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am 16. Oktober 2013
Ein Buch dass ich jedem Interessierten sehr ans Herz legen kann. Sehr informativ und aufschlußreich. Informativ vor allem für diejenigen die wie ich vor der Wende oft den Bahnhof Friedrichstraße mit seinem unterirdischen Labyrinth aufgesucht haben. Die Trennwand zwischen Bahnsteig B (West) und C (Ost) war mir nie so bewußt gewesen; hierüber hätte ich mir mehr Infos und Bilder gewünscht. Interessant für mich wäre auch ein etwas ausführlicherer Grundriß vom seinerzeitigen Bahnhof Friedrichstraße - den habe ich noch nirgends gefunden.
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Ende Dezember 1999 war timediver® nach Berlin gereist, um dort neben Besuchen verschiedener Museen auch den als "Jahrtausendwende" bezeichneten Jahreswechsel an einer historischen Städte der damals jüngsten deutschen Geschichte erleben zu können. Nach einem gemächlichen Spaziergang vom Alexanderplatz über die Museumsinsel, den damals noch stehenden, asbestverseuchten "Palast der Republik" links liegen lassend, erreichte ich gegen 22:00 Uhr das von Fußgängern stark Boulevard "Unter den Linden". Ab der Friedrichstraße verdichtete sich das Publikum so sehr, dass ein Durchkommen zum "Brandenburger Tor" nicht nur unmöglich erschien, sondern dies auch tatsächlich war, denn ab der Schadowstraße wurde abgesperrt. Das zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Rücksicht auf die versammelten Menschenmassen begonnene Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen entwickelte sich mit jeder Minute mehr zu einem knallendem und rauchenden Inferno. Infolge des Bedenkens, von einem explodierenden Feuerwerkskörper getroffen zu werden und des ein an ein Schlachtfeld der Napoleonischen Kriege erinnernden Qualms und Schwefelgeruchs flüchtete ich schließlich über die Neustädtische Kirchstraße in Richtung Spree. An einem weitaus weniger frequentierten Plätzchen am Reichstagsufer, konnte ich dann um Mitternacht das "Jahrtausendfeuerwerk" mit Blicken auf den Reichstag und den nahegelegenen Bahnhof Friedrichstraße beiwohnen....

Der promovierte Historiker Dr. Philipp Springer lässt sein Vorwort mit einem Erlebnis des Schriftstellers und Musikers Max Goldt beginnen, der bei seinen Ausreisen aus Ost-Berlin am Bahn Friedrichstadt regelmäßig zu Leibesvisitationen in einen Verhörraum gebeten wurde. Dort befanden sich zwei Tischen und Stühle, einer staubigen Pflanze und ein Regal, in dem lediglich eine orangbraune Thermoskanne stand. Wie Goldt weiter anlässlich der satirischen Ausstellung „Endlich: Postrevolutionäre Kunst im IV. Reich aus Ost-Berlin" berichtete, war ihm dies Thermoskanne im Lauf der Jahre so ans Herz gewachsen, dass er sie in einem vermeintlich unbeobachteten Moment fotografieren müsste. Sein "Peiniger", wie Goldt ihn nennt, hatte dies jedoch bemerkt und ihn aufgefordert, den gesamten Film zu zerstören. Was mag wohl aus der Thermoskanne, diesem "Dokument des Wahnsinns" geworden sein.....

….die Anekdote um eine Thermoskanne, die nicht fotografiert werden durfte, beweist einmal mehr die absurde Situation am wichtigsten Grenzübergang der geteilten Stadt, wo der Alltag der deutschen Teilung in besonderer Weise erfahrbar gewesen war. Während gegenüber der Mauer und der Glienicker Brücke das Brandenburger Tor zum Teilungs- und Trennungssymbol schlechthin in der Bundesrepublik Deutschland und der westlichen Welt werden sollte, erwies sich der Bahnhof Friedrichstraße für Feiertagsreden und als als touristisches Fotomotiv als untauglich. Anders als am Brandenburger Tor konnte man hier die mörderische "DDR-Staatsgrenze" passieren, vorausgesetzt man hatte dazu die Erlaubnis der SED-Diktatur bekommen. Für viele Menschen wurde der "Grenzübergang" zu einem Bestandteil des Alltags, der sie die deutsche Teilung am eigenen Leibe spüren ließ. Als gesamtstädtischer und gesamtdeutscher Erinnerungsort wurde dieser einstige Zwischenraum von Ost und West in Publizistik und Literatur nicht nur als "Bahnhof der Tränen" (Jobst Jessen), sondern auch als "Höllenpassage" und "Gespensteröffnung"(Friedrich Luft), "Bahnhofunglücksrabe" (BZ) und "Kompliziertestes Bahnhofslabyrinth der Welt" (FAZ) etc. bezeichnet.

