisch, Situationen zu erschaffen und sie von der Ich-Erzählerin Kate wiedergeben zu lassen, so dass man als Leser daraus auf die Gefühle der Personen schließen kann. Kate sagt nie 'ich fühlte mich soundso' sondern die Situation und ihrer Reaktion darauf eröffneten mir Einblicke in ihr Denken. Kate ist ein ungewöhnlicher Charakter, man erfährt wenig von ihr und trotzdem ist man ihr sehr nah und erlebt alles sehr plastisch mit ihr. Ihre Geschichte ist voller Wehmut, es geht um eine ungelebte Liebe, um Enttäuschung, aber auch um die Bereicherung und die Impulse, die die Begegnung mit Menschen dem eigenen Leben geben. Kate sinniert zum Schluss ein wenig darüber. Es gibt viele wunderbar formulierte Sätze, bzw. ganze Abschnitte. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, die Sätze fließen dahin, erzeugen Stimmungen. Eine Geschichte, die auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär klingt, verbirgt unter der Oberfläche eine ungeahnte Tiefe. Nach und nach entfaltete sich das Jahr mit Kate vor meinem inneren Auge. Ich war gebannt und habe jede freie Minute gelesen.

Mir hat 'Eine Frage der Höflichkeit' ausgesprochen gut gefallen. Ich bin überrascht, welche Geschichte sich hinter dem Klappentext tatsächlich verband. Das Buch hat mich, gerade in meiner derzeitigen persönlichen Lebenssituation, sehr berührt und beeindruckt.
Ich vergebe 5 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhafte Atmosphäre, 6. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz wunderbares Buch, dessen Zauber sich einem vielleicht nicht immer auf Anhieb erschließt. Obwohl es ohne große Höhen und Tiefen auskommt und fast 400 Seiten sacht dahin plätschert, ist es nie oberflächlich oder gar langweilig. Stellenweise etwas langatmig, man hätte manches sicher nicht ganz so sehr breit treten müssen. Jedoch wird hier eine Geschichte mit Bedacht erzähl, mit ganz feinem Witz und viel Esprit.

Kateys Leben ist der Mittelpunkt dieser Geschichte, und allein die Atmosphäre im New York der 30er Jahre, die Amor Towles hier erschafft, ist es wert, dieses Buch zu lesen! Katey war mir von Anfang an sympathisch: Eine clevere junge Dame, die mit Willensstärke und Klarsicht ihren Weg geht, die stets Grips und Gelassenheit beweist, und die dabei warmherzig und integer ist. Eine meiner liebsten Romanprotagonistinnen seit Langem!
Ihre Beobachtungen und Beurteilungen von Menschen und Situationen fand ich spannend zu lesen. Ich habe zum Lesen auch unverhältnismäßig viel Zeit gebraucht ' einfach weil das Buch so viele Impulse gibt und ich viel reflektiert und nachgedacht habe beim Lesen.

Es "passiert" im Grunde eher wenig in diesem Roman, und gerade für diese Art von Büchern muss der Autor wirklich herausragende erzählerische Fähigkeiten haben. Diese kann ich Amor Towles in jedem Fall bescheinigen ' mich haben selbst banale Beschreibungen von einem Abendessen in ihren Bann gezogen. Hier sitzt einfach jedes Wort, Personen werden messerscharf charakterisiert. Man erwartet mit Spannung den Fortgang der Geschichte, die Towles ganz offensichtlich mit so viel Hingabe niedergeschrieben hat.

Die 110 "Regeln der Höflichkeit" (Rules of Civility), die George Washington einst niederschrieb, sind dem Buch als Anhang nachgestellt. Gleichzeitig wird in dem Roman immer wieder implizit die Frage nach 'Etikette' und deren Grenzen gestellt. Was ist gesellschaftlich erlaubt und was nicht.

