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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar
Spitze! Das erste Buch Herrndorfs ist für mich zugleich auch sein bestes Werk.
Jeder Satz passt wie die Faust aufs Auge. So düster und trostlos habe ich das Berliner Leben als Zeitgenosse Herrndorfs ebenfalls erlebt. Vieles von dem, was der Autor seinen Protagonisten im Roman empfinden oder anklingen lässt, konnte ich gut nachfühlen.
Die bis...
Vor 9 Monaten von Zweifler veröffentlicht

versus
24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Begabter Autor - flache Geschichte
"Marit hatte mehr Verehrer an der Uni, als der Russlandfeldzug Tote hinterließ" nur eine von vielen witzigen Formulierungen, die in diesem Buch zu finden sind.
Hmm, wie ging es mir mit dem Buch. Die ersten 20 Seiten war ich hellauf begeistert über den Witz und den anarchischen Antihelden dieses Romans. Doch dann wird es doch sehr langatmig. Der Held...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2010 von Stefan Weinfurtner


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Taschenbuch)
Spitze! Das erste Buch Herrndorfs ist für mich zugleich auch sein bestes Werk.
Jeder Satz passt wie die Faust aufs Auge. So düster und trostlos habe ich das Berliner Leben als Zeitgenosse Herrndorfs ebenfalls erlebt. Vieles von dem, was der Autor seinen Protagonisten im Roman empfinden oder anklingen lässt, konnte ich gut nachfühlen.
Die bis ins letzte ausgefeilte und auf Effekt bedachte Sprache, der sarkastische Ton, der hintergründige Humor - für mich ein Vergnügen, dieses Werk zu lesen. Musste bei der Lektüre dieses Buches unwillkürlich mehrmals laut lachen, was bei mir außerhalb des Kellers nicht oft vorkommt.
Die Änderung der Erzählperspektive auf den letzten Seiten - einfach meisterhaft! Stilistisch trifft er jedenfalls genau meinen Geschmack.
Der Klappentext führt übrigens wie so oft völlig in die Irre. Zum Glück habe ich das Buch trotzdem gekauft.
Mir schien auch, dass viele autobiografische Elemente enthalten sind. Einige Gedanken und Erlebnisse tauchen später in "Arbeit & Struktur" wieder auf.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Roman der 80er und 90 er Jahre mit Antihelden, 17. Februar 2013
Von 
Antje Burkert (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Taschenbuch)
Wolfgang Herrndorf, der 2012 für "Sand" den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, debütierte 2002 mit "In Plüschgewittern", einem Mix aus Nostalgie und Gesellschaftskritik.
Der Roman beginnt mit den Erinnerungen des 30 jährigen Protagonisten an eine uns allen aus eigenen Erfahrungen oder zumindest aus den Erzählungen "Generation Golf" sehr bekannten geborgenen, unaufgeregten und langsamen Jugend der 80er Jahre, als das Internet mit Wikipedia, Twitter und Whatsapp noch völlig phantastische Orwell-Fantasie war und man selber mit Bollerwagen und Diercke-Weltatlas auf Abenteuer-Reise im Schleswig-holstenischen Deekelsen ging. Wunderbar nostalgisches Gedankengut beschwört Herrendorf mit diesem ersten Teil, der Beschreibung des unattraktiven, unauffälligen Jungen und seinen Teenagerproblemen, herauf.
Dann springen wir 15 Jahre weiter. Die Mauer zwischen Ost und West ist gefallen. Berlin wird auch für den letzten Westdeutschen erreichbar und kultureller wie auch antikultureller Mittelpunkt. Der Protagonist wird zum 30 jährigen Antihelden ohne Arbeit, ohne Einstellung ohne ein Ziel im Leben und das alles im noch recht baufälligen Friedrichshain. Der Alkohol fließt reichlich, kleine Tabletten wechseln den Besitzer, Tag und Nacht verschwimmen. Es wirkt wie die größte, nicht-endende Studentenparty, nur dass die Teilnehmer nicht mehr im studentischen Alter sind. Als Kontrast zu diesem Haufen perspektivloser, schillernder Paradiesvögel steht der Bruder des Protagonisten, der das weiße Schaf der Familie, der Gesellschaft verkörpert, zur Ruhe gekommen, mit seiner schwangeren Frau im Haus seiner Kindheit wohnend, sich um Familie, Garten und Karriere kümmernd.
