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4.0 von 5 Sternen Interessant. Dennoch hatte ich etwas anderes erwartet...
Schillerndes Dunkel - Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene

Nach Durchsicht des Buches muss ich mich doch stark wundern. Schillerndes Dunkel will offensichtlich über die Gothic-Kultur berichten, rutscht in seinem Themenschwerpunkt jedoch zu stark in die Industrial-, Avantgarde- und Neofolk-Ecke ab. Diese Bereiche waren für das...
Veröffentlicht am 16. Februar 2012 von Feu Follet

versus
37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber kein Meisterwerk!
Gerade habe ich das 400 seitige Buch fertig gelesen und frag mich nun weshalb es von den vorigen Kunden die maximale Punktzahl erhalten hat. Entweder sie haben es nicht von anfang bis ende gelesen oder kennen sich wenig mit der Geschichte der Szene und ihrer Musik aus.

Als erstes muss man bedenken, dass der Herausgeber beinahe jünger ist, als die s.g...
Veröffentlicht am 26. Februar 2011 von M. Puhl


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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber kein Meisterwerk!, 26. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Gerade habe ich das 400 seitige Buch fertig gelesen und frag mich nun weshalb es von den vorigen Kunden die maximale Punktzahl erhalten hat. Entweder sie haben es nicht von anfang bis ende gelesen oder kennen sich wenig mit der Geschichte der Szene und ihrer Musik aus.

Als erstes muss man bedenken, dass der Herausgeber beinahe jünger ist, als die s.g. Schwarze Szene selbst. Mit Mitte Dreißig kann man wenig über den Ursprung der Szene ende der siebziger Jahre schreiben. Natürlich gibt es einige Beiträge, die von der Vergangenheit erzählen, aber hier liegt auch schon der erste Kritikpunkt. Jedes Kapitel scheint ein Teil eines unvollendeten Buches zu sein, durch den drastischen Themenwechsel wird der leitende Faden vermisst. Mal geht es um eine bestimmte Musikgruppe, danach gibt es mehrere Seiten Fotos, dann eine Diskussion unter Djs, die abrupt endet, usw. Einige Themen wie Kommerzialisierung, Rechtsradikalismus und Kleidung wiederholen sich mehrmals. Die Kapitelanordnung ist so durcheinander und der Inhalt so vermischt wie die Schwarze Szene selbst.
Dabei muss man auch erwähnen, dass einige Bilder am Rande ruhig etwas grösser sein könnten, und manchmal einfach zu viele A4 Fotos und Zeichnungen eines einzelnen Künstlers ausgewählt wurden.

Das Buch fängt recht wissenschaftlich und interessant an, indem es die Bedeutung der schwarzen Kleidung in den verschiedenen Zeitepochen beschreibt und man erwartet wirklich etwas Neues erfahren zu können, doch spätestens ab dem Kapitel mit den missglückten Versuch die unterschiedlichen Musikrichtungen zu beschreiben, bemerkt man die grossen Wissenslücken.
Das ständige hin und her zwischen seriösen Studien und plötzlichen subjektiven Meinungen macht einem etwas stutzig. Was liest man da gerade? Eine Enzyklopädie oder einen dubiösen Artikel eines Webportals? Mal werden anerkannte Soziologen zitiert und Theorien wissenschaftlich begründet und kurz darauf stossen wir auf eine vollkommen unseriöse Befragung einiger Szenegänger (Seite 342/343). Wer, wo und wieviele junge Menschen wurden da überhaupt befragt?

Aber zurück zu den Musikstilen:
Seit wann machen Anne Clark und Cassandra Complex EBM????
Welches Future Pop Lied benutzt bitteschön verzerrte stimmen?
Future Pop ist eine Symbiose aus Synthie Pop und EBM, wobei der melodische Aspekt des einen mit den Rhythmus des anderen kombiniert wird. Er unterscheidet sich vom s.g. Dark Body (z.B. Wumpscut, Leatherstrip, usw.) gerade aufgrund der nicht verzerrten Stimmen.
Einfach zu viele unsinnige und falsche Angaben, die den leider ebenso laien Gothic und Dark Wave Lexicon von Peter Matzke ähneln.
Hier hätte man lieber versuchen sollen mit Hilfe von Musikern und sogar Gemeinschaftswissen (siehe Wikipedia), die chronologische und geographische Entwicklung der jeweiligen Musikstile zu erläutern.