Eine echte Perle! Ein rundum gelungenes, sehr atmosphärisches und vielschichtiges Buch, an dem ich lediglich den für meinen Geschmack zu knapp geratenen Schluss zu bemängeln habe und einige Längen, die dem Buch aber insgesamt keinen Abbruch tun.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sitte und Anstand anno 1938 in New York, 27. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Katherine Kontent ( Kate ) und ihre Freundin Evelyn Ross ( Eve ) sind finanziell nicht gerade gut gestellt. Ihr Lohn als Sekretärin ist gering. Aber sie sind frei und unabhängig und genießen ihr Leben im New York der späten dreißiger Jahre in vollen Zügen. Sie besuchen Partys , zweitklassige Lokale und Jazz-Clubs und amüsieren sich in ihrer Freizeit so gut sie können. So auch am Silvesterabend 1937. In einer der eher nicht so angesagten Bars lernen sie zufällig den gutaussehenden und offenbar wohlhabenden Theodore ( Tinker ) Grey kennen. Zwischen den dreien entwickelt sich eine innige Freundschaft. Beide Frauen sind hingerissen von Tinker, der sie wie selbstverständlich in die schillernde Welt des Glamours, in die Welt der Reichen und Schönen, sprich in die "High Society " entführt ".

Doch eines Tages verursacht Tinker einen Autounfall, bei dem Eve schwer verletzt wird. Er fühlt sich ihr gegenüber vepflichtet und nimmt sie bei sich auf, kümmert sich um sie. Aus den beiden wird ein Paar und Kate zieht sich zurück. Sie geht mehr oder weniger ihren eigenen Weg , lernt andere nette Männer kennen, wagt auch beruflich mehr und hat Erfolg. Doch wirklich vergessen kann sie Tinker nicht und immer wieder kreuzen sich kurz ihre Wege. Schließlich erfährt sie etwas über Tinker, was sie zunächst stark erschüttert. Aber letztendlich versteht sie sogar das. Aber für eine "neue" Beziehung ist es zu spät, auch wenn Tinker und Eve schon längst nicht mehr zusammen sind. Jeder lebt sein eigenes , glückliches Leben mit einem kleinen Bedauern im Herzen, was hätte sein können ,wenn...

Der Roman wird rückblickend von der nun schon älteren Kate erzählt, die sich , ausgelöst durch zwei Fotografien einer Ausstellung, an ihre Zeit mit Tinker erinnert. Man erfährt viel von dem einerseits ungezwungenen, unbeschwerten, manchmal fast leichtsinnigen Leben in New York im Jahre 1938. Es ist geprägt von Lebensfreude Partys, Alkohol und Zigaretten. Andererseits gibt es feste Regeln, an die man sich halten muss, wenn man zur sogenannten besseren Gesellschaft gehören will. Sitte und Anstand müssen äußerlich gewahrt werden, alles ist eine Frage der Höflichkeit.... und das kann jeder lernen ,der will.

Es gibt in diesem Gesellschaftsroman keine spannungsgeladene Action oder atemberaubende Höhepunkte, aber auch sein eher ruhiger, gleichförmiger Stil war für mich sehr ansprechend. Das Buch spiegelt wunderbar anschaulich das Leben und das Flair New Yorks Ende der dreißiger Jahre wieder. Man könnte fast glauben, man sei dabei gewesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New York, New York!, 17. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
'Er sagte, ganz gleich, welche Rückschläge er im Leben erlitten hatte, wie niederschmetternd oder deprimierend die Ereignisse auch waren, er habe immer gewusst, dass er alles bewältigen könne, wenn er sich morgens beim Aufwachen auf eine Tasse Kaffe freuen konnte. Erst Jahrzehnte später erkannte ich, dass er mir damit einen Rat fürs Leben gegeben hatte.'

In diesem kurzen Abschnitt zeigt sich bereits die Genialität des Werkes, denn dies ist nicht die erste oder letzte Lebensweisheit in 'Eine Frage der Höflichkeit', ein Buch, an dem man leicht vorbeigeht aufgrund des einfach gestalteten Covers. Aber ein Blick in den Inhalt lohnt sich:

Nach dem Prolog 1966, findet sich der Leser im Jahr 1938 wieder, genauer gesagt am Silvesterabend 1937. In dieser Nacht und im darauffolgenden Jahr ändert sich durch die Bekanntschaft von Kate, Eve und Tinker deren gesamtes Dasein. Kate berichtet die Geschichte aus ihrer Sicht, aber der Autor hat es möglich gemacht mittels kurzer Passagen auch in Tinkers Leben Einblicke zu gewinnen. Kate arbeitet als Sekretärin und am Abend scheint sie das Leben eines Restaurantführers in New York zu leben, denn die Freitage gehören dem Gin. Die Freundschaft zu Eve ist ihr besonders wichtig und steht hinter ihrer eigenen Verliebtheit zu Tinker, der zunächst von Eve eingefangen wird. Doch Tinker hat ein Geheimnis, das ihn belastet. Eve kann er sich nicht anvertrauen und als Kate es herausfindet, ändert sich so manches im Leben aller.