Und wie um diesen Kontrast noch zu unterstreichen, endet der Roman mit einem überraschenden Perspektivwechsel zum Tagebucheintrag des gesetzten Bruders über den Protagonisten, den Antihelden. Und es stellt sich die Frage, ist dieser zwischen Drogen, psychischer Labilität und Perspektivlosigkeit auf der Strecke geblieben? Ein sehr überraschendes und viele Fragen aufwerfendes Ende.
Herrndorf schreibt mit so viel Präsenz, Stimmigkeit und stilistischer Raffinesse, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird, seinen Ausführungen zu folgen. Ein großartiger Roman eines großartigen deutschen Schriftstellers.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fänger im Plüschgewitter, 17. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Taschenbuch)
Mich hat das Buch sehr an "Fänger im Roggen" erinnert. Allerdings gefällt mir deutlich besser, dass der Protagonist nicht so sehr seinen Ekel über die Mitmenschen äußert als vielmehr sein Unverständnis für andere (und für sich selber). Mich spricht die Distanz an, die der Protagonist zu seiner coolen und hippen Berliner Umgebung und zu seinem sozialen Umfeld hat und mit der er sie erlebt. So wird der Roman nicht zu dem typischen Roman im Berliner Milieu.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Begabter Autor - flache Geschichte, 31. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Taschenbuch)
"Marit hatte mehr Verehrer an der Uni, als der Russlandfeldzug Tote hinterließ" nur eine von vielen witzigen Formulierungen, die in diesem Buch zu finden sind.
Hmm, wie ging es mir mit dem Buch. Die ersten 20 Seiten war ich hellauf begeistert über den Witz und den anarchischen Antihelden dieses Romans. Doch dann wird es doch sehr langatmig. Der Held stolpert von einer Situation in die nächste. Säuft auf Partys und Kneipen, berichtet von früheren Beziehungen, trifft sich mit einer "neuen Flamme" von der er gar keine Beziehung will usw. usw.
Erst zum Ende des Buchs noch ein kurzer Perspektivenwechsel, der mein Interesse wieder erwecken konnte.
Konnte mich mit viel Mühe noch zu 3 Sternen durchringen; denn was ein "Idiot" denkt bzw. eher nicht denkt oder wie er durchs Leben holpert.....
Mich hats irgendwann nicht mehr besonders interessiert und ich quälte mich durch die letzten Seiten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörbuch, 8. März 2014
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Audio CD)
Die Hörbuchfassung von "In Plüschgewittern" wird auf 3 CDs von August Diehl gelesen. Das macht er gut. Seiner Stimme habe ich gern zugehört. Für die Figur, aus dessen Perspektive er erzählt, findet er genau den richtigen Ton. Das Hörbuch als Hörbuch hat mir also gut gefallen. Was mir nicht gut gefallen hat, ist die Geschichte. Und an der hängt's dann doch am Ende. Zwar ist sie sprachlich und stilistisch einwandfrei, aber sie hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Der Erzähler ist irgendwie im Nichts gefangen, hat keine Interessen, keine Zukunftspläne, keine Arbeit, keine wirklichen Freunde, und zieht nun einige Zeit durch Berlin. Er betrinkt sich ständig, geht von einer Kneipe auf die nächste Party, redet mal mit diesem, mal mit jenem, denkt über jeden ziemlich abfällig und ist immer zynisch. Es passiert also nicht viel in dieser Geschichte. Meist geht es einfach nur um die Wahrnehmungen des Erzählers und um seine Gedanken über die alltägliche Welt. Daher empfehle ich das Buch nicht weiter. Lieber "Tschick" oder "Sand" lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chaotisch schön..., 30. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Taschenbuch)
... erzählt Wolfgang Herrndorf die Geschichte eines jungen Mannes, den es nach Berlin verschlägt. Da ist zunächst die Freundschaft mit Erika, die in die Brüche geht. Danach der Unterschlupf beim Bruder und dessen Frau, die er beide genau so wenig versteht, wie sie ihn. Dann geht es in die Hauptstadt. Dort trifft er Desmond und der verpasst ihm eine vorübergehend freistehende Wohnung. Unser "Held" treibt durch Berlin und lernt auf einer Party Ines kennen. Eigentlich nicht sein Typ, aber dann irgendwie doch...

