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am 14. Juni 2003
Dass im Untertitel Eine Streitschrift angekündigt wird, ist sicher berechtigt: Gronemeyer, der seit einigen Jahren im DFG-Forschungsprojekt "Die Sozialen Folgen von AIDS im Südlichen Afrika" arbeitet, polarisiert und zielt bewusst auf eine emotionale Wirkung seines Buches ab.
So findet man darin einen grossen Reichtum an persönlichen Erfahrungsberichten, Schicksalen und Stellungnahmen der Menschen, die im südlichen Afrika, insbesondere in Namibia, von der AIDS-Katastrophe betroffen sind. Das macht das Buch so wertvoll: Ein einzigartiger Schatz an persönlichen Dokumenten deren Aussagekraft keine noch so repräsentative Statistik erreichen kann: Was AIDS bedeuten kann, können wir uns viel besser vorstellen, wenn Menschen erzählen, die ihre ganzen Angehörigen verlieren und selbst den unausweichlichen Tod vor Augen haben, und nicht, wenn wir Zahlen hören, die immer abstrakt bleiben. Dieses Material kommentiert Gronemeyer mit einer radikalen Modernisierungskritik und einer idealisierenden Traditionsnostalgie - zurück zur afrikanischen Kultur, und das AIDS-Problem kann gelöst werden.
Das Manko des Buches ist: es bleibt plakativ und vermag es nicht, umfassendere und differenziertere Analysen es komplexen Themas zu bieten. Als Quellenmaterial gut geeignet, bietet es sich als repräsentative Datengrundlage für wissenschaftliche Arbeit nicht an.
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am 8. Mai 2011
Herr Dr. Gronemeyer beschreibt in diesem Buch die Probleme des subsaharischen Afrikas aus der persönlichen Sicht des Landes und seiner Menschen - so gut man dies als Außenstehender eben beschreiben kann - wobei seine jahrzehntelange Erfahrung und die Interviews mit von HIV Betroffenen dem Leser bestmögliche Eindrücke in die Problematik des Landes und seiner Menschen vermitteln.

Ein emotionales Buch, welches den Leser weinen lassen kann einerseits über die Frage, was wohl aus uns selbst geworden ist -andererseits über die Frage was wir anderen Ländern zu geben haben- genauso wie über die Frage, was aus den südafrikanischen Menschen werden soll, die um ihre Kultur kämpfen bzw. um ihr Kulturverständnis, welches wir Industrienationen anscheinend nicht mehr nachvollziehen können - was dieses Buch besonders wertvoll macht!

Das Thema HIV und Aids und der damit verbundenen menschlichen Schicksale - vor allem der Kinder des Landes - ist ein emotionales Thema, und es gebührt dem Autor der Verdienst, daß er dieses Thema auch menschlich emotional behandelt, beschreibt und sich nicht gefühllos, "wissenschaftlich abstrakt" hinter Daten und Fakten versteckt, wenngleich diese auch in dem Buch vorkommen - sondern daß er die Menschen des Landes zu Wort kommen läßt, einfühlend bleibt; sie ihre eigenen Probleme aus ihrer eigenen Sicht, aus ihrer eigenen Kultur, Geschichte, Situation und Interpretationen derselben, beschreiben läßt.

Gleichzeitig ist dem Autor gelungen, dem Leser als Bestandteil der westlich industrialisierten Welt, den Spiegel vorzuhalten mit der Frage, worin eigentlich unsere westliche Kultur besteht, und was uns selbst als Kultur ausmacht und was wir denn anderen Ländern wirklich nützliches zu geben haben, wobei besonders die medizinische Sicht in den Focus gerät, die neben anderem, auch hierzulande manchesmal fragwürdig erscheinen mag.
In diesem Aspekt stellt der Autor im Besonderen die Frage nach der "medizinischen Weltanschauung" des industrialisierten Westens, die bezüglich ihres Sinngehaltes im Bezug auf Afrika/Aids auf dem Prüfstand steht - genau genommen bezüglich ihrer Fähigkeit wirklich(!) zu heilen und nicht nur zu diagnostizieren.

Dieses Buch ist bestens dazu geeignet, den eigenen Lebenstil, die eigene Gesellschaft und deren Werte auf ihren Sinn und ihren nachhaltigen Nutzen für uns selbst, wie auch für andere Staaten hin, zu hinterfragen und um südafrikanische Länder zu verstehen!!!!!!!!!!!!!
Im gleichen Zuge müssen wir mit ansehen, wie z.B. Staaten wie Namibia darum kämpfen und bangen müssen, ihre Kultur, ihren Lebensstil, ihre Ressourcen des Sozialsystems - trotz (!) aller (medizinischen) Entwicklungshilfe, "Aidsprojekte" und Kampagnen zu erhalten, was in dem vorliegenden Buche trefflich beschrieben wird.
Das Lösungswege relativ zu kurz kommen oder gar nicht genannt werden mag an der Natur des Problems liegen, die in der Frage gipfelt: "Was hilft Afrika wirklich?", aber gerade darin liegt die Größe des Autors: Nämlich keine Lösungswege spontan zu propagieren!
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am 3. November 2010
Eine Reise nach Gabun mit meiner Freundin B. und damit verbundene Gedanken, neue Sichtweisen, Erlebnisse, Erzählungen und Diskussionen vor Ort zum Thema Gesundheitskonzepte und Enwicklungshilfe in Afrika,veranlaßten mich, dieses Buch nach Empfehlung meiner Freundin V.,zu kaufen und mich näher damit zu befassen.
Diese durchaus lesenswerte, mit vielen Stellungnahmen,Schicksalen, Erfahrungsberichten und Dokumenten gespickte Streitschrift bringt uns die interessante Thematik des Scheiterns westlicher Gesundheitskonzepte im südlichen Afrika näher.
Jedoch nicht so umfangreich, wie ich es mir ursprünglich erwartet habe. Zahlreiche wichtige Fragen meinerseits blieben offen und wurden im Buch zwar angesprochen, aber nicht weiter ausgeführt. Vielleicht ist die Thematik auch zu umfangreich, um deren Inhalt in ein einziges Buch zu packen ?
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am 27. September 2015
Das Buch hebt alle Probleme im Rahmen der HIV/AIDS-Prävention hervorragend hervor. Die Gespräche mit HIV-Infizierten, Familienangehörige sowie NGOs, liefern einen nachvollziehenden Eindruck.
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