Von der mittlerweile 135jährigen Geschichte des Bahnhofs Friedrichstraße nimmt seine Zeit als "DDR-Grenzübergangsstelle" gerade einmal 28 Jahre ein. Wie Titel und Untertitel seiner wissenschaftlichen, dennoch gut zu lesenden Arbeit bereits erkennen lassen, hat der Autor dieser Epoche jedoch mit den Kapiteln „Der Bahnhof und der Bau der Mauer“ (19 Seiten) und vor allem "Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße" (147 Seiten) den Schwerpunkt eingeräumt. Der Leser erfährt hier alles über die baulichen Maßnahmen
und vielgesichtigen Kontrollmechanismen, den "normalen Reiseverkehr" und die Rolle des Bahnhofs als "Intershop-Kaufhau", aber auch über Proteste, Fluchtversuche, 227 Todesfälle und die Ereignissen beim Mauerfall. Die Darstellung werden durch ein reiches Arsenal von Materialien, wie teilweise heimlich aufgenommenen Schwarzweißfotos, Ablichtungen von Originaldokumenten, Bauzeichnungen, -modellen und (geheimen) Zeichnungen und Organigrammen des MfS usw. flankiert. Drei kürzere, jeweils ca. 10 Seiten vorweisende Kapitel Haben den die Epochen "vom Kaiserreich bis 1945", "vom Kriegsende bis zum Mauerbau" und die Zeit nach dem Fall der Mauer als "ganz normaler Bahnhof" zum Gegenstand. Auch hierzu gibt es eine ganze Reihe beeindruckender Bilder.

Den Abschluss des 224seitigen Softcovers bilden eine, nach den Kapiteln gegliederte und nummerierte Auflistung von insgesamt 434 (!) Anmerkungen zu Quellen und Zitaten, ein Abkürzungsverzeichnis, Literatur- und Abbildungsverzeichnis.

Als hervorragend recherchiertes und eindrucksvoll präsentiertes Dokument der Zeitgeschichte und des Wahnsinns der zweiten deutschen Diktatur verdient Dr. Springers Arbeit uneingeschränkt eine Bewertung mit 5 Amazonsternen.
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am 1. Oktober 2013
Es wird wohl an der geografischen Lage des Wohnortes meines geschätzten Vorredners liegen, dass er nicht schon selbst auf die vielen Fehler im Buch gestoßen ist. Man muss sich allerdings dazu mit den kleinen Dingen des ehemaligen DDR-Alltags schon auskennen, oder sich wenigstens damit befassen. Aber wollte er das überhaupt?

Ich kann jedenfalls das Buch nicht empfehlen und werde es auch begründen.

Der Autor hat im vorliegenden Buch viele wichtige Informationen zur Grenzübergangsstelle Berlin-Friedrichstraße zusammengetragen. Allerdings wird der Leser schon nach wenigen Seiten mit ungenauen oder gar falschen Bildunterschriften verwirrt. Eine ungenaue Recherche liegt auf der Hand, wenn ein abgebildeter Panzerschrank der DDR als Kühlschrank betitelt wird. Der Gipfel ist dann ein Betriebsausweis, welcher der Leserschaft als "Betretungskarte" zum Westteil des Bahnhofs vorgeführt wird. Das alles setzt sich auch im Text der vielen Kapitel fort. Ungenauigkeiten, Fehler und wiedersprüchliche Angaben reihen sich dem Leser auf. Schade wirklich sehr schade, denn das ist man sonst vom Verlag und seinen Autoren nicht gewöhnt!

Gerade wenn es um die Aufarbeitung von solchen brisanten Orten der deutschen Teilung geht, ist viel Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail eine Verpflichtung. Das Buch wirkt durch seine beinhaltenden Wiedersprüche unglaubhaft. Leider.
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am 10. Juli 2015
Ich bin früher das eine oder andere Mal über dien Bahnhof Friederichstrasse in die DDR ein- und wieder ausgereist. Es macht einen sprachlos, was da für ein Auswand betrieben wurde nur um die eigene Bevölkerung in der DDR daran zu hindern, auszureisen. Wieder eines von den Büchern die man denen dringend anempfehlen kann die meinen, so schlimm wäre es doch gar nicht gewesen in der DDR.
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am 27. Dezember 2015
Das Buch ist ideal für Leute die Geschichte anschaulich und verständlich haben wollen.
Dokumentarisch gute Bilder, Texte die nicht langweilen und das Ganze in einem handlichen Format.
Toll für Berliner und Touristen.
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am 10. November 2014
Ein historisch wertvolles Dokument meiner Meinung nach. Da ich dort sehr oft am Bahnhof war, geschichtlich sehr interessant und auch nicht langweilig.
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am 9. Dezember 2013
Ein großes Lob an den Autor. Ein sehr gut gelungenes Buch über den " Tränenpalast ".
Ich habe sehr viele Gegebenheiten wieder erkannt, da ich seit meinem 6. Lebensjahr immer in den Sommerferien zu meinen Großeltern nach Berlin einreisen durfte. Die erfolgten Schikanen habe auch ich erfahren dürfen. Dieses mulmige Gefühl bei der Einreise, aber insbesondere bei der Ausreise hat sich ins Gedächnis eingebrannt.
Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen. Es zeigt den Bahnhof Friedrichstrasse in allen seinen Facetten.
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