-In Plüschgewittern- ist eine Ich-Erzählung in Chaosform. Unser Protagonist weiß nicht so recht, wo er hingehört. Und wie schon gar nicht. Seine Abstürze, Einsichten, Ausfälle und Erlebnisse sind allerdings hochgradig unterhaltsam, wenn auch manchmal nur schwer zu verstehen. Wer sich in den entsprechenden Ecken Berlins auskennt, in denen die Geschichte spielt, ist klar im Vorteil. Wolfgang Herrndorf hat erfolgreichere Texte geschrieben als diesen. Lesenswert ist er jedoch allemal.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typischer Herrndorf. Amüsant, 10. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Kindle Edition)
Hatte vorher Tschik gelesen.
Dieser( ältere) Herrndorf ist in ganz ähnlichem Stil geschrieben, damit hatte ich nicht gerechnet, denn Tschik ist ja aus der Sicht eine 16-jährigen geschrieben. War aber ebenso gute Unterhaltung.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Düsterkeit und Desorienterung auf nach Berlin ..., 22. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern (Taschenbuch)
Der Roman »Tschick« war im letzten Jahr mein absoluter Sommerroman, führte die Sommerliste wirklich weit an. Umso schockierter war ich, als ich nun im Klappentext des neu überarbeiteten »In Plüschgewittern« gelesen habe, dass der Autor vor einigen Wochen gestorben ist - die Recherche hinterließ einen noch größeren Unmut. Und wenngleich ich nicht weiß, wie die ursprüngliche Form des Romans aussah, so hatte ich beim Lesen nicht selten das Gefühl, dass im Nachhinein ein noch etwas düsterer Ton vom Autor eingearbeitet wurde.

Hier geht es um einen Dreißigjährigen, der nicht nur ziel- und orientierungslos, sondern auch mit sich nicht ganz im Reinen ist. Der Plot verläuft sehr vage - er reist nach Berlin, quartiert sich dort bei jemandem ein, den man eher »Bekannten« als »Freund« nennen kann, und lässt sich von da an treiben, besucht Partys, macht so etwas in der Art von verlieben ... und steht dem Leben, Treiben, sich selbst und seinen Mitmenschen skeptisch, teils zynisch und distanziert gegenüber.

»Tschick« war wirklich sehr, sehr witzig, ohne dabei auch nur im Ansatz platt zu sein. »In Plüschgewittern« kommt wesentlich trister daher. Ich mag melancholische Geschichten eigentlich sehr gerne, aber dieses Buch hinterließ fast schon ein bitteres, trostloses Gefühl. An einigen Stellen blickt kurz Heiterkeit zwischen den Zeilen durch, ansonsten gibt es nicht viel zu lachen. Anerkennen muss man aber, dass Herrndorf wirklich stilsicher schreibt; er schafft den Drahtseilakt zwischen unterhaltender Sprache und dennoch bedeutender Aussage.

Fazit: Ein guter, aber auch etwas trostloser Roman, vielleicht eine etwas verspätete »Coming of age«-Geschichte.
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33 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Symetrie der Badezimmerfliesen, 31. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch begleitet mich nun schon 1 Jahr durch mein Leben. Ich nehme es immer wieder zur Hand und die Wörter sind mir schon vertraut. Der Erzählstil ist bemerkenswert anders, die Geschichten entstehen bildhaft und bleiben in Erinnerung. Gefühle werden nicht durch Worte ausgedrückt, sie entstehen beim Beobachten der Handlung. In den Geschichten findet man zwischen den Zeilen u.a. die Geheimnisse der Liebe - wie sie entsteht, wie sie manchmal unbemerkt existiert, wie sie inspiriert, wie sie unser Denken einnimmt, welche Fragen sie aufwirft, welche wertvollen Spuren sie hinterlässt. Prädikat für dieses Buch: Besonders wertvoll !
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eitelkeit und Egoismus, 31. März 2005
Rezension bezieht sich auf: In Plüschgewittern: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem der Titel so gut gepasst hat wie bei diesem, denn Eitelkeit und Egoismus sind die Hauptcharakterzüge der Hauptpersonen in diesem Roman. Jeder ist auf seinen Vorteil bedacht, was in der heutigen Gesellschaft (und auch in der Historie) ja nichts Neues ist. Da dieses Buch aber in Berlin spielt, treten die genannten Wesenszüge beim Kampf um Macht und Geld noch deutlicher hervor.
Wolfgang Herrndorf schafft es mit einem gehörigen Maß an Zynismus, das Verhalten der hippen Gesellschaft Berlins und derer, die ihr gerne angehören würden, zu skizzieren. Da seien ihm einige langatmige und auch nervige Passagen (bei so vielen Seiten kein Wunder) verziehen. Seinen (Anti-)Helden fand ich nicht immer ausgereift. Einerseits der toughe Typ, andererseits ein nervöses Weichei. Das paßte nicht so ganz.
Ansonsten ist dieses Buch unbedingt empfehlenswert!
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In Plüschgewittern: Roman
In Plüschgewittern: Roman von Wolfgang Herrndorf (Gebundene Ausgabe - Oktober 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 58,00
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