Independent Musiklabels, die wirklichen Verantwortlichen für die Bekanntmachung der Musik, wurden komplett vergessen. Unverzeihlich!

Und wann wurden Depeche Mode bitteschön verspottet? (S.154)
Besonders im elektronischem Bereich wird in diesem Werk die musikalische Ignoranz verdeutlicht. Dank Depeche Mode haben zigtausend junge Menschen in den achtziger Jahren den Weg in die Schwarze Szene gefunden, besonders in Deutschland. Zusammen mit The Cure leiteten sie die beiden musikalischen Hauptendenzen der düsteren alternativen Musik: Die dunkle Elektronik und die eher Akustische, Gitarrenlastige, längst bevor sich die ganzen Subgenres bildeten.
Den beiden längst weltbekannten Gruppen werden aber nicht mal zwei Zeilen gewidmet.
Im übrigen, entstanden The Cure sogar ein Jahr vor Joy Division.
Depeche Mode verhalfen ausserdem u.a. Front 242 und Nitzer Ebb zu ihrem Erfolg und der entgültigen Konsolidierung des EBM als eigenständiges Subgenre, da die beiden Hauptvertreter des Electronic Body Musik ende der achtziger Jahre als Vorgruppen von DM auftraten.

Current 93 und Death in June werden hingegen in fast jedem Kapitel erwähnt, obwohl Neofolk nur einen sehr kleinen Teil der Schwarzen Szene ausmacht. Doch liest man das Buch, bekommt man den Eindruck, als ob dieses Subgenre heutzutage die wichtigste und meistgefolgte Musikrichtung ist, was keinesfalls der Realität entspricht.
Neofolk wird nur von einer geringen Minderheit der Szene gehört.

Noch absurder ist der Versuch jedem Subgenre eine Kleidung anzuordnen. Das war vielleicht vor 30 Jahren noch möglich, aber spätestens ab der karnevalesquen Massenveranstaltung WGT musste einem klar geworden sein, dass abgesehen von einigen Ausnahmen, Kleidung/Ästhetik und Musikrichtung kaum noch in Zusammenhang gebracht werden können.
Die einzige Verbindung, die sich immer mehr zu bestätigen scheint ist, je auffalender das Äussere (Kleidung, Schminke) desto hohler der Inhalt, d.h. bei Künstlern die Musik an sich und bei Fans das allgemeine Musikwissen. Denn immer mehr Ästhetik versucht die mangelnden und unkreativen Musikkompositionen zu kompensieren, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Das erklärt die musikalische Mittelmässigkeit der meisten klischeehaften Bands in der heutigen Szene.

Der Beitrag von Genesis P-Orridge hat weniger mit der Entwicklung und Geschichte der Gothic Szene zu tun, sondern bezieht sich auf die Freundschaft mit Ian Curtis, insbesondere den telefonischen Kontakt, der schon im sehr zu empfehlenswertem Buch "Wreckers of Civilisation" von Simon Ford erwähnt wird.

Abgesehen von intensiveren und besseren Recherchen im Bereich der elektronischen Musik und fehlende Information über Musiklabels und Zeitschriften/Fanzines habe ich auch einen Beitrag über die Globalisierung der Musik seit Einbruch des Internetzeitalters vermisst. Musikgruppen der fünf Kontinente bringen kaum noch eigene Heimatseinfüsse in ihrer Musik ein und ähneln sich untereinander immer mehr.

Alles in allem ist Schillerndes Dunkel" trotzdem lesenswert, aber bitte das Kapitel mit den Stilrichtungen (S 145-180) überspringen.

Für eine Enzyklopädie der Gothic Szene reicht es nicht, aber es enthält einige interessante und gleichzeitig unterhaltsame Beiträge.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant. Dennoch hatte ich etwas anderes erwartet..., 16. Februar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Schillerndes Dunkel - Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene

