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5.0 von 5 Sternen Leben pur
Genauso wie in den anderen Büchern des Autors, wird hier ein Zeitraum der DDR-Existenz fast wieder lebendig. Sachliche Entwicklungen bekommen Verbindung zu Alltagsgeschichten, zu künstlerischen Ereignissen oder zum DDR-Fernsehen oder zum Einkaufsverhalten. Für Einheimische ist das Buch durchaus Erinnerung, das seinerseits deutlich das Vergebliche der DDR...
Veröffentlicht am 29. März 2011 von W. Gross

versus
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2.0 von 5 Sternen flach und unkonzentriert
Wolles "Heile Welt der Diktatur" von 1998, der Versuch einer Verschränkung von Alltags- und politischer Geschichte der Honecker-Jahre, war ein großer Wurf, den ich in einem Zug gelesen habe; super Zitate, super 'Zustandsbeschreibungen' - ja, so könnte es 'drüben' gewesen sein.
Jetzt die Enttäuschung, offenbar hat der Links-Verlag Wolle...
Vor 2 Monaten von im veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben pur, 29. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Aufbruch nach Utopia: Alltag und Herrschaft in der DDR 1961-1971 (Gebundene Ausgabe)
Genauso wie in den anderen Büchern des Autors, wird hier ein Zeitraum der DDR-Existenz fast wieder lebendig. Sachliche Entwicklungen bekommen Verbindung zu Alltagsgeschichten, zu künstlerischen Ereignissen oder zum DDR-Fernsehen oder zum Einkaufsverhalten. Für Einheimische ist das Buch durchaus Erinnerung, das seinerseits deutlich das Vergebliche der DDR darstellt, für Zugereiste wirds hilfreich sein, durchs Lesen etwas über die Menschen und ihr Leben im Osten Deutschlands zu erfahren und so Verständnis und Achtung aufbauen zu können. Sehr empfehlenswert!!
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5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges, stellenweise überaus unterhaltsames Teilstück einer immer noch nicht vollständigen Sozialgeschichte der DDR, 31. August 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Aufbruch nach Utopia: Alltag und Herrschaft in der DDR 1961-1971 (Gebundene Ausgabe)
Der "Alltag und Herrschaft in den DDR 1961-1971" ist das Thema des neuen Buches des DDR-Historikers Stefan Wolle, der in der Vergangenheit schon mit zahlreichen anderen Veröffentlichungen einen von Nostalgien und Verklärungen freien Beitrag zu einer Sozial- und Kulturgeschichte der DDR geleistet hat.

Stefan Wolle zeigt in "Aufbruch nach Utopia", wie nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 eine junge Generation, die in der DDR aufgewachsen war, sich zu Wort meldete, eigene Anforderungen an die Gesellschaft stellte und das Aufbrechen bzw. langsame Aufweichen der ehedem erstarrten Strukturen herbeisehnte. Ein Zeitalter der großen Erwartungen schien angebrochen, und tatsächlich war die Periode zwischen 1963 und 1968 die Zeit der DDR-Geschichte, in der die meisten Reformen verwirklicht wurden.

Wolle schildert und dokumentiert den innenpolitischen Kampf zwischen den Reformern und den Dogmatikern, an dessen Ende sich die Hardliner durchgesetzt hatten. Um das Land und die Bevölkerung ruhig zu halten, wurde viel Geld in eigentlich unbezahlbare Sozialprogramme gesteckt, die dringend nötigen Investitionen in der Wissenschaft, der Bildung, der Grundlagenforschung, der Infrastruktur und der Umwelt jedoch sträflich vernachlässigt. Das Projekt der Selbstregulierung der Gesellschaft war gestorben, und das alte kommunistische Plandenken feierte fröhliche Urständ. So wurde aus dem "Aufbruch nach Utopia" ein Aufbruch in die Stagnation.

Ungeheuer materialreich, durch alle gesellschaftlichen Schichten, führt Stefan Wolle seinen Leser auf eine spannende Zeitreise durch eine bisher wenig beachtete Periode der Geschichte der DDR. Es gelingt ihm, die damalige Lebenswirklichkeit in die Geschichtsdarstellung zu holen, indem er immer aus der Perspektive der Zeitgenossen erzählt. Das Buch ist die Geschichte ihrer Hoffnungen, Träume und Ängste.

