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am 23. Juli 2014
Als einer, der viel Herzblut in die Partnerschaftsarbeit zwischen Gemeinden in der Bundesrepublik und der DDR investiert und sich - aus historischer Überzeugung - nie mit der Teilung abgefunden hat, bin ich sehr glücklich über diese Publikation anlässlich des „Silberjubiläums“ der Grenzöffnung. Wir haben lange Zeit in unmittelbarer Nähe der Grenze gewohnt und die Möglichkeiten des "kleinen Grenzverkehrs" intensiv genutzt. Von daher können wir die damalige Situation sicher besser beurteilen als viele Menschen in anderen - westlicheren - Teilen der alten Bundesrepublik, denen Mallorca doch oft erheblich näher lag als Magdeburg.
Ausführlich wird die Geschichte der innerdeutschen Grenze in den verschiedenen Bundesländern zu den entsprechenden Bezirken der DDR in Erinnerung gerufen, verbunden mit einem Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre. Und dann werden Fotos von einst und jetzt gegenübergestellt und kommentiert. Mag man über Helmut Kohls Äußerungen von den „blühenden Landschaften“ durchaus streiten, hier bekommt man einen Eindruck davon, dass in der Tat davon viel verwirklicht wurde. Heute noch bestehende Probleme werden dabei nicht unter den Tisch gekehrt, sondern offen benannt.
Viele haben schon vergessen, wie barbarisch diese Grenze war und wie viele Opfer sie gefordert hat (am Ortsrand unserer Gemeinde befand sich ein Gedenkstein für einen bei einem Fluchtversuch erschossenen Menschen), Nachgeborene wissen kaum noch etwas davon. Insofern ist die Widmung des Buches "den Opfern der deutschen Teilung" bewegend und angebracht.
Mir ist wieder die Freude und Dankbarkeit jener Tage und Wochen in diesen Jahren 1989 und 1990 vor Augen und ich wünsche mir, dass manche Griesgrämigkeit, die sich inzwischen eingestellt hat, nicht die Überhand gewinnt oder gar behält. Das Buch ist bestens dazu geeignet, diese Hoffnung zu stärken.
Nachdrückliche Kaufempfehlung.
Gerne verweise ich auch auf das Buch „Auferstanden in alter Pracht - Stadtansichten vor der Wende und heute“. Wer die Chance hat, noch ein Exemplar zu erwerben, sollte auch hier zugreifen.
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Nach einer Widmung für die Opfer der deutschen Teilung und einer antiquierten schwarzweißen Karte mit den 10 sogenannten 'Straßenübergängen' und den seit 1987 in den "Kleinen Grenzverkehr" einbezogenen Stadt- und Landkreisen entlang der 'innerdeutschen Grenze' , gebührt Rainer Eppelmann das Geleitwort. Der evangelische Pfarrer, DDR-Oppositionelle, Minister für Abrüstung und Verteidigung in der letzten DDR-Regierung und Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mahnt ganz entscheiden dazu, gegen das Vergessen und Verdrängen anzugehen: Das mörderische Grenz- und Unrechtsregime muss stets in der Erinnerung bleiben, da sonst die Vergangenheit verklärt wird.

Heute erinnert entlang der einstigen 'innerdeutschen Grenze' und auch in Berlin kaum noch etwas an die menschenverachtenden und lebensgefährlichen Einrichtungen, die wohl nicht ohne ein hohes Maß an Zynismus als "antikapitalistischer Schutzwall" bezeichnet wurden. Die Natur hat sich in einem Vierteljahrhundert das ihre zurückgeholt und der nunmehr freie, mitunter idyllische Blick auf berge und Täler lässt allzu leicht vergessen, welche Verbrechen und Tragödien mit dieser gewaltsamen Teilung verbunden waren. Auch die einstmals durch die Berliner Mauer geschlagenen städtebaulichen Wunden haben sich allmählich durch die glänzenden Fassaden schicker Neubauten geschlossen.

In ihrem Vorwort ziehen der Fotojournalist Jürgen Ritter (Jahrgang 1949) und der Journalist Peter Joachim Lapp, die bereits 1997 als Autoren ihr erstes gemeinsamen Werk "Die Grenze - Ein deutsches Bauwerk" veröffentlicht hatten, eine Bilanz vom Mauerfall bis heute. So wiesen die von Helmut Kohl versprochenen "blühenden Landschaften" auch im Jahre 2012 mit 10,7% noch eine deutlich höhere Arbeitslosenquote als die alten Bundesländer (5,9) vor. Gleichzeitig nahm die Zahl der Bürger in den neuen Bundesländer um 13,5% ab. Darüber hinaus pendeln heute zehntausende von Arbeitnehmern aus den westlichen Regionen Ostdeutschlands und des Großraumes Berlin wegen besserer beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten in den Westen. Auch Willy Brandts Prognose, dass nun zusammenwachse, was zusammen gehört, erfüllte sich heute nur zum Teil. Trotz den Milliardenhilfen von Soli I und II verlangsamte sich die Angleichung der neuen an die alten Bundesländer bis zum November 2013 immer mehr. Während das Bruttoinlandsprodukt heute im Osten nur 70% des westdeutschen beträgt,liegen die Haushaltseinkommen noch um ein Fünftel niedriger. Auch das Rentenniveau konnte bislang noch nicht auf den Weststandard angehoben werden.....