Nach Durchsicht des Buches muss ich mich doch stark wundern. Schillerndes Dunkel will offensichtlich über die Gothic-Kultur berichten, rutscht in seinem Themenschwerpunkt jedoch zu stark in die Industrial-, Avantgarde- und Neofolk-Ecke ab. Diese Bereiche waren für das Gothic-/Wave-Umfeld nur von sekundärer Bedeutung und keinesfalls Dreh- und Angelpunkt der Szene. Es sind Nischenbereiche, die nicht zwingend (!!!) szeneprägend waren. Damit will ich nicht behaupten, dass der Inhalt uninteressant wäre - es ist guter Stoff für eine separate Publikation. Ich bin mir jedoch nicht sicher, was mir das Buch eigentlich vermitteln will und welchem Szeneumfeld es nun tatsächlich gewidmet ist. Einerseits wird hier der klassische Waver/Goth beschrieben. Und dieser ist nun mal korrekterweise mit New Wave, Post-Punk und Gothic Rock groß geworden und nicht mit Experimentalmusik. Wenn ein Waver von Industrial sprach, meinte er zumeist die Neubauten (die eigentlich längst Post-Industrial waren), poppige Cabaret Voltaire oder die tanzbare Endphase von SPK (Metal Dance, Breathless etc., ihr wisst schon). Monte Cazazza oder Boyd Rice wäre für den ein Buch mit sieben Siegeln gewesen. Andererseits lässt der Inhalt des Buches anmuten, die Szene der 90er habe hauptsächlich auf Industrial und Neofolk beruht, als sei das der Hauptzweig der Szene der 90er gewesen. Dem kann ich so nicht zustimmen.

Gothic Rock, das Genre, das der Szene ihren Namen gab, kommt meiner Meinung nach zu kurz, ebenso die ganzen Electro-Wave-Sachen, zu denen sich der 80er Fraggle, auch Grufti genannt, im Stroboskop-Licht die Glieder abstrampelte. Insgesamt erscheint das Buch wie das Machwerk einiger Früh-90er Gruftis, die zu dieser Zeit mit Ritual-, Noise- und Neofolk-Musik in Berührung kamen und diesem Bereich nun gewisse "Sonderrechte" einräumen. Schön für sie. Schlecht für jene, die sich an traditionellem Goth/Wave und dessen Nachfolge orientieren.

Positiv hervorzuheben ist die Anzahl der (zum Teil nie zuvor gesehenen) Fotografien, ein ganz klarer Pluspunkt. Bezüglich der optischen Aufmachung halte ich Schillerndes Dunkel für das gelungenste Buch, das derzeit auf dem Markt ist. Allerdings muss ich zustimmen, wenn einer meiner Vorredner kritisiert, dass viele Fotos einfach zu klein sind (eines ist sogar doppelt vorhanden, falls ich richtig gesehen habe). Das ist verdammt schade.

Ebenfalls lassen sich dem Buch etliche Informationen zur derzeitigen (Fehl-)Entwicklung der Schwarzen Szene entnehmen (ich sage nur Cyber und Co.). Wie lange musste man darauf warten, dass dies einmal in einem Buch ausführlich geschildert wird. Es ist eben nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, wie es oftmals gerne dargestellt wird.

Ein klarer Minuspunkt geht an die Genreerläuterungen. Hier mischt sich (zum Teil korrektes) Wikipedia-Wissen mit subjektiven Ansichten und schon zuvor dutzendfach kopierten Fehlinformationen früherer Lektüren. So wird aus Dark Wave erneut ein mutmaßlich elektronischer Musikstil der 90er geformt, was schlicht verkehrt ist und sich so weder durch Printmedien der 80er noch der frühen 90er belegen lässt. Ganz im Gegenteil, wurde diese Bezeichnung in den meisten Printmedien seinerzeit vorrangig für Gitarren-Wave-Bands und Gothic-Rock-Gruppen der zweiten Generation verwendet. Elektronische Wave-Bands firmierten hingegen nachweislich (na, ratet!) unter der Bezeichnung Electro Wave. Fortification 55, frühe Project Pitchfork, Deine Lakaien - sie alle wurden als Electro Wave bezeichnet und auch so von den Plattenfirmen beworben. Richtig ist, dass viele dieser Bands unter die Dachbezeichnung Dark Wave fielen - neben obig erwähnten Gruppen aus dem Gothic-Rock/Gitarren-Wave-Lager, wohlgemerkt. Dark Wave funktionierte stets als Sammeletikett für elektronisch- und gitarren-orientierte Wave-Substile. Nur deshalb bot es sich eine Zeitlang auch als Szenename an.