Ein wichtiges, stellenweise überaus unterhaltsames Teilstück einer immer noch nicht vollständigen Sozialgeschichte der DDR.
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5.0 von 5 Sternen Aufbruch nach Utopia, 1. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Aufbruch nach Utopia: Alltag und Herrschaft in der DDR 1961-1971 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Aufbruch nach Utopia" ist sachlich geschrieben und unterhaltsam. Ich habe viel gelernt und die Aufbruchstimmung, mit Hilfe von Wissenschaft und Technik eine bessere Gesellschaft zu schaffen, wurde vermittelt. Aber auch der daraus erfolgte Widerspruch zu dem totalen Kontrollanspruch der SED Regierung, weshalb das Vorhaben schließlich scheiterte und in die Stagnation führte.
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2.0 von 5 Sternen flach und unkonzentriert, 14. Oktober 2014
Wolles "Heile Welt der Diktatur" von 1998, der Versuch einer Verschränkung von Alltags- und politischer Geschichte der Honecker-Jahre, war ein großer Wurf, den ich in einem Zug gelesen habe; super Zitate, super 'Zustandsbeschreibungen' - ja, so könnte es 'drüben' gewesen sein.
Jetzt die Enttäuschung, offenbar hat der Links-Verlag Wolle genötigt, die GANZE DDR-Geschichte aufzuarbeiten, und das klappt nicht, weil Wolle, Jg. 1950, schon für dieses Jahrzehnt zu jung ist (erst recht für die Gründungsjahre).
Gewiß, der Zeitzeuge ist der Feind des Historikers, aber Wolles erster Band lebte genau von dieser Verquickung; Erlebtes und Analyse zugleich zu bieten. Hier nun ist alles bläßlich, mal fehlen die Kartoffeln, mal taugt die Braunkohle nichts, mal gibt es Konflikte um ein Stück von Peter Hacks, mal feiert man Ulbrichts 75. Geburtstag. In weiter Ferne (Wien) treffen sich Kennedy und der Mann mit der Glatze, und und und...
Es gelingt Wolle nicht mehr, die Alltagsszenen und die Entscheidungen des politischen Systems engzuführen, man lese nur das völlig versiebte Kapitel über den Mauerbau. Dafür entwickelt der Autor eine fatale Liebe zur Exegese von Hochliteratur (ob Eco[!], Goethe, Kafka, ganz egal), mittels derer er die Zustände 'spiegeln' möchte, weshalb sie seitenlang zitiert wird. Das wurde schon im ersten Band unglücklich mit ETA Hoffmann versucht und geht hier komplett daneben, denn seit wann verstehen Realhistoriker etwas von Kunst und Literatur? Ich jedenfalls kenne keinen einzigen.
Auch rächt sich nun, daß Wolle auf die explizite Auseinandersetzung (wegen mir in den Fußnoten) mit der Forschung (Weber, Sabrow, Staritz, Jarausch, Kocka, Wehler usw.) verzichtet, obwohl er sie natürlich kennt, und wieder ganz 'aus den Quellen' schreibt. Das funktionierte im ersten Band sehr gut, weil über die 70er v.a. kulturhistorisch noch Ratlosigkeit herrscht, hier aber folgt Fehlurteil auf Fußangel, ich nenne nur die groteske Überschätzung der Wirkungen von 1968 (dem ein ebenso verfehltes Buch von Wolle bereits voranging), speziell des Prager Frühlings, für den Ostblock.
Schade! Ich bin gespannt auf "Der große Plan", vielleicht geht's wieder bergauf. Das hier ist eine ärgerliche, zerfahrene Angelegenheit.
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5.0 von 5 Sternen Lohnendswerte Lektüre, 17. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aufbruch nach Utopia: Alltag und Herrschaft in der DDR 1961-1971 (Gebundene Ausgabe)
Man vergisst ja schnell, was sich in der Zeit der deutschen Teilung auf der anderen Seite des Zauns so alles tat, - wenn davon und was davon den Weg in die westrdeutsche Öffentlichkeit zu unserer Unterrichtung überhaupt fand. Die Lektüre hier bringt vieles wieder Erinnerung und füllt so einige Wissenslücken. Der Autor belässt es nicht bei der reinen Information, sondern geht das Thema durchaus parteiisch und teilweise mit (verständlichem) engagiertem Furor an.
Man tut aber gut, zu dem Thema nicht nur dieses Buch zu lesen.
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Aufbruch nach Utopia: Alltag und Herrschaft in der DDR 1961-1971
Aufbruch nach Utopia: Alltag und Herrschaft in der DDR 1961-1971 von Stefan Wolle (Gebundene Ausgabe - 11. März 2011)
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