...was letztendlich alles schwere Hypotheken des "Arbeiter und Bauernstaates" sind.

Nach einer 24seitigen Abhandlung „Zur Geschichte der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer beginnt der visuelle Teil, mit einer Gegenüberstellung der "Bilder der deutsch-deutschen Grenze – damals und heute", die zum Teil selbstredend von kurzen Texten begleitet oder falls erforderlich, mit längeren Erklärungen erläutert werden. Die letzten fünf Seiten des Bildteils bilden Fotos vom November 1989, welche Freudenfeste und Mauerspechte sowie verschiedene Gedenkobjekte der Berliner Mauer zeigen.

Als Zeitdokument und Mahnung verdient "Deutschland Grenzenlos" uneingeschränkt eine Bewertung mit 5 Amazonsternen.
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am 20. Juli 2014
Berlin habe ich leider vor dem Mauerfall nie gesehen, aber die DDR auf dem Transit nach Polen durchquert, u. a. durchs damals halbverfallene, heute wieder zur Perle erweckte Görlitz, und an eine Stelle der innerdeutschen Grenze erinnere ich mich genau: an Böckwitz-Zicherie bei Wolfsburg. Verwandte wohnen da, ich besuchte sie 1978 - und natürlich auch das geteilte »Doppeldorf« Böckwitz-Zicherie. Interessant der Text in diesem Buch zu diesem Dorf (sinngemäß aus dem Gedächtnis zitiert): »Nach der ersten Euphorie nach dem Mauerfall machten sich doch unterschiedliche Mentalitäten bemerkbar.« Tja - das dürfte nicht nur dort der Fall gewesen sein - 40 Jahre getrennte Entwicklung in stark unterschiedlichen Systemen prägen nun mal die Menschen, und es dürfte wohl noch etliche Zeit dauern, bis da alles so zusammengewachsen ist, wie es zusammengehört ...

Insgesamt ein sehr bewegender Band, der deutlich zeigt, wie erfreulich doch die Natur die Wunden zugewuchert hat (fast muß man, um die Erinnerung an das Gräßliche wachzuhalten, zu konservatorischen Maßnahmen greifen) und wie sehr dieser Alptraum namens Mauer, Stacheldraht, Selbstschußanlagen, Sperrzonen etc. durch eine glückliche Fügung der Geschichte überwunden werden konnte. Allerdings sieht man auch neue, gewissermaßen unfreie Unsitten in diesem Band: Alle Autokennzeichen der neueren Fotos sind ängstlich wegretuschiert worden - offenbar Auswüchse der heutigen Rechtsprechung zum Persönlichkeitsrecht. Auf facebook das Privateste rumtratschen, aber meckern, wenn in einem Bildband mal ein Foto des eigenen Pkws mitsamt Nummernschild auftaucht ...

Davon abgesehen ein sehr lesens- und anschauenswerter Band, der bei mir lange auf dem Nachttisch lang und immer wieder durchschmökert wurde, wobei ich jedesmal neue Details entdeckte ...
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am 21. September 2014
Nach einem Urlaub im Thüringer Wald erschien dieses Buch als naheliegende Lektüre. Die Gegenüberstellung damals-heute macht Gänsehaut, wenn man die Orte tasächlich heute gesheen hat. Es ist geeignet, die Geschichte interessant zu machen.
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am 28. Juli 2015
Die Photos aus der Zeit vor der Wiedervereinigung sind sehr eindrucksvoll und geben zusammen mit den Erläuterungen einen sehr interessanten Einblick in den Umgang beider Seiten mit der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Die zum Vergleich gezeigten, in der Regel einige Zeit nach dem Mauerfall aufgenommenen Bilder verstärken den Eindruck der entsprechenden vor dem Mauerfall aufgenommenen Bilder.
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am 2. Dezember 2014
Ein wahnsinnig attraktives und mit Viel Liebe zum Detail erstelltes Buch . Nachdem ich im Jahre 1998 bereits "Die Grenze " in der ersten Auflage erworben habe , war dieses Buch ein muss . Interessanter als diese Aufnahmen die teilweise über 30 Jahre auseinanderliegen kann man Deutsche Teilung meiner Meinung nach nicht Darstellen.
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am 20. September 2014
Dieses Buch bietet einen guten Gesamteindruck der Wandlung der deutsch-deutschen Grenze von 1989 bis heute.
Besonders bei Radtouren an der ehemaligen Grenze, welches in Berlin sich besonders anbietet, gibt es einen guten Rückblick von der Sicherung der Staatsgrenze vor dem 9. November 1989.
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am 11. Januar 2015
Von einem Kenner und Beobachter der schrecklichen und grausamen Einrichtung, die Deutsche von Deutschen trennte. Der Autor stellt gelungen die Einheit der Trennung gegenüber
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am 27. März 2014
Wie erwartet ein gnadenlos geniales Buch . Ein Werk welches über Jashre gewachsen ist ... nach der Publikation : Die Grenze vom sleben Autorenteam der nächste Meilenstein meines Buchregales.
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