Ein weiterer Fehler entpuppt sich in Zusammenhang mit New Romantic. Es gibt keinen Musikstil mit diesem Namen. Die New Romantics bildeten eine eher modisch orientierte Jugendszene, die sich musikalisch zwischen Glam Rock, Gitarren- und Synth-Pop bewegte.

Kleiner Tipp an die Verfasser aller nachfolgenden Bücher: Vermeidet es doch bitte, den fehlerhaften Unsinn anderer Bücher zu kopieren und recherchiert selbst nach! Auch die 80er hatten Printmedien, sowohl etablierte Musikmagazine als auch Fanzines! Es ist diesbezüglich völlig unnötig, Fehlinformationen und subjektiv gefärbte Texte in Bücher zu quetschen.

Insgesamt sagt mir die gesamte Sektion zur Genreerläuterung nicht zu - siehe hierzu auch den Abschnitt zu Electro: als mutmaßlich bedeutende Vertreter werden sogleich vier (v i e r !!!) Chris-Pohl-Projekte aufgelistet. Der Typ ist sowas von irrelevant. Vergessen wurden hingegen Protagonisten wie Lassigue Bendthaus, Plastic Noise Experience oder Cat Rapes Dog. Und überhaupt: wo enthält der Cyber-Style bitteschön Elemente der EBM-Mode? Die Genresektion ist eindeutig zu fehlerbehaftet, auch wenn sich darin durchaus brauchbare Informationen finden lassen.

Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass Rammstein auch in dieser Lektüre viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Diese Band hatte und hat mit der Schwarzen Szene NICHTS zu tun. Laibach-inspiriert, ja. Image-inspiriert. Ansonsten hat sich diese Band selbst immer dem Metal-Umfeld zugeordnet (Tanzmetall), ist weder Wave-, EBM- noch Goth-verwandt. Rammstein sind schlicht und ergreifend eines der ersten Anzeichen unvorteilhafter Fehlkategorisierungen innerhalb der Schwarzen Szene. Die Popularität dieser Band hatte schon Ende der 90er vieles verändert - und zwar nicht wirklich zum Positiven. Unheilig, ASP und Co. bilden nur die Nachhut.

Müsste ich das Buch weiterempfehlen, dann eher an Leute mit obig beschriebenem (Post-)Industrial- und Neofolk-Bezug. Für diesen Bereich findet sich auch etliches an Bildmaterial. Goths/Waver traditioneller Prägung (Gothic Rocker usw.) sollten es erst begutachten, zumal der Preis nicht gerade der niedrigste ist. Die fotografischen Darstellungen zahlreicher Gruftis machen das einigermaßen wieder wett. Trotz dessen hinterlässt Schillerndes Dunkel bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Es ist einfach nicht das, was ich erwartet hatte. Vieles fehlt meiner Meinung nach - insbesondere ein thematisches Gleichgewicht.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte, Entwicklung und Themen in der GOTHIC Szene, 3. Juni 2010
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Ein außergewöhnliches Buch ist mir da in die Hände gefallen, denn SCHILLERNDES DUNKEL behandelt eine ganz besondere Subkultur in Deutschland, welche es zwar schon seit Jahrzehnten bei uns gibt, die aber noch niemand so umfassend und tiefgründig beschrieben hat. Mit dem Buch von Alexander Nym (Herausgeber) ist diese Lücke nun geschlossen, auch wenn er selbst sagte, das seine Arbeit nicht ganz vollständig ist und er sich sicherlich dem Vorwurf ausgesetzt sieht, ein kanonisches Werk erschaffen zu haben, obwohl bestimmte Dinge fehlen. Ich denke Man darf mit Fug und Recht sagen, das dieses Buch sehr viel Arbeit gemacht hat, sehr umfassend ist und die Szene in all ihren Bestandteilen und Facetten gut beleuchtet. SCHILLERNDES DUNKEL ist damit im Begriff ein Standardwerk zum Thema GOTHIC zu werden.

Alexander Nym ist selber ein Teilnehmer der Gothic Szene und doch hat er es geschafft alle Bereiche wie ein Kaleidoskop aneinander zu reihen und somit einen umfassenden Überblick zu geben. Woher kam GOTHIC, wo ist es heute und wohin geht es?

Die Photos und Abbildungen sind wie schon der Titel schillernd, schwarz-weiß, silbern und teils undeutlich, teils scharf und markant, ebenso wie die Szene undeutlich, verschwimmend und schillernd ist, doch manchmal auch scharf und kontrastiert.