Die unterschiedlichsten Charaktere prallen in diesem Roman aufeinander und Towles hat ein Talent dafür, sie in Szene zu setzen und jedem seine eigene Umgebung zu schaffen. Der Sprachstil ist gehoben und dennoch gut lesbar geblieben, besonders die kurzweiligen Dialoge von Kate, die nur spricht, wenn sie wirklich etwas zu sagen hat, sind mitreißend. Am Anfang des Buches hatte ich nicht erwartet, dass die Handlung so schnell an Fahrt aufnehmen würde und ich so gefesselt von einer Geschichte über Gesellschaftsleben in New York sein könnte. Doch es gibt noch einen anderen guten Grund dieses Buch zu lesen: es trägt wunderbare Buchempfehlungen in sich, die ihren Charakteren in der Handlung angepasst sind.

Am Ende finden sich dann auch noch die 110 Höflichkeitsregeln von George Washington zum Nachlesen ' ich hätte noch ein Verzeichnis der genannten Bücher und Autoren gut gefunden, da mir insbesondere 'Walden' von Thoreau bisher nichts gesagt hat. Aber hinterher ist man bekanntlich klüger. Dieses Buch macht den Leser zufrieden, die Erklärungen zum Leben angenehm und erweckt den Wunsch New York zu erleben, in all seinen Facetten. Denn wie viel Einfluss diese Stadt auf die Helden des Romans hat, ist wirklich auffällig, aber verständlich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen New York in den Dreissigern, 6. März 2011
Von 
Xirxe (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
New York, 1966: In einer Fotoausstellung enttdeckt Kate zwei Porträts eines früheren guten Freundes, die Erinnerungen in ihr wecken. Erinnerungen an das Jahr 1938, das für Kate und die, die ihr damals nahestanden, viele Veränderungen mit sich brachte, die ihrer aller Leben nachhaltig beeinflussen sollten.

Kate und ihre beste Freundin Eve lernen Tinker kennen, einen reichen, gutaussehenden jungen Banker, in den sich beide insgeheim verlieben. Doch bereits nach kurzer Zeit verunglücken die drei während einer Autofahrt, die Eve nur schwer verletzt überlebt. Aus übertriebenem Verantwortungs- und Mitgefühl nimmt sich Tinker ihrer an und während die Beiden durch Europa reisen, kommen sich Kate und Wallace, ein Freund Tinkers, näher. Doch was zuerst nach einem Happy End aussieht, entwickelt sich in eine völlig andere Richtung...
Kate erzählt uns ihre Geschichte im New York des Jahres 1938 und, soweit sie sie kennt, die ihrer Freunde. Es ist ein New York voller Lebensfreude, Unbeschwertheit und Lust auf Partys und Feiern. Jazzclubs kommen gerade in Mode und junge Frauen wie Eve genießen ihr freies Leben fern der engen Provinz. Amor Towles versteht es, diese Stimmung in Worte zu fassen, so dass man bereits nach kurzem Lesen ganz in diese Zeit eintaucht und darin versinkt.

Es ist eine schöne, etwas melancholische Lektüre mit einer unvollendeten Liebesgeschichte, die beim Lesen das New York der 30er Jahre wieder auferstehen lässt. Aber auch ein Buch über Menschen, die auf der Suche nach dem sind, was sie vom Leben wirklich wollen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Christines Buchtipps: Eine Frage der Höflichkeit, 25. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Höflichkeit (Gebundene Ausgabe)
Länge:: 1:45 Minuten

Eine Frage der Höflichkeit
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Eine Frage der Höflichkeit
Eine Frage der Höflichkeit von Amor Towles (Gebundene Ausgabe - 2. März 2011)
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