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Ganz überzeugt hat es mich nicht. Schwerpunkte sind Geschichte ab 1848, vor allem ab 1989, sowie nationale Minderheiten.

Das kleine nobelpreisträgerstarke Ungarn hat es Autor Reinhold Vetter angetan. In seinem "Länderporträt" trägt er eher unsystematisch Verschiedenes zum Lande zusammen.
Berühmte Ungarn nennt er viele - unglaublich häufig aus dem jüdischen Bevölkerungsanteil. Nicht aufgeführt sind dabei die frühreifen Weltklasse-Schachspielerinnen Polgár, Ökonom Nicholas Kaldor, aber auch sogar Theodor Herzl und Joseph Pulitzer! Auch drei eher unbekannte ungarische Psychologen zu nennen und den "Flow"-Popularisierer Mihály ("Der Unaussprechliche") Csíkszentmihályi auszulassen, hmh. Ein Personen- oder Sachverzeichnis gibt es auch nicht.

Da auch viel Triviales erzählt wird, verwundert die Lücke zur ungarischen Geschichte vor 1848. Lechfeld oder Báthory gar nicht; König Stephan/István, osmanische Besatzung etc. extrem kurz genannt. Kurzum, ungarische Geschichte sollte man sich vorher angeeignet haben. Nur: Wer die kennt, kennt das andere hier Beschriebene zumeist auch.

Hingegen ist die Analyse der neueren Geschichte des Parteiensystems brauchbar. Erhofft hatte ich mir ein noch besseres Verständnis, warum dieses nationalistische Ungarn derzeit wohl nicht mehr in die EU aufgenommen werden würde, durch welche Ängste eigentlich eine Regierung auf die Idee kommen kann, dermaßen ohne Scham jeglichen Machtwechsel wegzubetonieren. Das war jetzt weitgehend der Fall. Das hat aber der europäische Deutsch-Ungar Dániel Fehér, in den "Blättern für deutsche und internationale Politik" zu finden, auf nur wenigen Seiten halbwegs hinbekommen.
Beim wieso auch immer ausführlichen Exkurs zu Auslandsungarn wäre noch eine illustrierende Karte sinnvoll.

Ich erwarb das Buch in der Bundeszentrale-für-politische-Bildung-Lizenzausgabe.
Begeisterungsfaktor überschaubar, doch es gab brauchbare Teile. Dreieinhalb bis vier Sterne.
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am 20. Februar 2013
“Ungarn - Ein Länderporträt“ gibt einen präzisen und tiefgehenden Einblick in das heutige Ungarn und die langen, vielfältigen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn.
Die touristischen Schwerpunkte Budapest und Balaton mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten werden ausführlich beschrieben. Auch die geschichtlichen Hintergründe und historischen Entwicklungen des Landes im Verhältnis zu seinen Nachbarn werden gut dargestellt. Das Buch erzählt von Ungarns vielen ungenutzten Möglichkeiten und Potenzialen, aber auch von vermeintlichen und tatsächlichen Benachteiligungen im historischen Rückblick. Ungarn ist ein sehr schönes, wichtiges und fest in Europa verwurzeltes Land, das leider zu viel Zeit auf die Suche nach sich selbst und der eigenen Identität verwendet hat. Am östlichen Rand Mitteleuropas könnte und sollte Ungarn eine viel bedeutendere politische und ökonomische Rolle spielen. Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern, aber glücklicherweise hat Ungarn neue Chancen in der Zukunft! Das Buch ist sehr interessant und absolut lesenswert!
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am 21. Juli 2015
Reinhold Vetter hat mit seiner Familie viele Jahre in Ungarn gelebt. Aus dieser Erfahrung heraus hat er ein umfassendes Buch über das Land und seine Bewohner geschrieben, das eine Fülle von interessanten Informationen zu einer Vielzahl relevanter Themen enthält.

Vetters Schilderungen und Beschreibungen sind kenntnisreich und detailliert. Er befasst sich mit gesellschaftlichen, politischen, sozialen, regionalen und allgemeinen Themenkomplexen. Dabei geht er auf die ungarische Mentalität und Volksseele ein und sucht Ursachen sowohl für die Situation des heutigen Ungarn als auch für den Zustand der Volksseele in der Geschichte und für die wirtschaftlichen Entwicklung früherer und heutiger Zeiten. Einen Punkt habe ich allerdings vermisst. Der Autor setzt sich mit den Beziehungen Ungarns zu seinen Anrainerstaaten auseinander, so auch mit denen zu Österreich. Doch angesichts der langen und meist problematischen gemeinsamen Geschichte beider Länder hätte ich an diesem Punkt deutlich mehr erwartet.

Aufbau, Themenzusammenstellung und Sprache des Buchs haben mir gefallen. Ich habe viel über das Land gelernt und kann vieles durch eigene Erfahrungen bestätigen. Wer sich mit dem Land näher auseinander setzen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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