Mir persönlich hat das Buch eine wahre Flut von Detailinformationen vorgesetzt; verschiedene Stilrichtungen, Musik, Kleidungsordnungen, Geschmack, Szene, bizarre Riten und sexuelle Vorlieben. Politikanfärbungen, antiautoritäre Kontraste, Gewalt, Liebe und Rebellion.

Keine Szene ist so schwer durchschaubar, so schwer fassbar und doch so faszinierend wie die GOTHIC Szene. Ihre Liebe zur Farbe Schwarz, die Tanzstile, die Bewegungen und das inszenieren der eigenen Person und der Gruppe.

Das Buch SCHILLERNDES DUNKEL; erstmals vorgestellt am Pfingstwochenende auf dem Leipziger Wave - Gothic Treffen wird bestimmt ein voller Erfolg sein, auch wenn es nicht zu 100% alles umfasst, denn viele Autoren haben sich trotz Nachfrage nicht mehr gemeldet oder haben die Abgabefristen verpasst, nun ja, das Ergebnis ist dennoch beachtlich, denn über 70 Beitragende sind es dann doch geworden.

Es vereint viele bislang unveröffentlichte Photos, zeigt Kunstwerke und hat unter den Beitragenden so bekannte Personen wie Genesis Breyer P-Orridge, Klive Humberstone und John Murphy.

Mit diesem Buch liegt also erstmals ein umfassendes Buch zum Thema GOTHIC vor das sowohl Anhänger faszinieren dürfte wie auch weitere interessierte Leser finden wird.

Sehr empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründig und schön gestalltet, 29. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist wahnsinnig umfangreich und doch sehr gut strukturiert und bietet dadurch einen tiefen Einblick in die sonst undurchdringliche und missverstandene dunkle Szene.
Durch den schieren Umfang an Detailinformationen zu Geschichte und Hintergründen der Szene, ist "Schillerndes Dunkel" sicher auch für Szenegänger lesenswert, die sich mit den erstaunlich tiefgründigen Hintergründen dieser Subkultur beschäftigen möchten.
Die vielen Artikel und Interviews sind mal wissenschaftlich, mal melancholisch und teilweise sehr witzig und provokant. Nach der Geschichte, Musik und Ästhetik bietet das Buch einen Ausblick auf Entwicklung und aktuelle Diskurse, die auch Szenemitglieder zum nachdenken bringen können.
Doch auch für alle außerhalb der dunklen Szene ist "Schillerndes Dunkel" lesenswert und bietet tiefe Einblicke in eine faszinierende Subkultur, es räumt mit üblichen Klichees auf und regt zum Nachdenken an - über Kultur und Gesellschaft allgemein.
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5.0 von 5 Sternen interessant, 9. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
ein sehr schönes Buch in einer hervorragenden Qualität. Habe mich sehr darüber gefreut. Und werde wohl noch viele Jahre Freude daran haben.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Meisterwerk..., 8. Juli 2010
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Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Viele, auch nahmhafte Autoren haben es in der Vergangenheit bereits versucht, aber niemand hat seine Sache so gut hinbekommen wie der Autor dieses Buches. Diese unglaubliche Vielfalt angenehm lesbar und nachvollziebar zu präsentieren, Das Fotomaterial,... Kurz, wir sollten uns alle erheben und unseren Respekt zollen. >klatscht in die Hände<

Die Geschichte wird von Siegern geschrieben heisst es. Und dieses Werk wird ganz sicher in die Geschichte eingehen
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Werk der schwarzen Szene, 9. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Mit 'Schillerndes Dunkel' hat Kulturwissenschaftler und Herausgeber Alexander Nym ein grandioses Werk über die 'schwarze Szene' geschaffen, das in keinem Bücherregal eines Schwarzvolk-Anhängers fehlen sollte.
Für die alten Hasen, die sich noch an die Szene-Anfänge erinnern können, wird vor allem der Anfang dieses Buches, in dem es um die Entstehung und die Grundlagen geht, eine Reise in die Vergangenheit darstellen und zum darin Schwelgen einladen. Doch auch für neuere Szenemitglieder ist dieses erste Kapitel keineswegs uninteressant, denn die Texte, die von unterschiedlichen Autoren, wie zum Beispiel Oswald Henke (Goethes Erben) verfasst wurden, sind flüssig zu lesen und machen das Schmökern zu einem wunderbaren Erlebnis.

Beachtenswert ist überhaupt der Themenumfang des Werkes. Denn es werden nicht nur, wie schon erwähnt, die Entstehung, die Grundlagen und die Entwicklung der Szene behandelt, sondern zudem noch viele andere Gebiete, nämlich 'Genres und Subgenres schwarzer Musik und Kultur', 'Mode, Ästhetik und Lebenskultur' und 'Themen und Diskurse', wie beispielsweise 'Schwarze Musik heute', 'Gothic-Konsum' und 'Vom Rüschenhemd zur Uniform'.
So bleiben bei 'Schillerndes Dunkel' kaum Wünsche offen, da nahezu alle möglichen Themen besprochen werden, bei denen man im übrigen merkt, dass ausgezeichnet recherchiert wurde.

Nicht nur bei den Texten, sondern auch bei der Aufmachung des Buches wurde sich viel Mühe gegeben und so kommt 'Schillerndes Dunkel' mit seinen ca. 800 schwarz/weiß Bildern, bei denen die helleren Töne leicht silbern schimmern, in einem sehr edlen Design und natürlich mit Schutzumschlag daher.
Abgerundet wird das Ganze mit Galerien von namhaften Szenefotografen und -künstlern wie Silent View und Nik Fiend.

Ich persönlich bin von diesem umfassenden Werk völlig hingerissen <3.

Fazit:

'Schillerndes Dunkel' ist DAS Werk über die 'schwarze Szene' und man sollte es sich nicht entgehen lassen.

Originalrezension erschienen bei necroweb.de
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein aufschlussreicher, informativer und spannender Ausflug zur "dunklen Seite", 19. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Schon seit geraumer Zeit interessiere ich mich für die "Schwarze Szene". Von den Sex Gang Children und Joy Division hatte ich bereits gehört, auch sind mir Stilrichtungen wie Neofolk, Gothic Rock, New Romantic sowie New Wave mehr oder weniger ein Begriff. Und dass hinter Gothic mehr steht als Friedhöfe, Särge und Kerzen, ist mir ebenso bewusst. Doch leider hört es da auch schon mehr oder weniger auf - einmal vom Thema angefixt, erkennt man schnell, wie facettenreich die Subkultur ist - schier unmöglich, einen anständigen Über- bzw Durchblick zu kriegen!
Dann erzählte mir ein völlig begeisteter Freund von diesem Buch und legte mir wärmstens Nahe, so schnell wie möglich auch ein Exemplar zu ergattern.
Gott sei Dank ließ ich mich nicht vom Preis abschrecken und kam dem Rat meines Freundes nach. Seitdem hat das umfangreiche Meisterwerk einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal inne (wegen des gelungenen, stilvollen Covers eignet es sich außerdem ganz wunderbar zu Dekozwecken^^) und wurde bereits so oft verschlungen, dass ich die Male, wo ich es herausnahm, gar nicht mehr zählen kann.

Das Buch lohnt sich sowohl für "Einsteiger", für "Fortgeschrittene" und ich wage zu behaupten auch für "Experten". Angenehm geschrieben versorgt es den Leser mit einer Menge Informationen und regt augrund seiner teilweise kritischen Auseinandersetzung gleichzeitigt zum Nachdenken an. Ausgewähltes Bildmaterial untermauert und veranschaulicht den Inhalt gekonnt.

Ein unbedingtes Muss für jeden, der auch mal einen Einblick ins schillernde Dunkel erhalten will!
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist der Hammer, 19. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene (Gebundene Ausgabe)
Auf dieses Buch habe ich schon Jahre gewartet. Super. Sehr interessante Beiträge mit vielen schönen Bildern. Das ist ein tolles Buch. Ich bin so froh, dass ich es mir trotz des etwas hohen Preises gekauft habe. Es hat auf jeden Fall den Wert. Es ist eine hochwertige Ausführung. Ich kann es allen nur empfehlen die in der Szene stecken, aber auch allen die sich über die Szene informieren wollen. Man hat alle Informationen in einem Buch.
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Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene
Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene von Alexander Nym (Gebundene Ausgabe - 25. Mai 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 16,46
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